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\ f Lapper, r. Sepf. In Hergebrachter Weise «rde gestern Abend hier ein Sedanfcuer abge- »annt. Bei der Gelegenheit wurden auch pa- »iotische Lieder gesungen und Ansprachen ge- Äten.

-j- Wolfshause«, 3. Sept. Gestern Abend chlug der Blitz hier in die mit Frucht ge- tzllte Scheune des Landwirtes Bender (Elms- jäuser). In kurzer Zeit brannte das Gebäude eis auf den Grund nieder.

A Amöneburg, 3. Sept. Ein beklagens- derter Unglücksfall ereignete stch gestern Abend urz vor dem Gewitter in der Nähe unseres pries. Der im Alter von 35 Jahren stehende schuhmacherme'ster Philipp Cimiotti stüzte Mm Fruchtaufladen auf einen im Felde stehen­den Staketeuzaun und zog sich solche Verletz- «ngen zu, daß er bald darauf seinen Geist iufgab.

Amöneburg, 2. Sept. Der Referendar Adolf Säumer von hier wurde zum Gcrichtsassessor mannt.

JD Schweinsberg, 1. Sept. Der vermißte Lohnfuhrmann und Vutterhändler Wilhelm Schmidt wurde heute unter zahlreicher Teil- stahme zur letzten Ruhs bestattet. Schmidt wurde rach langem vergeblichem Suchen gestern abend wn einem jungen Manne von hier in der Ohm wischen der Ohäuser Mühle und Niederofleiden mtdeckt. Der Verstorbene hatte in der Nähe >er betreffenden Stelle eine Wiese, wovon er wrher gesprochen hatte; hierhin ist er in seinem Zrrsinn geeilt und so in der Ohm verunglückt.

Treysa, 2. Sept. Heute Nachmittag brach in der vor dem Steintore gelegenen, mit Ernte­vorräten angefüllten Feldscheune der Wwe. I. May auf unerklärliche Weise Feuer aus, dem -as Gebäude samt seinem Jnbalte in kurzer Zeit jum Opfer fiel. Gestern Nachmittag fand in sben hiesigen städtischen Anlagen das dies­jährige Jugendf^st statt. Unter Vorantritt einer Musikkapelle bewegte sich der aus etwa 550 lEchnlern bestehende Festzug, in dem gegen 12 jFahnen getragen wurden, vom Schulplatze nach )erLehmkaute".

i Arolsen, 2. Sept. Am 31. August speisten am Hiesigen Bahnhof 500 Mann vom Marburger Iägerbataillon. Der Bahnhofswirt, Herr Hafer, Hatte bei der Vorbereitung nichts versäumt, so !daß er seine Gäste nach jeder Hinsicht zufrieden- gellen konnte.

Hessen-Naßalt Md NachLarMete.

Jesberg, 2. Sept. Ein Jahresgedächtnis, tvenn auch trauriger Erinnerung, konnte unser Ort am 31. August begehen, denn cs waren zehn Jahre, seitdem Jesberg am 31. August 1897 von einem großen Brande heimgesucht wurde, dem J6 Gebäude zum Opfer fielen. Wie die meisten sich noch erinnern, begann der durch Brandstist- ung angelegte Brand mittags gegen 1 Uhr in her Scheune des Bäckers John und abend gegen 10 Uhr standen 16 Gebäude im Flammenmeer. Keule ist natürlich von der Heimsuchung, die seinen Schaden von etwa 250 000 Mark herbei- tzeführt, äußerlich nichts mehr zu sehen und neue Gebäude erheben sich auf der alten Brandstätte, geschaffen durch unermüdlichen Fleiß und die Zeit von 10 Jahren ließ die pekuniären Schäden, wenn auch nicht verschwinden, dann doch in et­was vergessen. (Fritzl. Ztg.)

Zwesten, 2. Sept. Wie vorsichtig man auch Lei kleinen Wunden sein soll, beweist folgender Fall: Ein hiesiger Metzger zog stch vor einigen Wochen eine kleine Verletzung am Finger zu, die verhältnismäßig rasch heilte. Dieser Tage ! pellten sich nun plötzlich Beschwerden im Halse jein. Der herbeigerüsene Arzt stellte eine von jher Fingerwunde ausgehende Blutvergiftung ;intt Starrkrampf fest und ordnete die sofortige lleberführung in die Klinik zu Marburg an.

Cassel, 1. Sept. Uebcr den Besuch der Prin- zeffin Viktoria Luise auf dem Haustein wird dem Cast. Tagebl." von dort berichtet: Prinzestin Viktoria Luise unternahm Sonnabend nachmit­tag von Wilhelmshöhe aus im Automobil einen Ausflug nach dem Meißner, dem hestischen Berg- hönig, und der Burgruine Hanstein im Kreise Heiligenstadt. In ihrer Begleitung befanden sich die Hofdame Frl. von Selbem, Kammerherr von Winterfeld, Profestor Schwarz und der Prinz von Waldeck. Die Fahrt ging über Wer­leshausen zur Burg hinan, deren einzelne Teile, so besonders das vor kurzem aufgegrabene Burg- verließ und den Rittersaal mit der Ahnengalerie derer von Hanstein in Augenschein genommen wurden. Die Prinzestin bestieg dann den einen poch gut erhaltenen Turm, von dessen Zinne sich her Ausblick ins weite Land bietet. Eine An­sichtspostkarte vom Hanstein, bekanntlich eine der imposantesten unter den alten deutschen Ritter­burgen, sandte die Prinzestin an ihren Bruder, den Prinzen Joachim, nach Plön. Zum Abschied überreichte der Burgverwalter und Wirt Funke der Prinzestin eine auf das im nächsten Jahre stattfindende 600jährige Jubiläum der Burg Haustein Bezug habende Urkunde. Der Aufent­halt auf der Burg dauerte eine Stunde. Dann ging die Fahrt im Automobil über Werles­hausen und Großalmerode nach Wilhelmshöhe zurück.

Castel, 2. Sept. Zur Feier des Sedanfestes Konzertierte heute Nachmittag um 2 Uhr vor dem Schloß die Kapelle des Infanterieregiments Nr. 167. Die Kaiserin ließ sich int Rollstuhl vor das Schloß unter die Säulen fahre«, um zu­zuhören, während Prinz Joachim sich dicht beim Kapellmeister plazierte. Im übrigen wird auf besondere Anweisung des Kaisers zwischen dem jeweiligen kaiserlichen Hauptquartier und dem Wilhelmshöher königlichen Schlöffe ein stän­diger telegraphischer und telephonischer Verkehr unterhalten, damit es. dem Kaiser möglich ist, sich stets über das Befinden feiner Gemahlin zu informieren. Täglich spricht der Monarch wie­derholt per Draht mit seiner Gemahlin und tröstet sie, gleichzeitig berichtend, wie die und die Veranstaltung abgelausei» ist.

r' Gastes, 2. Sepk. Einen krankhaften Spork scheint der Gelegenheitsarbeiter und Invalide 6. Rampe zu betreiben, der bereits kürzlich, wie gemeldet, ein einige Monate altes Kind aus nnem Haufe in der Kaiserstraße stahl. Jetzt hat Rampe wiederum einen derartigen Streich aus­geführt. Der Mensch patzte einen günstigen Mo­ment ab und bemächtigte sich in der Humöoldt- K eines im Vorgarten einer Villa im Kin-

tgen liegenden etwa 6 Monate alten Kind­chens. Als er damit zu entfliehen versuchte, kam die Wärterin des Kindes itchesten noch rechtzeitig hinzu; sie setzte dem Kindesräuber nach und nahm ihm mit Hilfe einiger Pastanten feine Beute wieder ab. Der Ilebeltäter ließ stch auch übrigens festnehmen und der Polizei über­geben. Bei seiner Vernehmung erklärte nun­mehr Rampe, er hege große Liebe für kleine Kinder und nehme sie nur mit sich, ohne ihnen irgend ein Leid anzutun. Er sei dann auch ganz zufrieden, wenn die Kleinen wieder zu ihren Eltern kämen. Rampe wird nunmehr einer Heilanstalt zugeführt und auf seinen Gei­steszustand hin untersucht werden. Von dem Cassel-Hannoverschen Personenzuge wurde am gestrigen Tage der Streckenarbeiter Lösemann bei Nörten überfahren und auf der Stelle getö­tet. Der Unglückliche wollte einem Eütcrzuge ausweichen und trat ins Nebengeleise. In dem­selben Airgenblicke sauste der Casteler Schnellzug vorbei und überfuhr den Streckenarbeiter.

Oberkaufungen, 2. Sept.. Die in Lempers- bache bei Oberkaufungen von der von Buttlar- schen Verwaltung angestellten Bohrungen nach Kohle sind erfolgreich gewesen. Schon bei einer Teufe von 7 Meter stieß man auf ein Kohlen­flöz von drei Meter Mächtigkeit.

Göttingen, 2. Sept. Auf der Station Ger­tenbach (Strecke Eichenberg-Münden) wurde heute früh 7 Uhr der Unteroffizier Simanowski von der 5. Schwadron des 7. Ulanen-Regiments zu St. Johann beim Legen und Signalisieren der Feldposttelegraphie von einem GLterzuge überfahren und getötet. Dem Bedauernswerten wurde der Kopf vom Rumpfe getrennt. Sima- nowski wollte dem Zugs ausweichen, ist aber da­bei auf dem Eisenbahngleise gestürzt.

Gieße«, 2. Sept. Heber die Errichtung einer Haltestelle am Nordende der Stadt Gießen spricht sich der Bericht der Erotzh. Handelskam­mer wie folgt aus: Der andauernde wirtschaft­liche Rückgang des nordöstlichen Teiles der Stadt Gießen hatte im Laufe des Berichtsjahres wie­derum das Jntsreste der Einwohnerschaft auf das Projekt der Errichtung einer Haltestelle für den Personenverkehr am Rodberg gelenkt. Auch wir, so schreibt derGieß. Anz.", konnten uns der Ansicht nicht verschließen, daß die Errichtung einer solchen Haltestelle ein Mittel zur wirt­schaftlichen Hebung des nordöstlichen Stadtteils bieten würde. Leider haben die hierüber statt- gehabten Verhandlungen bis jetzt zu einem be­friedigenden Ergebnis nicht geführt; wohl er­klärte sich die Eisenbahnverwaltung bereit, in eine Prüfung der Anlage- und Betriebskosten einzutreten, wenn dis Stadt Gießen die Anlage- kosten übernehmen würde. Die Stadtverwaltung zeigte sich auch dem Projett durchaus nicht ab­geneigt, glaubte aber im allgemeinen Jntereffe ihrerseits die Forderung stellen zu sollen, daß die Grundbesitzer des nördlichen Stadtteils, dis doch in erster Linie dis Vorteile jener Anlage haben würden, 50 000 Mark zu den Kosten bei­zutragen. Diese Summe würde schon gedeckt fein, wenn jeder Grundbesitzer, da der Bebauungs­plan für die Schwarzlach und das Eartenfeld ein Gebiet von rund 250 060 Quadratmeter umfaßt, nur 20 Pfg. für den Quadratmeter seines Be­sitzes beisteuern würde. Die Stadt ihrerseits würde, abgesehen von den Zinsen für die Kosten der Straßenanlagen, welche bei Errichtung der Haltestelle früher hergestellt werden müßten, als sonst nötig märe, und den Kosten für den Erund- erwerü nach Maßnahme ihres Besitzes in jener Gegend noch 13 000 Mark beisteuern. Nach uns von zuverläffiger Seite zugegangenen Mitteil­ungen scheint die finanzielle Unterlage des Pro­jektes gesichert zu sein.

Gießen, 2. Sept. Der Provinzialtag für Oberhessen, der zu einer außerordentlichen Sitz­ung einberufen worden war, hat den Ankauf des Jnheidener Quellengebietes genehmigt, auf dem die Anlage eines großen Gruppenwaffer- werks für die Provinz mit einer Ergiebigkeit von täglich mindestens 30 000 Kbm. Quellwasser in Aussicht genommen ist. Ferner wurde ein Vertrag genehmigt, worin die Stadt Frankfurt a. M. sich bereit erklärt, falls das Wafferwerk zu Stande kommt, täglich bis zu 20 000 Kbm. Wasser von der Provinz abzunehmen. Der Pro- vinzialtag bewilligte für die durch den Brand geschädigten Bewohner von Herbstein 1000 oH zur vorläufigen Linderung der Rot und er­klärte sich bereit, wenn nötig, weitere Mittel zur Veriügung zu stellen.

Ehringhsusen a. d. Dill, 1. Sept. Am Sonn­abend Nachmittag ist ein aus der Nähe Mar­burgs stammender Arbeiter, der im Maschinen- dreschbrtrieb tätig war, verunglückt. Er wollte die in Ruhe befindliche elektrisch betriebene Ma­schine ölen. Diese setzte stch schon in Bewegung, ehe der Arbeiter stch in Sicherheit gebracht hatte. Er erlitt, wohl durch die Selbstbinder verursacht, eine so starke Brust- und Rippenquetschung, daß Blut aus Mund und Rase kam. Auf einem Bett brachte man ihn in den Packwagen des hier 4,25 Uhr abgehenden Zuges nach Marburg, um jhn der dortigen Klinik zu übergeben. Der be­dauernswerte Mann, an deffen Aufkommen ge­zweifelt wird, ist verheiratet und Vater von 4 Kindern.

Frankfurt, 2. Sept. Ein zwischen Rödelheim und Weißkirchen beschäfttgter Streckenarbeiter namens Friedrich Blum aus Lieblos bei Geln­hausen wurde von einem Personenzug erfaßt; es wurden ihm beide Beine abgefahren.

Offenbach, 30. Aug. Infolge der Verhand­lung über die Aufhebung des vom Fürsten von Isenburg-Bilstein beanspruchten Präsentations­rechts für eine Anzahl Lehrerstellen an den hiesige« Volksschule« hatte der Fürst vorläufig

auf zwek^Iastre Mf bis «usuvuttg SeS'Rechts verzichtet. Nachdem diese Frist nunmehr abge­laufen ist, hat der Fürst auf Ansuchen der Stadtverordnetenversammlung die Frist um ein Jahr verlängert und weiter fein Entgegenkom­men für die Beschleunigung der Angelegen­heiten zugesichert.

Limburg. 2. Sept. Am 27., 28. und 29. Sep­tember wird der Deutsche Bismarck.iund seinen diesjährigen Bundestag in unseren Mauern ab­halten.

Königstein, 1. Sept. Bei einem Zusammen­stoß eines Automobils mit einem Radfahrer wurde der Letztere, der 19jährige Lehnung aus Cronberg, getötet.

Koblenz, 2. Sept. Wie das K. Konsistorium der Rheinprovinz mitteilt, ist in einer kürzlich ergangenen Entscheidung des Oberoerwaltungs- gerichts der Grundsatz ausgesprochen worden, daß bei der kirchlicher Besteuerung von Perso­nen, die in Mischehe leben, jede beteiligte Kir­chengemeinde nur den ihrem Bekenntnis ange­hörigen Eheteil zur Kirchensteuer zu veranlagen, in die Heberolle aufzunehmen und demselben die Zahlungsaufiorderung zuzustellen befugt ist.

Hochsckulnackrichten.

X Stuttgart, 2. Sept. DerStaats­anzeiger" meldet: Der König hat die Leitung der Frauenklinik der Universität Tübingen und die ordentliche Profeffur für Geburtshilfe dem Profeffor Sellheim in Düffeldorf übertragen.

BermWe^

Das verkannte Hörrohr. Alexander Graham Bell, der bekannte erfolgreiche Erfinder, erzählte jüngst bei einem Diner in Washington folgende kleine Anekdote, dieeinem seiner heften Freunde" zugestoßen sei. Dieser Herr sei etwas schwerhörig und henutze daher stets ein Hörrobr, wenn er die Kirche besuchte. Eines schönen Ta­ges befand er sich in der Kirche zu Maine. Als der Geistliche die Kanzel erstieg, zog der Herr die zwei Teile feines Hörrohrs aus der Tasche und begann sie aneinander zu schrauben. Bei dieser Veschäfttgung bemerkte er den Küster, der auf einer Bank in der Nähe saß, ihn beobachtete und mißbilligend den Kopf scküt^lte. Er schentte dem Küster jedoch gar keine Beachtung, sondern brachte das Hörrohr ans Ohr. Da eilte der Küster zu ihm hin und flüsterte ihm zu: Auf dem Ding dürfen Sie hier nicht blasen! Sowie Sie anfangen, werfe ich Sie raus! Dem guten Mann schwebte wohl eine ArtPo­saune von Jericho" vor Augen.

Mitteilungen aus dem Leserkreise. Für die unter tiefer Itubrtf vei5"-^Nickten Artikel über­nimmt die Redüktion nur die prefigesetzliche Verantwor­tung, nicht ober die dem piihiFum gegenüber.

In der Stadtverordnetenfitzung vom 80. August reichte das Mitglied Engel einen Dring­lichkeitsantrag ein,daß der Platz von bet frü­heren Bleiche an der Biegen- und Savignystraße nicht, wie der Magistrat beschloffen hat, als Ge- müfeland verpachtet wird, sondern daß ein Kin­derspielplatz daraus gemacht werden soll.". Auf wie lange dieser Platz unbebaut liegen bleibt, wird der Zukunft überlaffen; ein Stadtverord­neter will an dieser Stelle ja ein Theater er­baut haben und dann wäre es aus mit dem Spielplätze. Engels Antrag wurde jedoch von der Versammlung nicht für so dringlich befun­den, er soll zu gelegener Zeit auf die Tagesord­nung gebracht werden.

Fragen wir nun, für welche Kinder ein Spielplatz geschaffen werden soll, etwa für Gym­nasiasten, Realschüler, Vorschüler, Volksschüler oder für alle zusammen? Dann gäbe es keinen Spielplatz mehr, sondern einen Streit- und Kampfplatz, jeder wollte das Vorrecht haben, schon aus diesem Grunde hat man die Nord­schule nicht neben der Oberrealschule erbaut. Herr Engel scheint dieMarburger" Jungen noch schlecht zu kennen, sonst hätte et stch mit seinem Dringlichkeitsantrag an die Schuldepu­tation gewandt, daß diese die Spielplätze der Nord- und Südschule, jede bei ihrer Schule, in der schulfreien Zeit unter Aufsicht des Schul­dieners benutzen dürfen. Außerdem ist in Mar­burg noch der lutherische Kirchhof und der Jux­platz vorhanden, da tonnen schon viele Kinder ihren Spielen obliegen. Darüber denken Sie einmal nach, Herr Engel, und überlassen sie den Pächtern das Land an der Viegenstratze. Die Oberrealschule und die Vorschule hat ja auch ihren Spielplatz bei den Schulen. Auf diesem neu anzulegenden Platze würde bald Krieg im Frieden gespielt werden und die Polizei könnte denn einen besonderen Barnten dahinstellen, der die Aufsicht führt und Ordnung hätt. r.

Letzte Nachrichten.

Berlin, 2. Sept. Der Kaiser ist um 10% Uhr nach Wilhelmshaven abgereist.

Potsdam, 2. Sept. Heute vormittag fand die Einweihungsfeier und Eröffnung der elettri- schen Straßenbahn statt.

Winterberg b. Kreuznach, 3. Sept. (Eigene Drahtmeldung.) 16 Kinder ließen sich in einem Karren den Berg hinuntersausen und verloren die Gewalt über denselben. Der Karren schlug um, durchschlug das Bach-Geländer und stürzte in den Bach. 11 Kinder wurden schwer, teils hoffnungslos, verletzt.

Lindau, 2. Sept. DasTagblatt" meldet: Bei dem Ueberschreiten vom dritten auf den zweiten Kreuzberg im Alpsteingebiet im Rhein­tal stürzte gestern ein Tourist namens Ritter vor den Augen seiner zwei Begleiter ab und blieb tot.

Paris, 2. Sept. DerEaulois" erhält aus Tanger die Nachricht, daß alle marottanischen Häfen bis zum 15. ds. Mts. eine Garnison erhal­ten werden. Rach einer Meldung desMa­rin" aus Casablanca vom 31. Aug. hält der Feipd in Stärke von 8000 Mann gegenwärtig 10 Lager tx der Umgehung von Pen Ali besetzt.

DyoR, 2. Sepk. Ein Arbeitszug ist zwischen; La Voujet und Lyon mit einem anderen Per- sonenzug zusammengestoßen. Eine Person mürbe getötet, acht verletzt.

Warschau, 1. Sept. Der General-Gouver­neur Skalon veröffentlicht eine Verfügung, wo­durch sämtliche Aerzte und Barbiere verpflicht tet werden, Patienten, die sich mit Schußwunden melden, sofort bei der Polizei anzuzeigen. Bei Uebertretung dieser Verfügung unterliegen dis Schuldigen einer Strafe bis R. 3000 oder 3 Mo­nate Arrest.

Tabora, 2. Sept. Staatssekretär Dernburg ist mit feiner Karawane gestern Nachmittag 2 lujr nach anstrengenden Märschen hier einge­troffen.

Johannesburg, 2. Sept. Infolge Einsturzes einer Cchachtwand bet Neukleinfsnieingrube wurden 17 Chinesen verschüttet. Sieben sind ernstlich verletzt hervorgezogen worden, vier sind umgekommen. Es ist keine Hoffnung, die Übri­gen zu retten.

Yokohama, 2. Sept. Das Reutetsche Bureau meldet: Ein Mann der Besatzung eines Dampfers, der aus Niutfchwang und anderen Häfen hier eintraf, ist an Cholera gestorben. Die Passagiere waren bereits gelandet, als der Fall eintrat.

DülMmchte.

Frankfurt, 2. Sept- f@etreibemarlt). Am heutigen Wochenmarkt entsprach da? Angebot in Weizen nickt der starken Nachfrage, lodaß bei leb­hafter Kauflust und regen Umsätzen die Preise an- ziehen konnten. Langrogaen war stärker angeboten und sand zu den notierten Preisen flotte Käufer- Ausländische Brotfrstchte waren sehr fest bei guter Nachfrage Gerste bet ungenügendem Angebot fest, Alter Hafer nur noch wenig offeriert, neuer Haier begehrt. Mais knapp und anziehend. Mehl i« Einklang mit Wen en steigend. Futtermittel sehr fest und zu erhöhten Preisen flott verkäuflich. S8 notieren je nach Dualität: Weizen hiestaer und Wetterauer Mark 21,50 bis 21,75, russischer Mark 22,7523.50, Redwinter Mark 00,00- 00,00, Kansas Mark 00,0000,00, 8a Mat« Mark 22,80-23,50, Rumänischer Mark 22,2522,70, Roggen, hiesiger Mark 19,4019,70, daher. Mark 00,0000,00, russischer M. 00,0000.00, amerikanischer Mark 00,00-00,00, Gerste, hiesige Mark 19,5020,50, Pfälzer M. 19,5022,00, fränkische M. 00,00-00,00, Riedgerste M. 19,5021,00, ungarische M. 00,000,00. Hafer, hiesiger Mk,. 18,2519,00, RumSn.Mk. 18.75 bitz 19,75, bahr. 00,0000.00, Rust. Mk. 19,75 20,00, «metilon Mk. 00.0000,00. Mais. Donau M. 14.75 MG 15 25, Odessa 00,00-00,00, Lavlata Mk. 14,75-15,25. Alles p. 100 Ätlo netto effektiv loco hier. Etz notieren: WeiMnnehl. hies. Nr. 0 M. 30.0030.50, feinere Marken M. 00,0000,00, Nr. 1 M. 28,5029,00, feinere Marken Mk. 00,0000,00. Nr. 2 Mk. 27,50 bist 28.00, feinere Marken Mk. 00,00-00,00, Nr. 8 Mk. 26,50-2700^feinere Marken Mk. 0,50-1,00 höh. Nr. 4 Mk. 00,03-00.00, feinere Marken Mk. 00,00-00,00, Roggenmehl, hiesiges Nr. 0 Mk. 29,50-30.00. Nr. 1 Mk. 27.50-28.00, Nr. 2 Mk. 23,00-24,00. Alle« per WO Kilo intL Sack. Futterartikel fest. Es. notierm: Weizenschalen Mk. 11,25-11,50. WeizeMne Mk. 11,2511,50, Roggenkleie Mk. 12,75 biß ^'..A"termehIMk.l6,0017,00,Biertreber, getrocknet Mk. 12,0012,25 fe nach Qualität. Alles per 100 Kilo netto effektiv loco hier.

»^rantf nrt, 2. Sept. (StebmarlU Rum Verkauf standen: 610 OLsen. 86 Bullen, 1191 Kühe Rinder und Stiere, 820 Kälber, 851 Schafe und Hammel und 2034 Schweine. Bezahlt wurde für 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qual. 82-85 Mk., 2.QuaL 76-78 Ml., 3. Qual. 68-70 Mk., 4. Qual. 00-00 Mk., Bullen 1. Qual. 70-72 Mk 2. Qual. 67-69 Mk, 3. Qual. 0000 Mk., Kühe. Rinder und Stiere 1. Qual« 74 -76 Mk., L Qual. 71-73 Mk., 3. Qual. 63-65 Mk, 4. Qual. 00-00 Mk, 5. Qual. 00-00 Mk. Bezahlt wurde für 1 Pfund Schlachtgewicht: Kälber 1. Qual. 92-95 Pfg, 2. Qual. 78-85 Pfg., 3. Qual. 60-65 Pfg.. 4 Qual 0000 Pfg., Schafe und Hümmel 1. Qual. 8410 Pfg., 2. Qual. 78-80 Pfg, 3. Qual. CO00 Vs > Schweine 1. Qual 70- 00 Pfg., 2. Qual. 68-69 M., 3. Qual. 60-62 Pfg., 4. Qual. 00-00 Pfg. Bezahlt wurde für 1 Pfund Lebendgewicht r' KMer 1. Qual. 54-57 Pfg, 2. Qual. 45-50 Pfg-,! Schweine L Qual. 55 Vfg, 2. Qual. 54*f» Pfg. Geschäftsgang in Großvieh gut, Heberßanb gering,; in Kleinvieh aut. Markt geräumt. Aus Oesterreich standen 157 Ochsen zum Verkauf.

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Zollfrei' Muster an Jedermann! Seidenfabrikt Heaneberg, Zflrlch.

Vergnügungs-Anzeiger Repirtoir-Entwurf 8er Frankfurter Stadttheater.

Frankfurter Opernhaus.

Mittwoch, 4. Sept.. iA8 Ahr:Dis lustig« Witwe".

Donnerstag, 8. Sept., 7 Ahr:Norma".

Freitag, 6. Sept., 7 Ahr:Das Rheingold".

Wa, ist Jndurin? Jndurin, auchShine" genannt, ist eine Dauerfarbe, die in Pulverform verkauft und mit Wasser angerührt wird. Der Anstrich hat ein gefälliges Aussehen, hält sich in Wind und Wetter sehr gut und färbt nicht ab. Jndurin ist billiger als Oelfarbe und eignet sich besonders für neuen Kalkoerputz, für Backstein­fassaden, Zement- oder Eipsverputz, bei Innen« anstrichen auch für Holz, Metalle und Glas. Für Holzbauten im Freien, wie Einfriedig­ungen, Schuppen, Geräte ufw., die von Fäulnis und Schwammbildung bedroht find, nimmt man statt Jndurin oder anderen Farben lieber ein hslzerhaltendes Anstrichöl. Das Beste auf die­sem Gebiete ist das bekannte Avenarius Gar« bolineum, das auf eine an praktischen Erfolgen überreiche Verwendungszeit von mehr als drei Jahrzehnten zurückblickt. Für beide Artikel hat die Firma R. Avenarius u. Co., Hamburg, Stuttgart, Berlin C und Köln in hiesiger Ge­gend Niederlagen errichtet bei P. Tromm, Dro­gen, Marburg; K. Leonhäuser, Kirchhain; Wilh« Ungemach, Gemünden. !

Kreisblatt Nr. 70.

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