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mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg unb Kirckbniii
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Zweites Blatt
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Ausland.
** Die Trennung von Kirche und Staat tu Frankreich. Paris, 21. Dez. Die Kammer hat nach sehr langer, erregter Debatte mit 354 gegen 177 Stimmen das Gesetz über den Heimfall der Kirchengüter angenommen, wodurch das Gesetz über die Trennung der Kirche vom Staat vom Jahre 1905 in einigen Punkten ergänzt wird.
66 Kein neues Geschwader in England. London, 21. Dez. Die Admiralität erklärt die Meldung des „Standard", daß sie die Bildung eines Pacific- und eines nordamerikani- fchen Eefchwanders beschlossen habe, für 'unrichtig.
„Ich werde mich durch keine Maßregel abhalten lassen, die Idee des volksbefreienden Anarcho-Sozialismus weiter zu verbreiten, von der Sie so viel verstehen, wie ein Pfaffe vom Darwinismus. Die Brutalität ist Euer Wahlspruch. Ich stelle Ihnen das Zeugnis aus, daß Sie Genies find. Ihr habt ja die Macht!"
Die Polizeibehörde stellte wegen dieses Briefes Strafantrag wegen Beleidigung, worauf die Staatsanwaltschaft die Sache im Offizialverfahren übernahm. In der schöffengerichtlichen Verhandlung beantragte der Staatsanwalt gegen Schönlank eine Gefängnisstrafe von mehreren Monaten, der Verteidiger plädierte jedoch auf eine Geldstrafe, in dem er ausführte, daß der Brief doch eigentlich weiter nichts sei, als das Elaborat eines unreifen jungen Menschen, der sich über die event. Folgen seiner Handlungsweise kaum klar gewesen sein dürste. In Betracht müsse auch gezogen werden, daß der Angeklagte Neurastheniker sei. Das Urteil lautete auf 20 Mark Geldstrafe event. 20 Tage Gefängnis. — Für solche „Neurasthenie", meint die .Deutsch. Tgztg." gibt es doch eigentlich wirksamere Heilmittel.
ein, Pers.-Z. 1381a (SB.) fährt tu Liehen ir.achm. ab und trifft 10.06 nachm. tu Marburß ein. Zur Verkürzung der Uebergangszeit in Niederwalgern von dem Pers.-Z. 1380a (SB.) ni d r Pers.-Z. 1380 wird letzterer 10 Minute, früher gelegt, sodah seine Abfahrt in Stiebte«, walgern 7.12 nachm. erfolgt. t
* O. H. T. B. Um den Fremde,»««» kehr in Oberhessen zu heben, und auf die gfiw stige Gelegenheit aufmerksam zu machen, die sich in unserer, an mannigfachen Naturschönheiten s» reichen Gegend den Erholungsbedürftigen zu» heilsamen Aufenthalt bietet, beabsichtigt be« „Oberhessische Touristenverein" in einem Heftchen, das auch Abbildungen enthalten soll, ein Verzeichnis der in seinem Gebiete vorhandene» Sommerfrischen zusammenzustellen und herauszugeben. Dieses Verzeichnis fall ea Interessenten, Vereine und Einzelpersonen verschickt und auch käuflich abgegeben werden. Es wird in Betracht ziehen alle Gasthäuser und Hotew in Stadt und Land, einschließlich der Stadt Marburg, sowie alle Privathäuser, besonder« auch die so vorteilhaft gelegenen Forsthäuser und Mühlen, die bisher schon Fremden aus uah und fern aus längere oder kürzere Zeit Unterkunft und Verpflegung gewährt haben, oder in denen sie in Zukunft solche finden können. Um genügende und zuverlässige Auskunft geben zu können, werden daher alle, die Sommerfrischler aufnehmen können und wollen, dringend gebeten, Lis zum 10. Januar 1908 dem Vorsitzenden des Vereins, E. Schneider in Marburg, anzu« geben: 1. Die Anzahl der abzugebenden Zimmer und Betten: 2. den täglichen Preis für volle Pension (Wohnung und Beköstigung); 3. den Sonderpreis für a) Wohnung und Morgenkaffee (1. Frühstück), b) Mittagessen, c) Abendbrot; 4. etwa vorhandene Klischees von aufzu» nehmenden Abbildungen; 5. welche Ermäßigung bei länger als sieben Tage dauerndem Aufenthalt gewährt wird; 6. ob Bäder im Hause vorhanden sind. Die Aufnahme dieser und anderer wünschenswerter Angaben (Lage des Ortes, Bahnverbindung, allerlei Annehmlichkeiten) geschieht unentgeltlich. Um jedoch die bescheidenen Mittel des Vereins nicht zu sehr anzngreifen, soll das Verzeichnis einen Anhang von Anzeigen bringen, die von den Betreffenden zn bezahlen sind und zwar für die Viertelseite mit 3, die halbe Seite mit 5, die ganze Seite mit 8 «Al. Der für eine Abbildung beanspruchte Raum von einer Seite wird außerdem mit 5 M berechnet. Die von anderen Touristen-, Eebirgs- und Ver« kehrsvereinen veröffentlichten Auskunftsbüchlein über Sommerfrischen sind einerseits von vielen Erholungsbedürftigen und Luftveränderung Begehrenden gern benutzt worden und haben andererseits den betreffenden Gegenden reichen Gewinn gebracht. Beides steht unzweifelhaft auch zu erhoffen von einem solchen auf Oberhessen bezüglichen Schriftchen; denn unser Ober- Hessen mit seinen großen schönen Wäldern, seinen anmutig gelegenen Städtchen und Dör-
^5- fich: „Eine kurze Spanne Zeit, nur ein wenig Geduld, und du wirst am Ziele sein “ . „V bemerkte nicht, wie Mathilde ihren Gat-
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gesehen«' W ?aum ie l" etwas Trostloses Minnen^?esleigh beobachtete seine Frau einige Minuten dann erwiderte er ruhig: ^cü alaude dPpfiptt r.. ...। . iüIIICI hat,
V Leben hat sie verwohnt, und wem es kttne Sorgen bnngt, der macht sich welche"
feinst, daß wir alle Ellen zu sehr ver- zogmi haben, und daß sie dadurch launisch oe- äji .Ä,e “Ä$ ?lauoe ich nicht, sie hat eine so selbstlose 5"lchmregende Natur. Liebe kann ihr nie scha- gn'rö bm Überzeugt, daß etwas sie drückt" „Aras immer nur auf Einbildung berube'n lonS-°-d -«chLnd Au Ob er je feine Worte bereute?
fffr™ f herab. Und immer noch faß £n £ ?eAelben Platz und starrte in die «„s cinmäI hatten ihr Gatte
5 U^hilde sie g^eten, etwas zu genießen
bann 3ur S?u^e zu begeben, aber sie reynte alles ab. Es war eine eigene Lektton die sie hier in der Einsamkeit und Sttlle der Nacht lernte.
Plötzlich entstand eine Unruhe unter den See- leuten. Das schlimmste Schicksal, welches einem ?°ffenet See begegnen kann, stand der „Villa Rocca" bevor; ein Brand war ausgebrochen und wurde erst entdeckt, als die Flammen hoch aufschlugen. Eine Ladung Oel war an ^lord und großer Schrecken überkam die Passagiere, als sie gewahrten, wie schnell das Feuer weiter um sich griff. Welch ein Kontrast zwischen dem verheerenden Element und bei jried-
Deiltsches Reich.
— Die Abkommandierungen von Militärpersonen zum Reichskolonialamt sind jetzt, der »Post" zufolge, nach folgenden Grundsätzen geregelt: Die nicht zu den Unteroffizieren der Unterzahlmeisterklasse und auch nicht zu den Mannschaften vom Feldwebel abwärts zählenden Echutztruppenangehörigen erhalten diejenigen Gebührnisse, welche Heeresangehörige gleichen Dienstgrades mit dem Standorte Berlin zustehen. Schutztruppenoffiziere werden den Jn- fanterieosfizieren gleichgestellt; außerdem kann ihnen eine Beschäftigungszulage bis zu 900 «Al jährlich, sowie Offizieren vom Hauptmann einschließlich an aufwärts, eine kleine Ration und Pferdegeld für ein wirklich gehaltenes Pferd gewährt werden. Schutztruppler der Unterzahlmeisterklasse und solche vom Feldwebel abwärts erhalten die für das Kolonialamt zuständigen Bezüge. Fällt die Beschäftigung bei letzterer Behörde mit dem zuständigen Heimatsurlaub zusammen, so werden Urlaubsgebührnisse insoweit gezahlt, als sie höher sind, als die vorbezeichneten Bezüge. Soweit einzelne Schutz- trupenangehörige sich zurzeit im Genüsse höherer Bezüge befinden, behält es für sie sein Bewenden.
— Eine Berschärfung der Sonntagsruhe im Handelsgewerbe. Im Reichsamt des Innern ist eine, die Sonntagsruhe im Handelsgewerbe betreffende Novelle zur Gewerbeordnung ausgear- beitet und den betreffenden Bundesregierungen unterbreitet worden. Danach muß auch in offenen Verkaufsstellen von Konsum- oder anderen Vereinen und Gesellschaften die gesetzliche Sonntagsruhe innegehalten werden. Ferner ist hinsichtlich der den Gemeindebehörden verliehenen Befugnis, Ausnahmebestimmungen zu treffen, folgende Verschärfung festgesetzt: „Für alle oder einzelne Zweige des Handelsgewerbes darf neben den nach Absatz 1 zugelassenen Ausnahmen mtt der jederzeit widerruflichen Genehmigung der Aufsichtsbehörde durch Beschluß eines weiteren Kommunalverbandes oder in Ermangelung eines solchen Beschlusses durch Beschluß einer Gemeinde an Sonn- und Festtagen, mit Ausnahme des ersten Weihnachts-, Oster- und Pfingsttages, eine beschränkte Beschäftigung zugelassen werden, und zwar: 1. für die letzten beiden Sonntage vor Weihnachten bis zur Dauer von 10 Stunden, jedoch nicht über 7 Uhr abends hinaus, 2. für drei weitere Sonn- und Festtage, an denen örtliche Verhältnisse einen erweiterten Geschäftsverkehr erforderlich machen, bis zur Dauer von sechs Stunden, jedoch nicht über 4 Uhr nachmittags hinaus, 3. für die übrigen Sonn- und Festtage bis zur Dauer von 3 Stunden, jedoch nicht über 2 Uhr nachmittags hin-
Sobald er sie verlassen hatte, trat Ellen zu dem Matrosen, dem Artur die Sorge für Mathilde übergeben hatte.
„Sie brauchen sich nicht mehr um die Dame zu bekümmern," sagte sie zu ihm, mein Mann wird selbst für sie sorgen." Und der Matrose dem sie ein Geldstück in die Hand gedrückt hatte, ging weiter, froh, einer Aufgabe enthoben zn fein, die er kaum auszuführen wußte.
Dann wandte sich Ellen zu ihrer Cousine.
„Hast Du Angst, Mathilde?" fragte sie, und die Antwort war: „Nur um Dich, mein Herz. Gott sei Dank, daß Deine Eltern nicht ahnen, in welcher Gefahr Du Dich befindest!"
Plötzlich ertönten Rufe, dir Flammen griffen ur: sich die Passagiere drängten zu den Booten.
„Ich lasse Dich nicht aus den Augen," fuhr Mathilde fort, „ich folge Dir, wohin Du gehst."
„Dann würdest Du uns beide gefährden. Artur hat alles angeordnet, er sagte mir, was ich tun sollte." x
Mit diesen Worten band sie ihren Schleier ab und befestigte ihn um Mathildens Hut« Dann schlang sie den roten Schal um ihren Arm.
„Wenn Artur kommt," fuhr fie fort, „wird er Dich sicher ins Boot tragen."
„Aber Du, Ellen, was wird aus Dir?"
Die junge Frau drückte einen Kuß auf die Stirn ihrer Cousine.
„Ellen," rief Mathilde entsetzt; aber schon war die zatte Gestalt ihren Blicken entschwunden.
Einen Augenblick später stürzte der Mast krachend um, die Flammen schlugen, neue Nahrung findend, empor und grenzenlose VerwirrunE herrschte.
Mathilde fühlte sich von einem starken Ar» umfaßt und aufgehoben. Vergeblich »ersuchte sitz zu rufen: „Wo ist Ellen?"
Ihre Stimme wurde Übertönt, alles schrßß «nd tobte durcheinander, -
(Fortsetzung folgt.).
aus. In allen diesen Fällen sind jedoch die zugelassenen Beschäftigungsstunden so zu legen, daß die Beschäftigten am Besuche des Gottesdienstes mcht gehindert werden. Für die verschiedenen Zwelge des Handelsgewerbes können aber die Beschaftigungsstunden verschieden festgesetzt wer- s6 bXe A°velle dem Reichstage noch in der Elenden Session werde zugehen können, scheint noch nicht sicher zu sein.
. ~ Der Zwischenfall im Persischen Golk lieber den h£T«etaaaPaschen Meerbusen werden die Verhandlungen zwischen Berlin und London werden in den nächsten Tagen eröffnet Gebern,', eingeforderte amtliche^Bericht aus ^eheran steht zwar noch aus, jedoch liegt dem Amte ein Bericht der uor’ dessen Inhalt wohl einer ?i zugrunde liegt und
bie Rechtslage übersehen läßt, die danach so ^sitzer der Insel Abu Musa und Bergrechts auf ihr, ein arabischer Schech (ßtie die Ausbeutung der dortigen Eisenörnd' ™«en erner arabischen Handelsgesellschaft^ber- tragen, die ihrerseits durch Vertrag die Eisen- oxydgewrnnung auf eine bestimmte Zeitdauer 6ttnbeCItt&enttffnrmah2BiinifNus "erkaufte. Es Mm weder um ein Monopol noch
“"l tl • ®em-)rung von Berggerechtsamen ""ch weniger um eine Pacht der Insel sondern ^^ ein ganz einfaches kaufmännisches Liefer- s"X^eschaft. Dies scheint nun englischen Kauf- bwher das Eisenoxydmonopol L saßen, nicht gepaßt zu haben, und ganz offenbar unter englischem Einflüsse hat einer der Teil- ^bi/chen Firma nachträglich gegen d-r Einspruch erhoben. Schließlich hat E Neffe des erwähnten Schechs, der vorher einen Anteil an der arabischen Handelsgesellschaft besessen, aber verkauft hatte die Konzession für hinfällig erklärt, wozu er um so weniger berechtigt war, als nicht er, sondern hatte. Am allerwenigsten Gin e m£n 6eIDaItr“mem Vor-
fiehEn. Ein mit Bewaffneten gefülltes Boot boot?2^Erde durch ein englisches Kanonen- ""?i nach der Insel geschleppt. Die Leute des Schechs landeten, vertrieben die Arbeiter und schossen auf ein Boot, das mit dem Vertreter der Firma Wönckhaus zu landen versuchte.
H5"e /?"cho-sozialistilche Schölank vor Gericht. Der behördlichen Auflösung verfiel / $ E i p Z19 der anarchistische „Verein jugend- licher Arbeiter und Arbeiterinnen". Im ^Vorstände dieses Vereins war auch der 17jährige Handlungsgehilfe Schönlank, ein Sohn des verstorbenen Chefredakteurs Dr. Schönlank von "der „Leipziger Volkszeitung". Er wurde auf die Polizei bestellt, wo ihm von der Auflösung des Verems^Mitteilung gemacht wurde. Am fol- infwhn u Schönlank dem Polizei- «"sffktor Forstenberg einen Brief, worin dem de? Borwurf der Brutalität und
gemacht wurde. In dem -Lriefe hieß es dann weiter: v
Unter der Maske.
Roman von Lady Georgina Robertson« (Fortsetzung.)
' „Sitze hier nicht allein, Ellen," begann Mathilde wieder, „laß mich bei Dir bleiben und mit Dir sprechen. Ich möchte so gerne etwas für Dich tun, was es auch ist. wenn ich nur wieder ein Lächeln auf Deinem Gesicht sehe." i Ellen sah ihre Cousine an.
i „Ich danke Dir," sagte sie, „ich glaube selbst, daß ich bald ganz glücklich sein werde."
„Gott sei Dank," rief Mathilde aus, welche die Aeußerung wörtlich auffaßte. „Wie froh würden wir alle darüber sein! Und nun laß wich bei Dir bleiben, damit Du die schweren Gedanken vergissest."
Sie brachte Ellen bequeme Kissen und weiche Decken, machte ihr einen behaglichen Sitz zurecht ur' fing an, ihr allerhand u erzählen und auf die Naturschönheiten aufmerksam zu machen. Aber Ellen blieb still und einsilbig, und nach einer Weile hatte Mathilde das Gefühl, daß sie ihr nur lästig war. Sie nahm ein Buch und ging auf die andere Seite des Schiffes, ohne Ellen aus Lern Auge zu lassen.
Lady Chesleigh war wieder allein und Überlegte, wie selten sie diese Wohltat genoß. Sobald zu Hause ein Familienglied dies gewahrte, war es sofort bemüht, ihr Gesell hast zu leigen und sie zu unterhalten. Jetzt konnte fie ihren Gedanken ruhig weiter nachhängen.
Hatte das beständige Grübeln sie um ihren Verstand gebracht? Den Tod erflehte {ie, — sollte sie statt dessen dem Wahnsinn ver- allen?
' „Nur das nicht, mein Gott, das nicht," dachte «e und wandte ihre Blicke zum Himmel empor. Von dort kam Frieden in ihr wundes Herz; sie '»achte an die Zeit ihrer Krankheit, wo sie den joldenen Toren so nahe gewesen war, auch jetzt
Marburg inib Umgegend.
(Nachdruck aller £>-igmalarti!et ist gemäß § 18 bei Urheberrecht- nur mit der deutlichen Quellenangabe .Oderhesi. Ltg." gestattet)
Winrvurg, 23. Dezbr.
)( Veränderungen im Zugverkehr. Die Kgl. Eisenbahndirektion Frankfurt a. M. hat an Herrn Bürgermeister Ruth-Bellnhausen aus eine diesbezügliche Eingabe desselben folgende Antwort ergehen lassen, die weitere Kreise interessieren durfte: „Vorn 2. Januar 1908 ab werden die jetzt zwischen Marburg und Lohra verkehrenden Personenzü.e 1380a (W.) und 1381a (W.) zwischen Marburg und Gießen versuchsweise zur Beförderung kommen und dafür auf der Strecke Niederwalgern—Lohra ausfallen. Pers.-Z. 1380a (W.) fährt in Marburg 0.20 nachm. ab und trifft 7.10 nachm. in Gießen
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lichen Stille der Natur, dem sternbesäeten Himmel über der spiegelglatten See!
Ellen las die Gefahr, in der sie fich befallen, in den Augen ihres Mannes, als er zu ihr trat. Auch Mathilde eilte herbei und rief ihr zu: „Du mußt zuerst gerettet werden, Ellen, ach, was würden Deine Eltern sagen, wenn sie ahnten, wie es hier steht."
Der Kapitän versuchte, die sich an ihn drängenden Passagiere zu beruhigen. Er versicherte immer wieder, daß keine Gefahr vorhanden sei, drei Boote wären zur Stelle, und alle würden gerettet werden. Die See wäre ruhig, der Hafen von Messina nahe, und im übrigen kämen gerade an dieser Stelle viele Fahrzeuge vorbei.
Lord Chesleigh winkte sich einen Matrosen heran und Ellen hörte, wie er zu demselben sagte, indem er auf Mathilde wies: „Sorgen Sie dafür, daß diese Dame sicher in eines der Boote kommt, ich selbst werde meine Frau retten. Sie sollen eine gute Belohnung erhalten."
Der Rauch 1 ar so dicht, daß kaum der Nächststehende zu erkennen war, ab und zu warfen die Flammen einen rötlichen Schein auf die Menschen, die mit Ungeduld auf das Niederlassen der Boote warteten.
„Ellen," sagte Lord Chesleigh, „für Mathilde wird jener Matrose sorgen, ich bringe Dich ins Boot. Bleibe noch einen Augenblick hier stehen, ich muß noch etwas holen. Bitte, rühre Dich nickst, der Rauch ist so dicht, man hört bei dem Lärm fast seine eigene Stimme nicht. Ich werde Dick an Deinem weißen Schleier erkennen, auch behalte zur Sicherheit den roten Schal über dem Arm."
Sie hob ihr blasses Eestcht zu ihm auf.
„Gib mit noch einen Kuß, Artur," bat Re.
Er beugte sich über fie und küßte sie. „Fürchte nichts," versetzte er, „es ist wirklich keine Gefahr vorhanden, die See ist ruhig, und wir werden Messina bald erreichen,"
vierteljährlicher Bezugspreis bei oer ExpÄition 2 AL, .42 301 ... b« allen Postämtern 2,25 Mt. <ejcU Bestellgeld).
Jnsertionsgcbuhr: die gespaltene Zeile oder deren Kaum 15 Pfg. Reclamen: die Zeile SO Pfg.
Marburg Erscheint wöchentlich sieben mal.
Dienstag. 24. Dezember 1907. 42.3aW