mit dem Kreisblatt für -re Metze Marburg und Kirchkain.
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zialdemokratischen Gewerkschaften, sowie gegen« über -en nationalen Arbeitervereinigungen noch einmal in folgender Erklärung: Die Krieger« verbände und Kriegervereine haben, soweit diel die Verschiedenheit der Verhältnisse in den einzelnen Bundesstaaten gestattet, die nachstehend den Grundsätze zur Durchführung zu bringens 1) In den Verbands- und Vereinsversammlun«! gen sind die Kameraden über die Sozialdemo«, kratie aufzuklären und bei geeigneter Gelegen« heit an die Betätigung ihrer Pflicht zur Bekämpfung der Sozialdemokratie zu erinnern. 2) Mitglieder der Kriegervereine können nicht gleichzeitig freien Gewerkschaften angehören, so lange diese sozialdemokratische Organisationen sind und die sozialdemokratische Partei direkt unterstützen. 3) Die beruflichen Interessen der Kameraden Arbeiter sind außerhalb der Der« Lands« und Vereinstätigkeit durch geeignete Ka« meraden tunlichst zu fördern, insbesondere durch solche, welche als Arbeitgeber oder Arbeitnehmer oder in anderer Eigenschaft dem gewerblichen und industriellen Leben nahestehen. — Unter den weiteren Verhandlungsgegenständen sei bt< Fürsorge für die Veteranen hervorgehoben. Es wurde mitgeteilt, daß 497 000 Kriegsveteranen aus Reichsmitteln weder gesetzliche Invalidem Pension noch Unterstützungen nach Maßgabe des Allerhöchsten Gnadenerlasses vom 22. Juni 1884 bezögen. Von diesen Kriegsteilnehmern haben 248 000 jährlich ein Einkommen unter 600 Mk., 158 000 unter 480 Mk. Es wurde darum eim Entschließung angenommen, in der gefordert wird, daß das Reich weitere Mittel zur Ver« fügung stelle, damit möglich alle bedürftigen und würdigen Kriegsteilnehmer berücksichtigt werden können. Als einen Weg, bei dem großen und immer noch anwachsenden Bedarf, diese Wünsche zu befriedigen, sicht der Vertretertag die Einführung einer Wehrsteuer an. Der Vertretertag, die Vertretung von 2% Millionen alter deutscher Soldaten, erblickt in einer Wehrsteuer keine Beeinträchtigung des ehrendienstlichen Charakters der allgemeinen Wehrpflicht, wenn sie sich aus solche Wehrpflichtigen beschränkt, welche völlig gesund und berufsfähig, aber als überzählig oder wegen geringer Fehler zum Dienste nicht herangezogen worden sind.
— Segensreiche Tätigkeit des Gustav-Adolf. Vereine. Dem Geschäftsbericht des Gustav- Adolf-Vereins, der in diesen Tagen seine Haupt« Versammlung in Jena abhält, ist zu entnehmen, daß 47 442 887,02 Mk. seit der Begründung des Vereins im Jahre 1832 bis heute an Unterstützungen hinausgegangen sind für Kirchen- usw. Bauten für Schul- und Pfarrhäuser, für. Pfarr- und Lehrergehälter, für Seminarieih,
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Deutsches Reich.
«— Der Kaiser hat den Huldigungsgruß der 59. Hauptversammlung des Eustav-Adolf-Ver- cins folgendermaßen beantwortet: Sehr erfreut Über das treue Gedenken und die freundlichen Segenswünsche der 59. Hauptversammlung des evangelischen Verein? der Eustav-Adolf-Stift« ung spreche Ich allen Teilnehmern Meinen wärmsten Dam aus. Möge die Gustav-Adolf- Sache im deutschen Vaterlande immerfort eifrige Mitarbeiter finden zum Segen der evangelischen Kirche und ihrer Glieder. Wilhelm I. R.
— Der Kronprinz ist von dem Kommando zur Dienstleistung beim Regiment der Eardedu- korps enthoben und zum Major befördert worden.
— Kaiserlich« Marine. Admiral von Arnim ist in Genehmigung seines Abschiedsgesuches zur Disposition gestellt worden. Vizeadmiral Fischel ist zum Admiral, die Konteradmirale Goetz und v. Müller zu Vizeadmiralen befördert worden.
— Der Kysfhäuserbund der preußischen Lan- deskriegeLverbänd« hielt in diesen Tagen auf dem Kyffhäuser eine Vertreterversammlung ab. Aus den Verhandlungen heben wir folgendes hervor: Die Versammlung präzisierte die Stellung der Kriegervercinsmitglieder zu den so-
„Einer solchen Versicherung sollte es kaum bedürfen, hätten wir, meine Frau und ich, den geringsten Zweifel gehabt, so würden wir sie wahrlich nicht in der Familiengruft bestattet haben."
Rach Herrn von Melnik wurden die Dienstboten, die zurzeit in der Villa gewesen waren, vernommen, deren Aussagen dem Bilde welches jener vom Leben in der Familie gegeben, entsprachen, nur hoben sie hervor, daß das Fräulein in der letzten Zett doch sehr verändert gewesen sei, obwohl sie es sich nicht hätte merken lasten wollen. Daß sie fortgegangen sein könne, und ihre Schwester in die furchtbare Unruhe gestürzt habe, wollte keinem von ihnen einleuchtend erscheinen, dagegen ließ das Hausmädchen durchblicken, cs scheine ihr nicht unmöglich, daß das Fräulein in ihrem tiefen Kummer selbst den Tod gesucht habe.
Hiergegen trat die Köchin in lebhafter Weise auf und blieb auch, abweichend von allen anderen Zeugen, bei ihrer früheren Behauptung, sie habe in der Leiche nicht ihr Fräulein erkannt, hatte aber auf die Zwischenfrage des Verteidigers, ob sie denn vielleicht an die Darlegung des Angeklagten glaube, doch nur, ein verneinendes Kopfschütteln.
Es folgte die Vernehmung der Fischer, die den Oberfee durchforscht, und derer, welche die Leiche gefunden hatten; dann erzählten die alte Petersen und ihr Enkel, freilich unzusammenhängend genug, das Zusammentreffen, das sie an jenem verhängnisvollen Tage zwischen Elte- ster und Gertrud belauscht hatten.
Die Aussage war insofern nicht von großem Belang, als der Angeklagte diese Begegnung nicht leugnete. Selbst die Schilderung des Inspektors Distel, wie er Eltester und seine Mutter bei seinem Besuch in der Försterei angetröffen und wie sie sich ihm durch rbr Wesen verdächtig gemacht hatten, konnte aus das Urteil der Zuhörer keinen großen Einfluß ausüben. Alle diese Momente waren ja von Eltester zugegeben und in seiner Meise erklärt worden: tr hatte Ger-
und an die Erklärungen ihrer Minister, die sich dahin äußerten, daß die Aufrechterhaltung der englischen Okkupatton in Aegypten für den britischen Thron und Staat eine Schande wäre." Der Führer der Rationaliftenpartei begründet dann des näheren die Forderung einer verfassungsmäßigen Regierung, für deren Handlungen allein der Wille der ägyptischen Station maßgebend sein soll, und schließt seinen Brief mit folgenden Sätzen: „Ich glaube nicht zu iiber- trerben, Herr Ministerpräsident, wenn ich behaupte, daß derjenige der beste Freund Englands ist, der ihm den Rat gibt, auf seine Ehre bedacht zu sein und sein gegebenes Wort zu halten, und der ihm in aller Offenheit sagt, daß nichts, was etwa gegen Aegypten unternommen werden könnte, die freiheitliche Bewegung in diesem Lande aufhalten kann. Eine Nation wie die unsttge, die in langen Jahrhunderten ungeheure Vorräte an Geduld und Energie aufgespeichert hat, kennt di» Verzweiflung nicht, und wird vor keinem Hindernis zurückschrecken, um sich ihre Unabhängigkeit zu erobern. Bei der englischen Regierung liegt es, zu entscheiden, ob diese Unabhängigkeit gegen oder mit ihrem Willen erreicht werden soll." Ungefähr gleichzeitig mit diesem Briefe hat Campbell Bannermann ein von 600 angesehenen Aegyptern unterzeichnetes Telegramm erhalten, worin gleichfalls di« Zurückziehung der Truppen gefordert wird, ,chamit Aegypten ein Freund Englands bleiben könne und damit die feierlichen Zusagen der Königin Viktoria eingelöst werden",
Di» Aufforderungen, obwohl sie sich in eine recht scharfe und energische Sprache kleiden, könnten unbeachtet bleiben, wenn nicht hervorragende, der republikanischen Regierung nahestehend» Organe der französischen Presse sich der Angelegenheit bemächtigt hätten. Diese Einmischung ist um so mehr bemerkenswert, als Frankreich seine Hoffnung, jemals wieder politische Ansprüche auf Aegypten geltend machen zu können, seit mehr als drei Jahren begraben, sich damit also jedes Rechtes einer Beeinflustung der ägyptischen Verhältnifle begeben hat. Besagt doch Artikel 1 des am 8. April 1904 zwischen Großbritannien und Frankreich abgeschlostenen Vertrages: „Die Negierung der französischen Republik erklärt, daß sie in keiner Weise die Aktion Englands in Aegypten beeinträchtigen wird, weder indem sie fordert, daß ein bestimmter Zeitpunkt für die britische Okkupatton festgesetzt werde, noch auf irgend eine andere Art" In diesem Punkt sind also der französischen Regierung die Hände völlig gebunden. Die ihr nahestehenden Organe, die trotzdem der Antrag der ägyptischen Rationa-
trud aus dem See gezogen, sie zu seiner Mutter gebracht und war ihr behilflich gewesen, heimlich abzureisen.
Förster Dorn, der nach dem Inspektor kam, war wohl der einzige unter allen Zeugen, der sich sichtlich Mühe gab, den Angeklagten zu entlasten. Aber was konnte es helfen, daß er versicherte, er schenke dem Berichte Eltesters und seiner Mutter vollen Glauben? Einen Beweis für die Wahrheit konnte er nicht beibringen, ganz sm Gegenteil mußte sr, wenn auch mit sichtlichem Widerstreben, zugestehen, daß der Forstkandidat in der letzten Zeit sehr verändert gewesen sei und hefttge, drohende Redensarten ausgestoßen habe.
Nachdem noch mehrere Zeugen dis Identität der gefundenen Leiche mit Eerttud von Kauffel versichert hatten, erschien noch der Konsul Bauer, der zu dem Verbrechen selbst wenig zu berichten wußte, da er sich fern vom Tatorte befunden hatte unb erst herbeigerufen worden war, als nicht mehr daran zu zweifeln gewesen, daß dem jungen Mädchen ein Unglück zugestoßen sei. Dagegen verweilte er eingehend, wie es den Zuschauern scheinen wollte, fast zu eingehend bei der Vorgeschichte und bei dem wenig freundschaftlichen Verhältnis des Schwagers zu der jungen Schwägerin. Er erzählte, daß er von diesem über das Liebesverhältnis zwischen seinem Mündel und dem Forstkandidaten unterrichtet und zum Einschretten aufgefordert worden war.
„Und Sie find eingeschritten?" fragte der Präsident.
„Dazu batte ich keine Veranlastung, das hätte ich als Vormund erst gekonnt, wenn man die Erlaubnis zur Heirat von mir verlangt haben würde,"
„Sie würden sie nicht erteilt haben?"
„Stein," erwiderte er sehr entschieden, „Ich würde diese mir sehr unpassend erschienene Verbindung verhindert haben, so lange dies in meiner Macht gestanden hätte, das heißt noch zwei Jahre. Mar mein Mündel großjährig, dann
vermochte ich cs nicht mehr und hätte sie gesetzlich nicht zurückhalten können, selbst wenn sie auch nach den Enthüllungen, die man ihr gemach^ auf der Heirat bestanden haben würde."
„Sie halten es also für ausgeschlossen, daß' Fräulein von Kauffel ins Ausland geflohen! ist, um diese Heirat gegen ihren Willen ztz schließen?"
„Ja, das halt« ich für ausgeschlosten. Mein Mündel war viel zu überlegt und verständig, um so einen abenteuerlichen Weg zu wähletz, zur Erlangung eines Zieles, das sie nach Ver« lauf einer absehbaren Zeit ohne Hindernis erreichen konnte."
„Sie vergesten den Widerstand ihrer Verwandten," warf hier der Verteidiger ein.
Der Konsul ging darauf nicht ein und fuhr fort: „Nein, nein, wäre Gertrud wirklich geflohen, so müßte sie dazu Gründe gehabt yabei^ die stch unseren Blicken gänzlich entziehen!"
„Sie haben auch keine Vermutungen über di» Gründe?" ftagte Pfeiffer.
Der Konsul zögerte einen Augenblick und' stieß dann ein „Rein" hervor; nach einem kurzen Stillschweigen fuhr er fort: „Ich möchte bitten, noch eine Erklärung abgeben zu dürfen. Ich bin, wie ich bereits in der Voruntersuchung ausgesagt, infolge der Aufforderung -es Herr« von Melnik in besten Begleitung nach Berlin gefahren, um von der verlastenen Geliebten die von Georg Eltester an diese geschriebenen Briefe in Empfang zu nehmen."
„Wie nennt stch diese Frau?" fragte hier der Verteidiger schnell. ->
„Sie wurde mir als Amanda Sartori vorgestellt," antwortete der Konsul. Sichtlich nach Worten suchend, fügte er dann hinzu: „Nachdem die Katastrophe cingetreten war, kam mir — i ich bin ein alter Mann und habe viele schlafloses Nächte — der Gedc.nke, ob wir nicht doch viel»' leicht in die Schliu einer Betrügerin ge». fallen waren, ich reiste d. ' alb nach Berlin, um' sie noch einmal zu sprechen Ää, ■
In den Fluten.
"x Roman von Jenny Hirsch.
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< Melniks Verhör nahm nun seinen Fortgang; er wiederholte genau alle Aussagen, die er schon in der Voruntersuchung gemacht, und der Verteidiger fand sich erst wieder zu einer Zwischenfrage veranlaßt, als jener das Absuchen des Obersees schilderte, indem er bemerkte: „Wie kamen sie denn gerade zu der Vermutung, daß Ihre Schwägerin dort ihren Tod gefunden habe könne?"
: „Weil eine ihr gehörige Schildpattnadel am Ufer gefunden worden ist und weil sie häufig ihre Spaziergänge dorthin richtete," war die Antwort.
- „Dachten Sie dabei an einen Unglücksfall oder einen Selbstmord?" fragte Pfeiffer weiter.
„Was ich gedacht habe, brauche id) wohl hier nicht auseinanderzusetzen," erwiderte Melnik mit einem Blick auf den Angeklagten, der seinen Worten die beabsichtigte Deutung gab; „übrigens erhielt meine Vermutung durchdas Auffinden der Uhr ihre Bestätigung. Ich wußte, daß meine Schwägerin nicht mehr lebte, sie wäre sonst nicht fern von uns geblieben."
„Im Gegenteil, sie wollte nicht zu den Ihrigen zurückkehren!" rief Eltester dazwischen.
Melnik beachtete diesen Einwurf nicht im geringsten, mit bewegten Worten schilderte er den Jammer seiner Frau und das Entsetzen, das sie beim Anblick der endlich aufgefundenen, grausam verstümmelten Leiche der Schwester erfaßt 2"*'. tiefem Schlage, fürchte ich, wird sie sich nie wieder erholen, ich habe sie in gänzlich andere Umgebung bringen wüsten, und sie hat heute hier nicht erscheinen können, um ihr Zengins abzugeben," schloß er und ließ den Kopf tief eaf die Brust sinken.
„Sie bkeiben dabei, daß sie in der Leiche die Ueberreste Ihrer Schwägerin erkannt haben?" fragte der Verteidiger.
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Aus dem Laude der Pyramiden.
In Aegypten ist nicht alles so, wie es di« englischen Machthaber sich wünschen. Der Rücktritt des Gouverneurs Lord Cromer, der stch um die wirtschaftliche Hebung des Landes und um die Befestigung der englischen Herrschest im '.hstmr Grade verdient gemacht hat, scheint das Signal zu allerlei Beschwerden und Begehrnissen gegeben zu haben. Seitdem „gährt" es sozusagen in der Bevölkerung und in den Kreisen ihrer berufenen Vertreter. Neuerdings ist besonders das Verlangen nach Zurückziehung der englischen Okkupa« tionsttuppen aus Aegypten hervorgetre« ton. Anläßlich der Wiederkehr des Tages, an dem vor 100 Jahren die englischen Truppen das Land der Pyramiden räumen mußten und an f.«m vor 25 Jahren die britische Okkupation Aegyptens begann, — es ist der 14. September hat Mustafa Kamel Pascha an den britischen -Premierminister einen offenen Brief gerichtet, in dem es heißt: „Dieser erste Eedenttag hat Ane doppelte Bedeutung. Wenn er die Aegypter jftit den Ruhm ihrer Väter erinnert, die ihr Vaterland zu verteidigen und England zu zwingen verstanden haben, daß es auf die Eroberung Aegypten« verzichtete, so ruft er ihnen andererseits auch die amtlichen Erklärungen ins Ge- dächtiris, welche die gegenwärtige Okkupation ihres Landes begleitet haben, und er ruft ihnen die Zusagen und Verpflichtungen ins Eedächt- stis, die damit von englischer Seite erfolgten. Dieser zweite 14. Septelllöer ist für England weniger ruhmvoll als für Aegypten. Die ägyptische Ration hat tatsächlich an England nicht ,binen Eroberer gehabt, der st« mit Waffen- stewalt besiegt hätte, sondern eine befreundete Macht, die dem Khedive bei der Wiederhssrstel- !yng der Ordnung behilflich sein wollte, indem ie feierlich versprach, das Land wieder zu ver« assen, sobald Ruhe und Ordnung gesichert seien. Seitdem sind 25 Jahre vergangen, und dieses Dersprechen ist noch immer nicht erfüllt. Rur Wenige Engländer denken gegenwärtig an di« 'eidlichen Versicherungen der Königin Viktoria
listen unterstützen, spielen sich auf die Rolle des wohlmeinenden Vermittlers heraus, eine Rolle, in der das offizielle Frankreich nach den Bemühungen hm das britisch-italienische und die brittsch-rusfische Annäherung Erfahrungen und Erfolg zur Genüge besitzt. Sie empfehlen den Engländern kluge Nachgiebigkeit und Anerkennung der berechtigten Wünsche der Aegypter, „dieser arbeitsamen, edlen und von nationalen Ideen erfüllten Natton". Sie empfehlen andrerseits den Aegyptern vorsichtige Zurückhaltung, vor allen Dingen Vermeidung jeder Art Propaganda, die den Eindruck einer beabsichtigten gewaltsamen Erhebung machen könnte. In der Sache aber stellen sie sich unumwunden auf den Standpunkt, der in dem erwähnten Brief und in dem Protest-Telegramm zum Ausdruck gebracht ist.
Man kann der Versicherung, daß Frankreich die durch das Abkommen von 1904 geschaffenen Grundlagen seiner gegenwärtigen Beziehungen zu Aegypten nicht verlassen will, Glauben schenken und man wird doch nicht umhin können, hinter dem Eifer, mit dem sich die französische Regierungspresse für hie Zurückziehung der britischen Okkupationstruppen einsetzt, etwas mehr als „aktive Sympathien" zu suchen.
Marburg , ' -i Erscheint wöchentlich sieben mal.
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Sonnabend, 21. September 1907. Marburg, Markt 2t. - Telephon 55.