MOM MW
' mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
LonutaasbeUaaer SUufhMti ____________________
175
BicrteljLlirlichtr Brzug-preiS^ bet bei Expedition 2 Mk., bet allen Postämtern 2,25 Mk. kercu Pestcllgetd).
Jnserttsn»gebühri die gespaltene Zeile oder Leren Raum 15 Psg.
Neclainen: die Zeile 80 Pfa.
Marburg
Sonntag. 28. Jnli 1907.
Erscheint wöchentlich sieben mal.
Druck und Verlag- Joh. Ang. Koch, UmversttLts-Buchdruckerri Marburg, Markt 21. — Telephon 55.
42. Jahrg. .
Erstes Blatt.
Bestellungen
für die Monate Aguft und September . auf die
>Oberhessische Z e i t u ng" nebst ihren iBcila^etr,- werden von unserer Expedition «(Markt 21) unseren Ausgabestellen in Kirch Hain, N e u st a d t und Wetter, sowie von (eilen Postanstaltcn und Landbriefträgern ent« begengenommcn.
Zum jgetmßaiia Wilhelms v. Kardorff. ' Die Deutsche Reichspartei hat in den letzten Tagen zwei alte Führer verloren. Dem Tode des.Negicrungspräfidenten a. D. Kriftof von Tiedemann ist der des verdienstvollen und zum Ehrenmitgliede der Fraktion ernannten greisen Wilhelm v. Kardorff schnell gefolgt. Beide Tote haben dem Fürsten Bismarck persönlich nahegestanden; denn wie bekannt, war der spätere Regierungspräsident zu Bromberg Ende der siebziger Jahre Chef der Reichskanzlei. Aber während er seine undezweifelt gut deutsch- nationale Gesinnung am besten zu bewähren glaubte durch möglichst weitgehende Nachgiebig- teit gegen Strömungen, denen der Altreichskanzler wie ein Fels in der Brandung getrotzt hatte, war der „alte Kardorff" aus ganz anderem Holze geschnitzt. Zwar hat auch er dem sogenannten „Zuge der Zeit" in seinen späteren- Jahren zuweilen größer; Zugeständnisse gemacht, insbesondere in dem seinen Namen tragenden Anträge zum Zolltarif, bei dem er, um das Ganze zu retten, allerdings auch wichtige Forderungen ihm nahestehender volkswirtschaftlicher Körperschaften, preisgaü und dadurch in einen scharfen Gegensatz zu langjährigen Mitkämpfern auf konservativer Seite geriet. Auch läßt sich nicht verkennen, daß er für die Gefahren des einseitigen Industrialismus int hohen Alter die wünschenswerte politische Ausmerk- famkeit vermissen ließ. Aber gerechterweise wird man dies verständlich erklären müssen aus den leitenden Grundsätzen seiner ganzen Lebensarbeit. Denn wie er als Landwirt und Nitter- gutsbesitzer 1875 zu den Mitbegründern des Zentralverbandes deutscher Industrieller gehörte, so ist er stets von der Auffasiung durchdrungen gewesen, daß die Interessen der Industrie und Landwirtschaft eng miteinander verwachsen seien. Dabei entging ihm nur de: immer stärker gewordene Einfluß der Börse auf unsere Industrie und deren immer stärkere Be
tonung der Ausfuhrintcreffen, die mit Kar- dorffs Auffassung von der Interessengemeinschaft beider Erwcrbsgruppcn nicht mehr vereinbar war.
Aber dieser Schatten wird niemand hindern, das volle Sonnenlicht seines politischen Lebens nach Gebühr zu würdigen, und diese Würdigung kommt auch bei Freund und Feind in den Nachrufen der Preffe klar zum Ausdruck. Sein Hauptverdienst, das frühzeitige und entschlossene Eintreten für den Schutzzoll, schildern die „Leipziger Neuesten Nachrichten" in folgendem Satz: „Er darf sogar als einer der Näter und Bahnbrecher der neuen Wirtschaftspolitik angesehen werden, die er bereits durch seine Broschüre „Gegen den Strom" gekündigt und eingelcitet hatte. Besonders auf diescnt Gebiete ist er auch später der Vertrauensmann und Berater des Fürsten Bismarck gewesen, dem er mit unweigerlicher Treue bis weit über das Grab hinaus anhing. Aber obwohl ihm wiederholt der Weg zu höheren Aemtern erschlossen wurde, hat er es doch vorgezogen, stets sich auch die innere Un-. abhängigkeit durch die Ablehnung solcher Vorschläge zu wahren. Mit besonderer Leidenschaft trat er auch gegen die Goldwährung ein, und ost, wenn er seine Rede immer wieder in eine Apotheose der Doppelwährung ausklingen ließ, fühlte man sich an den alten Cato eensorius erinnert, der jede seiner Reden mit einem Kampfruf gegen Karthago schloß. So war er naturgemäß "einer der schroffsten Gegner des Grafen Caprivi, des Vertreters einer Staatskunst, die zu allen Traditionen der vergangenen Zeit in so scharfem Widerspruch stand. Er ist in jenen Zeiten, in denen die Männer des neuen Kurses den. häßlichen Kampf gegen Bismarck führten, und auch in den Zeiten, da es als ein Verbrechen galt, nach dem Sachsenwalde zu fahren, immer wieder der Gast seines vergötterten Meisters gewesen. Als aber der Reichstag am 80. Geburtstage mit der bekannten Mehrheit Richter, Lieber, Singer dem Fürsten Bismarck den Gruß versagte, rief er ihm keck das Hohnwort zu: „Ich kann Sie nicht hindern sich gegenüber ganz Europa, der ganzen Welt, vor der Gegenwart und allen Jahrhunderten der Zukunft unsterblich lächerlich zu machen'."
Das politische Auftreten dis wackeren alten Haudegens kennzeichnen die „Hamburger Neuesten Nachrichten" wie folgt:
„Wenn das Wort, „ein aufrechter Mann" auf irgend einen deutschen Parlamentarier paßt, so war es Wilhelm v. Kardorff. Aufrecht und unbeugsam in allen, was er für recht erkannt hatte, aufrecht und unbeugsam in Liebe wie in Gegnerschaft, war er ein ganzer Mann, ein lauterer Charakter und ein Patriot ohne Furcht und Tadel. Daraus erklärt sich auch das außerordentliche Ansehen, das er im deutschen Reichstage bis zum allerletzten Tage seiner politischen
13. (Nachdruck oerboteajj
j Heimweh nach Glück.
Roman von Erich Friesen,
1 . .(Fortsetzung).
Cjiti zitternden Händen zieht die alte Assunta ihre Hornbrille aus der Tasche und will die bezeichnete Stelle lesen. Unmöglich. Die tränenden Augen versagen ihr den Dienst.
Ihre Freundin, Beppo Nosso's Tante, ein ziemlich anrüchiges 2Beib, das armen Leuten Geld gegen Wucherzinsen leiht, muß vorlesen.
Assunta und die alte Rosso, find seit Jahren Freudinnen — das heißt, die Rosso schwatzt und quatscht und Assunta hört stumpfsinnig zu.
So auch heute in. dem kleinen unsauberen Zimmer der Frau Rosso.
Fast ohne eine Bemerkung zu machen, läßt Assunta die ganze, mit journalistischen Floskeln aufgebauschte Zeitungsnotiz über sich ergehen. _
Dann steht sic von dem wackeligen Sofa auf, reicht der Rosio die welke Hand und humpelt davon.
Doch Asiunta ist nicht ganz so stumpfsinnig, jroie man allgemein vermutet. Sie hat alles verstanden und wälzt die schreckliche Nachricht getzt in ihrem alten schwerfälligen Kopf herum.
„Meine schöne Fräulein Pia — Mörderin?" denkt sie, nach ihrer Gewohnheit halblaut. „Nee, ist nicht. So was kriegt die nicht fertig. Da glaub' ich eher, daß ich's selbst getan hab', eiter — oder--Halt!"
Sic bleibt plötzlich stehen und fuchtelt mit den dürren Armen in der Lust herum.
„Wie was das dock vor Jahren? ... Der alte verrückte Mann, ihr Vater — warum stöhnte und seufzte der des Nachts immer fo fürchterlich? And redete allerhand schreckliches Zeug? . . . Gewissensbisse natürlich — nijdjt weiter . .
MM er aemgcht hat — ich weiß es nicht. Aber
wenn etwas bei uns geschehen ist, was nicht ans Tageslicht darf — dann hat's nicht meine schöne Fräulein Pia gemacht, sondern der verrückte Alte? . . . Ei ja!“
Inzwischen ist Assunta in ihem Häuschen Via Lunqa Nr. 12G mrgekommen. Aechzend und pustend sinkt sie auf einen Stuhl.
„Wo der verrückte Alte nur stecken mag? Ob er tot ist? . . . Schade wär’s nicht um ihn . . . Hat meine schöne Fräulein Pia bald zu Tode gequält . . . Und verheiratet ist sie jetzt. Eine berühmte Frau Doktor? . . . Und mitten aus ihrem Glück mußte sie 'raus ins Gefängnis! ... Weshalb? Weil d«^verrückte Alte etwas Schlechtes gemacht hat und sie dafür hopp genommen wird . . . Verkehrte Welt!"
Die Alte hat sich so in den Aerger hineingedacht, daß sie kaum Luft bekommt. Sie humpelt ans Fenster und öffnet den Laden.
Ein Sonnenstrahl fallt ins Zimmer — direkt auf das Porträt an der Wand.
Das bringt sie erst recht in Zorn.
Wütend schwingt sie die Faust nach dem Bild.
„Was lachst Du immer? Und zwinkerst mit den Augen, he? ... Du bist mir schon lange nicht geheuer. Wenn der alte verrückte Mann Dich ansah, wurde er immer noch viel verrückter — ich hab's wohl bemerkt! . . . Weg mit Dir!"
Mit Aufbietung all ihrer Kräfte nimmt sie das Bild von der Wand und dreht es um.
„So!... Jetzt ärgert Dein dummes Lachen niemand mehr."
Ganz erschöpft vom vielen Denken legt sie sich ins Bett. _ ':i
Aber sie kann nicht schlafen.
Das Unglück ihrer „schönen Fräulein Pia" geht ihr beständig im Kopf herum. ■ ./ , ’
Sie steht wieder auf.
Aus dem wurmstichigen Schenk nimmt sie ein uraltes schwarzes Seidenkleid — faden
Mit leisen, langsam, fast unverständlich gesprochenen Worten begann fast immer eine Rede Kardorffs, bald aber brach sein noch im weißen Haare jugendliches Ungestüm hervor. Unter charakteristischem Hin- und Herbewegen des herab-
Alles in allem soll man auch mit ihm nicht viel Federlesens machen; ,chenn er ist ein Mensch gewesen, und das heißt ein Kämpfer sein!" Unser politisches Leben hat wenige so ausgezeichnete Männer und ausgeprägte Charakterköpfe, wie der alte Kardorff war.
Wirksamkeit genoß. Es gab glänzendere, elegantere Redner als er es war, aber es gab nur wenige, die gleich ihm Verstand und Gemüt des Hörers packten, die so unmittelbar durch die rückhaltlose Ehrlichkeit ihres politischen Eedan- kenganges, durch die Mannhaftigkeit ihres Astf- tretens wirkten. Darum übte der Anblick, wenn die hohe, bis in die letzten Tage fast ungebeugte Gestalt Kardorffs ruhig und bedachtsam zum Rednerpulte schritt, stets einen starken und eigenen Reiz aus. Die Wogen selbst der heißesten Erregung glätteten sich, wenn z. B. ein Bebel gesprochen hätte, sofort, ober die schläfrige Stimmung, die — leider nur zu oft — unter der Reichstagskuppel lagert, wich allgemeiner Span- nnung. Seine Freunde sahen ihm mit Zuversicht entgegen, seine Gegner mit ungeheuchelter Achtung; die einen wie die anderen wußten, daß es jetzt schnelle und scharfe Hiebe setzen würde. Und sie ließen niemals lange auf sich warten.
vinzen, mit Ausnahme-von Wcsipreußen UttÜ Postn, auf die bekanntlich das Gesetz keine An« Wendung findet, wird nun schon Monate hindurch mit größtem Eifer gearbeitet, zu Ende geführt sind die gesamten Vorarbeiten aber noch lange nicht. Die Errichtung der Schulverbänd^ die Vermögensauseinandersehungen ’lT den alten und neuen Trägern der Schullasten, die Vorbereitungen für die Ansammlungen bet bereifenden Sckmlverbände zur Bestreitung bet Kosten von V^k«schulbauten. dm
über deren Belegung, über Erhebung von
ner gerichtet, entwickelte er seine Ansichten; die | Worte, energisch hervorgestoßen, überstürzten sich fast, so schleuderte er sie gleich Pfeilen in die Zuhörerschaft. Ein bezeichnender Zug feines Wesens war noch der, daß er selbst in der stürmischsten Erregung seiner Gegner nie die äußere Ruhe und Herrschaft über sich verlor; in das lärmende Getöse der gereizten Sozialdemokratie blickte er unbewegt und ungerührt, um dann mit doppeltem Nachdruck die Worte zu wiederholen, die den Sturm entfesselt hatten."
scheinig zwar, aber noch ohne Löcher. Das zieht sie an. Dann bindet sie einen schwarzen Wollschal um die spitzen Schultern, stülpt einen schwarzen Kapotthut auf die weißen Haarsträhne, knüpft auf die schwarzen Seidenbänder unterm Kinn zusammen und zieht schwarze Baumwollhandschuhe über die dürren Finger.
So, die reine Leichenbitterfrau, aber in ihren Augen hochfein, steht sie vor dem halber- 'blindeten Spiegel.
Ein befriedigtes Kopfnicken — und sie humpelt wieder davon, in der Richtung nach dem Justizpalast. —
Als sie nach ein paar Stunden wieder zurück- kehrt, find ihre alten Augen fast blind vom Weinen.
In der Hand hält sie ein verschlossenes Couvert ohne Aufschrift, nur versehen mit der Adresse des Dr. Valori Castellamare.
„Arme, liebe Fraüulein Pia!" murmelt sie noch halb schluchzend vor sich hin. „Will durchaus ihren alten verrückten Vater schonen . . . Und wie stolz sie aussah — und wie lieb dabei!"
Sie blickt auf den Brief, den sie unschlüssig tn den Händen hin und her dreht.
„Den Brief da, den soll ich ihrem Vater nur geben, wenn sie verurteilt wird . . . sonst nicht ... auf keinen Fall . . . Dummes Zeug! . . . Aber — ich hab's ihr mal heilig versprochen und das muß ich halten ... Ich hab' ihr aber nicht versprochen, daß ich nicht selbst zu dem Alten geh' und ihm ins Gewissen rede . .. Freilich, ich weiß ja eigentlich gar nichts — denn die Fräulein Pia, dieser Engel, die plaudert kein Sterbenswörtchen aus, und wenn's ihr dabei an den Kragen ginge . . . Aber mit schwant etwas in meinem alten Kopf . . . und darum geh' ich jetzt hin zu dem verrückten Professor .... Ja, das tu ich!... Die Fräulein Pia macht sonst in ihrer Selbstlosigkeit und Güte nochmal 'nen dummen Streichl
Sie steckt den Brief in ihre Kleidertafche und begibt sich, überaus zufrieden mit sich selbst, zur Ruhe. , #
Morgen ist auch noch ein -tag!
Professor Lambo ist der Verzweiflung nahch Vier Tage schon ist er ohne sein Elixier. „ Am ersten war er nur matt und müde ., H Der zweite fand ihn erregt, nervös . ..
Am dritten haften es die Wörter, die htt und da mit ihm in Berührung kommen, fSH angezeigt, Dr. Valori von der eigentümliche» Veränderung, die mit dem Patienten von sich gegangen, in Kenntnis zu setzen.
Der alte Nervenarzt erscheint sofort. Er »e- fühlt die Haut des Patienten — sie ist trockttf und fieberheiß. Er zähtt den Puls — et gehl, rasch und unregelmäßig. Er untersucht bt( Augen — ihr Blick flackert unstäk.
Dr. Valori schüttelt den Kopf. ' '
„Was fehlt Ihnen, Professor? So sah sitz Cie noch nie!" .
„Meine Eingeweide verbrennen! O, bteie Schmerzen! Diese Schmerzen!" schreit der Un4 glückliche. „Rasch Morphium! Ich werde verrückt !"
Eine starke Morphiumeinspritzung, die jeden; anderen beruhigt haben würde, ist bei ihm oljne. Wirkung. -
Der Kranke stöhnt und ächzt und tobt int Zimmer umher mit allen Anzeichen des Irr« sinns. J
Eine Woche vergeht . . . Zwei Wochen vergehen ... Keine Nachricht von Pia. I
Der alte Mann ist der Verzweiflung nahe. Noch nie bisher hat die Tochter ihn auf sei« „Lehenselirier" warfen lassen . . . Was soll ex nun anfangen? Er kennt nicht einmal ihrs' Adresse! ;
(Fortsetzung folgt.)
««'S v’-*- •‘(•Sw T’**m das neue Gesetz getroffenen Maßnahmen sollen ge- färber* und mö^ickst bald zu Ende geführt werden. «Tn heu G—r-'- me-e«
bee Aufbringung der Schullasten und deren Ver« teiluno, auch wegen bet Einrichtung bet neuen uom Gesetze vorgesehenen Sckmloraane Entschet- dunoen vorzi'l'ereiten. Auch bet Staat hat noch« verschiedene Maßnahmen zu ergreifen. So M» bng Kultusministerium die Forderungen, bte für den Staatsbaushaltetat 1908 nötig machen werden, au^ufrfieiten, die zuständigen Minister haben die Verteilung der auf die einzeln«« Provinzen entfallenden Anteile der Staatsbeihilfen, votzubeteifen u. a. m. Schlteßltch ver« ■ • - - - - ■. ■ langen manche wegen bet Einrichtung bes SayH«
bangenben Armes, bxe Augen fest auf den Gsg- I T^etrichts neu getroffenen Bestimmungen schon .......»v !.>,»» 9rnf.Ai»ti ■ hte I Inkrafttreten des Gesetzes Ent- schli-'ßungen bet beteiligten Instanzen. Kurz, es ist eine Fülle von Aufgaben, die bas erwähnte Gesetz den verschiedensten staatlichen und kommunalen Faktoren zur Lösung überwresen hat. Noch ist gar nicht abzusehen, wann alle notwendigen Steuerungen gänzlich vorbereitet sein werden. Wahrscheinlich wird es so gehen, «ml bei allen solchen großen Gelehen. Man wird auch noch nach dem alten Geltungstetrnrn an bet Durchführung zu arbeiten haben. Zm große« Gänzen aber hofft man in. bet Zentralinstanz Ende des laufenden Finanzjahres fowett zu sei«, daß sich , die Neuerungen ohne größere Schnne"inkeiten werden durchführen lasten
I — Verminderter Andrang zum Apothekev berufe. Während recht viele Berufsarten und namentlich gelehrte über zu starken Andrang zn klagen haben, scheint im Apotheke rberufe der Zu-
I wachs abzunehmen. Nach den neuesten amtlichen D-nMes ühiffi. I Zahlen über die Apotheken und Apotheker in
_. ei ..... m I Preußen gab es 1904 Voll- und Zweigapotheken
em« t»wie Si5pe„fUra„fton.n 3507 und W: 3635. schulunter Haltungsgesetzes. Ganz tn bet Ettlle I <•; _..r,n tä+ia 1904’ 3346 Apotheken«
wirb eine Arbeit gefördert, die an Umfang und 3fr‘Men waren tätig 1W4. .
Mannigfaltigkeit von wenigen übertroffen wirb, I besitzet und Verwalter, 19-6 die Vorbereitung zur Ausführung des preußi- I fen, 1022 nicht approbierte Gehilfen und scheu Volksschulunterhaltungsgesetzes. Bekannt- I Lehrlinge. Die Zahl der Apotheken ist demnach lich hatte der dem Landtage von der Regierung I in dem erwähnten Zeiträume um o pCt., bte der unterbreitete Entwurf eines solchen Gesetzes als I approbierten Gehilfen um 12,5 pCt. gestiegen, Jnkraftsetzungstetmin den 1. April 1907 vorge- I dagegen die bet nicht approbierten Gehilfen um sehen. Man war aber von diesem Zeitpunkte I ^ß »xj, und die der Lehrlinge um 26,3 pEt. während der Entwurfsberatungen abgekommen, I =aIten ' <*n Fachkreisen wird diese Entwicklung weil man voraussah, baß die Ausfühtungs- I » » b} ' neue Prüfungsordnung für Apotheker arbeiten einen längeren Zettraum tn Anspruch I * 1
nehmen würben. Daran, baß man den 1. April .1 zuruagesugr für die
1908 als Beginn ber Geltung bes Gesetzes be- ~ ~®cr Erlös aus de» «-'tragsmarken jur ote zeichnete, hat man Recht getan. In allen Pro- I Invalidenversicherung hat tm Junt d. I. ,