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mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirckbaiit.

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Zweites Blatt

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Künste und der Photographie, anstelle de» bis« höhere Schulen tagte in Görlitz vom 27. bis

-herigen Photographifch«^Aachverständitlekiver-^ ,29. September unter de« Vorsitz des yberreal«

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Mexiko zu einem der mächtigsten Staaten itk lateinischen Amerika gemacht habe, und drückt«- - die Hoffnung aus, daß die guten Beziehungen zwischen Mexiko und den Vereinigten Staate» fortdauern würden. Präsident Diaz erwiderte, der Eifer des Staatssekretärs Root, ein besseres Einvernehmen zwischen den Vereinigten Staa­ten und dem lateinischen Amerika herbeizu­führen, sei wohlbekannt und werde gebührend geschätzt. Am Schlüsse seiner Rede hiess der Prä­sident den Staatssekretär im Namen Mexikos willkommen. Am Abend fand zu Ehren des Staatssekretärs Root eine Soiree im National­palast statt.

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Ausland.

= Eine französische Pressstirnme über das britisch-russische Abkommen. Wie imBerliner Tagebl." zu lesen, schliesst derTemps" einen Artikel über die Stellung Frankreichs zum eng­lisch-russischen Abkommen mit folgenden Be­merkungen:Ein Frankreich, das sich zu gleicher Zett auf ein befreundetes England stützt, wird in Europa eine moralische Autorität besitzen, die es zu einem wirksamen Mittelpunkt machen und ihm viele Krisen ersparen wird. Man braucht nur die Haltung der Mächte zu sehen, über die wir uns zuweilen zu beklagen hatten. Die Haltung hat sich geändert, der neue Ning, der in der Kette der europäischen Ententen ge­schmiedet worden ist, kann uns nur nützen. Wir wissen ja, was Russlands Politik uns bisher ge­kostet hat, genützt hat sie nur einem Deutsch­land."

Wie Uncle Sam den Mexikaner« schmei­chelt. Mexiko, 2. Okt. (Associated Press.) Staatssekretär Root, der zur Zeit Mexiko be­reist, wurde gestern von dem Präsidenten Diaz und den Ministern empfangen. Staatssekretär Root sprach hierbei feine Genugtuung darüber aus, mit einem Mann zusammenzukommen, der

Marburg und Umgrgcud.

(Nachdruck aller Ottgmalartiket ist gemäss g 18 U( Urheberrecht» nur mit der deutlichen Quellenangabe

.Oberheff. jjtg." gestattet»

Hqrbnrq, 4. Oktbr.

* Ordensverleihung. Dem Verbandsdirektor der hessischen Raiffeisenorganisation, Ritter­gutsbesitzer und Königlichen Oekonomierat E. Rexerodt wurde der Rote Adlerorden vierter Klasse verliehen.

* Ausbildung von Handarbeitslehrerinnen. Ueber die Ausbildung von Lehrerinnen der weiblichen Handarbeiten und der Hauswirt­schaftskunde haben der Handels- und der Kul­tusminister folgende neue Verfügung getroffen: Durch die mit unserem Erlasse vom 24. Juni d. I. veröffentlichten Bestimmungen über di» Ausbildung als Lehrerin der weiblichen Hand­arbeiten wird eine im Vergleiche zu der bis­herigen umfassendere und zugleich gründlichere Ausbildung der Handarbeitslehrerinnen be­zweckt. Es ist daher notwendig, dass auch die­jenigen Bewerberinnen, welche bereits eine Prüfung als wissenschaftliche Lehrerin, Haus­wirtschaftslehrerin oder Turnlehrerin bestanden haben, den in demStundenverteilungsplane" vorgesehenen vollen Iahreskursus durchmachen. Dies schliesst jedoch nicht aus, dass sie in den­jenigen wissenschaftlichen Fächern, in denen sie bei einer der vorgenannten Prüfungen aus­reichende Kenntnisse nachgewicsen haben, vo« der Teilnahme an dem Unterrichte befreit werden.

* Hessisches Volksfest in Newyork. Gin Ncwyorker Abonnent unseres Blattes sendet uns folgenden Ausschnitt aus der Newyorker Ctaatszeitung: Trotz des miserablen Wetter» war das Hessische Volksfest, das derHessische Volksfest-Verein von Erotz-Newvork" gestern in Sulzers Hartem River Park abhielt, gut besucht. Namentlich die befreundeten Vereine waren in stattlicher Anzahl erschienen und hatten ihre

päischen Handel bevorzugt wird. Wie die Tägl. Rundschau" erfährt, schenkt Staats­sekretär Dernburg dieser wichtigen Angelegen­heit seine besondere Aufmerksamkeit. Es scheint daher nicht ausgeschlossen, dass in absehbarer Zeit auch für Ostafrika die deutsche Münzeinheit eingeführt wird.

Ein hübsches Urteil über sozialdemokrati­sches Cliquenwesen, und zwar in der grössten sozialdemokratischen Gewerkschaft, dem Deut­schen Metallarbeiterverband, fällt der Solinger Jndustriearbeiterverband mit folgenden Sätzen: Die Einsicht in die Dokumente, in deren Besitz wir sind, zeigt uns ein erschreckendes Bild der Clique, von der der Deutsche Metallarbeiterver­band regiert wird. So viel Verworfenheit, wie uns da entgegenstarrt, hätten wir an der Spitze der grössten Gewerkschaft Deutschands nicht zu finden gehofft. Es wäre eine Schmach für die deutsche Arbeiterbewegung, wenn sie an ihrer Spitze noch länger Leute dulden würde, die, um ihre Ziele zu erreichen, vor keinem Verbrechen an der Arbeiterschaft zurückschrecken." Diese Charakteristik würde an Wert verlieren, wenn wir nicht hinzufügen wollten, dass es gleichfalls Sozialdemokraten sind, die so über ihre Ge­nossen zu urteilen gezwungen sind.

Erscheint wöchentlich sieben mal.

Dnick imb Verlag'. Joh. klug. Koch, Universitäts-Buchdruckers 42. Jahrg.

Marburg, Markt 21. Telephon o5.

Marburg

Sonnabend, 5. Oktober 1907.

Deutsches Reich.

- Zur Neugestaltung des Weingesetzes fin­den zur Zeit, wie verlautet, kommissarische Ver­handlungen statt zwischen dem Reichsamt des Innern, dem Reichsgesundheitsamt und den zu­ständigen preussischen Ministerien des Handels, der Landwirtschaft und des Kultus. Auch mit den - an der Weinfrage besonders interessierten Bundesstaaten I»af' ein Meinungsaustausch stattgefunden. Es verlautet, dah diesmal im Gegensatz zu früheren Reformen von Grund aus eine Neugestaltung der ganzen Frage zu er­warten ist, welche allen berechtigten Ansprüchen des legitimen Weinhandels Rechnung tragen soll. Man hofft, den Entwurf noch vor Weih­nachten dem Bundesrat vorlegen zu können.

Bildung einer Kolonial-Artillerie? An massgebender Stelle werden, wie dieInforma­tion" erfahren haben will, Erwägungen ange­stellt, die auf Schaffung einer Kolonial-Artil­lerie hinzielen. Hauptsächlich handelt es sich hiernach um die Frage, welche Art der Artillerie zu wählen sei, ob schwere oder leichte, Gebirgs- Geschütze oder Schnellfeuer-Geschütze. Die Ein­wände, die dagegen angeführt wurden, dass der Feind mangelhaft bewaffnet, schlecht ausgebildet und auch ohne Artillerie sei, sind als nicht stich­haltig anerkannt worden. Es sei nur auf die grosse Unterstützung hingewiesen, welche die Artillerie in dem Gefecht bei Onganjira der In­fanterie geleistet hat. Bestimmend muss aber der grosse moralische Eindruck sein, den die schnell und weitschiessenden Kanonen auf die Einge­borenen machten. Bisher wurden in Afrika fünf verschiedene Modelle verwendet, durch die der Munitionsersatz besonders schwierig war. Es besteht nun in Anbetracht der schwierigen Wege­verhältnisse einerseits und der kleineren erfor­derlichen Wirkungssphäre andererseits die Ab­sicht, nur ein Modell mit geringerer Wirkung als auf europäischen Kriegsschauplätzen zu ver­wenden. Dies Modell ist zerlegbar: es wird bespannt mit vier Maultieren oder Pferden, je

Das ASouuement auf dieOberhefsifche Zeitung", das größte, metftgelefenste und weit­verbreitetste Blatt Marburgs und der Umgegend kostet vierteljährlich nur 2.25 Mk. Inserate haben besten Erfolg.

nach der Beschaffenheit des Geländes. Im Nie­derungsland sind Pferde, im Gebirge dagegen Maultiere zu verwenden. Räder, Deichseln, überhaupt alle Holzteile sollen aus einer Holz­art hergestellt werden, die vor allem unter der dörrenden Hitze nicht leidet. Als Geschoss hat Krupp eineSchrapnell-Granate" konstruiert, welche die Vorzüge beider Eeschoßarten ver­einigt. Die Kolonial-Artilleriften werden ausserdem mit einem Karabiner bewaffnet wer­den, da die Artilleriemunition bei den schwieri­gen Wegen zu leicht knapp wird, und weil sie zweitens dadurch in der Lage sind, ihre Muni­tion- usw. Transporte selbst zu decken und so die berittenen Truppen zu entlasten.

Eine Klage Geo Schmidts gegen die Leipz. Volkszeitung" und denVorwärts"? In dem kürzlich beendeten Prozess des Ober­landesgerichtsrates Reichstags-Abgeordneten Roeren gegen den ftüheren Bezirksamtmann Geo Schmidt soll nach einer früheren Meldung derRhein.-Westf. Ztg." die Frage, ob Schmidt sich einen Harem gehalten habe, gar nicht ge­stellt worden sein. Infolgedessen wäre dann natürlich auch die zustimmende Antwort Schmidts nicht gefallen. DieLeipz. Volksztg." und ebenso derVorwärts" sollen diese Mel­dung unrichtig wiedergegeben und einen Kom­mentar daran geknüpft haben, in dem die sämt­lichen, durch den Prozess widerlegten Beschul­digungen als Beweis angeführt werden, dass Geo A. Schmidt in der Tat sich einen Harem ge­halten habe. Wie das oben genannte Blatt er­fährt, beabsichtigt Geo Schmidt deshalb gegen beide Blätter Klage anzustrengen.

Eoldfunde in Ostafrika. In der General­versammlung der Zentralafrikanischen Berg­werksgesellschaft verlas Hauptmann Schloifer ein Telegramm des Bergingenieurs Kuntz (aus Johannesburg), den die Gesellschaft nach Ost­afrika geschickt hat, um ihre Goldfelder bei Se- kenke in der Wambere-Steppe, Militärbezirk Kilimatinde, zu begutachten. Das Telegramm lautet so günstig, dah an dem Werte der frag­lichen Goldvorkommen nicht mehr zu zweifeln ist. Der Hauptgang (das sog. Dernburg-Riff) ist bei einer Mächtigkeit von % bis 2 Metern auf 1500 Fuss Länge festgestellt worden. Die Schächte waren bis Mitte September 35 Fuss tief abgetäuft worden und zeigten bis inten hin andauernd sehr reiches Erz, mehrere Unzen Gold per Tonne. Sieben weitere anscheinend gold­haltige Quarteriffe konnten noch nicht untersucht werden, sind aber ebenfalls zum Abbau er­mutigend.

Die Rupienwährung in Deutsch-Ostafrika ist ein e Konzession an den englisch-indischen Handel, durch welche dieser gegenüber dem euro­

eins eine Photographische Sachverständigen­kammer gebildet worden.

G Das Treppenhaus der Akademie der Künste zu Berlin wird jetzt mit dem grossen Friese von G e s e l s ch a p geschmückt, der das ganze Leben Kaiser Wilhelms I. in sinnreichen Allegorien darstellt. Der Fries entstand zum 90. Geburtstage des alten Kaisers und war damals an der Fassade des Akademiegebäudes Unter den Linden angebracht.

# Denkmalpflege als Lehrfach. Wie wir hören, ist eine Dozentur für praktische Denkmal­pflege in der Architekturabteilung der Berliner Technischen Hochschule begründet und dem Re­gierungsrat im preussi'chen Kultusministerium, Stellvertreter des Staatskonservators in Preu­ßen, Erich Blunck, übertragen worden. Regie- rungsrat Blunck ist 1872 zu Holstein, Kreis Norderdithmarschen, geboren, absolvierte das Katharineum zu Lübeck und widmete sich dem Studium der Architektur an der Technischen Hochschule zu Charlottenburg, besonders als Schüler Schäfers, Schmalz', Adlers und Jacobs- thals. 1896 wurde er zum Regierungsbauführer ernannt und war als solcher beim Neubau des Land- und Amtsgerichts am Alexanderplatz in Berlin drei Jahre lang tätig. 1898 erhielt Blunck den Schinkelpreis. Nach der Ernennung zum Regierungsbaumeister unternahm er Stu­dienreisen in Italien, Spanien und Frankreich, leitete 1900 den Bau des genannten Gerichts und wurde Anfang 1901 ins Ministerium der öffentlichen Arbeiten und am 13. November 1901 ins Kultusministerium als Hilfsarbeiter berufen zur Unterstützung und später zur Stell­vertretung des Staatskonservators für Preussen. Nebenbei war er als Assistent bei den Pro­fessoren Schmalz, Baste und Strack an der Char­lottenburger Technischen Hochschule tätig. 1894 erfolgte seine Ernennung zum Kgl. Landbau­inspektor und am 21. Mai 1907 zum Regierungs­rat. Eine Reihe von Aufsätzen veröffentlichte Blunck aus dem Gebiete der Denkmalpflege und der Baukunst.

* Der Verband der Vereine für lateinlose

zurücklegen kann. Die Zeppelin'schen Versuche haben mit Sicherheit erwiesen, dah jetzt ein wirkliches Luftschiff, welches die Atmosphäre be­herrscht, vorhanden ist. Damit wird wohl die noch vielfach herrschende Voreingenommen­heit gegen das starre Luftschiffsystem des Grafen Zeppelin verschwinden. Ein nach Friedrichsha­fen entsandter Korrespondent derKölni,cyen Zeitung", der zwei Tage lang die Aufstiege des Grafen Zeppelin beobachtete, ist über die Flug­fähigkeit und Beweglichkeit des langgestreckten Luftfahrzeuges begeistert. Er schildert den Auf­stieg des Zeppelin'schen Luftschiffes folgender­massen:Ich war erstaunt, mit welcher Leich­tigkeit und Schnelligkeit das Fahrzeug aus feinet neuen Schwimmhalle herausgebracht wurde. Kaum befreit vom schützenden Dach, stieg es um 12 Uhr 58 Minuten sofort auf, in­dem es kurz hinter der Halle linksum wendete und den Kurs auf Arbon nahm, wo es nach kurzer Zeit im Nebel verschwand. Sehr bald tauchte es in der Richtung von Romannshorn wieder auf. Hier beobachteten wir eine un­unterbrochene Reihe von Kreuz- und Querfahr­ten mit Höhergehen und Tiefergehen. Soweit es sich vorn Lande aus beurteilen liess, muh sich das Luftschiff in Höhen zwischen 50 und 250 Me­tern abwechselnd gehalten haben. Um 1 Uhr 45 Minuten fuhr es dann auf Manzell zu, wo ein Fesselballon in 150 Meter Höhe eine Windricht­ung nach Nordnordwest anzeigte. Mit Eleganz wurde dieser Fesselballon in Richtung des Uhr­zeigers umkreist, ein herrliches Schauspiel, das begleitet wurde von dem lauten Beifall der zu­schauenden Menge. Nach weiteren Manöoern zwischen Rorschach, Friedrichshafen und Bregenz kehrte Graf v. Zeppelin nach der schwimmenden Halle zurück wo er um 3 Uhr 33 Minuten ohne Hilfe sanft auf dem Wasser landete und sich vor Anker legte.

# Photographische Sachverständigenkammer. Nach einer Bekanntmachung des Kultusmini­sters vom 21. September ist auf Grund des § 46 des Gesetzes vom 9. Januar d. I., betref­fend das Urheberrecht an Werken der bildenden

schuldirektors Dr. Hintzmann-Elberfeld und bei Beteiligung von Vertretern des Kultusmini­sters und des Provinzialsckmlkollegiums, sowie des Vereins sächsischer Realschullehrer^ des Vereins deutscher Ingenieure, des Görlitzer Oberbürgermeisters, des Stadtschulrats und zahlreicher RealschulmLnner.

# Deutsche Gesellschaft für Urologie. Wie«, 2. Okt. Bei der Eröffnung des ersten Kon­gresses- der Deutschen Gesellschaft für Urologie waren der Minister des Innern, der Akademie­präsident Süss, sowie zahlreiche in- und aus­ländische Universitätsprofessoren, darunter Dr. Lohstein-B^-lin und Prof. Völker-Heidelberg, anwesend. Erzherzog Rainer hielt die Be­grüssungsansprache und wünschte den Verhand­lungen den besten Erfolg. Der Minister des Innern hob in einer längeren Rede die Be­deutung des Kongresses hervor. Nach der Rede des Präsidenten der Gesellschaft der Aerzte, Pro­fessor Chrobat, wurde in die eigentlichen Be­ratungen eingetreten. Erzherzog Rainer wohnte dem Eröffnungsvortrage bei. Dem Präsidium des Kongresses gehören auch Prof. Caspar und Prof. Posner-Berlin an.

* Das erste lebende Okapi. Das Okapi ist

für die Zoologie immer noch ein Rätsel. Zwar hat, wie berichtet, Major Powell-Cotton von

seiner Forschungsreise im Kongostaat ein voll­ständiges Gerippe und ein Fell dieses giraffen­artigen Wiederkäuers nach England geschickt; allein lebend hatte bisher kein Europäer dies neuentdeckte Säugetter gesehen. Ribotti war der erste, dem dies vergönnt war. Er sah bei Bamboll int Kongostaat ein Okapifüllen, das am oberen Teil der Vorder- und Hinterbeine Streifen zeigte, am Rumpf dagegen dunkel ge­färbt war, wie es das ausgewachsene Tier ist. Neuerdings sind Zweifel darüber laut gewor­den, ob Okapi auch wirklich der Name ist, mit dem die Eingeborenen das Tier bezeichnen. Sir E. Ray Lankester, der der englischen zoologischen Gesellschaft ein Bild des Tieres vorlegen konnte, hat dieses und auch das Fell den afri­kanischen Zwergen (Pygmäen) gezeigt, ote, augenblicklich in London sind; sie erkannte« W sofort und bezeichneten es als Okapi,

Wissenschaft, Kunst und Leben.

> # Glänzende Erfolge deutscher Luftschiff­fahrt. Friedrichshafen, 2. Okt. Mit der erfolgreichen fünften Fahrt des Zeppelin- fchen Luftschiffes, über die schon kurz berichtet wurde, ist die erste Auffahrtsserie des Grafen beendet. Die gewonnenen Erfahrungen werden sofort benutzt werden, um einige Verbesserungen an dem Steuermechanismus vorzunehmen. Die unternommenen fünf Aufstiege haben besonders folgendes gelehrt: Durch die fast horizontalen Schwanzflossen ist die Stabilität des Luftschiffes ausgezeichnet. Die Seitensteuer waren genü­gend, um das Luftschiff in , jeden Kurs zu zwingen: dieselben wurden mit gutem Erfolge auch in böigem Winde benutzt. Um sie schneller wirksam zu machen, wird es sich empfehlen, die­selben etwas zu vergrößern. Von ganz beson­derem Werte waren die Höbensteuer; vermittelst dieser ist man im Stande, ohne Gas auszugeben, das Luftschiff in jede gewollte Höhe zu bringen. Es wurde beispielsweise beim fünften Aufstieg das Fahrzeug gezwungen, von dreißig Metern über dreihundert Meter zu steigen und bann wieder auf fünfzig Meter heruntergebracht. Die ganze Manipulation war in 20 Minuten vol­lendet. Die größte Fahrtdauer des Luftschiffes bei diesen letzten Aufstiegen betrug 81,2 Stun­den, doch war nach dem Urteil aller Sachver­ständigen das Luftschiff nach dem vorhandenen Benzin- und Ballastvorrat durchaus im Stande, noch die doppelte Zeit in der Luft zu bleiben. Das Auf- und Niedergehen des Luftschiffes er­folgte auf die einfachste Weife. Ohne jeden Ballastauswurf stieg es mit seinen Höhen-Steu- ern empor und fuhr auf dieselbe Weise nieder. Es unterliegt keinem Zweifel, daß, wenn die «otigen Anlagen auf dem festen Erdboden ge­macht und, das Luftschiff auch hier ohne Schwie­rigkeit zum Abstieg gebracht wird. Die eigene Geschwindigkeit des Luftschiffes ist bei den ver­schiedenen Fahrten auf das genaueste nach ver­schiedenen Methoden ermittelt worden. Alle er­gaben übereinstimmend das Resultat, daß das Fahrzeug mit den beiden Motoren 50 Kilometer «ttb mi£ einem Motor 35 Kilometer vro. Stunde,

Vierteljährlicher Bezugspreis: bet der Expansion 2, «HL 234 bet allen Postämtern 2,25 Mk. (e$cu Bestellgeld).

*** * * ZnserttonSgebuhr: die gespaltene Zelle oder deren Raum 15 Psg.

Reclamen: die Zeile 30 Via.