Einzelbild herunterladen
 

mit dem KreiMM M die Kreise Marburg und KirchHaE

<Loni-L<rasveiLaae: AUutzrirtes «onrrtaüsblM. T~ ' *

Erscheint wöchentlich sieben mal.

Druck und Verlage Joh. Aug. Koch, UmvrrsttStS-Buchdmckerri 42. Jahr«.

Marburg, Markt 21. Telephon 55.

Marburg

Freitag. 8. November 1907.

Vierteljährlicher Bezugspreis: bet ver ExkÄitio« 2 WL, . aßo ber allen Postämtern 2,25 M. l.excl. Bestellgeld).

Vd ZnsertlonSgebühr: die gespaltene Zelle oder oere« Raum 15 Pfg.

Ncclamen: die Zeile 80 Pfg.

Zweites Blatt.

l -------

Lin englisch - deutsches Stimmungsbild.

! Nur noch einige Tage trennen uns von dem »Kaiferbefuch in England". Große Vorberei­tungen werden getroffen, um den Empfang des .deutschen Kaisers glanzvoll zu gestalten. Hebet manche Mißstimmung, welche in den letzten Jahren zwischen zwei mächtigen Weltreichen herrschte und trübe Wetterwolken am politischen Himmel heraufsteigen ließ, wird jubelnde Ver­söhnungsstimmung triumphieren und das bri­tische und deutsche Reich werden als innige Freunde dastehen.

. Vor einigen Monaten erschien in England , unter dem TitelThe Clash of Empires ein Buch, welches jetzt in einer guten Uebersetzung unter dem wörtlich übersetzten TitelDer Zu­sammenprall der Weltmächte vorliegt. (Row- land Thirlmere, Der Zusammenprall der Welt­mächte, Karl Curtius, Berlin W. 35. . Preis 2^0 M.)

, Als das Buch in seiner englischen Original- yusgabe seine erste Verbreitung sand, tagte in London die zweite Kolonialkonserenz, dieser be­deutungsvolleEmpires day, dessen Endziel die organische Vereinigung der gesamten briti­schen Kolonien mit dem Mutterlande zu dem ersehnten Eroßbritischen Reich ist. Wenige Wochen darauf trat die zweite Haager Friedens- Konfernz zusammen. Hier sollten die Ideen des ewigen Weltfriedens eingehender Erörterung unterzogen werden, und die britische Regierung trat mit Vorschlägen in die Verhandlungen ein, welche uns im Gegensatz zu ihrer politischen Be­tätigung zu Recht mit sehr zweifelhaften Gefühlen in Bezug auf ihre politische Zuver­lässigkeit an den Verhandlungen teilnehmen ließ. Damals traten Momente zutage, welche uns in kaum zu verkennender Deutlichkeit in das Herz unserer englischen Vettern jenseits des Kanals blicken ließen. Es wurde Del auf das brandende Meer gegossen und bald glitt der Kahn der Politik sanft wiegend dahin, heute ist jeder Brite unser intimer Freund, so mancher von uns jedenfalls wähnt, er sei es. Es soll nicht in Zweifel gezogen werden, daß es auch jen­seits des Kanals in der Tat Nicht-Deutschfresser gibt, ja, es mag ja sogar ehrliche Deutschfreunde geben, in der Tiefe des Volkes aber, dort liegt ein Deutschenhaß, über den manche Kreise ober­flächlich hinwegzutäuschen sein mögen, durch künstliche Mittelchen, seien es Stadtväter, seien es Journalistenbesuche, ja, seien es Monar­chenbesuche, denen politische Bedeutung trotz oft­mals betonter gegenteiliger Behauptung nie «lbzusprechen sein wird. Dieser Deutschenhaß mag auch abgeleugnet werden, all das kann und wird nie die Tatsache seines Bestehens aus der Welt schaffen. Dbenerwähntes Buch, welches der, das deutsche Reich stets mit besonderer Liebe bedenkendeStandard als einmacht­volles Buch bezeichnete, dürfte als ein durchaus beachtenswertes, auf keinen Fall zu unterschätzendes Dokument der englischen Stim­mung Deutschland gegenüber anzusehen sein.

Man könnte bei näherer Betrachtung des Buches geneigt fein, dieses bei Seite zu schie­den mit dem Bemerken, man habe es hier mit einem einzelnen Fanatiker zu tun, gerade des­halb aber hat es eine symptomathische Be­deutung.

Graf Reventlow, der bekannte Kämpfer für einen gesunden Ausbau unserer Flotte, der, was hier nebenbei bemerkt sei, dem Verfasser durch sein kraftvolles und energisches Eintreten für eine Kräftigung unserer Seemacht besonders verdammungswürdig scheint, knüpft an das Thirlmeresche Buch feine kritischen Betrachtun­gen, welche gleichzeitig mit diesem (auch bei Karl Curtius unter dem TitelEnglische Sor­gen Deutsche Gefahr", Preis 50 »3) erschei­nen. In seinen einleitenden Worten, die zu­gleich ein treffendes Charakteristikum des Thirl- mereschen Buches geben, sagt er u. a. Folgendes:

Der Leser wird selbst sehen, daß Thirlmere aus der deutschen Presse, aus der englischen poli­tischen Literatur und Presse, aus Aeußerungen bedeutender Persönlichkeiten in England sich ein interessantes Ragout zusammengebraut hat. Durch seine gesamten Ausführungen geht ein starkes, und ohne Zweifel aufrichtiges Empfin­den hindurch und belebt sie. Er ist offenbar ein Mann, der das Beste für fein Land will; ein heißes Nationalgefühl erfüllt ihn. Die Dinge, die er sagt, sind und werden tausendmal in großen englischen Zeitungen und Revuen ge­sagt. Er willaufklären", und diese Aufklärung ist natürlich von Agitation und Stimmungs­mache untrennbar, das liegt in der Natur des Gegenstandes. Gerade die kompendiöse Zu- J sammenfassung aber alles besten, was in hun­dert Zeitschriften und Zeitungen im Laufe der Jahre gesagt und verfochten wird, erscheint ganz besonders geeignet, um in Deutschland einmal

den Gegenpol des Verständigungsrummels zu zeigen. Die in dem Buch vertretenen An­sichten und Argumente gehören zum täglichen Brot des englischen Volkes. Es ist nicht für den Politiker geschrieben, nicht für den eifrigen Zeitungsleser, sondern für die große Menge der fiebrigen. Das Buch hat in Deutsch­land nicht seinesgleichen. Es wird auch bei uns von gegenseitiger Verhetzung gesprochen und öffentliche Beweise von Unpar­teilichkeit durch großherzige Zugeständnisse ge­geben, auf beiden Seiten werde in gleichem Maße gesündigt werden. Es ist nicht möglich, Vergleiche der deutschen und englischen Preste nach dieser Richtung gegenständlich und im ein­zelnen durchzuführen, es kann aber ohne An­stand behauptet werden, daß die deutsche Preste, auch wenn sie sich einmal erlaubte, etwas zu schreiben, was Engländern nicht gefiel, dies immer im Zusrande der Abwehr getan hat. Nie ist etwas anderes geschehen, wie Festnageln von Tatsachen, Absichten und Urteilen. Wenn hier von einer deutschen Hetzpreste gegen England gesprochen wird, so sagt man die Unwahrheit. Nie ist in Deutschland eine Schrift, ein Buch er­schienen, das auch nur annähernd mit dem vor­liegenden zu vergleichen wäre. Die erfolgreiche Durchführung einer derartigen Spekulation auf die chauvinistischen Instinkte und Unwistenheit der Landsleute unter Zuhilfenahme der gröb­sten Verdrehungen und Unwahrheiten, wäre bei uns eine Unmöglichkeit.

In Deutschland gibt es keine Hetzer gegen England; es gibt keinen einzigen unter den 60 Millionen Deutschen, der töricht genug wäre, kriegerische Verwicklungen mit Großbritannien jetzt oder in Zukunft zu wünschen. Ja, selbst wenn wir, was nie der Fall sein wird, uns zur See mit Großbritannien messen könnten, so würde auch dann niemand einen Krieg wün­schen, und weder der deutsche Kaiser, noch irgend ein deutscher Politiker sich bestreben, ihn herbei­zuführen. Die deutsche Armee ist die unbe­stritten stärkste auf dem Kontinent, und bald sind es 40 Jahre, daß dort Frieden herrscht. Ich gehöre nicht zu denen, welche im Kriege et­was Verwerfliches und unter allen Umständen zu Vermeidendes erblicken. Ist die Politik eines Landes richtig, so muß er geführt werden, so­bald wichtige Interessen der Nation ihn wün­schenswert machen. Kriege, wie England sie gegen schwächere Seestaaten geführt hat, weist die deutsche und preußische Geschichte nicht auf. Daß die deutsche Nation ungesäumt zum Schwert greifen wird, wenn ihr Lebensinteresie und ihre politische Ehre, welche ebenfalls ein Lebens­interesse ist, bedroht werden, das ist dringend zu hoffen, um so mehr, als eine noch nicht weit zurückliegende Vergangenheit uns nachdrückliche Lehren erteilt hat und noch erteilt, wie un­richtig es ist, sich in Händel zu begeben, ohne den tätigen Willen, sie bis aufs letzte durchzu­führen."

Es ist hier nicht möglich, sich weiter und ein­gehender mit dem Thirlmereschen Buche zu be­schäftigen. Wenn cs, wie wir erfahren, bei seinem Erscheinen in England in Tausenden von Exemplaren Absatz fand, so spricht das für das bedeutende Aufsehen, welches cs erweckte. Es überrascht uns das nicht bei seinem interessan­ten Inhalt, der sich allein aus folgenden Titel­überschriften ergibt:

Die Verdrehtheit unserer destruktiven . 5 \ Politiker.

'M ' Die Symbole des Reichs.

Das Kind und die Nation.

Wachstum der deutschen Nation und des deutschen Neides.

Drohende nationale Gefahren.

Gebrumm und Geknurr der deutschen Presse.

Die Enge des radikalen Gesichtskreises.

England von deutschen Landmessern er­forscht. V«.

Loyalität und Arbeiterbewegung. U- Unser ruhmreicher Erbe.

Deutsche Kellner und Soldaten. Wahrscheinliche Einigung der Kolonieen. Gefühlsbands und andere.

Britischer Altruismus und kalvinistische Hysterie. '

Das Geschwätz von Herrn Bebel und Fürst Bülow.

Die Konkurrenz zweier großer Nationen. Deutschlanl und Kolonisationsmacht.

Der britische Reichsrat und die deutschen Drohungen.

Die japanische Stutze des Reiches und andere Dinge.

Reichtum, Trägheit und Selbstgefälligkeit der Engländer.

Das Uebergewicht der ungebildeten Ar­beitspartei.

Deutschlands Verachtung für. unseren Premier.

Unsere richtigste Sparsamkeit.

Die Leit .verboten" zu rufens -

Englands Wahl. t

Deutschland oder Frankreich.

Die Ungläubigkeit der Waisen.

;MLMr. Poes Cuyot und seine falschen Auf- WB faffungen.

M Reichseinigung nach der Grundlage der Handelsvereinigungcn.

WjA-Die glänzende Stellung des deutschen WW Handwerkers.

»W? Die Parole der Zulunft-Reichseinigung.

Ein Schlußwort.

Von hohem Wert sind die bereits erwähnten erläuternden, zum Teil mit glücklichem Sar­kasmus durchwirkten kritischen Bemerkungen des Grafen Reventlow, welche uns so, wie sie vor­liegen, geradezu unentbehrlich für den deutschen Leser erscheinen, und die wir jetzt ungern missen würden. Beide Bücher können in hohem Grade unsere Beurteilung der englischen Volkspsyche, deren genauere Kenntnis für die Beurteilung politischer Vorgänge gerade in diesem Lande so hochwichtig, ja geradezu unerläßlich ist, unge­mein Gutes wirken. E. J.

Marburg und Umgegend.

(Nachdruck aller OrigmalarNkrt ist gemäß § 18 bei Urheberrecht! nur mit der deutlichen Quellenangabe Obrrheg. 8tg.* gestaltet)

Marknrrg, 7. Novbr.

Erledigte Stellen. An der evang. Volks­schule zu Lippoldsberg ist die 2. Lehrerstelle anderweitig zu besetzen. Die Schul- und Küsterstelle in Binsförth, Kreis Melsungen, ist infolge Versetzung des Inhabers alsbald n/u zu besetzen. Die 2. Schulstelle zu Altenstädt soll vom 1. Januar 1908 ab anderweit besetzt worden. Die evangelische Schulstelle in Nie­derwetter ist sofort neu zu besetzen.

* Aufruf des Keplerbundes zur Förderung der Naturerkenntnis. Die Fortschritte der Naturwiffenschaft erwecken andauernd und in wachsendem Maße die Aufmerksamkeit^ und Be­wunderung unserer Zeit. In das Verständnis ihrer Ergebnisie einzudringen und sie zur Aus­gestaltung unseres Weltbildes zu verwerten, ist nicht nut eine unerläßliche Aufgabe aller ge­bildeten und aller denkenden Menschen, sondern zugleich eine Quelle immer neuer Freuden. Und wie eng hängt die Aufsagung der Natur mit unserer Weltanschauung, der Grundlage unseres geistigen, sittlichen und religiösen Le­bens zusammen! Es ist daher ein hochbedeut­sames und zugleich ideales Werk, an welches der neugegründete Keplerbund herantritt, wenn er sich die F ö r d e u n g der Natur- erkenntnis in der Gesamtheit unseres Vol­kes zum Ziele setzt. Was die Forscher in emsiger Arbeit gefunden haben, das soll in Wort und Schrift durch Männer der Wissenschaft in ge­meinverständlicher, übersichtlicher Form darge- boten und unter Beobachtung der Grenzen des Naturerkennens mehr und mehr zu einem Be­standteil des allgemeinen Wisiens gemacht wer­den. Der Keplerbund steht auf dem Boden der Freiheit der Wissenschaft und erkennt als ein­zige Tendenz die Ergründung unb den Dienst der Wahrheit an. Er ist dabei der Ueber- zeugung, daß die Wahrheit in sich die Harmonie der naturwissenschaftlichen Tatsachen mit dem philosophischen Erkennen und der religiösen Erfahrung trägt. Dadurch unterscheidet sich der Keplerbund bewußterweise von dem im mate­rialistischen Dogma befangenen Monismus und bekämpft die von ihm ausgehende atheistische Propaganda, welche sich zu Unrecht auf Ergeb- niffe der Naturwissenschaft beruft. Wie einst Kepler, dem die Wissenschaft die Kenntnis der wichtigsten in der Bewegung der Sternen­welt geltenden Gesetze verdankt, gerade durch die Erforschung der Natur keine Crinbufje, son­dern einen reichen Gewinn für seine tiefreli­giöse Persönlichkeit erlangt hat, so glaubt der Bund, der sich nach dem Namen dieses großen Astronomen nennt, in eben diesen Bahnen der Wahrheit den größten Dienst zu leisten. Die mancherlei zur Erfüllung der großen Aufgaben dienenden Mittel und Wege sind u. a. folgende: Literarische Veröffentlichungen und Büchervertrieb, Veranstaltung von Lehrkursen, Vorlesungen und Vorträgen, Darbietung von Lehrmitteln, Unterstützung der Forschung durch Stipendien usw. Zur tatkräftigen Ausführung der Arbeit soll die Berufung und Anstellung von Männern der Wisienschaft, sowie die Schaffung einer Zentralstelle für die Arbeit des Bundes dienen. Die Mitgliedschaft des Bundes kann schon durch einen Mindestjahresbeitrag von 3 «M. erworben werden, während bei einem Bei­trage von 5 M die unentgeltliche Zusendung literarischer Veröffentlichungen beginnt. Wir sind des Einverständnisses aber derer gewiß, welche mit weitem Blick dieErfordernisie unserer Zeit erkennen und denen die Förderung echter Naturerkenntnis in unserem Volke am Herzen liegt; alle aber bitten wir, der Zustimmung die Tat unverzüglich folgen zu las- s e n und fordern hierdurch zum Eintritt in den Keplerbund aus. Große Mittel unb ein enges Netz von MitgliHern und Vertrauensmännern

über das ganze Volk hin sind zur Erreichung detz Zieles nötig. Zu einem Anfänge stehen d« Mittel bereits zur Verfügung. Durch freuen eifriges Zusammenwirken Vieler wird auch die» ses bedeutsame und köstliche Werk Zustande kommen zum Segen unseres teuren Volkes. Bei­trittserklärungen nehmen die Geschäfts­stelle, Frankfurt a. M., Mainrsr- st r a ß e 41, entgegen. Geldsendungen sind an die Filiale der Deutschen Bank, Frankfurt ci M, Kaiserplatz,für Keplerbund" zu richten.

VemWes.

Kleine Nachrichten. Karlsruhe, t Nov. Die Nachricht von der Begnadigung des Rechtsanwalts Hau ist verfrüht. Die Begnadig­ung zu lebenslänglichem Zuchthaus ist wohl be­antragt, aber noch nicht ausgesprochen. Dahn (Pfalz), 2. Nov. Die hiesige Schuh­fabrik Albert Keller meldet wegen Zahlungs­schwierigkeiten Konkurs an. Die Passiva be­tragen 350 000 M. Gent, 2. Nov. In­folge einer Explosion entstand in einem Kirre» matographentheater eine Feuersbrunst. Der Saal war von 800 Zuschauern gefüllt, die, von wilder Panik ergriffen, den Ausgängen zu», drängten. Dabei wurde eine Anzahl Personen zu Boden gerieten und verletzt. Der Mechaniker unb sein Sohn erlitten schwere Brandwunden; sonst ist niemand verletzt. San Fran­cisco, 2. Nov. Der hier von Mazaplan ein* getroffene DampferCuracao" berichtet, daß in San Josö de Gabel (Mexiko) bei einem Wolken­bruche 16 Personen ums Leben gekommen unb 50 Häuser von einem Regen, dem 12 Stunden lang ein heftiger Sturm vorangegangen, fei, sortgespiilt worden seien. Mehrere Personen seien vom Sturme ins Meer getrieben, beson­ders von einstürzenden Gebäudeteilen erschlagen worden. Stutgar-t, 2. Nov. Die geistes­kranke Frau eines Arbeiters in der Vorstadt; Gaisburg hat heute vormittag, als sie mit ihrem dreijährigen Töchterchen allein gelaßen war, diesem mit einem Tranchiermesser den Hals ab* geschnitten unb dann sich selbst mehrere Ver­letzungen beigebracht, an denen sie auf dem Transport nach dem Krankenhaus gestorben ist. Der Ehemann der geisteskranken Frau war ver* schiedentlich von Aerzten ermahnt worden, diq Frau in etn Irrenhaus zu bringen, hatte aber damit immer gezögert. Jekaterinas« law, 2. Nov. Sechs Räuber brachten bei der Station Tschaplin einen Personenzug zum Stehen und raubten einem in dem Zuge befind­lichen Kassenboten einer Bank 26 000 Rubel. Tarnowih, 2. Nov. Der russische Minister des Auswärtigen Jswolstt, der zum Besuchs Schloß Neudeck weilt, ist dort erkrantt., Bourges, 2. Nov. Auf dem hiesiges Uebungsplatze explodierte eine Granate, 5 Ar­tilleristen, sowie ein Zivilbeamter wurden ge­tötet; 7 Personen waren verwundet, darunter drei schwer. Metz, 1. November. Das große Los der Metzer Dombaulotterie vott 100 000 Mk. kam nach Bittburg im Regierungs­bezirk Trier. Der Gewinner war kürzlich hier zum Besuche gewesen unb hatte das Los ge­wissermaßen als Andenken an die Stadt ge­kauft. Ein recht nettes Andenken! - Mün­chen, 2. Nov. Wie dieMünchener Neuesten Nachrichten" mitteilen, erstickten in bet oeigaiw genen Nacht die Schwiegereltern unb ein KinH des Bäckermeisters Staffinger in Gauting bei München in der Schlafstube oberhalb der Back­stube.

Mehl.

Hochfeiner, aromatischer Grünkern* geschmack, appetitanregende Wirk* üng und bequeme Zubereitungsweise sind die t besonderen Vorzüge von Knorrs Grünkernmeht.

| Koche mH ,Knorr\]

Rotation-druS.

Verantwortlich für die Redainon: Dr, Iohtmnes Ott» in Marburg