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Marburg
Freitag. 13. Dezember 1907.
Erscheint wöchentlich sieben mal.
Druck und Verlag' Joh. Aug. Loch, tlniversttätr-Buchdruckerel Marburg, Markt 21. — Telephon 55.
42. Jahrg,
klar ergeben hatte, daß das öffentliche Interesse in dieser Sache in hohem Matze beteiligt
Gebiet in dem nördlichen Teil ron den Fulahs,
Zweites Blatt
in dieser Sache in hohem Matze beteiligt zwischen denen Kanuri und Haussa eingesprengt Nachdem die Staatsanwaltschaft dem Ge- sind; den übrigen Teil bewohnen die Tschamba-
ist.
1»
t Nachdruck verboten.)
.Wollen Sie nicht Ihre Beobachtungen
worden wir,
(Fortsetzung folgt),
WM
,Es wird nur eine .Aber eine, die pti
findet, will er es durchaus nicht. Können Sie sich denken, was er dagegen haben kann, Lord Brendon?"
„Wir haben uns immer noch nicht entschlössen, ihr einen Namen zu geben," fuhr Ellen
Heiden. Die Tschambas sind im allgemeinen ein mittelgroßer Menschenschlag mit unschönen Eesichtszügen. Aeutzerlich von den höherstehenden Stämmen beeinflußt, treten die Tschamba- Männer fast stets gekleidet auf; die Weiber da-
„®erne,“ erwiderte et, „aber ich glaube kaum, daß ich mich zu Ihrer Ansicht -«ehren werde."
Aber nachdem Lord vrendsn einige Zeit
j» Kamilienkretje zugebracht hatte» machte
Kleine gesehen haben, wie würden Sre sie nennen?"
Lord Brendon lächelte über die vertrauliche ' Frage und die Wichtigkeit, die Ellen ihr beilegte.
„Wie denken Sie zum Beispiel über Dora?" fragte er.
„Dora!" rief Ellen aus, „welch ein hübscher Name; daß der mir nicht eher eingefallen ist. Dora Chesleigh, wie gut das klingt!"
Eie bewunderten die Kleine noch einige Minuten und gingen dann zusammen hinunter.
Am Nachmittage fanden sich Lord Brendon und Ellen allein im Salon. Artur war mit Sir John nach dem Stalle gegangen, um nach einem kranken Pferde zu sehen und Mathilde war ihrer Tante behilflich, Rechnungen durch- Kusehen. Ellen hatte große Bertrauen zu dem tungen Offizier gefaßt und hoffte, daß er ihr helfen würde.
„Ich möchte Sie etwas fragen, Lord Brendon," sagte sie, indem sie das Heft, in dem sie blätterte, in den Schoß sinken ließ. „Glauben Sie, daß Lord Chesleigh und Mathilde sich über irgend etwas gezankt haben? Sie kennen meine Cousine länger als ich, macht Sie ihnen nicht den Eindruck, als ob sie trauttg oder unglücklich ist?"
„Wie kommen Sir darauf, Lady Chesleigh?« fragte er erstaunt.
„äßeil sie beide so verändert sind. Früher waren sie heiter und vergnügt zusammen, jetzt find sie förmlich und kühl. Ich habe alles versucht, sie wieder einander näher zu bringen, aber vergeblich. Fällt es Ihnen nicht auf, wie sie verkehren?"
„Nein, und ich glaube. Sie sehen zu schwarz, Lady Chesleigh/
4- Wetter, 10. Dez. (Schöffengericht.) Die erste Anklage richtete sich 1. gegen Daniel I. aus Mellna ', 2. Stephan Sch. aus Oberrosphe und 3. den Arbeiter K. aus Oberrosphe. Denselben wurde zur Last gelegt, eine Anzahl Bretter entwendet zu haben. Die beiden letztgenannten Angeklagten Sch. und K. gestanden alles ein, während der Angeklagte I. aus Mellnau leugnete. Wie Zeuge Bieker-Cölbe bekundete, hatte sich I. von den Brettern eine Schalter und einen Jauchedeckel angefertigt. Zeuge erkannte genau seine Bretter. I. mußte aber wegen mangelhaften Beweises freigesprochen werden. Sch. und K. erhielten je zwei Tage Gefängnis. — Dann standen unter Anklage der Ackermann Wiegand K. aus Mellnau und der Schäfer R. von da; ersterer wegen schwerer Körperverletzung. K. hat auch schon Jahre lang gegen den Schäfer Anzeigen gemacht und versuchte ihn, so oft er ihm begegnete, durch tiefe Verbeugungen und dergl. zu schikanieren. Am L November d. I. hütete der Schäfer mit seiner Herde aus den Wiesen an der Straße nach Simtshausen. K. kam den Schlotzberg herunter und bemertte im Tal den Schäfer und in der Ferne svh er auch den alten Schwiegervater und den Schwager des Schäfers kommen. Bei dieser Begegnung grüßte er wieder den Schäfer in der in Mellnau nicht ortsüblichen Weise durch tiefe Verbeugung und Hutabziehen. Der Schwager des Schäfers, der schon etwas entfernt war, rief K. zu: „Den weißen Ochsen kann man gebrauchen, der rote Ochse ist gar nichts wert." Diese Aeußerung soll sich darauf beziehen, daß K. gegen den Bürger-
Mathilde gewann schnell ihre Fassung wieder.
„Tun wir bas?" bemertte sie. „Es ist unabsichtlich geschehen. Vergib mir, Artur, wenn ich unfreundlich war."
„Das ist recht," lachte Ellen. „Gib Mathilde die Hand, Artur, und verspttch Du auch Besserung."
Lord Chesleigh folgte dem Wunsche seiner Gemahlin; aber als er die Hand Mathildens berührte, war es, als ob ein unterdrückter Brand in ihm zu hellen Flammen angefacht würde. Ellen sah seine Bewegung und der Eindruck blieb in ihr haften, daß etwas Geheimnisvolles, ihr Unerklärliches zwischen ihrem Manne und Mathilde bestände.
Im Frühling kehrte Lord Brendon wieder in Southwald ein. Sein Herz zog ihn stets von neuem in Mathildens Nähe, obgleich er einsah, daß er nichts zu hoffen hatte.
Jeder im Haufe freute sich auf feine Ankunft und niemand mehr als Lady Chesleigh. Seine Anwesenheit würde alles wieder ins Geleise bringen und das Dazwischentteten eines dritten vielleicht die Spannung lösen, die zwischen Artur und Mathilde bestand.
Sie begrüßte Lord Brendon mit all ihrer bestrickenden Liebenswürdigkeit und nahm ihn bald mit in das Kinderzimmer, um ihr Baby bewundern zu lassen.
Ihre Freude und ihr Stolz entzückten ihn, et betrachtete die Kleine mit großem Ernst, streichelte ihr Köpfchen und küßte die kleinen, zarten Finger.
„Ist sie nicht reizend?" fragte Ellen und er erwidette mit voller Ueberzeugung:
„Ja, ein kleines Wunderkind."
Unter der Maske.
Roman von Lady Georgina Robertson, (Fortsetzung.)
Lord Chesleigh wußte, daß er die Qual nicht ertragen würde, den Namen der ihm verlorenen Geliebten auf sein Kind anzuwenden.
»Ich füge mich Deinem Wunsche," entgegnete Ellen traurig und kam nie wieder auf ihren Vorschlag zurück, aber ihre Gedanken erwogen diese Unterredung öfter und sie suchte nach einer Erklärung. Artur mochte sagen, was er wollte, es steckte etwas dahinter. Sie war lange genug bliitd gewesen; nun ihrNachdenken einmal erregt war, war sie klug, um sich nicht weiter damit zu beschästtgen.
Sie fing an, ihren Gatten und Mathilde zu beobachten. Früher waren sie die besten Freunde gewesen, hatten zusammen gelacht und gescherzt und stets gegenseitig ihre Gesellschaft aufgesucht. Jetzt mieden sie sich, sie mußten sich also gezankt haben und Ellen beschloß, alles daran zu setzen, sie wieder zu versöhnen.
An Liebe zwischen den beiden dachte sie nicht; es lag ihr auch sehr fern; sie sah nur in ihrer Zuneigung für beide den Wunsch, sie einander näher zu bringen. Es mutzte ja doch einen Grund haben, daß Artur fein Kind nicht nach ihr nennen wollte. So fing sie in ihrer kindlichen Unschuld an, sie zu beobachten, stets zu versuchen, sie beide in die Unterhaltung zu ziehen, aber die Erfolglosigkeit ihrer Bemühungen machte sie stutzig.
Eines Tages saßen sie zusammeit. Ellen hatte bte Klerne aus dem Schoß und sah von einem gum anderen.
„OTotbiae" Jagte sie plötzlich, „hast Du Dich «it Artur gestritten?"
I Diese wurde dunkelrot
»u kommend?" fra9te Pe- 2Bi< ^llen wir da- »Ihr. geht euch aus dem Wege, ihr lacht und werzt mcht mehr zusammen wie früher. Ihr be- sandelt euch einander wie fremde Menschen,"
Bevollmächttgten wurde der Konststorialpräfi- dent von Altenbockum ernannt
* Direkte Schnellzugsfahrkarten. Neuerdings find die Fahrkartenausgabestellen zur Ausfertigung von direkten Blankofahrkarten, „Gültig für alle Züge", auch in dem Falle ermächtigt worden, wenn die Preistafel in der betreffenden Stationsverbindung ledigUch Tarifsätze für EU- oder Personenzüge vorsieht, die Schnellzugszone jedoch angegeben ist. Im Bedarfsfälle find gedruckte Fahrkarten bei der Fahrkartenver- Weitung anzufordern.
* Verheiratete Lehrerinnen im Schuldienst. Am 8. November hat, wie gemelbet, der preu, ßisch' Kultusminister einen Erlaß herausgegeben, die es den verheirateten Lehrerinnen ermöglicht, auch nach der Eheschließung im Schuldienst beschäftigt zu werden, was ihnen früher versagt war. Die weitere Anstellung ist allerdings nur widerruflich. Die verheiratete Lehrerin kann künftig als Vettreterin einer Kollegin, auch eines Kollegen, insbesondere, wenn ihr Gatte selber Lehrer ist, ihres eigenen Man- nes, in Krankheits- und sonstigenBehinderungs« fällen austreten, wenn die Berufungsberechtigten dagegen keinen Einspruch erheben.
fort. ,Lch wollte sie gern Mathilde nennen I machen und mir nach einigen Tagen sagen, was und obgleich mein Mann den Namen hübsch Sie für einen Eindruck gewinnen?“
nur in der Einleitung eines neuen Verfahrens I gegen gehen fast nackt. Bei beiden Geschlechtern bestehen. Endlich ist der ebenfalls mehrfach be- fällt die künstliche Haarfrisur auf. DasSchmiede- sprochene Fall Eaedke dahin klarzustellen, 1 und Töpferhandwerk ist durch eine gewisse daß Eaedke von der gegen ihn wegen unbe- Kunstfertigkeit ausgezeichnet. Ausgedehnte fugtet Führung des Titels erhobenen Anklage Landwirtschaft betreiben die Tschambas nicht, allerdings in zwei Instanzen freigesprochen Als Haupthandelsartikel erscheint neben Vieh worden ist, daß aber diese Freisprechung vom I die aus der Gegend von Samum gebrachte Kola, obersten Gerichtshöfe, dem Kammergerichte, Ihre Ausfuhr ist dort derart angewachsen, daß lediglich wegen eines formellen Mangels bei der nach der Ansicht Strümpells die Faktoreien sich Bekanntmachung der ehrengerichtlichen Ent- I dieses Handels annehmen sollten." scheidung aufrechterhalten worden ist. Nachdem Eaedke auch nach der Behebung dieses Mangels den Titel Oberst weitergefühtt hatte, ist ein neues Verfahren gegen ihn eingeleitet worden.
In diesem Verfahren erfolgte in erster Instanz Freisprechung, m zweiter Instanz aber Verur-
dieselben Beobachtungen wie Ellen. Chesleigh und Mathilde trafen sich bei den Mahlzeiten, ie nähmet; an der allgemeinen Unterhaltung eil, aber eine unsichtbare Schranke Men zwi- chen ihnen aufgerichtet. Es fiel ihm auf, daß hre Blicke sich niemals trafen, daß sie sich nie zur Begrüßung die Hand reichten. Eine förmliche Verbeugung von der einen, eine leichte Neigung des Kopfes von der anderen Seite war die einzige Weife, in der sie Nottz voneinander nahmen. Es gab nur blefen einen Weg für sie. um nebeneinander leben zu können. Sie hatte« eine zu tiefe Siebe im Herzen getragen und waren sich klar darüber, daß es leichter ist, die Versuchung zu meiden, als sie zu besiegen.
Wrder Sir John noch feine Frau beobachteten scharf genug, um etwas hiervon zu bemerken, aber Ellen litt darunter, obgleich Lord Chesleigh und Mathilde sich beide bemüht hatten, weniger kühl zu jein, fett sie mit ihnen gesprochen hatte.
Was Ellen nicht tlar wi'tbe, durchschaute Lord Brendon bald. Lord Chesleigh liebte Ma- thilde und nicht seine Fran. Diese entdeckte nut Kälte und höfliche Zurückhaltung, Lord Dren- don dagegen unterdrückte Leidenschaft und eiserne Selbstbeherrschung.
Et reimte sich die Sache bald zusammen. Die Geschichte von der nächtlichen Trauung hatte er gehört und Mathilde hatte ihm ge- standen, daß ein Schatte« auf ihrem Leben ruhte. Stellte er btefe beiden Tatsachen neben einander, so ergab sich die Wahrheit von selbst. Lord Chesleigh und Mathilde hatten einanber geliebt, ehe Ellen erkrankte, das erttärte ibj jetziges Benehmen. Ellen tat ihm unendlich leib, aber auch sich selbst bedauerte er tief.
Was sollte et auf ihre Frage erwidern? Die Wahrhett durste et ihr mcht sagen, denn W stand fest bei ihm, daß Lord Chesleigh- gaiue Liebe fett langem Mathilde Burton gehörte und er nut das Opfer von Ellen» Lau« gs-
gs==SsS=S=!SSsS!5=S=SS=5B==5S I richte angezeigt hatte, daß sie die Verfolgung I übernehme, hat letzteres, der Rechtsprechung des Deutsches Reich. I Reichsgerichts folgend, das Verfahren einge-
- m , . q , , , , . I stellt. Für die Staatsanwaltschaft war hiernach
— 3"r Bekämpfung bet Lungentuberkulose. I weitere Vorgehen vorgezeichnet, es konnte Die planmäßige Bekämpfung der Lungentuber- * - • - - - ~ - -
kulose würde wirksamer gefördert werden, wenn mehr als seither bedürftigen, nicht versicherungspflichtigen Kranken Unterstützungen zugewendet werden könnten, die nicht den Charakter der Armenunterstützung tragen. Das Reichsamt des Innern hat den Bundesregierungen deshalb zur Erwägung empfohlen, soweit immer möglich, zu diesem Zwecke Stiftungen heranzuziehen oder auf die Bereitstellung von Mitteln durch Gemeinden oder weitere Kommunalverbände hinzuwirken. Bei der Bearbeitung der von den __ _ ___ _ _____
Cberpräiibenten hierzu eingegangenen Berichte I ^en Titel^Ober^t weitergefühtt batte, ist ein I Malblll'f, Hili) Uliigtöeiü).
iüaba?en Mitt'-?°nur" neues Verfahren gegen ihn eingeleitet worden. | «Nachdruck aller v-tgmalarrn-1 (fr 'g-mLtz § 1b de,
hÄ ttrirSfäfcln Än’ I 2n diesem Verfahren erfolgte in erster Instanz | Urheberrecht, nur m*t der deutlichen Quellenangabe
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winnen ist vom gesundheitlichen und volkswitt- I jM I arbtnfl, 12. Dezbr.
schastli^en Standpunkt aus erwünscht. Es ist I * s?om Winter. Während in unserer Gegend
deshalb ein Fragebogen ausgearbeitet worden, I ö^uvenipkrattsche« SerWnben erfahrt wieder I ^er Wirtter sich bisher ziemlich mild anließ, wird
der die im allgemeinen in Betracht kommenden I eine interessante Beleuchtung durch den Streit I aK5 Breslau unter dem 10. d. M. gemeldet: In
Formen der freiwilligen Unterstützung, die als I im Verbände der Handschuhmacher, wo ein Teil I Oberschlesien herrschten gestern starke Schnee-
Armenunterstützung gewährten Leistungen und I der Mitglieder außer Rand und Band ist, weil I fälle. Die Telephon- und Telegraphenoerbind-
etwaige besondere Fälle der Unterstützung um- I der neugewählte Vorsitzende sich weigerte, sein I ungen sind an vielen Stellen unterbrochen. Die
faßt. Dieser Fragebogen wird in der nächsten I Amt in Berlin anzutreten, bevor ihm nicht eine I Eisenbahnzüge erleiden stundenlange Verspät-
Zeit allen beteiligten Stellen zur Ausführung I Zulage von 150 Mark im Jahre gewährt würde. I ungen. — Weiter wird gemeldet: Der Schnee
übermittelt werden. Die Verarbeitung des ge- I $a5 «j charakteristisch weil der mit diesem I liegt in vielen Otten bis Meterhöhe. Die
ZİEchen Gesund- Ehrende beglückte Genosse als freiet Arbeiter Eisenbahnzüge können nur mit großer Mühe hertsamte zufallen. Nach Verlauf von etwa I in fit««- I und mit gewaltigen Verspätungen ihre Fahrt
5 Jahren soll, nach Mitteilung der .Kölnischen fottsetzen. Der Telegraphen- und Telephon-
Zeitung", die Erhebung wiederholt werden, um I 200 Mark mehr verdiente, als et als Vor- I verkehr wurde eingestellt. Der Zugverkehr alsdann feftstellen zu können, inwieweit die An- I sitzender auf diesem verantwortungsvollen I konnte nur auf einem einzigen Schienenstrang
regungen auf fruchtbaren Boden gefallen sind. I Posten in dem teuren Berlin eigentlich et» I aufrecht erhalten werden. Zur Hilfeleistung bei
— Widerlegung von Sensationrmeldimgcn. I halten soll. I den Aufräumungsarbeiten wurde eine Kompag-
Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt: I — Aus Weft-Adamaua (Kamerun) berichtet I nie Infanterie aus Oppeln abkommandiert In
»Infolge des Schlusses der Etasberatung ist es I der Resident, Oberleutnant Strümpell, im I Kohlfurt traf der Schnellzug 2 nach Berlin der nicht dazu gekommen, mehrfache unrichtige Be- I neuesten „Kolonialblatte" auf Grund einer I um Mitternacht in Breslau eintreffen mutz' erst Hauptungen über Strafprozesse, die in letzter I Reise, die er im April d. I. von Laro aus unter- I gestern nachmittag ein. Auch die übrigen Zeit die Oeffentlichkeit besonders lebhaft be- I nommen hat: „Das bereiste Gebiet ist ein I Schnell- und Personenzüge erleiden bedeutende schäftigt haben, im Reichstage selbst zu berich- I Mittelgebirgsland von wertvollem Wasierreich- I Verspätungen. — Vom Kreuzberg wird tigern Anklage gegen Dr. Liebknecht wegen I tum; es kann als Weideland nicht nur für die I gemeldet: Samstag und Sonntag herrschte hier Hochverrats ist von dem Oberreichsanwalt als I Herden von Laro, Beka und Naffarau, sondern I ein ziemliches Schneegestöber. Der Schnee lag dem allein zuständigen Beamten aus eigener I auch teilweise für die von Pola bezeichnet wer- I am Sonntag 5 Ztm. hoch, doch in der Nacht zum Entschließung erhoben worden. Weder die preu- I den. Der das ganze Gebiet bedeckende dichte I Montag trat heftiger Sturmwind und Regen ßische Justizverwaltung, die zur Einwirkung auf I Buschwald ist produktenarm. Kautschuk scheint I ein, sodaß die Schneedecke bald wieder vet- ben Oberreichsanwalt gar nicht befugt ist, noch I mit Ausnahme des am westlichen Gebirgsrande I schwand.
irgend eine andere Stelle hat darauf irgend I gelegenen Eangkita nirgends gewonnen zu wer- I * Eesamtsynode. Nachdem mittelst Aller-
welchen Einfluß ausgeübt. Die Uebernahme I den auch fein Gummi arabikum. Dagegen lie- I höchsten Erlasses vom 20. November genehmigt
der Verfolgung im Prozesse Moltke-Har- I fern der wildwachsende Schibaum und der ihm I worden ist, daß die Eesamtsynode der evange-
d e n seitens der Staatsanwaltschaft I verwandte Bungtirei ölhaltige Früchte in I lischon Kirchengemeinschaften des Konsistorial- beruht auf völlig selbständiger von keiner Seite I Menge. Baumwolle ist bisher nut spärlich vor- I bezirkes Cassel zu einer außerordentlichen
beeinflußter Entschließung der preußischen I Händen, doch würde sich das ganze Gebiet für I Tagung einberufen wird, ist der Zusammentritt
Justizbehörde. Sie mußte erfolgen, nachdem der I diese Kultur ausgezeichnet eignen. Eisen kommt I der Eesamtsynode auf den 9. Januar k. I. in Gang des Verfahrens vor dem Schöffengerichte I überall in großen Mengen vor. Bewohnt ist das I Cassel anberaumt worden. Zum Königlichen