mit dem Kreisdlatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
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R«!an:eii: die Zeile SO Psg.
Marburg
Mittwoch. 31. Juli 1907.
Erscheint wöchentlich sieben mal.
Druck imd Verlag' Joh. Slug. Koch, UnivcrsitLts-Auchdrnckerei Marburg, Markt 21. — Telephon 55.
42. Jahrg.
Erstes Blatt.
Englische Selbsterkenninis.
-• Die maßgebende englische Presse ist im all- ßemeiiifit von einer seltenen Einigkeit in der Verteidigung der Politik ihres Landes geg.m- iiber dem Auslande. Um so mehr fällt es auf, wenn den eigenen Reihen der Regierung Vorhaltungen über ihre Politik gemacht werden und dieser Tadel zudem sich sehr begründet erweist. In bemerkenswerten Ausführungen Haven die „Daily News" jetzt der englischen Regierung ein Sündenregister vorgehalten, dessen wichtigste Stellen nachstehend wiedcrge- geben seien.
Die „Daily Nervs" besprechen, von bei Unterredung des Herrn Huret vom „Figaro" mit dem Fürsten von Bülow ausgehend, in einem Leitartikel . die Beziehungen zwischen „Deutschland und den liberalen Mächten". Nachdem cs dem diplomatischen Geschick des deutschen Reichskanzlers rückhaltloser Anerkennung gezollt, bemerkt das liberale Blatt, daß der Ausdruck des Wunsches nach besseren Beziehungen mit Frankreich, von solcher Seite kommend, bereits das halbe Werk bedeute und daß der Umstand, das; ein großes französisches Blatt sich bereit fisibe, in dieser Richtung mitzuwirken, Tatsachen bildete, die auf diplo- Uiatiskhem Gebiete mehr zahlten, als der formale Austausch von Noten und von Unterhandlungen.
Das bespricht dann das Verhältnis Deutschlands zu Frankreich nach-der Konferenz von Atgeziras und. meint, das; trotz aller damals entstandenen Schwierigkeiten die Spannung zusehends geringer werde und das Bert rauen wieder einzurehren beginne.
Wörtlich xvird dann gejagt:
„Wir dürfen uns nicht der Täuschung hingeben, das; wir Frankreich als Freund willkommen sind, weil unsere Beziehungen mit Deutschland <i:t Herzlichkeit zu wünschen übrig lassen. Frank- 'reich ist sich der Gefahr bewußt, die in der -Feindschaft mit einer großen Landmacht liegt. Die »löten te, von welcher Fürst Bülow spricht, muß nicht nur Frankreich, sondern auch England einschließen. Wenn wir uns dem -ividersetzeil und Eifersucht und Verdacht an den Tag legen, wie es unsere imperialistische Presse zu tun geneigt scheint, so lausen wir Gefahr, schließlich zu entdecken, daß England und nicht Deutschland isoliert steht.
■ Guten Europäern und guten Liberalen haben die rastlosen Bemühungen, Deutschland zu 'isolieren, schon lange Sorge bereitet. Untere Zeit ist eine Zeit der Ententen und des guten Einvernehmens. Der Wert einer Entente hängt
45 lAachdrnck verboten.),
Heimweh nach Glück.
-i "t „ Roman von Erich Friesen. 5- IE- ' " tSchluß.)
Es gibt nur Belastungszeugen, darunter der .Detektiv Alfonso Zoppo, Beppo Rosso und der "Arzt, der die Gleichheit des eigenartigen Giftes in der bei der Angeklagten vorgefundenen Flasche, sowie in dem Körper des Verstorbenen beschwört.
Die Beweisaufnahme ist erdrückend. Fast jedermann im ganzen Saal wird davon überzeugt, daß die junge, schöne, bisher hochgeachtete Fran dott auf der Anklagebank eine Giftmörderin ist — vielleicht mit Zubilligung mildernder Umstände, da der Tote ihrer Mädchenehre zu nahe getreten war, aber immerhin — Oift- Mvrderin!
Die Anklagerede des Staatsanwalts ist ein kleines Kabinettsstück an juristischer Auslegekunst. Sie versehlt ihren Eindruck auf Richter lind Publikum nicht.
Daran kann sogar die wohldurchdachte begeisterte Verteidigungsrede des Anwalts nichts ändern.
Jedermann fühlt: die drohende Gewitterwolke über dem schönen Haupte der Angeklagten ballt sich mehr und mehr zusammen. Wird der Blitz herniederzucken und das Glück einer hochgeachteten Familie für immer zerstören?
Der Gerichtshof will sich erhebe»., um sich zur Beratung zurückzuziehen . . .
Da plötzlich — draußen auf dem Gang Stimmengewirr.
Dann heftige Ausrufe: „Laßt mich! Laßt Auch! Ich muß hinein!"
Und jetzt wird die Türe ausgerissen. Vcr- tzebens versuchen zwei Gerichtsdiener einem '•i.ü*.h .Man» den Eintritt su wehren. . _
davon ab, was für Gefahren sie behebt und was für Feindschaften sie abwendet. Mit welchen Mächten sind wir aber zum Einverständnis gelangt'? Mit dem kleinen Spanien und dem zusammengebrochenen Rußland und nicht mit unserem einzigen wirklichen Rivalen und unserem einzigen möglichen Gegner. Wir haben uns die längste Zeit darin gefallen, die Rolle des Führers einer Art liberaler Koalition gegen das konservative Deutschland zu spielen. Die Früchte unserer Politik haben aber bisher wenig für die liberalen Ideen auf dem Kontinente getan. Wir haben die Entwaffnung gepredigt und haben trotzdem direkt oder indirekt das kleine Spanien verführt, sich eine neue Kriegsflotte anzuschaffen. Wir haben eine neues Evangelium der Entwaffnung nach dem Haag getragen und haben damit die Chancen unserer eigenen Propaganda zerstört, in erster Reihe dadurch, daß wir das Mißtrauen Deutschlands erweckten und in zweiter Reihe durch unser Beharren aus der barbarischen, von allen anderen gefürchtetsten Waffe, der . Zerstörung' des Seehandels in Kriegszeiten. Wir haben gerade unseren liberalen auswärtigen Minister gehört, wie er das achtenswerteste und beste Werk seines Amtsvor- gängers aoschwor: die Initiative zugunsten der leidenden Menschheit in Mazedonien. Heute wird das Maß durch die Nachricht voll, daß unser Botschafter in St. Petersburg nach London gekommen ist, um einer Entente mit Rußland dar, Siegel aufzudrnüen. Um unser diplomatisches Schachspiel zu unterstützen (das, wie die „Dail' News" oben sagen, darauf berechnet ist, Deutschland zu isolieren), leihen wir unsere moralische Unterstützung der schlimmsten Tyrannei in deonn«deinen Welt. Wir betreiben eine gefährliche, illiberale und geheime Politik. Ihre Folgen können nur verhängnisvolle sein."
Die „Daily' News" haben mit überraschender Naturtreue das Bild Englands so gezeichnet, wie es uns in Deutschland vor Augen steht. Mißtrauen gegenüber der englischen Politik, das ist die richtige Kennzeichnung der Lage, wie sie das Biatt, wenn es ehrlich ist, nicht anders geben konnte. Leider ist aber anzunehmen, daß diese Selbsterkenntnis nicht den ersten Schritt zur Besserung bedeuten wird. Solange man sich in England nicht bemüht, uns durch eine Politik der Tat das Entgegenkommen zu beweisen, dürfen wir solchen vereinzelt hcrvortretenden Gefühlsäußerungen keine allzugroße Bedeutung beimessen. Dr. IVB.
Deutsches Mich.
— Der Kaiser wird infolge Abkürzung der Nordlandsreise bereits am 8. August vormittags in Wilhelmshöhe eintreffen. — Eine Zusammenkunft des Kaisers mit dem Zaren ist für Sonntag und Montag in den finnischen Schären
„Laßt mich! Am Himmels willen — laßt mich!!"
Der Präsident gibt ein Zeichen.
Die Gerichtsdiener lassen de» Alten los.
Einen langen, unbeschreiblichen Blick sendet er hinüber zu seiner Tochter.
Dann tritt er hastig vor. bis an den Richter- tisch.
„Ich — ich meide mich — als Zeuge!" keucht der Alte atemlos.
„Wer sind Sie denn?"
„Der Later der Angeklagten!"
Größe Bewegung im Saal.
Rolf, der bis dahin wie betäubt dagefeffen, tritt etwas vor.
Ein Wink des Präsidenten — die Kerzen werden angezündet.
Profeffor Lambo leistet den Eid.
„Was haben Sie uns also zu sagen, Zeuge Lambo?"
„Ich — i ch bin der Mörder? Richt die dort!" ...
Tumult im ganzen Saal. Lebhaftes Gestikulieren. Erregte Ausrufe.
Glockenzeichen des Präsidenten.
„Ich bitte um Ruhe! . . . Wodurch können Sie Ihre Aussage begründen. Zeuge Lambo? Erzählen Sie uns Genaueres!"
Der alte Mann blickt hin zu feiner Tochter.
Uni) sie erwidert diesen Blick — groß, voll, verständnisinnig.
Dann beginnt er — erst zögernd und zitternd, dann lebhafter:
„Meine Herren! Daß ich nicht früher erschien, liegt daran, daß ich nichts von diesem unglückseligen Prozeß wußte. Ich bin ein armer kranker Mann und lebe seit Jahren in der Nervenheilanstalt des Dr. Balori in CasteLa- mare — tot jür die Außenwelt. Nur meine Tochter wußte von meiner Existenz. Sie kannte
vorgesehen, worauf der Kaiser nach Wilhelmshöhe abreist,
— Der Bundesrat hat vor kurzem die. Vorschriften über den Verkehr mit Geheimmitteln Abänderungen unterzogen. Der Anwendungs- kreis der Vorschriften ist erweitert worden. Die Zahl der Eeheimmittel, die unter die Bestimmungen fallen, ist von 95 auf 153 erhöht. Es ist weiter den Fabrikanten von Geheimmitteln der Ausweg, den Namen ihrer Zubereitungen zu ändern, verschlossen; denn es ist ausdrücklich vorgesehen, daß die Anwendung der Vorschriften auf die aufgeführten Mittel nicht dadurch ausgeschlossen wird, daß deren Bezeichnung bei einer erheblichen gleichen Zusammensetzung geändert wird. Es ist schließlich neu bestimmt, daß es der öffentlichen Ankündigung oder Anpreisung der unter die Vorschriften fallenden Geheimmittel gleichsteht, wenn in öffentlichen Ankündigungen auf Druckschriften oder sonstigen Mitteilungen verwiesen wirb, die eine Anpreisung der Mittel enthalten. Die neuen Bestimmungen treten mit dem 1. Oktober 1907 in Kraft.
= Eine Nachahmung deutschen Beispiels. Unmittelbar nach der Rückkehr des Staatssekretärs Dernburg aus Deutschostafrika, vielleicht noch während seines dortigen Aufenthaltes, falls dieser, wie neuerdings verlautet, bis in die zweite Hälfte des Monats Oktober hinein ausgedehnt werden sollte, wird sich der englische Un- terstaatssekretär für die Kolonien Winston Churchill nach Britisch-Ostafrika und Uganda begeben. Der Unterstaatssekretär wird von einem Beamten des Kolonialamts begleitet sein. Möglicherweise wird die Reise, die infor- matorischen Zwecken dient und- auf besonderen Wunsch des Staatssekretärs für die Kolonien unternommen wird, auch auf Britisch-Zentral- Afrika ausgedehnt werben. Die. Kosten der Reise werden bis auf die Ausgaben für die persönlichen Bedürfnisse des Staatssekretärs ans öffentlichen Mitteln bestritten, was insofern eine Neuerung bedeutet, als der frühere Kriegsminister Arnold-Forster und der frühere Kolo- nialsekreiär Joseph Chamberlain auf ihren Reisen nach und durch die südafrikanischen Kolonien sämtliche Ausgaben aus öffentlichen Mitteln bestritte». Dem Kolonialsekretär Chamberlain war für seine Reise sogar ein Kriegsschiff, die eigens für diesen Zweck umgebaute Good Hope, zur Verfügung gestellt worden. Winston Churchill wird weniger prätentiös austreten und sich an Bord eines englischen Passagierdampfers nach Mombassa. dem Ausgangspunkt der Bri- tisch-Ostafrikanischen Bahn, begeben.
— Abnahme der Strafverfahren. Eine Abnahme der Zahl b;r Strafverfahren ist nach der neuesten amtlichen Feststellung bei den preußischen Landgerichten in den letzten Jahren erfreulicherweise fast in allen Beziehuilgen zu beobachten. So ist vor allem die ungeheure Zahl der Vorverfahren bei den Staatsanwaltschaften stets zurückgegangsn. Deren Zahl betrug noch
auch mein Verbrechen: aber — sie schwieg aus Liebe zu ihrem alten Vater."
Erneuter, stärkerer Tumult.
Kaum kann die Glocke des Präsidenten Ruhe schaffen.
In höchster Erregung ist Rolf aus dem Zu- schauerraum hervorgetreten, um ja kein Wort des nun Folgenden zu verlieren.
„Meine Herren!" fährt der Zeuge mit lauter Etimine fort. „Fürst Torlonia war mein Todfeind. Er stahl mir mein Weib. Seit jener Zeit bin ich ein gebrochener Mann — krank an Leib, und Seele, der nur noch durch ein Elixier, das er aus dem Orient mitgebracht, leben zu können glaubte. Wenige Tropfen dieses Elixier lassen das Blut rascher durch die Adern rollen; sie verjüngen und heben die geistigen Funktionen. Zehn Tropfen wirken wie das Opiumrauchen: sie hüllen in goldene Dunstschleier und zaubern rosige Traumgebilde herbei. Dreißig, vierzig Tropfen — töten."
Der Zeuge macht eine kleine Pause, da das Sprechen ihn sichtlich angreift. Ein Gerichtsdiener reicht ihm ein Glas Wasser, das er gierig hinunterstürzt.
Dann fährt er mit schleppender, matter Stimme fort:
„Ich hatte den Fürsten Torlonia viele Jahre nicht gesehen. Da las ich eines Tages, er wolle sich mit einem jungen Mädchen aus der besten Gesellschaft verheiraten. Das durfte nicht sein; ich mußte das unschuldige Geschöpf aus der Gewalt dieses Menschen befreien. Ich forderte den Fürsten auf, die Verlobung zu lösen. Zu einet Unterredung kam er in mein Haus. Da erfuhr ich aus dem Munde meiner damals kaum den Kinderschuhen entwachsenen Tochter, daß der Bösewicht sie auf der Straße tm Dunkeln umarmt und zu küssen versucht h<che. Da» machte
im Jahre 1904 insgesamt 659 571, fiel im folgenden Jahre auf 627 772 und betrug 1906 nut noch 581223. Es scheint weniger angezeigt zu werden. Auch die Zahl der Hauptverfahren ist in den drei Jahren zurückgegangen. Sie betrug nach einer von der „lägt. Rundschau" mit« getilten Statistik bei den Schwurgerichten 3402, 3028 und 3101, vor den Strafkammern als erste» Instanz 78 366. 70 058 und 59 988. Dem widerspricht nicht, daß die Zahl der Verfahren vor den Strafkammern in der Berufungsinstanz zugenommen hat und in den drei Jahren 71312, 71 836. 74179 betrug. Es werden eben mehr Berufungen eingelegt. Auch die Hauptvcrband- lungeu nehme» ab. Ihre Zahl betrug bei bee Schwurgerichten 3115, 2822, 2861, bei den Strafkammern in erster Instanz 74 571,67 628,55 513.
— Die Rückwanderung deutscher Bauern aus Südrußland. Eine Kommission südrussischer Deutscher, die die Aufgabe hat, Verhältnisse un> Gegenden zu studieren, die sich dazu eignen Deutschrussen anzufiedeln oder als Landarbeiter zu beschäftigen, bereist zurzeit die Provinzen Posen und Ostpreußen. Die Kommission besteht aus vier Herren, und zwar: Pastor Kuhfeld, Lehrer Wilhelmi, Landwirt Hartmann und Landwirt Kraemer aus Samara und Saratow, gelegen in Südrußland an der Wolga. Die bärtige deutsche Kolonie, die seit 1740 besteht, zählt 600 000 Seelen. Bereits seit Jahren findet eine starke Abwanderung der Deutschen aus jenen Gegenden statt, die sich teils nach Sibirien, teils nach Amerika und bisher nur zum geringen Teil nach Deutschland richtet.
— Die Mißhandlung deutscher Turner i» Tirol. Der rleberfall auf die deutschen Turner in Welschtirol erweist sich als die Frucht irre- dentistischer Hetzereien. Wie der „Köln. Ztg." aus Innsbruck geschrieben wird, hatten etwa 68 Teilnehmer des kürzlich dort abgehaltenen deutschen Turnerbundesfestes unter Führung des Innsbrucker Malers Prof. Edgar Meyer einen Ausflug, in die deutschen Sprachinseln Südtirols, nach Seubert, Allani, ins Heesental, nach Lusern und auf die Höhen von Vielperaut (Holparia) gemacht. Am Freitag wollten sie in Persen (Pergine) im Val Supana eintreffen wo auf der alten Burg Persen, die Eigentum einer deutschen Gesellschaft ist, ein Fest gefeiert werden sollte. Prof. Meyer, ein eifriger Förderer der deutschen Bestrebungen der gut patriotisch und deutsch gesinnten Bewohnor der Sprachinseln, ist infolgedessen der italienischen Jrredenta bis auf den Tod verhaßt. Die itaüs- nische, richtiger irredentistische Presse Welschtirols, voran der Trienter „Alto Adige", war über diese Turnfahrt empört. Alto Adige forderte in der Nummer vom 25. ds. zu einem förmlichen Kreuzzuge gegen die Deutschen auf, die nach seiner Meinung in „unser Land" (das Nebelland Trentino) einfallen wollen."
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das Maß zum überlaufen voll. Zuerst die Mutter — und dann die .
Der Zeuge stockt und fährt sich mit der Hand nach dem Herzen. Tiefe Blässe überzieht fein verrunzeltes Gesicht. ,
Atemlose Stille im ganzen Saal. Die grau« envolle Tragik des soeben Gehörten hält alles in ihrem Banne.
Mit Aufbietung all seiner schwachen Kräfte reckt der alte Mann seinen in sich zusammengesunkenen Körper empor. Dann erzählt er, stoßweise, abgebrochen, wie ihm plötzlich der Gedanke gekommen, dies Reptil zu beseitigen unh wie er diese momentane Eingebung ausgeführt,
„Meine Tochter erhielt nach bet Tat Kennt- davon. Ich aber nahm ihr bas Versprechen ab, mich nicht zu verraten. Wie treu sie dies Versprechen gehalten, sehen Sie--•
Der Zeuge schwankt unb greift stützesuchenb um sich. Ein dumpfes Geräusch, wie wenn ein Körper zu Boden fällt-- <
Ohnmächtig wird bet alte Mann aus bem Eerichtssaal getragen, i
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Seit Monaten ruht Professor Lambo unter dem kühlen Rasen. Der müde Erdenpilger hat endlich die heißersehnte Ruhe gefunden.
Liebende Hande schmücken den Erabhüget mit einem duftenden Blumenflor. Ein schlichter Kreuz trägt als einzige Aufschrift: 1
..Heimgekehrt?" ~ !
Rolf und Pia Alsen aber, von beten Lebe« nninneht bet buttere Schatten gewichen, sie halten das Andenken jener atmen irrenden Menschenseele in Ehren. , f
Wolkenlos erstrahlt über ihrem vereinte» Dasein die Helle Sonne des Glückes. j
Ihr „Heimweh nach Glück" — es ist gestillt^ (Ende.) ""