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Erstes Blatt

Für das neue

4. Quartal E

Der

mit dem Kreisdlatt für die Kreise Marburg und Kirchkaiu.

Sonutaasbeilaae: AllußlrirteS GoUutaaSbla^

l künstlerischen Wertes gefallen lassen, und män- und ^lmdtverk. I niglich erkannte man bald ihre Armseligkeit in .. , . . . . I Form und Farben, über die der einzelne Eegen-

Von der Erwägung ausgehend, baß rn stu- | ^and weoen seines Erinnerungswertes sonst häu-

dentischen Kreisen bedeutende Summen an nicht | hinwegtäuscht. Mit gutem Rechte konnte Pro­

gerade geschmackvolle Objekte verschleudert wer- I A^utzsch die Schuld an dieser bedauer- den, deren Erinnerungswert über den mangel- Erscheinung dem Umstande zuweisen, daß

| hasten ästhetischen Wert so oft hinwegtauscht, bie studentischen Gegenstände durchweg Masien-

I ferner mit Rücksicht darauf, daß große Gruppen ------ - - ~ v

I des Kunstgewcrbes dadurch in einer Richtung be- I schäftigt werden, die zu dem sonstigen Auf- I schwunge unseres Kunsthandwerkes in größtem I Gegensatz steht, hat sich das württembergische I Landesgewerbemuseum von der König!. Zentral- I stelle für Gewerbe und Handel in Stuttgart die I Ermächtigung erbeten, folgendes Preisausschrei- I Ben zu erlassen: Alle deutschen Künstler und I Kunsthandwerker werden aufgefordert, originelle

laden wir zmn Bezüge nuferer Zeitung und gediegene kunstgewerbliche

* , 0 J ° 1 M a I sich zum Schmucke studentischer Versammlunqs-

höfllchst ern. _______ I räume oder für studentische Eelegenheits- oder

I Erinnerungsgeschenke eignen, einzusenden. Auch

I alle deutschen Studentenkorporationen sind als

Die Oterhesstsche Zeiiiwg 1!i6rTrlt PreÄewe!bnng ^zügelasien ^nd"HpeziMch I «ufmmhtt ®ei)anten aus die I

Blatt in Marburg und den angren. st.llunasweise" lene schlechten Dinge ausgegeben werdet so er.

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J Die Kunst v« den v 6}e genehmen, daß auch nur ern keiner Bruch-

'I. jährliche BezeMreis 'Z iL.?.ÄsÄ b»®.Uu t.u

.Oberhesfische Zeitung' unt dem amtlichen I von Kunst war, soll wieder veredelt werden, I b kauft verschenkt, so ergibt sich daraus

KreiSblatt für die Kreise Marburg und dazu werden jetzt Studenten, Hochschullehrer raufr ver^enrr^^ ^chätz-

und Kirchhain, dem 3Blitte. Sonntags- I Künstler und Kunsthandwerker auiaeri'sen. Daß I bereits ?n9 9 . .<6e Re al{em

blatt, der eigens für unsere Gegend ein. »ade hier eine Schürfung der Gewissen not- ung kannnicht genau fern, rch geve ne mrr ai.em aerichteten und deshalb auch in unserer I j, t unlängst vor einer großen Stu- I Vorbehalt. Aber sie ^st ganz sicher eher zu

Druckerei hergellellten für jeden Landwirt m »u Darm- niedrig als zu hoch. Ich komme auf Erlich

und Gortenbrsther sehr zweckmäßigen | Ji^npBenb und überragend I etwa 100 000 Mark. Wenn Sie nun rn Betracht

Landwirtschaftlichen Beilage sowie I stadt Prof. Kautzsch em^hend und- uver., a daß zu den Ausgaben einzelner noch dre

i-, LrMSÄKM.NSk iU fTg

Md-Jäääs> vor"?on e?ner großen Anstalt?die sich mit der höht sich dre Summe n^ganz beträchtlich. Der

Der Inhalt der JritaagU

M s? «ÄL ÄS' mT-Ä

schichten Rechnung. Der befleren und I fL oz-auen Es ist selbstver- I in Deutschland keinen solchen Ueberfluß an Auf­dielseitigen Ausgestaltung wird fortgesetzt I J^^tiAelne unter uns vielleicht wir I gaben für die Kunst, daß wir diese 150 000 Mark

die grösste Aufmerksamkeit gewidmet.

Der politische Teil frei^si'nd^Jn dieser Beziehung werde ich Ihnen I Die in der Studentenkunst vorherrschende Ge­biete der inneren nnd auswärtigen I kaum etwas Neues sagen. Wenn man aber schmacklosigkeit führte P^f.Kautzschaufdteni

Politik, deren Fragen von echt nativ- I einmal diese Dinge alle miteinander so schon früheren Jahrzehnten rn unser Volk eingedrun,

nalem, im besten Sinne konservativen, I Beisammen hat wie dies angesichts eines solchen I gene äußere Scheinkunst zuruck.Die X- ot?

aber, wo es angebracht ist auch frei- I s»taloas möglich ist so erfüllen sie uns mit I hat diesem Geschmack nachgegeben und die JJia=

mütigem Standpunkte behandelt werden. I Entsetzen." B I schine hat auch hier die Handarbeit verdrängt.

I Bierkrüqe und Aschenbecher, Rauchtische und I Aber während diese Scheinkunst inzwischen in I Trinkhörner Schreibzeuge und Briefbeschwerer, I weiten Kreisen wieder aus dem Familtenhaufe GVl1 nüaemeine 1t IlttfCrÜltTiftttir I Photoqraphi'eständer und Bierzipfel, Wappen- verdrängt worden ist, hat sie sich rn der Stu- * V 1 «'MMkUlk U, liuiuyuiiniuc und Stickereien mußten sich, in Licht- dentenbude bis heute zu erhalten vermocht und

Ttli Feuilletous^Theater-E Mnstk° bildern dargestellt, eine scharfe Würdigung ihres so kommt Prof. Kautzsch zu der berechtigten

Forderung, die Gewisien zu schärfen, altes Un­echte und Protzenhaste zugunsten gediegener Ar­beit zurückzuweisen und Massenartikel grund­sätzlich zu verpönen. Damit ist der Punkt aufge­deckt, der für die neue Bewegung weitere Kreist interessieren muß. Abermals sieht sich das deutsche Handwerk in seiner entwickelsten Stufe, ,vlt o dem intelligenten Kunsthandwerk, vor die dank-

artikel seien, zu deren Herstellung nirgends wirk- I bare Aufgabe gestellt, ein ihm früher entrissenes lich künstlerische Kräfte herangezogen werden; I Arbeitsgebiet zurückzuerobern. Der wieder- ihnen fehle die geschmackvolle Form und die I erwachende gute Geschmack beginnt zwar den bil- reiche und gewinnende Abwechslung der Farbe. I ligen, aber auch schlechten Fabrikkram zu ver- qri wirb tu AU (MlimPttbctt tDCQCH b^t I fd)Tnäljßll U!lb VCTltMlQf bet follbCtCtl 9ltD£tt ®SUbie SiäbS? Studenten- des Küstlers und des Kunsthandwerks Mögen ßMZN-:-« siiSÄiBä mnffto iinh dabei von einiaen Künstlern mit I Handwerk wird freudig bereit sein, den flachen Gaben überrascht wurde, die vom Kinde noch I Fabrikkram durch gediegene Arbeiten zu ei,e.en. energischer abgelehnt wurden als von den Er- Ist wachsenen. Allein bei der Studentenkunst Han- I ^»nkfcheck Resch

delt es sich um mehr als um ein paar Groschen. I «?Cttt|a)69 ">ekly.

Man sehe, welche Rechnung Profesior Kautzsch I Der Reichshaushalt von 1906. Nach dem Reichsanzeiger haben sich nach dem endgültigen Abschluß der Reickshauptkasie, abgesehen »ott den auf die außerordentlichen Deckunasmittel angewiesenen Ausgaben, die Ergebnisse des Reichshaushalts für 1906 int Vergleiche zum Etat folgendermaßen gestaltet: Beim Reichstage waren 1430 000 M mehr erforderlich; für das Auswärtige Amt einschließlich der Kolonialver­waltung ergab sich eine Mehrausgabe von 566 000 <«; für das Reichsamt des Innern eine Minderausgabe von 1945 000 -tt. Für das Neichsheer waren Bei den fortdauernden Aus­gaben 2 807 000A bei den einmaligen 452 000Jt mehr erforderlich. Diesen Mehrausgaben steht eine Mehreinnahme von 680 000 M gegenüber, so daß das Gesamtergebnis beim Reichsheer sich gegen bett Etat um 2579 000 M ungünstiger stellt. Bei der Marineverwaltung schließen die fortdauernden Artsgaben mit 1 491 000 -tt, die einmaligen mit 453 000 Mehraufwand ab. Beim Reichsschatzamt beziffert sich dre Minder­ausgabe auf 22180 000 M. Die Verwaltung der Verzinsung der Reichsschuld schloß mit einer Mehrausgabe von 5116 000 «.M, ab. Bet dem Reichsinvalidenfonds entstanden insgesamt 1310 000 M Mehrausgaben. Bei den einmaligen Ausgaben der Reichspost- und Telegraphenver­waltung sind 229 000 <W als unverwendet in Abgang gekommen. Insgesamt bleiben di« Mehrausgaben hinter den Minderausgaben um 11 286 000 ett zurück. Die Einnahme an Ver­brauchsabgaben für Branntwein, sowie an Maischbottich- und Branntweinsteuer, deren Reinertrag den einzelnen Bundesstaaten zu überweisen ist, blieb um 3 555 000 M. hinter dem Etatsvoranschlag zurück. Dagegen haben dre Reichsstempelabgaben für Wertpapiere 5 500 000 M mehr erbracht, so daß an Ueberwersungs- steuern insgesamt 1945 000 M mehr aufgekom­men sind. Von den dem Reiche zustehenden Steuern brachten Mehrerträge: die Zigaretten­steuer 2187 000 die Zuckersteuer 8 404 000 Jt,

Vierteljährlicher Bezugspreis- bei ver Expedition 2 3HL, OUrtffoittd Erscheint wöchentlich sieben mal.

bei allen Postämtern 2,25 Mr. «cu Bestellgeld). Druck und Verlag- Joh. Ang. Koch, Unwerjitäts-Buchdruckerel 42. Jahr-,

JnsertionSgebuhr-.^ie gespaltene Zeü^oder deren Simm lo Pfg. 15. 1907. Marburg, Markt 21. Telephon ob.

Nachrichten, ®efd$d6ten aus Marburgs I tNachvruck verboten.) IEr hält den Kopf noch oben." antwortete sie I von g^dener bur<^ftutctC ßU?t

Bergangenheit, sowie Aufsätze wissen. I 39 I und erzählte ihm von ihrer Unterredung mit I ihren Duften durchwurzten cnrntaff bes

schädlichen und belehrenden Inhalt» I hctt I dem BruderSein größter Kummer ist Ger- I Den Rosen war die besondere Sorgfalt v s

ans Schule und Kirche, Heer nnd nj» veil trud " süate sie hinzu Konsuls gewidmet, sie waren seine Liebhaberei,

Motte, aus der Frauenwelt und siir IWT Roman von Jenny Hirsch. v Könnte man sie 'auffinden'" seufzte Dorn, sein Steckenpferd, das einzige, welches der treff-

I Seraphine wollte wieder durch einen Scherz Seraphine und um ihren ausdrucksvollen Mund du^-t-km welkes B^tt, schweb

I antworten, sie vermochte es nicht; eine Trane I zeigte sich em Zug der Entschlosie^eit.K - I 6 ,c" ^em ten Gesichte, als bestatte er einen hrahitntrffo I schimmerte in ihren Augen, die jetzt ganz dunkel I men oie Mit ich wutzwit meiner Mutter geliebten Toten, die blühenden, ihre fallenden

Vkr IDlUlC miD provlnzleue XtU ^schienen und von denen ein wunderbares und Sie sollen gegenwärtig sein. Wir Haden 6euevien^^°i ^streuenden Blumen,

behandelt die neuesten Ereignisse m der I Leuchten ausginn. Sie reichte Dorn wortlos die kem Geheimnis vor Ihnen. , ~. f üh Morgenstunden und die späten des

Stadt, in der Umgebnug, der Provinz < 2 pon Lr sie während ihrer Wanderung Schweigend legten die beiden .jungen Leute Die frühen Utcorgenimnoen Befchäftiauna und den angrenzenden Bundesstaaten, | b ffialb ben Handschuh entfernt hatte, I den Weg nach dem Forsthause zurück, auf desien Nachmittags waren immer les s g g bringt ferner BersammlnnsS- und I vurty oen oen j i '> l die Försterin sie erwartete, begierig, I gewidmet, und so bereitwillig er ote uorige -tu

Vereineberichte, sowie interessante I und er druckte sie kräftig. , , | xem Sohne zu erhalten. I qeszeit in den Dienst des Allgemeinwohles

ssssä t m-j- u.'>°b«"««

»E >ch°-l--nd nebeneinander

I Dorn blieb stehen. Wie wenn sich plötzlich beieinander. ^meldete es sei eine junge Dame da, welch-

der .Obnhess. I eine Wolke vor die Sonne schiebt und eine von . g Sanlul um eine Unterredung bitten lasse.

Dtk NlllyklMkUöleNsl Zeltung ist cm goldenem Lichte erfüllte Landschaft mit Schatten Nach mehrtägigem Regen strahlte der Hrm- be Sie nicht gesagt, daß jetzt meim "^lledebnt^. Telezrapyischt und tele I erfüllt, so verdüsterte sich fern leuchtendes Ge- I me[ wieder in wolkenlosem Blau, die Luft war I h nixt «t und daß sie zu änderet

phonische B-dienung von Frank^rl. und 'Sie wollen fort?» stammelte er.Ich ^sch und würzig, die große Hitze der vorherge- Sprechstunde nicht ist, uno oa» p

ligin" PaUa«kmÄr?chte "°r die bildete mir soeben ein, ich könnte Sie vermögen, gangenen Wochen schien jetzt vorüber und etn 3ettj°ba5 ^t ihr Frau Johannsen sehr genau

Sitzungen des Reichstes und des I immer zu bleiben. Fraulem Seraphine, ganz leise an den Herbst gemahnender Hauch auseinandergesetzt." erwiderte der Diener,aber

preußischen Landtages. Außerdem besitzt I fuhr er mit tiefem, vollem Herzenston fort,ich zitterte durch die Natur, obwohl der August so- f Beweglich sie sei mit dem Frühzuge

die Zeitung zahlreiche Korrespondenten I Bin ein ungeschlachter Gesell und falle mit der I ejert errt Begonnen hatte. I Loefommcn und möchte mittags wieder ab-

uud Mitarbeiter. Tür ins Haus; Sie kennen mich erst seit^ wemgen Dauerschen Villa auf dem "eisen und sie ist so hüBsch

I Dagem aber Sir müssen es za gemerkt habm, I Schiffbauerdamm in Hannover harkte ein Ar- I steh mal einer an," schmunzelte belustigt

I daß Sie cs mir angetan aus den ersten Blick, I ^uoaueroawu. . j , enb ber Ivi, n«,

toitfftttttc (Stfolö dßct 91 tt- I toeti? 6<;iCrJ.lnwiI-isen "ft s v» Ho I Gärtner silberne Wasserstrahlen auf bett Rasen I Daß Frau Johannsen meinte, der Herr Kon- imu Ull^ Er haschte wieder nach ihrer Hand, die sie Ortner siwer e i. y seinem sul'würde wohl einmal eine Ausnahme machen.-

zelgen sichert durch beeren Berbrei-

tuns in Stadt und Land im hiesigen tendem-.one Still still Iieber Frei nd, tch dars b{e|er E^ischung schon wieder bedurften. jut gBerrascht, denn die wackere Holsteinerin

und den umliegenden Kreisen und durch I letzt nicht Horen, erinnern Sie sich, aus welchem I r.-M frbritt im beauemen I welche ihm seit dem Tode seiner Gattin den

gediegene, zweckmäßige Ausstattung d« I Grunde ich nach Segefeld gekommen bin; ich darf I Der Hausherr sel I ich , aus dem I ftausbalt führte Batte einen wahren Haß auf

Inseratenteils. jetzt nicht an mich, nicht an etwas anderes Morgenanzuge, einen leichten Ctrohhut auf dem Haushalt ' Ehrenämter, Betrach-,

denken als an meinen armen Bruder." Kopfe, eine Gartenscheere ttt bei §anb>, «Je In» $»Zen bie ihn in geschäftlichen Ange-'

T0Itt senkte den Kopf.Sie haben recht," den Beten umher, tn denen rote Verbenen bunt- tete alle Personen oie t^n w u tw i j nUc(lcn