mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
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Reclauien: die llei'r SO Vrq.
Marburg
Sonntag. 1. September 1907.
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Erscheint wöchentlich sieben mal.
Druck imb Verlag' Joh. Aug. Koch, UniverfttätS-Buchdruckerei 42. Jahrg.
Marburg, Markt 21. — Telephon 55.
Bestellungen für den Monat September auf die »Oberhessische Zei tuns“ nebst ihren Veilagen werden von unserer Expedition Markt 21) unseren Ausgabestellen in Kirch Hain, Neustadt und Wetter, sowie von allen Postanstalten und Lan^brieftragern ent« gegengenommen.
Rückblick.
Durch.die Fahrt unseres Kaisers von Han- «over nach Bielefeld zur Einweihung des Denkmals Kaiser Wilhelms I. und nach der alten Stadt Münster, deren Hochschule, wie schon berichtet wurde, durch Kabinettsorder den Namen »Westfälische Wilhelmsuniversität" erhielt, ist der Bevölkerung Westfalens eine große Freude zu teil geworden. Mit den Westfalen aber freuen sich alle nationalgesinnten, königstreuen Preußen! denn aus dem Besuche Kaiser Wilhelms in den soeben genannten Städten erkennen sie alle, welch' lebhaften Anteil der Enkel Kaiser Wilhelms I. als Landesherr an dem Wohlergehen sämtlicher Teile unseres engeren Vaterlandes nimmt und wie er fort und fort bestrebt ist, durch seine Besuche in den verschiedenen Städten und Landschaften anregend und fördernd zu wirken. Der begeisterte Jubel von Jung und Hilt, der den: Kaiser bei seiner Besuchsreise allenthalben auf der „roten Erde" entgegen- fchallte, kann als abermaliges Zeichen dafür gellen, daß die alte deutsche Treue zum Landesherrn und Kaiser auch im Westen unseres Vaterlandes lebendig ist und auch in Zukunft bleiben wird.
Allzeit treu zu Kaiser und Reich! Das mutz auch unser aller Feldgeschrei sein gegenüber jener herausfordernden Kundgebung der internationalen Sozialdemokratie, die sich jüngst in der. Hauptstadt Württembergs ein Stelldichein gegeben hat. Während aber die sozialdemokratischen Parteiblätter die Tagung der „roten Internationale" als das denkwürdigste und folgenschwerste Ereignis dieser Tage hinzustellen suchten, wurde andererseits von der bürgerlichen Presse iin Hinblick auf die'dort zutage geförder-
Zweites Blatt.
ten, oft recht widerspruchsvollen Ansichten, mehrfach darauf hingewiesen, dah es mit der vielgerühmten Einigkeit der „internationalen Proletarier" nicht durchwegs gut bestellt sein könne. Diese letzteren Erscheinungen, die gewiß auf die sich mehrfach bemerklich machende sog. revisionistische Strömung innerhalb der Sozialdemokratie zurückzuführen sein mögen, dürfen uns jedoch nicht zu übereilten, unzutreffenden Schlüffen verleiten. Wie immer man auch die politische Bedeutung der Stuttgarter „roten" Tagung auffaffen mag, so erhellt doch aus den Verhandlungen über die Frage des Antimilitarismus auf das deutlichste, daß man, vor allem bei uns in Deutschland, sich auf planmäßige und mit allen Mitteln betriebene Bestrebungen gefaßt machen muß, die h e e r e s - pflichtige Jugend vor dem Eintritt in den Heeresdienst mit Anschauungen zu erfüllen, die mit der Aufrechterhaltung der notwendigen Manneszucht im Heere unvereinbar sind. Daß die deutsche Sozialdemokratie seit Jahren gerade auf solche Bestrebungen besonderes Gewicht legt, ist ja bekannt. Man wird wohl aber in der Annahme nicht fehl gehen, daß diesen Bestrebungen neue Nahrung und ein kräftiger Ansporn durch die Stuttgarter Verhandlungen zu teil geworden ist. Hiergegen mit allen Mitteln anzukämpfen erscheint dringend geboten. Wenn der Stuttgarter Kongreß die Staatsgewalt und die bürgerlichen Parteien zu energischer Gegenwehr auf diesem Gebiete anregt, so würde er gerade durch das angedrohte Unheil Segen gestiftet haben.
Ein kräftiges, allzeit schlagfertiges Heer aber ist heute, mehr denn je, die erste Bedingung für die Macht und das Ansehen eines Reiches, das so bedeutende und stets wachsende Jntereffen politischer und wirtschaftlicher Art zu schützen hat, wie das Deutsche. Darum sind es falsche Ratschläge, die immer wieder von linksliberalen Doktrinären uns vorgepredtgt werden und die, wenn sie Anklang fänden, nur dazu führen könnten, die Fundamente zu lockern, auf denen das Ganze ruht. Ein beliebtes Steckenpferd des Freisinns ist es von jeher gewesen, an den Ausgaben für Heer und Marine zu nörgeln, um da Erfparniffe in Vorschlag zu bringen, wo Knickerei die verderblichsten Folgen haben würde. Am gefährlichsten sind diese falschen Propheten, wenn sie ihren, der Wirklichkeit fremden Lehren einen Anschein von Sachlichkeit zu geben wissen. In dieser Beziehung könnte Herr Eothein fast noch mehr Unheil anrichten, als D. Naumann, welcher infolge seiner stets zunehmenden Begeisterungsfähigkeit, die ihm kürzlich beinahe zu
Wirtes auftrat. Birnbaum entschuldigte sich als Wirt bei seinen Gästen mit den Worten: „Meine Herren, ich kann mit dem besten Willen nicht servieren lassen, denn vor einigen Tagen ist mir mein bester „Kellner" durchgegangen und hat mir für dreihundert Taler „Zinn" mitgenommen." Birnbaum fiel wegen dieses Witzes in Ungnade. Dr. Oetker hatte sich später an einer Loge des ersten Ranges im dortigen Hoftheater als Abonnent beteiligt, welche der Preofccniumsloge des Kurfürsten gegenüber lag, ssdatz der Kurfürst das etwas sajyrische Gesicht des ihm verhaßten Mannes immer vor Augen hatte und er sich von bemfelben' beobachtet glaubte. Der damalige Theaterintendant Hofmarschall von Herrinaen bekam daher den Befehl, dem Inhaber jener Loge, Herrn von Lorenz, zu kündigen und dem Herrn eine andere Loge auf der entgegengesetzten Seite des Theaters, Nr. 8, einzuräumen, die erstere aber zu einer Fremdenloge umzuschaffen. Oetker, welcher erkannte, daß diese Veränderung durch seinen .Logenanteil veranlaßt sei, trat aus der Logengesellschaft und fein Platz wurde anderweit übernommen. Da es sich aber begab, daß diese verlaffene Loge nun von reisenden Fremden und häufig von fremden Juden besucht wurde, welche mit bewaffneten Augen die Loge des Kurfürsten ohne alle Scheu musterten, so war der Letztere in eine viel schlimmere Lage gekommen, er ließ deshalb schon nach zwei Monaten der vertriebenen Logengesellschaft die frühere Loge wieder anbieten, und diese siedelte auch wirklich auf ihren alten Sitz zurück — nur Oetker trat nicht wieder ein, und so hatte der Kurfürst seinen Zweck erreicht.
Der kleine Neuber.
In der Wettergaffe, in der Link'schen Apotheke wohnte gegen die Mitte des vorigen Jahrhunderts der kleinste Student Marburgs mit Namen Neuber, der aber im Kneipen ein Genie war. Nach einem Kommerse hatten ihm seine Kollegen eine Kinderbauhe aufgesetzt, und ein großer Student trug ihn so, eingepackt in einem Kindermantel, zur allgemeinen Heiterkeit auf
Marburger
Studenten - Erinnerungen.
Von L. Müller.
' (Fortsetzung.)
Ehemalige Marburger Studenten als Zeitungs- XI Redatteure 1850).
Infolge der Septemberoerordnungen Haffen- pflugs wurden am 3. September 1850 die neuen hessischen Zeitungen „Die Horniffe" und „Der Polksbote" verboten. Da aber die Redakteure ihre Zeitungen weiter erscheinen ließen, wurden die Pressen konfisziert. Man wußte sich zu helfen und ließ die Zeitung in Gotha drucken, pnd so geschah es, daß man am 1. Oktober den Herausgeber der Neuen hessischen Zeitung, Dr. Oetker, im Kastell einsperren liefe, wo er vier Wochen saß, ehe er wieder entlasten wurde. Oetker wurde in Anklagezustand versetzt und entkam nach Helgoland. Auch die Redatteure der „Hornisse", Dr. Kellner und Heise, beide ehemalige Marburger Studenten, wurden verhaftet. Letzterer entkam noch glücklich und entging so seiner Verhaftung, während Dr. Kellner lange in Gaffel im Kastell gefangen gehalten wurde, bis die Stunde seiner Erlösung schlug. In der Nacht vom 12. zum 13. Februar fuhren zu gleicher Zeit aus allen Toren Eaffels Chaisen hinaus. Alsbald verbreitete sich das Gerücht, Dr. Kellner sei aus dem Kastell entflohen und mit ihm der Wachtposten vor dem Kastell, der Gardist Zinn von Cassel. Alles wurde in Bewegung gefetzt, um dieser Durchbrenner habhaft zu werden,' der Kurfürst setzte eine Prämie aus pon 300 Talern, cs hat sie aber niemand verdient. Zinn, ein geborener Casseler, hatte die Wachtmannschaft unter der Vorgabe, sein Geburtstag sei, betrunken gemacht und Dr. Kellner befreit. Der Kurfürst war ganz entrüstet und liefe alle Soldaten, die aus Castel waren, in andere Regimenter versetzen. — Einige Zeit darauf besuchte der Kurfürst das Theater, als gerade der Komiker Birnbaum (der Schwiegervater von Friedrich Wilhelm von Hanau, einem Sohne des Kurfürsten) in der Rolle eines
einer Verherrlichung des Stuttgarter toten Kongreffes hingerissen hätte, allmählich den eigenen Fraktionskollegen unheimlich werden dürfte. Der Reichstagsabgeordnete Gothein also ließ sich jüngst in einem längeren Artikel über die Frage der Reichsfinanzreform aus. Dabei bemerkte er ganz richtig, daß die hauptsächlichsten Posten im Reichsbudget die für Heer und Marine sind und stellte darauf eine Betrachtung darüber an, ob an den Hauptausgabesummen nicht gespart werden könnte. Für die Marine verneinte er die Frage, für das Heer bejahte er sie. Er ging dabei aber von der Voraussetzung aus, daß die Mächte, für welche eine besonders starke Kriegsmacht des Nachbarn eine Bedrohung ist, sich vertraglich darüber verständigen, wie weit sie ihre Rüstung einschränken. Es ist sehr richtig, daß, wenn eine solche Verständigung gelänge, eine Einschränkung der Heeres- ausgaben aller Mächte, die sich an den Uebetein» kommen beteiligen würden, vor sich gehen könnte. Wann es aber möglich sein wird, eine solche Vereinbarung zu erzielen, ist — höchst ungewiß! Für eine absehbare Zeit ist damit wohl nicht zu rechnen, und da nun einmal die Reichsfinanzen schon bald einer Sanierung bedürfen, so ist mit diesem Vorschläge leider nichts anzufangen. Das Gleiche ist der Fall mit anderen, auf Ersparungen im Reichsbudget abzielenden Plänen. Es ist völlig verkehrt, anzunehmen, daß im Reichsbudget Abstriche von den Ausgaben in der Weise vorgenommen werden könnten, daß sie den jetzigen, geschweige den voraussichtlich künftigen Fehlbeträgen gegenüber ins Gewicht fielen. Auch der freisinnige Rechenkünstler gibt zu, daß eine beträchtliche Ausgabeerhöhung bei dem Kriegsflottenbau nicht bloß zu erwarten, sondern mit Rücksicht auf das Vorgehen anderer Nationen und das Wachsen sowie die Bedeutung des deutschen Außenhandels durchaus notwendig ist. Wie soll sie gedeckt werden, wenn schon jetzt in den Neichsetat ungedeckte Matrikularbeiträge für die Einzelstaaten in ganz gewaltigen Summen eingestellt werden muffen, um die Balance zu erzielen? Auch andere Mehrausgaben, namentlich solche, die sich als Konsequenzen schon er- laffener Gesetze darstellen, muffen geleistet werden. Sie können doch nicht auf dem Wege des Sparens an anderen Ausgabeposten wieder eingebracht werden. Nein, wie man auch das Problem der Sanierung der Reichsfinanzen drehen und wenden mag, mit dem Sparsamkeitsgrundsatz ist dabei nicht vorwärts zu kommen, ganz abgesehen davon, daß dieser Grundsatz doch bisher schon stets maßgebend gewesen ist. Den Dingen, die unabwendbar find, soll man nicht
der Straße umher. Einst ließ er sich in eine gut ventilierte Kiste einpacken, es war zu Beginn der Ferien, und mittelst dieser unfrankiert zu seinen Eltern als Eilgut spedieren, weil der nervus rerum stets in einer schlechten Verfassung war. **
Eines Tages hatte ihm der Eerichtsdiener, oder Klemmer, einen Besuch zugedacht; er war von dessen Erscheinen unterrichtet. Bei dessen Ankunft setzte er sich schnell auf die Kommode und liefe seine kurzen Beine vor den Schubladen herunterhängen, um so den Executor zu hindern, daß dieser die Schubladen öffne. Als alle Bitten und Drohungen von diesem nichts fruchteten, begann er mit Gewalt erst die unterste und so schließlich die oberste Schublade zu öffnen. Und was fand er hier? „Nichts." Der Executor war bitter enttäuscht denn gerade oben vermutete er.Pfandgegenstände und ging schimpfend über seine vergebliche Mühe von bannen, obgleich Neuber ihm anbot, er solle mit ihm gehen, sie wollten einen gemeinschaftlichen Schoppen trinken.
Das cingeschlagene Trommelfell und Anderes.
Vor mir liegen zwei vergilbte Rechnungen, die folgendermaßen lauten: „Nota für Hochwohllöblichen N. N. Verein über aufgeführte Musik zu einer Faßparthie bei der Moos-Eiche von L. Rudewtg. 25. Juni 1887. Für die aufgeführte Musik zu einer Faßparthie bei der Moos-Eiche und des Abends zurück mit Musik bis bei Fteidhof 48 für das Trommelfell einzuschlagen an der großen Trommel von einem Herrn 5 Summa 53 M. Dankend erhalten L. Rudewtg. — Rechnung für den N. N. Verein von S. Schmenner. 16. Juni. 1883. 21 belegte Bieder ä Bredche 20 Psg. — 4.20 eM; 4 Stück Gläser entzwei ä 30 Pfg. = 1.20 M; 2 Stühle entzwei 1 M; für Bedienung 5 M; Summa 11.40 <«." Damals waren die Blöder oder Breder noch sehr billig. Bei einer Faßpartie, die im Sommer 1888 unter strömendem Regen auf der Augustenruhe abgehalten wurde, gedachten die Musensöhne besonders der Wohltat der int Jahre 1887 erbauten Schuhhütte in folgenden Versen:
durch Seitensprünge zu entgehen suchen; damit wird gar nichts erreicht. Man soll ihnen vielmehr fest in's Auge schauen und sie so zu regeln suchen, daß auf längere Zeit Ruhe eintritt. Dazu gehört auch die Reichsfinanzsanierung. Gewiß ist die Finanzrefotm von 1906 ein tüchtiger Schritt auf dem Wege zu diesem Ziele gewesen« Da man aber hierbei nicht ganze Arbeit gemach! hat, so wirft sich die Frage nach der zulänglichen Dockung der Reichsausgaben schon kurze Zeit nach der Erledigung jener Reform wieder vdlf. selbst auf. Früher wurden die Finanzreformcil in anderer Weise und zwar so erledigt, daß wer nigften längere Jahre hindurch dieses Gebiet de( Politik dann nicht berührt zu werden brauchte. Es wäre gut, wenn man überall zu der lieber« zeugung käme, daß die frühere Methode in der Erledigung von Finanzfragen die bessere war und noch ist.
Deutsches Reich.
— Der Kaiser nahm die große Parade über das siebente Armeekorps auf der Vennheide bei Münster ab. Der Kaiser, in der Uniform bet Eardedukorps, ritt an der Spitze der Fahnen» kompanie vom Infanterie-Regiment Nr. 55 auf den Paradeplatz und übergab die neuen Fahnen mit einer Ansprache den betreffenden Regi« mentstommanbeuren. Der Kaiser ritt bie Fronten ber Reserve- und Landwehroffiziere ab und nahm den Frontrapport vom kommandierenden General v. Vissing entgegen. Sodann ritt bet Kaiser die Fronten der in zwei Treffen aufge# stellten Truppen ab. Es fand nur ein Vorbesi marsch statt in Jnfanterie-Regimentskolonnen, bie berittenen Truppen im Schritt. Prinzessin Adolf von Schaumburg-Lippe führte ihr Infanterie-Regiment Nr. 13. Prinz Adolf von Schaumburg-Lippe begleitete das Jager-Bataillon Nr. 7, General von Bock und Pomch vom 14. Armeekorps bas Jnfanterie-Rvtstinrnt Nr. 55, der Kriegsminister v. Einem 4. Kürassiere. Nach ber Parade kehrte ber Kaiser an bet Spitze der Fahnenkompanie des Infanterie-Regiments Nr. 13 und der Standarten-Eskadron der 4. Kürassiere nach dem Schloß Münster zurück. Die Kriegervereine, Gewerkschaften und Schulen bildeten Spalier. Der Kaiser wurde allenthalben stürmisch begrüt. Das Wetter ist schön.
— Prinz Friedrich Karl von Hessen, bet Schwager des Kaisers, wird nach dem Manöver bas Kommando des 81. Infanterie-Regiments in Frankfurt a. M. erhalten.
„Was Marburg ganz Besonderes hat. Das sind die Füßchenpartien, Wo bie Stubenten aus der Stadt Hinaus ins Grüne zieh'n.
Doch unangenehm ist's und bitter, Zieht schnell herauf ein Gewitter. Da wird man bei dem vollen Glas Von innen und außen tüchtig naß. O, lieber Verein ber Verschönerung, Wir bringen Dir unsere Hulbigung, Daß Du gehabt den Gedanken, den schlauen, Allhier ein schützendes Dach zu bauen., Da mag es nun regnen, donnern und blitzen. Wir können gemütlich im Trockenen sitzen!"
Hebet den Heimweg, wo einige ältere Herren in ein bedenkliches Rutschen kamen, schreibt ber Dichter:
„Heimwärts gings in Harmonie, Den Berg hinunter, doch fragt nicht wie? Unter Fluchen, unter Wettern, lieber Zäune zu klettern
Nicht behaglich und sehr fraglich, Ob es ein Vergnügen war.
Mit Behagen muß ich sagen,
Daß Blasius und bft gute Haferland Endlich doch den Abstieg fand."
Ein Student, der „Dicke" genannt, pflegte mit wahrem Eifer wochenlang hintereinander zu arbeiten, bann aber fühlte er bas Bedürfnis, bie Hauptkneipen einet gründlichen Untersuchung zu unterziehen. Von einet solchen Reise kamen wir eines Abends vom Hannes zurück als auf bet Weibenhäuserbrücke ber Dicke sagte:'„Ich gehe in bie Falle" und begann sofort bas Auskleibegeschäst. Seine entsetzten Begleiter machten ihn auf feinen Irrtum aufmerksam, aber bie Antwort wat: „Ich werde doch meine Bude besser kennen wie Ihr." Hiergegen war guter Rat teuer. Endlich tief einer: „Dicket, eß ist noch viel zu früh, in bie Falle zu kriechen, wir wollen noch einen Schoppen verhaften. Sofort wurde bet Rock wieber angezogen und der Dicke fetzte sich in Bewegung. q
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