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Erstes Blatt
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waltung 19 736 500, Aus Anlatz der Expedition nach Oftafien 6 531 295.
Die Einnahmen des auherordent» lichen Etats sind wie folgt angesetzt:
Aus der Verwendung der Fonds für Kleinwohnungen cM. 217 000, Für Festungsgrundstücks 3 271 286, Aus Anlatz der Expedition nach Ost- afien 642197, Rückerstattungen auf die aus dem Reichs-Festungsbaufonds geleiteten Vorschüsse 51761, Von dem Schutzgebiete Togo 168 000, Von der Verwaltung der Reichseisenbahnen 370 910, Aus der Anleihe 260506 091.
Bierteliätzrlicher BezugspreiSi vcr der ExpMlion 2 S»£ bei allen Postämtern 2,25 Mk. Bestellgeld). 2«sertl»nsgebühr: die gespaltene Zelle oder bereu Kaum 15 Pfg. Neclamen: die Zelle 80 Pfg.
Marburg
Sonnla 24. November 1907.
lRaSdrnck verboten.),
Unter der Maske.
Roman von Lady Ceorgina Robertson, (Fortfetzung). 1"
Deutsches Reich.
— Zur Einkommensteuer-Veranlagung. Die Vorbereitungen für die Einkommensteuer-Veranlagung von 1908 find in vollem Gange, es darf erwartet werden, dah ste rechtzeitig zum Abschluß gelangen werden, obschon diesmal einige Neuerungen gegen früher in Frage kommen. Dazu gehört einmal die Vorbereitung der Veranlagung der angestellten Zenfiten mit Einkommen von 3000 M und darunter. Zwar hatte schon die Einkommensteuernovelle von 1906 die Bestimmung enthalten, daß für die Angestellten mit solchem Einkommen seitens der Arbeitgeber Angaben zu erfolgen hätten, aus Grund deren die Veranlagungen vorgenommen werden sollten, und für die Veranlagung von 1907 ist dieser Bestimmung natürlich auch schon Folge geleistet worden. Jedoch hat die Novelle von 1907 in Bezug auf die Gestaltung dieser Angaben Aenderungen gebracht, diese müssen jetzt durchgeführt werden. Man wird an- ilehmen dürfen, daß dadurch nicht allzuviel Schwierigkeiten entstehen werden, jedenfalls nicht solche, die ins Gewicht fallen gegenüber der Tatsache, daß die Gerechtigkeit bei der Steuereinschätzung jetzt noch mehr als früher gewährleistet wird. Ein weiteres Moment, das nicht bei der Vorbereitung jeder Jahresveranlagung in Frage kommt, ist die Umfrage wegen der Vermögenssteuer. Während die Einkommensteuer in Preußen alle Jahre neu veranlagt wird, geschieht dies bekanntlich mit der Ver- *■■■ iii ■ —min— ।
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IC IS 2.
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war bereit, die Trauung zu vollziehen. Dann I bat er Mathilde, ihm einen Ring zu verschaffen, I und diese zog einen goldenen Reif vom Finger, den einzigen, der allenfalls für solchen Zweck geeignet war. Als sie an das Bett traten, schlug Ellen die Augen auf.
„Ist es jetzt so weit, daß wir getraut werden können?" fragte sie. „Mathilde, bleibe bei mir. Ach, Papa, ich bin so glücklich?"
Die wenigen ernsten, feierlichen Worte, die der Geistliche sprach, klangen wie ein Todesurteil in Mathildens Ohr. Artur Ehesleigh und Ellen Marstone waren ehelich verbunden ' — nach menschlichem Ermessen für eine kurze Spanne Zeit.
„Mathilde," flüsterte die Kranke, „Du weißt doch — mein Traum — ich will in seinem Arm sterben, mein Kopf soll an seiner Brust ruhen.
Sage es ihm."
Ein neuer, bitterer Schmerz? Mil zitternden Händen half Mathilde, die Kranke in die gewünschte Lage zu bringen, dann trat sie ans Fenster. Bei jedem Rauschen des Windes horchte Ellen auf, das Bewußtsein schwand, sie phantasierte von Engeln, die sie holen würden und klagte, daß ihr Name noch immer nicht gerufen wäre. Dann kamen nur ruhige Momente eines kurzen Schlummers^ aber keinen Augenblick ließen ihre Hände Lord Ehesleigh los.
»Ich habe Dich so unendlich lieb," hörte Mä- I thilde sie auf einmal sagen, und seine Antwort war nur ein tiefer Seufzer.
Mitternacht war vorüber und keiner der Anwesendes hatte sich vom Platze gerührt. Im Nebenzimmer saßen Ellens alte Kinderfrau und die zur Pflege berufene Wärterin. Beide I kamen herbeigeeilt, als Sir John einen leisen I Schrei ausstieß. Ellens Kopf sank schwer zurück I und die Hände wurden schlaff. I
„Stören Sie sie nicht," sagte Ehesleigh. Sie I hatte in feinen Armen sterben wollen; er wollte I jetzt nicht den Kops aufs Kiffe» gleiten I lasten. . i
„Rufe Re an," hat Mathildes, J[
I Er beugte sich über die Kranke.
I „Ellen," flüsterte er. Keine Antwort. I „Ellen," wiederholte er lauter, und ein leises I Zucken der Lippen verriet, daß |te das Wort I vernommen. Als er zum dritten Male ihren I Namen nannte, schlug sie die Augen auf.
I »Du hast mich zurückgerufen," sagte die j Kranke.
I Die Wärterin kam mit einem kleinen, siloer- I neu Löffel und flößte ihr ein paar starke I Tropfen zwischen die Lippen ein und bemerkte I zu Sir John: „Es war eine Ohnmacht, aber es I ist noch nicht der Tod." -
I „Gott sei Dank," rief er aus und überzeugte I sich, daß die geisterhafte Blässe nachließ.
I „Bleibe bei mit, Artur," bat Ellen, „ich I bin müde, ich möchte schlafen."
I Lord Ehesleigh rührte sich nicht. Das goldige Haupt lag in seinen Armen, und bald verrieten leise Atemzüge, daß die Kranke eingeschlafen war. Nach einiger Zeit trat die Wärterin wieder ans Bett und bemerkte, daß die Stirn feucht war.
„Ich möchte keine Hoffnungen erwecken, Sir John," sagte fie, „aber dies ist ein gutes Zei- I chen. Es ist nicht ausgeschlosten, daß die Aerzte stch doch irren und Ihre Tochter die Krankheit überwindet."
Hoffnung! Welches Glück schließt dies Wort ein, wenn es an einem Krankenbette zuerst wieder Raum gewinnt. Und hier hatte jeder so fest an die Aussage der Aerzte geglaubt, daß keinem ein Zweifel an dem Ausgang von Ellens Krankheit kam. —
Wohl kaum je hatte eine so eigentümliche Nachtwache drei Menschen vereint wie hier, kein Wort wurde gesprochen. Lord Ehesleigh rührte sich nicht und verriet mit keiner Miene, was in feinem Innern vorging. Ellen schlief ruhig weiter, zuweilen öffnete sie die Augen, und wenn fie ihn neben stch sah. flüstette ste etwas von „glücklich sein". Mathiwe kniete am Bette.
So warteten die drei, bis die kurze Sommer« Mcht an Ende war und der Morse» durch die
Paragraph 4 des Gesetzes, betreffend die Ordnung des Reichshaushalts und die Tilgung der Reichsschuld, vom 3. Juni 1906 (Reichs-Eesetzbl. S. 260) vorgeschriebene Tilgung der Reichsschuld für das Rechnungsjahr 1908 anderweit regelt. So notwendig und dringlich der Beginn der Tilgung der Reichsschuld auch erscheint, so geht es doch nicht an, diese Tilgung der Reichsschuld durch Erhöhung der direkten Steuern oder durch Aufnahme von Anleihen in den einzelnen Bundesstaaten zu bewirken. Letzteres ist aber die unabwendbare Folge eines Etats, der nach dem Entwürfe die Bundesstaaten mit mehr als 124 Mill. dl ungedeckter Matrikularbeiträge belasten soll. So unerfreulich auch die Möglichkeit einer Hinausschiebung des Beginns der Schuldentilgung erscheint, so ist doch die vorgeschlagene Regelung angesichts der unerschwinglichen Belastung der Bundesstaaten insoweit geboten, bis die in der Denkschrift in Aussicht gestellte und vor- behaltene Entlastung eingetreten ist.
Im übrigen schließt der Gesetzentwurf sich nach Form und Inhalt dem zuletzt ergangenen gleichartigen Gesetze vom 17. Mai 1907 (Reichs- Gesetzbl. S. 155) an.
Paragraph 5 stellt den Besoldungsetat für das Reichsbankdirektorium auf 194 309 dl fest.
Paragraph 6 verweist auf den Servistarif.
Paragraph 7 betrifft das ostasiatische Detachement.
M Er trat an das Bett und nahm ihre Hand M in die feinige. Sie sah ihn unverwandt an.
„Hat es Dich überrascht, daß ich Dich lieb i habe?" fragte ste. „Ich hätte es nie verraten, aber ich mutz ja sterben, und da sollst Du es wissen, daß ich Dich über alles liebe."
„Armes Kind," sagte Lord Ehesleigh.
Ein Lächeln spielte um ihre Lippen.
„3a, es ist wunderbar," bemerkte fie, „ich habe Dich so lieb und muß Dich verlassen. Aber Du gibst mir Deine Hand und Deinen f Namen, und droben im Himmel, wo die, welche einander hier geliebt haben, sich wiederfinden, da werden wir uns auch angehören."
Wie hätte er diesen holden Traum zerstören können! Eine selige Hoffnung auf diese Zukunft oerklärte die Züge des Kindes.
L i „Du darfst mich nicht vergessen, Artur!" r? „Nein, ich werde Dich nie vergessen," ant- 1 wartete er, und seine Stimme war heiser vor ■Aufregung.
„Ich sterbe nicht gerne so jung, wo das Leben doch so schön, so innig ist," fuhr Ellen nach einer Pause fort, „aber wenn ich gesund geblieben wäre, hätte ich wohl nie den Mut gesunden, meine ach, so heiße Liebe zu offenbaren; und daß ich dies noch gekonnt, erleichtert mir den Abschied vom Leben. Halle meine Hani fest, damit ich nicht sterbe, ehe der Geist- j «che kommt, um uns für immer zu vereinen — «ch, nein, nur für Stunden."
rtiefe Erschöpfung folgte diesen mit Muhe gesprochenen Worten. Ellen lag blaß und regungslos, nur ihre Hände klammerten fich fest I *m die Lord Ehesleighs. Eine — zwei Stun- I x.en vergingen, die Nacht brach herein und end- I «ich kam der Geistliche. Er fand es richtig daß I Der Wunsch der Sterbende» erfüllt würde' und j
Erscheint wSchrutllch sieben mal.
Druck und Verlage Joh. Slug. Soch, UniverfitätrEuchdruckerel 42. Jahrg.
Marburg, Markt 2L — Telephon ob.
mögenssteuer nur alle drei Jahre. Der drei, jährige Turnus fetzt wieder mit dem Jahre 1908 ein, sodaß fich also Vorbereitungen auch nach dieser Richtung nötig machen. Sie werde» bereits eingeleitet. Mit der Aufforderung a» die Zenfiten mit Einkommen von über 3000 <* wird auch diesmal wieder eine solche zur Angabe des steuerbaren Vermögens zum Anfang des nächsten Kalenderjahres erfolgen. Während die letztgenannten Zensiten ihr steuerbares Ein, kommen angeben müssen, wenn sie sich nicht Rechtsnachteilen aussetzen wollen, bestimmt bas Ergänzungssteuergesetz nur. daß die Steuerpflichtigen berechtigt sind, vehufs der Veranlagung dem Vorsitzenden der Veranlagungskomnuk- sion ihr steuerbares Vermögen anzugeben cv<t diejenigen tatsächlichen Mitteilungen zu machen, deren die Veranlagungskommission zur Schatzung des Vermögens bedarf. Zur Vermögensanzeige für Personen, die unter väterlicher Gewalt, Pflegschaft oder Vormundschaft stehen, find deren gesetzliche Vertreter befugt. Allerdings sind die Vermögensanzeigen, wenn sie gemacht werden, ebenso wie die Angaben über das steuerbare Einkommen mit der Versicherung zu erstatten, daß ste nach bestem Wissen und Gewissen gemacht werden. Es darf erwartet werden, daß auch für den dreijährigen Zettraum von 1908/10 wie früher von dem Rechte der Vermögensanzeige seitens der Steuerpflichtigen umfassender Gebrauch gemacht werden wird. Auch das Veranlagungsgeschäft, bei dem doch in großem Umfange ehrenamtliche Tätigkeit in Frage kommt, wird erheblich erleichtert, wenn nach bestem Wissen und Gewissen erstattete Anzeigen ihm in umfassendem Maße zu Grunde gelegt werden können.
— Wohnungsfürsorge. Ebenso wie Preußen gibt auch das Reich alljährlich bestimmte Summen zur Verbesserung der Wohnungsverhältnisse der Arbeiter der Reichsdetriebe sowie der gering besoldeten Beamten her. Früher beliefen sich die in den Reichshaushaltsetat eingestellten Betrüge auf 5 Mill. dl jährlich. Seit dem Jahre 1907 ist der Betrag auf 4 Mill. dl herabgesetzt, auch im Reichshaushaltsetat für 1908 ist nur die gleiche Summe vorgesehen. Die Herabsetzung war seiner Zeit damit begründet, daß in den großen Städten, aus denen Forderungen an den Wohnungssürsorgefonds gestellt wurden, während der letzten Zeit der Mangel an geeigneten kleinen Wohnungen abgenommen zu haben schiene. Diese Beobachtung muß auch noch weiter gemacht worden sein, sonst würde nicht wieder der geringe Betrag gefordert sein. An sich ist es erfreulich, daß eine solche Erscheinung zu beobachten bletU. Sie zeigt, daß die Bemühungen, die zur Lösung oes Wohnungsproblems von den verschiedensten Faktoren wie Reich, Staaten, Gemeinden, Versicherungsanstalten, Baugenossenschaften, Arbeitgebern usw. gemacht worden sind, auch Erfolge gezeigt haben, die wenigstens in etwas befriedigen.
Der Reichshaushaltsetat
-schließt nach den Veröffentlichungen der „Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" in Einnahme und Ausgabe ab mit 2 750 058 401 dl (gegen idas Vorjahr 4- 153 666 772 dl). Der ordentlich e Etat schließt in Einnahme und Ausgabe mit 2 484 831156 dl (Z- 145 940 537 dl). Der I In der Denkschrift zum Etat wird ausge- p.erordentliche Etat schließt ab mit führt: Für das Rechnungsjahr 1908 würden die 265 J27«2^ M 7726235 -K). I Matrikularbeiträge die zu ihrer Deckung dienen-
Es betragen rm ordentlicher. Etat die f o r t - den Ueberroeifungett um den außerordentlich
.^uernden Ausgaben 2152154 755 Jt hohen Betrag von 124 256 511 dl übersteigen.
'^r125 526 148 dl), dre einmaligen Ausgaben Abzüglich von 40 Pf. auf den Kopf der Bevöl-
332 676 401 dl (+ 20 414 389 dl). Die fort- I kerung, d. i. von 24 256 511 dl, würde die Erdauernden Ausgaben verteilen sich wie folgt: Hebung des Mehrbetrages von noch 100 000 000
Reichstag dl 2 044 430, Reichkanzler und I -N nach Paragraph 3 des Reformgesetzes vom Reichskanzlei 306 360, Auswärtiges Amt I 3. Juni 1906 auszusetzen sein. Wie bereits in 17 569 032, Reichsamt des Innern 77 278617, I der vorjährigen Denkschrift ausgeführt ist, Verwaltung des Reichsheeres 670 090 339, I haben die verbündeten Regierungen mit oer Reichsmilitärgericht 578 501, Verwaltung der I Feststellung des Etats nicht zum Ausdruck Kaiserlichen Marine 133 SCI 074, Reichsjustiz- I bringen wollen, daß sie zur Uebernahme der un- veowaltg. 2 463 930, Reichsschatzamt 308 483 350, I Deckten, über die Summe von 24 256 511 di Reichskolonialamt 1899147, Reichseisenbahn- I (b. i. 40 Pfg. auf den Kopf der Bevölkerung) amt 434 300, Reichsschuld 146 467 024, Rech- I binausgehenden Matrikularbeiträge im Stande nungshof 1072 746, Allgemeiner Penfionssonds I seien. Eine entsprechende Entlastung durch eine 106 935 550, Reichsinvalidensonds 36 039 449, I weitere Erschließung erhöhter eigener Einnah- Reichspost - und Telegraphenverwaltung I men des Reichs muß daher Vorbehalten bleiber. 544 408341, Reichsdruckerei 7 434 565, Reichs- I Der Entwurf des Etatsgesetzes eisenbahnverwaltung 95 148 000. I stellt in Paragraph 1 Ausgabe und Einnahme
Die einmaligen Ausgaben setzen sich wie folgt I auf 2 750 058 401 dl fest, und zwar: im ordent- zusammen: lichen Etat auf 2152154 755 dl an fortdauem-
Auswäriiges Amt dl 360 950, Reichsamt des den und auf 332 676 401 dl an einmaligen Aus- Jnnern 6 024 000, Reichspost- und Telegraphen- I gaben, sowie auf 2 484 831156 dl an Einnah- vcrwaliung 16 295 488, Reichsdruckerei 87 084, I men, im außerordentlichen Etat auf 265 227 245 Verwaltung des Reichsheeres 127 265 626, I dl an Ausgaben und auf 265 227 245 dl an Ein- Reichsmilitärgericht 1430 000, Verwaltung der I nahmen.
Kaiserlichen Marine 125 989100, Reichsjustiz- I " Im Paragraphen 2 wird der Reichskanzler
Verwaltung 35 000, Reichsschatzamt 2 082 500, I ermächtigt, zur Bestreitung einmaliger außer-
ReiÄskolonialamt 45 768 783, Reichsschuld I ordentlicher Ausgaben die Summe von
505 000, Reichseisenbahnverwaltung 6 832 870. I 260 506 091 dl im Wege des Kredits flüssig zu
Die Einnahmen des ordentlichen I machen.
(Etats bestehen aus folgenden Summen: I Paragraph 3 erteilt dem Reichskanzler die
Zölle, Steuern und Gebühren 1257 931770 | Ermächtigung, zur vorübergehenden Verstärkung •Ä, Abfindungen 100 910, Reichspost- und Tele- I der ordentlichen Betriebsmittel der Reichshauptgraphenverwaltung 644106 700, Reichsdruckerei I kaffe nach Bedarf, jedoch nicht über den Betrag 10 929 800, Reichseisenbahnverw. 125 532 000, I von 350 Mill, dl hinaus, Schatzanweisungen Bankwesen 22 615 000, Verschiedene Verwalt- I auszugeben.
ungseinnahmen 42 652199, Aus dem Reichsin- I In Paragraph 4 ist eine Bestimmung aufge- validrnfonds 36 852 642, Ueberschüsse aus frü« I nommen, der zufolge der zur Verminderung der Heren Jahren 539 300, Ausgleichungsbeträge I Reichsschuld im Etat des Schatzamts eingesetzte 23578 024, Matrikularbeiträge 319 992 811. 1 Betrag insoweit nicht verwendet werden soll,
Die Ausgaben des a u ß e ro rd e n t - I als die im Rechnungsjahr 1908 aufzubringenden lichen Etats verteilen sich wie folgt: I Matrikularbeiträge den Sollbetrag der lleber-
Reichsamt des Innern dl 24 000 000, Ver- | Weisungen um mehr als 40 Pfg. auf den Kopf waltung des Reichsheeres 56 624 300, Verwalt- I der Bevölkerung übersteigen. Hierzu führt die eng der Kaiserlichen Marine 90135150, Reichs- I Denkschrift zum Gesetzentwurf folgendes aus: fclonialamt 8 200 000, Reichspost- und Telegra- 1 In den Paragraph 4 des Gesetzentwurfs ist schenverwaliung 60 000 000, Reichseisenbahnver- I eine Bestimmung aufgenommen, welche die im
mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchbaiu.»
GontttaLsbeilaaetAvuttrirtes Gonntaasblatt. "
Fenster schien. Die Wärterin zog die Vorhänge zurück, und als sie die Züge der Kranken im Lichte des Tages sah, sagte sie zu Sir John: „Es ist eine große Veränderung in den letzte« Stunden vorgegangen. Schicken Sie gleich zum Arzt, die Krifis scheint glücklich vorüber zu fein.“
Sir John verließ das Zimmer, um einen Voten nach London zu senden, und es rühtt« ihn tief, wie alle feine Leute die Freude über die neue Hoffnung mit ihm teilten; einer nach dem anderen kam zu ihm, um sich zu erkundigen, und alle trösteten ihn mit dem Ausdruck ihrer Teilnahme. Es zeigte ihm an deutlichsten, welche Liebe sein teueres Kind im ganzen Hause genoß.
Die ersten Sonnenstrahlen erweckten auch Lady Marstone aus ihrem künstlichen Schlummer, und sie wagte es kaum, die Frage zu tun, die ihr auf den Lippen schwebte.
„Habt Ihr mich schlafen lassen, während fie starb?" sagte sie endlich zu der alten Kinderfrau und wollte es nicht fassen, als diese von der neu erwachten Hoffnung sprach.
„Bcksser, Barbara? Wirklich besser?" rief fie aus. „Ist es auch wirklich wahr?"
Und dann erzählte die alte Frau die ganze» Vorgänge der Nacht.
Lady Marstone wollte ihren Ohren nicht trauen. „Verheiratet!" sagte fie entsetzt. „Barbara, sie ist ja noch ein Kind!"
„Und doch glaube ich, daß diese Heirat ihr das Leben gerettet hat, Mylady. Sie war immer unruhig, als drücke sie etwas, ihre Blicke wanderten unstet umher, jetzt ruht sie so friedlich und ein erquickender Schlaf hat die Krankhett gebrochen. Mylady verzeihen, aber ich glaube bestimmt, sie hat Lord Ehesleigh immer geliebt, und nun wird fie genesen."
„Und er, liebt er fie auch, Barbara?*
„Er heiratete fie doch, Mylady! Wer öneti auch ihr gegenüber kalt bleibe»!“
(Fortsetzung folgt.)
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