mit dem Meisblatt für die Kreise Marburg und
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<5iachvru2 verboten.),
Burauvor«
Schlafrock, dem spar«
— Der Kaiser Härte am Dienstag in Hubertusstock dis Vorträge des Chefs des Zivilkabinetts o. Lucanus und des Chefs des Marinekabinetts Konteradmirals v. Müller.
Freundlichkeit empfängt er sie, wie all feine an« deren Klienten.
tkach etwa einer Viertelstunde geleitet Dr. Berry selbst seine junge Klientin bis hinaus zur Treppe.
Ruth ist augenscheinlich sehr erregt. Ernst reicht sie ihm zum Abschied die Hand.
Er verbeugt sich tief.
„Vergessen Sie nicht, meine Gnädige: „Das Weib soll Vater und Mutter verlassen und dem Mann folgen"!"
Sie nickt, während leichte Röte ihr schönes Antlitz überfliegt — ein entzückendes Bild mädchenhafter Befangenheit und stolzer Frauenwürde.
Mit einem unterdrückten Seufzer wendet
Bandes ganz bewußt sind, das uns mit allen Deutschen der Erde unlöslich verbindet, des Bandes, das noch fester und heiliger sein sollte als die staatliche Einigung. Welch ein Segen würde auch für unser staatliches und bürgerliches Leben daraus entsprießen, wenn alle unsere Parteien in Staat, Kirche und Gesellschaft gemeinsam sich der Deutschen im Auslande an- nähmen, ihnen Schulen und Kirchen bauen hülfen, ihre wirtschaftlichen Organisationen förderten, ihnen Kapital zuführten, unsere Wissen- schaft in ihren Dienst stellten und in allen ihren Bedürfnisien zu ihrem Dienst bereit wären! Deutschland ist auf dem Punkte angelangt, da es sich der Pflichten des Reichtums bewußt werden muß gegenüber den Volksgenossen, die im Auslands dem Deutschtum treu geblieben sind. Die gemeinsame Sorge für sie muß zur Volkssache werden, von der sich niemand aus- schließen darf. Die tapferen Vereine, die sich des bedrohten Deutschtums im Auslande annehmen, haben die Kristallisationspunkte längst geschaffen und die Erfahrungen gesammelt, tzje für eine gedeihliche Arbeit nötig "sind. Aber es ist noch nicht allgemein bekannt,, wie sehr bte Aufgabe die Kraft dieser Vereine übersteigt. Auch steht ihre Arbeit hier und da noch unter dem Verdachts, großdeutsche politische Ziele zu verfolgen, da einzelne ihrer Förderer nicht verstanden haben, das Ideal einer leidenschaftslosen und interesselosen Pflege des Deutschtums unvermischt von wesenlosen Zukunftsträumen politischer Art zu ersten. Für solche Träume ist die Zeit zu ernst. Wir können nur das Nächstliegende ins Auge fassen und das ist die Verteidigung alles Deutschen gegen die Ueber- flutung durch Slaven, Magyaren und Romanen auf dem ganzen Erdenrund. Sie ist keine Utopie, sondern ein Werk, dessen Gelingen ganz , unzweifelhaft ist, wenn wir alle daran teil- j nehmen. Am Grabe des treuen Mahners, das | sich jetzt in Karlsruhe geschlossen hat, ziemt es I sich, diese nationale Aufgabe der Gegenwart klar ins Auge zu fassen."
Diese trefflichen Darlegungen des führenden Blattes der dcutfchkonservativen Partei verdienen vollste Anerkennung und weiteste Verbreitung. Wir geben sie um so lieber wieder, als in jenen Sätzen die Mahnung ausgesprochen I ist. die auch von unserer Seite immer wieder an I den Leserkreis der „Oberhessischen Zeitung" ge- I richtet wurde. I
Dr. Berry sich ab.
So bleich wie heute hat der alte steher seinen Chef noch nie gesehen.
7.
Thomas Mackay, in türkischem türkischen Pantoffeln, den Fez auf
Erscheint wöchentlich sieben mal.
Druck und Berlage Joh. klug. Koch, UniversMS-Buchdruckerel 42.
Marburg, Markt 2t. — Telephon 55.
Marburg
Freitag. 18. Oktober 1907.
vierteljährlicher Bezugspreis; btt Der Expedition 2 Mb, bet allen Postämtern 2,25 M. t,e$cl. Bestellgeld).
ZnsertionSgebühr: die gespaltene Zeile oder deren Run» 15 Ptz. Reelaiuen: die Zeile 80 Pfg.
I Geheimnisvolles Nachtwcben. . . .
I Fester drückt Norbert sein junges Weib an I sich. Sein dunkler Kopf neigt sich herab auf ihr | blondes Haupt.
I "Ich scch Dich das Haus verlassen und folgte I Dir," flüstert er erregt. „Glaubst Du, daß das so- werter gehen kann? Du bist mein
I Werb und doch nicht mein Weib!"
I Erbebend machte sie sich von ihm los.
I »Nur noch ein halbes Jahr, Geliebter, — | dann ist die Prüfung überstanden . . . Aber bis I dahin mußt Du fort von hier. Oder — ich I gehe."
I Er bleibt stehen und blickt tief in die voll zu I ihm aufgeschlagenen herrlichen Augen, aus I denen ihm ein angstvoll banges Flehen ent- I gegenzittert.
I „Nein, Ruth — ich bleibe." erwidert er fest.
I „Ich habe das Versteckspielen satt. Ich habe ein Weib, und. ich werde mein Weib reklamieren — offen, vor aller Welt. Hat mein Herr Stiefvater etwas dagegen, will er mir deshalb jene Erbschaft vorenthalten — gut, mag er! Ich habe ein paar kräftige Arme 'und genug gelernt, Um Weib und Kinder zu ernähren. Lieber auf Geld und Gut verzichten, als auf mein Herzens-
| gluck!"
Ticf erregt, voll verhaltener Leidenschaft, fließen die Worte von den Lippen des Mannes.
Ruth schweigt. Ihr Kopf sinkt auf seine Schulter. •’
. Plötzlich fühlt er, wie ihre Arme sich von seinem Halse lösen.
„Meine Mutter! Meine arme kleine Schwester! Was wird aus ihnen!"
Mit kräftigem Druck faßt er ihre beiden Hände.
„Ruth! Wex steht Dir näher — die Mutter oder der Gatte?" I
Sie erbebt. Ach, nichts auf der Welt ist ihr so teuer'Sbie der Gatte! Nicht die Mutter! Auch nicht die kranke kleine Schwester, an der sie tnst I
Leidenschaftlicher Zärtlichkeit hängt! I
Die nationale Aufgabe der Gegenwart.
F Anknüpfend an die geschichtliche Bedeutung des Eroßherzogs von Baden und das nationale Ideal unserer Väter weist die „Kreuzzeitung" an leitender Stelle auf das nationalpolitische Arbeitsfeld den heutigen Generation hin, dessen Bedeutung für die Zukunft des Deutschtums sie .in weitblickenden und warmherzigen Ausführ- »ngW. erläutert. Das genannte Blatt treibt:
„Die Betätigung deutscher Gesinnung findet jetzt freilich ein anderes Feld als zu der Zeit, da der verstorbene Großherzog den Partikula- rismus im Innern und den Feind an der Grenze zu bekämpfen hatte. Aber die Aufgaben sind nicht minder groß und wie damals so genügt auch heute bei weitem nicht die Arbeit des Staates und seiner Beamten, um die Stellung Deutschlands iit-ber Welt zu sichern und zu fördern: jeder einzelne Deutsche muß von dem Bewußtsein erfüllt sein, daß er berufen ist für die Ehre und Größe seines Volkes und Reiches überall einzutreten, nicht mit Neben, sondern mit bet Tat, nicht in chauvinistischer Ueberhebung, sondern in der schlichten, selbstverständlichen Treue, die keinen Fremden verletzen kann, der selbst vaterlandstreu ist. Die schwerste Aufgabe fällt den Deutschen im Auslande zu. Sie stehen nicht unter dem schützenden Dache, das wir uns gebaut haben, sie leben als freundlich aufgenommene Bürger oder Gäste, manche auch als unwillkommene Fremdlinge in Ländern mit anderen Sprachen und Sitten. Manche haben in ihren Wohnsitzen keine Möglichkeit, sich als Deutsche zu behaupten, namentlich in den Ländern mit englischer Zunge verschwindet jede - andere Nationalität sehr bald spurlos. Aber wo Deutsche. im Auslande in Gemeinden, Vs- zirken, Provinzen zusammeuwohnen,, da ist es * 1 tl)re Pflicht, sich als Deutsche geltend zu macheit, j bie Kultur des Mutterlandes in Sprache und Denkungsart zu Ehren zu bringen, den geistigen Zusammenhang mit dem Deutschtum zu'pflegen, das nun einmal im Reiche seinen geistigen Mittelpunkt hat, und jedem Anstürme fremder Nationalitäten zu widerstehen. Uns Reicksdeutschen aber ohne Ausnahme liegt die ernste Pflicht ob, den in der Zerstreuung lebenden I Volksgenossen einen geistigen, nötigenfalls auch I einen materiellen Rückhalt zu bieten, die ge- I fährdeten deutschen Niederlassungen im Aus- I lande mit doppelter Fürsorge zu bedenken und I nicht nach dem Nutzen zu fragen, den unser Volk vielleicht einmal von diesen seinen Außenposten haben kann Nationale Gesinnung im Innern I Zu betätigen ist heute den Deutschen zur selbstverständlichen Eewisscnssache geworden... Aber I vieles fehlt noch, ehe wir uns des gemeinsamen I
— Die Auslandsreise des Kaiserpaares. Wie der deutsche Konsul in Vlissingen mitteilt, wird die deutsche Kaiseryacht am 8. November von Brunsbüttel aus nach England abreisen. Wenn aber das Wetter stürmisch sein sollte, wird die „Hohenzollern" nach Vlissingen kommen. Von dort wird sich dann das deutsche Kaiserpaar am 10. November nach Port Viktoria einschiffen. Das deutsche Kaiserpaar wird, wenn es von
*n Plissingen eintrifft, dort von der Königin und dem Prinzen Heinrich der Niederlande begrüßt werden. In dem königlichen Sonderzug we^n sich dann die Fürstlichkeiten nach dem Haag begebe«.
Der Bundesrat wird in seiner nächsten Sitzung über die Abhaltung einer Viehzählung am 2. Dezember 1907 Beschluß fassen. Bekanntlich sollten diese Zählungen zunächst alle fünf Jahre stattfinden, und zwar abwechselnd eine große und eine kleine. Mit Rücksicht aber auf die höchst bedeutenden Interessen, welche mit der richtigen Beurteilung der Entwicklung unseres Viehstandes und unserer Fleischversorgung verknüpft sind, soll diesmal wiederum eine große Viehzählung stattfinden, obwohl nach der regelmäßigen von 1900 noch eine außerordentliche Viehzählung 1904 eingeschoben war.
— Herr Iswolski in Paris. Der russische Minister des Auswärtigen, Iswolski, der, wie gemeldet, gestern in Paris eingetroffen ist, wird sich dortfelbst etwa 10 Tage aufhalten.
— Max Lorenz f. Aus Dresden wird der I „Deutschen Tageszeitung" gemeldet, daß Max Lorenz, der Herausgeber der „Antisozialdemokratischen Korrespondenz", am 13. ds. Mts. In I Dresden verstorben ist. Max Lorenz war einer I der rührigsten und erfolgreichsten Bekämpfet I der Sozialdemokratie. Selbst aus ihr hervor- I
And doch! Und doch--
„Heute kann ich mich noch nicht entschließen," erwidert sie leise. „Mein Kopf ist ganz verwirrt . . . Laß mir ein wenig Zeit! . . . Nur ein paar Tage!"
i Noch ein inniger Händedruck ... ein tiefer Blick . . . ein langer, langer Kuß--
! Und Ruth geht rasch ins Haus zurück.
Als sie am nächsten Morgen erwacht, findet sie einen Brief von ihrer Mutter vor.
Wie stets, klagt die arme Frau auch heute Ada werde von Tag zu Tag schwächer, und sie selbst habe jede Lust zum Leben verloren. . . .
Das beseligende Glücksgefühl, welches Ruth geifern abend so völlig beherrschte, schwindet.
Wieder beginnt der alte Kampf.
Darf sie die beiden schwachen, unselbständigen Wesen, die so ganz auf sie angewiesen sind, nur ihres eigenen Glückes willen hinten anstellen? ...
Sie grübelt und grübelt . . .
Ach, hätte sie irgend jemand, den sie um Rat fragen könnte! Einen guten, treuen Freund der, völlig unparteiisch, ihr das Rechte rät!
Und plötzlich taucht gleich einer Vision ein ernstes Männergesicht vor ihr auf, mit klugen, forschenden Augen und einem strengen Mund, dessen schmale Lippen gewöhnlich fest aufeinandergepreßt sind, der jedoch auch gute, liebe Worte zu sprechen vermag: Dr. William Berry.
Der berühmte Rechtsanwalt, von dessen strenger Rechtlichkeit sie schon so viel gehört, und der bei seinen häufigen Besuchen im Hause seiner Cousine stets auch für die Gesellschafterin ein freundliches Wort gehabt. —
Als Dr. Berry abends seine Sprechstunde beendet hat, ist er nicht wenig erstaunt, als ihm Fräulein Ruth Morton gemeldet wird.
Obgleich sein Herz beim Nennen dieses Namens etwas rascher klopft, merkte man ihm doch nutzt die geringste Bewegung en. Mit ruhiger
lichen Haar, sitzt in seinem orientalisch ausgestatteten Privatzimmer und raucht eine Wasserpfeife.
Plötzlich horcht er auf.
Draußen auf dem Gang girrendes Trälo lern . . . das Trippeln hockhackiger Stiefeletten ... ein Rascheln wie von seidenen grauen« gewändern---
Und jetzt öffnet sich die Tür ein wenig.
Durch die Spalte lugt ein schelmisch lächeln* der, leuchtendroter Frauenkopf.
„Darf ich?"
Trotz seiner Schwerfälligkeit springt Thomas Mackay wie elekttisiett empor und eilt seiner Gemahlin entgegen.
„Du — bei mir, teure Diana? Welch seltenes Vergnügen!"
Galant reicht er ihr den Arm, auf ben ß» lächelnd die spitzen Fingerchen legt.
(Fortsetzung folgt.)
Frauenhände.
•Kornau von E r i ch F r i csen. (Fortsetzung).
2»sichrer schmerzlichen Versunkenheit überhort sie eilende Schritte, die immer näher kommen... .
,, p^tzlich eine dunkle Männergestalt vor Ihr steht. Bis zwei Hände die ihren mit festem »rurt fanen und eine tiefbewegte Stimme in ihr Ohr flüstert:
„Ruth! Mein Weib! . . . Mein teures über alles geliebtes Weib!" '
. „Norbert!" schluchzt sie auf, die Hände um fklnen Nacken schlingend...
Sein Laut ringsum. Alles still.
Sanfte Traurigkeit webt durch die balsamische Lust. Nicht jene ernste Traurigkeit der Herbstnachte, da feuchte Nebel frösteln und das gelbgefärbte Laub nur darauf zu warten scheint, daß ein frischer Morgenwind es von bannen fegt; nicht jene toderstarre Traurigkeit der Winternächte, wenn der Sturm in den entblätterten Bäumen heult und große Schneeflocken einförmig herabfallen: nicht jene nervenzerrüt- tenbe fjcijfe Traurigkeit der Sommernächte, da Mensch täte -ticr _ nach einem frischen Luftzug -r 1lexn’süße, tiefe herzergreifende ^.raurigkett der Frühlingsnächte, die Balsam auf kaum vernarbte Wunden träufelt und das Herz mit linder Hoffnung füllt
Auch Norbert und Ruth, welche Hand in Hano, innig aneinander geschmiegt, langsam i durch den. Park schlendern, Men unter K Einfluß dieses Fruhlingszaubers.
Blühender Nachtschatten und Jasmin hauchen ihre berauschenden Düfte herab auf die Einsamen Wanderer. In bett Siringenbüschen flötet eine Nachtigall ihr schmelzendes Liebes- kted. Lautlos huschen große Fledermäuse durch »ie weiche Abendlufi. .., - >
Ausland.
— Der Ausgleich zwischen Oesterreich und gegangen, rang er sich später zum National- I Ungarn. Wie aus Wien berichtet wird, hat die Sozialismus und schließlich zu konservativen I österreichische Regierung gestern im Abgeord- Anschauungen durch. Seine Gegnerschaft gegen | netenhause die auf die Ordnung des wirtschaft- die Sozialdemokratie beruhte auf fester, er- I lichen Verhältnisse zwischen den beiden Scaats- kämpfter Ueberzeugung. Sein Eefinnungs- I gebieten bezüglichen Vorlagen singebracht, Die wechsel war nicht künstlich gemacht, sondern die I Vereinbarungen der beiden Negierungen er- Folge besserer Einsicht. I strecken sich nicht nur auf die Regelung der
— Für Mulay Hafid nicht zu sprechen, Die I wechselseitigen Handels- und Verkehrsbeziehun« „Nordd. Allg. Ztg." meldet vom 16. Okt. aus I gen, sondern haben außerdem die Lösung be- Verlin: Im Auswärtigen Amt erschien heute | deutsamer Fragen staatsfinanzieller Natur zum vormittag der Dolmetscher des Abgesandten I Gegenstände. So ist es insbesondere gelungen, Mulay Hafids, um sich zu erkundigen, ob und I in der Angelegenheit des ungarischen Staats« wann die Gesandtschaft empfangen werden I schuldenblocks, deren Lösung im Jahre 1903 »et« könnte. Im Auftrage des Staatssekretärs I tagt werden mußte, zu einer Einigung zu ge« wurde ihm durch einen Beamten des Auswärti- j langen. Da überdies zwischen den beiden Regen Amtes erwidert, daß die Kaiserliche Regier- I gierungen eine Verständigung in der Angele« ung nicht in der Lage sei, den gewünschten | genheit der Notenbank und ein Einverständnis Empfang zu gewähren. I in der Quotenfrage sowie über einige wichtig«
— Die Börsennovelle. Morgen (Freitag) | Eisenbahnfragen erzielt wurde, so liegt ein werden die vereinigten Ausschüsse des Bundes- I Komplexausgleich vor, der in voller Ueberein- rates für Handel und Verkehr und für Justiz- I stimmung mit der Gesetzgebung vom Jahre 1867 Men über den Entwurf einer Novelle zum I die vertragsmäßige Bindung des an sich felb- Börsengefetze beraten. Die Berichterstattung I ständigen Verfügungsrechts klar zum Ausdruck
der Ausschüsse an das Plenum des Bundesrate« dürfte sich, wie verlautet, in kurzer Zeit an* schließen.
— Die Fleischpreis« in der SkeichshauptstadL Die Preise für Schweine sind wieder im Fakk«^ die für Kälber im Steigen. Trotzdem ist dämm beim Einkauf von Fleisch in Berlin nichts zu bemerken. Das Schweinefleisch ist nach wie vor teuer, Schinken find gar nicht zu bezahlen, verlangen doch einig« Geschäfte für ein Pfund bereits 2.40 <M. Kalbfleisch ist so hoch im Preise^ daß kinderreich« Remitiert auf den Genuß gänzlich verzichten et»$e». Es ist bezeichnend, bemerkt hierzu bi« »Deutsche Tageszeitung", daß man in Berlin, besonders im Westen, fast doppelt so hohe Preise für Schweinefleisch verlang^ wie in den nördlichen und östlichen Vororte».
— (Eine Wochenschrift zur Unterstützung bee Blockpolitik. Wie die „Tägl. Rdsch." melde«, wird eine neue Wochenschrfi „Das national« Deutschland" vom 4. November ab in Verbindung mit den Abgeordneten Dr. Arendt, Dn. Arning, von Boohlendorff-Kölipn, t Böhm«, v. Siebert, Dr. Paasche und Dr. Wagner bereue* gegeben. Die neue Zeitschrift soll ein Organ für die Vertretung der Blockpolitik fein. Wie von anderer Seite verlautet, hat ursprünglich die Absicht bestanden, auch den Abgeordneten Müller-Meiningen hinzuzuziehen, damit di« neue Wochenschrift unter der Patenschaft sämtlicher Blockparteien erscheinen könne. Die« scheint nicht gelungen zu sein, weil kein Frei« sinniger den Prospekt mitunterzeichnet hat.