mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
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Marburg
Donnerstag. 25. Juli 1907.
Erscheint wSchmtlich siebe« mal.
Druck und Verlag; Joh. Aug. Koch, UniversitSts-Buchdruckera Marburg, Markt 21. — Telephon 55.
42. Jahrg.
Erstes Blatt.
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für die Monate August und September auf die
ssische Zeitung" nebst ihren werden von unserer Expedition (MürWÄ) unseren Ausgabestellen in Kirch. Hain, Neustadt und Wetter, sowie von allen. Postanstalten und Landbriefträgern ent» gegengenommen.
Die Auflösung der Duma und die Deutschen Rußlands.
Nachdem sich die auf Grund der Witteschen Wahlgesetze gewählte russische Volksvertretung wege- der in ihr herrschenden revolutionären Strömung zu einem gedeihlichen Zusammenwirken mit der Regierung des Zaren unfähig erwiesen hatte, sodaß sie der Auflösung verfiel, hat der reformfreundliche Zar Nikolaus II. den Versuch mit dem allgemeinen gleichen Wahlrecht wieder aufgegeben und sich auf Vorschlag seiner Berater für Einführung des Kurialwahlsystems entschlossen. Danach tritt fortan in Rußland an die Stelle der Bewegung der Kleinbauern die der Großgrundbesitzer. Dieses System bietet — vom russischen Staatsstandpunkt aus betrachtet — unter den derzeitigen Verhältnissen wenigstens einige Möglichkeit, daß in einem solchen bunten Dölkerkonalomerat, wie es dieser Staat mit seinen rund 120 auf den verschiedensten Kulturstufen befindlichen Völkerschaften bildet, «ine einheitlichere staatserhaltende politische Arbeit geleistet wird. Wenn wir sehen, daß z. B. das Polentum, das mit 70 in der ersten, mit 46 Vertretern in der zweiten Duma saß, in die dritte nur noch mit 14 Abgeordneten einziehen wird, so werden wir darüber vom reichsdeutschen Standpunkte nicht unerfreut sein, als über eine Gewähr, daß die politischen Erfolge der polnischen Sonderpolitik in Rußland fürderhin nicht mehr die Brandungswogen der nationalpolnischen Propaganda im Deutschen Reiche anschwellen lassen werden. Weiter verbürgt das neue Wahlgesetz den kulturell höchststehenden Bestandteilen des rusiischen Nationalitätenstaates eine Vertretung im künftigen Reichsparlament, die sie bisher gegen die nationalfanatifierten Muffen vielfach minderwertiger Völkerschaften nicht durchsetzen konnten. Das gilt vor allem für die Deutschen Rußlands. So werden die nach Bildung und Besitz den umwohnenden Russen und Tartaren überlegenen südrusiischen
40 (Nachdruck verboten.),
Heimweh nach Glück.
Roman von E r i ch F r i e s e n, Wortsetzung).
Wenige Tage darnach, als Rolf gerade von einem seiner Patienten in der Villa Roma kommt und seinen vor dem Hause harrenden Wagen besteigen will, nähert sich ihm ein Mann, den Hut in der Hand.
Rolf dreht sich um und erkennt zu seinem Erstaunen seinen früheren Diener Alfonso.
„Verzeihung, Herr Doktor! Darf ich Ihre foftbare Zeit für ein Vietelstündchen in Anspruch nehmen?"
Rolf bekämpft seine Antipathie gegen den Menschen.
„Geht es Ihrer Mutter schlechter?" fragt er freundlich.
„Hm, ja — meine Mutter!" erwidert der andere rasch. „Gewiß, es geht ihr sehr schlecht. Das ist cs ja eben; ich wollte Sie bitten, ob Sie sich nicht zu ihr bemühen möchten."
„Ja. Steigen Sie nur rasch ein! Ich habe nicht viel Zeit. Wohin?"
„Via Barbarini Nr. 96!" ruft Alfonso dem Kutscher zu.
Wenige Minuten darnach schon hält der Wagen vor einem hohen Geschäftshausr, an besten Tür das Schild: „Alfonso Zoppo, Detektiv- Bureau" prangt.
Rolf steigt aus.und schreitet seinem Begleiter voran die Treppe empor.
- Rasch öffnet Alfonso eine dickgepolsterte Tür im ersten Stock und bittet bett Arzt, einzutreten.
Verwundert blickt Rolf um sich. Das steht fa aus wie ein Bureau, aber nicht wie ein Krankenzimmer.
t „Wo ist die Patientin?" fragt er ungeduldig. Ich habe habe nicht viel Zeit/* ~ "
Kolonisten in ganz anderer Stärke in der Duma vertreten sein können, als bisher, so werden die starken und wirtschaftlich kräftigen deutschen Einschläge in der St. Petersburger und Moskauer Bevölkerung einen bedeutsamen Einfluß bei den künftigen Wahlen erhalten. Vor allem aber wird der sozial, kulturell und wirtschaftlich höchststehcnde standteil des rusiischen Deutschtums, das Deutschbaltentum, nicht mehr wie bisher mit gebundenen Händen zusehen müssen, wie lettische und esthnische Fanatiker in der Reichsduma die Jnteresien der baltischen Lande durch — schamlose Verleumdungen und Beschimpfungen der Deutschbalten wahrnehmen. Für diese ist der Umschwung am bedeutsamsten. Denn man muß im Auge behalten, daß das bisherige Wahlsystem den Deutschen in den Ostseeprovinzen auch nicht einen Dumavertreter ermöglichte. •
Die Neuordnung bedeutet einen gewaltigen Umschwung zugunsten des Deutschtums; denn ste bestimmt, daß in Livland und Esthland die Erundbesitzerkurie mehr als die Hälfte aller Wahlmänner stellt. Wenn in Kurland infolge der größeren Ausdehnung bäuerlichen Besitzes und zahlreiche Krondomänen die Erundbesitzerkurie in der Minderheit ist, so wird ihr durch die Bestimmung des neuen Wahlgesetzes, daß aus jeder Kurie ein Abgeordneter gewählt werden muß, doch eine Vertretung im russischen Reichsparlament gesichert. Hinzu kommt noch, daß durch die Einführung zweier Wahlkurien für die Städte nach dem Steuerzensus die Deutschen auch in Kurland durch Vereinigung von Grundbesitzer- und I. städtischer Kurie die Mehrheit der Wahlmänner für die allgemeine Wahlversammlung erhalten. Nicht das wenigst Bedeutungsvolle für den Umschwung an den höchsten rusiischen Stellen ist die Tatsache, daß das neue Wahlgesetz überhaupt imvollen Umfange auf die Osts eeprovinzen ausgedehnt worden i st, während die anderen Grenzgebiete infolge der mehr oder weniger revolutionären Haltung der dortigen Nationalitäten teils ganz ausgeschlossen wurden, wie Kaukasus, Turkestan und Sibirien, teils arg beschnitten, wie Polen. Das ist die Daniesquittung des Zaren für die loyale und gesetzestreue Haltung der Deutschen und die Anerkennung ihrer staatserhaltenden Be- d e u t u n g. Man kann direkt sagen, daß das neue Wahlgesetz die Deutschen gegen die als revolutionär und unzuverläsiig erwiesenen Letten und Esthen ausspielt. Welcher Wandel gegen die unseligen Zeiten der Russifizierungspolitik! — Dem baltischen Deutschtum wird somit vom Herbste an Gelegenheit geboten, dem rusiischen Reich und Volk und — auch seinen inbigenen Heimatsgenosien den Beweis zu erbringen, daß es in Staatstreue und weiser Selbstbeschränkung
Alfonso hat zwei Stühle zurechtgerückt und deutet jetzt auf einen derselben.
„Verzeihen Sie Herr Dottor! Ich habe Sie getäuscht. Ich besitze gar keine kranke Mutter. Es war nur eine List von mir, um Sie hierher zu bekommen, da ich Sie unbedingt ungestört sprechen muß."
Ohne ein Wort zu erwidern, wendet Rolf sich der Türe zu.
Doch der andere vertritt ihm den Weg.
„Herr Doktor — einige Augenblicke noch! Ich muß Ihnen etwas sehr Wichtiges Mitteilen!"
„Meine Patienten warten!"
„So lasten Sie sie warten! Was ich Ihnen zu sagen habe, ist für Sie wichtiger, als all Ihre Patienten zusammen!"
Einen Augenblick fährt es Rolf durch den Sinn, ob er wirklich einen Verrückten vor sich habe. Aber der Mensch benimmt sich ruhig und höflich überlegen — Rolfs Jntereste erwacht.
„Dann schnell! Ich höre!"
„Zuerst die Mitteilung" — rasch greift der Mann an seinen Kopf und reißt eine dunkle LockenperrLcke herunter, unter welcher dünnes, kurzgeschnittenes Haar zum Vorschein kommt — „ich heiße nicht Ernesto Alfonso!"
„Das dacht ich mir fast!" lautet die ruhige Entgegnung.
„Mein Name ist Alfonso Zoppo," fährt der Mann, ohne sich beirren zu lasten, fort. „Ich bin Detekttv."
„Wie?" Rolf blickt sein Gegenüber mit un- ve.hohlener Verachtung an. „Der bekannte Detektiv Zoppo sind Sie? Warum schlichen Sie sich unter falschem Namen in mein Haus?"
„Das bringt mein Beruf mit sich, Herr Doktor!"
„Meinen Sie? Aber ein o sehenes Haus, wie da» mejnige,
da, wo es gilt, die Wohlfahrt des Ganzen nicht wie bisher alle Nationalitäten in der verflossenen Duma, nur das liebe Ich und desien Son- derinteresien suchen wird. Das wird ihm um so größeres Recht geben, seine deutschen Sonder- wünsche und Sonderbedürfnisse zum Heil der Gesamtheit kraftvoll zu hüten und zu pflegen. Dann, aber auch erst dann wird ihm die Möglichkeit gegeben sein, auf dem festen Boden einer gesicherten nationalen Stellung dem Lettentum und Esthentum die Hand zur Vertretung gemeinsamer baltischer Heimatsinteresien zu bieten. Und dann wird es bei dem sehr realpolitischen Empfinden dieser Volksstämme für das, was ihnen von Vorteil und Nutzen ist, nicht mehr Gefahr laufen, wie das bisher einer kleinen Gruppe liberaler Eigenbrödler geschehen mußte, in den Augen der Eingeborenen als armer Teufel zu erscheinen, desien Versöhnungsbestrebungen man als Sühneversuche begangener Schuld nicht ungnädig aufnimmt, dem man im übrigen aber nur die Stellung als Siegestrophäe vor dem eigenen Triumphwagen zubilligt. Und die eingeborene Bevölkerung wird bald einsehen, daß auch ihre Interessen im Reichsparlament in den Händen eines deutschen Literaten oder Barons besier geborgen sind, wie in denen eines Lumpen vom Schlage Ohsols. Wenn jetzt, und es hat den Anschein dazu, als letzter Gewinn ihres treuen Ausharrens in schwerer Zeit, den baltischen Deutschen das alte Dorpat wieder seine Pforten öffnen wird zur Pflege deutscher Wissenschaft, bann werben — schreibt Geiser in den „Allbeutschen Blättern" — die Nachfahren der Hansen und der deutschen Ritter wieder fest in ihren Schuhen stehen als Wächter deutscher Art und Sitte auf dem nordöstlichen Vorposten deutscher Kultur zum Heil auch des großen schwerringen- ben Reichs, das ihnen zweite Heimat wurde.
Druisches Kelch.
— Von der Nordlandsreise des Kaisers. Der Kaiser ist auf der Rückreise von Dronkheim nach guter Fahrt bei etwas Sonnenschein vor Molde eingetroffen, woselbst die heimische Schlachtflotte vor Anker lag. Prinz Heinrich und Prinz Adalbert meldeten sich an Bord der „Ho- henzollern". Wie ferner gemeldet wirb, schenkte der Kaiser, wie im vorigen Jahre 1000 Kronen zur Restaurierung der Domkirche in Drontheim.
— Der Kronprinz rückte gestern, wie aus Potsdam berichtet wird, mit dem Regiment der Garde du Corps nach dem Truppenübungsplatz Altengrabow aus. Die Rückkehr erfolgt am 8. August.
— Vom lenkbaren deutschen Militärlust- fchiff. Berlin, 23. Juli. Den Abendblättern nach unternahm das deutsche lenkbare Militärluftschiff heute Mittag seine erste Freifahrt, die drei Stunden dauerte. Der Aufstieg erfolgte von der Jungfernheibe. Das Luftschiff
Leuten ihres Schlages sicher sein! Bei mir haben Sie nichts zu suchen!"
„So —?" höhnt der andere. „Das denken Sie! Weshalb würde ich, Alfonso Zoppo, der bekannteste Detektiv Neapels, mich wohl in Ihr Haus einschleichen, wenn ich dort nichts zu suchen hätte?"
Rolf fährt auf.
„Ich verbiete Ihnen, in diesem Ton mit mir zu sprechen! Lasten Sie mich sofort hinaus! Oder —"
„Sachte, sachte, Herr Dottor?,, spottet der Detektiv. „Sie entsinnen sich, daß Sie vor ungefähr acht Jahren auf der Anklagebank saßen wegen Verdachtes des Giftmordes?"
„Ich wurde freigesprochen," erwidert Rolf verächtlich. „Hüten Sie Ihre Zunge, Mann!"
Wieder lächelt Zoppo spöttisch.
„Niemand weiß bester als ich, daß Sie unschuldig sind, Herr Doktor!"
Der Detektiv hat sich dem Arzt genähert und erwartet augenscheinlich eine Antwort.
Rolf jedoch schweigt und blickt fein Gegenüber nur mit zusammengezogenen Brauen durchdringend an.
„Ich habe in Ihrem Hause eine wichtige Entdeckung gemacht, Herr Doktor," flüsterte Zoppo halblaut. „Ihr Herr Onkel, der Herr Marchese Carlo Marconi aus Capri, hat eine Belohnung von 20 000 Lire ausgesetzt für denjenigen, der den Schuldigen an jenem Verbrechen, von dem Sie freigesprochen wurden, namhaft macht.".
Kleine Pause, während welcher die beiden Männer einander unverwandt anblicken.
Dann sagte Rolf mit überlegenem Spott:
„Und diesen Schuldigen glauben Sie jn meinem Hause gefunden zu haben?"
„Ja, Herr Dottor." ------- -
„Sie machen gute Scherze, mein Lieber. Leider habe ich keine Zeit, länger zuzuhören. I .Suchen Sie sich einen anderen Dummen!" <<
fuhr gegen mäßigen Wind nach Spandau und machte dort eine Reihe interessanter Hebungen, Bogen und Schleifen; den Schluß bibete eine vollstänbige Umkreisung der Nikolaikirche. Zuweilen näherte sich der Ballon, in besten Gondel sich zwei Personen befanden, so tief der Erde, daß man das Geräusch der Schraubenflügel vernahm und stieg dann wieder in die Lüfte empor, sodaß es dem unbewaffneten Auge nicht größer als eine Zigarre erschien.
— Zur Stellenanwärtersraqe. Infolge de» Gesetzes über die Versorgung der Personen der llnterklasien des Reichsheeres, der Kaiserlichen Marine und der Kaiserlichen Schutztruppen vom 31. Mai 1906 sind Nachträge zu den Grund- sätzen über die Besetzung der Subaltern- und Unterbeamtenstellen einmal bei den Reicks- und Staatsbehörden, außerdem bei den Kommunal- beworben mit Militäranwärtern notwendig geworden. Der Bundesrat hat sie noch kurz vor dem Antritt feiner Ferien festgestellt. Die Aen- berungen in den bisherigen Bestimmungen be ziehen sich hauptsächlich auf die Unteroffizier und Gemeinen, die nicht zu den Kapitulanten gehören, und denen nach dem erwähnten Gesetzt Anstellungsscheine für den Unterbeamtenbienft erteilt werben können. Soweit es an geeigneten zivilversorgungsberechtigten Bewerbern (Milft täranmärter) fehlt, sollen die betreffenden Unterbeamtenstellen vorzugsweise mit Inhabern des Anstellungsscheines besetzt werben. Die in nicht etatsmäßige Unterbeamtenstellen einbe- rufenen Inhaber bes Ausstellungsscheines rangieren bei der Konkurrenz um etatsmäßige Am stellung mit ben zivilversorgungsberechtigten Stellenanwärtern, die nicht mindestens 8 Jahr« im Heere oder in der Marine aktiv gedient haben. Jn Beziehung auf die Beförderung in mittlere ober Kanzleibeamtenstelle sind Inhaber des Anftellungsscheines oder etatsmäßig ange- ftettte ehemalige Inhaber dieses Scheines lediglich als nicht versorgungsberechtigte Zivilpersonen anzufehen. Stellenanwärter, die an Stelle des Zivilversorgungsfcheincs nachträglich die Zivilversorgungsentfchädigung oder die einmalige Geldabfindung wählen, haben hiervon den Anstellungsbehörden, bei denen sie vorgemerkt find, Anzeige zu erstatten und sind in den Bewerberverzeichnisfen zu streichen. Im Falle der Wiederwahl des Zivilverforgungsfcheines ober bet Wiedererstattung der einmaligen Geld- abfindung werden sie auf Antrag mit dem Tage des Eingangs der neuen Meldung wieder in das Bewerberverzeichnis eingetragen, vorausgesetzt, daß sie bann noch die nötige Befähigung besitzen. Vom Bundesrate ist ferner eine neue Fassung der Grundsätze für die Besetzung der mittleren, Kanzlei- und UnterbeamtenfteHen, wie sie jetzt heißen, nebst Anlagen und Erläuterungen mit der Geltung vom 1. Oktober 1907 ab festgestellt worden. Jn den Erläuterungen zu den Grundsätzen für die Reichs- und Staatsbehörden heißt es u. a„ daß die Anstellungsbehörden durch die Landesregierungen bestimmt werden. Diesen soll unbenommen fein, Zentralstellen einzurichten, an die sämtliche Bewerbungen ausschließlich zu richten sind, denen die An-
„Jch scherze nicht, Herr Doktor." %
„Sie meinen im Ernst, daß —“
„— daß die Person, welche den Fürsten Torlonia vor acht Jahren vergiftete, in Ihrem Hause zu suchen ist — jawohl!"
„Mensch, Sie find wahnsinnig!" ruft Rolf, den Detektiv beim Kragen packend. „Ich kenne meine Dienerschaft seit über zwei Jahren, feit meiner Verheiratung; unter ihnen ist kein Mörder."
„Ich spreche nicht von ihrer Dienerschaft, Herr Dottor!"
„Von wem denn?"
Der Detektiv senkt die Lider vor dem.furcht- baren Blick, der ihn trifft.
„Herr Doktor — es tut mir wirklich leid — aber Sie wollen es wissen. . . . Glauben Sie mir — niemals ist mit mein Beruf schwerer geworden, als heute —“ - -
„Von wem sprechen Sie?" donnert Rolf.
Seine blauen Augen sprühen.
„Von — JhrerFrau?"
Mtt einem Wutschrei packt Rolf den Mann bei den Schultern und schüttelt ihn.
„Nichtswürdiger Verleumder Sie! Das werden Sie mir büßen!"
Der Detektiv wimmert und ächzt unter dem eisernen Griff; doch Rolf läßt nicht los.
„Widerrufen Sie Ihre letzten Motte! Auf der Stelle!" ~
„Ich — kann nicht!" stöhnt der Detektiv. „Ich habe — Beweise." -
Rolfs Hände lockern sich. Fast entsetzt blickt er auf die zusammengeduckte Gestalt vor ihm.,
„Beweise? . . . Zeigen Sie her?"
„Gleich? Lasten Sic mich nur los? " ,
Doll Verachtung schleudert Rolf den Menschen von sich.
* Dann setzt er sich auf einen Stuhl «ich wartet, 3^-«^»--^=.. ,« *
_Ü Fortsetzung solM
stbares, ange- oöfe doch por