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mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchbain.

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Vierteljährlicher Bezugspreir. bei oei Expedition 2 2KL, bei allen Postämtern 2,25 Mr, <crcu Bestellgeld).

JnsertionSgebuhr: dir gespaltene Zelle oder oerenNrum löPfg.

Stecimucn: die 3eifc 80 P->.

Erscheint wöchentlich sieben mal.

Druek imb Verlag' Joh. Äug. Koch, UniversttätS-Buchbruckerek Marburg, Markt 21. Telephon 55,

Marburg

Sonnabend 24. August 1907.

42. Jahrg.

Bestellungen für den Monat September auf die Oberhesslsche Zeitung" nebst ihren Veil-gen werden von unserer Expedition (Markt 21) unseren Ausgabestellen in Kirch Hain, Neustadt und Wetter, sowie von allen Postanstalten und Lan^lrieftragern ent» gegengenommen.

F rankreich und diedeutschenJnteressen in Marokko.

Schon mehrfach haben wir darauf hingewie- sen, in wie rücksichtsloser Weise die Franzosen sich seit längerer Zeit bemühen, in dem letzten noch unabhängigen Maurenstaate ihr politisches llebergewicht zur Geltung zu bringen. Wie sie trotz der Akte von Algeciras ganz unverhohlen mit allen Mitteln darauf hinarbeiten, den marokkanischen Sultan in ein ähnliches Ver­hältnis zu sich zu bringen, wie den Bey von Tunis: denn ein so radikales Vorgehen, wie voreinst gegen den Dey von Algier würde wohl selbst den unternehmungslustigsten Draufgän­gern in Hinblick auf die immer schärfer hervor- tretende fremdenfeindliche Stimmung aller Ber­berstämme, auch der in Algerien bedenklich er­scheinen.

Bei ihren nur schlecht verdeckten Occupations- gelüsten aber sind jedoch den Franzmännern die Handelsbeziehungen anderer Mächte zum Reiche der scherifischen Majestät sehr unbequem. Vornehmlich mißfallen den französischen Staats­männern die weitausgebreiteten Handelsinter- efscn Deutschlands in Marokko, auf die wir jüngst wieder von einem ausgezeichneten Ken­ner der marokkanischen Verhältnisse aufmerksam gemacht wurden. Der Aerger über den deut­schen Wettbewerb in Marokko dürfte auch dazu beigetragen haben, daß die mehrfach befürwor­teten Vorschläge einer Verständigung zwischen Frankreich und Deutschland in Paris bislang so wenig Anklang gefunden haben. Nur Taten beweisen! Was nützen alle Versöhnungs- und Freundschaftsphrasen, wenn die Handlungen dem allen widersprechen Letztere aber zielen offenbar darauf ab, die Deutschen am liebsten ganz von der marokkanischen Küste wegzu­graulen.

In welch' hämischer und geradezu nichtswür­diger Weise man dabei zu Werke geht, das lehrt ein Bericht, welcher von der, in allen nationalen

21 -Nachdruck verboten.)

In den Fluten.

Roman von Jenny Hirsch.

(Fortsetzung).

Georg Eltcster ward sogleich dem mit der Voruntersuchung beauftragten Amtsrichter von Reutern vorgeführt.

Er wartete dessen Ansprache nicht ab, sondern beklagte sich sofort in heftiger Weise über die ihm zuteil gewordene Behandlung. Der Amts­richter verwies ihn zur Ruhe und erklärte ihm, daß gegen ihn genau den Vorschriften des Ge­setzes gemäß ^verfahren worden sei."

Das müiien Sie mir erst schwarz auf weiß zeigen, Herr Amtsrichter, sonst glaub' ich's nicht," antwortete er ein klein wenig gelassener und mit einem Anflug von Humor.In welchem Para­graphen des Gesetzes steht es wohl, daß man * einen Menschen, dessen Angelegenheiten in voll­kommener Ordnung sind, in dem Augenblick fest­halten darf, wo er einen Eisenbahnzug besteigen will, um eine Reise zu machen?"

In dem Paragraphen, der bestimmt, daß jeder verhaftet werden darf, gegen den der Ver­pacht vorliegt, er wolle sich durch die Flucht einer Anklage entziehen. Sie können nicht in Ab­rede stellen, daß Sie sich in diesem Falle be­finden."

'Doch, das stelle ich ganz entschieden in Ab­rede," rief Eltester und trat dem Tische, hinter welchem der Untersuchungsrichter saß, ganz nahe.Wie können Sie es eine Flucht nennen, wenn ich öffentlich, am hellen Tage, vor aller .Äugen abreisen will?"

Das haben Sie allerdings getan, wahr­scheinlich in der Voraussetzung, daß man daraus am wenigsten Arg haben würde."

Läge nicht die Annahme viel näher, daß ich leinen Grund habe, meine Abreise geheim zu Kalten?" fragte Georg mit bitterem Lächeln, »daß ich mir keines Verbrechens, nicht einmal «nes Vergehens bewußt bin."

; »Erlauben Sie jetzt, daß ich frage," versetzte

Angelegenheiten wohlunterrichtetenTäglichen Rundschau" in Berlin veröffentlicht wurde. Der Berichterstatter aber ist ein durchaus glaub­würdiger und zuverlässiger Zeuge, der bei der Sache am nächsten und unmittelbarsten beteiligt war, nämlich der Kapitän Koopmann, der Führer des Bremer DampfersAr- c a d i ft, der während der Beschießung vor Casablanca weilte und sich um unsere dortigen Landsleute während dieser Stunde großer Not wesentlich verdient gemacht hat. Der Kapitän berichtet nach Mitteilung des oben bezeichneten Blattes u. a. folgendes:

Nach Ankunft des französischen Kreuzers Galilöe" waren sich die Deutschen, die in ihrem Konsulat über die Lage beraten hatten, in­zwischen darüber klar geworden, daß bei einem Bombardement das Konsulat ihnen wenig Schutz gewähren könne. Man beschloß daher, als Zufluchtsstätte das Haus des Herrn Brandt, in Firma Brandt u. Toel, zu benutzen, das dicht neben dem französischen Konsulat lag, das bei einer Beschießung wohl außer Schußlinie ge­halten werden mußte, um es vor einer Zer­störung zu sichern . Gleichzeitig ließ der Konsul alle Frauen und Kinder der deutschen, sowie alle am Lande abkömmliche Kolonisten und andere Europäer an Bord derArcadia" brin­gen, um sie vor einem Bombardement zu sichern. Von Bord derArcadia" wurde noch mehrfach um Verhaltungsmaßregeln durch Flaggensignale gebeten.. Eine Antwort kam aber nicht von dem Kreuzer, er zeigte nur das SignalVer­standen". Hingegen fand von Bord des fran­zösischen Kreuzers ein reger Verkehr mit den übrigen, auf der Reeds liegenden außerdeutschen Dampfern statt. Barkassen fuhren hin und her und überbrachten Orders. Das deutsche Schiff wurde von den Franzosen anscheinend gänzlich ignoriert. Während der Nacht wurden zwischen dem französischen Konsulat und dem Kreuzer häufig Signale durch Laternen ausgetauscht. In der Nacht vom 4. auf den 5. August sandte plötzlich gegen 2 Uhr morgens der französische Konsul den sämtlichen anderen Konsulaten die Mitteilung zu, daß um 5 Uhr morgens Truppen vom Kreuzer gelandet würden und daß sich sämtliche Europäer bis dahin in Sicherheit zu bringen hätten. Diese Meldung war gleichbe­deutend mit einem Bombardement. Alles, was von der europäischen Kolonie noch am Lande war, floh nun schleunigst in die Konsulate. Die Deutschen zogen sich, kaum notdürftig gekleidet, in das neben dem französischen Konsulat gele­gene Haus des Herrn Brandt zurück. An Bord derArcadia" erfuhr man hiervon aber nichts. Die auf dem Deck der Ruhe pflegenden Flücht-

der Amtsrichter mit ironischer Höflichkeit.Wo­hin wollten Sie reisen?"

Nach Kiel, wie die Fahrkarte ausweist, die ich in Grernsmühlen gelöst habe."

O, nicht weiter? Dazu bedarf es aber keines mehrmonatlichen Urlaubs von der Forst- behörde, dazu bedarf es keiner so großen Geld­summe, wie Sie sich mitgenommen haben, dazu bedarf es nicht einmal des Gepäcks, das Sie bei sich führten."

,Sie sind ja außerordentlich gut unterrichtet, Herr Amtsrichter," sagte Georg spöttisch.Da werden Sie auch wohl wissen, wohin ich reisen wollte."

Nach Amerika," entgegnete Reutern mit großer Bestimmtbeit, während er durch die Brillengläser die kalten, stahlgrauen Augen scharf auf Eltester richtete. Als er gewahrte, daß dieser zusammenzuckte, fuhr er eindringlich fort: Es stünde Ihnen besser an, wenn Sie von Ihrem hohen Pferde herabsteigen wollten: Sie rühmen sich, sich nicht einmal einer Uebertretung schuldig gemacht zu haben und wollen doch ohne Erlaubnis Deutschland und Europa verlassen."

Sie wissen ja, daß ich einen mehrmonatlichen Urlaub habe."

Aber keine Auswanderungserlaubnis, keine Entlassung aus Ihren dienstlichen Verhältnissen, keinen Abschied vom Militär, und Sie wollten doch für immer fortgehen."

Womit wollen Sie mir das beweisen? Sie können mich doch nicht festhalten, um mich zu verhindern, in Zukunft etwa ein Landesgesetz zu übertreten. Ich protestiere ganz energisch gegen diese widerrechtliche Freiheitsberaubung: ich mache Sie verantwortlich für jeden Nachteil, der mir daraus erwächst!"

Das steht Ihnen frei," sagte der Amtsrich­ter mit einer Gelassenheit, die Georg um den letzten Rest feiner Selbstbeherrschung brachte.

Lassen Sie mich fort!" schrie er, mit dem Fuß stampfend, und zerrte an feinen Armen, als wolle er die daran befindliche Ketten abstreifen.

Vergessen Sie nicht, wo Sie sind! Meine Langmut könnte ein jknde baden." sagte her

linge und die Besatzung des Schiffes wurden nur durch die vielen auf dem Kreuzer ertönen­den Pfeifensignale darauf aufmerksam gemacht, daß dort anscheinend etwas Außergewöhnliches vorbereitet werde. Die Landungsboote wurden an Bord des Franzosen klargemacht und mit Landungstruppen bemannt. Barkassen fuhren vom Kreuzer ab und legten längsseit der übri­gen auf der Reede liegenden Schiffe. Keine ein­zige kam aber längsseit derArcadia". Bald erkannte man den Zweck der abgesandten Bar­kassen. Die übrigen Dampfer gingen plötzlich Anker auf und fuhren auf die Außenreede hin­aus. DieArcadia" blieb aber liegen, ihr war nichts mitgeteilt worden.

Der Tag war Heller geworden, und man be­obachtete nun, wie etwa 60 bis 100 Mann durch die Boote an Land gesetzt wurden, und zwar direkt am Hafen dem Hafentor gegenüber, das bereits wieder geöffnet worden war. Die dort stationierte marokkanische Torwache nahm von den Manovern keine Notiz und ließ die landen­den Franzosen ruhig durch das Tor in die Stadt hineinmarschieren. Bald darauf erschollen Schüsse aus der Stadt. Kaum waren sie auf dem französischen Kreuzer gehört worden, als auch schon die Kanonade auf Casablanca los­ging. Das Fort der Stadt antwortete sofort mit vier Schüssen, die glücklicherweise aber blind waren, da ein Einschlagen der Kugeln nicht be­obachtet wurde. Dann schwieg das Fort. Wäre das Bombardement von dem Fort aus energi­scher und mit scharfen Schüssen beantwortet wor­den, wäre dieArcadia" unzweifelhaft in Grund und Boden geschossen worden, da sie di­rekt der Feuerlinie vom Fort nach dem Kreuzer lag. DieArcadia", die sich infolge des Schweigens des Forts außer Aller Gefahr sah, blieb daher ruhig liegen, der Dinge wartend, die sich nun entwickeln würden. So wurde denn nur einseitig vom Kreuzer aus auf die Stadt geschossen und zwar schlugen die Granaten hauptsächlich dort hageldicht ein, wo Ansamm­lungen von Eingeborenen bemerkt wurden. Um 8% Uhr vormittags, nachdem das Bombarde­ment bereits mehrere Stunden ungehalten hatte, kam eine Barkasse des Kreuzers mit einem Offizier längsseit, der den Befehl über­brachte, daß dieArcadia" weiter nach der Außenreede verholen müsse, um den zu erwar­tenden Kriegsschiffen Platz zu machen. Die Arcadia" kam dem Befehl nach und machte Dampf auf, um hinauszudampfen. Noch mit dem Lichten des Ankers beschäftigt, erschienen die französischen KreuzerDu Chayla" und gorbin", sowie der spanische KreuzerDon Alvarade Bazan", die auf der Reede unweit

derEalilüe" vor Anker gingen. DieArca­dia" legte sich darauf in der Nähe des Kreuzers Du Chayla" vor Anker.

Ferner ereignete sich am folgenden Tage noch folgender für das Auftreten der Franzosen cha­rakteristischer Zwischenfall: Der als Flüchtling an Bord derArcadia" befindliche holländischr Konsul Baron van Hoemstra wollte mit einem gerade abgehenden französischen Handelsdam­pfer einen Brief nach Tanger befördern lassen, um über die Lage in Casablanca nach dorthin und nach der Heimat Bericht zu erstatten. Er .ließ ihn durch den rheinischen Fabrikanten Mannesmann aus Düsseldorf mit einem Boot dorthin bringen. Der Kapitän des französischen Dampfers verweigerte aber dem Herrn den Zu­tritt, und erst auf dringendes Ersuchen ließ sich der Kapitän herbei, mit dem KreuzerGaliläa" zu signalisieren, worauf eine Barkasse mit einem Offizier erschien, der nach kurzer Rücksprache mit dein Kapitän des französischen Dampfers Herrn Mannesmann verbot, das Schiff zu betreten, und sich weigerte, den Brief mit nach Tanger nehmen zu lassen. Herr Mannesmann mußte den Brief an den holländischen Konsul wieder zurückbringen."

Wenn man sich daran erinnert, mit welch' schwungvollem Pathos Frankreich immer und immer wieder versicherte, als uneigennütziger Sachwalter in Marokko die Interessen aller Na­tionen wahrnehmen zu wollen, so muß diese geradezu unverschämt geringschätzige Behand­lung deutscher Neichsangehöriger in Stunden der Gefahr für alles andere eher, als ein Zeichen freundlicher Annäherung erklärt werden. An» gesichts solcher Unfreundlichkeit wäre es wahr­lich angebracht, wenn seitens der deutschen Diplomatie, die sich zum Aerger nationales Heißsporne, bislang der A'ößten Zurückhaltung und Rücksichtnahme befleißigte, in der Marokko­frage eine entschiedenere Tonart angeschlagen würde!

Deutsches Reich.

Der Kaiser unternahm gestern früh einen Spazierritt mit den Herren seiner Umgebung. Später hörte der Kaiser in Schloß Wilhelms- höhe den Vortrag des stellvertretenden Chefs des Marinekabinetts, Kapitän zur See Trumm- ler, sowie des Chefs des Zivilkabinetts Dr. von Lucanus und empfing darauf um 11^ Uhr den Kardinal-Fürstbischof Dr. v. Kopp: der Kardi­nal wurde zur Tafel geladen.

König Viktor Emanuel von Italien soll am 9 .September zum Besuche unseres Kaisers im Kaiserlichen Hauptquartier zu Schloß Corvey

Amtsrichter sehr nachdrücklich.Sie verbessern Ihre Lage durch dieses Toben und Schreien durchaus nicht."

Aber ich bin in Verzweiflung, ich muß nach Hamburg und von dort nach England!" sagte Georg ein klein weniger ruhiger.Ich werde dort erwartet."

Von wem?" fragte der Amtsrichter.

Georg verstummte: durch feine Leidenschaft­lichkeit fortgerisseu, hatte er, wie Reutern sehr wohl bemerkte, mehr gesagt, als ihm jetzt zu­träglich erschien. Nun suchte er das gut zu machen, indem er erst nach wiederholter Auf­forderung erwiderte:Darauf verweigere ich jede Auskunft."

Weil Sie keine zu geben haben, weil nie­mand Sie erwartet."

Georg antwortete nicht.

Sie waren heimlich mit Fräulein Gertrud von Kavffel verlobt?" fetzte der Amtsrichter fein Verhör fott.

Ja," antwortete Georg nach kurzem Be­sinnen.

Und sie hat mit Ihnen gebrochen. Wes­halb?"

Der junge Forstkandidat erbleichte bis an die Lippen: fein ganzer Körper bebte wie unter einem schweren Schlage, dann kreuzte er die Arme und sagte mit einem tiefen Atemzuge: Auch darüber verweigere ich die Auskunft."

Das wird Ihnen wenig helfen, es sind an­dere da, welche darüber Auskunft geben können: ebenso wie man weiß, daß Sie ihr auf Schritt und Tritt nachgeschlichen sind: wollen Sie das leugnen?"

Nein, ich wollte mich bei meiner Braut rechtfertigen, man hatte miL schändlich bei ihr verleumdet," sprach er mit sichtlicher An­strengung.

Sie wich Ihnen aus, und das brachte Sie außer sich." ;< i

Georg schwieg. * l

Sie haben die heftigsten Drohungea aus«- stoßen." _-

.^..»Jch war eben in VerrweWmg«

Und diese Verzweiflung hat Sie zu einer furchtbaren, wahnsinnigen Tat hingerissen," fiel der Untersuchungsrichter schnell ein.Sie haben Gertrud von Kauffel in den Obersee gestürzt."

Reutern hatte gehofft, Eltester zu verblüffen indem er ihm diese Beschuldigung auf den Kops zusagte: er sah sich in dieser Voraussetzung ge­täuscht: Georg wurde ganz ruhig und lachte so­gar.Förster Dorn hat mir gesagt, daß die Leute sich solche Albernheiten erzählen, und mir sogar geraten, meine Abreise geheim zu halten," sagte er,aber daß Sie dergleichen glauben kön­nen, hätte ich nicht gedacht."

Volkes Stimme Gottes Stimme," ent­gegnete Reutern,man hat Sie an dem Nach­mittage. an welchem Fräulein von Kauffel ver­schwand, mit ihr in der Nähe des Obersees ge- sehen."

Daraus folgt doch nicht, daß ich sie hinein­geworfen habe," versetzte Georg geringschätzig, es ist überhaupt eine willkürliche Annahme, daß sie ertrunken fei."

Leider ist es keine bloße Annahme mehr," erwiderte der Amtrichter sehr ernst. !

Was wollen Sie damit sagen?"

Donnerstag Nacht haben wir den Dberfee von Fischern absuchen lassen und dabei fand sich" et machte eine Pause, griff hinter sich nach einem dort stehenden Kästchen und fuhr fort; diese Uhr. Vielleicht kennen Sie dieselbe."

Georg schüttelte den Kopf, aber in seinem Gesichte malte sich große Betroffenheit.

Herr von Melnik hat sie als das Eigentum feiner Schwägerin erkannt."

Das ist möglich, sie saß öfters am Obersees sie kann ihr hineingefallen fein, stammelt« Georg, aber es war unschwer zu erkennen, daß seine frühere Zuversicht von ihm gewichen war.

Sie ist gleichzeitig mit ihr hineingeschleudert worben, sprach der Amtsrichter mit erhobener Stimme. j

Nein, nein! schrie Georg.Dar ist nicht geschehen." - , ., ,

* , '(Fortsetzung folgt.)