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Vierteljährlicher Bezugspreis; bet Der Exxchition 2 MH, bet allen PostLmtem 2,25 M. (excl. Bestellgeld). i

JnfertlonSgebühr: die gespaltene Zeile aber deren Raum 15 Pfg.

Rcclamen: die Zeile SO Pfg.

Marburg

Mittwoch, 80. Oktober 1907.

Erscheint wLchentlich sieben mal.

Druck und Berlage Joh. Lug. Koch, UniverfitStS-Duchdruckmi Marburg, Markt 21. Telephon 55.

42. Jahrg.

Erstes Blatt

ii

tNachdruck verboten.)

Knabe setzt sich in ^ternhausl^Ur§ den Fingern abzu.

12.

was mein

!ti

Deutsches Reich.

Glückwunschtelegramm de» Kaiser» an den Botschafter v. Radowitz. Berlin, 28. Ott. DieNordd. Allg. Zig." schreibt: Dem Kaiser­lichen Botschafter in Madrid, v. Radowitz, ist zu dem Tage seines 25jährigen Botschafterjubi« läums nachstehendes Telegramm des Kaisers zu­gegangen:Es ist Ihnen, wie ich erfahre, ver­gönnt, heute die fünfundzwanzigjährige Wieder­kehr des Tages zu feiern, an welchem Sie durch das Vertrauen meines hochseligen Herrn Groß­vaters zum Botschafter ernannt wurden. Es gereicht mir zur Freude, Ew. Exzellenz aufrich­tigen Glückwunsch hierzu auszusprechen, zugleich mit meiner dankbaren Anerkennung für di« langjährigen treuen Dienste, welche Sie mir und meinen Vorgängern an der Krone und dem Vaterlands geleistet haben. In herzlicher Dank­barkeit Wilhelm I. B."

Mie nächsten Aufgaben des deutschen

Am Ende von Washington, dort, wo die Häuser aushören und der wette Eichwald be­ginn^ steht die kleineVilla Tuskulum".

Woher das niedrige, unscheinbare Häuschen den hochklingenden Namen bezogen, weiß nie«

verschiedensten politischen Gebieten in ganz ein­schneidender Weise positiv tätig zu sein. Es darf die Hoffnung ausgesprochen werden, daß die Reichstagsmehrhett das Vertrauen, das ihr in dieser Beziehung entgegengebracht wird,.auch rechtfertigen wird.

Wollen sehen." HW Darf ich sie nennen?* * Sprechen Sie nur!" Also ersten»!" Der i Positur und beginnt an den zählen.

Roman von E r i ch F r i e s e n. (Fortsetzung).

,.Wenn Sie nicht wollen, dann tue ich es Nicht," sagt er enttäuscht.Ich tue alles, was Cie wünschen. Sie wiffen ja nicht, wie lieb ich Cie habe. Gleich nach meiner Mutter kommen Cie. Auch meine Schwester liebe ich und meinen Vormund, der ein berühmter Rechtsanwalt in Rewyort und gewiß ein sehr guter Mensch ist. Aber Sie find mir doch noch viel teurer! Wenn Cie nicht gewesen wären, ich hätte sterben müssen hier im fremden Land ohne irgend je­mand, der mich ein bischen lieb hat. Selbst der Gedanke an meine gute Mutter konnte mich in meinen Schmerzen nicht trösten. Aber Sie haben so etwas an sich ich weiß nicht was so etwas Großes, Erhabenes, Kraftvolles, woran Man sich aufrichten kann, wenn man darnieder- kiegt. Sie find der vollständige Gegensatz zu Meiner Schwester. Dolly ist wie ein Wirbel­wind,' ihre beständigen Faxen machen mich tzervös. Sie aber find die Ruhe, der Frieden." ; Tief atmet der Knabe auf. Das lange Sprechen hat ihn sichtlich angegriffen.

Warum haben Sie eigentlich nicht geheira« kl, Schwester?" fragt er plötzlich nachdenklich. »Sie müßten doch einen Mann furchtbar glück­lich machen?"

Keine Antwort.

Liebe Schwester Virginia, habe ich Sie mit I deiner Frage verletzt? Verzeihen Sie mir!" i Keine Antwort.

| Arthur erschrickt.

-Er erhebt sich von seinem Stuhl und nähert e9 der Pflegerin die bewegungslos an der Marmorbrüstung der Terrasse lehnt und auf» Meer starrt. I

1 Störe Augen stehen voller Thränen. |

.ist zu viel für den kaum von schwerer I

Krankheit Genesenen, |

Erstens: ich möchte Ihnen schreiben lange, lange Briefe mit allem, was bei mir zuhause passiert, was ich denke und empfinde.

- rz bewegt. Darf ich?"

Schwester Virginia kämpft einige Augen-

lss Bereits jetzt läßt sich das Arbeitspensum, das fcem Reichstag im neuen Tagungsabschnitte vor- fiegen Wird, schon ziemlich ganz übersehen. Rach dem Stande der Etatsvorarbeiten wird darauf zu rechnen sein, daß der Reichstag den R e i ch s - Haushaltsetat für 1908 vor den Weih- «achtsferien noch in Beratung nehmen kann. Wenn in einigen Blättern bereits Mit­teilungen über verschiedene Einzelheiten des Etats gemacht werden, so kann, wie aus amt­licher Quelle verlautet, nur betont werden, daß der Bundesrat den Etat noch nicht fertiggestellt Hat und deshalb auch alle Nachrichten dieser Art 'verfrüht sind. Um die Mitte des nächsten Mo­nats dürften die authentischen Nachrichten über die Ausgestaltung des nächstjährigen Etats ver­öffentlicht werden, und dann wird man auch die Einzelheiten übersehen können. Daß sich in den Etats für Heer und Marine Neuerungen vor­finden werden, die im Reichstage zu Erörterun­gen Anlaß geben werden, ist allerdings sicher. Nicht sicher ist dagegen immer noch, ob irgend­welche zur Aufbringung der Deckungsmittel be­stimmten Finanzvorlagen schon im nächsten Winter an den Reichstag gelangen werden. Auf diesem Gebiete dürften Gesetzentwürfe, die be­stimmte Aussicht auf baldige Unterbreitung bei den gesetzgebenden Faktoren haben, noch nicht ausgearbeitet sein. Es wird dies aber keinen Hinderungsgrund für den Reichstag abgeben, bei den Etatsdebatten seinerseits in Erörterun­gen über die Deckungsmittelfrage einzutrcten. Im übrigen hat der Reichstag eine finanz­politische Vorlage noch'zu erledigen, die im vori­gen Tagungsabschnitte nicht fertiggestellt wurde, den Entwurf über die Maischbottig- steuer. Von allgemeinpolitischen Vorlagen ist zunächst der Gesetzentwurf über das einheitliche Vereinsrecht, der zum Teil auch auf das sozial­politische Gebiet hinüberspielt/ zu erwarten. Groß wird die Zahl der sozialpolitischen Vor- j lagen sein, die den Reichstag beschäftigen wer- i den. Bei ihm ruhen jetzt noch der Entwurf über die Herstellung von Zigarren in der Hausarbeit, die Entwürfe über den kleinen V fähigungsnach- Eveis und über die Sicherung der Bauforderun- tzen, sowie schließlich der von der Sozialdemo­kratie so stark angefeindete Hilfskassengesetzent­wurf. Sicher aber werden auf diesem Gebiete pem Reichstage noch zugehen die recht umfang- I

I reiche Eewerbeordnungsnovelle mit den verschie­denen den Arbeiterschuh ausbauenden Neuerun­gen und die Novelle zum § 63 des Handelsgesetz­buchs. Ob es gelingen wird, den Entwurf über die Arbeitskammern noch im Winter fertigzu­stellen, ist zweifelhast. Als sicher darf angesehen werden, daß größere, die Arbeiterversicherung betreffende.Entwürfe diesmal nicht vorgelegt werden sollen. Die Zahl der aufgeführten so­zialpolitischen Entwürfe ist aber schon so groß, daß es taktisch nicht richtig wäre, den Tagungs­abschnitt noch weiter mit Entwürfen dieser Art zu belasten. Man wird froh sein können» wenn die aufgeführten Vorlagen zur Erledigung ge­bracht werden. In der Handelspolitik sind zwei

I Entwürfe mit Sicherheit zu erwarten, einmal ein Gesetzentwurf, der die Möglichkeit zur Ver­längerung des jetzigen handelspolitischen Ver­hältnisses zu Großbritannien schafft und der Handelsvertrag mit Montenegro. Ob sich dazu noch ein Handelsvertrag mit Dänemark gesellen wird, wird von der Entwicklung der Dinge im dänischen Parlamente abhängen. In das wirt­schaftspolitische Gebiet gehörten die dem Reichs­tage ganz sicher zugedachte Börsengesetznovelle, sowie der Entwurf über die Erleichterung des Wechselprotestes, der dem Reichstage bei seinem Wiederzusammentritt zugestellt werden soll Ob i _ $ie Kaiserin empfing gestern im Pfeiler- sich die Arbeften an dem Scheckgesetzentwurf so- I saal des Berliner Schlosses den Bildhauer Ernst wie an der Vorlage über die Einführung des Freese und besichtigte dabei gleichzeitig die von Postscheckverkehrs so werden beschleunigen lassen, I dem Künstler geschaffene und von der Kaiserin daß noch im Winter Entwürfe an den Reichstag I gestiftete überlebensgroße Eoethebüste für gelangen können, wird abzuwarten fein. Für I Frankfurt a. M. Das Modell zeigt den Dichter die Landwirtschaft wird namentlich die im I in Hermenform mit leichter Gewandung. Die Bundesrat bereits fertiggestellte Novelle zum I Kaiserin äußerte ihre Zufriedenheit über die Viehseuchengesetz Interesse haben. Außerdem Eestnltung des Werkes und bemerkte, daß es liegen dem Reichstage noch vor: der in Arbeit I auj9 ?,cn ^?ti"ll des Kaisers gefunden habe. Sie befindliche Weingesetzentwurf, sowie die Novelle LL

Iwtaitr I und wünschte das Werk vor der

gelschutzgssetz, dre beide bereits dem Reichstage I Vollendung noch einmal zu sehen. Die von der vorhegen. Schließlich wären die Vorlagen zu Kaiserin gewidmete Kolossalbüsts wird die erwähnen, die speziell juristischer Natur sind, I Vorhalle des kürzlich eingeweihten neuen wie die Entwürfe über die Bestrafung von Ma- I Senckenberg-Museums in Frankfurt schmucken, jestätsbelerdigungen und über den Versicher- Eine Huldigung für Kaiser Wilhelm an ungsvertrag, die dem Reichstage schon vorgelegt I Bord derAmerika". Hamburg, 28. Okt. sind, sowie der Entwurf über das Verfahren bei I Die Teilnehmer an der Hamburger Versamm- den Amtsgerichten, der zwar noch in Arbeit ist, lung derBaltic and White Sea Conference "der doch so gefördert werden soll, daß er mög- I waren am Sonntag Gäste derHamburg-Ame- lichst noch dem Reichstage im Winter unterbrei- I rika-Linie" auf dem RiesendampferAmerika", tet werden kann. Ob sich an diese lange Reihe I Auf der Rückfahrt hielt ein englischer Teilneh- noch die in Vorbereitung befindlichen Entwürfe I mer der Konferenz, der Bürgermeister Machic einer Maß- und Eewichtsordnung, einer Novelle I von Leith, eine Rede auf den deutschen Kaiser, zum Gesetz über die Bekämpfung des unlauteren I Er knüpfte dabei an den bevorstehenden Besuch Wettbewerbs u. a. schließen werden, muß abge- I des Kaisers in England an und sprach die Zu­wartet werden. Auf jeden Fall zeigt die Liste I verficht aus, daß der Kaiser einen großartigen der Entwürfe, die den Reichstag sicher demnächst I Empfang finden werde. Jede fremde Nation, beschäftigen werden, daß seiner jetzigen Mehr- I die auf der Konferenz vertreten fei, verstehe, heit Gelegenheit gegeben werden wird, auf den I daß der Kaiser für die Größe und Wohlfahrt

su.... ....... ....I

Don plötzlicher Schwäche befallen sinkt er in | blick mit sich. Dann sagt sie freundlich, aber be- den Stuhl zurück. I stimmt:

Sofort ist Schwester Virginia bei ihm. Alles INein, lieber Arthur. Das dürfen Sie Leid, alles Weh ist vergessen beim Anblick des I nicht." . ,

todesbleichen Knabengesichtes mit den ge-Nicht? ... Warum nicht?

schlossenen Lidern. IDas kann ich Ihnen nicht sagen. Aber glau-

Arthur! Mein lieber, lieber Junge, was I ben Sie mir es ist besser so."

ist Ihnen?" IOh, wie schade! . . . Aber den zweiten

Sie Sie weinen?" schluchzt der Knabe I Wunsch! Den werden Sie mir gewiß erfüllen! aus.Und ich bin Schuld an diesen Tränen I Ich möchte nämlich er zögert ein wenig ich! Oh!" Iich möchte Ihre Photographie haben."

Und Arthur schlägt die Hände vor die Augen I Sie schüttelt den Kopf.

und weint weint--weint--- IAuch den Wunsch kann ich Ihnen nicht et«

Mit mütterlicher Sorgfalt bemüht Schwester füllen, liebes Kind, so leid es mir tut"

Virginia sich um den aufgeregten Knaben, dis I Ach auch nicht!"

er sich vollständig beruhigt hat. Der Knabe läßt den Kopf hängen. Er ist

, Sie ist wieder ganz fie selbst ernst, ge- bitter enttäuscht.

lassen, fwbefpenbenb.Sie haben ja noch einen Wunsch, lieber Ar«

f.,®tne Zeitlang sitzt Arthur still und nalydenk- thur," tröstet Schwester Virginia. "Biel« »ch da. ..... I "

, eJ Ptö plötzlich mit einer hastigen Ge- IIch wage Ihn gar nicht mehr zu nennen.

berbe aufridjtet. I Sie erfüllen ihn ja doch nicht," murmelt der

Stnb Ste mir nicht mehr böse, Schwester I betrübte Knabe.

Virginia?" ' I Sie lächelt. * ,

b«!n> liebe» Kind?" ;. IVersuchen Sie es noch einmal!" 'T

m f,SOeT Sie mft meinen dummen Fragen I Tiefe Röthe steigt in Arthurs feines Gesicht

aujaeregt habe. .. f I bis hinauf unter da» braune Haargelock, al» et

Sie schüttelt den Kopf. M zaghaft sagt:

"reeto!fc E IIch ich möchte einen Kuß haben

Gewiß nicht. I einen Abschiedskutz, der mich gewissermaßen

... »Dann müssen Sie mit drei Wünsche et« I segnet--

e? 9« ~ Zeikhen, daß Sie mit nicht zürnen! I Ruhig, ohne Zögern beugt Schwester Mr«

3a'--- I ginia sich nieder und berührt für einen Augen­

blick die Stirn des Knaben mit ihren Lippen.

So, mein liebes Kind! Und nun gehe ste Nacht vor Heimkehr in da» ) Gott segne Dich!"

seines Volkes mit allen Kräften strebe. Aber alle Dertteter der fremden Nationen feie» ebenso von der lleberzeugung durchdrungen, daß der Kaiser nur freundliche Absichten anderen Nationen gegenüber habe, und daß er den Frie­den zu wahren bestrebt sei. Der Vorstand der Baltic und White Sea Conference" richtet» zum Schlüsse der Tagung ein Begrüßungstele» gramni an den Kaiser, auf das bei der Vereinig- ten Bugsier- und Frachtschiffthrtsgesellschast t» Hamburg telegraphisch der Dank des Kaiser» eingegangen ist.

StaatssettetSr v. Bethmann-Hollweg »» die deutschen Industriellen. B e r l i n, 28. Ott, Die heutige Sitzung der Delegierten des Zen« tral-Verbandes Deutscher Industrieller wurde vom Staatssekretär des Innern, Staatsminister Dr. v. Bethmann-Hollweg, mit folgender An­sprache begrüßt: Meine Herren! Für bi» freundliche Einladung, die Sie mir zu dem heu­tigen Tage haben zugehen lassen, bin ich Ihne» zu aufrichtigem Dank verpflichtet. Der Zentral- verband Deutscher Industrieller hat während feines 30jährigen Bestehens an der Gestaltung unserer sozialen und wittschaftlichen Zustände den lebendigsten Anteil genommen. Ich bitt» Sie, Ihre Erfahrung auch weiter in den Dienst der Allgemeinheit zu stellen und auch mir ge­genüber damit nicht zurückhalten zu wollen. Ich meinerseits werde bestrebt fein, dem Unter­nehmertum und der Arbeiterschaft mit der glei­chen Offenheit und Unbefangenheit gegenüber­zutreten und die Auffassungen Leider Seiten gleichmäßig zu würdigen, um in möglichst enger. Fühlung mit dem wirklichen Leben das richtige Augenmaß für das Mögliche sowohl, wie für bas Notwendige zu gewinnen und zu behalten. Ueber die Notwendigkeit einer ent# schlossenen Fortführung bet So­zialpolitik habe ich mich auf dem unlängst hier veranstalteten Arbeiterkongreß ausgespro­chen. Bei der Untrennbarkeit jeder fruchtbrin­genden Sozialpolitik von dem wirtschaftlichen Zustande der Industrie kann ich nur hoffen, daß der Aufschwung ohne gleichen, den die deutsch» Industrie in den letzten zwei Jahrzehnten dank der Energie der Unternehmer und der Tüchtig« leit des deutschen Arbeiters genommen hat, vor unvermittelten Schwankungen bewahtt bleiben möge. Einem Verbands, bet wie bet Ihrige einen Vereinigungspunkt so vieler, und für ba» wirtschaftliche Wohl des deutschen Volkes be­deutsamer Industriezweige bildet, erwachse« auch in dieser Beziehung die größten Ausgaben, deren Lösung nicht nur auf unsere Verhältnisse, sondern auch auf die Weltkonjunktur ihre Wirk­ung ausübt. Ueberspannungen bet Konzentra­tionstendenz, wie wir fie gerade gegenwärtig

manb. Jebenfalls ähnelt es mehr einem ein­fachen Bauernhaus, als einet vornehmen Villa, Heute prangtVilla Tuskulum" in festlichem Gewände. ...

Neue, blendend weiße Gardinen leuchte» hinter blitzblanken Fensterscheiben. Die Bietet find frisch gewichst, die Möbel neu aufpottert. Dicke Guirlanden ziehen sich um die Türen, und in unzähligen Töpfen und Vasen duften Rose« und Levkoyen, vermischt mit Eichlaub und Im­mergrün.

Am festlich gedeckten Tisch hantiert ein« dunkelgekleidete Frau in ben mittleren Jahre» herum, die sympathischen vornehmen Züge ge­rötet vor Eifer und Erwartung.

Jetzt drunten vom Garten her ein frische» Jodler aus einem Mädchenmund.

Und gleich darauf eine jauchzende Stimme:

Sie kommen, Mamachen! Sie kommen! Ich höre Pferdegetrappel und Wagengerassel!*

Wie elettrifiert eilt Frau Oberst Robinso» über die Keine Terrasse, hinunter ans Garten­tor, wo bereits ein junges schlankes Mädchen t» kleidsamem rosa Sommeranzug Ausstellung ge­nommen und lebhaft wintt und mit dem Ta­schentuch wedelt.

Jetzt rollt ein Wagen die Landstraße ent­lang. Er kommt näher ... und naher ...

Frau Oberst Robinson hält die Hand vor die Augen gegen die blendenden Sonnenstrahles um besser sehen zu können. Das junge Mädche» reckt sich auf die Fußspitzen.

Hallo! Da bring' ich Euch den Jungen!* ruft «hon von weitem Dr. Berrys tiefe Stimme noch bevor der Wagen hätt.

Mit einem Jauchzer eilt das junge Mädche» ihm entgegen. Die dicken braunen Zopf» flw gen. Die rosa Seidenbänder fliegen. Die ganz« biegsame jugendfrische Gestalt scheint zu fhene»,. Es ist. als berührten die flinken Füße kaum de» Erdboden.

(Fortsetzung folgt.)