mit Um Kreis-latt für die Kreise Marburg und Kirchkain.
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Marburg
Dienstag, 12. November 1907.
Erscheint wüchentlich sieben mal.
Druck und Verlage Iah. Ang. Koch, Universitätr-Buchdruckerck 42. Jahrg.
Marburg, Markt 21. — Telephon 55.
Deutsche Interessen
in Mesopotamien.
lieber dieses Thema ist uns durch Vermittel- png von Geh. Rat Professor Dr. Th. Fischer- Marburg ein Artikel zugegangen, der eine durch die zuständigsten und zuverlässigsten Kreise im jOrient vorgenommene Berichtigung irrtümlicher Darstellungen enthält, und folgender- jmaßen lautet.
In deutschen Kreisen Bagdads ist die Befürchtung laut geworden, daß eine kiirzli * „Petermanns Mitteilungen" erschienene Bci u- iing des Architekten Ernst Herzfeld aus Ber.t.» in der Heimat falsche Vorstellungen erregen könnte. Herr Herzfeld machte 1905 nach einer zweijährigen Tätigkeit bei den deutschen Ausgrabungen in Mesopotamien eine Reise durch Luriftan, Arabien und Fars, die er in den Heften 3 und 4 der Mitteilungen 1697 geschildert hat. Gelegentlich der Skizzierung des aufstrebenden Handelsplatzes von Nasrlje, der Neustadt von Ahwas am Karunfluß, schreibt er folgendes: „Der Kapitän der „Malaur" (eines Dampfbootes der die Schiffahrt auf dem Karun seit 1888 betreibenden englischen Lynchgesellschaft) war ein Mr. T., einer englischen Familie in Bagdad entstammend, die bereits in der dritten Generation dort heimisch ist. Die Firma Lynch ist übrigens ebenso alt. Das ist bemerkenswert: englische Arbeit hat in diesen Ländern schon eine Historie, daneben alle Fremden als Parvenüs erscheinen. So ist es natürlich, daß bis jetzt Englaird den Handel beherrscht. $n Wahrheit ist auch der Persische Golf mit •Hem, was daran liegt, Schiras, Chusistan, Irak und der arabischen Küste englisch-indische Interessensphäre, und England ist auch die einzige Macht, welche auch politisch diese Länder beherrschen könnte. Dagegen hat Deutschland dort leider gar keine reellen Jntereffen. Es find überhaupt keine Deutschen dort, wie auch im Irak und in Mesopotamien der belgische Konsul, Herr Püttmann, der Inhaber des einzigen deutschen Kaufhauses ist. Heber den Einfluß und die deutschen Inter-sten in all diesen Ländern sind so verkehrte Ansichten verbreitet, daß ich glaube, dies einmal aussprechen zu dürfen.« In einer Anmerkung wird darauf hin- gewiessn, daß seitdem die Hamburg-Amerika- Linie eine Linie nach dem Persischen Golf eingerichtet hat.
Es liegt uns fern, uns gegen wirtschaftliche Arbeit der Engländer int Persischen Golf zu «enden, der Beharrlichkeit und Verdienste, wie Erfolge nicht abzusprechen sind, Erfolge, die durch ihre Stellung in Indien als erste koloniale Macht, im südlichen Asien erleichtert wurden; wohl ober gilt es, einige Tatsachen zu geben, die dem Verfasser obiger Zeilen entgangen sind. Die deutsche Einfuhr nach Basra und Bagdad ist eine viel bedeutendere, als sie dem
A iN-rchdruck verboten.),
Frauenhände.
-. Roman von Erich Friesen, ,f (Fortfetzung).
„Was wissen Sie davon! Ich aber weiß, daß Sie bald einen Talisman nötig haben werden. Das ist der Unterschied zwischen uns: Sie tändeln dahin durchs Leben; ich sehe tiefer. Es ist wahr: ich bin häßlich; aber ich besitze in mir die Macht, zu gewinnen, was ich wahrhaft erstrebe und es festzuhalten, so lange es mir beliebt. Hätte ich gewollt, er hätte mich gewählt, nicht Sie; denn feine Seele besitze ich Bereits durch die Macht der Musik und meines Willens. Meine Seele spricht zu seiner Seele." Mercedes steht auf und beginnt langsam auf und ab zu gehen. „Aber —“ fährt sie, wie zu sich selbst sprechend, fort — „aber ich wollte ihn nicht. Sein Herz gehört einer Toten; ich kann kein halbes Herz gebrauchen. Sie freilich —" wieder umspielt jenes mitleidige Lächeln ihre Lippen —„Sie werden auch mit dem halben Herzen zufrieden fein. Sie sind ein Mädchen wie alle!"
Mit steigendem Unbehagen hat Dolly den monoton dahinfließenden und doch in ihrem Pathos mächtig wirkenden Worten zugehört.
Und plötzlich packt sie eine namenlose Angst.
„Verlaßen Sie mich!" ruft sie mit abwehrend ausgestreckten Händen. „Ich fürchte mich vor Ihnen! Sie müßen wahnsinnig sein, daß Sie so zu mir sprechen!"
Ernst schüttelt Mercedes das Haupt.
„Wir beide werden uns nie verstehen, fieben Sie wohl!"
Rasch, ehe Dolly es hindern kann, befestigt |k das Armband an Dollys Handgelenk und ist gleich darauf hinter einer der vielen Türen ver-
in die Handels- und Verkehrsverhältniße Nichteingeweihten bekannt ist. Das im Jahre 1894 begründete deutsche Handelshaus Berk, Püttmann u. Komp, führt allein für etwa 2 Millionen Mark deutscher Waren ein und hat einen Jahresumsatz von etwa 8 Millionen (Einfuhr und Ausfuhr), ist auch neben der Firma Lynch die erste in Bagdad. Mehrmals schon haben deutsche Handlungsreisende den Platz aufgesucht, so der Vertreter einer süddeutschen Anilinfabrik und der einer Düsseldorfer Eisenwarenfirma. Die Handelsbeziehungen mit Deutschland waren bisher lediglich auf englische und französische SLinien (über Bombay) angewiesen. Im y>-JCL‘x. des letzten Jahres hat die Hamburg- Amerika-Linie einen direkten Dienst mit den Häfen des Persischen Golfes (Basra, Moham- mera, Buschehr, Bahreininseln, Lingeh, Bender- Abbas) begonnen und mit bestem Erfolg. Ende April traf hier in Bagdad die Nachricht der Basraagentur ein, daß für die nächsten drei Dampfer der Hamburg-Amerika-Linie keine Ladung mehr angenommen werden könne. Seit Eröffnung der Persischen Eolflinie hat das früher in Buschehr ansäßige deutsche Handels- hausRobert Wönckhaus u. Komp, sich in Basra etabliert und Filialen in allen von den Dampfern der Hamburg-Amerika-Linie berührten Häfen des Persischen Golfes errichtet. Berk, Püttmann u. Komp, haben an den genannten Orten insgesamt zehn junge deutsche Kaufleute als Angestellte. 1894 wurde ein deutsches Wahlkonsulat in Bagdad begründet, das in rühmlicher Weise durch den in Kreisen der Orientalisten wegen seiner bedeutenden Sprachkenntniße wohlgeschätzten Herrn Richarz vertreten ist. 1905 erfolgte die Errichtung eines deutschen Konsulats in Moßul und kürzlich wurde das Bagdader Konsulat zum Verufskonsulat erhoben. Es steht zu hoffen, daß bald eine Konsularagentur in Basra errietet und die Bagdader Vertretung als Genera^oujUlat den Generalkonsulaten der Großmächte England und Rußland gleichgestellt wird. Daß „Deutschland im Persischen Golf keine reellen Interessen" hat, trifft also nicht mehr zu.
Lettisches Nach.
— Die Kaiserreife nach England. Das deutsche Kaiserpaar hat auf seiner Reise nach London in Vlißingen (Holland) Station gemacht. Die Ankunft erfolgt dort Sonnabend, am frühen Nachmittage. Zum Empfang waren der deutsche Konsul und der Bürgermeister der Stadt erschienen, worauf sich der Kaiser und die Kaiserin sofort an Bord der „Hohenzollem" begaben, die bereits in Begleitung der Kreuzer „Königsberg" und „Scharnhorst", sowie des De- pefchenbootes „Sleipner" vor Vlißingen vor Anker gegangen war. Der Kaiser empfing alsdann den deutschen Gesandten v. Schloezer in Audienz. — In England ist ein glänzender Em- prr.i7 ■T^reTrra-Tr~lTWTii»f i, äfesg e=ä schwanden. Dolly atmet tief auf wie nach einem bösen Traum, als auch der letzte Wagen mit den letzten Gästen davongerollt ist.
Wie sehnt sie sich danach, allein zu fein — allein mit ihrer Mutter und — mit ihrem Bräutigam.
Ihr Bräutigam!!
Dolly fühlt plötzlich, wie ihr Herz rascher zu klopfen beginnt. Ihr ist, als steige es ihr heiß hinauf in die Augen, als rege sich etwas Wundersames, Niegekanntes in ihr. Das keimt und sproßt und blüht . . . Unterdrücktes Sehnen und Verlangen erwacht--
„Nun, Dolly!" sagt Norberts heitere Stimme dicht neben ihr. „Jetzt find wir allein — Gottlob! Wollen wir nicht hinüber zu Deiner Mutter?"
Sie nickt.
Und auf einmal, einem plötzlichen Impulse folgend, nimmt sie seinen Kopf zwischen beide Hände und preßt ihre frischen Lippen auf seinen Mund.
Herzlich, aber vollkommen ruhig erwidert er ihren Kuß.
Einen Moment blickt sie ihn starr an.
Dann schlägt sie die Hände vors Gesicht und rennt davon.
Sie weint — weint heiß und bitterlich — — die ersten Schmerzenstränen in ihrem jungen Leben.
Die Verlobung des Besitzers der Rose-Farm mit Dolly Robinson ist öffentlich bekannt gemacht. Die Karten sind herumgeschickt, di« Vorbereitungen zur Ausstattung getroffen.
Norbert möchte so rasch wie möglich sein liebliches Bräutchen heimführen.
Frau Robinson jebodj erklärt, da» ginge
pfang vorbereitet. Die Londoner „Pallmall Gazette" veröffentlicht einen Begrüßungsartikel mit der Überschrift „Die Hand der Freundschaft". — Die Oxford Universität verlieh dem deutschen Kaiser die Würde eines Ehrendoktors der Rechte.
— Ein Steuerübereinkommen zwischen Preuße« und Seffen. Darmstadt» 9. Nov. Wie die „Darmst. Ztg." meldet, ist vom Eroßh. Ministerium der Finanzen der Zweiten Kammer der Stände ein Gesetzentwurf vorgelegt, die Vermeidung von Doppelbesteuerung betreffend, der bei den Landständen die Genehmigung einer zwischen den beteiligten Ministerien Heßens und Preußens abgeschloßenen Vereinbarung zur Vermeidung von Doppelbesteuerungen, sowie die Ermächtigung für das Finanzministerium nachsucht, mit Bezug auf Personen und Steuerquellen, die der Steuerhoheit mehrerer Staaten unterliegen, Vereinbarungen zu treffen und Anordnungen zu erlaßen, durch die ihre Heranziehung zu den direkten Staatssteuern unter Wahrung des Grundsatzes der Gegenseitigkeit auch abweichend von den im Eroßherzogtum geltenden gesetzlichen Vorschriften geregelt wird. Die Gesetzesvorlage ist im wesentlichen von der Absicht eingegeben, den Zuzug steuerkräftiger Elemente nach Heßen zu fördern und den Wegzug solcher aus Hessen zu verhindern durch Maßnahmen, die solche Personen in Heßen vor einer nochmaligen steuerlichen Belastung des bereits in einem anderen Staate besteuerten Einkommens und Vermögens schützen. Das mit Preußen geschloßene Ilebereinkommen sichert deshalb den in Heßen wohnenden Gesellschaften einer in Preußen besteuerten Gesellschaft mit beschränkter Haftung für ihren Gewinnanteil aus dieser Gesellschaft in gleichem Umfange Befreiung von der hessischen Einkommensteuer zu, wie wenn die Gesellschaft in Heßen besteuert wäre.
— Keine direkten Reichssteuern. Die Mitteilung, daß die Reichsregierung eine Einführung von direkten Reichssteuern nicht beabsichtigt, wird durch eine Rede, die der sächsische Finanzminister Dr. v. Rüger in der Zweiten sächsischen Kammer gehalten hat, bestätigt. Dr. von Rüger führte aus: „Es sei der Wunsch in der Kammer ausgesprochen worden, auch über die Frage der Reichsfinanzreform und über die Beschlüße der letzten Konferenz der bundesstaatlichen Finanzminister in Berlin unterrichtet zu werden. • Er könne hierzu nur mitteilen, daß die Konferenz einen informatorischen Charakter gehabt habe und Beschlüße überhaupt nicht gefaßt worden seien. Eines wolle er jedoch verraten: die verbündeten Regierungen seien völlig einig darin, daß das Gebiet der direkten Steuern den Einzel st aaten überlassen bleiben müsse. Entscheidend dabei sei für die Einzel- ftaaten, daß man ihnen die wirtschaftliche und politische elbständigkeit nehme, wenn das Reich auch in das Gebiet der direkten Steuer eingriffe.
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nicht so schnell. Wenn sie auch nicht über große Mittel verfüge, so solle ihre Tochter wenigstens eine anftändlge Aussteuer erhalten. Vor sechs bis acht Wochen wäre das aber unmöglich.
Und merkwürdig — auch Dolly scheint es mit der Hochzeit gar nicht eilig zu haben.
Ileberhaupt hat das Mädchen sich in letzter Zeit verändert. Nicht mehr hallt ihr silberhelles Lachen durch die niedrigen Räume; nicht mehr tollt und jubelt sie durch Feld und Garten; nicht mehr führt sie ihre kleinen übermütigen Spitzbubenstreiche aus, welche die Mutter sowie den Vormund so oft zur halben Verzweiflung gebracht.
Ernst und gesetzt schreitet sie einher. Das Harmlos-Kindliche aus ihrem Wesen ist geschwunden.
Unter Anleitung ihres Verlobten nimmt sie, sowie Arthur, der sich in der letzten Zeit etwas wohler fühlt, Reitstunden. Und da es den Geschwistern weder an Mut noch an Geschicklichkeit fehlt, so machen alle drei zu Pferde bald weite Ritte durch Wald und Feld.
Dolly sieht zu Pferde herrlich aus.
Wenn die hohe biegsame Gestalt in dem dunkelblauen Reitkleid, wie festgewachsen auf dem Rücken des Schimmels, dahingaloppiert — das liebliche Gesicht gerötet vor Jugendkraft, der lange blaue Schleier im Winde flatternd--
dann blickte Norbert voll Stolz auf feine Braut, und fein Herz pocht stürmischer bei dem Gedanken, daß att diese Anmut und Schönheit bald ihm gehören wird — ihm ganz allein.
Auch Arthur beginnt wieder aufzuleben. Die täglichen Reitübungen tun feinem geschwächten Herzen gut, ohne es zu ermüden. Nur vor Ueberanftrengung hat ihn der Arzt nachdrücklich gewarnt. Er vermeidet deshalb jeden
Die Einzelstaaten seien nicht nur geduldete, sondern notwendige Glieder des Reichsbundes. Durch einen Uebergriff des Reiches in deren Steuersystem diesen Bund zu gefährden, sei sicher nicht ratsam."
— In der Strafsache gegen Harden läßt bi« Staatsanwaltschaft Erhebungen anstellen, bie einige Zeit in Anspruch nehmen dürften. Nach den bisherigen Dispositionen wird die Hauptverhandlung in der zweiten oder dritten Dezemberwoche Jtattfinben. Oberstaatsanwalt Dr Jsenbiel beabsichtigt, sein Reßort vor der Straf' kammer persönlich zu vertreten.
— Zum Unglück auf dem Schulschiff „Blücher". Flensburg, 10. Nov. Gestern nachmittag 2 Uhr 30 Min. erfolgte die feierliche Beisetzung der Opfer der Blücherkata« strophe. Nachdem im Gatten des Earnisor« lazaretts die Trauerfeier stattgefunden hatt.j bei der der evangelische Divisionspfarrer und der katholische Pfarrer ergreifende Worte sprachen, bewegte sich um 3 Uhr der Trauerkondukt nach dem Kirchhofe. Auf dem Wege dorthin bildete die hiesige Garnison Spalier. 12 von den Toten wurden auf 4 Wagen nach dem Fried- Hofe übergeführt, während die Leichen des Obermatrosen Mikan aus Berlin und des Ober- botteliergaft Schrader aus Osterode im Harz in ihre Heimatsorte gebracht wurden. Am Grabe legten der Oberwerftdirektor Admiral ä. la suite v. Usedom im Auftrage des Kaiser» und Admiral v. Prittwitz und Gafften im Auftrage der Kaiserin prächtige Kranzspenden nieder. Außer den zahlreichen Abordnungen der verschiedenen Marineteile von Kiel, Flensburg und Sonderburg nahmen die Vertreter bei städtischen Kollegien und des König!. Seeamts, sowie sämtliche Krieger der Marinevereine an der Beisetzungsfeier teil. — Die „Nordd. Allg Zig." schreibt: Die vorläufige Untersuchung über das folgenschwere Unglück auf der Kaser» nenhulk „Blücher" hat, wie wir von unterrichteter Stelle erfahren, ergeben, daß die Explosion des Backbord-Achteren Keßels durch Bedienungsfehler entstanden sein muß, die anscheinend mit einer Reihe unglücklicher Zufälle in Zusammenhang stehen. Die letzte spezielle Untersuchung de» Blücherkeßels durch Kalt- waßerdruckprobe mit doppeltem Druck hat!» cm 24. Januar stattgefunden und einen befriedigenden Befund ergeben. Der havariert« Kessel war zuletzt vom 1. bis 22. August in Betrieb; er war seither in sogenanntem naßen Zustande konserviert worden. Am Tage de« Unglücks sollte der Keßel wieder von neuem für Dampfheizung und elektrisches Licht in Betrieb genommen werden. Als beim Anheizen die Explosion stattfand, ist vergessen worden, die festgesetzten Sicherheitsventile, die geschlossenen Manometerhähne nach Anzünden des Kessels zn öffnen, sodaß ein Ueberheizen des Kessels eintreten mußte. Durch Explosion infolge zu hohen Dampfdrucks wurde die Stirnwand des Kessels
kühnen Galopp und läßt lieber die Verlobte« vorreiten, in raschem Trabe ihnen folgend.
Auch für heute ist wieder ein gemeinsamer Ritt verabredet.
Doch anstatt Norbert trifft ein Diener aus Rose-Farm ein mit der Meldung, fein Herr liefe» sehr um Entschuldigung bitten, er habe eine A» Haltung und würde erst nachmittags das Fräu. lein Braut und den Herrn Bruder zum Spazierritt abholen.
Dolly ist es zufrieden.
Arthur aber, der sich den ganzen Morgen auf den Ritt gefreut, erklärt er wolle allein ausreiten und befiehlt dem Diener, ihm fein Pferd satteln zu laßen!
Nach kurzer Zeit schon steht der schmuck« Braune draußen vor der Tür, ungeduldig mit den Hufen stampfend.
Es ist das erste Mal, daß Arthur es wagt, allein auszureiten. Seine Mutter blickt ihm besorgt nach. Doch die schlanke Jünglingsgssialt fitzt so fest im Sattel, sein: „Habe keine Angst, Mama! Ich bin vorsichtig!" klingt so tröstlich --Frau Robinson tritt beruhigt zurück ins Haus und setzt sich an den Nähtisch, um weitet zu sticheln an Dollys Ausstattung, während diese einen Brief an ihren Vormund schreibt, um ihm mitzuteilen, daß die Hochzeit jetzt bald ftattfänbe.
Der Brief ist fertig.
„Punktum!" ruft Dolly mit einem Anflug ihres früheren Uebermuts, einen großen Schnörkel unter ihren Namen ziehend. „Wird der gute Vormund sich freuen! Er war immer gegen eine lange Verlobung."
Ein frohes Lächeln erhellt Frau Robinson« gütiges Gesicht. Sie steht auf und drückt bei braunen Lockenkopf ihre» Kindes (in ihre Brust,
LFortsetzuna tolgtj