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mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirckbaii».
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Marburg
Erscheint wichentlich Neben mal»
Somtag. IS. Dezember 1907. ®”' "*
Erttes Blatt
21
(3iad)Dtu;{ vcrdoreu.)
nun
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Fi- Er. all. aus-
„Ach, Barbara, die Kindheit ist doch di« glücklichste Zeit des Lebens!"
(Fortsetzung folgt.)
I Ton war so traurig, daß er nicht lächeln
»°6, ich Dich lieb habe, Men? Ist es nicht I «was spat, eine solche Frage zu stellen?"
„Bitte, beantworte sie."
„Wen sollte ich denn lieben, außer Dir," sagte er ausweichend.
,^>as ist keine Antwort. Artur. Du lächelst, und ich bin so verzweifelt. Sage mir, ob Du mich liebst."
Sie hatte ihm geschmeichelt und ihn gelieb- ust, aber sie hatte ihm noch ein« derartige Frage vorgelegt. Er war streng wahrheits- ! liebend und mochte ihr auch um keinen Breis wehe tun. Was sollte er antworten? Dann siel ihm ein, daß jeder Mann seine Frau lieben A'liL Ellern"^ ttntmOttete Ct: "2a. ich habe
„Wirklich? Aus vollem Herzen? Mit der- habe?" ^Ie6e* h’e Dir entgegengebracht
Er schlug die Augen nieder. ' Eine direkte 1-uge brachte er nicht über die Lippen, und ihr tlarer, durchdringender Blick verwirrte ihn. Einen Augenblick schwieg er. dann zog er sie an I sich und küßte sie. I
„Warum stellst Du alle diese Fragen?" sagte I er. „Welchen Grund hast Du dazu?"
„Weil sogar Fremde den Eindruck haben, daß Du mich nicht liebst."
„Wer?" fragte er.
„Ich möchte niemand nennen, es ist ja auch gleichgültig, aber es macht mich sehr Unglück- I
»Sage das nicht, Ellen!" rief er aus.
„Vielleicht ist es nicht der richtige Ausdruck, I aber es betrübte mich. Ich grübelte darüber nach, ob es wahr sein könnte, und konnte z? kei- I nem Resultat kommen." I
I bevorzugte keine politische Par- I —-.oie liberalen Parteien hat- I ^kn eine lange Reihen von Jahren hindurch im preußischen Abgeordnetenhaus« eine starke Majorität
I llehab t. Heute sei die konservative Partei
I bort stark, über eine Majorität verfüge sie aber nicht. Schließlich bemerkte der Redner, es sei eine Hauptaufgabe der konservativen Partei, den monarchischen preußischen Staat und seine bewahrten Institutionen stark und intakt zu erhalten. In dieser Richtung sollten auch die nichtpreußischen Konservativen uns unterstützen. Preußen sei das breite feste Fundament unseres deutschen Vaterlandes. (Lebhafter Beifall).
Die folgenden Redner, welche sich an der Diskussion über die allgemeine innere politische Lage beteiligten, schlossen sitz ausnahmslos den Ausführungen der Vorredner an. Es beteiligten sich an der Debatte die Herren: Rechtsanwalt Dr. Regula- Harbur., v. A r n i m - !
| Züsedom Abg. v. Norma nn, Pfeifer- Halle, Äbg. Dr. Wagner- Sachsen» Abg. Dietrich, Justizrat Meyer-Tilsit. Dr. Regula sprach gegen die drohende Mühlen- umsatzfteuer. Dr. Hahn trat lebhaft für diese Steuer ein. Es gelte die mittleren und kleineren Betriebe ge^en die Großbetriebe zu schützen, wie cs auch auf dem Gebiete anderer Erwerbsfragen geschehe. Der Redner wies schließlich darauf hin, daß der konservative Gedanke in den westlichen Teilen Deutschlands erfreuliche Fortschritt; gemacht habe. (Bravo!) v. N o r m a n n, Vorsitzender der konservativen Reichstagsfraktion erklärte, für eine Ausdehnung der Neichserbfchaftssteuer und für eine Einführung direkter Reichssteuern werde die Fraktion unter keinen Umständen zu haben sein. (Lebhafter Verfall.) Im übrigen mahnte der I Redner zum Abwarten. Die politische Lage sei heute ungemein schwierig.aber die parlamentari- I schon Vertreter würden sich ihr gewachsen zeigen. I (Lebhafter Beifall, Händeklatschen.) Alsdann I sprach v. Arnim- Züsedom zum Beamtende- I soldungsgesetz. Er meine, wenn die Besoldung I in so großem Umfange (ca. 100 Millionen) ein- i treten müße, wie die Rechnung des Finanz- I Ministers ergebe, die Mittel dafür nicht durch | Erhöhung der Einkommensteuer, sondern durch I gleichmäßigere Verteilung aus alle steuerzahlen- { den Bürger aufzudringen wären. Auf Antrag | des Abgeordneten Dietrich wurde der Schluß I der Debatte ausgesprochen und, nachdem der I Abgeordnete Dr. Wagner-Sachsen noch I einige Bemerkungen zur Geschäftsordnung ge- I macht hatte, wurde in Puntt 2 der Tagesord- I nung: Parteiorganisation, einge- I treten. Das Referat wurde von Abgeordneten I v. Pappenheim erstattet und fand äußerst I lebhaften Beifall. Referat und Debatte waren I selbstverständlich vertraulicher Natur. I
Zum letzten Punkt der Tagesordnung, Schul- I fragen, sprach zuerst als Referent Justizrat I Pallaske, Mitglied des Abgeordnetenhauses. I Im Jahre 1906 sei unter Führung der Partei I
I SJotlttflen , in günstigem Sinne zu erledigen. |?o®8 §E"insgesch, die Börsenvorlage, die uns s bevorstehenden Finanzgesetze und andere Vor- lagen enthielten genug Zündstoff, um unerwartete Explosionen herbeizuführen. Für die Aus- । dehnung der Reichserbschaftssteuer und für | ^rette Reichssteuern werde die konservative Partei keinesfalls zu haben sein. (Lebhafte Zu- I stimmung.) Ebensowenig werde die Partei je- mals am preußischen Wahlrecht im Sinne des Reichstagswahlrechts rütteln lassen oder gar für Preußen das Reichstagswahlrecht annehmen.
I (Bravo!) Das Allheilmittel, um den Block zu- I sammenzuhalten, scheine man an mancher Stelle darin zu suchen, daß allein die Konservativen Konzessionen machen. Es werde gesagt, die Kon» servativen hätten bis jetzt nichts als Vorteile
I §ehabt. ®s sei nicht richtig, daß die Minister konservativ seien. Aber er — Redner — wolle ueber von einem liberalen Ministerium konser-
I vativ, als von einem Konservativen liberal re- I ßrert werden (Große Heiterkeit und allseitiger I Beifall.) Die konservative Partei müßte das I u'~ bleiben, was sie bisher war, königstreu und fest, um ein« feste Stütze von Thron und
I Altar zu bleiben. (Anhaltender Beifall.) Justizrat Klasing erinnerte an den Par- teltag vor 15 Jahren, an den 8. Dezember, an
I dem die konservative Pattei ihre Wiedergeburt I feierte. Sie sei seitdem immer kräftiger ge- I ®0l®en und sicher und geschloßen geblieben.
Es sei notwendig, den Einfluß der Partei mehr in den Mittelpunkt der Dinge zu rücken, nicht ”ut e!9enen Interesse, sondern im Interesse des Vaterlandes und der Allgemeinheit.
I , , ® e 0 f Mirbach-Sorquitten führte I folgendes aus: Früher, insonderheit der Zeiten des großen Reichskanzlers Fürsten Bismarck
I ?n.” im innerpolitischen Leben als wertvoller leitender Grundsatz gegolten: quieta non
I Heute sei er antiquiert. Leitender
Satz fei heute: Man muß überall Reformen vor- ^"len, solange man noch die Macht in derHand
I <n r" *“enn es sich nur um unbedingt notwendige Reformen yandelte und um Reformen nach ver-
| schredeneii politischen Richtungen hin, so habe | I « dagegen. Es handele sich aber bei den I Reformen ausnahmslos um einen Linksmarsch I m? rr mei^_ um Verbeugungen vor den großen I Massen. (Bravo!) Auch bei allen einseitig sich gegen die Konservativen richtenden Reformen
I sollten wir uns nicht abwartend und reserviert I verhalten vielmehr dessen eingedenk sein, daß der Hieb die beste Parade sei. Gehen
I FF* 1 3ut Offensive über, so erreichen wir unbe- I Pingt öas, was überhaupt erreichbar ist. Zum Beispiel, rotes der Redner auf seine früheren
^tUn9fClt /einem Fideikommißantrage I ?in, 5er als Hieb seine Schuldigkeit getan habe. I Zu der heute in allen Ländern modernen V e r - ! ^^«ung vor den großen Massen gehört auch der An sturm auf die besteh- I
I enden W ahlrechte — auch auf das I preußische Wahlrecht, das sich, wenn I man objektiv urteilte, voll bewährt habe. Es schützte uns vor den Sozialdemokraten — es I
Unter der Maske.
Roman von Lady Georgina Robertson.
(Sortierung. >
' Anwesenden wunderten sich, daß Lady Chesleigh so blaß aussah, und den Rest des Tages so viel schweigsamer war als sonst.
Sie beschloß, Artur direkt zu fragen, ob er sie lieb hätte,' wenn er „ja" antwortete, wollte sie sich zufrieden geben.
Am anderen Morgen fand sie ihn in der Bibliothek am Fenster sitzend lesen. Als sic auf ifyn zukam, sagte er sich, daß sie eher einem Engel gliche, als einem menschtiiyen Wesen. Sie sah so jung und frisch aus, ihr weiges Kleid schleifte über den roten Teppich, uiid ihr goldiges Haar hing lose über ihre Schultern. Zum ersten Male kam sie mit schwerem Herzen zu ihm, und kein Strahl des Glückes leuchtete aus ihren Augen."
„Artur,« sagte sie leise, „bist Du beschäftigt?
Dars ich Dich stören?"
„Für Dich habe ich immer Zeit, Ellen," erwiderte er.
Lord Chesleigh legte sein Buch auf das —eit uni) fah feiry Frau erwattungs-
»>>ch bin ganz zu Deiner Verfügung." wieder- i holte er,
Ellen trat zu ihm und legte ihre Hand auf feine Schulter.
»Ich. möchte Dich etwas fragen, aber Du Mußt mich nicht für sehr töricht halten.«
, . »Nein, gewiß nicht. Ich werde sehr ernsthäft | fetn- ®es unser kleines Wunderkind?" I ■ JKetV entgegnete sie langsam, „es betrifft | Und beide. I
! »Und was ist es, Ellen?" I
heft* °etM Wi(fen' °6 mi$ toirtd I
das Gesetz Über Unterhaltung der lVolksschule geschaffen worden. Das sei wenig dem gegenüber gewesen, was wir erreichen wollten. Redner verlas die vier Hauptsätze, welche der Unter- Haltung der Volksschule zu Grunde gelegt sind. Gegen früher werden die Gutsbesitzer durch das Gesetz erheblich belastet, da sie fast allein die Unterhaltung der Schulen ihres Bezirkes zu tragen haben. Die Zukunft werde uns aber noch schwerere, weitere Anforderungen an die Gutsbesitzer bringen. Die konservative Partei hat sich lediglich aus Sorge um die
der deutsch - konservativen Partei.
Der auf Mittwoch, den 11. Dezember, nach B rlin einberufene Delegiertentag der deutich-tonservativen Partei war überaus zahlreich besticht Es hatten sich Vertreter aus allen xeilc: des Reiches in so großer Anzahl einge» funbeit, wie selten an einem früheren Delegiertentage. Schon lange vor dem Beginn der Sitz U1c®rr^IOr "" weite Saal des Architektenhauses gefüllt, spater war kein Plätzchen unbesetzt.
tt”111H Uhr begannen unter dem Vorsitz des ersten Vizepräsidenten des Herrenhauses, Freiherr« von Manteuffel, die Verhandlungen. Mit einem Kaiserhoch wurde die Vev eröffnet. Rach einigen geschäftlichen Mitteilungen übernahm Abgeordneter von Ror- mann den Vorsitz und Freiherr von Manteuffel nahm zu seinem Referat das Wort. Er gab in längerem Vortrage ein Bild von der allgemeinen politischen Lage, soweit es sich um die innere Politik handelt. Auf dem Dklegiertentage im vergangenen Jahre sei darüber geklagt worden, daß von der Regierung viel mit Worten, aber wenig mit Taten gearbeitet werbe Das habe sich im Ablauf der letzten 12 Monate sehr erfreulich zum Besseren gewendet. Dm unerwartete Auflösung des Reichstages habe rote die Befreiung von einem drückenden Alp gewirkt. Das Resultat der Neuwahlen zum Reichstage hätten dem Fürsten Bülow mit der Auflösung recht gegeben. Es herrsche die feste Absicht und der gute Wille, die geschaffene Block- majoritct zu erhalten. Leider sei die Majorität nur eine sehr geringe, es sei auch schwer, alle Gegensätze, die noch innerhalb der Blockmehrheit herrschten, völlig zu überbrücken. Es sei für ihn «ine schwere Aufgabe unter den herrschenden Verhältnissen, sich über die innere politische Lage auszusprechen. Alles sei in Fluß. (Zustimmung.) Aber den politischen Laubfrosch zu spielen und Mutmaßungen und Prophezeiungen für die Zu- I fünft zu geben, sei höchst undankbar. Ganz unerwartet sei der Ausfall des Abgeordneten Paasche gegen den Kriegsminister v. Einem er- folgt. Fürst Bülow habe es aber verstanden durch Besprechung mit den Führern die Einigkeit in den Blockparteien wiederherzustellen. Es fei jedoch auf das dringendste dem Fürsten zu raten, von solchen Mitteln in Zukunft adzu- feben; denn ein Minister, der sich des Ver- I trauens unseres Kaisers erfreue, dürfe seine I Stellung nicht vomParlameni abhängig machen; I «s müsse die Hoffnung ausgesprochen werden, I daß sich ein solcher Vorgang nicht wiederholen I werde. (Lebhafter anhaltender Beifall.) Es I werde aller Opferfreudigkeit der einzelnen Par- I teien und der Geschicklichkeit des Fürsten Bülow I bedürfen, um den Block zu erhalten und die I
I man sich wohl vertraut machen müßen. Mit I allem Respekt vor der Selbstverwaltung der Ee- I meinben müsse doch eine gewisse Schulaufsicht I seitens des Staates nebenher gehen. Der so viel I geschmähte „Bremserlaß" des Ministers Studt I sei durchaus gerechtfertigt gewesen und ihm zum I Verdienst anzurechnen. Es fei nicht angängig, I daß die großen Gemeinden mit ihren reichen I Mitteln durch hohe Gehälter die besten Lehrkräfte an sich heran- und dem flachen Lande entziehen.
Als Korreferent sprach Pfarrer Hecken. | rot h. Seine Betrachtungen wandten sich der inneren Verfassung der Schule zu. Die christlich- konfessionelle Volksschule siehe gleichberechtigt neben der Simultanschule. Um die Frage der Schulaufsicht sei ein neuer, erbitterter Kamps entbrannt. Die Oberaufsicht über die Schule müsse in der Hand des Staates und seiner Ver- | tretet liegen. Redner widersprach der Ansicht, daß die Prediger, die Theologen, nicht für das Schulamt und zur Schulaufsicht geeignet feien und exemplifizierte auf bekannte Schulmänner, die Theologen gewesen waren. Der Schwerpunkt der Schulaufsicht liege in der Kreisinstanz, nebenbei sei aber die Ortsaufsicht nicht zu entbehren und für diese eigne sich der Ortsgeisttiche am besten. Es gebe kaum zwe» Stände, die innerlich so miteinander verwandt wären, wie der Lehrer- und Pfarrerstand. Die technische Aufsicht der Schule und Schulmethode mag gern den Kreisinspektoren überlassen bleiben, aber das griff war? Hatte er vielleicht eine andere geliebt und ihren Wunsch nut erfüllt, weil er glaubte, daß sie sterben würde?
Als diese Gedanken ihr durch den Kopf zogen, satte sie die Empfindung, als ob alles mit ihr ich im Kreise drehte. Sie erhob sich und verließ chnell bas Zimmer. Sie mußte allein fein, um )ie schreckliche Idee, die sie erfaßt hatte, erst in ich zu verarbeiten.
„Habe ich denn die ganze Zeit geträumt?* fragte sie sich. „Warum wird mir alles erst jetzt klar^ jetzt, wo es zu spät ist?" —
Ihr Kopf sank in die Hände, bittere Tränen tannen über die blassen Wangen. Der Kummet drückte sie fast zu Boden, ihr Herz bäumte sich auf in bitterem Weh. Und doch war es nur ein bitterer Argwohn: wenn sie doch Gewißheit hätte! Wer würde ihr die Vorgänge jener Nackt schildern? An wen konnte sie sich roenle.i?
Da fiel ihr die alte Barbara ein. Die hatte damals an ihrem Lager geweilt, die würde ihr schon alles erzählen, was sie wissen wollte. 6» schnell wie möglich eilte Ellen nach dem Kinder- zimmer, wo Barbara saß und der zu ihren Füßen spielenden kleinen Dora eine Puppe anzog.
Lady Chesleigh setzte sich auf einen Schemel
I sichere Dir, daß ich Dir niemals untreu gewesen | bin."
I „Ach, das meine ich ja nicht," erwiderte sie I schnell. „Wern, ich Grund hätte, eifersüchtig zu I fein, müßte ich sterben. Du hast mich ganz falsch I verstanden. Ich glaube ja nicht, daß Du eine I andere liebst, ich mochte nur wissen, ob Du mich lieb hast."
I „Und darüber habe ich Dich hoffentlich be- I ruhigt. Laß uns nicht wieder hierauf zurück- I kommen, Ellen. Ich bin aufrichtig und Dir I treu, und Du bist meine liebe, kleine Frau. I Komm', laß uns durch den Garten gehen." I Sie war so gewohnt, sich ihm zu fügen, daß I sie nicht widersprach, sonoern mit ihm ging, aber I die Sache war nur vorübergehend beiseite gestellt.
I Kurze Zeit nach dieser Unterredung wurde I Ellen von neuem in ihrem Argwöhne bestärkt.
Der Ortsgeistliche kam, um mit Lord Chesleigh Über Einrichtungen für die Armen zu sprechen, die dieser auf seiner Besitzung einführen wollte. Der Vrediger äußerte, wie viel Elend durch die unglücklichen, übereilten Eheschließungen der | Armen käme, durch die das Familienglück von ' vornherein zerstört würde. Es soll jeder nur natb feinem Herzen wählen. I neben die alte Frau "und lehnte den Kopf an
n «Darin stimme ich mit Ihnen überein,“ sagte ihre Knie. Das war schon als Kind ihre Lieb- Lord Chesleigh, „aber wie wenige Menschen I lingsstellung gewesen, wenn Barbara Märchen sind in „bet Lage ihrem Herzen folgen zu erzählt oder alte Balladen gesungen hatte, können!' I „So versetze ich mich in meine Kindheit zu-
Seine Augen begegneten denen Ellens und | rück," sagte Ellen mit einem tiefen Seufzer.
er seufzte tief. „I „Sie find ja immer noch ein Kind, Herzchen
Diese Motte trafen sie bis ins Innerste. — ach, Verzeihung, Mylady," Barbara konnte H?tte er nicht seinem Herzen folgen dürfen? sich gat nicht daran gewöhnen, ihr Pflegekind
Ein Mann der glücklich war. hatte wohl kaum mit dem ihr zukommenden Titel anzureden.
eine solche Aeußerung getan. Und dann wurde I -- - - ...... .......
ihr klar, daß Artur ja gar keine Wahl gehabt I hatte. Sie war fest von seiner Liebe überzeugt I gewesen, daß sie es als selbstverständlich erach- I tete, et müsse die ihre erwidern. Wenn es nun ! - nicht -et Fall war, wenn ihre Heirat ein Miß» j
na nzen am längsten gegen die hohung der Beamten - Gehälter im gemeinen gesträubt, dagegen unverhohlen___
gesprochen, daß die Gehaltserhöhung für bie Volksschullehrer und namentlich die ländlichen, eine Notwendigkeit sei. Die Auf- befferung wird aber nicht beim Grundgehalt einzusetzen haben, sondern bei der Alterszulage und namentlich ganz besonders den verschiedenen ortlicheiO Verhältnissen Rechnung zu tragen haben. Auch werde zwischen dem Gehalt für den verheirateten und unverheirateten Lehrer ein Unterschied gemacht werden müssen. Ferner werde in Erwägung zu ziehen sein, ob die Lehrer von der Tragung der Kommunallasten völlig zu befreien sein werden. Die Hauptfrage sei, wo die zahlreichen Millionen, die für diese Aufbesserungen nötig sein werden, Herkommen sollen. Es werde unbedingt eine größere staatliche Beihülfe nötig werden. Mit dem Gedanken einer Erhöhung der Einkommensteuer werde