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mit dem Meis blatt für die Kreise Marburg uud MtMdh»

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Zweites Blatt

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Lüdenscheid,

ungsbeim für Beamte.

sondern bald einen seinem Range entsprechenden Posten erhalten. Paris, 29. Okt. In der gestrigen Sitzung der Akademie der Wisien- schaften machte der ständige Sekretär Lapparent die Mitteilung, daß es dem französischen Che­miker Professor Bordas gelungen sei, mindere wertige farblose Korundsteine durch Belichtung mit Radiumstrahlen in Topase, Rubine und Smaragde umzuwandeln. (Der Juwelier, von dem Bordas die farblosen Korundsteine um 2,50 Fr. j?ei Karat bezogen hatte, soll die von Bor­das umgewandelten Steine auf 45, ja 500 und 800 Fr. per Karat geschätzt haben.) Wer­nigerode, 29. Okt. Der Rentner Edmund Löhrmann, Stifter des Kaiserturmes, schenkte sein hiesiges Besitztum im Werte von über 300 000 M seiner Vaterstadt Essen als Erhol-

Fuhrknecht namens Bösherz wurde beim Wer» abladen durch ein abrollendes 16 Zentner schwe­res Fatz völlig zerquetscht. Sein Tod trat sofort ein. Freiberg, 29. Okt. Von der hresigeq Strafkammer wurde der frühere Bürgermeister von Eiebenlehn, Barthelt, wegen Vergehen? gegen den Paragraphen 305 des Reichsstrafge­setzbuches zu sieben Jahren Zuchthaus verurteilt." Der mitangeklagte Kaufmann Anders wurdO freigesprochen. Es handelte sich nm zahlreich» Brandstiftungen. Morgen hat sich Barthelt noch einmal wegen Verbrechens im Amte zu verant­worten. Jnsbruck, 29. Okt. Gestern nacht wurden hier in einem Gasthaus zwei Männer wegen Ausgabe falschen Silbergeldes verhaftet. Bei einer Leibesuntersuchung und einer in Hall in ihrer Wohnung vorgenommenen Haussuchung wurde eine grotze Menge falschen Geldes und zur Herstellung von solchem erforderlicher Ge­räte gefunden. f

MetzmrrS Ther «euer Ernte

im Verkauf. Russische Mischung 6 M. 3.50 per Psd.' (100 Or.Paket 80 Pkg.) infolge günstiger Import- chan cen zur Seit besond-rS emPfMenswert. Künst- leri'che Stundenpläne für höhere Schuler als GratiZ- zugabe.

Mainz, 28. Okt. Um die Kosten beim Zahn­arzt zu sparen, wollte sich ein junger Mann, der an starkem Zahnweh litt, selbst den Zahn ziehen. Er band um den Zahn einen Bindfaden und diesen an die Türklinke fest. Hierauf schlug er die Tür zu, worauf der Zahn mit einem gewal­tigen Ruck, gleichzeitig aber auch ein Stück des Oberkiefers hcrausflog. Die Verletzung war derartig, datz der Mann sich in das Hospital be­geben mutzte.

DLerhessische Zei tung" nebst ihren Wri^n werdest von unserer Expedition Markt 21) unseren Ausgabestellen in Kirch, t st, Neustadt und Wetter, sowie von ulen Postanstalten und LandZ-fefträgern ent» sdgengenommen« S- >v-

KefchSMiche Mitteilung

Der kategorische Imperativ. Sie wünschte sehnlichst ein schönes Gemälde. Ihm war's zu' teuer. Eines Tages strich sie ihm in der Zei, tung eine Anzeige an, die hieß:Schmücke Dein, Heim!" Er drehte das Blatt um und wrrs, stumm auf eine andere:Würze Deine Suppest mit Maggi!" Und weil von nun an das Mit­tagessen ganz anders schmeckte, hat sie richtig ihy Gemälde bekommen.

Bmmfchks,

Kleine Nachrichten. Antwerpen, 29. Okt. _ Heute nacht zerstörte eins heftige Feuers­brunst das Bureau der Telephonzentrale voll­ständig und griff auch auf ein großes in dem­selben Gebäude befindliches Warengeschäft über. Der Telephonverkehr wird für einige Tage unterbrochen fein. Paris, 29. Okt. Beim Festmahl zu Ehren des Königs und der Königin von Spanien brachte Präsident Fallieres einen Trinttpruch ans, in welchem er Hervorbob, datz die Jahre, welche feit dem ersten Besuchs des Königs verflossen, die Bande der Solidarität und Freundschaft, welche dis beiden Länder ver­knüpften, noch enger geschlossen hätten. Er em­pfinde mit hoher Befriedigung, datz man in diesem Jahre gesehen habe, wie Frankreich und Spanien sich von neuem zu einem Werke der Zivilisation verbanden, durch das gegenseitige Vertrauen und die Unterstützung, welche sie sich gewährten. Der König erwiderte, er beglück­wünsche sich 511 den herzlichen Gefühlen der Fran­zosen. Er sei sicher, datz solche Gefühle in Spa­nien einen Widerhall finden und dankbar aus­genommen würden. Rach jedem Trinkspruche wurde die betreffende Nationalhymne gespielt. Nach dem Festmahl empfing der König die fran­zösischen Minister, die Präsidenten der Kam­mern, den Botschafter Frankreichs in Madrid und den Botschafter Englands in Paris. Um 11 Uhr erfolgte die Abreise des spanischen KL- nigspaares nach London. P a r i s, 29. Okt. DemPetit Parisisn" zufolge wird der Bot­schaftsrat und bevollmächtigte Minister Rey- mond Lecomte nicht nach Berlin zurückkehren,

Bestellungen

fSr die Monate November und Dezember 1

MMHn'rchtt.

Eassrler Biehmarktsbericht. (Schlachtvieh» preise.) Es kosteten die 50 Kilogramm Schlacht­gewicht von Ochsen: a) vollfleischige gemästete höchsten Schlachtwertes bis 7 Jahre alte 81 bis 82 M, b) junge fleischige, gut genährte, nicht gemästete 7980 e) gering genährte, jeden Alters 7678 <«; Bullen: a) vollfleifchige ge­mästete höchsten Schlachtwertes bis 5 Jahre alte 7074 M, b) mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere 6568 M; Kühe und Rin» der: a) vollfleischige gemästete Rinder höchsten Schlachtwertes 7880 M, b) vollfleischige ge­mästete Kühe bis 7 Jahre alte 7577 M, c) ge­ring genährte Kühe und Rinder 7274 Jt; Schweine: a). vollfleischige d. feineren Rassen und d. Kreuzungen bis 1"!4 Jahre alte 63 bis 64 M, b) fleischige (Speckschweine) 6062 M, c) gering entwickelte und Sauen 5859 M; Kälber das Va Kilo Lebendgewicht 3844 3; Hämmel das V-> Kilo Fleischgewicht 8082 3'. Auftrieb: 17 Ochsen, 13 Bullen, 72 Kühe, 30 Rinder, 161 Schweine, 27 Kälber. (

steht Dr. Berry da, mit stillem Lächeln die junge temperamentvolle Dame betrachtend.

Unvernünftiges Kind! Sahst Du nicht, datz der Junge beinahe erstickte unter Deiner stürmischen Umarmung? Er hat nicht Deine kräftige Gesundheit .leider, leider!"

Blitzschnell dreht Dolly sich nach ihm um. Ihre Äugen stehen voll Tränen.

Sie wollen doch nicht sagen, daß Arthur daß er"

daß er bald sterben mutz . . . Tas nicht gerade. Aber sicher ist, daß er sehr in Acht ge­nommen werden muß. Darum mäßige Deine Ausgelassenheit, Dolly!"

Einige Augenblicke guckt das Mädchen den ernsten Mann starr an. Dann dreht sie sich kurz auf dem Absatz herum und läuft fort, dem Hause zu.

Wildfang!" lächelt Dr. Berry kopsschüt­telnd hinter ihr her.Der reine Irrwisch! Und doch, welch liebes, warmherziges Ge­schöpf! Sie bedarf nur einer festen Hand, die sie leitet."

Langsam, in Eümnken versunken, folgt er der davonschwebenden Mädchengesialt ins Haus.

Das kleine trauliche Wohnzimmer ist leer.

Dr. Berry, al» vertrauter Freund der Frau Oberst und Vormund ihrer beiden Kinder, fühlt stch hjer wie zu Hause. Er wirft stch in einen Sessel am Kamin, schlägt die Beine überein­ander, zieht eine Zeitung aus der Tasche und liest.

Da schleicht auf den Fußspitzen Dolly herein.

Ein Blick auf den Vormund, ein anderer auf da» hellflackernde Feuer im Kamin--

Vorsichtig nimmt sie mit der Feuerzange ei» ganz, ganz kleines Stückchen glühende Kohle aus dem Kamin und legt es auf die äußerste Spitze feines Fußes.

Dr. Berry rührt sich nicht.

Dolly hält den Atem an und blickt von, unten herauf erwartungsvaL itt fein auf die Zeitung gebeugtes Gesicht. ~

Jetzt hebt er den Kopf.

Ihre Blicke begegnen sich.

Es schmerzt nur sehr wenig, liebe Dolly," sagt er mit pedantischem Ernst.Trotzdem würdest Du mich zu Dank verpflichten, wenn Du das Stückchen Kohle wieder wegnehmen wolltest."

Dolly ballt die kleinen Fäuste in komischem Zorn. Mit einer heftigen Geberde schleudert sie das Stück Kohle in den Kamin zurück.

Sie bringen mich rein zur Verzweiflung mit Ihrer entsetzlichen Ruhe, Onkel William?" schmollt sie.Haben Sie denn kein bischen Em­pfindung und Fröhlichkeit im Leibe?"

Dr. Berry antwortet nicht. Aber die schel­mischen Augen, die forschend in die seinen blicken, müssen doch in den strengen, ernsten Zügen eine Antwort gelesen haben.

Denn plötzlich faßt das junge Ding seine beiden Hände und flüstert eindringlich:

Lieber guter Onkel William, nicht böse sein? Ich bin ja ein solcher Nichtsnutz, der alle Welt ärgert. Aber sehen Sie, ich bin jung und gesund übermütig! Ach, so übermütig!! Ich hab' so viel dummes Zeug im Kopf und möchte immer irgend etwas ausführen!"

Und im Ueberschwang ihres fröhlichen Her­zens breitet sie beide Arme aus, als wolle sie die ganze Welt umschlingen.

Doch gleich ist sie wieder ernst.

Und dabei soll ich meinen Bruder nicht küssen! Meinen einzigen Bruder, den ich über ein Vierteljahr nicht gesehen habe. Mein Kutz tut weh sagen Sie! ... Ich werde im ganzen Leben keinen Menschen mehr küssen nein, ge­wiß nicht? Nie!!"

Dr. Berry antwovtet nicht. Ruhig blickt er in die blitzenden Mädchenaugen, während ein schwach ironisches Lächeln um seine Lippen zuckt.

Dolly wird feuerrot unter diesem Blick. Eine Sekunde lang senkt sie die langbewimper­ten Lider.

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Hilchenbach, 29. Okt. Vom 21. bis 25 d. M. And am hiesigen Seminar dis 2. Lehrerprüfung Hatt. Von 25 Lehrern bestanden 17, die somit 3§re Befähigung zur endgültigen Anstellung im öffentlichen Volksschuldienst erwarben.

1 Erndtebrück, 29. Okt. In der vorletzten Nacht wurde auf dem hiesigen Bahnhof in dem Marteraum 3. und 4. Klasse ein Einbruchsdieb- verübt. An demDiebstahle sind vermutlich -mehrere Personen beteiligt. In einem Zimmer, .welches von den Inhaberinnen der hiesigen jDahnhofswirtschaft benutzt wird, wurden etwa D Kisten Zigarren im Werte von 4050 Mark ^gestohlen. Die Täter sind noch nicht ermittelt.

28. Oft: Gestern fand lautGieß. Anz." das fünfzigjährige Jubiläumsfest der Wnweihung unserer Kirche statt. In feierlicher Meise wurde es begangen. Nachdem Lehrer Kemmer den Festzug, an dem sich alle örtlichen ^Vereine und Einwohner einmütig beteiligten, geordnet hatte, machte der Zug einen Umzug ?urch den Ort. Hierauf schloß sich ein Festaottes- Krenst an. In der dicht besetzten Kirche hielten Dekan Magner von Erünberg und Pfarrer Krank von hier ergreifende Festreden.

.' Höchst, 28. Oki. Ein aufregendes Straßen- war. Samstag früh nach demhöchster -Kr.-Bl. in einer bevorzugten Straße im Nord- Desten von Höchst zu sehen. Eine junge Dame megant, aber nur sehr notdürftig kostümiert sstürmte, mit allen Zeichen der Angst im Gesicht' Leichtfüßig dahin, hinter ihr eine ältere Frau' gleichfalls in ausgesprochenem Negligee.. Kopf­schüttelnd sahen die Passanten dem sonderbaren Maare nach, das in der Richtung nach dem Ktadtgarten verschwand, aber bald zurückkehrte Mit einem Dackel auf dem Arm, der unter Mißachtung der Hundesperre entwischt war Sm Jubel wurde der kleine Deserteur einge- zbracht.

HochsKulnachrrSten.

>< Königsberg, 28. Okt. Dem Privat­dozenten für Ohrenheilkunde an der Universität Königsberg i. Pr., dirigierender Arzt am Kran­kenhaus der Barmherzigkeit daselbst, Stabs­und Bataiöonsarzt des Pionier-Bataillons 1, Prof. Dr. med. Otto Voß wurde der Abschied aus dem aftiven Heere bewilligt. Prof. Voß über­nimmt anfangs nächsten Jahres die neugeschaf­fene Stelle eines dirigierenden Arztes an der neu zu erbauenden Ohrenklinik am städtischen" Krankenhaus zu Frankfurt a. M.

Dann lacht sie hell auf glockenhell: ein Lachen, so erfrischend, so herzbezwingend,< und ist in der nächsten Sekunde zur Tür hinaus, Dr. Berry blickt ihr gedankenvoll nach.

Er ist der Familie Robinson von Herzen zrtt getan und wünscht ihr alles Gute. ;

Aber er weiß auch, daß die brave Frau Over» nach dem vor sechs Jahren erfolgten Tode ihre» Mannes über geringe Mittel verfügt und datz sie, um Arthur nach Florida schicken zu können^ eines ihrer wenigen Wertpapiere verkaufen mutzte. Das Auge des welterfahrenen Manneq sieht klar: der arme Arthur wird es nie zu et­was bringen; feine Konstitution ist zu schwach.' Und Dolly mit ihren großen Ansprüchen ans Leben!! Ihr erscheint das Häuschen, in dem sie wohnen, zu klein; die Zimmer sind so niedrig- datz sie beinahe das reizende Köpfchen an di» Decke stößt; Kochen und Aufräumen sind ihr ei* Gräuel, und Kattunfähnchen tragen, ist eben« falls nicht nach ihrem Geschmack so meint wenigstens täglich ein paarmal. -

Was soll aus diesem reizenden temperamentt vollen Mädchen werden, wenn nicht ein gutsititt ierter Mann um sie wirbt und ihr alles das bietet, wonach ihre Jugend und Schönheit brennend verlangt? i

Dr Berry tritt ans Fenster. 1

Draußen am Tor steht Dolly, mit beide* Händen das üppige kastanienbraune Haar aus der erhitzten Sttrn streichend. Deutlich hebt sich ihr entzückendes Profil mit dem feinen gerade* Näschen und der etwas kurzen Oberlippe vonß dunklen Hintergrund des dichten Gesträuchs ach>

Sie spricht mit jemand lebhaft, eifrig- Alles an ihr ist Leben, Beweglichkeit.

Jetzt tritt sie etwas zurück in den Garten^ Ein Man folgt ihr, bindet seinen herrliche« Fuchs, von dem er soeben abgestiegen zu sei« scheint, an einen Baum und schreitet an ihretj Seite dem Lause zu, w

(Fortsetzung folgte

29. Okt. Großen Unterschlagungen ist man bei dem diesigen Gaswerk auf die Spur gekommen. Das Gaswerk gebört der Aktiengesellschaft für Gas und Elektrizität in Köln. An den Unter­schlagungen, die sich auf 20 000 Jt belaufen sollen, sind drei Dueraubeamte des Merkes be­teiligt. Die Schuldigen wurden sofort ent­lassen. Einige von ihnen sind schon frühe'' wegen Ilnterschlggunoen vorbestraft. Mailand, 29. Okt. In Piacenza mußten tausend Familien ausquartiert werden, um sie vor dem Hoch­wasser, das in vielen Straßen drei Meter Höhe erreicht hat, zu retten. Viele andere Orts in der Umgebung von Pavia, Lodi und Padua sind bedroht. Nürnberg, 29. Ott. In der letzten Nacht bat ein in den Kgl. Zentralwerk- stätten im Kesselhanse ausaebrochenes Grotzfeuer dieses und die Dreherei vollständig zerstört. Es wurden viele Modelle vernichtet und Maschinen und Maschinenteile unbrauchbar gemacht. Der Schaden ist ein sehr erheblicher. Hanno­ver, 29; Okt. DerHannov. Cour. meldet: Der Ebes des Militärreittnstitutes, General­leutnant von Festenberg-Packisch, zog sich gestern vormittag durch einen Sturz mit dem Pferde infolge Nusgleitens auf dem Asphaltpflaster in der Nelkenstraße einen Bruch des rechten Mittel­schenkels dicht über dem Knöchel, mit starker Splitterung des Wadenbeines, zu. Der Patient kam in die Behandlung des Eeneraloberarztes Prof. Dr. Geißler. Hohenlimburg, 29. Okt. Von dem Personenzuge aus der Richtung Siegen, welcher nach 12 Uhr nachts die hiesige Station berührt, wurde ein Eisenbahnschaffner aus Hagen (Wests.), welcher wahrscheinlich durch einen Fehltritt aus dem Zuge gestürzt ist, über­fahren und getötet. Bei Tagesanbruch fand man den Unglücklichen tot im Geleise. Mün­chen, 29. Okt. Die Münchener Polizei verhaf­tete den 26jährigen Schweden Per Olaf Carl­son, der in Wiesbaden Perlenohrringe im Werte von 20 000 M gestohlen hat. Sei seiner Ver­haftung machte er einen Selbstmordversuch. Man vermutet, einen gewerbsmäßigen interna­tionalen Hoteldieb verhaftet zu haben. Landau (Pfalz), 29. Okt. Ein hiesiger

8»" lNachdruck verboten.^

Frauenhände.

Roman von Erich Friese««

; - (Fortsetzung).

i Der Wagen hält.

r " Dr. Berry springt herab und hilft dem schlan- ffkN Jüngling, dessen zartes Gesicht vor Freude arnd Aufregung gerötet ist, heraus.

.,Mein Sohn! Mein geliebter, teurer Ar­tthur! Wieder daheim!"

> Frau Oberst Robinson schlingt die Arme um £en Sohn und drückt ihn fest, fest an sich, al» '^volle sie ihn nie wieder von sich lassen.

s Dollys muntere braune Augen tanzen vor Wergnügen. Mit einem Jubelruf will auch sie gich auf den Bruder stürzen und ihn umhalsen FLatz ihn!" hält sie Dr. Berry mit einer ftaschen Handbewegung zurück.Quäl ihn nicht! Krftick ihn nicht mit Deinen Küssen, Dolly! Du Aust ihm weh!"

i Mit einem dankbaren Blick nimmt Arthur fden Arm der Mutter und geht langsam mit ihr 'ins Haus.

< Dolly will folgen. '-«fc:

vSöer Dr. Berry hält sie fest. W 3

-Hier bleiben, Dolly!" 5

r- Sie sucht, sich loszureitzen. Ihre großen Augen sprühen. Das ohnehin lebhafte Inkarnat 'ihrer Wangen vertieft sich.

Dolly Robinson empört sich, und sie macht ,-fein Hehl daraus.

Wie dürfen Sie es wagen, mich von meinem Bruder zuriickzuhalten!" ruft sie aufgebracht. 'Wenn Sie auch mein Vormund find das jasse ich mir nicht gefallen."

Und Dolly stampft mit dem Fuß auf und reißt zornig ein paar Blätter vom nahen Flie­derstrauch, um ihrem empörten Herzen Lust zu machen.

Die Hände auf dem Rücken zusammengeleg^

Vierteljährlicher Bezugspreis; der oer Erptdiiion 2 Ltch

b« allen Postämtern 2,25 Mt. itjct Bestellgeld). ZvSUtvlltß Erscheint wöchentlich sieben mal.

SnsertlouSgebühr: die gespaltene Zeile oder vercn Ärum 15 Pst._____Druck mrd Verlag- Joh. Ang. Koch, Umvcrfitäts-Bnchdrnckerei 42. Jllhrg.

Neelamcn: die stelle so A'g. 1(1$, dl. öitOufr 1907« Marburg, Markt 21. Telephon 55.

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