mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchbain.
Sormta-sbeilaaer Alluktrirl-S SonniaaSblatt. *
Erttes Blatt
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Den Aprikosen-Pasteten wird die gebührende Bewunderung gezollt und auch den übrigen einfacheren Gerichten.
Dolly fühlt sich wie im Himmel! Ihre Wangen glühen. Die großen blauen Augen strahlen vor Befriedigung.
Arthur fitzt ziemlich einsilbig in seinem Lehnstuhl. Das ungewohnte viele Sprechen und vor allein die laute Ausgelassenheit seiner Schwester hat ihn ermüdet. Fast wünscht er sich zurück in das stille Sanatorium mit seinem sanften Frieden.
Eine unendliche Sehnsucht befällt ihn nach Schwester Virginia ...
württembergifche Staatsminister Dr. v. Zeyer, der badische Präsident des Finanzministerium»; Dr. Honsell, der hessische Finanzminister Dr.; Enauth, der mecklenburgische Staatsminister; v. Pressentin, der braunschweigische Staats^ Minister Dr. v. Otto, der meiningische Staats«; Minister Freiherr v. Ziller, der altenburgisch». Staatsminister v. Borries, der anhaltisch« Staatsminister v. Dallwitz, der schaumburgisch« Geh. Reg.-Rat Bömers und der lippische Staats« Minister Frhr. v. Eevekot. Die Herren wurden/ soweit sie dem Reichskanzler noch nicht bekannt' waren, durch den Staatssekretär des Reichsschatzamts Frhrn. v. Stenges vorgestellt. I« der längeren Besprechung wurden Fragen der Finanzen des Reichs und der Einzelstaaten erörtert.
— Bom Bundesrat. B e r l i n, 31. Ott. 3« der heutigen Sitzung des Bundesrates mürbe; über die Feststellung der Anteile der einzelnen Bundesstaaten an den Einnahmen der Reichs«' erbschaftssteuer Beschluß gefaßt. ■
— Dernburg über die Ausfichte« Deutsch-Ost- afrikas. Staatssekretär Dernburg hat auf der Rückkehr von seiner Kolonialexpedition in Neapel einem Berichterstatter des „Berl. Tagebl." gegenüber Aeußerungen über die Zukunft Oft», afrikas getan, die außerordentlich günstig lau-, ten: Deutsch-Ostafrika werde sich innerhalb^ eines gewissen Zeitraumes sicher auf das erfreulichste entwickeln. Die andauernde verständige' Ausnützung und Erschließung der reichlich vorhandenen Hilfsquellen werde zu sehr großen; Erfolgen führen. Seine Reise an Ort und; Stelle werde übrigens wichtige Verwaltungen maßnahmen und Reformen Hervorrufen. Einens vorzüglichen Eindruck machte auf ihn die^ schwarze Bevölkerung, der er das Zeugnis aus-^ stellt, sie sei über Erwarten brauchbar und tüchtig. Als den interessantesten Teil der Expe- dition bezeichnete Staatssekretär Dernburg die- Reise von Muansa nach Tabora, die für die Landeskenntnis und die einschlägigen Verhältnisse, also für das Schicksal der Kolonie, in’ hohem Grade nötig, nützlich und bestimmend war. Denn die Zukunst des Landes hänge natürlich von der Entfaltung der eigenen Hilfsquellen ab, nicht von aus Europa aufgepfropftem künst«; lichem Leben. — Der Staatssekretär bleibt noch; einige Tage in Neapel.
— Rach dem Hardenprozeß. Wie die „Post- zu berichten weiß, soll der Justizminister zum Kaiser befohlen worden sein, um Vortrag darüber zu halten, warum die Klage gegen Harden ex officio von der Staatsanwaltschaft abgelehnt worden ist. Man halte die Stellung de»' Justizministers für ernstlich erschüttert. — Da» „Verl. Tagebl." meldet, die Staatsanwaltschaft^ erwäge, ob sie die Klage gegen Harden nunmehr, im öffentlichen Interesse weiter -verfolgen solle.» Nach § 417 der St. P. O. ist der Staatsanwalt;
Erscheint wSchentlich sieben wal.
Druck und Verlag« Ioh. Slug. Koch, UnibersitatS-Buchdruckerei 42. Jahrs, Marburg, Markt 21. — Telephon o5.
nicht recht, daß die anderen alle dabei sind,' aber das Bild ist schließlich besser als gar nichts,' Ich sehe ja doch nur sie — meine liebe, liebe Schwester Virginia!"
„Run guck mal einer an?" neckt Dolly auf» neue. „Der Junge ist verliebt! Verliebt in* eine Krankenpflegerin! Was sagst Du dazu^ Mamachen? Du meintest immer, außer seiner; Mutter liebt er niemand —"
„L>, Mama kommt zu allererst - flüstert de^ Knabe mit einem unendlich zärtlichen Blick, in»; dem er seine Lippen auf die gütige Hand seiner Mutter drückt. „Aber dann —“
dann natürlich Dein einziges kostbare». Schwesterchen Dolly," fällt diese mit drolligem! Ernst ein.
Arthur schüttelt nachdenklich den Kopf. , „Ich weiß nicht recht ... Zu Schwester Vir« ginia sah ich empor wie zu einer Heiligen. Da» Gefühl läßt sich nicht beschreiben, Dolly."
Die Stimme des Knaben klingt sehr ernst—! selbst Dollys spottfrohes Mündchen schweigt. I Gleich nach dem Abendessen wünscht Arthur, sich zur Ruhe zu begeben. Die besorgte Mutter, begleitet ihn in sein Zimmer, und Dolly raunst den Tisch ab.
Die beiden Männer sind allein.
Sie zünden sich Zigarren an und gehen in, leisem Gespräch vor dem Hause auf und ab.
Plötzlich bleibt Dr. Berry stehen und legt di» Hand auf Norberts Arm. ,
„Sie fangen an, wieder Sie selbst zu werden^ Douglas. Ich freue mich darüber." j
Norbert wendet sich seinem Begleiter zu und' blickt ihm offen ins Gesicht.
„Ich werde nie wieder der sein, der ich war) Dottor. Das ist vorbei. Sie wissen ja — wese halbi"
lFortsetzung b-'" i .
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e/r„ Znserttonsgebühr: die gespaltene Zeile oder verat Raum IS Pfg. n inner
Rerlamen: die Zeile 30 Pfg. öOHttflDCHu, 2. VlDÜCHWCr 1907.
I 26,8, Sigmaringen mit 21,4. Oppeln mit 22,0 I der Menschen ausüben und die Zusammensetzung
und Breslau mit 22,2; 18 Bezirke haben sonach I der Bevölkerung nach dieser Richtung sehr ver-
। eine höhere Sterblichkeit als der Staat im I schieden sein kann.
. ganzen. I Berechnet man die Sterbeziffer für die ein-
ki,. iSfoiXftXfeU 4TtArAIHi<;,uxr#A„.«ttA I Auch wenn man die männliche und die weib- I seinen Altersklassen getrennt nach den beiden XIC öICrDlKylCIl DCl ^Ciamweuolierillig I liche Bevölkerung je für sich in Betracht zieht, I Geschlechtern, so ergibt sich für die Eesamibevöl-
dts preußischen Staates 1906. | zeigen sich einige Abweichungen. Am günstigsten I kerung des Staats, daß im Jahre 1906 in fast
Ä- «Rroufcen bat im laim qm 777 (i « ist für die männliche Bevölkerung wiederum die sämtlichen Altersklassen die Sterbeziffer gün» 190? 379 209? män uitX^^Lwoi ^ziffer im Regierungsbezirk Eassel gewe- stiger geworden ist. Von 1875 bis 1906 weist SßiiAp Trimm™ «hh? r7»J?Q sen; sie betrug nämlich nur 15,5 auf 1000 männ- letzteres Jahr bei dem männlichen Geschlecht,
Verlorwn L’ bS Lfnren SS W Einwohner. Günstig erscheint sie ferner mit Ausnahme der Altersklassen von 0 bi- 1
Sen bett 99 r«S? füt männIi$e Personen in denjenigen Regier- Jahr, 20 bis 25 und 50 bis 60 Jahren .in allen
Änrene 2 5 5JS- SS ungsbezirken, die unter der für den Staat er- Altersklassen die günstigste Sterbeziffer auf. SSenLSSÄTmenJi mittetten Verhältniszahl geblieben sind. Dazu Bei dem weiblichen Geschlecht trifft dies bis auf
weibltchen Geschlechts gemeldet. Dte etngeklam- gehören die Regierungsbezirke Minden, Schles- I die Altersklassen von 0 bis 1 Jahr, 15 bis 20
merken Zahlen des voraufgegangenen Berichts- I wig> Aurich, Stade, Wiesbaden, Hildesheim, I und 20 bis 25 Jahren gleichfalls zu.
iS aiöSr"’ bi? bei fficZeien Lüneburg, Hannover, bet Lanbespolizeibezirk I Andere, neue Unterschiede ergeben sich, wenn
morden isi Mrd her der Bezirk Osnabrück, (der Stadtkreis I die Sterblichkeit nicht allein nach Altersklassen,
?<!* Berlin), die Bezirke Koblenz, Düsseldorf, Er- I sondern auch nach Geschlechtern verglichen wird.
ÄÄÄMrS furt, Köslin, Arnsberg, Trier, Potsdam und Die betreffenden Zahlen bilden für beide Ge-
die SO nls) ü! Frankfurt. Die für den Staat ermittelte Sterbe- schlechter auch in diesem Jahre wieder je eine
ibren männli2 Teil 181^ l90 qz „ nÄE'isir-n ö'ffer betragt 19,1. .Höhere Verhältniszahlen Kurve, die von ihrem hohen Anfangswerte für
SliZn170 haben die Regierungsbezirke Magdeburg, Merse- das 1. Lebensjahr (235,0 m., 192,9 w.) schon im
' Xftialrbürg, Aachen, Allenstein, Münster, Posen, Stet- I 2. Jahre abfällt und mit der Lebensstufe 10 bis
Er ^»lttch»m^ dre Sterbe- tin, Bromberg, Köln, Stralsund, Marienwerder, I 15 Jahre ihren niedrigsten Wert (2,3 m., 2,6 w.) wärts ieitdem^nillas s <St°?nde«amtSri!!>i' Königsberg, Gumbinnen, Liegnitz, Danzig, Sig- I erreicht. Es beginnt umgekehrt ein zunächst
maringen, Oppeln und Breslau, wo von 1000 I langsames Ansteigen bis zum 50. bis 60. Lebens-
«ng eine einheitliche Berichterstattung und Per- Männern bis 24,1 gestorben sind. fahre (22,7 bezw. 15,3), dann ein rascher Auf-
dur^ae?üb?? murd^E 5 om EoE Bezüglich der weiblichen Bevölkerung ist es I stieg, bet jedoch im 9. Lebensjahrzehnt (208,1 m.,
stÄen^i^m Ta?,re^87?mit^6 ? daoeo^. ber Landespolizeibezirk Berlin, der die glln- 192,2 w.) den hohen Anfangswert nicht erreicht,
'"bsten-m Jahre 1875 mit 26,3 dagegen im Be- stjgste Sterbeziffer hat; sie beträgt 14,0 auf 1000 (Stat. Korr.)
bi- Tohr- m weibliche Einwohner. Hinter die Sterbeziffer I _________________-- -i
fitpr^-^ffcrn ino 1Qr Paq tnn *1* V” I Staates treten mit noch niedrigeren Der- I ~
mönnlrÄ und j9,9. Mr die hältniszahlen die Bezirke Wiesbaden, Schles- I Deutsches Reich.
E^wäntüxaen ber sSSffc? von 281 (bct Stadttreis Berlin), die Bezirke - Der Reichskanzler hat dem 3enttal»
iTlJlta ÄtorfÄ SÄ Minden, Stade, Aurich, Hannover, Lüneburg,, verbände Deutscher .Industrieller daaeae'n von 24 6 17» ' 1 Osnabrück, Koblenz, Düsseldorf, Köslin, Pots« I auf das Telegramm der Delegiertenversamm-
~L. „ ■*. ! dam, Hildesheim, Frankfurt, Erfurt und Arns« I luntz vom 28. Oktober folgende Antwort zugehen
llMür die Bevölkerung in den einzelnen Re- I berg. Die Sterbeziffer des Bezirks Aachen und I lassen: „Berlin, den 29. Okt. 1907. Dem Zen-
gierungsbezirken zeigt die Sterbeziffer des Iah- I des Staates beträgt 17,0. Ueber der für den I tralverbande Deutscher Industrieller danke ich
res 1906 verschiedene Abweichungen. Der Re- I Staat ermittelten stehen die Bezirke Magde- I verbindlichst für das freundliche Begrüßungsgierungsbezirk Cassel hatte mit einer Sterbe- I bürg, Posen, Trier, Bromberg, Merseburg, I telegramm vom gestrigen Tage. Es ist für mich
ziffer von 15,0 auf 1000 Einwohner die gün- I Köln, Königsberg, Stettin, Allenstein, Münster, I von hohem Werte, wenn die Vertreter der in-
pigste Sterblichkeit. Ihm folgt der Bezirk Gumbinnen, Marienwerder, Stralsund, Lieg- I dustriellen Arbeitgeber sich so einmütig zu mei-
Echleswig mit 15,1, Minden mit 15,2, Wies- I nitz, Danzig, Sigmaringen, Breslau und Op- I nen Anschauungen über die Fortführung unserer
baden mit 15,3, der Landespolizeibezirk Berlin I peln; in den letzteren beiden Bezirken stieg die I Sozialpolitik bekennen. Die Bereitwilligkeit
mit 15,4, der Bezirk Aurich mit 15,5, Stade mit fragliche Ziffer bis 20,4. I der Delegiertenversammlung zur Uebernahme
15,7, (der Stadtkreis Berlin mit 16,0), die Be- I Vergleicht man die Sterbeziffer der Gesamt- I neuer Lasten auf diesem Gebiete beweist mir, zirke Hannover und Lüneburg mit 16,0, der Be- I bevölkerung des Berichtsjahres in den Regier- I daß die deutsche Industrie entschlossen ist, mtt
t öirk Osnabrück mit 16,3, Hildesheim mit 16,4, I ungsbezirken mit der des Vorjahres, so stellt sich I wachsenden materiellen Kräften auch in erwei-
' Koblenz mit 16,6, Düsseldorf mit 16,9, Köslin I heraus, daß sämtliche Regierungsbezirke eine I tertem Umfange an der Lösung sozialer Auf-
vnd Erfurt mit 17,2, Arnsberg mit 17,4, Pots- I geringere Sterblichkeit gegen das Vorjahr auf- 1 gaben mitzuwirken. Ich bin überzeugt, daß
dam mit 17,5, Frankfurt mit 17,6, 'Trier mit I weifen mit Ausnahme des Bezirks Arnsberg, in | solche Opferwilligkeit auch dazu beitragen mir»,
18,0. Für den Staat betrug diese Zahl gleich- I dem die Sterblichkeit etwas höher ist. I Ordnung und Autorität im Betriebe zu erhal-
falls 18,0. Unter dem Staatsdurchschnitt stehen I Die allgemeine Sterbeziffer der Gesamt- I ten und zu stärken. Mit vorzüglicher Hochachtung die Regierungsbezirke Magdeburg und Aachen I bevölkerung ist indes für die Beurteilung der I sehr ergebenst gez.: Bülow." viit 18,3, Merseburg mit 18,7, Posen mit 18,9, I Sterblichkeitsverhältnisse in einem Lande oder I — Die Finanzminiftee der Einzelstaate« Allenstein, Vromberg und Köln mit 19,3, Stet- I in seinen einzelnen Teilen nicht ausreichend, I wurden gestern nachmittag vom Reichskanzler
tin mit 19,4, Königsberg und Münster mit 19,6, I weil die verschiedenen Altersverhältnisse neben I Fürsten v. Bülow empfangen. Anwesend waren
Marienwerder und Stralsund mit 20,0, Gum- I dem Geschlechte ber Bevölkerung einen natür- I ber bayrische Staatsminister Ritter von Pfaff
binnen mit 20,3, Lisgnitz mit 20,5, Danzig mit | lichen, bestimmenden Einfluß auf das Sterben | der sächsische Staatsminister Dr. v. Rueger, bet
lRaqvruck verboten.); | Douglas? Ich meine, solchen Appetit, daß Sie I Hand auf seiner Stirn, als höre et ihre ruhige, , . I es kaum mehr aushalten konnten?" I tiefe Stimme.
IttDC. I „Ich wußte nicht —“ lächelt Norbert j „Woran denkst Du, mein Junge?" fragt
Roman von Erich FrieseI ^üfiert. .^au Robinson besorgt, seine heißen Hände
r " 1 I „Das macht, weil Ste so vollgestopft find von I streichelnd.
_■ (Fortjetziinq), 1 I lautet guten Sachen!" erwidert Dolly mit hu- I „Wollen wir wetten — an die wunderbare
, Bei seinem gestrigen flüchtigen Vorsprechen I mottstvchem Pathos. Wir armen Leute haben I Pflegeschwester, von ber er uns in feinen Brie- , ?uskulum" hat ihm Frau Robin- I es besser. Wir lecke« uns alle zehn Finget nach I fen immer vorschwärmte!" neckte Dolly. „Sag
son fluchtig mitgeteilt daß morgen ihr so I was Besonderem, wie es zum Beispiel heiße I mal, mein teurer Bruder — wie haft Du die schmerzlich entbehrtet Sohn aus dem Sana« I Pasteten mit Apritvsenfüllung sind!" I Trennung von diesem überirdischen Wesen nur
torium St. Agatha in Florida zurückkehre. Sein I „Dolly! Dvlly!" ruft Frau Robinson indig- I ertragen?"
SSormunb Dr. Berry sei ihm auf ihre Bitten hin I niert dazwischen. I Wie aus einem Traum erwacht, öffnet At
em Stuck entgegengefahren. Und da Norbert I „Ich hab' doch recht, Mamachen. Warum I thur die Augen.
den jungen Mann noch gar nicht kennt, aus I soll man nicht die Wahrhett sagen! Ich würde I „Wie? ... Was meinst Du?"
uiau Robinsons Erzählungen aber weiß, mit gar nicht in bet Küche stehen unb bie Dinger I „Ich frage, wie Du die Trennung von Dei-
welch rührender Zärtlichkeit Mutter und Sohn I backen — ich hasse das Kochen und Braten — I net Schwester Virginia ertragen hast? Wie
aneinander hängen, so beschloß er, heute Abend I wenn Du nicht heute den ganzen ersten Abend I sieht sie denn eigentlich aus? So wie ich?"
schon Arthurs Bekanntschaft zu machen. I Deinen Eoldsohn genießen solltest. Da opfere ich I In komischem Entsetzen hebt Arthur beide
Und wie stets, wurde er auch diesmal, beson-.! mich —puh!" I Hände.
ders von Dolly, aufs herzlichste willkommen ge- | rotc ber Wind ist sie wieder ins Haus | Alles lacht.
beißen. I gehuscht. I Und Dolly neckt mit ihrem reizenden
.Jetzt, gegen Abend, sitzen Norbert, Dr. Berry, I . alle gleich darauf um den zierlich ge- I Schmollmündchen:
Frau Robinson und ihr glücklich heimgekehrter I deckten Tisch sttzen, ist die Stimmung eine äußerst I „So ist sie also häßlich! Denn ich bin doch ^!>unge in der kleinen, rosenumrantten Laube | animierte. . I nicht gerade >—“
traulich beisammen und lassen sich von Arthur | „ -^en Aprtkosen-Pasteten wird die gebührende I „Ich habe ihre Photographie," erwidert Ar- über das St. Agatha-Krankenhaus berichten, I Bewunderung gezollt und auch den übrigen ein- 1 thur mit leuchtenden Augen.
während Dolly wie ein Irrwisch hin und her | Errichten. I „Ah —? Wirklich? Zeig uns doch mal dies
ftgt. Mit Hülfe des kleinen Dienstmädchens I fühlt sich wie im Himmel! Ihre Wan- I wundervolle Geschöpf!"
schmort und brät sie in der Küche ein Festellen I 9en glühen. Die großen blauen Augen strahlen I Lächelnd schüttelt bet Knabe den Kopf.
»Utecht. 1 vor Befriedigung. ■ I „O nein.“
Aste zwei Minuten kauckit ibr erbibte« re»- I „ fitzt ziemlich einsilbig in seinem Lehn- I „Weshalb denn nicht? Sie ist doch wohl wichen zwischen den vollerMübt-» &G>++»r- 1 fiuhl. Das ungewohnte viele Sprechen unb vor I häßlich!"
kosen au! — jedesmal um eine Schattieruna I "HeMdie laute Ausgelassenheit seiner Schwester I Wieder lächelt Arthur geheimnisvoll.
röter 1 1 m ClnC Schattierung 6at jh« ermüdet. Fast wünscht er sich zurück in „Nein. Aber sie würde es nicht gern sehen.
‘. , - - , I das t stille Sanatorium mit seinem sanften Ich bat ste zum Abschied um ihr Bild; doch
ac ’’®!e ? Cn' Ju LJ°s I I wollte ste es mir nicht geben. Warum, weiß ich
bo §anbe.ch>e Pasteten Eine unendliche Sehnsucht befällt ihn nach I nicht. Da klagte ich Schwester Irene mein Himmn sind sie, sag ich euch. Schwester Virginia . . / v Leid, und die hatte Mitleid mit mir. Sie gab
pnmmhnb geradezu! Das Wasser lauft mrr ,chon Et schließt die Augen . .. ' ' I mir ein Gruppenbild wo alle Pfleaerinnen
^Mund zusammen vor Appetit. Haben Sie Ihm ist plötzlich, als sehe er ihre Hobe, ernste drauf sind. Schwester Virginia steht in der
1 mal rechten Appetit gehabt. Herr I Gestalt neben sich stehen, als fühle et ihre Mls 1 Mitte, alle anderen überragend. Es paßt mir