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mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

SormtaaS-etlaaer AlluktrirteS SonvtaaSbratt.

JV» 164

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Marburg

16. Juli 1907.

Erscheint vöchmtlich sieben mal.

Druck und Verlag-. Joh. Aug. Koch, Universitiitr-Buchdnickerei 42. Jahrg.

Marburg, Markt 2L Telephon 55.

Em Nachwort zum Kriege in Südlvestasrika

z Dor Große. Eenercilstab spricht jetzt das Schlußwort zum Feldzug in Südwestasri'ka. In freut sechsten Hefte derKämpfe der deutschen Truppen in Südwestafrika", das in diesen Da­rren zur Ausgabe gelangte, fügt er zu der Schil- kwtttstg .der letzten Ereignisse auf dem Kriegs-

Betrachtung über die Eesamt- ieistÄskW^er deutschen Truppen, an die sich die Fordern^'nach Aufstellung einerK o lo n i a l- sst ck m m t r u p p e anschließt:

, Die Eigenart der Gegner, ihre im Verlaufe fr es Krieges oft wechselnde Fechtweise und der sich stets ändernde Charakter der Kriegsschau­plätze st'eliten ganz außergewöhnliche Anforde­rungen an den deutschen Soldaten. Anders ge­staltete sich der Kampf gegen das Hirtenvolk der Herero im dichten Dornbusch, anders gegen das 'Jägervolk der ihre Werften schützenden Hotten- jtotten in den weiten Ebenen des Namalandrs tzurd der öden Kalahari, anders wiederum gegen die vorn Krieg lebendeit und leicht beweglichen Munden in den wildzerklüfteten Karras- und Oranjebergen. Diese so verschiedenartigen Ver­hältnisse verlangten vom deutschen Soldaten ein hohes Anpassungsvermögen und einen Grad von Selbständigkeit, den der für europäische Verhält­nisse erzogene Soldat weder in so hohem Maße braucht, noch in der Gesamtheit je erlangen kann. Der koloniale Soldat ist vielfach aus sich selbst angewiesen und es darf keine Lage geben, jn der er sich nicht selbst zu helfen weiß.

Fast 4 0 M o n a t e hat die deutsche Schutz truppe im Felde geständen gegen einen Feind, der in seltener Zähigkeit und Ausdauer mit dem Mute der Verzweiflung um feine Unabhängigkeit rang. Groß waren die Opfer, dje der Kampf forderte, größer noch die Lücken, welche Anstrengungen und Entbehr­ungen und in deren Gefolge verheerende Krank­heiten in die Reihen der deutschen Reiter rissen. Der deutsche Soldat darf das stolze Gefühl in sich tragen, in diesem harten Kampf ganz seinen Mann gestanden zu haben. Er war ein Held nicht nur der Tat, sondern auch des stillen, ge­duldigen Leidens und Entbehrens und hat selbst in werzweiselten Lagen echt kriegerischen Geist an den Tag gelegt. In ihm lebte der zähe, durch keine Leiden zu bezwingende Wi l l e z u in Sieg. Wohl ist es ein leichtes, solchen Geist in einer Truppe zu erhalten, der es vergönnt ist, von Sieg zu Sieg, von Erfolg zu Erfolg zu schreiten. Anders war es hier, wo er sich bewäh- reü mußte in langer, schwerer Leidenszeit, in bet nur zu oft sichtbare Erfolge ausblieben und Mühsale und Entbehrungen scheinbar vergeblich getragen werden mußten. Wie viele Hunderte, ja Taufende von Kilometern ist die Truppe in

jenem unwirtlichen Lande, in der Glut der afri­kanischen Sonne hinter dem flüchtigen Gegner hergejagt, oft ohne daß es gelang, ihn zum Kampfe zu stellen! Jene endlosen und aufrei­benden Verfolgungszüge, in denen die Truppe häufig ihr Allerletztes hergab, ohne einen Lohn für alle ihre Mühe einheimsen zu können, haben diesen Geist fürwahr auf eine harte Probe ge­stellt, und doch blieb er, wie alle Kriegsberichte übereinstimmend melden, vom ersten bis zum letzten Tage des Feldzuges unvergleichbar!

Gegründet auf eine Manneszucht, die ihre starken Wurzeln in dem gegenseitigen Vertrauen zwischen Führer und Soldat hatte, war er er­probt in der Schule der Leiden. Der Führer wußte, daß, wenn es die Lage erforderte, er von seinem Soldaten alles verlangen dürfe, und die­ser ihm willig und gern auch in den Tod folgte. Groß waren die Opfer, die die Führer von der Truppe fordern mußten, größer jedoch die An­forderungen, die sie an sich selbst stellen mußten. Der Soldat wußte, daß sein Führer nicht mehr von ihm verlangte, als der Krieg erforderte, und daß er keine Mühe und kein Opfer scheute, wo es galt, für das Wohl feiner Truppe zu sorgen. Ein solches, auf gegenseitiger Achtung beruhendes Verhältnis sowie das Bewußtsein der Gemein­samkeit. aller Freuden, Leiden und Röte des Kriegerlebens hatten ein starkes, unzerreißbares Band zwischen Führer und Mannschaft gewoben, ein Band, das erinnert an das alte deutsche Lehnsverhältnis: Treue um Treue! Das deutsche Volk aber kann mit Stolz und Vertrauen auf seine wehrhaf ­ten Sohne b l ick e n. Der Kampf mit jenem harten und unverbrauchten Naturvolk in einem kulturrvhen Lande hat dargetan, daß das deutsche Volk trotz aller Errungenschaften einer hohen Kultur an seinem kriegerischen Sfttte noch nichts eingebüßt hat. In diesem sieghaften Bewußtsein liegt ein hoher innerer Gewinn, und schon um dieses Gewinnes willen sind die schweren Opfer an Gut und Blut nicht vergeblich gewesen.

Es liegt auf der Hand, daß die aus Frei­willigen aller Waffen des Heeres zusammenge­setzten Verstärkungen der Schutztruppe anfangs den zu stellenden Anforderungen nicht genügen konnten, und daß ihnen wahrend der ersten Zeit ihrer Verwendung im Schutzgebiete oft Mängel anhafteten, die ihren soldatischen Wert herab- driickten, und die erst mit der Zeit durch die krie­gerische Gewöhnung schwanden. Es war nur natürlich, daß der mit allen Hilfsquellen seines Landes wohloertraute eingeborene Krieger sich dem deutschen Soldaten, dem der Gegner und sein Land sowie dessen Klima fremd waren, in manchem überlegen zeigte. Die Anforderungen, die der koloitiale Krieg an den einzelnen Mann stellt, sittd eben so grundverschieden von denen des europäischen- Krieges, daß notwendigerweise

hierdurch auch eine andere Ausbildung bedingt wird. Diese muß für den kolonialen Soldaten ein ganz besonderes, individuelles Gepräge tra­gen, wie es allein nur eine kolonialen Zwecken dienende Organisation verbürgen kann. Die Notwendigkeit einer Kolonialstammtruppe er­scheint vom militärischen Standpunkte aus durch die Erfahrungen dieses Krieges klar er­wiesen. Die zahlreichen Lehren, die die Kämpfe in Südwestafrika hinsichtlich der Ausbildung, Führung und Verwendung kolonialer Truppen bieten, können bei der Bildung solcher Organisa­tion von unschätzbarem Wert sein: für euro­päische Verhältnisse haben sie jedoch nur eine sehr beschränkte Bedeutung. Bis die allgemeine tiefgehende Erregung der farbigen Rasse sich im Schutzgebiet gelegt hat, befindet sich das gesamte Gebiet in einer Uebergangszeit, in der es gilt, das Erreichte zu sichern. Im Damara- lande werden immer noch von den sich herum- treibenden Feldhereros dauernd Viehdiebstähle verübt, wenn auch die meist nicht mit Gewehren bewaffneten Räuberbanden keine nennenswerte Widerstandskraft besitzen. Im mittleren Nama- lande begünstigen der Schwarzrand und das Karrasgebirge das Raubwesen ganz besonders. Hier wohnt eine zahlreiche, schwer kontrollier­bare Eingeborenenbeoölkerung, die mit den Auf- ständisckM vielfach durch Bande des Blutes ver­knüpft ist und ihnen wiederholt Zuflucht ge­währt hat. Von den fast durchweg bewaffneten Bersebaern wurde ein Teil der jüngeren Gene­ration mit schwerer Mühe vom Aufstand zurück- gehalten. Im Süden des Schutzgebietes braucht die volle Durchführung der Unterwerfung der Bondels Zeit und unmittelbar gegenwärtige Macht, die allein auf die unberechenbaren Ein­geborenen wirkt, obschon nach den bisherigen Er­fahrungen es den Anschein hat, daß die Bondels entschloßen sind, den Frieden ehrlich zu wahren. Ein nicht unbeträchtlicher Teil unserer Truppen wird demnächst noch benötigt zur Bewachung von rund 16000 Gefangenen, deren Freiheitsdrang noch nicht erloschen ist und deren Waffen noch nicht sämtlich abgeliefert sind. Aeußerlich ruhig, innerlich aber kaum mit seinem Schicksal ver­söhnt, wird sich das freiheitsliebende Volk an die neue Lage gewöhnen. Keinesfalls können diese zahlreichen Gefangenen,'von denen ein großer Teil zu Arbeiten unter militärischer Aufsicht verwendet wird, auf einmal auf freien Fuß ge­setzt werben.

In einem derartig dünn und spärlich be­siedelten Gebiete von der anderthalbfachen Große des Deutschen Reiches, das sich, mit euro­päischen Entfernungen gemessen, von Kopen­hagen bis Venedig und von Köln bis Stettin erstreckt, ist eine stärkere Truppenmacht zunächst noch notwendig, um die erfor­derliche Sicherheit für die weit zerstreuten Far­men und für die Verkehrsstraßen zu gewähren.

Militärstationen muffen eingerichtet und so 6ee , setzt werden, daß jederzeit genügend starke Ab« tei fangen verwendungsbereit sind.

Ebenso müssen noch längere Zeit hindurch ttit« unterbrochen Streifzüge unter nommen werden, um die Entwaffnung der Eingeborenen endgül­tig durchzuführen."

Deutsches Reich.

Der Kaiser auf der Nordlandfahrt. Ham­me r f e st, 1t. Juli. Der Kaiser hielt heute Vor­mittag Gottesdienst ab. Um 3 Uhr nachmittags wurde die Reise nach dem Nordcap fortgesetzt, wo das Eintreffen etwa um 7 Uhr 30 Min. stattfand. Das Wetter klärte sich auf: an Bord ist alles, wohl.

Die Kaiserin ist nach Beendigung ihrer auf derIduna" von Kopenhagen aus unternom­menen Kreuzfahrt gestern Nachmittag im Kieler Hafen eingetroffen. Die Kaiserin setzte in Be­gleitung der Prinzessin Viktoria Luise und der Prinzen Joachim von dort die Reise nach Ka­binen fort. i '

Dernburgs Ausreise. Berlin, 13. Juli. Der Staatssekretär des Reichskolonialamts Dernburg trat heute Vormittag mit dem Chef des Kommandos der Schutztruppen Oberstleut­nant Quade, dem Geh. Baurat Baltzer und dem Rittmeister Grafen Henckel zu Donnersmarck dir Ausreise nach Deutsch-Ostafrika an. Zur Verab­schiedung hatten sich neben dem Unterstaats­sekretär in der Reichskanzler v. Loebell die Fa­milienangehörigen der reisenden Beamten der Reichskolonialamtes und die Offiziere des Kom­mandos der Schutztruppen fast vollzählig einge- funden. Die Rückkehr Dernburgs erfolgt vor­aussichtlich in der ersten Hälfte des November. Seine Vertretung führt bis Anfang Oktober, der in Aussicht stehenden Rückkehr des Unter- staatssekreiärs v. Lindequist aus Sudwestafrika, der Direktor im Reichskolonialamt Dr. Conze. M ünche n, 13. Juli. Staatssekretär Dern­burg ist heute Abend hier eingetroffen und am Bahnhof vom Ministerpräsidenten Freiherr» v. Podewils und dem Vorsitzenden der Deutschen Kolonialgesellschaft, Abteilung München, Ge­neralleutnant v. Keller, sowie den übrigen Mit­gliedern des Vorstandes der genannten Gesell- schaftschaft empfangen worden. Die Weiterreise nach Italien erfolgte noch am selben Abend.

Fortdauer des Dreibundes. Wien, 13. Juli. Der römische Korrespondent derNeue» Freien Presse" erfährt authentisch folgendes: Das Bündnis zwischen Oesterreich-Ungarn und Italien im Juni 19WDei auf «ine Dauer ww < sechs Jahren abgeschfaHslr worden, fsmit hält« das Bündnis eine Geltungsdauer bis zum Juni 1908. In dem Bündnis war die Bestimmung enthalten, daß es noch weitere sechs Jahre Gel» tung habe, wenn es nicht ein Jahr vor bei» Ablaufstermine gekündigt werde. Da eine Kündigung im Juni 1907 nicht erfolgte, gilt das zwischen Oesterreich-Ungarn und Italien ge-

82 (Nachdruck Verboten.},

Heimisch «sch Glück.

Roman von Erich Friesen, £ ; .t 7 . '(Fortsetzung). ... v.i<..

15.

Als Pia vor beinahe einem Jahre ihrem Baker das Versprechen gab, ihm allmonatlich eine Flasche seines Elixiers in die Einsamkeit zu bringen da ahnte sie nicht, welche Schwierig­keiten ihr die pünktliche Erfüllung dieses Ver­sprechens machen würde.

Bisher hatte der Vorrat ausgereicht, den Lambo ihr vor seinem Eintritt in die Anstalt des Dr. Valori übergeben und von dem sie sorg; faltig jeden Monat ein Fläschchen für den Vater füllte.

Heute zum ersten Male hat sie das Elixier selbst zu bereite».

Aus verschiedenen Fläschchen und Büchsen mischt sie vorsichtig nach dem ihr vorliegenden Rezept dell Trank und kocht ihn auf der Spiri- tusflaiiime. wobei ein eigentümlich kräftiger, süßlich-aromatischer Duft sich verbreitet.

1 Damit sie niemand bei dieser ungewöhnlichen Arbeit belauscht, nimmt sie dieselbe in ihrem Schlafzimmer vor. während die widersprechend­sten Gedanken und Empfindungen ihr Hirn durchkreuzen. . . .

Wie empört sich ihre kerngesunde Natur, ihr großer offener Sin» stets gegen jede Verstecktheit und Heimlichkeit gegen alles, was das Licht der Sonne zu scheuen hat! Und doch ist sie dazu verdammt, ihr ganzes Leben lang ein schauriges Geheimnis mit sich herumzutragcn!

Auch das Bereiten des Elixiers und das Einschinuogel» desselben in die Anstalt wider­strebt ihr ebenso, wie ihr allmontlicher Besuch des Vaters, da er heimlich geschehen muß.

Auch heute, als das EMier abgekiihlt und

in mehrere Fläschchen verleiht ist, welches sie bis auf eines in ihrer festverschlofsenen Kommode aufbewahrt auch heute gegen Abend begibt sie sich nut schweren Herzens auf den Weg.

Tief verschleiert besteigt sie die Stadtbahn nach CasteUamare. Sie schlägt den Schleier auch nicht zurück, als sie die Glocke an dem Gartentor der Nervenanstalt des Dr. Valori zieht.

Sie wirb sofort eingelassen. Man kennt sie schon in diesem Hause.

Durch eine lange Zypressenallee schreitet sie dahin. Dicht stehen die Bäume beisammen, das schwarzgrüne Gezweig ineinandergewoben, red)te und links zwei dunkelgrüne Sammet- wänbe bildend. Lind haucht der Meerwinb durch das wilbverworrene, silbergraue Geäst, und durch das grüne Gezweig flammt pupurn der heimgehende Sonnenball.

In der Rühe des Hauses umfängt sie bunt­farbiger, wildwuchernder Blumenrausch. Es ist, »ls ob die Natur tausendfältig ersetzen will, was die Armen dort drinnen hinter den weißen Mauern entbehren müsien.

Das Haus selbst macht, einen durchaus freund­lichen Eindruck besonders der eine Flügel, dessen Fenster nicht vergittert sind und der von den leichteren Kranken bewohnt ist.

Nach diesem Teil des Hauses lenkt Pia ihre Schritte.

Ein Diener öffnet und entfernt sich sofort wieder.

Pia geht den langen schmalen Gang ent­lang bis zur letzten Tür. Ohne anzuklopfen tritt sie ein.

Am Fenster sitzt, tief in einem Armstuhl zu- faminengesunken, ein müder Greis. Wirr und 'ungekämmt hängen ihm die weißen Haare weit über Schultern und Rücken. Das ausgemergelte Gesicht gleicht vergilbtem Pergament.

Gute lieber Vater!"

itaum, bafl er den Kopf weribet, j

Hast Du mein Elixier?"

Ja, Vater. Hier!"

Ah -!"

Fest umfraKen die dürren heißen Finger den kostbaren Schatz.

i fieberst, Vater!"

Rein, nein. Nicht mehr als sonst. Die Lebensflamme brennt langsam aus; aber sie brennt noch .... brennt .... Wie lange noch und sie wirb unruhig flackern , . , immer unruhiger . . . und schwächer . . . und noch schwächer... bis sie schließlich auslöscht . . . ganz auslöscht!"

Er erhebt sich rnüsam, mit schlotternden Knien, und ruft plötzlich erregt;

Wie spät ist es Pia?"

Halb sieben Uhr, Vater/'

Halb sieben? .... Also noch eine halbe Stunde bann darf ich mein Elixier nehmen. Meinst Du nicht, ich könnte heute eine halbe Stunde früher . .. vielleicht weil Du da bist als Ausnahme--"

Nein Vater. Erst mußt 5)u essen."

Pia läutet und befiehlt dem eintretenden Diener, sofort das Abendessen zu bringen.

Das Gesicht des alten Mannes bekommt et­was Zusammengekniffenes, Starrköpfiges. Doch wagt er nicht, zu widersprechen. Brummend sinkt er wieder in den Lehnstuhl zurück.

Nur wenig berührt er die sogleich aufgetra­genen Speisen.

Ich mag nichts essen," knurrt er immer wieder, mit begehrlichen Augen nach dem Fläschchen schielend, das Pia auf die Kommode gestellt hat.Ich würde niemals essen, wenn die Maschine nicht geschmiert werben müßte, damit sie nicht plötzlich stille steht."

Traurig blickt Pia auf die gebrechliche Ereiseilgestalt.

Ist Dir das Leben so wertvoll,Batet?* KNein, nein, Kind. Im Gegenteil. Aber ich

habe Furcht vor dem, was nachher kommt. Wenn ich i h n später wiedersehe ihn, dem ich Gift--sieh, davor habe ich Angst. . . . Weiß

irgend jemand meinen jetzigen Aufenthalt?*

Nein, Vater. Niemand," j

Auch Assunta nicht?"

Nein." ' v

Und und Dein* er zögert, bevor et stafttg hervorstötzi, indem er sich etwas vorbeugt

Dein Dr. Alsen?'

Leichte Rote fteigr in Pias Wangen. Doch entgegnet sie ruhig:

Auch er nicht, Vater. Ich habe es Dir j< versprochen." '

Aah!"

Aufatmend lehnt der alte Mann sich in de» Stuhl zurück, die Blicke nicht von der Flasche ftu[ der Kommode abwendend.

Wie spät ist es, Pia?" WW

Fünf Minuten bis sieben, Vater."

Also noch fünf Minuten! . . . Wie die Zell schleicht!" . I

Leise aufseufzend tritt Pia ans Fenster. "!

Draußen alles übergfatet vom heimgehende» Sonnenball.. Der ganze westliche Himmel i» rotglühendem Brand, der das Meer überschim^ inert, daß es allmählich erstrahlt gleich ger jchmolzenem Gold. .

Pia blickt hinein in diese goldene Pracht«.« lange ... bis ihr die Augen übergehen und sie die feuchten Lider schließt. >i

Als sie die Augen wieder öffnet, hält der arme alte Mann in seinen zitternden Hände» das Fläschchen, mit gierigen Augen die Tropfe» abzählend . .»

Und nun wupp!

AaahF 1

Strahlenden Gesichtes sinkt er auf den Stuhl.

Die Welt ist wieder rosenrot und voller ElüE Und Freude! Juchhei! ><i'-T

----- " ^Fortsetzung folgt,H