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JE 280

vierteljährlicher Bezugspreis; bet ver Expedition 2 SH* bet allen Postämtern 2,25 M. (exct. Bestellgeld).

AnserttonSgebühr: die gespaltene Zeile über deren Arum 15 Pstz.

Rcclamen: die Zeile 90 Via.

Marburg

Freitag. 29. November 1907.

Erscheint wöchentlich fieben mal.

Druck und Verlag' Joh. Äug. Koch, UmversitStr-Buchdruckerek

Marburg, Markt 2L Telephon 56.

42. Jahrg.

Zweites Blatt.

Bestellungen für den Monat Dezember auf die

»Vierhessische Zeitung" nebst ihren Bei^tn «erden von unserer Expedition Marti 21) unseren Ausgabestellen kn Kirch. hatn, Neustadt und Wetter, sowie von Allen Postanstalten und LandLriefträgern ent­gegengenommen.

Marburg und Umgegend.

lsNachdruck aller Ottginalartittt ist gemäß (18 bei Urheberrecht! nur mit der deutlichen Quellenangabe

.Oberheff. Ztg." gestattet)

Marbvra, 28. Novbr.

r rX Aus dem Ohmtal wird uns geschrieben: Im Herbst, in der Zeit des stärksten Güterver­kehrs auf den Bahnen, tritt wieder so augen­fällig die ungünstige Lage unserer Ohrntalbahn- stationcn in Bezug auf die Tariffrage in Er­scheinung; eine Frage, die so alt ist, wie unsere Ohmtalbahn selbst. Doch ist diese Sache äußerst wichtig für alle, die Frachtsendungen erhalten oder versenden, wie für das wirtschaftliche Le­ben der Bewohner des mittleren Ohmtals über­haupt, ganz besonders aber für Kaufleute. Es muffen z. B. die Versender oder Empfänger der auf preußischem Gebiete liegenden Ohmtalbahn- stationen stets höhere als die gewöhnlichen Staatsbahnfrachtsätze zahlen, was bei Wagen­ladungen fast immer mehrere Mark auf den Wagen, bei Stückgutsendungen aber zumeist den zweifachen gewöhnlichen Frachtsatz aus­macht; gewiß eine äußerst ungünstige Gestaltung der Dinge. Dieser Zustand wird aber hier mit Recht um so unangenehmer empfunden, weil es sich um eine auf preußischem Gebiete liegende und von der preußischen Staatsbahnverwaltung betriebene, von der Main-Weserbahn bis zur oberhessischen Bahn durchgehende Bahnlinie Handelt. Außerdem hat dieses Verhältnis noch einen schwerwiegenden Mißstand im Gefolge, indem die Durchgangsgüter, z. B. solche zwischen Marburg, Neustadt, Cölbe, Treysa, Wabern, Frankenberg, Wetter, Biedenkopf usw. einer­seits und Alsfeld, Lauterbach, Fulda, Hersfeld, Tann ic. andererseits nicht etwa, wie es selbst­verständlich erscheint, über die vorhandene nächste Verbindungslinie, die Ohmtalbahn, Igehen, sondern unter Außerachtlaffung dieser, fetzt wie ehedem über den alten Weg, über Gie­ßen befördert werden. Diese Durchgangsgüter werden also über eine annähernd 100 Kilometer längere Strecke, also einen Umweg gefahren, der unter Umständen den eigentlichen und nächsten Weg um das dreifache an Länge übersteigt. Selbstverständlich muß auch die Fracht für die weitere Beförderungsstrecke über den Umweg entrichtet werden. Es ist dies gewiß ein merk­würdiger Zustand in der Zeit des Verkehrs.

- Rauschenberg, 26. Nov. Ein Freund unseres Blattes bringt uns eine Nummer derVirgini­schen Zeitung" in Richmond in Nordamerika, in welcher einem dort verstorbenen Rauschenberger, bem Bäcker Louis Bromm, in der in Amerika üblichen ausführlichen Schreibweise an der Spitze des Blattes folgender Nachruf ge­widmet wird:

i Louis Bromm entschlafen.

Starb. Nach langer und schmerzhafter Krank­heit starb um Mittwoch früh morgens um 2.20 in seinem No. 516 Ost-Marshall-Straße gelege­nen Haus, umgeben von seinen erwachsenen Kindern und nahen Verwandten Herr Louis Bromm in seinem 68sten Lebensjahr, geachtet und geehrt von Allen, die ihn näher kannten.

Derselbe wurde in Rauschenberg in Kurhes­sen geboren, kam in einem Alter von 17 Jahren nach diesem Lande, machte in einer Compagnie Scharfschützen, die in Savannah, Ea., gegründet wurde, unseren ganzen Staatenkrieg mit, und gründete dann nach Schluß desselben als gelern­ter deutscher Bäcker hier eine Bäckerei, und hatte dieselbe seither stets erfolgreich betrieben.

Er heiratete bereits noch als junger Mann die Tochter des Herrn und Frau Wm. Gräser, die ihm in seinem Geschäfte wacker zur Seite stand, dasselbe aufbauen half, ihm aber leider schon früh durch ihr Ableben entrißen wurde. Aus dieser Ehe wurden ihm sechs Kinder ge­boren, vier Töchter und zwei Söhne, von denen die ersteren alle glücklich verheiratet, namltuj an Herrn Pastor Wm. Kirschmann in Williams- Port, Pa., und an die Herren I. I. Mattern, E. E. Köhler und E. A. Dietrich, und die hinter- kaffenen Söhne sind die Herren C. Henry und C. U, Bromm. welche das aufgeblühte Geschäft des

Verstorbenen gemeinschaftlich mit Herrn Mat­tern fortsetzen werden.

Die am Freitag Nachmittag unter der Leitung von Herrn Pastor Osca- Guthe von der Kirche der deutschen St. Johann ^-Gemeinde aus unter der zahlreichsten DeteiligunÄ von Leidtragenden stattgefundene Beerdigungsfbier des verstorbe­nen Herrn Louis Bromm fand in der ehrendsten Weise für den Verstorbenen statt, dessen Ab­leben allgemein beklagt wird. Die Mitglieder des Gesangvereins Virginia und Herr Henry C. Rüger trugen ihrem alten Dereinsmttglied und Freund Trauernder zum Abschied vor, und Herr Pastor Euthe rief dem Verstorbenen in deutscher und englischer Sprache ehrende und verdiente Worte nach, die nicht allein den unge­teiltesten Beifall seiner anwesenden Sanges­und Logenbrüder, von denen die Schiller-Loge und die Germania-Loge vertreten waren, son­dern auch aller trauernden Eemeindemitglieder fanden. Auf Hollywood der großen und schönen Stadt der Toten hat nun auch Louis Bromm, der seiner Familie und seinen Freunden allzu früh entrissen wurde, seinen dauernden Ruhe­platz gefunden. Möge er sanft ruhen?

Die folgenden Freunde des Verstorbenen waren die Ehrenbegleiter bei der Beerdigung des Verstorbenen, nämlich die Herren C. F. Renzel, Eeo. C. Dietrich, Wm. H. Zimmermann, Wm. Rüger, John F. Köhler, Charles Stephan, Charles Hennighausen, Henry Wenzel, Julius Schumann, A. Hattung, und die Herren M. F. Lindner, A. Lübbett, F. C. Ebel, George, H. Geb­hardt, E. A. Stumpf, H. F. Erimmell und Wm. Herbig erzeigten dem Verstorbenen als feine Leichenträger den letzten Liebesdienst.

Louis Bromm hatte keinen Feind, aber zahl­reiche Freunde, die sein Andenken treu bewahren werden. Möge er sanft ruhen?

Herr Carl Blenner traf von New Haven, Connecticut, hier ein, um der Beerdigungsfeier seines verstorbenen Onkels beizuwohnen, welcher der Sohn feiner Schwester ist, die hier vor vielen Jahren ansässig war und Herrn Burkhardt Blen­ner hier geheiratet hat.

Hessen-Nassau md Nachbarqebiete.

Cassel, 27. Nov. Eine glänzende Rehabili­tierung wurde in der Dienstagsfitzung des Kriegsgerichtes der 22. Division dem unter der Anklage des wissentlichen Falscheidss stehenden Zahlmeisterafpiranten Dizefeldwebel H. vom Kurheffischen Jägerbataillon Nr. 11 zuteil. H. hate im Jahre 1906 im Jnvalidenhause zu Carlshafen die Stelle des Rechnungsführers versehen und es gehötte mit zu seinen Funkti­onen, den im Hause wohnenden Offiziersfami­lien den Mitgebrauch der gemeinsamen Wasch, küche in einem bestimmten Turnus anzuweisen und ebenso, natürlich stets nur im Auftrage des Kommandanten, die den erwähnten Familien zur Benutzung freigegebenen Gelasse, ein Wohnungs- bezw. Bodenraum ic., zu übergeben. Aus dieser Tätigkeit waren mit einer in dem Hause wohnenden Offiziersfamilie Differenzen erwachsen, die zu einer kriegsgerichtlichen Ver­handlung führte, welche im Jnvalidenhause zu Carlsbafen stattfand. Hierbei sollte nun der jetzige Angttlagte sich der eidlichen Falschaus­sage schuldig gemacht haben. Es wurde gegen ihn das Verfahren wegen Falscheides eingeleitet und am Dienstag hier vor dem Kriegsgericht der 22. Division zum Austrag gebracht. Das Ge­richt gelangte indessen zu der Erkenntnis, daß nur ein Irrtum in den Aussagen des Ange- fchuldigten und der Zeugen vorliegen könne. Dementsprechend erklärte der Vertreter der An­klage, daß er die Freisprechung des Angeklagten beantragen müsse. Im gleichen Sinne plädierte auch der Privatverteidiger des Angeschuldigten, Justizrat Dr. Rothfels. In diesem Sinne ent­schied auch das Gericht, welches in der Urteils­begründung hervorhob, daß alle vom Angeschul­digten gemachten und eidlich erhärteten An­gaben sich als wahr erwiesen hätten, weshalb er freigesprochen sei. Der Irrtum, der zweifellos vorliege, und die eidlichen Aussagen des einen oder anderen der Zeugen bestimmt habe, werde wohl niemals aufgeklärt werden können.

(Cass. Tagebl.)

Cassel, 26. Rov. Eine heitere Verwechslung passierte einem in der Esstggasse wohnenden Italiener, den seine Frau gestern mit einem Söhnchen beschenkte. In der Aufregung ala- mierte der des Deutschen nur wenig mächtige Mann die Sanitätskolonne, die denn auch im Sturmschritt anrückte. Zum Glück war ihre Hilfe nicht mehr nötig, und mit einigen Gläsern Bier gestärkt, die der glückliche Vater spendete, zogen die braven Sanitätsmannschaften lachend wieder ab.

Allendorf, 26. Nov. Hier stieß man bei der Ausschachtung einer Kalkgrube auf eine atte Treppe, ferner kamen Teile einer alten Ritter­rüstung und ein Ritterstandbild zum Vorschein, welche auf mehrere hundert Jahre zurückzu­führen scheinen. Auch sind Spuren eines unter­irdischen Ganges sichtbar. Die Arbeit teurde

eingestellt, bi» die Bedeutung der Fundstelle festgestellt ist. (Rh. Kur.)

Fulda, 26. Nov. Im Juli v. I. wurde in der Nähe von Blankenau der Zigeuner Laubin- aer erschossen. Der Täter, der Zigeuner Peter Dehlis, ging flüchtig und wurde seitdem vom Landgericht zu Hanau steckbrieflich verfolgt. Am 22. d. M. gelang er endlich der Gendarmerie von Waldmoor, den Gesuchten auf einem Patrouillengange zu verhaften.

Ostheim (Rhön), 25. Nov. Herr Gerichts­vollzieher a. D. Karl Sußdorf beging gestern mit seiner Frau das Fest der goldenen Hochzeit.

Lacha, 26. Nov. Das etwa 8jährige Söhn­chen eines hiesigen Einwohners hatte dieser Tage an einer Hand ein winziges Blütchen, wel­ches niemand beachtet hatte. Sonnabend aber schwoll Hand und Arm des Knaben an, es stell­ten sich starke Schmerzen ein und als der Vater in der Nacht mit dem Jungen zum Arzt eilte, stellte es sich heraus, daß die bereits eingetre­tene Blutvergiftung nicht unbedenklich war und einen sofortigen Eingriff nötig machte. Jeden­falls war die Blüte abgekratzt worden, es ge­langte Schmutz in die Wunde und die weitere Folge war die Blutvergiftung. Der Fall kann zur Warnung dienen.

Hanau. 26. Nov. Die beiden 14 und 16 Jahre alten Söhne des Eisenbahnschaffners Bretthauer hier wurden heute morgen tot im Bette aufgefunden. Man glaubt, daß der Tod beider durch den Genuß verdorbener Konserven herbeigeführt worden ist. Die gerichtlich ange­ordnete Settion der Leichen erfolgt heute Nach­mittag.

Kirtorf (Oberhessen), 23. Nov. Heute Mit­tag 12% Uhr brach auf bem Wohnhausboden des Hrch. Loth hier Feuer aus; das Gebäude brannte vollständig nieder.

Frankfurt a. M., 27. Nov. In der Klage- fache derFrankfurter Zeitung" gegen die hie­sigeVolksstimme" wegen schwer beleidigenden Angriffs in der Angelegenheit der Bayerifchen Bodenkredit"nstalt Würzburg verbandelte das hiesige Schöftengericht von gestern Morgen 9 Uhr bis heute früh 1 Uhr. Der verantwortliche Re­dakteur derVolksstimme", Wilhelm Zandetr, wurde wegen des Vorwurfes der Fälschung. Be­stechlichkeit und Korruption, für die der Wahr­heitsbeweis durchaus mißlungen fei, zu einer Geldstrafe von 500 Mark, Tragung der Kosten und Publikation des Urteils in verschiedenen sozialdemokratischen Blättern verurteilt, wobei das Gericht fesisiellte, daß die ..Frankfurter Zei­tung" durchaus objettiv berichtet hätte und nichts vorgebracht worden sei, was ihre Integri­tät lraendmie erschüttern könnte.

Biebrich, 26. Nov. Ein Gast wollte seine Zeche mit einem Zehnmarkstück bezahlen. Da er­griff ein anderer Mann das Geldstück, sprang auf und raste damit zur Tür Hinaus. Die An­wesenden waren über diese Frechheit so verblüfft, daß der Räuber bereits eisen erheblichen Vor­sprung hatte, ehe sie die Verfolgung aufnahmen. Ihr Geschrei hetzte dem Flüchtling aber eine Rotte Knaben auf den Hals, denen sich etliche Passanten anschlossen. Im Feld wurde der Spitzbube gestellt, ihm das Geld abgenommen, eine Tracht Prügel verabreicht, worauf man den erwerbslustigen Gauner nach der Polizei brachte.

Mainz, 27. Nov. Der 27 Jahre alte Kauf­mann Mann hatte mit einer Krankenwärterin ein Verhältnis. Die Eltern des Kaufmannes waren jedoch gegen die Heirat. Deshalb schoß die Krankenwärterin in der Nähe von Heidel­berg mit einer Pistole auf ihren Bräutigam und verletzte ihn lebensgefährlich. Sie ver­giftete sich dann in ihrer Wohnung.

Hochsckulnachrichten.

X Darmstadt, 26. Nov. Die Goldene Ver­dienstmedaille für Kunst und Wissenschaft wurde vom Großherzog von Hessen dem ordentlichen Professor der Elektrotechnik an der Technischen Hochschule zu Darmstadt, Geh. Rat Dr. phil. Erasmus Kittler, verliehen.

X Kochstiftung. Der Universität Gießen ist vom Verein hessischer Zahnärzte der Betrag von 2000 «M. übergeben worden. Die Zinsen dieser Stiftung, die den NamenKoch-Stiftung des Vereins hessischer Zahnärzte" führen soll, sollen nach der Begründung eines zahnärztlichen Instituts der Universität dem Letter desselben zu wissenschaftlichen Zwecken zur Verfügung ge­stellt werden.

Wissenschaft, Kunst und Leben.

-ft- Frankfurt a. M 26. Nov. Die Stadtver- ordneten-Versammlung erklärte sich heute ein­stimmig damit einverstanden, daß neben dem Stüdelschen Museum eine städtische Kunstsamm­lung für die bildenden Künste der Gegenwart und für Frankfurter Kunst errichtet wird, wozu die reichlichen Mittel der Pfungstschen Stiftung verwendet werden sollen. Gleichzeitig wurde der Magistrat erstickt. t« dem Haushaltsplan

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jährlich eine größere Summe zum Ankauf trat Werken Frankfutter Künstler einzustellen.

-ft- Frankfurt <u M., 26. Rov. Wie die Me- teorologische Abteilung des Physikalischen Per- eins mitteilt, ist der gestern nachmittag um 8 Uhr in Mühlheim a. M. aufgestiegene Ballon Ziegler" nach einem um 2 Uhr 45 Min. nach­mittags aufgegebenen Telegramm in der Rahe von Marienburg gelandet.

-ft- Frankfurt a. M., 26. Nov. Der Kepler­bund zur Förderung der Naturerkenntnis hielt heute hier im HotelSilvana" feine erste kon­stituierende Mitgliederversammlung ab unter Vorsitz des Senatsxräfidenten am Oberlandes­gericht von Einem-Frankfurt a. M. Der Bund umfaßt zur Zeit 641 Mitglieder mit 11530 M Jahresbeitrag. Nach einstimmiger Annahme der Satzungen wurde ein Kutt-torium mit Prof. Dr. Zorn-Bonn als Vorsitzenden gebildet. Dem Kuratorium gehören u. a. an: Professor der Astronomie Dr. Berberich, Professor der Geo­logie Dr. Berendt-Berlin, Professor der Physik Dr. Gruner-Bern, Direktor der Sternwarte Pro­fessor Dr. Hartwig-Bamberg, Geh. Rat Professor der Botanik Dr. Reinke-Kiel, Professor Direktor der biologischen Station Dr. Zacharias-Plön, Geh. Rat Professor Dr. Rein-Vonn, Professor der Chirurgie Dr. Kocher-Bern, Professor Dr. Müller-Stuttgatt, Professor Dr. D. Schmidt- Metzler-Frankfutt a. M., Professor der Philo­sophie Dr. Lasson-Berlin, Geh. Oberbaurat Dr. Baumeister-Karlsruhe, Senatspräsident am Oberlandesgericht v. Einem-Frankfurt a. M., Konststorialprösident Dr. Ernst-Wiesbaden, Mi­nisterialdirektor Dr. Roscher-Dresden, Professor Dr. Zorn-Bonn, Prinz Schönaich-Carolath- Riederwalluf, Eeneralsuperintendent Dr. Hese- kiel-Posen, Geh. Kommerzienrat E. Conze-Lan- genberg und der Präsident der Handelskammer Max Schinkel-Hambug.

Vermischte?.

Kleine Nachrichten. Etampes, 25. Nos. In dem in der Umgegend der Stadt liegenden, Walde wurden von der Gendarmerie fünf von den Kisten gefunden, die aus dem Toulouses Schnellzuge geraubt worden sind. Vier Kisten waren leer. Die fünfte enthielt noch 300 Frk. Madrid, 25. Nov. Den amtlichen Fest-' stellungen zufolge wurden unter den Trümmer^ des in den Rio de Canes gestürzten Eisenbahn­zuges 12 Leichen und 22 Verletzte gefunden.. Rewyork, 25. Nov. Heute früh brach kn einem von Italienern bewohnten Mietshaus? ein Brand aus, bei welchem 13 Personen ver­brannten und viele verletzt wurden. Lagos, 26. Nov. In Abazalibi am Croß River ist eine! ernstliche Ruhestörung ausgebrochen. Ein briti-j scher Offizier ist getötet. Dreißig eingeborene Soldaten sind getötet oder verwundet. Es sind' bereits Truppen nach dem aufständischen Gebiet unterwegs. St. Petersburg, 26. Nov. Im Kurierzuge der Warschauer Bahn wurde gestern Nacht der Senator Christ im Schlaf­wagen erster Klasse beraubt. Bruzzan» (Calabrien), 26. Nov. Gegen Mittag wurde hier ein starker Erdstoß bemerkt; die Bevölker­ung ist beunruhigt. Schaden wurde nicht ange^ richtet. München, 26. Nov. Der Bankiel Josef Alt wurde aus Aufregung über Spekula-, tionsverluste tobsüchtig und begann von dem Fenster seiner Wohnung am Färbergraben auf die Passanten zu schießen, sodaß eine Straßen­panik entstand. Er attackierte auch die voll seiner Haushälterin herbeigerufenen Sanitäts- leute, wurde aber schließlich von diesen beruhigt und ließ sich willig in die psychiatrische Klinik überführen. Brüssel, 26. Nov. Der Ex­preßzug in dem gestern König Leopold nach Paris fuhr, erlitt eine Entgleisung des Speise­wagens. Die Passagiere, auch der König in seinem Salonwagen, erlitten heftige Erschütter­ungen, aber keinerlei Körperverletzungen. Der Zug setzte mit halbstündiger Verspätung die Fahrt fort.

Hurra, da fällt der erste Schnee!

>o schreien di« Kinder und freuen sich. Aber . W, wenn der Schnee auch Winter freuden an- VfJc kündigt so kündigt er noch mehr bie Leiden

der rauhen Jahreszeit an. Nun ist die Zeis VTy der schweren Katarrh« mit all ihren quäk»

den und lästigen Erscheinungen und ein schwerer Winter sieht einen Teil der Mensch» Att) heit nie so recht gesund. Da muß man eben LTJ fleißig FahS ücht» Sodener Mineral.Pastillen /T» gebrauchen. Tie schützen bie Schleimhäute wdf gegen die gefährlichen Reizungen, die beseitige»

jeden Husten, jede Heiserkeit und Berschleimung und bekommen dabei dem Magen ganz tni gezeichnet. Fay- ächte Sodener, die man sür 2t 85 Psennia in allen Apotheken, Drogerien nah *^4 Mineralwasser Handlungen kaust, sollte eigen!«

«ich jeder Mensch in der Tasche treuen.

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Verantwortlich für die Redaktion:.

Dr. Johannes Otto in Marburg '