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mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kircklmii» Eonutaasd-Uager-UlustrirteS GovttttasKrätt. z""W#

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Demokratismus.

vom

63

^Nachdruck verboten.);

DeiTDunbet. Hat einen Messerstich in die Seite bekommen. Wahrscheinlich ein Racheakt." ' Pia greift mit der Hand nach dem Herzen. Ihr ist, als stocke plötzlich ihr Herzblut.

Wo wo ist er?"

In seiner Wohnung. Man hat sinnnngslos auf der Straße liegend g. ...ee lind sofort nach der Bia Roma transportiert.

Zu Dernburgs Afrikafahrt wird aus Berlin geschrieben: Der Staatssekretär des Reichskolo­nialamtes ist nach Deutsch-Ostafrika abgereist, auch um an Ort und Stelle zu übersehen, welche wirtschaftlichen Unternehmungen in diesem Schutzgebiete Aussicht auf Erfolg eröffnen. Es wird dabei, wie natürlich, hauptsächlich die Liefe­rung von Rohmaterialien, teils schon vorhande­ner, teils anzubauender, in Frage kommen. Ein

als die Verwendung von Truppen. Eine solche ist für jeden braven Soldaten stets unb überall eine schwere und sehr traurige Pflicht. Aber der einzelne Soldat ist dazu durch seinen Eid gebun­den, und der Führer weiß, daß ein militärisches Eingreifen bei Aufständen unerläßlich ist, und daß es nur in äußersten, wohlerwogenen Fällen einzutreten hat, daß dann aber nur ein festes und entschiedenes Eingreifen wirklich helfen und die Ruhe wiederherstellen kann. Sache des Soldaten ist es nicht, nach den Ursachen des Aufstandes zu fragen,- denn die politischen Krankheitskeime können erst nach Wiederherstellung der Ordnung kuriert werden. Auch in Frankreich hat das Mi­nisterium Elemencsau nur sehr zögernd zur Ver­wendung von Truppen sich entschlossen. Diese aber haben in eidvergesiener Weise den Gehorsam versagt.

Die Soldaten vom 100. Regiment stimmten, als sie gegen den Aufruhr geführt werden sollten, die Internationale an, die Mannschaften des 12. Regiments beschimpften in Perpignan. ihren Vorgesetzten . und verweigerten den Gehorsam. Das 17. Regiment in Agde erbrach das Muni­tionsmagazin, zerstörte seine Kaserne und erdrei­stete sich, durch Abgeordnete aus seiner Mitte mit dem Ministerpräsidenten zu verhandeln. Das ihm entgegengesandte 81. Regiment jagte es durch bnnde Schüsse in die Flucht. Und in der Kammer beweinte" Herr Clemenceau, undbeweinte" der Kriegsminister Pirquart diese Meutereien, und beidebeglückwünschten" die Gemeinde und die Offiziere dazu, daß sie den Kampf vermieden hät­ten ! Wahrlich, der General Prudhomme hat recht mit seinem Ausruf:Wenn der Antimilitaris­mus nicht bald mit allen Mitteln gebrochen wird, dann werden wir kein Heer mehr habe, das diesen Namen verdient, und unsere Offiziere können froh fein, wenn ihre Untergebenen nicht die Wase gegen sie kehren, wie es ihnen durch die In­ternationale gelehrt wird. Und doch lächelt man im heutigen Frankreich über diesen alten Solda­ten, und man lächelt über dieRepublique Fran- xaise", die in einem AufsatzDer Anfang vom Ende" dieses Chaos und die Anarchie bespricht und den Verzweiflungsfchrei ausstößt:

Allenthalben die Anarchie, allenthalben die Gefahr und die Desorganisation aller Wider­standskräfte und aller Rettungmittel. So weit ist cs mit uns gekommen! Die Augen auf! Vorn­übergebeugt! Der Abgrund gähnt unter unseren Füßen!"

Das französische Herr sollte aber der festlän­dische Degen sein, mit dem England die Früchte seiner Einkreisungspolitik zur Ernte bringen wollte. Danken wir deshalb dem Himmel für unsere militärische Stärke, die die beste Bürg­schaft des europäischen Friedens bietet! Sorgen wir aber auch dafür, daß der Geist der Sozial­demokratie nicht bei uns Fortschritte macht. Di;

12. Oktober 1905 sinngemäße Anwendung. Berlin, den 12. April 1907.

Wilhelm I.

An den Reichskanzler (Oberkommando Schutztruppen).

Deutsches Reich.

Anrechnung des Jahres 1907 als Kriegs­jahr. DerReichsanzeiger" veröffentlicht nach­stehenden kaiserlichen Erlaß:

Ich bestimme im Anschluß och Meine Orders vom 12. Oktober 1905 und 27. Februar 1906: Den im Jahre 1907, bis zur Beendigung des Kriegszustandes, an der Bekämpfung der Einge­borenenaufstände in Südwestafrika beteiligt ge­wesenen Deutschen wird das Jahr 1907 als Kriegsjahr angerechnet, sofern in diesem Jahre die Beteiligung mindestens einen Monat be-

Erschcint wöchentlich sieben mal.

Druck «nb Verlag-. Joh. Slug. Koch, Universitäts-Buchdruckers Marburg, Marlt 21. Telephon 55.

entweder zum Guten oder zum Schlechten dann sei es immer noch Zeit genug.

Und eines Tages tritt diese Wendung ein.

Still, wie gewöhnlich, sitzt Pia am Kopfende des Krankenbettes. Keine Minute läßt sie das jetzt ach so bleich und schmal gewordene Gesicht dort in den Kiffen aus dem Auge. Will es denn gar nicht besser werden?

Und, als ahne der Schwerkranke den bren­nenden Wunsch seiner treuen Pflegerin, öffnet er plötzlich die Augen zum ersten Male nach jenem Unfall mit vollem Bewußtsein.

Pia!"

Wie ein Hauch zittert es über seine Lippen; aber ein glückseliges Lächeln verklärt seine blei­chen Züge.

Pia erbebt, während sich ihre Wangen lang­sam, ganz langsam rosig färben.

Richt wagt sie sich zu rühren.

Doch der Kranke hat die Augen schon wieder geschloffen. Ruhig atmend liegt er da, noch immer jenes verklärende Lächeln im stillen Dulderantlitz.

Als Dr. Perini eine Stunde später nach sei­nem Patienten sieht, nickt er befriedigt.

Die Krisis ist überstanden, Fräulein Lam­bo. Jetzt können auch Sie ruhen:. Sie haben es nötig. Frau Tosti wird bei dem Kranken wachen."

Pia ist zu glücklich, um zu widersprechen. Gehorsam legt sie sich im Nebenzimmer aufs Sopha und schläft bald tief und fest.

Als sie nach ein paar Stunden neugekrästigt erwacht, vernimmt sie leises Stimmengewirr nebenan.

Erschrocken springt sie auf und eilt ins Krankenzimmer.

Der Patient schläft.

Auf dem Sofa sitzt eine junge, elegant ge- kleibetr Dame neben einem ältlichen vornehm ausiebenden fkirn. während eine andere rund-

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/ In den politischen Anschauungen Frankreichs And feinet Stellung namentlich zu Deutschland, hat sich mit einer überraschenden Plötzlichkeit ein auffallender Wechsel vollzogen. Man entsinne sich, daß noch am 27. März die französische Kam­mer beinahe Herrn Clemenceau gestürzt hätte, weil er den General Bailloud strafversetzt hatte, dtzr iH einem Tagesbefehl an sein Korps die Hoff- nung^luf den voraussichtlich baldigst ausbrechen-

&®*1 Revanchekrieg ausgesprochen hatte. Der $ Kriegsminister Piquart hatte bei dieser Gelegen­heit ausdrücklich hervorgehoben, daß die Gesinn­ung des General Bailloud rühmlichst Anerkenn­ung verdiene und die Versetzung nur erfolgt sei, weil er mit seinem Tagesbefehl sich in das Reffort der äußeren Politik eingemischt habe. Wie an­ders klingt das Lied, das der Minister des Aeutze- ren, Herr Stephen Pichon, aus Anlaß der Inter­pellation Denys Cochin über die deutsch-französi­schen Beziehungen sang!Die denkbar besten Be­ziehungen" UNS soll es recht sein! Vorausge­setzt, daß unsere Politik nicht etwa zu weitgehen­den Zugeständnissen an Frankreich sich bewegen läßt. Denn niemand kann darüber im Zweifel fein, woher der ungeheuere Umschwung in den französischen Wünschen stammt. Es ist die Er­kenntnis von der Wurmstichigkeit des französi­schen Heeres, die zu einer so auffallenden Aende- rung des politischen Tones geführt hat, und wir Deutschen haben wahrlich Veranlassung, nach den Ursachen zu forschen, die diese Zerrüttung des mi- V kitärischen Geistes in Frankreich herbeigeführt - Haben. Der große Satz, den Napoleon l. im russi- V jlhen Feldzuge 1812 aussprach, daß die Mannes­zucht höher stehe als die Tapferkeit, hatte freilich bereits unter dem dritten Kaiserreich eine gewisse Abschwächung erfahren, war aber im wesentlichen doch immer noch in Geltung, wie der ruhmreiche Untergang zahlreicher französischer Regimenter

Marburg

Mittwoch, 17. Juli 1907.

liche Dame in auffallender Toilette sich lebhaft im Flüsterton mit der Wirtschafterin unterhält,

Bei Pias Eintritt verstummt das Gespräch, Augenscheinlich war sie der Gegenstand des< selben.

Dies ist Fräulein Pia Lambo, der wir nächst Gott die Rettung unseres guten Doktor» zu verdanken haben!" rüst die brave Frau Tosti gedämpft, aber mit Emphase.Hier die Ver­wandten des Herrn Doktor aus Capri, Herr Marchese Margoni mit Tochter und Schwester."

Pia verneigt sich leicht. Mit Befremden be­merkt sie, wie die großen Augen der jungen Dame verwundert, ja erschrocken auf ihr ruhen, wie deren ohnehin bleiche Wangen plötzlich noch um einen Hauch bleicher werden.

In warmen Worten dankt der alte Marchese Fräulein Pia Lambo für ihren Opfermut, mit dem sie sich seines Neffen angenommen. Er habe keine Ahnung von dem Unglück gehabt, das den armen Jungen betroffen. Wäre auch heute nicht hier, wenn er nicht wegen einer wichtigen An­gelegenheit ein Privatdetektiv-Bureau aufsuchen und vorher mit seinem Neffen Rücksprache neh­men wollte, da ihn die Sache hauptsächlich an- ginge.

Pia erschrickt heftig. Sie glaubt diewich­tige Angelegenheit" zu kennen. Nur mit Mühe beherrscht sie sich, um ruhig und sachgemäß alle Fragen des Marchese und besonders der neu­gierigen Tante Petronella zu beantworten, die nicht genug hören kann über dasschreckliche Unglück", das ihrengeliebten teuren Neffen be­troffen"; ob man denSchurken denn gefaßt" habe, welcherso heimtückisch das Attentat aus­führte", oder ob man wenigstens wiffe, wer es gewesen ist.

Pia verneint, obgleich sie den Täter ahnt. Beppo Roffo's haßerfüllter Blick bei seinem Der- kaffen des St. Josefs-Heims hatte ihr schon be» mal? zu denken gegeben. -

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Doch Pia jfet ab. Wozu unnötige Aufregung verursachen! . ZühM _cinc Wendung einträte

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der

beweist, insbesondere jener Kürassiere, die mit ihrem Todesritt dem greisen König Wilhelm die Worte bedauernder Bewunderung entlockten: O, die tapferen Leute!" Auch Gambettas Re­organisation war nur möglich auf dem Unterbau dieser im kaiserlichen Heere erhaltenen Disziplin und des freudigen Geistes der Hingabe an das Vaterland. Das Gegenstück aber trat damals be­reits in der Kommune sinnfällig der Welt vor Augen; und je mehr die sozialistische Demokratie -die französische Politik durchdrang, um schließlich sie zu behrrschen, desto mehr ist auch der Geist der Manneszucht im französischen Heere ruiniert und zerstoben. Das Ergebnis liegt nun vor unseren Augen. Bei dem Winzeraufstande in Südfrank­reich, der gleichfalls als eine Frucht dieser demo­kratischen Parteiwirtschaft zu bezeichnen ist, blieb auch dem republikanischen Frankreich kein anderes Mittel zur Wiederherstellung der Ordnung übrig,

tragen hat ober die Teilnahme an einem Gefecht vorliegt. Im übrigen findet meine Order

wäre zweckmäßig wenn bei dieser Gelegenheit die gesamten Eerbmaterialienzölle, die dem deutsche« Eichenschälwald nicht den geringsten Nutzen brin gen, die Lederindustrie aber schwer schädigen, Überhaupt beseitigt würden. Sollte das nicht beliebt werden, so könnte wenigstens die, Zollfrei­heit für Mongroveextrakt eingeführt werden, wie schon für andere Extraktarten im Vertragstarif die Zölle beseitigt sind.

Zur Berufs- und GewerbezLhlung. Aus den Verhandlungen des Reichstags über das Gesetz betreffend die Vornahme einer Berufs­und Betriebszählung im Jahre 1907 ist bekannt, daß für die Durchsuchung des Zählwerkes aus der Reichskasse vorläufig 6,20 auf den Kopf der Bevölkerung vergütet werden sollen. Für Preußen macht dies rund 2 325 000 aus. (Von ben Vereinigten Staaten von Amerika wurden für den Zensus von 1900 über 45 Millionen Mark ausgegeben, trotz Anwendung der sinn­reichsten elektrischen und anderer Zählmaschi- nen.) Der Betrag scheint hoch, aber, was dafür zu leisten ist, hat auch einen sehr großen Um­fang. Die Drucksachen wogen rund 390 765 Kg., das heißt die Last von 39 Eisenbahnwaggons. Unter Zurechnung des Gewichts der Kisten unb der Verpackung belief sich die ganze Versendung auf 482 600 Kg., das ist das Frachtgewicht von 48 Eisenbahnwaggons. Zum Verschrauben der Kistendeckel sind allein über 6 Zentner (318 Kg.) Schrauben gebraucht worden. Wie sehr eine ge­ringfügige Kleinigkeit bei solchen Massen ins

Anstrengung es kostet, ihre wahren Empfind­ungen zu verbergen.

Was war die Sorge, die sie um den Vater ausstand, gegen die Todesangst, welche jetzt ihr ganzes Innere durchwühlt?

Wie wird sie den Mann dort oben vorfin­den? . . . Vielleicht gar schon--

Sie denkt nicht weiter. Ihr ist, als greife eine kalte Faust nach ihrem Herzen.

Droben im ersten Stock verdunkelte Zimmer. Auf den Fußspitzen tritt ihr ein Arzt entgegen.

Dr. Perini!" stellt er sich rasch vor.Sind Sie Fräulein Lambo?"

Ja, Herr Doktor. Wie geht's?"

Schlecht. Sehr schlecht. Bin froh, daß Sie da sind. Geschickte Pflege ist hier die Hauptsache. Und vor allem Kaltblütigkeit!"

Pia lächelt. O, was sie dieses Lächeln kostet!

Ich bin das Pflegen gewöhnt, Herr Doktor.

Bitte, führen Sie mich zu dem Patienten!"

Schlimme Tage brechen an für die mutige, selbstlose Pflegerin Tage, in denen ihr Herz schluchzt und weint beim Anblick der Leiden des

revolutionäre Parier hat sich zwar auf ihrem I wirtschaftliches Unternehmen, das prosperiere« Parteitage vorsichtigerweise dagegen erklärt, I könnte, betrifft die Gewinnung eines Gerbmate.' von Parier wegen bre Unterwühlung des Heeres rials, nämlich des Mangroveextraktes. Es gibt rn die -janb zu nehmen. Desto leidenschaftlicher I in Deutschostafrika schon jetzt ausgedehnte Man« aber wird die Hetze gegen unser Heer doch in I grovewälder. Der Mangrovebaum liefert eine systematischem Zusammenhänge in allen sozial- I gerbstoffhaltige Rinde, die in der deutschen Eer- demokratrichen Blättern geschrieben, und der I berei Aufnahme gefunden hat. Ihr Gerbstoff frühere Abgeordnete Liebknecht jun. und seine würde aber aus technischen Gründen weit mehr Freunde geben sogar zu diesem Zweck zwei Blät- I verwendet werden, wenn et in Extraktform be-

^te «»beitende Jugend" in Nord- I teils an Ort und Stelle bereitet würde, ganz ab- deut chland undDie junge Garde" in Süd- I gesehen davon, daß sich die Transportkosten da- deutschland. In beiden wird ein geradezu fana- I durch stark verringern und die Konkurrenzfähia- tlscher Haß gegen das Heer genährt. Ebenso ist I leit des neuen Gerbstoffes mit anderen infolge die Sozialdemokratie bestrebt, die ins Heer ein- der Preisermäßigung sich heben würde. Wie wir tretenden Rekruten über ihre Pflichten gegen I hören, sind Bestrebungen auf Errichtung einer das Proletariat aufzuklären", und planmäßig derartigen Extraktfabrik in Deutschostafrika be- gegen das Vaterland zu verhetzen. Wenn das I /eits im Gange, ob bas Unternehmen indessen zu bis jetzt auch noch ohne weitergehende und tiefer I Stande kommen wird, hängt von der Ausgestal- greifende Wirkung geblieben ist, so treten die I kung des deutschen Zolltarises ab. Wenn bet ©puren bet Wirkung dieser Verhetzung doch be- I Mangroveextrakt, wie dies allein zweckmäßig, in rerts recht erkennbar in dem passiven Wider- I fester Gestalt aus Deutschostafrika in das Mutier- stände zahlreicher junger Mannschaften hervor. I land eingeführt würde, so würde für ihn im Ee- Und die ohnehin durch Einführung der zwei- I gensatz zu der Rinde, die zollfrei ist, ein Zoll von jährigen Dienstzeit schwierig gewordene Aus- 8 für 100 kg d. h. ein sehr hoher Prozentsatz bildung wird noch mehr erschwert. I des Preises der Ware zu zahlen sein. Bei einer

n ?eta£y?in Ruchlosigkeiten entgegenzutreten I derartigen Zollbelastung ist das Geschäft nicht ist die Pflicht jedes Vaterlandsfreundes; denn I möglich. Es wird also die Einführung und bet bos französische und russische Beispiel zeigen wo- I Ausbau eines bedeutsamen wirtschaftlichen Unter» bin der von der Sozialdemokratie ins Heer ge- I nehmens in Deutschostafrika von einer Ausgs- trageiie Geist führt! I ftaltung des deutschen Zolltarises abhängen. Es

Heimweh mich Glück.

Roman von E r k ch F r i e s e n.

(Fortsetzung).

-y Als Pia spät abends nach dem St. Josefs- Heim zurückkehrte, kommt ihr die eine der Pfle­gerinnen bereits voller Erregung auf der Treppe entgegen.

!(voll sei Dank, das Sie da sind, Fräulein Lambo. Wir erwarteten Sie mit Sehnsucht. Hätte« wir nut Ihre Adreffe gewußt, wir wür­ben Sie sofort haben holen lassen!"

Ist etwas passiert?" fragt Pia betroffen. »Geht es einem bet Kinder schlechter?" Nein, aber"

Nun? Was denn?"

tDer Herr Doktor"

/Was was ist's mit ihm? stammst sie.

TEr ist auf der Straße angefallen worden und

In fliegender Hast hängt Pia wieder ihren Umhang um, den sie soeben abgelegt.

Können Sie und die übrigen Pflegerinnen einige Zeit ohne mich auskommen?"

Gewiß, Fräulein Lambo."

Dann gut. Ich fahre sofort nach der Via Noma, um unseren Doktor zu pflegen."

Eine halbe Stunde später hält schon der Wagen vor dem Hause, in dem Rolf eine Wohn- «ng inne hat.

Pia ist wieder vollkommen ruhig unb gelassen äußerlich menialleuL. Lie allein weiß welche

Totkranken. Ja, es ist etwas anderes, ob man am Krankenbett eines fremden, gleichgültigen Menschen steht ober am Schmerzenslager einer über alles geliebten Person, ba jeder Schmer­zenslaut in der eigenen Seele ein Echo findet, da jede Fiber vibriert beim Anblick des toten­bleichen Duldergesichts, der zusammengekrampf­ten Hände, der vor Schmerz zuckenden Lippen.

Nicht weicht sie von ihrem Posten, soviel auch Dr. Perini und Rolf« Wirtschafterin, eine brave Frau Tosti, in sie bringen.

Mit ruhiger Wurde weist sie alle zurück, und man fügt sich ihrem Wunsch.

Die Wirtschafterin, Frau Tosti, wollte nach Capri an die Verwandten ihres Herrn telegra­phieren, um sie von dem Unfall in Kenntnis zu setzen.