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mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirckbaiis. _____________________________ Sottntaasbeilaaer ALrrttrirtss G«m«taa-MajL.
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Rcclmu-m die Zeitz SO Via. Sonnabend. 2d. November 1907. Marburg, Markt 21. - Telephon SS.
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ten seiner Braut widerstehen? Es handelte sich ja schließlich nur um Stunden, dann würde alles beendet sein.
werden. Ich habe zum Pfarrer geschickt, der kann Sie trauen, sobald er kommt, und dann bleiben Sie bei mir, bis es zu Ende ist."
Dann ging er, um Ellen zu benachrichtigen, wahrend Mathilde und Lord Chesleigh langsam folgten. Lord Chesleigh war nicht zufrieden mit der Rolle, die ihm aufgezwungen war. Sein Verstand, fein Ehrgefühl, seine große Liebe zu Mathilde, alles bäumte sich in ihm auf gegen die Erfüllung dessen, was er versprochen hatte aber durfte er anders handeln? Konnte er den Schmerz des gebeugten Vaters vermehren, die Sterbende täuschen und den Bit-
JA. Man darf darauf gespannt sein, wie sich im Etat für 1908 der Matrikularansatz gemäß den Beschlüssen des Bundesrats gestaltet hat. Aber auch danach wird man dis nächstjährige etatsmäßige Belastung der Einzclstaaten kaum berechnen können, da bekanntlich einmal der Reichstag an dem finanziellen Verhältnis zwischen Reich und Einzelstaaten Aenderungen vorzunehmen pflegt, wie vielfach in den letzten Jahren, Nachtrags- und Ergänzungsstats sich nötig machen, die auch auf die Höhe d r Matrikular- ninlagen einen Einfluß äußern. Auf jeden Fall leleuchtet das finanzielle Verhältnis zwischen Reich und Einzelstaaten die Frage, ob der Etat
Als sie Lord Chesleigh sah, flog ein leichtes f Rot über ihre blaffen Wangen und die Hand < bebte, die sie ihm entgegen zu strecken versuchte.
Erledigung zugeführt werden kann. Die Aufstellung der jetzt noch giltigen Versicherungs-Bedingungen vom Jahre 1886 hatte mehrere Jahre in Anspruch genommen.
— Das Reich und die Einzelstaaten. Aus den bisherigen Veröffentlichungen der Reichshaus- haltsetatspofitionen läßt sich das finanzielle Verhältnis der Eiuzelstaa- t e n z u m R e i ch e, wie es für 1968 gedacht ist, wenigstens nach einer Seite erkennen. Man ist, wie uns ans Berlin geschrieben wird, im Stande, die Summe zu ersehen, die den Einzelstaaten an Ueberweisungssteuern zugedacht ist. Rach der bekannten lex Stengel fließen jetzt den Einzel- paaten vom Reiche die Maischbottichsteuer, die Vranntweinverdrauchsabgabe und ein Teil der Stempelabgaben zu. Die erstere Steuer ist in den Etat für 1908 mit 8,6, die zweite mit 108,2 und die dritte mit 80,9 Millionen JA eingestellt. Insgesamt beträgt demnach die Summe der den Einzelstaaten für 1908 zugedachten Ueberwei- sungssteuer 197,7 Millionen JA. Im laufenden Finanzjahre beläuft sich der Etatsansatz der Ueberweisungssteuern auf 201,6 Millionen JA, wovon 14,5 Millionen auf die Maischbottich- sieuer, 102,3 Millionen auf die Brcmntweinver- brauchsabgabe und 86,8 Millionen JA. auf die Reichsstempelabgaben kommen. Den Einzel- stcaten find demgemäß für das nächste Finanzjahr vom Reiche rund 4 Millionen Jl weni»
„Haben sie Dir gesagt, daß ich sterben muß?" i flüsterte die Kranke. j
Er «ar tief gerührt, und all sein Unmut verschwand. So jung und schön wie sie war, . sollte sie schon mit dem Leben abschließen!
„Ja, Ellen, ich weiß alles," erwiderte Lord > Chesleigh, .
(Fortsetzung solgt^
Deutsches Reich.
— Vereidigung der Marinerekruten. Kiel, 21. Rov. Im Exerzierhaufe der 1. Matrosendivision erfolgte heute Mittag in Anwesenheit des Prinzen Heinrich, ferner des Kommandanten der Marinestation der Ostsee Vizeadmirals v. Prittwitz und Eaffron, sowie zahlreicher Marineoffiziere die feierliche Vereidigung der Rekruten der Marine. Vor der Eidesleistung tzrelten die Stationspfarrer beider Konfessionen Ansprachen. Prinz Heinrich brachte ein Hoch auf den Kaiser aus.
— Klassenlehrer beim Kultusminister. Eine Abordnung der Klaffenlehrervereine ist kürzlich von dem llnterrichtsminister Holle empfangen worden. Ueber das Ergebnis dieser Audienz berichtet die „Köln. Ztg.": „Der Minister hat die Ansicht geäußert, daß der Rektor nicht den Vorgesetzten hervorkehren möge. Er faffo seine Stellung dann richtig auf, wenn er sich als Mitarbeiter betrachte und in freundlichem Verhältnis zu den Lehrern stehe. Der Minister hat seine Bereitwilligkeit erklärt, in eine Prüfung darüber einzutreten, ob. die bestehenden Instruktionen ein solches Verhältnis gewährleisten. Auf den Hinweis, daß die Lehrarbeit in der ersten Klaffe durch das heute herrschende Vertretungssystem und die teilweise Einführung des Fachunterrichtes leide, hat der Minister erklärt, daß auch einer anderen Lehrperson das Ordinariat der ersten Klaffe übertragen werden könne. In der Besoldungsfrage hat er die Notwendigkeit einer Aufbesserung zugegeben und versprochen, alles zu tun, was in seiner Kraft stehe. Die verschiedenen Wünsche würden einer eingehenden Prüfung unterzogen."
. c,-, «es««» Rrichöschuld betrug am 1. Ok-
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— Der Reichstag nimmt am heutigen Freitag Nachmittag 2 Uhr seine Arbeiten nach einer Pause von 6 Monaten und einer Woche wieder auf. Auf der Tagesordnung der ersten Sitzung nach der Pause, der 55. der 12. Legislaturperiode, stehen noch Petitionsberichte und zwar 26 an der Zahl, von denen aber nur wenige heute zur Besprechung gelangen werden.
— Berficherungssesetzgebung. Es ist anzunehmen, daß der Reichstag im ächsten Tag- ungsabfchnitte den Gesetzentwurf über den Ver- s'cherungssei ra^ annehmen wird. Infolge deffen roirl. sich ehe Neuredaktion d allgemeinen Versit,ert.ngrbedingungen der Feueroersicherungsgesellschaften notwendig machen. Dem Vernehmen nach wird die Vereinigung dieser Gesellschaften die Vorarbeiten dafür schon dem- rächst in Angriff nehmen damit nach Verab-
an3»/,prvz. Schirldverschrnbunifen 1880000000 Mk.
• ovroz. Schuldverschreibungen
e 3'/,proz. Sckratzanweisungen
, 4proz. Schatzanwelsungen
(SZaäifreed verdaten.)
Unter der Maske.
Roman von Lady Georgina Robertson. (Fortsetzung).
— Deutsche Justizstatistik. Die Zahl der anhängig gewordenen ordentlichen Proz^se betrug bei den Amtsgerichten 1881: 950 502, 1890: 1125 343, 1900: 1581264, 1904:1859 362, 1905: 1882 496; bei den Landgerichten: 1881: 115 351, 1890: 126913, 1900: 197 772, 1904 : 231 477, 1905 : 238 040. Daneben ist noch zu berücksichtigen, daß zur Entscheidung gewerblicher Streitigkeiten seit 1890 bezw. 1902 die Ee- w rbe-Eerichte, seit 1. Januar 1905 die Kaufmannsgerichte einen ziemlich erheblichen Teil von Prozeffen den ordentlichen Gerichten abneh- tnen. Im Jahrs 1905 waren bei den bestehenden 406 Gewerbegerichten 110 604 Rechtsftreitig« leiten anhängig geworden, bei den vorhandenen 227 Kaufmannsgerichten 14285 Rechtsstreitigkeiten. — Wechselprozesse waren bei Amtsgerichten und Landgerichten zusammengenommen anhängig geworden im Jahre 1881:
„Mein Lieb" sagte er zärtlich, „Du hast Tranen tn den Augen, sprich Dich doch aus Ich will ja gern alles tun, was Ihr, Du und die. Kranke, von mir verlangt."
„Wir müssen bedenken, daß sie nicht ahnt daß wir beide einander lieben und verlobt sind " entgegnete Mathilde. „Ellen liebt Dich von Herzen, sie weiß, daß sie nur noch einige Stunden zu leben hat und diese möchte sie Dir angehören als — Deine Frau."
„Als was?" tief er entsetzt aus.
„Als Dein Weib," wiederholte sie. „Es ist eine so kindliche Idee, so einfach und traurig. Sie möchte, daß der Name Ellen Chesleigh auf ihrem Grabe stände."
, Chesleigh sah mit einem so unverhohlenen Erstaunen auf seine Braut, daß diese verstummte. Endlich sagte er:
„Aber Mathilde, Du solltest doch meine Frau werden, nremand auf der Welt außer Dir'"
Sie sah verlegen vor sich nieder.
. „Ich könnte es später werden," versetzte sie „Keiner anderen würde ich Dich überlassen aber dies ist ein so besonderer Fall. Du gibst einem sterbenden Kinde für einige Stunden Deinen I Aamen. Morgen um diese Zeit ist sie nicht I '"ehr, und der Gedanke, ihr das Ende nicht er- I leichtert zu haben, würde uns später schmerzen " I
„Und doch verstehe ich Dich nicht, Mathilde I Du, meine Braut, kannst nicht ein solches An- stnnen an mich stellen." I
„Ich tue es dennoch, Artur. Vor uns liegt I ^elleicht ein langes Leben, Jahrs des Glücks vurch unsre Liebe verschönt. Ich bitte Dich, I Mens Wunsch zu erfüllen, aber ich gebe zu, I *ftß es mir bitter schwer wird." i
Er wurde ruhiger, als er das Krankenzimmer betrat. Nie im Leben hatte er ein so rührend liebliches Bild gesehen, wie jetzt. Ellen lag friedlich in ihren Kissen, das goldige Haar fiel in Locken über ihre Schultern und die dunkelblauen Augen glänzten im Fieber. Als sie Lord Chesleigh sah, flog ein leichtes '
schiedung des dem Reichstag vorliegenden Es- . günstig oder ungünstig ausgefallen ist, weil man sctzos übe.- den Versicherungsvertrag diese wich- I im Reiche keinen Fehlbetrag kennt, vielmehr tige Aufgabe, bei der die Mitwirkung von Ver- I clles, was die Retchseinnahmen zu decken nicht tretern der Verficherungsunternehmer vorge- | im Stande sind, auf die Einzelstaaten abgewälzt sehen ist, mit tunlichster Beschleunigung ihrer j werden kann.
I L°r5 CHeslergh antwortete nicht. I kehrte und hörte, daß Lord Chesleigh de«
| leb ihn nnt einem schmerz-- I Wunsch der Sterbenden zu erfüllen bereit war.
I erfüllten Blick an, daß Mathilde sich abwandte. I reichte er ihm beide Hände und sagte warm;
„^„können es nicht abschlagen. Sie dürfen I „Danken kann ich Ihnen nicht, aber bete« es mcht, sagte er, „es wurde grausam sein. Ich I will ich für Sie, daß der Himmel Sie belohne» I 5CJC wich mit schwerem Kampfe darein gefun- I möge. Mein armes Kind wird noch ein letzt - I ,mem Kind verlieren zu müssen, aber ich I Glück empfinden, ihr letzter Wunsch wird erfüll konnte den Gedanken nicht ertragen, daß sie vor 1 -- --- ~--f- < ..... 1
I ihrem Ende noch eine so bittere Enttäuschung I hätte. Ich bin ein reicher Mann, meinen I ganzen Besitz möchte ich hingeben, wenn Sie mit- I kommen wollten, um meinem Liebling die Stunden seines Todes zu versüßen. Mathilde, hilf
I mir bitten. Er darf nicht nein sagen!" In diesem Moment wurde Sir John von einem
I eintretenden Diener zu seiner Gattin abberufen Dieses leidenschaftliche Flehen des tiefgebeugten Vaters hatte Mathildens Herz mit Trauer und Mitleid erfüllt. Alle Eifersucht,
I aller Schmerz traten zurück, und als sie, mit Lord I Chesleigh allein, sich zu diesem wandte, lag der Ausdruck eines siegreich beendeten Kampfes auf
I ihren edlen Zügen.
„Du wirst einwilligen, Geliebter," sagte sie ruhig. „Ich, die ich dereinst Dein Weib werde, bitte Dich darum, tue es mir zuliebe. Meine Cousine ist mir so sehr ans Herz gewachsen, 1 und das Bewußtsein, daß ihre letzten Stunden getrübt wären, würde mir mein ganzes Leben verbittern. Was macht es aus für uns, dich Du für diese kurze Zeit ihr Mann warst? Glaubst Du, ich würde in Dich dringen, ihr Mann zu werden, wenn ich nicht wüßte, daß Du es nur zum Schein tust, daß es ihr nur das Sterben erleichtern wird und daß ihr Tod schon in wenigen Stunden Dich mir zurückgiebt?"
„Halt ein!" rief er aus. „Weiter brauest Du mir nichts zu sagen. Um keinen Preis möchte ich einen Schatten auf Dein Leben werfen. Ich I will tun, was Du wünschest, aber vergiß nie I daß ich es mit Widerstreben tue." ' I
, Als Sir John nach einige» Minuten zurück- I
lenausfuhrtarife dem Landeseisenbahnrat eint weitere Vorlage über Frachtermäßigung für die Einfuhr von Steinkohlen, Steinkohlenbrikett» und Steinkohlenkoks zugehen lassen. Der Lan- deseifenbaynrat wird um eine gutachtliche Aeußerung ersucht, ob ein wirtschaftliches Bedürfnis a.juer'ennen ist, den R^hstofftarif für Steinkohlen einschließlich Briketts und Koks a) beim Versande von den Seehäfen und bin« n irländischen Umschlagsplätzen oder b) auch tn allen andern Fällen vorüberge.end einzuräumen sind. Zur Erläuterung sei bemerkt, daß der« zeit die Kohlen usw. nur beim Verfluch von in« läirdifchen Eewinnungsstätten zu den Sätzen des Nohstofftarifs gefahren werden, während tn allen übrigen Fällen, also auch für eingeführte ausländische Kohle der erheblich teurere Spezialtarif 3 zur Anwendung kommt.
— Die Sozialdemokratie und die — Dienstmädchen. Am vergangenen Dienstag fand im Gewerkschaftshause zu Berlin eine von Sozialdemokratinnen veranstaltete Versammlung statt, die sich mit der Lage der Dienstmädchen beschäf- - - - - . , ttgte. Aus allen deutschen Großstädten hatten sich
133 200, 1900 : 282 766, 1901: 330 323, 1902: I „Delegierte" eingefunden, natürlich keineDienst« 320 783, 1903 : 310 205, 1904 : 308 518, 1905: I mädchen, sondern sozialdemokratische Agitato« 305 646. Während bis zum Jahre 1901 eine un- I rinnen. Man klagte hin und her über die bis» unterbrochene Zunahme sich erkennen läßt, I herigen Mißerfolge, ohne jedoch ein Allheit- seitdem die Wechselprozeffe erfreulicher- I mittel für die Zukunft zu finden; auch auf die werfe ständig abgenommen. I Eeneralkommission der Gewerkschaften, die den
— Förderung der Luftschiffahrt aus Reichs- I Dienstbotenorganisationen Steine in den Weg mittel«. Stuttgart, 20. Nov. Wie der | gelegt haben soll, fiel mancher Seitenhieb ab. „Schwöb. Merkur" erfährt, hat die Reichsregie- I Nach langen Erörterungen wurde natürlich eine rung sich entschlossen, noch als Nachtragsetat für I in sozialdemokratischem Geiste gehaltene Resolu-
v , 1907 400 000 JA zu fordern, um den Grafen I tion angenommen.
9 e ^ba^t? als im Jahre 1907. Ob hiermit I Zeppelin in den Stand zu setzen, so schnell als I :
e.ne Verschlechterung oder eine Verbesserung für- T möglich mit dem Bau seines neuen großen Luft- | bte Einzelstaaten verbunden ist, wird aber erst schisses zu beginnen. Dieser Bau soll so be- I Allölülld.
ju ersehen sein, wenn man erfährt, wie hoch die I schleunigt werden, daß er bei Eintritt der gün- I ** Der östereichische Ackerbauminister Sher ^"E^en fern werben, bte für das stigen Witterung fertig ist. Von dem Ergebnis I die Lebensmittel-Verteuerung. Wien, 19. Nov.
aebüibe? merben Sn mtt dem neuen Luftschiff zu unternehmenden Im Abgeodnetenhause wiesen bet fortgesetzter
S£ 1007 belauft sich Probefahrten, bei welchen die vom Grafen Verhandlung der Dringlichkeitsanträge betreff, lularumla^en^ui LW 6 in Aussicht gestellten weiteren Erfolge die Lebensmittelverteuerung die agrarischen
tularumlagen auf 2W,6 Millionen .ü, dre Drsie- nachgewresen werden sollen, wird es abhängen, I Vertreter, darunter Fürst Auersperg die ®e» Lngunsten^^ °b die im Etat des Reichsamtes des Innern für hauptung zurück, daß die Landwirte an den
tingunjten der Crn,eiftaaten auf rund 88 Mrll. | 1908 beantragte Summe von 2 150 000 JA zum | hohen Lebensmittelpreisen schuld tragen. Acker- Ankauf des ganzen Zeppeliuschen Unternehmens I bauminister Dr. Ebenhoch enttoickeüe unter gro« verwendet wird. In dieser Summe sind die Bar- I ßem Beifall sein Programm. Er betonte be« auslagen des Grafen Zeppelin, sowie eine angs- I innigen Zusammenhang zwischen Landwirtschaft messens Entschädigung für seine nunmehr zehn» I und Industrie und erklärte, er werde es für ei« jährige Tätigkeit enthalten. Der Standpunkt I Unglück halten, wenn die Interessen beider Pro» der Reichsregierung wird in einer dem Etat des I duktionszweige in einen derartigen Widerspruch Reichsamtes des Innern beigefügten Denkschrift I gerieten, daß eine Einigung nicht möglich wäre, bargelegt werden. I Er, der Minister, werde es als eine persönliche
— Herabsetzung der Kvhleneinfuhrtaeife. I Ehrenpflicht betrachten, mit allen Mitteln für Berlin, 19. Rov. Der Minister der öffent- I die Landwirtschaft und für die Interessen' des .ichen Arbeiten Hat, wie die „Tägl. Rundschau" I deutschen Bauernstandes, der die Grundlage der melbet, mit Berücksichtigung der herrschenden I Deutschen Oesterreichs bilde, einzutreten, mit «.ohlenknappheit und Kohlenteuerung im An- I gleicher Gewissenhaftigkeit bet Fürsorge aber an die Vorlage über Aufhebung der Koh- I auch die Bauernschaft des gesamten Staates zu
I „Ich kann nicht einwilligen," erwiderte er. ' 1 „Ich gebe mich nicht dazu her, Komödie zu I spielen, ich würde meine Selbstachtung dabei I verlieren. Das arme Kind tut mir leid, ich I würde gern etwas tun, um ihr das Ende zu er- I leichtern, aber dies nicht, Mathilde! Dringe I nicht weiter in mich." | „Ich muß es dennoch tun," beharrte sie. „Ts I ist ja nur für wenige Stunden. Wenn ich es I ertragen kann, mußt Du es auch können, ich I leide mehr als Du. Bedenke, sie ist so jung und I liegt im Sterben."
„Nach meiner Ansicht sollte eine Sterbende an ander Dinge denken."
Mathilde sah ihren Verlobten vorwurfsvoll an. „Du verstehst Ellen eben nicht," sagte sie. „Wenn die leiseste Hoffnung auf Genesung wäre, hatte sie geschwiegen. Jetzt wünscht sie, in dem Himmel, von dem sie träumt, mit ihren Lieben in greifbaren Beziehungen weiter zu leben. Es ist die Phantasie eines Kinoes." „ ..Ich gehöre Dir und nicht ihr," entgegnete Lord Chesleigh kühl.
Mathilde brach in Tränen aus.
„Es ist mir ja selbst so schwer, so namenlos schwer, und doch muß ich darum bitten. Sie i hat es sich nun einmal in den Kopf gesetzt, daß sie nur friedlich sterben kann, wenn sie Deine Hand hält. Du kannst ihr die Furcht vor dem Tode nehmen. Artur, Du mußt einwilligen, ich kann ihr keine ablehnende Antwort bringen.“ I Sie brach plötzlich ab, denn die Türe wurde I geöffnet und Sir John trat ein. - I
Der alte Herr kam auf die beiden zu, der I Kummer hatte tiefe Furchen in seinem Antlitz gezogen. Schwer legte et die Hand auf Lord < Chesleighs Schulter. |
„Meine Nichte hat mit Ihnen gesprochen?" begann er zögernd. „Das Kind hat Sie seit langem geliebt und möchte Ihnen im Tode angehören. Arme, kleine*Ellen! Sie werden ihren Wunsch doch erfüllen?"
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