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Erstes Blatt

Die Novelle zum Börsengesetz.

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Es erübrigt sich, über die beiden Meister Klengel und Berber etwas zu sagen, ihre Kunst Ist genügend bekannt; ihr einfaches, gar nicht Virtnosenhaftes Spiel bei unfehlbarer Technik

sprechen. Der Hauptgrund, weshalb ein solcher gesunder Zustand heute noch nicht erreicht ist, liegt in der unzureichenden Definition des Börsenterminhandels", wie sie in 8 48 des Vörsengesetzes gegeben ist und die nach ihrem Worlaut offenbar auch jedes legale tatsächliche Zeitgeschäft umfaßt, dessen Verbot niemals von

Stimmführung des Orchesters. Hier steht gleich der große Symphoniker vor uns: Nichts Aeutzer- tiches Gesundheit, Kraft! Wte abgeklärt klang das Andante, wie greifen hier die verschie­denen Jnstrumentengruppen die Thema auf und führen es durch. Glänzend vor allem war hier der Schlußsatz.

Das ganze Konzert war eine Glanzleistung, zu der man den akademischen Konzertverein nur beglückwünschen kann. Das Publikum spen­dete reichlich Beifall, die aber vielleicht bei dem Werke Tschaikowskys noch reicher hätte fein kön­nen. Oder «ar es zu neu? =»

bie Solisten auch sehr spröde und zum Teil un­dankbar, so entschädigt uns hier die selbständige

daß die modernen Sessionen mit bedeutend mehr Papier arbeiten, als die früheren. Während z. B. die zweite Legislaturperiode bei 4 Seft fionen nur 5 Bände mit etwa 500 Drucksachen« nummern aufführt, enthalt die 11. Legislatur« periode bei gleich langer Sitzungsdauer 16 Bände mit 1476 Nummern. Diese 16 Bande wiegen etwa 3 Zentner. Man kann sich hieraus ein Bild von der ungeheuren Papierver'chwen« düng machen, denn von jeder Drucksache werde» 500 Exemplare gedruckt, also 500 X 3 Zentner --- 1500 Zentner Papier in drei Jahren ohn» Berücksichtigung des Papiers für die stenogra­phischen Berichte. Mitgeteilt sei noch, daß jede» Abgeordnete diesen Papiersegen ins Haus ge­sandt erhält. Die Zahl der Legislaturperio» den seit 1867 beträgt 14, davon fallen 2 auf de» Reichstag des Norddeutschen Bundes. Die Zahk der Sessionen beläuft sich auf 46. ,

Bon der Reichsbank. Wie bereits gestern auf Grund einer Drahtmeldung kurz mitgeteilt wurde, hat der Zentralausschuß der Rrichsbank, in seiner letzten Sitzung beschlossen, den Wechsel« ! diskont von 5ys Prozent auf 6% Prozent und den Lombardzinsfuß von 6y2 Prozent auf 7yä' Prozent zu erhöhen. Diese Maßnahme ist je­denfalls bedingt durch die gegenwärtige Krisis in Amerika, wo man sich jetzt gezwungen sieht, Gold in größeren Beträgen aus Europa heran­zuziehen.

I gekommen und hat im kaiserlichen Palast Woh­nung genommen.

Vom Festmahl des Berbandes deutscher Industrieller. Berlin, 29. Okt. Anläßlich der Tagung des Zentralverbandes Deutscher Industrieller fand gestern abend im Palasthotel [ ein Festmahl statt, an welchem teilnahmen der Staatssekretär des Innern Dr. v. Bethmann- Hollweg, Handelsminister Delbrück, Eisenbahn­minister Breitenbach und andere höhere Beamte. Nach dem Kaiserhoch des Vorsitzenden, Hütten- besttzers Dopelius, begrüßte Geh. Kommerzien­rat Kirdorf die Ehrengäste, indem er das Be­dauern ausdrückte, daß Finanzminister Frhr. v. Rheinbaben durch dienstliche Obliegenheiten zu- rückgehatten sei. Kirdorf betonte in seiner Rede die Notwendigkeit der Geschlossenheit innerhalb der Industrie, besonders des geschlossenen Kampfes gegen die Umsturzparteien. Der Um­sturz gehe nicht nur von den Sozialdemokraten aus, sondern auch von anderen Arbeiterorgani­sationen, deren Zweck sei, Feindschaft zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern zu säen. Die- ! fett Bewegungen gegenüber den Herenstandpunkt gewcchrt zu haben, sei nach ihrer Ueberzeuaung richtig gehandelt. Die Leiter der Industrie nähmen keine andere Stellung ein, als daß sie die ersten Beamten der Industrie seien. Mögen die Vertreter der Negierung überzeugt sein, daß die Vertreter der Industrie es für nötig gebal- ten haben, wenn sie dem sozialen Strome nicht folgten, und daß sie bemüht seien, die Lebens­fähigkeit der Industrie zu erhalten. Handelsmi­nister Delbrück erwiderte im Namen des Fi­nanzministers und führte aus, daß die Regier­ung sich nicht in den Bann von Kirdorfs An­schauungen zwinaen zu lassen brauche. Der Fi­nanzminister müsse nicht nur der Industrie, sondern auch den Arbeitern rin treuer Herater sein. Delbrück schloß, die heutigen Verhandlun­gen haben gezeigt, daß der Zentralverband auf sozialer Grundlage nicht verneinen will, sondern geben. Ein Streit ist nur über das Mast. Daß Kirdorf sagte, wir wollen Herren im Hause blei­ben. hat in der öffentlichen Meinung mehr ge­schadet als manche bittere Tat. Es liegt jedem Unternehmer fern, ein mittelalterliches Herren­tum gegenüber den Arbeitern aufzustellen. Es liegt uns fern, den freien Willen zu beschrän­ken, auch wenn es fick um unsere Arbeiter han­delt. Wir wollen Kameraden unserer Arbeiter sein. Dann wird die Industrie nicht als In­dustrie groß sein, sondern auch in der Achtung aller Parteien des Vaterlandes und auch in der Achtung des Auslandes.

Der außerordentlich« deutsche Anwaltstag ist für den 23. und 24. November nach Leip­zig einberufen worden. Es handelt sich dabei um Stellungnahme zu der geplanten Reform des Zivilprozesses, insbesondere zu der in Aus­sicht genommenen Kompetenzerhöhung der Amtsgerichte.

Die Anfiedelungskommisfion für West» preußen und Posen wird am 1. November zu einer zweitägigen Sitzung in Polen zusammen­treten. An dieser werden auch teilnehmen die Oberprüfidenten v. Jagow-Danzig und v. Wal- dow-Posen und mehrere Ministerialdirektoren und Räte aus den beteiligten Ministerien. In der Sitzung werden hauptsächlich Verwaltung?- und Besiedlungssachen zur Beratung kommen.

123 Bände Reichtstagsreden. Eine recht interessante Aufstellung über die Quantität der

Erscheint wLchmtlich sieben mal.

Druck und Verlag' Joh. Aug. Koch, UniverfitStS-Buchdrnckerci 42. Jahrg, Marburg, Markt 21. Telephon 55. °

I Reichstagsreden veröffentlicht dieKorresp. I Wooth". Sie schreibt: In den 40 Jahren seit I Bestehen des norddeutschen Reichstags, also von I 18671907, find im Reichstage 132 Bände steno- I graphischer Berichte herausgegeben worden.

Jeder Band enthält durchschnittlich die Ver­handlungen von 30 Sitzungen, und jeder Sitzungsbericht ist wiederum durchschnittlich 45 Seiten stark, sodaß jeder Band im Durchschnitt 1350 Seiten oder 337^ Bogen enthält. Ins­gesamt hat also der Reichstag in 40 Jahren ge­redet: 123 Folianten mit 166050 Sei­te.« oder 41512% Bogen. Jede Sette enthält 2 Spalten, jede Spalte durchschnittlich 70 Zeilen, in 40 Jahren wurden also 332100 Spalten und 2324700 Zeilen zusammenge­redet. Rechnet man den Durchschnitt der Worte pro Zeile auf 8, so wurden in 40 Jahren im deutschen Reichstag insgesamt 18 597 600 Worte, rund also 18% Millionen Worte ge­sprochen. Die Zahl der gesetzten Buchstaben in jeder Zeile wird mit 45 im Durchschnitt ange­nommen, die in 40 Jahren vom Reichstag ver­zapfte Weisheit besteht also aus 104 611500 Buchstaben. Außer den Bänden mit den steno­graphischen Berichten wurden für die Reichs­tagsbibliothek noch sämtliche Drucksachen, die offiziell herausgegeben wurden, gesammelt. Der­artige Bände existieren 103. Die Stärke dieser Bände ist schr verschieden, je jünger ihr Datum ist, um so stärker sind sie; es geht daraus hervor,

1/ Akademisches Konzert. L S E2 2JÄE Ä

1 v I Hrngave hielt der Dtrtgent das Orchester tn der

Die Reihe der Akademischen Konzerte wurde I schr schwierigen Begleitung zusammen und -estern mit einem Orchesterabend eröffnet. führte sie glänzend durch. Das Publikum zollte

Als erste Nummer brachte uns Herr Prof. I Solisten und Dirigenten lebhaften Beifall.

Jestner die bekanntere D-dur=Sutte von Bach. I Die Schlußnummer bildete die Symphonie Welche Kraft, welche Klarheit und doch welche I pathdtique Tschaikowskys, des russsichen Betho- Fnnigkeit schon gleich in der Ouvertüre! Im I ven. Der Komponist vollendete die Symphonie Ru war man aus dem Alltagsleben in eine bes- I kurz vor seinem Tode (1894). Und find es nicht sere Welt entrückt. Waren die Bläser in der I banke Todesahnungen, die aus diesem Werk Ouvertüre vielleicht im Anfang zu laut und I sprechen? Wie eigentümlich düster die Einleit- beim ersten Einsatz auch nicht ganz rein, so war I ung in den Bässen und Fagott. Wie leiden- der Gesamteindruck doch sehr wirkungsvoll. Mit I schaftlich das oft wiederkehrende Gesangsthema. Sicherheit und Kraft spielte Herr Berber die I Mit großem Ausdruck spielte hier das Streich- Dolo-Violine in der Fuge. Schlicht und er- I orchester. Und hier sei auch dem Klarinettisten Greifend führte er den Solopatt in dem darauf I ein besonderes Lob gezollt, der mit feinem Ver- ifolgenden Air aus. Vielleicht hätte hier das I ständnis spielte. Das Allegro grattoso, wohl Orchester bei der allerdings sehr difficilen Be- I eine russische Volksmelodie mit seinem eigen» tzleitung noch reiner sein können. Fttsch mit I. artigen fünfviertel Tatt, zeigt uns de« Kom- Schwung kamen die folgenden Tonsätze zu Gehör. I ponisten noch einmal in httterer Gemütsverfas-

An zweiter Stelle folgte Brahms' Doppel- I sung. Vielleicht hätte hier das Grattoso noch Konzert für Cello und Violine. Mit bekannter I mehr heraustreten können. Der dtttte Satz Meisterschaft spielten die Herren Berber und I Allegro molto vivace brachte uns die große Strenge,! Mefes Konzert. Ist der erste Satz für | Steigerung. Gut kam das neckische Anfangs-

v ~r thema heraus und steigette sich in dem Marsch­thema zu gewalttger Höhe. Der letzte Satz steht wieder in engem geistigen Zusammenhang mit dem ersten. Immer düsterer wird die Musik, bis sie zuletzt trostlos wieder in H-moll ans- j klingt.

| Das Urteil im Harden-Prozess«. Der An»

I geklagte Harden ist freigesprochen, I dem Privatkläger Grafen v. Moltke sind die I Kosten des Verfahrens auferlegt worden. Das I war das Ergebnis des Moabiter Sensationspro« I zesses, das bereits gestern mittag durch Sonde« I ausgäbe derOberhess. Ztg." mitgeteilt worde» I ist. In der Urteilsbegründung heißt es: Das I Gericht hatte allein zu prüfen, wäs der Ange» I klagte in den acht Artikeln gesagt hat, unerheb« I lich ist, wie er später seine Worte gebeutet hat^ I unb was er nachher in der Hauptverhandluna | anderes behauptete. Als beleidigend für beit I Privatkläger wurden von dem Gericht nur vier I Artikel befunden. In diesen vier Artikeln be» I hauptete der Beklagte offenbar eine anormale I Sexualempfindung des Privatklägers und H« I mosexualität. An sich mag diese Behauptung I «och nicht beleidigend fein, aber andererseits I wird damit doch weiter behauptet, dieser sexual» I Trieb wäre feinen Freunden gegenüber erkenn« I bar. Dies ist bei der Stellung das PrivatklÄ I gers und solange das Gesetz die Homosexualität I wenn auch nur in der schärfsten sslorm ihrer Au« I Übung verbietet, geeignet, den Kläger verächtlich I machen und ihn in der öffentlichen Meinung. I herabzuwürdigen. Den von dem Beklagten er« | hobenen Einwand der Verjährung betreffend, I nimmt das Gericht an, daß der H»klagte deek I Kläger solange herabwürdigen wollte, bis et I seine vermeintliche politische Tätigkeit einstellt». I Es liegt ein fortgesetztes Delikt vor. Eine B«. | leidigung ist jedoch nur strafbar, wenn die be* I haupteten Tatsachen nicht erweislich wahr find. I u3 ^ettcbt ist zu dem Schluß gekommen, daß! I dem Beklagten der Wah-heitsbewtts geglückt ist, I Die Aussagen der Frau v. Elbe und ihres Soh-> I nes in Verbindung mit dem Gninchten von Dr. I -Hirschfeld brachten das Gericht zu der Leber« I Zeugung, daß der PrivaMäger tatsächlich homo. I sexual veranlagt ist: Er ist dem weibliche« I Geschlecht abgeneigt, hat Zuneigung zu dem I männlichen, sowie gewisse feminine Eigenschaft I ten. Das Eingehen einer Ehe beweist nach dem

Gutachten hiergegen nichts. Die Anzttchen der Homosexualität, die innige Freundschaft zum I Fürsten Eulenburg, die liebkosenden Anreden.

die vielerötterte Taschentuchepisode sind Taft fachen und nach dem Zeugnis der Frau von Elb« und ihres Sohnes deutlich genug erkennbar ge­wesen. Der Kläger konnte dies nicht bestreiten. Betreffs der vom Angeklagten angereate« Frage der Verjährung hat das Gericht angenom­men, daß sämtliche Artikel einem einheitliche« Entschluß entsprungen find. Das Gericht nimmt also an, daß der Beweis der Wahrheit erbracht ist. Es muß hier ausdrücklich sararf hingewie­sen werden, daß nicht etwa hier festgestellt ist der Graf Moltke habe strafbare Betätigung 8er Homosexualität an den Tag gelegt Es ist lediglich als festgestellt erachtet: $t ist homo­sexuell und hat diesen Trieb anderen gegenüber nicht unterdrücken können. Es erübrigt sich ein weiteres Eingehen auf die politischen Ausführ­ungen des Angeklagten. Diese sollten nur nach­weisen, daß er in Wahrnehmung berechtigter Interessen gehandelt habe. Es liegt eine straf, bare Handlung nach Paragraph 186 nicht vor, ebensowenig ist Paragraph 185 anwendbar, da aus der Form die beleidigende Absicht nicht z» schließen ist. Das llttttl lautete, wie schon be­merkt, dahin: Der Angeklagte ist der fottge» setzten Beleidigung nicht schuldig, er wird freigesprochen, die Kosten werden dem Privatkläger Grafen v. Moltte auferlegt. Wie verschiedene Blätter melden, ereigneten sich

mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg unb Kirchbaim

SoritttaasbeUaae: AVuttrtrtes SorrrrtaaSblatt. - J w

Die Börsenpresse sucht neuerding mehrfach I irgendwem verlangt worden ist. Die unteren chen Eindruck zu erwecken, als sei den landwirt- Eerichtsinstanzen haben denn auch bei Entschei- sschaftsfreundlichen Parteien das geltende I düngen über Getreidelieferungsgeschäfte von ,Bösengesetz in jeder Einzelheit ein Blümlein der wortlautgemäßen Anwendung des Börsen- , Rührmichnichtan. Solche Darstellung ist natür- gesetzes bisher durchweg Abstand genommen und ttch unrichtig. So oft im Reichstage von der zutreffend nach dem Gesamtinhalt des vom Ee- 'Linken eine Abänderung des Gesetzes in der setzqsber Gewollten dahin erkannt, daß die Ee- Hekannten Richtung gefordert wurde, kam auch schäfte verbindlich seien, wenn effektive Lie- ivon der Rechten alsbald die gelassene Antwort: fetung und Abnahme gewollt war und unver- die Einbringung einer solchen Novelle wird uns I ländlich, wenn das Gegenteil zu erweisen war Willkommener Anlaß sttn, die von uns als not- I Bei dieser Schwierigkeit ist aber anzunehmen wendig erkannte Verschärfung des Gesetzes zu daß seitens der Börsenaufsichtsbehörde große erstreben. So ist just auch jetzt die rechte Zeit, Nachsicht auch gegenüber denjenigen Geschäften der Regierung, rote den Parteien ins Gedacht- der Berliner Produktenbörse geübt worden ist, i«is zu rufen, daß bei einer Abänderung des die offenbar als verbotene Differenzgeschäfte zu ^Borsengesetzes auch die rechtsstehenden Parteien verhindern waren, und deshalb ist eine Aen- üicht wunschlos dastehen. I beiung des Wortlauts des § 48 unverläßlich.

Grundsätzliche Gegner der Börse dürste es I Jüngst wurde gemeldet, die Börsengesetz- Kicht geben. Geschäfte, bei denen die Gewähr I Novelle werde hinsichtlich des Getreidetermin- ,besteht, daß der Verkäufer beim Terminablauf I Handels die Bestimmung enthalten, solche Ge- : die Waren wirklich liefern, der Käufer sie wirk- I schäfte sollen nicht anfechtbar sein, die zwischen lich empfangen will, hält auch jeder Landwirt I Erzeugern und Verbrauchern abgeschlossen wer- Mr einwandfrei und wirtschaftlich notwendig. I den, sofern die ersteren nur selbst gewonnene Anders aber steht es mit den Börsenterminge- I Produkte verkaufen und die letzteren nur ein- fchäften, die sich zwar in den äußeren Formen I mal den Betrag ihres Jahreskonsums kaufen. Effektiver Lleferungsgeschäste bewegen, nach Ab- I Wäre mit dieser Notiz die Absicht der Regierung sicht der Kontrahenten aber nicht mit Lieferung I richtig wiedergegeben, so wäre nach den obigen And Abnahme der Waren, sondern mit Zahlung I Darlegungen gegen das Ziel der Regierung einer Preisdifferenz enden sollen, Geschäfte, die I natürlich nichts einzuwenden.

stets alsDifferenzgeschäfte" bezeichnet werden I Welche Aenderungen am Vörsengesetz sich für sollten. . Sie sind als schädlich zu betrachten und I die landwirtschaftsfreundlichen Parteien er- daher völlig zu beseitigen, wobei sich aber an I geben, liegt nach dem Gesagten auf der Hand, -dieses Verbot auch die z i v i l rechtliche Wirkung I An Stelle der im § 48 gegebenen Definition ist der Unverbindlichkeit aller Forderungen aus I eine genaue Definition desDifferenzgeschäftes" solchen Geschäften und die strafrechtliche Wir- I zu setzen. Ferner ist eine Bestimmung aufzu- kung von Geld- und Freiheitsstrafen knüpfen I nehmen, die eine Lieferungskontrolle bei jedem müßte. Ilm aber die wirtschaftlich notwendigen I an einer Produktenbörse geschlossenen Geschäft Termingeschäfte von bett schädlichen Differenz- I herbeifuhtt, und endlich sind angemessen hohe geschaffen wirksam unterscheiden zu können, ist I Strafbestimmungen für Zuwiderhandlungen die Einführung eines Deklarationszwanges für I segn den Deklarationszwang und gegen das jedes Geschäft zu erstreben und seine Köntrol- I Verbot des Differenzgeschäftes zu erstreben, jieruiig durch eine besondere Börsenkommisfion. I Mit solchen Bestimmungen würde nachgeholt, Anverschuldete Nichtlieferung oder Nichtab- I was bei der letzten Reform des Börsengesetzes Kahme müßte natürlich straf- und zivilrechtliche I noch versäumt worden ist.

Wirkungen ausschließen. I i-----

In der Richtung dieser Forderungen be- SWMtoi

heutet, wie uns mitgeteilt wird, das geltende I -Lrntslyes jic.-ijj.

Börsengesetz bereits einen Schritt vorwärts. Das I Der Kaiser, der am Montag nachmittag differenzspiel an der Produttenbörse ist schon I mit der Kaiserin eine Ausfahrt unternommen drheblich beschränkt, wenn auch leider noch nicht I hatte, hörte später den gemeinsamen Vortrag völlig beseitigt worden. Der Kernpunkt ist und I des Chefs des Zivilkabinetts, des Finanz-

bletbt hier eine gesunde und gerechte Preisbil- Ministers, des Kultusministers, des General-

dung, die lediglich durch den wirklichen Vor- direktors Bode und des Professors Dr. Messel.

LA L Zur Abendtafel war Reichskanzler Fürst Bülow j

tsumnnschnur des dörfischen Angebots und der I u

Erfischen Nachfrage unabhängig ist. Jeder Der- ßel DeiL . t

taufet muß eben wissen, daß er unbedingt zu I .t,n$ "ugust Wilhelm vo« Preuße« als liefern, jeder Käufer, daß er unbedingt abzu- Student. Prrnz August Wilhelm, der diesen rechnen hat. Dann sind nur Geschäfte möglich, I Winter die Kaiser Wilhelm-Universität besuchen die einem wirklich vorhandenen Bedürfnis ent- I wird, ist Montag vormittag in Straßburg an-

Vietteljährlicher BezugSprelSi brr der Exfichitio« 2 Mk. OfU

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- Donnerstag. 81. Oktober 1907.