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mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und KirckLaiu^

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Zweites Blatt

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Hoffnungen waren bisher fehl- geschlagen

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Rang im Kampfe sie nach Wahrheit, nach des Glaubens reinem Licht, St. Elisabethenkirche, die wir heut im Schmucke schaun,

Möcht zu ihrem Ruhm und Preise, sie stets blüh« in Hesiens Eaun.

Die Geschlechter werden kommen, gehen, sinken in den Staub,

Doch die Kirche groß und mächtig wird nicht sei der Zeiten Raub.

Darum bleibe es eine Ehrensache, daß wir nicht den 700. Geburtstag der frommen Land­gräfin so vorüberge!)en lassen, ohne dieses Tages durch eine entsprechende Feier würdig gedacht zu haben, denn durch Elisabeth ist Marburg zu dem geworden, was es jetzt ist.

Weißt Du's, o Stadt, wer gab Dir Leben? Wer hat Dir Ruhm und Glanz verschafft? Wer ließ Dich auf zum Himmel streben, Von wem empfingst Du Saft und Kraft?

Ja Marburg, Du hast es zu danken

Der Landgräfin Elisabeth,

Sie pflegte hier die Armen, Kranken, Im Haus, wo jetzt die Kirche steht.

Elisabeth gab Dir das Leben

Und hat Dir Marburg Ruhm verschafft, Sie half Dir auch zum Himmel streben Und war die Wurzel Deiner Kraft."

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edle Fürstin ein. Treu im Glauben, fromm im Wandel war ihr

Leben reich erfüllt. Sie die Mutter ihrer Armen, deren Zähren sie gestillt.

In der Hebung strenger Buße, in des Wachs* tum» Keil'ger Pflicht,

/ v Verantwortlich für die Reda . .m:.

J ' 5>t, Johannes Otto in Marburt,;

Zur 600jährigen Erinnerungsfeier der St. Elisabethkirche.

Don St. Elisabethkirche hallte feierlicher Klang

Und zu ihres Festssweihe tönen Hymnen und Gesang.

Sechs Jahrhundert hinsanken in das Meer der Ewigkeit,

Mit dem Bau gegründet wurde, er ein Denk-

Erscheint wöchentlich siebe« mal.

Druck imb Verlag: Joh. Aug. Koch, UniverMS-Buchdruckttci 42. Jahrg.

Marburg, Markt 21. Telephon 55.

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Marburg

Dienstag, 19. November 1907

Durchfahrt durch den Bahnhof Drensteinfurt zum Halten gebracht. Es ergab sich, daß in dem letzten Abteil des letzten Wagens die Notbremse gezogen war. In dem Abteil, dessen eine Fensterscheibe zertrümmert war, lag ein allein reisender Herr langgestreckt auf dem Boden, der nach einiger Zeit dem Zugpersonal erklärte, er sei von einem während der Fahrt zugestiegenen jeirn überfallen und seiner Barschaft von etwa 35 Mark beraubt worden. Das Nebenabteil, zu dem eine Verbindungstür führte, war von einem Herrn nebst zwei Damen mit zwei Kin­dern besetzt, die von dem Vorfall nichts bemerkt haben. Der Staatsanwalt hat Ermittelungen nach dem Täter eingeleitet; auf seine Ergreifung hat die Eisenbahndirektion eine Belohnung von 300 Mark ausgesetzt.

Bielefeld, 16. Nov. Heute Nachmittag 2*4 Uhr engleisten einPackwagen und vier Personen­wagen des Personenzuges Nr. 213 der Richtung Hamm-Hannover bei der Einfahrt in den Bahm Hof Ahlen (Westfalen). Personen wurden nicht verletzt, Der Verkehr wird durch eingleisigen Betrieb aufrecht erhalten. Die Ursache ist noch unbekannt, die Untersuchung ist eingeleitet morden.

Köln, 16. Nov. Die Stadtratwahlen der 2. Klasse ergaben einen Sieg des Zentrums« Die Stimmen des Zentrums schwanken zwischen 3566 und 3805 Stimmen, die der Liberalen zwi­schen 3333 und 3534 Stimmen. Die Liberalen verlieren drei Mandate und somit die Mehrheit im Stadtrat. Das Zentrum verfügt bis jetzt über 25, die Liberalen verfügen über 20 Man­date.

Kreuznach, 14. Nov. Das Hotel Terminus, das erst seit einem Jahre in Betrieb ist, ist in Konkurs geraten, nachdem ein angebotener Zwangsvergleich des Inhabers mit 20 Prozent abgelehnt worden war. Den Aktiven in Höh« von 153 225 Jl stehen 177 000 Passiven gegen« über. 152 000 J*. vorberechtigte Hypotheken­forderungen sind dabei zu befriedigen.

Karlsruhe, 16. Nov. Die Parfümerie- »nd Seifenfabrik Wolff u. Sohn stiftete anläßlich ihres 50jährigen Geschäftsjubiäums 50000 .4 für Wohlfahrtseinrichtungen und verteilt^ außerdem 30 000 Jk an ihre Beamten und Ar­beiter.

Masten besetzt, an deren Spitze farbige Wimpel flatterten, lleber dem Portale hing eine Stand­arte mit dem Ordenskreuze.

Als sich der Festzug unter Anführung des Turnlehrers Schneider und dem Komiteemit- glieds L. Müller dem Portal näherte, wurde dasselbe geöffnet und die feiernden Teilnehmer traten unter den Klängen der Orgel in das Gotteshaus ein. Auf dem mit exotischen Ge­wächsen reich geschmückten Altäre brannten sechs große Wachskerzen, zum Zeichen, daß hier feit 600 Jahren eine Stätte des göttlichen Lichtes und der Anbetung sei. Zu beiden Seiten des Altars hingen über dem Lettner an hohen, an der Spitze mit dem Deutschen Ordenskreuze ge­zierten Fahnenstangen die Wappenpaniere des Gründers, sowie des Vollenders der Kirche, des Landgrafen Konrad und des Hochmeisters Burg­hard von Swanden, mit der Jahreszahl 1235 und 1283.

D.e Chargierten mit ihren Fahnen nahmen in der Nähe des Altars Aufstellung.

Der Festgottesdienst begann mit dem Liede Komm heiliger Geist". Hierauf sangen die Versammelten unter Musikbegleitung den Choral:Jesus Christus herrscht als König".

mal frührer Zeit, Zum Gedächtnis einet Fürstin, baute man die

der Gegenwart. Es freut mich Ihnen LorfiehendeS mittule« zu fönneit und sage 3«nrn gleichzeilig füt die grstzen Vorteile, die mir Ihr geschätztes Bwso«' gebracht hat, meinen besten Dank. Falle Sie beab­sichtigen, von meinen Angaben Gebrauch zu mache«,, gestalte ich Zhnen dies gerne und werde außerüe«: selbst nicht verfehlen, bei jeder sich gebenden Gelege«, heil Ihr Präparat zu empfehlen. Hochachtungsvoll!' Franz Schirmer. Biojon ist in Apotheken, Dro-i gerien usw. da» Paket zu 8 Mk. erhältlich, weichet; für ca. 14 Tage ausreicht. ;

«von Frühjahr 1904 an) litt ich an mrvöfin Brust­schmerzen (bei jeder geringsten Bewegung verspürt« ich eine Art .Knacken' in meiner Brust» verbunden mit großen Schmerz-n), weiche nach Aussage meinet Hausarztes für mich als Wjähriger Mann schwer« Folgen haben könnten, da derartige Leiden in diesem Aller ganz feiten outtreten und den Menschen sehr in Anspruch nehmen. Infolge dieses Nervenleidens verfiel tch in eine stete Mattigkeit, bei der geringste« kleinsten Anstrengung hatte ich schwer zu leiden, so­daß ich mich abends freute, sobald meine Dienst, stunden zu Ende waren und ich dann die erfordert lrche Ruhe hatte. Für Nervenleiden wird nun vtelef empfohlen und ich habe viel versucht; einmal ver, besserte sich mein Zustand etwas, bann verschlechtert, er fiÄ wieder und so ging eS eine ganz geraum« Zett werter, bls ich auf Ihr .Bioson' ausmerksant Wurde. Da alle Hoffnungen, kann ich sagen, bisher fehlgeschlagen waren, machte ich ober trotzdem tnt vorigen Herbst Versuche mit Ihrem Bioson mit Milch zubereitet. Nach Verbrauch des ersten Paketes merkte rch keinen Erfolg. Nach Verbrauch des zweite« Paketes verspürte ich mit einem Male eine Aenverung in meinem ganzen Körper, bekam einen ganz anderen Leben-mut, denn rch war, wie man zu sagen pflegt,' scrsch und fühlte mich wesentlich gekräftigt. Met«, Zustand wurde immer beffer, außer meiner Mattig­keit lleßen auch meine Schmerzen nach, sodaß ich die V-.rwendung deS Bioson nach Verbrauch deS vierte«' Paketes elnstellen konnte. Vor kurzem habe ich eine Nachkur von zwei Paketen gemacht, trotzdem ich tetne' direkte Veranlassung dazu hatte. Mein Zustand hat' sich so gebessert, daß ich jetzt wieder in Gesellschaft gehen kann und am anderen Tage nicht die geringste« Nachtelle habe, was früher aber ganz daS Gegenteil war. Ihr geschätztes Broson ift für mich unentbehr­lich geworden die jetzigen beiden Pakete brachte« mir eine Gewichtszunahme von 3Pfund --- und werbe' ich regelmäßig jedes Jahr zwei Raren machen (Früh­jahr und Herbst), denn ich halte Ihr Bwson für Stärkung und Heilung der Nerven alS bestes Mittel

Treppe zum Vorplatze erhob sich ein reich ver­zierter viereckiger gotischer Baldachin mit der tatse der heiligen Elisabeth auf der Spitze. 8n den vier Feldern waren außer dem Wappen »er Heiligen die Wappen Marburgs, Hesiens E . de» Deutschen Ordens angebracht. Der F* Platz vor der Kirche war mit Fichte» und

Hessen-Nassau und NachSargrbiele.

I Cassel, 16. Nov. Der Aufstchtsrat der Großen I Casseler Straßenbahn-Aktiengesellschaft hat in seiner heutigen Sitzung beschlossen, für das ab-

1 gelaufene Geschäftsjahr eine Dividende von 4A/2 I Prozent vorzuschlagen. - v-.

I Gießen, 16. Nov. Ein schwerer Unglücksfall I ereignete sich gestern Vormittag in der Betriebs- I Werkstatt der Mainweserbahn. Mehrere Bahn- I arbeirer trugen Maschinenteile zwischen zwei I Wagen durch, als unerwartet eine Rangier- I maschine den vorderen Wagen zurückstieß. Der I 62jährige verheiratete Arbeiter Pfeffer aus I Gießen geriet mit dem rechten Arm zwischen die I Puffer. Der Arm wurde vollständig zerdrückt I und dürste verloren sein. Die Sanitätsmann- I schäft brachte den Verunglückten in die Klinik.

I Weickartshain, 16. Nov. Ein bei dem Neu- I bau der Eistenstein-Wäsche hier beschäftigter I Maurer Becker aus Niederohmen stürzte heute I aus einer beträchtlichen Höhe und erlitt starke I Verletzungen im Rügrat. Der Bedauernswerte I wurde in die Klinik nach Gießen verbracht. I Becker wollte heute zum letztenmal für dieses I Jahr als Maurer tätig fein, um alsdann seine I Winteraröeit als Holzhauer aufnehmen zu I können. (Gieß. Anz.) ,

| Frankfurt a. M., 16. Nov. Den Mitteilungen I des Waisen- und Armenamts ist zu entnehmen, I daß hier nunmehr durch das Entgegenkommen I der Gerichtsverwaltung der erste Versuch mit I Einrichtung eines Jugendgerichts gemacht wer- I den soll und zwar in der Art, daß alle Straf« I fachen gegen Jugendliche einem Richter unter« I liegen und diesem zugleich die Funktionen eines I Vormundschaftsrichters übertragen werden.

I Wiesbaden, 16. Nov. Wie die Blätter mel- I den, beläuft sich die Kostenberechnung für die I geplante Automobil-Rennbahn im Taunus von | Lenzhahn nach der Saalburg auf 3 100 000 <M.

I Eisenach, 16. Nov. Zu der geplanten Werra- I Kanalisation teilte Oberbürgermeister Schmie- I der in der Sitzung des Eisenacher Eemeinderats I mit, daß das Eesamtprojekt ausgearbeitet vor- I liegt. Danach hat man die Cesamtstrecke von | Münden bis Wernshausen in drei Teile einge- I teilt. Die erste Teilstrecke Münden-Eschwege I wird 20 Schleusen, die zweite Strecke Eschwege- Eisenach-Hörschel 14 Schleusen und die letzte Strecke Hörschel-Wernshausen 16 Schleusen er­fordern. Man ist allgemein der Ansicht, daß das Projekt ohne Anlegung von Talsperren auszu­führen ist; doch hat man auch eine ganze Reihe von Stellen gefunden, die sich ohne allzu große ! Kosten für die Anlage von Talsperren eignen.

Mit der Regulierung der Hörsel durch Aus­baggerung des Flußbettes und Vergrößerung der Brückenöffnungen wird fortgefahren werden.

Aus Westfalen, 15. Nov. Einen über alles Erwarten hohen Betrag haben die Flurschäden erreicht, welche in diesem Jahre bei den Kaiser- Manöver« angerichtet worden sind. Nach offi­zieller Mitteilung des Landrats Freiherr« von Schorlemer in Warburg betragen diese Schäden auf Grund der amtlichen Abschätzung im Kreise Warburg nicht weniger als 405 000 M. Wenn man bedenkt, das die Kaisermanöver sich über mehrere Kreise, insbesondere Höxter, Hofgeis­mar, das Oberwesergebiet rc. erstreckten, so wird zweifellos der Eesamtschade« mehr als eine Million Mark betragen.

Münster, 16. Nov. (Amtlich.) Am 15. No­vember wurde der Schnellzug Nr. 61, der 11 Uhr 48 Min. Hamm verläßt, und um 12 Uhr 19 Min. tu Münster eintrifft, unmittelbar nach der

Briefes ist amtlich dtklanvigtr Zeih, den 21. Juni 1907. Die Polizei - Verwaltung I. A. Brandh Bolizeifelretsr. Zeitz, den 7. Ium 1907, Schill-rstraße 3. Ich fühlt mich beronlafet, Ihnen Folgendes untzuteilen: Seit einigen Jahres

Vierteljährlicher Bezugspreis; ver oer Expedition 2, TM 979 bet allen Postämtern 2,25 Mr. <,ejcu Bestellgeld).

e/I* tilÄ InsertronSgebühr: die gespaltene Zeile oder oerere N«m» 15 Pftz.

Neelauien: die Zelle 30 Pfg.

Die sechste Slicularseier der Einweihung der St. Elisabethkirche.

Gelegentlich des 700jährigen Geburtstages der heiligen Elisabeth sei hier des Denkmals, das sich über ihrem Grabe erhebt, gedacht. Am 1. Mai 1883 waren 600 Jahre verflossen, daß die St. Elisabethkirche eingeweiht wurde. Ende März genannten Jahres traten eine Anzahl Bürger zusammen und beriefen zum 12. April eine Versammlung in den Markeesschen Saal, in der folgender Aufruf in Betreff einer zu ver­unstaltenden Festlichkeit beschlosien wurde: i An die Bewohner Marburgs!

Eine zahlreich besuchte Bürgerversammlung vom 12. d. M. hat dem berechtigten Wunsche Ausdruck gegeben, es möge zu dieser am 1. Mai d. I. stattfindenden 600jährigen Jubelfeier der Et. Elisabethkirche die ganze Stadt einen der Bedeutung des Tages angemesienen Feftschmuck 1 .. _ . .....

««legen. I Dann folgte eine von Pfarrer Kolbe gehaltene

Dazu reicht es doch nicht aus, daß die Häuser | Altarlithurgie, wobei der hinter dem Lettner beflaggt und mit Fichtenbäumen und Kranz- I aufgestellte Kirchenchor und der Gesangverein gewinden geziert werden, es scheint erforder- I LiedervereinEhre sei Gott in der Höhe" an« lich, auch die Umgebung der Elisabethkirche und I stimmte. Nach diesem fang die Gemeinde. Als- einige bedeutende andere Punkte der Stadt I dann fang der Kirchenchor, es waren 60 Jung- würdig zu schmücken. Besonders wünschenswert I frauen Marburgs, einen von G. V. Funk ge- würde es am Tage des Festtages fein, den wun- I dichteten LobgesangPreis und Anbetung fei dervolle« Bau der St. Elisabethkirche in eiet« I unferm Gott", worauf die Gemeinde das Kirch- Irischer Beleuchtung zu sehen. Hierzu bedarf es I treihliedKommt her ihr Christen voller Freud" vor allem bereitwilliger Geldmittel. I fang und nachher Superintendent Kümmel über

Jene Versammlung hat im Vertrauen auf I das Evangelium des Tages eine Predigt hielt. ®en nie versagenden Gemeinsinn der Einwohner I Nach dieser sang die Gemeinde und ihr folgte Marburgs geglaubt, das für den bezeichneten I der Kirchenchor und Liederverein und sang unter Zweck unerläßliche Vorgehen anbahnen zu I MusikbegleitungLobet den Herr« in seinem dürfen. Sie hat mehrere der Unterzeichner be- I Heiligtum", worauf das Schlutzgebet gesprochen auftragt, tm unmittelbaren Einvernehmen mit I wurde. Unter dem Geläute der Glocken und dem Presbyterium der Elisabethkirche das Wei- I Musikbegleitung und de« Klängen der Orgel tere zu veranlassen. I wurde der 1. Vers von Te deum landamus ge-

Wir werden in diesen Tagen unseren Mit- I fungen, das mit dreifachem Tusch schloß. Hier- vürgern bequeme Gelegenheit bieten, an der I mit war die kirchliche Feier beendet. Zur Er- Eestaltung des Festes sich zu betätigen und dann I innetung an diese Feier wurde auf den Hoch- nach Maßgabe der freundlich uns zur Verfüg- | altar ein prachtvolles Kurzifix gestiftet, wozu vng gestellte« Mittel das Erreichbare zu leisten I die Stadt 1000 Mark spendete.

r- I Die Fortsetzung der Festlichkeiten erfolgte

Marburg, 16. Aprrl 1883. I nachmittags um 5 Uhr, wo in der lutherischen

Prof. Ubbelohde, Mitglied des Stadtrats. I Kirche eine gelungene Aufführung des Ora-

; L. Müller, Fr. Siebert, I toriums von Franz LisztDie Legende der hl.

Mitglieder des städtischen Gemeindeausschusses. I Elisabeth" durch den Akademischen Konzert-

i <_ , Chr. Ritter, M. Kahres, I Verein in Gegenwart des greifen Komponisten

I Mitglieder des Presbyteriums. I stattfand, wobei eine bedeutende Musikkapelle

O. Ehrhardt, E. Müller, I von Gaffel und Mitglieder vom Akademischen

Mitglieder des Akademischen Konzertvereins. I Gesangverein von Gießen mitwirkten. Es war I. K. Schultz, Konrad Schäfer, Fr. Hertzhäuser I für die Musik und die Sänger im Chor der und Otto Heß, Kassierer. I Kirche eine Bühne aufgeschlagen, die über den

Dieser Festtag am 1. Mai, mit welchem von I Hochaltar ragte. .

altersherder Walpurgismarkt in Marburg ver- | Die Direktion hatte der llnw.-Musikdrrektor bunden war, wurde tags zuvor in üblicher Weise | Freiberg übernommen; die Solisten waren:

mittags um 12 Uhr durch Läuten der großen $rI- M. Breidenftein aus Erfurt (Sopran),

Glocke der Elisabethkirche, angekündigt. Die I Frl. Louise Schärnack aus Weimar (Mezzo-

Bürgerschaft war noch eifrig damit beschäftigt Sopran), Herr Fr. Plank /us Mannheim

durch würdige Ausschmückung der Häuser und I (Bariton), Herr Dr. Fr. Tuczek aus Marburg der Kirche« diesen Tag zu einem wahren Fest« (Baß). Weiter war der Akademische Sesang-

tag zu gestalten. I verein durch den Männergesangverein Lieder-

Der Hessische Eeschichtsverein hatte als Vor- I verein verstärkt worden. Die Kirche war bis zum feiet am Abend des 30. April eine jedermann I letzten Platz besetzt. Abends um 9 Uhr er« zugängliche Versammlung in der Aula des I strahlten die Türme und die Nordseite der Gymnasiums veranstaltet, wo Pfarrer Kolbe I Elisabethkirche im elektrischen Lichte (das etwas einen Vortrag über die Erbauung der Elisabeth- I später hätte fein können). Zwei unterhalb der kirche abhielt. Am 1. Mai morgens um 6 Uhr I Augustenruh' aufgestellte Scheinwerfer, welche verkündete ein feierliches Geläute aller Glocken | man zu diesem Zwecke aus Köln verschrieben der Kirchen den Bewohnern der Stadt, daß der I hatte, erfüllten das Versprochene nur halb. Festtag begonnen habe. Um 7 Uhr 'erschallte I Den Schluß dieser Feier, die in würdigster Weise Ehoralmusik vom Schloßturm und wom Turme I verlaufen war, machte die am Anfang der der ElisabethkircheWie schön leuchtet der I Ketzerbach ausgestellte Musikkapelle mit dem Morgenstern" undLobet den Herrn, den mäch- I EhoraleNun danket alle Gott", in deren Klän- tigen König" usw. ' I gen das Publikum mit einstimmte. Damals I

Um %9 Uhr ordnete sich der Festzug auf der I erschien folgendes Gedicht: Ketzerbach, der folgenderweise zusammengesetzt war: Die Kirchenbehörden mit dem Presbyte­rium, die hiesige« Geistliche«, sowie die aus­wärtige« Geistliche« und die Vertreter des Kon­sistoriums, die Universität, das Offizierkorps, die Beamten, die städtischen Behörden und die Bürgerschaft. Die Studentenschaft nahm in folgender Reihenfolge mit ihren Fahnen auf ver oberen Ketzerbach Aufftellung: Germanen, Philippinnen, Pharmacia, Hasio-Nasiovia, Teu-

^ueftfalia, Rhenania, Thuringia, Win­

golf, Hasso-Euestfalia, Wissenschaftliche Vereine, I Kirche auf.

schlossen sich I Daß sie stehe unvergänglich bis zu fernster das Gymnasium und die Reaschule mit ihren Zeitenlauf,

ulomf ank rxi n I lliid es hält ihr Raum umschlossen einen goldnen

stch der Zug zur Kirche, deren Totenschrein,

d" Sn den man zum letzten Schlummer, sargt die