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Das junge Mädchen war in dem Eef eines großen Glücks eingetreten und Augen strahlten es wieder, aber als sie besorgte Miene ihrer Tante sah, drängte alles Persönliche zurück, schlang den Arm sie und küßte sie.

ligung erheblicher Mittel nachgesucht werden. Der Entwurf des Gesetzes zum Schutze gemein­nütziger Mineral- und Thermalquellen wird nochmals vorgelegt werden. Neben kleineren, die Umgestaltung der polizeilichen Organi­sationen in einzelnen Bezirken bezweckenden Vorlage« wird ein Gesetzentwurf über ander­weitige Verteilung der Polizeikosten zwischen Staat und Gemeinde in den Gemeinden mit königlicher Polizeiverwaltung vorgelegt werden. Wie die Entwickelung der Verhältnisse in den östlichen Provinzen der Monarchie zeigt, find die gesetzlichen Befugnisse der Regierung nicht ausreichend, um die deutsche Bevölkerung in diesen Landesteilen wirksam zu schützen und zu stärken. Die Regierung wird deshalb die ent- sprechenden, bereits in der vorigen Tagung an- gekündigten Gesetzesvorschläge alsbald der Be­schlußfassung des Landtages unterbreiten. Sie ist überzeugt, daß sie in dieser schwersten natio­nalen Frage die tatkräftige Mitwirkung des Landtages finden wird.

Eröffnung des preußischen Laudlages.

£ Berlin, 26. Nov. (Eigene Drahtmeldung.) Im Weißen Saale des königlichen Schlosses

1 wurde heute vormittag 11 Uhr der preußische /Landtag vom Ministerpräsidenten Fürsten

Bülow eröffnet.

) Die vom Fürsten Bülow verlesene Landtags- khronrede erklärt: Die Finanzlage des Staates gestaltete sich seit dem Vorjahre weniger günstig, Zm laufenden Rechnungsjahre ist, namentlich infolge stark«r Steigerung der Ausgaben bei der Eisenbahnverwaltung, ein Fehlbetrag zu erwar­ten. Gleichwohl hält die Staatsregierung es für notwendig, die im Jahre 1307 begonnene Aufbesserung der Beamtengehälter durchzusüh- ren und zugleich eine Neuregelung der Vor­schriften über den Mohnnngsgeldzuschuß vorzu­schlagen. Behufs angemessener Erhöhung der vielfach unzureichenden Gehälter der Volksfchol- lehrer wird eine Novelle zum Lehrerbesoldungs­gesetz vorgelegt werden. Auf kirchlichem Gebiete find gesetzgeberische Vorlagen zur Verbesserung der wirtschaftlichen Lage der evangelischen und katholischen Geistlichen in Aussicht genommen. Diese Maßuahmen^verden eine dauernde Mehr­belastung des Staatshaushalts um mehr als 106 Millionen zur Folge haben. Zur Beschaf­fung der erforderlichen Deckungsmittel wird die Staatsregierung entsprechende Vorschläge machen. Zugleich ist es aber geboten, für den Etat 1908 größte Sparsamkeit in allen Ver­waltungszweigen walten zu lassen. Zur Be­schaffung von Betriebsmitteln und zur Ausstat­tung der Eisenbahnen mit weiteren Geleisen soll der Anleiheweg beschritten werden, um die Eisenbahnanlagen wieder auf eine der statt­gehabten außergewöhnlichen Steigerung des I Verkehrs entsprechende Höhe zu bringen. Zur Erweiterung und besseren Ausrüstung des I Staatseisenbahnnetzes sowie zur Unterstützung I von Kleinbahnunternehmungen wird die Bewil- I

Was fehlt ihr, Tantchen?" fragte Ellen schien doch heute früh noch ganz furch." A

>Zch halte sie für sehr krank, bitte, komm« mit zu ihr."

(Nachdruck verboten.).

Unter der Maske.

, Roman von Lady Georgina Robertson.

* (Fortsetzung).

thüringischen Kleinstaaten, die Provinz SaÄe«, das Eroßherzogtum Hessen usw. bleiben Hinsicht-, lich der Zahl der Ausländer wesentlich Hinfi« dem Reii^durchschnitt zurück.

Gehören auch absolut genommen die meisten Ausländer dem österreichisch-ungarischen Staats an, so hat sich relativ die Zuwanderung am Rußland weitaus am meisten erhöht. Bei der Volkszählung von 1900 waren rund 47 006

g Ellen hatte eben ihr siebzehntes Jahr vollen­det, als ein Ereignis eintrat, welches in seinen Folgen tief in ihr Leben eingriss. Ein alter Freund ihres Vaters, Lord Otto Ehesleigh starb so plötzlich, daß sein einziger im Auslande' wellender Sohn nicht mehr rechtzeitig herbei- kerufen werden konnte. Der alte Herr ein Sonderling hatte seit Jahren nichts mehr an fernem Schlosse Asybrook tun lassen, und ein be­rufener Architekt ettlärte, daß wohl zwei Jahre vergehen könnten, ehe die nötigen Reparaturen soweit beendet wären, um dem jetzigen Lord Ehesleigh einen dauernden Aufenthalt dort Möglich zu machen.

Sir John Marstone lud den Sohn seines Freundes ein, während der Zeit seinen Wohnsitz in Southwold zu nehmen, und wenn dieser auch die Gastfreundschaft nicht in so ausgedehntem Maße annahm, so weilte er doch ost und lange dort. Sir John und Lady Marston« gewannen f Artur lieb wie einen eigenen Sohn, aber jeder Gedanke daran, daß er es durch Ellen werden konnte, lag ihnen fern. Diese hatte sich von Anfang an tn ihrer kindlichen Weise an ihn ge­schloffen, und ihr Verkehr mit ihm war so harm­los, sie bevorzugte ihn so offen, daß niemand ttne tiefere Lrebe dahinter vermutet haben würde. Keiner achtete auch darauf, daß Lord Eheslerghs Herz sich immer mehr Mathilde zu- lvandte. Sie war der Magnet, der ihn wieder tznd wieder nach Southwold zog und seine j Aebe blieb nicht unerwidert. Acht Tage, ehe Gllens Krankheit eine so bedenkliche Wendung üah,n, hatte er Mathilde im Garten getroffen I »nd um sie geworben. Mit Wonne hatte er das Geständnis vernommen, daß ihr Herz ihm schon lange gehöre, und zwei Stunden waren im Fluge enteilt, ohne daß sie es in ihrem Glück bemerkten. Plötzlich war Mathilde aufge­sprungen.

Wie spät ist e«r hatte sie gerufen. Wir

Die Ausländer in Deutschland.

Wenn einmal ein Ausländer aus dem Deut­schen Reiche ausgewiesen wird, weil er sich lästig gemacht hat, beispielsweise indem er sich in einer für einen Fremden ungehörigen Weise in die innere Politik Deutschlands eingemischt hat, so ist die sozialdemokrattsche Preffe schnell bei der Hand, Deutschland als das ungastlichste Land der WdstWr-verschreien. Die Ausländer schei­nen indeffen diese ungünstige Meinung nicht von Deutschland zu haben, sonst hätten sie sich kaum so gewaltig vermehrt, wie es tatsächlich der Fall ist. Im Jahre 1880 zählte Deutschland etwa 275 000 Ausländer, am 1. Dezember 1905 war die Million bereits überschritten. Binnen einem Viertsljahrhundert hatte also nahezu erne Vervierfachung der Ausländer innerhalb der Reichsgrenzen stattgefunden. Diese Vermehrung ist relativ außerordentlich viel größer als die der deutschen Bevölkerung in demselben Zeiträume. So ist es denn zu erklären, daß während 1880 die Ausländer nur 0,6 Proz. der Bevölkerung Deutschlands aus­machten, sie im Jahre 1905 nahezu 1% Proz. der Reichsbevölkerung bildeten.

Das Hauptkontigent der Ausländer stellen natürlich diejenigen Staaten, mit denen Deutsch­land Grenzgemeinschaft hat. Eine Aus­nahme davon bilden Frankreich nicht so-

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werden nicht mehr rechtzeitig zum Effen j kommen."

Als sie dem Hause zuschritten, hatten sie ab­gemacht, daß Lord Ehesleigh noch denselben Abend bei ihrem Onkel um ihre Hand anhalten sollte.

In der Halle trafen sie Lady M-'.rstone. Tränen standen in ihren Augen, und sie ries Mathilde entgegen:Wie gut, daß Du kommst, Ellen ist plötzlich erkrankt."

| vergraben, durch deren Finger die Tranen I sickerten, fand Lord Ehesleigh sie, als er mit I cin-m Gesicht, in welchem Zorn und Verachtung I um die Oberhand kämpften, ebenfalls das Eß­zimmer aufgesucht hatte. Einen Moment stand

| er mit verf ränkten Armen stumm vor ihr I dann sagte er mit einer Stimme, in der die I Lanze Größe seiner Verzweiflung, der innere I Zorn gegen sich selbst, wie gegen die vor ihm I Sitzende zum Ausdruck kam:

I .Was sollen wir machen, Mathilde?" Sage | mir einige Worte des Trostes, wenn Du es I vermagst. Mir ist, als sollte ich den Verstand I verlieren."

In Mathildens Augen stand dieselbe ohn- mächttge Ratlosigkeit, als sie den Blick zu ihm I erhob.

Es ist vergeblich, davon zu sprechen," sagte sie tonlos.Und ich, ich habe Dich selbst dazu beredet, Atthur. Vergib mir, ich darf es ja kaum bereuen, es hat ihr das Leben gerettet"

Und das unsrige vergiftet," fügte er bitter hrnzu. Ich gönne es ihr ja, sie ist ein liebliches Kmd, aber Gott ist mein Zeuge, Mathilde ich würde ihr lieber mein Leben geopfert haben j als meine Freiheit. Begreifst Du es ganz, des Echreckluye, was geschehen ist?"

Mathilde war aufgestanden. Mit einer Kratt sondergleichen hatte sie ihren Schmerz, ihr gan­zes, ach so unendliches Weh zurückgedämmt, tret zu rhm hin und strich sanft über seine Stirn bi w« im Fieber glühte.Willst Du nicht etwas ruhen," sagte sie, ,Hamit der Aufruhr in Deinem Innern sich legt? Oder willst 2u rtw"s ge- ! meßen, das Deine Nerven beruhigt ? später woü"n wir weiter sprechen. Diese.: Augenblick dürfen wir nicht uns an denken, jede Aufregung kann Ellens Leben wieder in Gefahr bringen, um ihretwillen muffen- wir uns wieder ge­dulden."

Sie brachte ihm eine Taffe Tee, aber er schob dreselbe zurück.

..Laß das! Ich kann nichts genießen, ich bin .1 erregt und verzweifelt. Ich muß erst einen ;-3eg sehen, der mich aus dieser furchtbaren Lage herausbringt. Ach, Mathilde, warum gab ich Deinen Sitten nachk»

Mathilde überzeugte sich, daß Lady Marstone recht hatte, und der herbeigerufene Arzt kon­statierte eine fernere Erkrankung an gastrisch- nervösem Fieber. Wodurch dieses so plötzlich hervorgerufen war, begriff keiner, die einzige Veranlassung konnte fein, daß Ellen tags zuvor noch spat in der feuchten Abendluft draußen ge­wesen war.

Es ward Lord Ehesleigh unmöglich, seine Angelegenheit zur Sprache zu bttngen, und jeder Tag vermehrte dieGesahr, in der das Leben der Kranken schwebte. Er wollte abreisen, aber Sir John ließ ihn nicht fort, seine Anwesenheit sei nccht störend, sondern ein besonderer Trost. Lord Ehesleigh sah Mathilden selten in den Tagen, und es waren immer nur kurze Augen­blicke, in denen er ihr einige zärtliche Worte zu- fliistern konnte, und das Bewußtsein seiner Liebe half ihr bei der schweren Pflege. So kam es, daß niemand eine Ahnung von ihrer Ver­lobung hatte, als das Äinb, das von allen auf- gegeben war, seinen sonderbaren Wunsch äußerte.

Mit konvulsivischem Aufschlüßen war Ma­thilde in einen Stuhl gesunken, als ste das- zlmmer betreten hatte. Den Kopf in die Hände

I wohl aus politischer Abneigung, als weil be- 1 kanntlich die Bevölkerung dieses Landes so mi- I mmal zunimmt, daß Frankreich garnicht in der I ist,Menschen zu exportieren". Desto I reichlicher bedenken uns die anderen Erenzlän- I der mit ihren Staatsangehöttgen. Oester- I reich-Ungarn stellt den Löwenanteil I mit 525 000 Personen, so daß also mehr als die I Halste aller Ausländer in Deutschland dem ver- lmndeten Nachbarstaate angehören. Rußland I Ruffen in Deutschland ortsanwesend, bei der

I de* J an de folgen mit je etwas I letzten Volkszählung aber nahezu 107 000; «

I äZ avPa £tei ftetIen Sufam- I hat also eine Vermehrung um weit über das

t4 ?et Reichsausländer. Die Doppelte stattgefunden. Diese starke Zunahme

I ^,,?/utichland lebenden Russen und Holländer I zwischen Zuwanderung erklärt sich unschwer aus I ix nahezu erreicht von einem I den politischen Verhältnissen des Nachbarlandes

r®®'« i tmit F3 ö.war keine Grenzen gemein- die ja gerade zur Zeit der letzten Volkszählung

I IE hat, das aber überhaupt die größte Aus- I besonders ungünstige waren. Sollte, was wir I Wanderungsziffer von allen europäischen Län- I hoffen und wünschen wollen, Rußland zur Zeit I dern .erreicht, nämlich von Italien. Arn I der nächsten deutschen Volkszählung, also in dret I wohlsten scheinen sich die Italiener in Elsaß- I Jahren, wieder zufriedenstellende politische und I 8U befinden, das fast ZH der in I wirtschaftliche Zustände haben, so dürften di«'

i Deutschland ansässigen 98 000 Italiener beher- I dann in Deutschland anwesenden Ruffen absolut I .... .I genommen vielleicht, relativ aber sicherlich ein«

| Ebenso rote es selbstverständlich ist, daß im I geringere Zahl der Reichsausländer stellen, «Äs großen und ganzen diejenigen Länder, mit Ende 1905. Damals machte sich der Zustrom der

Ienen Erenzen gemeinsam haben, uns auch I Russen besonders in Berlin bemerkbar, wo man am meisten von ihren Staatsangehörigen abge- auf Schritt und Tritt das russische Idiom hört< ebenso selbstverständlich ist es auch, daß die Dattn hat schon jetzt ein Rückgang stattgH

I - Reichsgrenze nächstliegende Gebiete Deutsch- I funden, der sich wohl noch weiter fortsetzep lands die meisten Ausländer haben. Relativ I dürste ,

I am stärksten mit Ausländern besetzt ist das I - . ...

I Reichsland Elsaß-Lothringen, in dem I ......- - s*

I !!a$e 4?/a Prozent der Bevölkerung Ausländer I SVtttirfutf fifrLIi

I sind, al|o fast dreimal so viel, als dem Reichs- I '* -r-Mlscyes «MH.

| durchschnitte entspricht. Absolut genommen steht I Der Entwurf der neuen Börsengeseß- I natürlich von den deutschen Staaten das König- I Novelle, welche dem Reichstage soeben zugegan« I <1 n i"it 525 000 Ausländern, also I gen ist, beschränkt sich nach den Darlegungen der £1^Snhe»^ftL,Orr^Jn Deutschland lebendenNordd. Allg. Ztg." im wesentlichen auf die Re-' P?eußm llck !uibalttnden öelung des Börsenterminhandels. Weiter sieht

I Rheinprovinz, was bei der doppelten Eigens I Aendenrngen der Vorschriften übe^'

schast des Rheinlandes als Grenz- und Jndu- *te Zulassung von Wertpapieren vor. Die Aen- strregebiet nicht weiter verwunderlich ist. Aus I verungen bezwecken namentlich, die Einführung

I denselben Gründen rangieren Schlesien mit I von Reichs- und Staatsanleihen sowie Schuld-« 78 000 und Westfalen mit 27 000 Ausländern an I Verschreibungen von öffentlichen Kreditinstitut zweiter und dritter Stelle. | ten, insbesondere landwirtschaftlichen Pfand«

Der nächst Preußen größte deutsche Bundes- I Briefen, an den Börsen zu erleichtern. Deij staat, Bayern, wird mit seinen 119 000 Aus- I Landesregierungen wird die Befugnis gegeben/ ländern von dem drittgrößten Bundesstaat I zu gestatten, daß Wertpapiere, die schon an einet ,ernaJj e 000 Ausländern weit Über- deutschen Börse zum Handel zugelaffen find, ack

ti£em bie3DetteÄ,r 3" ^.nen sich vor anderen Börsen ohne Veröffentlichung eine!

I 137 000^ also mch^als all« Prospektes eingeführt werden dürfen. Der EnÄ

L Reiche 'ansässigen Oesterreicher lebt innerhalb I cine Regelung bei

der grün-weißen Erenzpfähle. Natürlich haben I herbeifuhren. Der Env

auch die Hansastädte, Bremen und Hamburg, | ®.?1 b®lt an dem Ziele des Börsengesetzes fest eine verhältnismäßig große Zahl von Ausländ I uämlich dem Mißbrauch des Terminhandell dern, ersteres 3V? Proz., letzteres 2% Proz. der I ohne Gefährdung berechtigter Jntereffen ent Bevölkerung. Die industriearmen Gebiete wie I gegenzutret-n. Der Entwurf beseitigt aber Ostpreußen, Westprcußen, Pommern, Posen und I solche Maßregeln, die sich als zweckwidrig und ebenso die Sinnengebiete des Reichs wie die I schädlich erwiesen haben, und verwendet zur Ab-

IWir glaubten doch recht zu handeln," eti I widerte sie.Hatten wir de.r Schatten einej I Möglichkeit auch nur einen Augenblick in Set I tracht ziehen können, daß Deine Einwilligung/ I Ellens Mann zu werden für wenige Shin? 1 den zu werden, sie dem Tode entreißen I könitte? Und doch war es so; eine Ablehnung I von Dir würde ihr sofortiger Tod gewesen fein/ I Denke auch an die armen Eltern!"

Trotz aller ihrer Bemühung, standhaft gr bleiben, erstickten Tränen ihre Stimme.

,;D, Mathilde," sagte er,könnte ich doch Ereigniffe der letzten Stunden aus meinem Leben streichen! Wir haben nicht das Richtige | getan, wenn wir auch die beste Absicht hatten.^ I Ich durste mich unter keinen Umständen und aus keinen, wenn auch scheinbar noch so schwerwiegen«' den Gründen mit ihr trauen lassen. Das war und blieb, ganz objettiv betrachtet, eine innere Unwahrheit, und darin liegt das Unrecht, für das wir büßen müssen. Wenn es Gottes Will« war, daß sie genesen sollte, so wäre das wohl auch ohne mein Zutun geschehen. Wir haben Unrecht gehandelt, Mathilde, auch gegen Ellen, und daraus kann nie etwas Gutes erwachsen."

..Ich trage die Hauptschuld," seufzte Ma­thilde traurig,ich habe Dich dazu überredet. Und das arme Kind liebt Dich so sehr."

Sie tut mir auch leib. Ich freue mich ja füi sie unb ihre Eltern, daß sie genesen wird, aber was soll aus uns werden?"

Sir John kam in diesem Augenblick herein. Hast Du Dich ausgeruht, Artur?" fragte et. »Du wirst oben wieder gewünscht." Dann et* grif er beide Hände des jungen Mannes und fügte warm hinzu:Mein lieber, lieber Sohn, von ganzem Hetzen erflehe ich Gottes reichsten Segen auf Dich herab, möchte «r Dir vergelten, was Du an uns getan hast."

Unb diesen warmen, tiefempfundenen Wor­ten gegenüber hatte Lord Ehesleigh nicht den Mut, etwas übet feine Gefühle zu lagen.

Ich muß warten, bis Ellen kräftiger UL* dachte , j

' KortfetzntH fotzH

Vierteljährlicher Bezugspreis: bei oer Expedition 2 Atü, ,

bei allen Postämtern 2,25 Mt. (qcu Bestellgeld). MMvMg Erscheint wöchentlich siebe» mal.

Reclamen: die ^eüc 80 Pft. Mittwoch. 27. November 1907. 421