Einzelbild herunterladen
 

................................... I...... Ul I

226

Vierteljährlicher Bezugspreis: bet der Expchition 2 Wk* bei allen Postämtern 2,25 Ml. (exel. Bestellgeld).

Znsertion-gebnhr: die gespaltene Zeile oder deren Rrmn 15 Pfg.

Reclanien: die Zelle 30 Via-

Erscheint wöchentlich sieben mal.

Druck md Verlag. Joh. Aug. Koch, UniverfitätSÄuchdruckercl

Marburg, Markt 21. Telephon 55.

Marburg

Donnerstag, 26. September 1907.

42. Jahrg.

ZwMes Blatt.

Für das neue

= 4. Quartal =Z

laden wir znin Bezüge unserer Zeitnug

Wichst ein.

Die OLerhesfische Zeitung

stets wachsenden Auflagehöhe das größte, - . am meisten gelesene und angesehenste

Blatt itt Marburg und den angren­zenden Kreisen. Sie eilt als das Organ der Gebildeten aller Volkskreise in Stobt und Land.

Der 'I. jährliche Bezugspreis g;

.Oberhesfische Zeitung' mit dem amtlichen irreiSblatt für dis Kreise Marburg und Kirchhain, dem Jllufte. Sonntags­blatt, der eigen? für unsere Gegend ein­gerichteten und deshalb auch in unserer Druckerei hergestellten für jeden Landwirt und Gartenbesitzer sehr zweckmäßigen Landwirtschaftliche» Beilage sowie demLiterarische» Anzeiger" beträgt nur 2 Mk. bei der Expedition, 2.25 MI. bei den Postanstalten.

Der Zuhalt der Zeituug

reichhaltig und trägt den Lesebedürf- nissen und Juteresse» aller Volks- schichte« Rechnung. Der besseren und vielseitigen Ausgestaltung, wird fortgesetzt die größte Aufmerksamkeit gewidmet.

Der politische Teil Führer auf bemSe» biete der iuuereu und auswärtige» Politik, deren Fragen von echt natio­nalem, im besten Sinne konservativen, aber, wo es angebracht ist auch frei» wütigem Standpunkte behandelt werden.

Der allgemeine u. unterhaltende ^»isbringtspannendeRoma«e, kleinere ^»ttFr«;Netous, Theater. Musik- und Knust: riprrchnuge», Hochschnl- unchrichtrn, Geschichten auS Marburgs D> rgangenhe.t, sowie Aufsätze wissen- sLa'tlicheii und belehrenden Inhalts aus Schule uud Kirche, Heer uud Flotte, a«S der Frauenwelt uud für die grnne», die vielen Anklang ge­sunde» haben.

Der lokale und prodinziekle Teil behandelt die neuesten Ereignisse in der Stadt, in der Umgebung, der Provinz und oen angrenzenden Bundesstaaten, bringt ferner VersammlungS- und Vereinsberichte, sowie iuteressaute Nachricht»» aus allen Gebieten des öffent­lichen Lebens, insbesondere Aufklärn»g «der Frage» der Komnmnalpolttik.

Der RachrichteMeast

ausgedehnter. Telegraphische und tele­phonische Bedienung von Frankfurt und Berlin durch das Wolffsche Tel.»Bureau. Eigene Parlawrutsberichte über die Sitzungen de? Reichstages und de8 preußischen Landtages. Außerdem besitzt die Zeitung zahlreiche Korrespondenten uud Mitarbeiter.

Der wirksame Erfolg aller An- ifrirtOtt ist in der .Oberhefs. Ztg.' ge- jvljJvH sichert durch deren Verbrei­tung in Stadt und Land im hiesige« und den umliegettbett Kreisen und durch gediegene, zweckmäßige Ausstattung deS Inseratenteils.

Ein Notschrei der Lodzer Reichs­deutschen.

Aus den Kreisen der reichsdeutschen Kolonie in Lodz erhalten dieLeipz. Neuesten Nachr." folgende Zuschrift:

Unwillkürlich muß einen jeden hier leben­den Deutschen ein Gefühl der Wehmut beschlei­chen, wenn er liest, mit welcher Kraft die deutsche Regierung für Leben und Eigentum ihrer Ange­hörigen infernen" Landen eintritt und welche Kosten sie darauf verwendet, um ihnen den nötigen Schutz zu gewähren, während gleichsam vor den Toren Deutschlands, im angrenzenden Polen, die deutschen Reichsangehörigen über­fallen, beraubt und gemordet werden, ohne daß für deren Schutz etwas getan wird. Schon bald nach Beginn der Revolution haben die Deutschen in Lodz sich an das Auswärtige Amt gewendet und wiederholt um Errichtung eines deutschen Berufskonsulates in dieser großen Fabrikstadt gebeten, aber alles vergebens. Der deutsche Ge­neralkonsul in Warschau, der mehrfach um Hilfe und Schutz angerufen wurde, hat zwar ver­sprochen, dasMöglichste zu tun, aber entweder be­urteilt er die Lage in Lodz nicht den tatsäch­lichen Verhältnissen entsprechend, was nicht zu verwundern wäre, da er noch zu kurze Zeit seinen Warschauer Posten bekleidet, oder seine Intervention ist von den deutschen Behörden nicht beachtet worden; denn geschehen ist bis jetzt nichts. Und doch würde die Existenz eines eigenen Konsulats in Lodz einem jeden Deut­schen ein Gefühl der Sicherheit geben in dem Bewußtsein, nötigenfalls den Vertreter seines Vaterlandes an seiner Seite zu haben.

Für uns Reichsdeutsche in Lodz ist es unver­ständlich, daß das deutsche Auswärtige Amt den Wert eines Konsulates in Lodz nicht einsehen will. Andere für die deutschen Interessen in ungleich geringerem Grade in Betracht kom­menden russischen Städte, wie z. B. Wilna, das in seinen Handelsbeziehungen mit Lodz gar keinen Vergleich aufnehmen kann, erfreuen sich seit langem eines eigenen deutschen Verufskon- sulates. Dagegen ringt Lodz, wo, wenn wir das hier fest angelegte deutsche Kapital gar nicht in Betracht ziehen, mit Deutschland in Wolle, Baumwolle, Farbwaren, Chemikalien, Maschi­nen und vielen anderen Produkten der deutschen Industrie ein nach vielen Millionen zählender Umsatz gemacht wird, wo also stets ein großes deutsches Kavital engagiert ist, vergeblich um die Errichtung eines so notwendigen Instituts. Wie wir erfahren, hat das russische Ministerium die Erklärung abgegeben, daß es gegen die Erricht­ung eines Verufskonsulats in Lodz nichts einzu­wenden habe. Es liegt also nur noch daran, die Genehmigung des Landeschefs, des Generalgou­verneurs Skalon, einzuholen. Man sollte meinen, daß die Zustimmung dieses Herrn, dem sehr wohl bekannt ist, daß bessere Beziehungen mit dem Nachbarstaate dem ihm anvertrauten Lande nur von Nutzen sein können, nicht schwer zu erhalten sein wird.

Augenblicklich bildet der neugegründete und stark im Aufblühen begriffeneDeutsche Hilfs-

Ethnologische Forschungsreise in die Sierra von Tepic, Jalisco und Durango, Mexiko.

Von K. T h. P r e u ß.

Im Auftrage der Kgl. Preußischen Regierung, die mir die Mittel dazu aus der Herzog von Loubat-Professur-Stiftung zur Verfügung stellte, verließ ich Europa Anfang Oktober 1905, um die unzivilisierten Indianer in den unwirtlichen Gebirgen an der Westküste des nördlichen Mexiko zu studieren. Am 25. Dezember desselben Jahres brach ich mit meiner Maultierkarawane von Tepic aus, wo ich meine Vorbereitungen ge­troffen hatte, nach der Sierra auf und lebte dort ununterbrochen unter den Indianern bis Mitte Juli 1907, nur begleitet von zwei mexikanischen Moros, die ich in der Sierra selbst angeworben hatte. In sechs Tagereisen nach Norden er­reichte ich das südlichste Dorf der Cora-Indianer Iusus Maria, von wo aus ich in 6 Monaten diesen Stamm gründlich untersuchte. Die fol­genden 9 Monate, bis Anfang April 1906, weilte ich unter den Huichol-Jndianern des Staates Jalisco, hauptsächlich in dem einsamen Rancho S. Isidro und beschloß meine Studie« mit mei­nem dreimonatigen Aufenthalte in dem Dorfe S. Pedro im Staate Durango, das von den so­genannten Mexikanos (Azteken) bewohnt ist. Von hier brachte mich ein neunzehntägiger, wegen der Regenzeit sehr beschwerlicher Ritt nach meinem Ausgangspunkt Tepic zurück.

Alle diese Stämme leben in ihrer felsigen Einöde in sehr dürftigen Verhältnissen. Ihre Hauptnahrung ist Mais, den sie während der vo« Ende Juni bis Ende September dauernden Regenzeit an den schroffen Abhängen der Bergö

verein" den Sammelpunkt der Deutschen in Lodz. Da nun aber die polnischen Zeitungen gegen de« ihnen unbequemen Verein in der wüstesten Weise agitieren und jede Tätigkeit des Vereins in das Politische hinüberspielen, werden sich sehr bald die rührigsten Mitglieder zurückziehen; denn unter den heutigen Verhält- nisien scheut ein jeder davor zurück, auch nur den geringsten Schein auf sich zu laden, als ob er sich mit Politik beschäftige. Ist aber ein Kon­sul am Orte, so ist von vornherein einem jeden Verdachte die Spitze gebrochen, und die Deutschen würden sich um so fester um diesen Vertreter des Deutschtums scharen."

Der eurohäische Postverkehr.

Von allen Weltteilen steht Europa mit seinem großartigen Post- und Telegrammverkehr an der Spitze. Er umfaßt nach den letzten amtlichen Veröffentlichungen jährlich die ungeheuere Menge von 9% Billionen Brief, 3V» Billionen Postkarten, 9 Billionen Drucksachen, 375 Millio­nen Postanweisungen, 575 Millionen Pakete und 52 Millionen Briefe und Kästchen mit Wertangabe. Dazu kommen noch die in etwas bescheideneren Grenzen sich bewegenden Postauf­trags- und Postnachnahmebriefe. Unter den europäischen Großmächten nimmt in Bezug auf die Eesammtzahl der beförderten Send­ungen Deutschland mit rund 7ys Billionen die erste Stelle ein. Es folgen: Groß­britannien und Irland mit 4y2 Billionen, Frankreich mit 3 *4 Billionen, Oesterreich- Ungar» mit 2 Billionen, Rußland mit 1 y3 Billionen, Italien mit 1 Billion. Die genann­ten Zahlen ergeben zugleich, daß unter den Ver­sendungsgegenständen der Brief immer noch den Vorrang behauptet, baß das billige Kor­respondenzmittel der Postkarte seit ihrer Ein­führung vor kaum vierzig Jahren schon eine ge­waltige Ausbreitung erlangt hat und daß der Drucksachen fast so viele sind, als Briefe. Letz­teres erklärt sich daraus, daß im kaufmännischen Verkehr die gedruckten Geschäftskarten mit An­preisungen aller Art (z. B. aus Bremen die Zi- garren-Offerten) immer mehr zunehmen und daß auch beim Versand der durch die Post be­zogenen Zeitungsexemplare ein stetes Wachstum stattfindet. Auch der Postanweisungs- und Päckereiverkehr ist seit Jahren in außerordent­lich starker Ausnahme begriffen. In bezug auf das Hauptverkehrsmitte!, den Brief, steht der erste Handelsstaat der Welt, England, mit LV- Billionen obenan; es folgt aber gleich und nur im gelingen Abstande Deutschland mit 23/10 Billionen; dann, schon in weiterem Abstande, Frankreich mit ll/10 Billionen, Oesterreich- Ungarn mit 1 Billion, Rußland mit 596 Mill, und Italien mit 301 Millionen. In Deutschland und England sind die Postanstalten fast gleich dicht gesäet; denn es entfällt je eine Postanstalt in Deutschland auf 13,8 qkm und 1552 Einwoh-

auf primitive Weise gewinnen. Vieh und Jagd­tiere (Hirsche) werden fast nur an den Festen der Götter genoßen, ketten die Tiere geopfert werden. Auch Fische und Krabben dienen nur gelegentlich als Nahrung. Trotz des unfrucht­baren Bodens gibt es jetzt in dem Flußtal des Rio de Jesus Maria zwischen Huichol- und Cora-Indianern einige wenige Dörfer der spanisch sprechenden Merikaner. Früher waren diese Dörfer meist von den Mexikanos (Azteken) bewohnt, die dieselbe Sprache wie die alten Mexikaner sprechen. Cora- und Huichol-Jndi- cner gibt es noch etwa je 5000, Mexikanos etwa 1000. Alle diese Indianer sind noch unvermischt, ihre Gestalt kräftig und der Rückgang an Zahl hauptsächlich darauf zurückzuführen, daß sie in den Grenzgebieten mit Annahme der spanischen Sprache auch ihr Volkstum vergessen. Immer­hin nehmen sie twch heute ein sehr großes Ge­biet ein und solche, dis neben ihrer Mutter­sprache einigermaßen spattisch sprechen, sind sehr schwer auszutreiben. Auch ihr nominelles Christentum bezüglich der Huichol kann man noch nicht einmal davon reden ist ganz den alten Zeremonien assimiliert, die sie in den Bergen veranstalten. Dis Kirchen, die vor etwa 200 Jahren von den Jcsutten errichtet wurden, liegen zum Teil in Ruinen und find dem Be­lieben der Indianer überantwortet, da es in dem ganzen Gebiet nur ein paar Pfarrer gibt, die zudem in erster Linie für die spanisch reden­den Mexikaner da sind und sich in der Sprache der Indianer nicht ausdrücken können. Dieser Zustand war für meine Studienzwecke besonders günstig. Durch meinen langen Aufenthalt unter ihnen gelang es mit ihr Mißtrauen nach und nach zu besiegen, Zutritt zu ihren nächtlichen Tänzen und Zeremonien, zu ihren Höhlen, Tem­peln und kleinen Eotthäuschen mit ihren zahl­reichen und mannigfaltigen Opfergaben zu et-

net, in England auf 13,7 qkm und 1859, tw Italien auf 32,6 qkm und 3791, in Frankreich, auf 44,5 qkm und 3232, in Oesterreich-Ungarn auf 50 qkm und 3500, in Rußland (einschl, asiat.) auf 1777 qkm und 10 697 Köpfe.

Die Jahreszahl aller aufgegebenen und ein­gegangenen Briefpostsendungen hat mehr al» 77 Millionen, der Pakete 2% Millionen, der versandten Zeitungsexemplare 4y2 Millionen betragen; die ein- und ausgezahlten Postanwei­sungen haben die ungeheure Summe von 152 Millionen Mark erreicht. Während aber auf einen Kopf der Bevölkerung im deutschen Reiche 113,3 Postsendungen aller Art entfallen, stellt sich diese Zahl für Bremen auf 340, also auf drei­mal so viel, was einen Rückschluß auf den groß­artigen Einfluß zuläßt, welchen Bremen als zweitgrößte Handelsstadt Deutschlands auf die Verkehrsbewegung ausübt. Dem Charakter dieser Stadt, als großer Seehafen an der Nord­see, entspricht es auch, daß über Bremen ein er­heblicher Teil der überseeischen, außereuropäi­schen Korrespondenz sich bewegt. Es kommen da­bei in Betracht im Austausch mit Amerika tunk 32 Millionen, mit Afrika 9% Millionen, mit Asien 7% Millionen, mit Australien V/> Millio­nen Briefpostsendungen aller Art. Bei der Be­förderung nach diesen Weltteilen sind der Nord­deutsche Lloyd mit seinen Linie» nach New-Pork und Baltimore, nach Brasilien, dem La Plata, nach China, Japan und Australien, (einschl. der Verbindungs- und Seitenlinien); die Hansa nach dem La Plata und Britisch-Jndien; die Rolandlinie nach Chile und Peru; die Olden­burg - Portugiesische Dampfschiffsrhederei nach Marokko beteiligt. Diesen Linien hat sich neuer­dings die Hamburg-Bremer Nfrikalinie zuge­sellt, die seit dem 1. Juli ihren Sitz nach Bremen verlegt hat.

Soweit es sich um andere Weltteile handelt, ist der deutsche Verkehr, wie obige Zahlen er­geben, am stärksten mit Amerika über de» Welt­hafen von New-Pork, und es verdient die Tat­sache besondere Beachtung, daß an de: Beweg­ung dieses großartigen Verkehrs der Nord­deutsche Lloyd an erster Stelle steht. Er ist mit 36,5 % beteiligt, die American Line mit 25 %, die englischen Linien mit 16,5 %, die Hamburg- Nmerikalinie mit 22 %, also 58,5 deutsche und 41,5 % fremde Linien. Nachdem inzwischen der neu großartige SchnelldampferKronprinzessin Geeilte" des Norddeutschen Lloyd in die Fahrt nach New-Pork eingestellt ist, wird der Anteil des Norddeutschen Lloyd a» dieser wichtige« Postbefördcrung sich unzweifelhaft noch erheblich steigern.

Denisches Reich.

Wünsche und Wirklichkeit. Die Worte des Herrn Unterstaatssekretärs v. Mühlberg, welche er seiner Zeit den englischen Journalisten gegen«

langen und ihre Gebräuche und Denkweise genau kennen zu lernen. Namentlich hatten sie Furcht, ich würde ihre Seelen fortschlepnen, die gekauf­ten Objekten in das große Wäger im Osten werfen und sie so vernichten, ober ich komme, uw Land zu kaufen und sie aus ihrer Heimat vertreiben, mit meiner Camera kuche ich nach Silberminen und füge andererseits der aufge< nommenen Person Schaden zu. Die Hauvtquell« für meine Kenntnisse bildete jedo,b neben bei Teilnahme an ihren Festen das Studium ihre» Sprache und die Aufnahme ihrer Mvthen, Er­zählungen, Gebete und Gesänge in einheimische, Sprache. Von den Cora existiert ein kleines Vokabular des Pater Ortega vom Jabre 1732. Die Sprache der Huichol ist von der der Cora wiederum vollständig verschieden. Von ihr wußten wir so gut wie nichts. Das Idiom bei Mexikanos (Aztekeul, wiederum vollständig von den beideir genannten Sprachen abweisend, ist wie gesagt, identisch mit der alten Mexikaner, wenn auch mit svanisichen Worten gemischt. Textaufnahmen in ihrer Sprache gab cs von diesen Stämmen und überhaupt von den moder­nen Indianern Mexikos bisher gar nicht. Um­somehr war ich erfreut, hier eine überreiche Ernte zu finden. Mehr als 300 Mythen und Erzählungen und Hunderte von langen religi­öse» Gesängen und Gebeten habe ich in den be­treffenden Sprachen zu Papier gebracht. Pro­fane Lieder -und Erzählungen dagegen gibt es verhältnismäßig wenige. Es tritt uns hier, wie Überhaupt bei den Naturvölkern, entgegen, was noch lange nicht genügend in das Bewußtsein der Forscher gedrungen ist, daß das tägliche Lebe« der Primitiven auf Schritt und Tritt von reli­giösen Handlungen durchdrungen ist, ohne di« Menschen selbst in ihrem praktischen Tun zu sehr zu behindern, und daß ihr geistiges Leben im weitesten Umfang aus die Religion zurückzu-