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vierteljährlicher Bezugspreis: bet oer Erpv>itio« 2, 32 276 bet allen Postämtern 2,25 M. Bestellgeld).

*'* Inserttonsgebühr: die gespalleneZeileodervereuSlrumlbPfg.'

Nerlamen: die Zeile SO Pfg.

mit dem Kreisdlait für die Kreise Marburg und Kirckkaitt

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Marburg Erscheint wöchentlich siebe« mal.

KIawUaa 04 (DahswKa* 1 nnry Druck mrd Verlag: Joh. Slug. Koch, UniverfitätrMtchdruckera 42. Jghkü, Sronntag, 24. November 1907. Marburg, Markt 21. - Telephon 55.

Drittes Blatt

Fulda

19/33 17,59 43,00

22,04 21,04

18,26

17,18

24,67

8.>,83

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156,00

1,80

1,63

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5,84

4,75

4,25 4,50

145,CO

1,68

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1,55 1,60

1,45 1,85

2,50 5,10

22,56

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45,00

72,50

4,5

~ Marburg und Umgegend.

.Machdruck aller Drtgtnalarhlri ist gemäß $ 18 Ml Urheberrechts nur mit der deutlichen Quollt.Zugabe

, .Oberhejj. Ztg.' gestattet),

Marburg, 23. Novbr.

ä <"r Neue Entfernungskarten. Zur Feststellung her maßgebenden Entfernungen an Stelle der amtlichen Bescheinigung werden gegenwärtig besondere Karten zu denVorschriften über die ^Tagegelder und Reisekosten der Staatsbeamten" Hergestellt. Die Karten werden kreisweise im Maßstabe von 1:75 000 hergestellt und enthalten ^übersichtlich die Grenzen der Katasteramts-Be- izirke, die Eisenbahnen, die Kunststraßen, die ^wichtigeren Gewässer usw. und die Länge der Wege und Wasserstraßen in Kilometern, Um- 'tinge und Mitten der Ortslagen; sie sind der­art eingetragen, daß sie für jchen Reiseweg zu- ; jammengestellt werden können.

* TurchschmUS-reise für Hafer, Heu «ad «trotz. Das Amtsblatt der königlichen Regierung bringt folgende Nachweisung der für die Liefer­ungsverbände des Regierungsbezirks Cassel fest- gestellten Durchschnittspreise der höchsten Tages- Ö für Hafer, Heu und Stroh mit einem slag von fünf vom Hundert, welche für Vergütung der im Monat Novbr. 1907 verab­reichten Fourage maßgebend sind.

. Turchschnittspreise. Wir entnehmen der amt­lichen Tabelle über die Marktpreise an den Garnisons» : orten in dem Regierungsbezirk Kassel für den Monat Oktober 1907 folgende Ziffern:

Marburg, Kassel,

Weizen pro 100 Kg 24,00

Kogge« ... 21,50

Eerste 19,50

Haier » , . 18,50

Erbsen zum Kochen ... 27,00

Spetsebohnen ... 37,50

Linsen 59,00

Ehkartoffeln ... 5,00

Rtchtstroh ... 5,50

Krummstroh , 4,50

Heu ... 6,53

Rindfleisch im ' '

Großhandel r . 155 00

Drsgl. im Kleinhandel

a) v. d. Keule pro 1 kg 1,65

b) vom Bauche ... 1,55

Schweinefleisch 1,60

Kalbfleisch ... 1,53

Sammelfleisch ... 1,70

Peck (geräuch.) ... 1,80

Mbutter ... 2,50

Eier pro 60 Stück 5,23

, Viehseuchen. Im Regierungsbezirk Herr­ichen zur Zeit in folgenden Ortschaften Vieh« suchen: Tollwut: Kreis Hünfeld: Burg- r?un. . Kreis Witzenhausen: Vatterode. «chweiueseuche (Schweinepest^: Stadt- Landkreis Cassel: Nieder- «Dehren, Ihringshausen, Overkaufungen, Erum- Mch, Heckershausen, Wahnhaufen, Harleshausen, «rerz Eschwege: Herleshausen. Kreis Franken« «erg: Schmittlotheim. Kreis Fritzlar: Dissen, yIt5löt, Wabern, Haldorf, Gudensberg, Jes- erg Werkel, Obervorschütz, Ermetheis. Kreis Opperz, Friesenhausen, Hosenfeld, Mrctdenau, Gläserzell, Engelhelms, Kerzell. ^.^?elnhausen: Obersotzbach, Hailer, Wett« »es. Mauswiuket, Meerholz, Kassel, Fischborn,

Bezeichnung des Lieferungs­verbandes.

Haupt­marktort.

Durchschnittspreis pro Eentner

Hafer

i Stroh «14

etabttxeiß Cassel

Cassel

9

25

4

151

3 15

Landkreis Cassel

dgl.

9

25

4

15,

3 15

Kreis Eschwege

Eschwege dgl.

9

02

3

68

3 15

Mtzenhauf.

9

02

8

68

3

15

Fritzlar

Fritzlar

10

50

4

20

3

15

Homberg

dgl.

10

50

4

20

3

15

Ziegenhain

dgl.

10

50

4

20

3

15

Fulda

Fulda

9

71

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68

2

68

, Hünfeld

dgl.

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2

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2.63

Gersfeld

dgl.

9

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2

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2 *63

Schlüchtern

dgl.

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2

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2 ,'63

Ctadikrs. Hanau

Hanau

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2

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Landkreis Hanau

dgl.

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63

Kreis Gelnhausen

dgl.

10

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2

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Hersfeld

Hersfeld

9

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3

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Hofgeismar

Hofgeismar

9

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3

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. Wolf Hagen

dgl.

9

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» Marburg

Marburg

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Kirchhain

dgl.

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Frankenbg.

dgl.

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» Notenburg

Rotenburg

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» Melsungen

dgl.

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Rinteln

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, Schmalkld.

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Schmalkld.

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4

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Hettersroth, Eidengesäß, Rothenbergen, Mernes, Gassen. Stadtkreis Hanau: Hanau. Landkreis Hanau: Windecken, Bruchköbel, Großkrotzenburg, Hüttengesäß, Dörnigheim, Fechenheim. Kreis Hofgeismar: Grebenstein, Beberbeck, Immen­hausen Friedrichsfeld, Carlshafen, Hofgeismar, Hohenkirchen, Stammen, Langenthal, Fürsten­wald, Martendorf, Oftheim, Trendelburg, Ober­försterei Carlshafen, Veckerhagen, Schachten, Vaake. Kreis Homberg: Lendorf. Kreis Mar­burg: Hassenhausen. Kreis Melsungen: Span­genberg. Kreis Grafschaft Schaumburg: Rum- beck. Krankenhagen, Raden, Auhagen. Kreis Schlüchtern: Marjoß. Kreis Ziegenhain: Chri­sterode, Weißenborn, Oberaula, Merzhausen, Niedergrenzedach. Eeflügelcholera (Hüh­nerpest): Stadtkreis Cassel: Cassel. Kreis Mel­sungen: Melsungen. Kreis Fritzlar: Obervor­schütz. Kreis Hofgeismar: Helmarshausen. Kreis Herrschaft Schmalkalden: Schmalkalden. In­fluenza der Pferde (Brustseuche): Stadt: kreis Cassel: Cassel. Landkreis Cassel: Voll­marshausen, Obervellmar.

Kirche und Schule.

2s. Braunschweig, 20. Nov. Der 10. Deutsche Fortbildungsschultag wird nächsten Herbst in Braunschweig stattsinden. Vom Vorstand des Deutschen Vereins für das Fortbildungsschul­wesen wurden folgende Hauptvorträge in Aus­sicht genommen: 1) Die Entwicklungsmöglich­keit des deutschen Handwerks; 2) Die Abgrenz­ung zwischen Fortbildungsschule und Fachschule.

Wissenschaft, Kunst Md Leben.

# Schillers Sätet in der Schlacht bei Leuthen. Daß Johann Kaspar Schiller, der Vater unseres großen Dichters, die Schlacht bei Leuchen mitge­macht hat, dürft« wenig bekannt sein. Er ge­hörte nacy derSchles. Ztg." als Fähnrich und Adjutant dem württembergischen Hilfskorps an, das der Herzog Karl Eugen infolge eines mit Frankreich abgeschlossenen Vertrages im Jahre 1757 gegen Friedrich den Großen in Stärke von 6000 Mann ins Feld stellte. Das Korps erhielt seine Feuertaufe bei der Belagerung von Schweidnitz, machte am 22. November 1757 die Schlacht bei Breslau mit und stand in der Leu- thener Schlacht im Verein mit einem bayerischen Korps beim Sagschützsr Kiefernbusch auf dem äußersten linken Flügel der Oesterreicher unter General.Nadasdy, gegen den sich der erste Stoß der Preußen richtete.

Die Württemberger und Bayern wur­den von der preußischen Vorhut unter Wedel über den Hausen geworfen und bei dem allgemeinen Rückzüge, der bald in regellose Flucht ausartete, verlor Schiller fein Pferd; in der Dunkelheit geriet er in einen Morast und hätte dabei beinahe sein Leben eingebüßt. Im weiteren Verlauf« des Rückzuges hatten die Württemberger noch unsägliche Leiden und Be­schwerden zu ertragen; str mußten ungeachtet der rauhen Witterung infolge des Verlustes der Bagage und Zelte unter freiem Himmel kam­pieren und dabei holte sich Schiller ein hart­näckiges rheumatisches Leiden, das die Ursache zu seinem frühzeitigen Tode wurde. Als Schiller nämlich im Biwak vor Schweidnitz, wo den er­schöpften Truppen nach schweren Strapazen eine zehntägige Rast gegönnt war, in einer der kal­ten Nächte erwachte und aufstehen wollte, war ihm der eine Fuß bis über das Knie im Morast eingefroren, und er mußte sich mit warmem Wasser aus feiner unbequemen Lage befreien lassen. Erft im Frühjahr 1758 gelang es ihm, ntit dem Rest des Hilfkorps, welches auf 2000 Mann zusammengeschmolzen war, in die Heimat zu gelangen, nachdem er für die vielen und segensreichen Dienste, die er in schwerer Not so­wohl vermöge seiner Kenntnisse in der Chirur­gie als auch als Helfer in geistigen Nöten durch Vorlesung von Gebeten und Absingung von Liedern bei Feldandachten geleistet hatte, zum Leutnant befördert worden. In Marbach empfing ihn seine Gattin Dorothea, geb. Kodweis, mit dem erstgeborenen Töchter­chen Elisabeth Christophine Friederike, das sie ihm inzwischen am 4. September 1757 geschenkt hatte. Das Zusammensein des Schillerschen Ehe­paares währte nicht lange, nach kurzer llrlaubs- zeit rief die Pflicht den Leutnant Schiller zu kei­nem Regiment das bis zum Ende des Vertrages im Dezember 1758 an den weiteren kriegerischen Vorgängen teilnahm. Im Oktober 1759 führte der geldbedürftige Herzog, der schon wieder einen jener berüchtigten Unterftützungsvetträge ge­schlossen hatte, dem französischen Marschall Brog- lie ein Heer von 12 000 Mann zu. Wiederum mußte der Leutnant Schiller seine Familie ver­lassen und zur Fahne eilen. Und als ihm am 10. November sein einziger Sohn Friedrich ge­boren wurde, erduldete der Vater fern von den Seinen das Ungemach des Krieges. Erst im Mai 1760 konnte der glückliche Vater seinen Sprößling, der einst den Namen Schiller zu den Sternen tragen sollte, ttr seine Arme schlichen.

Bemijchte?.

Schloß Highcliffe, in dem der Kaiser für einige Wochen Aufenthalt zu nehmen gedenkt, ist durch eine unvergleichliche und die denkbar besten klimattschen und sanitären Verhältnisse ausgezeichnet. Von den Fenstern des Schlosses, dessen nächste Eisenbahnstatton für die Verbin­dung mit London die Station Hilton Admirä an der Bournemouth-Hauptstrecke der London and South Western Railway ist, schweift der Blick über die unmittelbar benachbarte Christ­church-Bucht ju den Needles und zur Nordwest- küste der gleichfalls zu der englischen Grafschaft Hampshire gehörigen Insel Wight und weiter hinaus über den in diesem Teil des Kanals be­sonders lebhaften Schiffsverkehr. In einiger Entfernung westlich liegt der Flecken Christ­church dahinter ragt der jedem Besucher der In­sel Wight vertraute Turm des bekannten See- badottes Bournemouth auf. Im Osten, bei der alten Stadt Lymington, dehnt sich die schim­mernde Fläche des Solent mit Cowes und Os- borne-House aus Wight an seinem östlichen Aus­läufer. Das in vornehmen Formen gehaltene, reich und behaglich ausgestattete Schloß ist er­baut von Lord Stuart de Rothesay, dem Vor­gänger des jetzigen Besitzers Oberst Montagu Stuatt-Wortley. Jedoch stammen manche Teile der inneren Einrichtung noch aus älterer Zeit, als Highcliffe noch int Besitze der Familie des frühem englischen Premierministers Lord Bute war. Eesteinszertrümmerungen und Abbröck­lungen des Uferrandes, hervorgerufen durch Un­terspülungen, ließen die Sicherheit des Gebäu­des gefährdet erscheinen, bis ein ausgedehntes Drainage-System und Jlexanpflanzungen dem zerstörenden Element Einhalt geboten. Ein weithin sich dehnender Weg an der Krümmung der Christchurch-Bucht, an der in der kältesten Jahreszeit eine wärmere Temperatur herrscht als selbst in Bournemouth, bietet Gelegenheit zu ebenso erholungsreichen wie interessanten Spa­ziergängen. Ueberhaupt ist der Küstenstrich, an dessen bevorzugtester Stelle Schloß Highttffe und Bournemouth liegen und der von Brighton bis Sidmouth (Grafschaft Devon) reicht, gerade­zu ein Sonnenschein-Dorado zu nennen. Der Strand hat hier durchschnittlich dreimal so viel Sonnenschein wie London und doppet so viel wie .andere, selbst bevorzugte Küsten- und Jnland- plcitze Englands. Ein weiterer Vorzug dieser von Sonne und Seewind durchflossenen Land­schaft, den man sonst nirgends in England und unter derselben Breitenlage vielleicht überhaupt nirgends in der Welt wiederfindet, ist die Gleichmäßigkeit des Klimas. In den Monaten November und Dezember beträgt die Temperatur selten unter 10 Grad C.; nachts geht die Temperatur nicht unter 5 Grad C. her­unter. Im kältesten Monat, im Januar, be­trägt das Tagesmittel der Temperatur immer noch fast 5 Grad C. Und noch eins kommt hinzu. Die oberste Schicht des Bodens in diesem süd­östlichen Küstenstrich bildet der sog. Bagshot« Sand, ein loser, feinkörniger Sand. Er trägt eine besondere Vegetation, namentlich Nadel­hölzer von eigenartiger poröser Beschaffenheit, die die Feuchttgkeit förmlich in sich aussaugen und so eine völlige Trockenheit des Bodens ge­währleisten. Hierin wird von den englischen Aerzten, u. a. von Frederick Trewes, ein ganz besonderer für Rekonvaleszenten, die unter Urn- tänden der Gefahr eines Rückfalles ausgesetzt ind, nicht hoch genug einzuschätzender Vorzug des sog.Sunny South" erblickt. In dieser von der Natur reich begnadeten Gegend will Kaiser Wilhelm einige Wochen in völliger Ruhe seiner Gesundheit und Erholung leben. Möge er das wünscht ihm gewiß jeder Deutscher von ganzem Herzen des heilkräftigen Zaubers froh werden, den dersonnige Süden" an der eng­lischen Küste auszuströmen vermag!

3m Alter von 163 Jahren starb in Briesen die unverehelichte Hedwig Klosnowski.

Schwere Bluttaten. Aus Frankfurt a. Oder wird gemeldet: Der stellenlose Kaufmann * und Invalide Lück aus Charlottenburg, der fity längere Zeit in Wvdelzig (Kreis Lebus) auf­hielt, erstach dort feinen Vater, anscheinend, weil dieser die Herausgabe von Gew verwei« gette, und eine Witwe Kretschmer, Mutter von drei unversorgten Kindern, die dem alten Lück die Wirtschaft führte. Dann verletzte er die Ehefrau seines Bruders durch zehn Stiche in die Brust lebensgefährlich und eine andere Frau leicht an der Schulter. Hierauf begab sich der Unhold nach dem Kirchhof, wo er sich in die Schläfe schoß.

Semeinderatsfitzung. Eemeindevorstand: Also die alte Feuerspritze ist so gut wie un­brauchbar; wer für die Anschaffung einer neuen ist. erhebe die rechte Hand." (Nichts rührt sich, endlich hält einer die Hand hoch.)Na, der Damenbauer geht Euch mit gutem Beispiele vor­an." Die übrigen: ,La, dem fallt Ü» leicht, der hat schon sei' neue» Häusl!"

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Getreide «Wschesrms,r

der Preibberichtstelle des Deutschen Landwirt»' schastSratS vom 12. bis 18. Nov. 1907. |

Von unverkennbar vorteilhafter WirkunU auf den Eetreidehandel war der Umstand, daß die abgelaufene Woche wenigstens keine weitere Verschärfung der Eeldverhältnisse gebracht hat« Dazu kam noch, daß die von der russischen Re», gierung einberufene Konferenz das Gerücht von einem beabsichtigten Ausfuhrverbot Rußlands entstehen ließ. Wenn sich dieses auch als unbe­gründet herausstttlt, so scheinen die vorgeschla­genen Aenderungen der Eisenbahntarife immer­hin einer Erschwerung des Exports gleichzukom­men, ein Umstand, der namentlich für den Rog- genmarkt von weittragender Bedeutung ist. Auf­merksamkeit erregte auch der Ankauf amerikam«' scheu Weizens für Odessaer Rechnung, während! Erwerbungen argentinischen Weizens seitens' rumänischer Händler die ungewöhnliche Lage des internationalen Eetreidegeschästes kennzeich­nen. Das Zusammenwirken dieser Momente be­wirkte, daß die Mättte die ihnen durch die Eeld- teuerung auferlegten Fesseln zeitweise abzustrei« fen vermochten. Daß sich der Berliner Markt befestigenden Anregungen gegenüber besonders empfänglich zeigte, ist übrigens auf die nach wie vor anhaltende Warenknappheit zurückzuführen. Wenigstens haben sick die auf eine Vermehrung der Zufuhr nach beendeter Feldarbeit gerichtetes Erwartungen bisher nicht in dem Maße erfüttt^ wie dies angesichts der allgemein ungenügende^ Versorgung erwünscht gewesen wäre., Er­schwerend fällt dabei ins Gewicht, daß die Nie­derschläge der letzten Woche keine wesentliche Besserung der Flußschiffahrt berbeigefühtt Haven. Besonders fest lag Roggen, dessen zuletzt etwas geschmälerter Preisfortschritt 84 M be­trägt, während Weizen mit einer Besserung von 31/4, bezro. 2V> M folgte. Verhältnismäßig ruhiger war die Geschäftslage in West- und Süddeutschland, aber auch am Rhein, wo bessere Wasscrverhältnisse Aussicht auf größere Zufuh­ren eröffnen. Während Brotgetreide meist überall gute Aufnahme fand, wird über den Ab­satz von Hafer nahezu überall geklagt. Teils er­schweren die Schifiahrtsverhältnisse, teils die Unnachgiebigkeit der Warenbesitzer das Geschäft; besonders schwerfällig gestaltet sich der Absatz nicht ganz einwandfreier Qualitäten. Auch für Mais ist das Kaufinteresse nur gering. Nickt viel lebhafter gestaltete sich der Absatz von Fur- tergerste.

Es stellten sich heute die Eetreidepreise in Mark pro 1000 Kilogr. an den nachgenannten Orten, wobei ba8 Mehr (4-) bezw. Weniger () gegenüber der Vor­woche in Klammern () beigefügt ist, wie folgt:

Weizen Roggen Hafer Berlin 233 (4-3) 212 (-) 188 (-)

Leipzig 228 (-) 217 (4-2) 178 (-2)

Hamburg 215 (-2) 198 (-1) 180 r)

Manndetm 243 (4-3) 219 (4-1*/.) 190 (-)

Frankfurta.M. 222»/, (-) 210 (4-2*/.l 190 (-) .

Bücherschau.

** Eine Frau teilt der anderen gern ihre Er­fahrungen mit und beteiligt sich fleißig am Meinungsaustausch, wozu derHäusliche Ratgeber" häufig Gelegenheit bietet. Re­zepte nützliche Winke, Anweisungen zur Ee» fundheits- und Schönheitspflege füllen det^ übrigen Teil desHäuslichen Ratgebers", der im Verlage Robert Schneeweiß, Berlin W.,' Eisenacherstraße 5, wöchentlich erscheint und zu einem vierteljährlichen Abonnementspreise von 1,95 J*. durch alle Buchhandlungen und Poftan- polten zu beziehen ist. ' p

Das Blaubuch, Wochenschr. für öffentl. Le­ben, Literatur und Kunst, begr. von Kalthoff, herausg. von H. Jlgenstein u. H. Kienzl, (Concordia, Deutsche Verlagsanstalt, Her­mann Ehbock in Berlin W. 50.) Einzelpr. «M. 0.30, Vierteljahr!. «M, 3.50.

Heft 43:Europäertum" von Otto Corbach. Die Wählermassen" von Gustave le Bon.Apo- logettk des gesunden Menschenverstandes" von Prof. Ludwig Eurlitt.Goethes Eewissens- ehe" von Julie Jolowicz.Nervöse Erundtöne" von Aladar Dula.Das Stärkere" von Rarp. nau. ,/Neue Bücher".

Vergrrügimgs-Arrzeifter

Königliche» Theater zu Cassel.

Sonntag, 24. Nov., 7 Uhr:Die Zauberflöte",

Montag, 25. Nov., 7% Uhr:Der Zigeuner­baron".

Dienstag, 26. Nov., 8 Uhr:Salome".

Mittwoch, 27. Nom, 7% ichr:Die goüme Eva",

Donnerstag, 28. Nov., 7 Uhr:Antonius uni Kleopatra".

Freitag, 29. Nov., 6% Uhr:Tristan und Isolde".

Sonnabend, 30. Nov., 7% Ahr:Opfer", »Da« Andere",Die List".

Sonntag, 1. Dez., 2% Uhr:Martha", Uhr;

Prcziosa" ,

Verantwortlich für die Äeou . nr D». Johann.es Ottv in Marburg