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mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
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O JnserttonSgebilhr: die gespaltene Zeile orderen Raum 15 Pfg. ?... 1Q 1on7 Druck «nd Verlag- Zoh. Aug. Koch, UniversitätS-Buchdrucker-l 42. «ZÜyrg.
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Die Haager „ Kriegs "konferenz.
Wohl selten hat die innere Unaufrichtigkeit der englischen Politik eine^ verdientere Abfuhr erhalten, als in dem Verlaufe der Haager Friedenskonferenz, die von Rechtswegen wegen der englischen Ränke den Namen einer Kriegskonferenz verdiente, aber zum Glücke sich von Tag zu Tag mehr als eine einzige große englische Blamage darstellt. In einer der letzten Sitzungen des englischen Unterhauses stellte freilich der Ministerpräsident Herr Campbell Banner- man es so dar, als ob England im Haag lediglich den Bestrebungen anderer Mächte eine wohlwollende Unterstützung widme und selbst an den dortigen Beschlüssen nicht das allergeringste Interesse habe. Wie ganz anders in Wirklichkeit die Sache gelegen hat, weiß aber die Welt; denn man hat begriffen, daß der f.tglische Antrag auf Einschränkung der Rüst- Ut.geu lediglich den Zweck verfolgte, das britische Uebergewicht zur See für alle Zeiten sicher zu stelle-r. Die Enthüllungen der dem englischen Parlamente vorgelegten Denkschrift, in der der Stand der englischen Flotte in fälschender Weise unterschätzt, der der deutschen hingegen in ganz ungebührlicher Weise übertrieben wurde, lassen die politische Absicht der englischen Politik auch für den Leichtgläubigsten klar zutage treten, und werden hoffentlich auch von jenen verstanden werden, die immer noch an die Verbrüderungsphrasen des liberalen Ministeriums glauben. Ein belgisches Blatt, der in Antwerpen erscheinende „Matin", wies mit Recht darauf hin, daß diese Politik Campbell Bannermans, die scheinbar so edlen Beweggründen entsprungen sei, im Grunde genommen keinen anderen Zweck verfolgt habe, als Deutschland in Verlegenheit zu setzen:
„England, das die stärkste Flotte der Welt besitzt und infolge seiner geographischen Lage nur einen Angriff zur See zu befürchten braucht, hätte offensichtlich ein Jnteresie daran gehabt, überall und besonders in Deutschland den Flot- lenrüstungen Einhalt zu tun. Das hieße, wenn der Vorschlag zufällig angenommen wurde, einen unbequemen Rivalen zu fortdauernder Unterlegenheit verurteilen. Und wenn, wie cs wahrscheinlich war, Deutschland sich der Diskussion des britischen Vorschlags im Haag widersetzte, hieß es, diese Macht als das einzige Hindernis des europäischen Friedens hinstellen, und so die englische Politik rechtfertigen, die darauf abzielt, Deutschland zu isolieren. Ah, Herr sLampbell Bannerman konnte sich zu der Zwickmühle beglückwünschen, in welche er die Berliner Regierung hineingetrieben hatte. Niemals hatte er sich, nach seiner Ansicht, etwas so Schlaues, Geschicktes ausgedacht. Seine besten
H cNachdruck verboten.),
In den Fluten.
Roman von Jenny Hirsch.
(Fortsetzung).
Der Inspektor sah nachdenklich vor sich nieder; das Ehepaar schien ihm alles gesagt zu haben, was es mußte, Und doch konnte er die Empfindung nicht los werden, daß man ihm etwas verschwieg und daß Herr von Melnik seine Frau, in der <?eforgnrs, sie könne sprechen, was rhm nicht erwünscht sei, nicht aus den Augen ließ. Lediglich um die Unterredung noch zu verlängern, fragte er: „Sie find Fräulein von Kauffe! auf Ihren Streifereien nicht bcgconet, Herr von Melnik?"
? „Nein," _ antwortete der Gefragte kurz und abweisend, schien aber sogleich den dadurch begangenen Verstoß zu fühlen und zu bereuen, denn er fügte sehr liebenswürdig hinzu: „Lassen Sie uns jetzt ins Speisezimmer gehen, Herr Inspektor. Man wird uns dort hoffentlich das Frühstück serviert haben; Sie werden einer .Stärkung bedürfen, und auch ich muß gestehen, haß die Natur ihre Rechte fordert; ich bin seit gestern morgen nicht aus den Kleidern gekommen."
„Lothar, Du solltest Dich niederlegen! Wenn Du krank würdest, was sollte ich anfangen!" rief Melitta und blickte ängstlich in das in der Tat recht bleich aussehende Gesicht ihres Mannes * Er lächelte überlegen: „Ohne Sorge, meine Liebe, ich bin ein alter Soldat und stehe meinen Mann. — Ist es gefällig, Herr Inspektor," wandte er sich an diesen und tat einen Schritt hegen die Tür.
ch „Ich stehe im Augenblick zu Diensten, nur hätte ich zuvor gern noch Ihre Hausgenossen gesprochen."
„Sie werden leider nicht viel von Ihnen in Erfahrung bringen, aber ich werde sie Ihnen so-
Freunde indes, mit der Flachheit seiner politi- . scheu Berechnung bekannt, waren mißtrauisch.
In Berlin wurde der Hieb sehr geschickt pariert. Fürst Bülow tat, als ob er nichts von der Hinterlist, welche in dem englischen Vorschlag lag, merkte, und ohne Gereiztheit, ohne Bitterkeit, im Gegenteil mit der größten Ruhe behielt er Deutschland das Recht vor, an der Diskussion dieser Frage nicht teilzunehmen. Gegen seine Erklärung ließ sich um so weniger einwenden, als er sich für den guten Willen seines Landes für den Augenblick verbürgte, in dem „eine praktische Formel der Beschränkung der Rüstungen gefunden sein würde." Das hatte man in London nicht erwartet. Man war darüber noch erstaunter, als man erfuhr — was Herr Campbell Bannerman hätte vermuten können —, daß Frankreich, England gewiß alliiert, aber aus den schwerwiegendsten Gründen genötigt, seine Heerespolitik nach derjenigen Deutschlands einzurichten, ebensowenig für eine Einschränkung der Rüstungen eintreten konnte. Kurz, England erlitt im Haag mit seinem Vorschlag eine Schlappe fühlbarster Art, und, um das Unglück voll zu machen, zeigen sich seine Delegierten so schikanös, so genau und eigensinnig in den nebensächlichsten Fragen, daß sie bestätigen, was alle Welt argwöhnte, d. h. daß die britische Regierung, indem sie die Abrüstungsfrage aufwarf, keineswegs von aufrichtiger Friedensliebe sich leiten ließ."
Diese ausländische Bestätigung der in der nationalen Presse Deutschlands gegebenen Darlegung erscheint in diesem Augenblicke doppelt wertvoll, wo Herr Campbell Bannerman einen so kläglichen Rückzug anzutreten sich genötigt sieht. Denn nichts anderes als einen Rückzug bedeutet es, wenn jetzt England seinen Antrag in Form eines „Wunsches" gekleidet hat, den auch Deutschland hat annehmen können. Immerhin ist auch diese Annahme nicht unbesehen erfolgt, denn England schlug folgendeFassung vor:
„Die Konferenz bestätigt die Resolution, die bereits von der Konfernz im Jahre 1899 bezüglich der Einschränkung der Militärlasten angenommen worden ist, und in der Erwägung, daß seit dem genannten Jahre die Militärlasten in fast allen Ländern sich noch vergrößert haben, erklärt die Konferenz, daß die Angelegenheit dringlicher ist als jemals, und daß es wünscheus- wert ist, die Regierungen das Studium dieser Frage wieder aufnehmen zu sehen."
Deutschlands konnte diesem bedeutungslosen „Wunsche" selbstverständlich seine Zustimmung kaum versagen, hat aber doch die Annahme davon abhängig gemacht, daß die Worte „dringlicher als jemals", die doch höchstens in der englischen Angriffslust gegen Deutschland eine gewisse Begründung finden könnten, gestrichen werden.
gleich zusammenrufen; bitte, kommen Sie," erwiderte Melnik sehr artig.
Der Inspektor machte keine Einwendungen weiter. So fest er überzeugt war, daß es hier noch Dinge gab, in die man ihn nicht einweihen wollte, und so fest er entschlossen war, ihnen auf den Grund zu kommen, sah er doch ein, daß er im Augenblick auf eine Fortsetzung der Unterredung mit Herrn und Frau von Melnik nicht bestehen durste, denn beide schienen in der Tat wie zum Tode erschöpft.
Melnik öffnete die Tür, ließ den Inspektor vorausgehen und folgte, seine Frau fest am Arme haltend und leise auf sie einsprechend.
Im Speisesaal fanden sie noch das Stubenmädchen, welches mit dem Ordnen des Tisches beschäftigt war.
„Was tun Sie hier?" fuhr Herr von Melnik sie an. „Seit wann ist es Ihre Aufgabe, bei Tische zu bedienen?"
„Ich bitte um Verzeihung, gnädiger Herr, „der Diener ist mit den anderen fort, das gnädige Fräulein suchen," begann das Mädchen mit mühsam beherrschter Stimm», aber bei den letzten Worten brach sie in lautes Schluchzen aus und fügte hinzu: „Als ob die auf dieser Erde noch zu finden wäre, die liegt jetzt schon lange auf dem Grunde des Sees!"
„Wie können Sie so albernes Zeug reden?" rief Herr von Melnik, und wies mit einer gebieterischen Handbewegung nach der Tür, aber der Inspektor legte sich ins Mittel und bat, ihn mit dem Mädchen reden zu lassen.
„Wie kommen Sie auf den Gedanken, daß Fräulein von Kauffel ins Wasser gefallen fein soll?" fragte er.
Das Mädchen blickte zu Boden und wagte nicht zu antworten.
„Reden Sie," gebot der Inspektor, und fügte, als sie noch immer schwieg und ängstlich nach Herrn und Frau von Melnik blickte, in strengem
Noch spaßhafter ist die Abfuhr, die England in der zurzeit durch die deutschen Verbesserungen des lenkbaren Luftballons so ungewöhnlich „hochaktuell gewordenen Frage der Armierung von Luftschiffen erlitten hat. In der am letzten Mittwoch abgehaltenen Nachmittagssitzung der hierfür eingesetzten Unterkommission der zweiten Kommission wurde der belgische Vorschlag beraten, der auf die Erneuerung der Konvention vom Jahre 1899 hinzielt. Nach dieser ist cs untersagt, Geschosse aus Luftschiffen herabzuwerfen.
Die deutschen Delegierten hatten erklärt, für den Antrag zu stimmen unter der Bedingung, daß bei der Abstimmung Einstimmigkeit erzielt werden würde. Bei der Abstimmung stellte sich jedoch heraus, daß 27 Stimmen ohne Vorbehalt für die Annahme des Antrages abgegeben wurden, 3 für mit dem Vorbehalt, daß Einstimmigkeit erzielt werde, und 5 gegen den Vorschlag. Es wurde daher keine Einstimmigkeit erzielt. Hierauf wurde ein Vermittelungsvorschlag Italiens beraten, in dem gefordert wird: 1. daß es verboten sein soll, von Luftschiffen aus Städte und Dörfer, die nicht verteidigt werden, zu beschießen und 2. daß ein Ballon, der zu kriegerischen Unternehmungen verwendet werden soll, lenkbar sein muß, und durch eine aus Militärpersonen bestehende Besatzung gelenkt wird. Heber diesen Vorschlag wurde Artikel für Artikel abgestimmt. Für Artikel 1 stimmten 21 Delegierte, dagegen 8, während sich 6 der Stimmabgabe enthielten und 9 nicht erschienen waren. Die Delegierten gaben alsdann die Gründe an, die sie bei der Abstimmung leiteten. Eündell- Deutschland vertrat die Ansicht, man könne für die lenkbaren Luftschiffe keine besonderen Regeln aufstellen. Auch die nicht lenkbaren könnten im Kriegsfälle verwendet werden, man könne sogar für ihre Verwendung Regeln aufstellen unter Berücksichtigung der Windrichtung usw. Gündells Ansicht nach liegen keinerlei berechtigte Gründe vor, um sie auszuschließen. General Amourel-Frankreich schloß sich diesen Ansichten an. Vor Aufhebung der Sitzung erklärte Reay- England, daß England sich auf den Boden der Konvention vom Jahre 1899 stelle, welche die Anwendung von giftigen Gasen und von Kugeln untersagen, die im menschlichen Körper explodieren.
Diese Erklärung des sehr ehrenwerten Herrn Reay hat leider auch lediglich einen platonischen Wert. Denn trotz der Konvention von 1899 haben in eben demselben Jahre die Engländer von der Verwendung der explosiven Dumm-Dumm-Ee- schossc im Burenkriege einen mehr als ausgiebigen Gebrauch gemacht, und wenn sie heute gegen die Verwendung der Seeminen sich so lebhaft entrüsten, so geschieht das eben nur, weil ihnen diese als festländisches Verteidigungsmit-
Tone hinzu: „Ich verlange Antwort im Namen des Gesetzes, Sie verfallen strenger Strafe, wenn Sie nicht sagen, was Sie wissen. Woher haben Sie erfahren, daß Fräulein von Kauffel ins Wasser gefallen ist?"
„Sie ist nicht hineingefallen," antwortete das Mädchen leise.
„Wollen Sie damit sagen, cs habe sie jemand hineingeworfen?" fragte der Inspektor, der den eigentlichen Sinn dieser Antwort sehr gut begriff.
Sie schüttelte den Kopf, während Herr von Melnik einen dumnfen Ton hören ließ.
„Oder soll es so viel heißen, als habe das Fräulein freiwillig den Tod in den Fluten gesucht?" lautete die nächste Frage.
Jetzt machte das Mädchen eine bejahende Bewegung. Melitta schrie laut auf, Herr von Melnik ergriff die Dienerin beim Arm und schrie ihr zu: „Wie können Sie so haarsträubenden Unsinn reden?"
„Sie gestatten, meine Herrschaften," sagte der Inspektor mit ruhiger Höflichkeit, ergriff das Mädchen bei der Hand und führte sie in den Salon, dessen Tür er hinter sich schloß.
„Setzen - Sie sich." sagte er, auf einen Stuhl deutend, zu der Zitternden, „und sagen Sie mir, was Eie auf die Vermutung bringt, Fräulein von Kauffel habe sich das Leben genommen? Was sollte eine iunge, reiche, schöne Dame dazubewogen haben?"
„Ach, sie war so unglücklich! Sie wollte sich's ja nicht merken lassen und ging im Hause herum, als wenn nichts geschehen wäre; aber man ah ihr's ja an, wie es mit ihr stand. Jeden Tag, wenn sie fortging und viele Stunden fortblieb, dachte ich, die kommt wohl heute nicht wieder, und nun ist's eingetroffen. Wer das Gesicht des gnädigen Fräulein gesehen hatte, als sie in der Küche stand und die Briefe einen nach dem anderen ins Feuer warf, her wußte, was hie Glocke geschlagen hatte." '
tel bei ihren Angriffsgelüsten gegen Deutschland in hohem Grade unbequem find. Es bleibt aber doch nur sehr die Frage, was weniger human ist: Minen zur Landesverteidigung gebrauchen, oder Torpedos im Angriffskrieg zur Zerstörung feindlicher Schiffe. Welcher Unterschied ist aber im Grundsätze in der Verwendung von Granaten aus Luftschiffen und der Lancierung von Torpedos? Daß die Kampfbeteiligung der Luftschiffe England, das in dieser Frage gänzlich zurückgeblieben ist, in hohem Grade ungemütlich ist, glaubt ihm die Welt ja gern, aber das tann doch für andere Länder kein Grund sein, aus dieses Kampfmittel zu verzichten. Und daß cs bei solchen Kämpfen nicht ohne Geschosse abgeheu kann, ist ohne weiteres klar. Die Haltung der deutschen Delegierten war daher sachlich ebenso gerechtfertigt als sie diplomatisch nicht eines eigenartigen und feinen Humors entbehrte.
Deutsches Reich.
— Teilnahme des Kaisers an den Flottenmanövern. Kiel, 11. Aug. Die „Hohenzob lern“ hat den Befehl erhalten, am 3. September in Wilhelmshaven für die Einschiffung des Kaisers zu den Flottenmanövern bereitzuliegen.
— Der nationalliberale Reichstagsabgeordnete Soffermann — nicht D. Naumann, wie linksliberale Schwärmer vielleicht wieder glauben möchten — hatte am letzten Freitage in Norderney eine längere Unterredung mit dem Reichskanzler Fürsten Bülow, von dem er zum Mittagessen eingeladen wurde.
— Dernburg in Deutsch-Ostafrika. Daressalam, 10. Aug. Staatssekretär Dernburg ist nach zweitägigem Aufenthalt in Sansibar, wo er vom Sultan empfangen wurde und an einem Abend beim deutschen Konsul sowie an einem Mahle im Deutschen Klub teilnahm, hierher zurückgekehrt; in Abänderung des Reisepro- gramms reist Dernburg heute nach Mombcssa, von dort mit der llgandabahn nach Port Florence und über den Viktoriasee nach Muansa; hieran wird sich dann ein Marsch über Tabora und Morogoro nach Daressalam anschlicßen. Dir Reise wird voraussichtlich 45 Tage dauern.
— Folgen des Petersprozesses. München, 11. Aug. Nach Meldung hiesiger Abendblätter hat der Rechtsbeistand von Dr.- Peters gegen Major v. Donat wegen dessen Aussagen im Pe- tersprozeß Strafantrag gestellt und um Einleitung eines Offizialverfahrens ersucht.
— Allpolnische Bestrebungen. Im galizischen Kurort Zakopane sind die Führer der Polenbewegung aus allen drei Reichen zusammengekommen. Es wurde ein interparlamentarischer Ausschuß gebildet, der aus Mitgliedern des Reichstags, des Reichsrats und der Reichsduma besteht, und ein einheitliches Vorgehen der Po-
„Was für Briefe?" fragte der Inspektor in atemloser Spannung. (
.„Ja, was werden es anders für Briefe ge» wesen fein, als von einem ungetreuen Geliebten," antwortete das Mädchen achselzuckend. „Unsereins erfährt ja nichts von den Geheimnissen der Herrschaft, aber im Hause munkelten sie, der junge Förster in Segefeldt sei es gewesen."
„Unsinn," entfuhr es dem Inspektor.
„Herr und Frau von Melnik sollen auch nichts von der Sache haben hören wollen, und es soll manchen Auftritt deshalb gegeben haben," erzählte das Mädchen weiter, „was Gewisses erfuhr man nicht, ich bin ja auch noch nicht so lange hier. Aber das sah man, daß das arme Fräulein bis in den Tod betrübt war; sie hat's nicht länger ertragen können, dabei bleib ich, wenn auch die Köchin behauptet, sie wäre zu fromm gewesen, um solche Sünde zu begehen."
„Ist das alles, was Sie wissen?"
„Ja; die Köchin kann vielleicht mehr sagen.
Sie ist aber eine sehr verschwiegene Person."
„Schicken Sie sie mir augenblicklich her," gebot der Inspektor und unterdrückte dabei ein Lächeln über das der Köchin erteilte Lob, das hier weit mehr einem Tadel gleich kam.
Nach wenigen Minuten stand die Köchin vor ihm, eine Person in vorgerückten Jahren mit einer sehr sauberen weißen Mütze und einer weißen Schürze, mit deren Zipfel sie sich die vom Weinen geschwollenen Augen trocknete.
Sie war in der Tat sehr verschwiegen, denn sie beantwortete die ersten Fragen des Inspektors mit großer Vorsicht, nut durch ein knappes Ja oder Nein; erst als et ihr mitteilte, das Stubenmädchen fei der Ansicht, Gertrud von ael habe sich selbst das Leben genommen.
. e ihr die Empörung die Lippen, t ijf Worifetzung fotzt.)