zarncy angegrruen uno mußte fimijten. Die yer- Leigerufene Gendarmerie war gezwungen mit blanker Waffe gegen die Aufrührer vorzugehen »nd nahm 4 Verhaftungen vor. Nach dem Abziehen der Gendarmerie gingen die Polen wieder vor und umlagerten das Haus Lehmanns, den sie in ihre Hände zu bekommen suchten. Die wiederum herbeigerufene Gendarmerie schritt «in und wurde dann von den polnischen Arbeitern bis Peine wütend verfolgt. Dort sammelten sich die Polen vor dem Amtsgericht und versuchten die Gefangenen zu befreien. Schutzmannschaft und Gendarmerie konnten nur mit blanker Waffe die Polen auseinanderzugehen zwingen.
— Die Novelle zum Viehseuchengesetz. In der vom Bundesrat verabschiedeten Novelle zum Viehseuchengesetz, die der Reichstag in der nächsten Tagung zu beraten hat, ist, nach den „B. N. N", die wichtigste Bestimmung die Einbeziehung der Tuberkulose der Rinder in das Seuchengesetz. Hierdurch wird der Aufsichtsbehörde das Recht verliehen, an Tuberkulose erkrankter Rinder gegen entsprechende Entschädigung zu töten. Bei der außerordentlichen Verbreitung dieser Rinderkrankheit läßt sich aber annehmen, daß entsprechende Anordnungen ergehen, wonach die Organe der Veterinärpolizei angewiesen werden, von dem Recht der Tötung nur in Fällen schwerer Erkrankung, bei denen die Ansteckungsgefahr in besonderem Maße vorhanden ist, Gebrauch zu machen.
Ausland.
T s= Das Präsidium des österreichischen Ab- Aeodnetenhauses. lleber die Präsidentenwahl im neuen österreichischen Abgeordnetenhause wird uns Folgendes geschrieben: Bei den mannigfachen Gegensätzen, die das österreichische Abgeordnetenhaus durchziehen und die durch das Gemisch von Nationalitäten eine bedrohliche Schärfe anzunehmen pflegen, sah man der Wahl des Präsidenten mit großer Spannung entgegen. Am 24. vor. Mts. ist nun mit der überraschenden großen Mehrheit von 351 gegen 101 Stimmen — letztere erhielt der Sozialdemokrat Per- nerstorfer — der Christlichsoziale Weiskirchner, der Magistratsdirektor der Stadt Wien, zum Präsidenten gewählt worden. Weiskirchner erklärte, alle Völker der Monarchie knüpften an das erste österreichische Volkshaus die größten Hoffnungen und erwarteten von ihm positive soziale Reformen. Erst durch Erfüllung dieser Hoffnungen werde die Wahlreform die Weihe des Erfolges erhalten. Der Präsident appellierte an die Arbeitswilligkeit des Hauses, an der er nicht zweifle; dann werde die Arbeitsfähigkeit nicht mangeln. Unter voller Wahrung der persönlichen Ueberzeugung werde Redner fortan, völlig frei und unbefangen in vollster Objektivität seines Amtes walten. Seine Treue und Zugehörigkeit zum deutschen Volke werde ihn nicht hindern, Gerechtigkeit gegenüber anderen Nationen zu üben. Langanhaltender Beifall folgke diesen Worten. Zum ersten Vizepräsidenten wurde der Tscheche Zazek mit 329 Stimmen gewählt. Nicht ganz so glatt ging es bei der Wahl des Polen Starozinsky zum zweiten Vizepäsidenten. Für ihn wurden schließlich 270 Stimmen abgegeben. Der Präsident ein Deutscher, seine Stellvertreter ein Tscheche und ein Pole. Wäre es hier nach den Wünschen der Sozialdemokratie gegangen, so hätte das österreichische Abgeordnetenhaus des Schmuckes eines deutschen Vorsitzenden entraten müssen. Die Sozialdemokraten wären gerne bereit gewesen, ihre Stimmen einem tschechischen Präsidenten zu geben. Was kümmert sie das deutsche Gesamtinteresse? Was scheren sie sich um die Tatsache, daß die deutsche Kultur die starken Wurzeln der Kraft des österreichischen Kaiserhauses bildet? Diese scheinbare Selbstlosigkeit der deutschen Sozialdemokraten haben denn auch Polen und Tschechen als ein starkes Stück empfunden und deshalb den roten Komödianten den verdienten Fußtritt erteilt.
= Die Tschechen in Wien. Der tschechische Verein „Komensky" zur Gründung und Erhaltung tschechischer Schulen in Niederösterreich wendet sich an die tschechischen Volksgenossen in Böhmen, _ um Beiträge zur Errichtung einer zweiten tschechischen Volksschule in Wien zu erhalten. In dem Aufrufe wird behauptet, daß die deutschen Volksschulen Wiens von 12 000 tschechischen Schulkindern besucht werden, die der deutschen Sprache nicht mächtig sind. Insgesamt gäbe es 50 000 tschechische Kinder. Die bisherige Schule in Favoriten mit 800 Kindern genüge daher nicht. Einer Meldung der „Narodna Politika" zu schließen, wollen die Wiener Tschechen auch eine tschechische Fortbildungsschule in Wien errichten.
= Zur Lage in Marokko. L o n d o n, 28. Juni. (Reuter.) Aus Mogador wird unterm 24. Juni gemeldet: Zehn angebliche Rädelsführer in der Angelegenheit der Ermordung des französischen Arztes Dr. Mauchanmps sind hier von Marrakesch in Eisen unter starker Bedeckung eingetroffen, und werden mit einem Dampfer nach Tanger geschafft, wo die Untersuchung stattfinden soll. Die Eskorte, welche die Rädelsführer brachte, wurde zur Verfügung des französischen Konsuls gestellt, um diesem das Geleite nach Marrakesch zu geben, doch verschob der Konsul seine Reise, solange die Untersuchung gegen die Gefangenen schwebt. In Marrakesch nlld im Süden ist alles ruhig; neue Unruhen werden nicht Lefürchtr!, wenn bis zur Ankunft des Sultans im Süden nicht darauf gedrungen wird, daß die übrigen Forderungen Frankreichs erfüllt werden. Das Cap Jubi ist von den Anhängern des Scheiks Maclain in der Adrar- gegend besetzt, der versucht, sich beim Kap Jubi in den Besitz von Waffen und Munition zu fetzen, um auf diese Weise seine Feindseligkeiten gegen die Franzosen im Süden fortsetzen zu können. Der Gouverneur von Kap Jubi befindet sich gegenwärtig hier und versucht, einen Dampfer von den kanarischen Inseln zu chartern, um Hilfe zu erlangen, und so zu verhindern, daß die Waffen in die Hände der Rebellen falleü.
Handlung zu treten.
Hünfeld, 29. Juni. Heftiger Sturm hob in Sargenzell bei Hünfeld ein Scheunentor aus den Angeln. Es fiel auf einen sechsjährigen Knaben eines Hofbesitzers, der erschlagen wurde.
Wolfhagen. 29. Juni. Gestern Nachmittag hat sich in dem nahegelegenen Dorfe Bründersen ein Unglücksfall ereignet. Die Ehefrau des Landwirtes G. Uthof stürzte so unglücklich von einem mit Klee beladenen Wagen, daß sie das Genick brach und der Tod sofort eintrat. Der Mann ist umsomehr zu bedauern, da ihm im letzten Frühjahr auch zwei Kinder kurz hintereinander gestorben sind. t.,
Hohenkirchen, 27. Juni. In der Gemeind« Hohenkirchen begeht am Sonntag, den 30. Juni, der im 84. Lebensjahre stehende Herr Jakob, Burghardt I, fein 40jähriges Jubiläum als Kirchenältrfter. Herr Burghardt ist körperlich
netsnversammlung ermächtigte in ihrer gestrigen Sitzung den Bürgermeister Dr. Schmidt wegen der Aufnahme einer neuen vierprozentigen Anleihe von 300 000 M mit Bankhäusern in Unter»
Hessen-Najsan und ^kachöargebiete.
. Dassel, 28. Juni. Am Donnerstag war in emem hiesigen erstklassigen Gasthof ein Fremder abgestiegen, der sich in die Fremdenliste als Kaufmann aus Duisburg eingezeichnet hatte. Als dann am Freitag Vormittag der Fremd« sich nicht sehen ließ und auf wiederholtes Klopfen keine Antwort erfolgte, versuchte man dies Tür von draußen zu öffnen, ein Versuch, der jedoch mißlang. Man ließ deshalb einen Schlosser holen, der das Schloß mit einem Hauptskblüsseh öffnete. Trotzdem gab die Türe nur schwer-, fällig nach. Es schien, als ob ein schwerer Gegen-« stand gegen dieselbe gerückt sei. Als man danck endlich sich durch die Oesfnung in das Zimmetz hineinzwängen konnte, bot sich den Eindringenden ein grausiger Anblick: an dem Türdrückei hing entseelt der Fremde. Telephonische Anfrage in Duisburg ergab die Richtigkeit der vor» dem Fremden in die Fremdenliste eingezeichneten Angaben. ;
Oberlengsfeld, 27. Juni. Beim Scheuen der Pferde in Barchfrld stürzte der Bauernburfch Alwin Ritz infolge des Reißens des Zügels von den wild um sich schlagenden Pferden in die Werra und ertrank, da er nicht schwimmen konnte und der Fluß an jener Stelle sehr tief ist.
Gießen, 28. Juni. Gestern Abend ging hier ein schweres Gewitter nieder, das durch Hagelschlag in Lang-Göns, Hausen und am Schiffen- berg großen Schaden an Feld- und Obstfrüchten anrichtete.
Nauheim, 29. Juni. An der mittleren und unteren Lahn scheint die Hundesperre allmählich eine dauernde Einrichtung zu werden. Nachdem sie erst vor kurzem iiber 19 Ortschaften in der Umgegend von Nassau verhängt worden war, ist sie jetzt auch für Ems, Kemmenau und Zimmerschied bis zum 21. September verordnet! worden.
Weilburg a. d. L., 29. Juni. Der jetzt als Bewerber um den luxemburgischen Thron vielgenannte Graf von Merenberg ist nach dem in der Nähe liegenden Schloß Merenberg — das jetzt Ruine geworden — genannt. Das Dorff Merenberg mit seinen 700 Einwohnern hat in dem Grafen einen wohlwollenden Gönner, ber ihm vor zwei Jahren eine pächtige Kirchenorgek^ schenkte und auch jetzt wieder zur Bestreitung von Eemeindeausgaben seine Beihilfe zugesagt hat.
Frankfurt a. M., 29. Juni. In einer nicht öffentlichen Sitzung derStadtoerordneten wurde bekannt gegeben, daß die Stadt in den letztens zwölf Jahren an Ileberschüssen 13 Millionen Mart für soziale und gemeinnützige Zwecke an- gesammelt hat.
Ober-Eleen, 28. Juni. Heute Nachmittag 7%J Uhr zündete der Blitz die Scheuer des Land- und Gastwirts Konrad Eckstein. Scheuer und Wohn-, haus brannten vollständig nieder. ]
G. Hanau, 30. Juni. In der gestrigen letzten! Sitzung des Schwurgerichts wurde der 18 Jahre! alte Fabrikarbeiter Franz Diehl aus Dirlos b?g
Marburg vnb Umgegend.
^Nachdruck aller Original artikel ist gemäß § 18 bei Urheberrecht» nur mit der deutlichen Quellenangabe
il„ .Oberhesi. Zig» gestattet);
Marburg, 1. Juli.
* Universität. Der „Reichsanzeiger" teilt in Bestätigung unserer früheren Meldung mit: Der bisherige außerordentliche Profesior Lic. Karl Bornhäuser zu Greifswald wurde zum ordentlichen Profesior in der theologischen Fakultät der Universität Marburg ernannt. — Dem Univer- fitätskuratorialsekretär Wilhelm Trebing in, Marburg wurde der Charakter als Rechnungsrat verliehen.
* Der hessische Forstoerein hielt heute im Museum seine 28. Versammlung ab. Bereits gestern Abend fand im Restaurant Secbode eine Begrüßung statt, die einen sehr schönen Verlauf nahm. Die Verhandlungen im Museum begannen bereits heute ftüh um 8 Uhr. Beigeordneter Schimpfs begrüßte die Erschienenen, etwa 70 bis 80 Herein aus allen Teilen unseres Hesicnlan- des, im Namen der Stadt. Auf der Tagesordnung standen folgende rein forsttechnische Vorträge und Erörterungen: Erfahrungen im Vereinsgebiete über den Fichtenanbau unter Schirm. Berichterstatter: Forstmeister Grebe in Hofgeismar. Wert der Bodenbearbeitung für den forstlichen Betrieb. Berichterstatter: Forstmeister Sellheim in Hann.-Münden. Mitteilungen von bemerkenswerten lehrreichen forstlichen Beobachtungen, Wahrnehmungen und Erfahrungen. Mitteilungen von forstgeschichtlichen Notizen, wichtigen statischen und statistischen Zahlen. Welche Mittel und Wege führen zur Erhöhung des Reinertrages des forstlichen Gewerbes. Die einzelnen Punkte erfuhren eine eingehende Diskussion. Nachmittags fand gemeinsames Festmahl statt. Für Morgen sind bekanntlich Ausflüge vorgesehen.
W. Johannisfest. Die Buchdrucker hielten am Sonnabend im Quentinschcn Saale, der zu diesem Zwecks zweckmäßig dekoriert worden war, ihr diesjähriges Johannisfest ab, welches von den hiesigen Buchdruckern fast vollzählig und außerdem von Dillenburg, Kirchhain. Biedenkopf u. Frankfurt besucht war. Recht gediegene Piecen der Paulischen Kapelle, Solo- und humoristische Vorträge, ein flott gespieltes Theaterstück „Des Uhrmachers Hut" und exakte Gesangsvorträge des A.G.V. „Eintracht" boten den Anwesenden einen vergnügten Abend, dem dann noch einige Stunden Tanz folgten. In der Festrede erwähnte der Vorützende den Zweck des Johannisfestes und brachte ein Hoch auf den Verband der Deutschen Buchdrucker aus. Herr Porten aus Frankfurt überbrachte die Grüße des Gauvorstande?. Am. Sonntag Morgen fand dann die halbjährige Bezirksversamm- lung, in welcher Herr Porten das Referat erstattete. Des ungültigen Wetters wegen mußte der geplante Familienausflug nach der Sckanze unterbleiben und vereinigten sich die Festteilnehmer im Jostschen Lokale zu Marbach zu «glichen Nachfeier, wo Spiche für I Häuser sind auch in Wahrheit auf das Schönste allem war 981(63 tn I und Praktischste eingerichtet, alles einfach aber
allem war es ein schönes Fest. sauber und solid. Jede Wohnung umfaßt 2-3
nJlSÄw Nauheim, unsere schöne Räume nebst Speisekammer und einer Festkleid angelegt. Ehrenpforten, bunte Wim- I Tn ®aJten= St all-
peln und Fahnen wechselten miteinander ab I . e Mieten halten sich zwischen 15 M und gaben dem an und für sich schmuckvollen I 20monatlich. Aber auch zum Erwerb Städtchen einen gar malerischen Anblick. Das I "ietet die Genossenschaft des Arbeitervereins die Nauheimer Straßenbild trug schon das Gepräge I Gelegenheit durch Gestattung eines Abtrages von einer Vadestadt. Unter den zahlreichen Kur- I 1 pCt.. Auch nach Außen machen die Häuschen gästen fielen besonders die vielen Afrikakrieger I bei Vermeidung jeder Verschwendung doch einen auf, die hier nach ausgestandenen Strapazen I sehr freundlichen, schmucken Eindruck und ge- Erholung suchen. Am Sonnabend ließ sich das reichen dem Landschaftsbild nur zur Zierde, ist Fest so schon an, auf dem Festplatze, der schon I |q doch das Sustem der Mietskasernen wie auch zugänglich auf einem umfangreichen Terrain L, ® ff ins,,, J t s
in der Nähe der Parkanlagen und des Bahn- I »*"^6-Mertel des
Hofs liegt, fand großes Konzert unter Mit- I tn gelungenster Weise vermieden
Wirkung der vereinigten Männerchöre statt, I ?. *orirt "er Verein rote auch der Bau- Alles war zufrieden; das Wetter schien vielver- I 'eiter Herr Architekt Spahr allgemeiner Ansprechend zu werden und man gab sich den besten I erkennung sicher sein. Nach der Besichtigung nahm Hoffnungen zu einem guten Gelingen des Festes I die Feier bei freundlicher Bewirtung in einem hin. Aber wie groß sollte die Enttäuschung I der Häuser ihren Fortgang. Ansprachen hielten werden. Gestern lockte zunächst prächtiger Son- I noch die Herren Buchhändler Sonnenschein und nenschein Tausende von Besuchern nach der Fest- I Pfarrer Scheffer.
stadt, aber als sie alle da oder wenigstens unter- I w Straßensperre. Wegen Neuoila»-r«nr Gewitter, dachte man — und dann klatschte und I ^?^^raße und Mauers.raße hegt, auf vier
patschte es. wie man es sich nach einer langen | Wachen für den Fuhrwerksverkehr gesperrt.
Dürre nicht beffer wünschen kann. In endloser I * Die erste Feldpost im Juli geht von Ber- Reihe zogen die Festgäste von dem Bahnhofe I lin wieder am 5. d. Mts. ab. Sie benutzt den
aus unter strömenden Regen in die Stadt ein I am folgenden Tage von Southampton in See
und manches weiße Kleid wurde verdorben, ehe I gehenden Dampfer nach Kapstadt. Das Schiff
vomFest überhaupt etwas zu sehen war. So kam I ist planmäßig am 23. Juli am Kap der guten
es denn, daß sich die Ausstellung des Festzuges I Hoffnung. Erst am 31. Juli findet sich Ee- , -
in der Parkallee sehr verzögerte. Trotz alle- I legenheit zur Weiterbeförderung der Feldpost I Fulda wegen Sittlichkeitsverbrechen zu 1 Jahrs
dem nahmen an demselben zirka 1200 Turner | nach Norden. Die Poft trifft demnach am 4. I 3 Monaten Gefängnis verurteilt.
aus allen Orten des Gaues teil. Auch der erste I August in Lüderitzbucht und am 7. in Swakop- I Wiesbaden, 29. Juni. Der Verband der
Bezirk, wozu die Turnvereine Marburgs und I wund ein. Da die später abgehenden deutschen I Windhorst-Bunde Deutschlands hält hier am 28?
der umliegenden Städte gehören, hatte zahl- Dampfer Sroakopmund früher erreichen, so bis 30. Juni seinen 8. Vertretertag ab. Heute reiche Turner entsendet. Daß der Festzug den I wmmt diese Feldpost hauptsachllch für Luderrtz- I [yIad) ber Reicbstaasaba Herold über die voli, kürzesten Weg nach dem Festplatz nahm, war I bucht rn Betracht, wo der nächste deutsche Damp- I 0 «S-V , p j
wohl zu entschuldigen, wenn auch kein Teil- I ser erst am 16. August landet. Die ganze Feld- I ,, ~ . __ ., ‘i
nehmer nässer werden konnte, wie er bereits I post befördert überhaupt nur Briefe und Post- I '' Eelnhause«, 30. ^urn. Dis Stadtverord- war. Auf dem Festplatze merkte man so recht, I karten. Diese werden beim Marinepostbureau daß man in einer Badestadt war, man mußte I in Berlin gesammelt und gehen von hier am nämlich baden und zwar im Schmutz bis an die I 5. Juli mittags 1/^12 Uhr von der Stadtbahn Knie. Mit Entsetzen dachten die Marburger I Über Vlissingen nach Southampton ab.
daran, wie es wohl am Sonntag zum Sänger- I )( Besttzwechsel. Wie man uns mitteilt, ging fest werden würde, wenn sich ebensolches Fest- I das v. Lisztsche Haus, Barfüßerstraße 30, in das weiter einstellen sollte! Als der Regen I Eigentum des Geh. Rats Prof. Dr. Th. Fischer eine kleine Pause machte, wurden auch schnell I über. „ . r
die Festreden erledigt. Es foracfjen nachein- I / • '■-<
ander der Vorsitzende des Nauheimer Turn- I
Vereins, Herr Emil Rosenthal, ferner die Her- I (7) Mellnau, 1. Juli. Einem hiesigen Ein- ren Bürgermeister Kaiser, Eauvertreter Helm I wohne« wurde in den letzten Tagen durch Zer-
Oberlehrer Dr. Strecker, der die eigentliche I stören der Ackergerätschaften allerlei Schabernack Festansprachs hieft. Die Wirte schienen trotz | und Schaden zugefügt.
der Nässe gute EeichLfte M machen, denn das I ][ Niederwalgern, 1. Juli. Zwar nicht son- umMgrerche turnerische ProMM« das die herlich vom Wetter begünstigt, aber doch in schö- nmmpt>n etw I ®e^e> verlief bas gestern hier abgehaltene
Battete die Abhaltung der Massenübungen und I te^en Festgasten merkte man auch den Landrat des Musterriegenturnens. Pie Zahl der ein- I tmseres Kreises, Herrn Geh. Reg.-Rai v. Nege- beitlich gekleideten Turner, welche an den Frer- I lein, der auch nach der mit großem Beifall aufgs- übungen teilnahmen, dürste 8—400 betragen f nommenen Festrede des Herrn Schneidermeisters
m™ 5.nt?p£tetV wr3fi9!^’ I dlupp die Weihe der Fahne vornahm. Co nahiN
«SÄtVÄÄ 5»™'SJ'”'5""9m‘- haben, derartiges zusammen einzuüben. Be- I „
sonders großartig sah der Schluß des Mallen- I - " Münchhausen, 1. ^uli. Mit dem heutigen
turnens aus, der in einem Reigen im Lauf- I Tage tritt unser langjähriger verdienter Lehrer»!
schritt und anschließenden Marschübungen be- I Herr Kantor Heinrich Müller in den wohlver» stand, wozu eine Regimentskapelle die Musik | dienten Ruhestand. Die besten Glück- und Se-s
"eserte. Zu dem Musterriegenturnen, das sich gensroünsche begleiten den Mann, der 32 Jahre,
anschlotz und bis 9 Uhr abends dauerte, traten I in unserer Gemeinde wirtte, und den man wegen ^»-^a?^dvgau noch I seines biederen Wesens allgemein achtet und aeftern offiMth6 ''n I ehrt, auf seinem ferneren Lebensweg. Aus An-
Einzelwettturnen findet erst heute Montag I ^ennung fur seine SerbienBc wurde Herrn statt. Allem Anschein nach hat das Fest auch $“ntor Muller der Hohenzollern-Orden ver- heute unter der Ungunst des Wetters zu leiden I Ite^en- Die Eemerndevertretung überreichte ihm Das ist sehr bedauerlich, aber nicht zu ändern' I einen schönen Sessel. Herr Kantor Müller wirb Nachträglich erfahren wir noch, daß die Muster- I seinen Wohnsitz nach Dillenburg verlegen.
liegen des Turnvereins, der Turngemeinde I Kirchhain, 30. Juni. Am Sonnabend, den und des Akademischen Turnvereins Marburg, 6. Juli findet hier im Bahnhofshotel die IX.!
Kirchhain I Wander-Versammlung des Obstbau-Vereins füt: 'ÄÄ’ÄtartÄM,, d°n R-gi---ng-i.zi-k L-ll-l fiat-..
Instituts, Herr Heipel, begeht heute sein 25jäh- I A Somplar, 29. Juni. Gestern brannte das' riges Dienstjubiläum. Anwesen des Landwirts Pfeifier hier vollst an-!
)( Ein seltenes Jubiläum feiert morgen unser ^ig nieder. Haus und Scheune sind eingeäschert. Mitbürger, der Küster der St. Eliiabethkirche $as Feuer soll durch einen defekten Schornstein
Herr Heinrich Tertor, nämlich sein Jubiläum in entstanden sein. Die Feuerwehren von Hallen-
zweiter Ehe. I berg und Bromskirchen, sowie von Rengers-'
)( Tyroler-Konzerle. Die am Sonnabend ^u|en waren zur Hülfeleistung herbeigeeilt. ■ unb gestern im Museum abgehaltenen Konzerte | , Vöhl, 30. Juni. Bei dem gestrigen Ee-! der Tyroler-Sänger- und Schuhplattler-Tänzer- I roitter, das ebenso wie das vorgestrige wolken- Gesellschaft DDesfreger lieferten den Beweis,, bruchartige Regenfälle brachte, schlug der Blitzt dag das Marourger Publikum an dem Best re- I in die Kirche in Marienhagen, doch ohne großen ben des Mu>eumsrorrts Kohler, immer etwas I Schaden anxuridtten i
Gutes zu bieten, mehr und mehr Gefallen findet. • anzurrchten. i
Die Darbietungen der Sänger rechtfertigten den ihnen vorausgegangenen Ruf in vollster Weife und mehrfach mußten sich die Künstler zu Zugaben entschließen. Einen besonderen Beifallssturm entfesselte der in vollendetester Weise dargestellte Schuhplattl-Tanz. Bemerkt sei, daß das für Nachmittag im Lahngarten angekündigte Konzert ausfiel. Dafür trat die Truppe nachmittags ebenfalls im Museum bei dem zweiten Ausflug des Wetzlarer Eisenbahnvereins nach hier auf.
* Einweihung. Eins schlichte aber um so schönere Feier war es die gestern Nachmittag die Mitglieder und Freunde der Wohnungsgenoffenschaft des Ev. Arbeitervereins vereinte um die nun fertig gestellten sieben ersten Häuser der Ee- noffenschaft festlich einzuroeihen. Unter Posaunen- klang wurde die Feier mit dem Gesang „Nun danket alle Gott" eröffnet, worauf Herr Pfarrer Fliedner als Vorsitzender des Aufsichtsrates die Ansprache hielt, wünschend, daß allezeit Gottesfurcht und Bruderliebe hier wohnen und dis Arbeiter Arbeitsfreudigkeit und Zufriedenheit in diesen schönen Wohnungen stets aufs neue gewinnen möchten! Hierauf folgte ein Rundgang durch dis Häuser mit ihren 15 Wohnungen, die zum Teil bereits bezogen und offenbar die Freuds und der Stolz ihrer Bewohner sind. Die