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Anders wird das Bild aber sofort, wenn

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(Nachdruck verboten.),

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Wie mit eisernen

glücklichen Herzen,

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Weizen 40,7 ha

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Beilagen werden von unserer Expedition <Markt 21) unseren Ausgabestellen in Kirch. Hain, Neustadt und Wetter, sowie von Ollen Postanstallen und Landbriesträgern ent* tzegengenommen.

Weizen 5,1 ha 5,5

187983

188488

188993

189498

Kartoffeln

61,8 ha

61.2 ,,

58,9 ,,

57,4

56,5

^Fortsetzung folgt.^

Kartoffeln

44,9 ha

52,7

51,9

57,4

Was? Was?"

Ist tot! Wurde heute früh in seinem Zimmer Nr. 28 im Grand-Hotel vorgefunden. Armer Kerl! Mein Gott, wie bleich Du bist! Dachte nicht, daß die Nachricht Dich so erregen würde!"

Ist tot?" stottert Rolf.Fürst Torlonia tot? Nicht möglich? Nach Mitternacht war ich ja noch bei ihm! Er schien ganz wohl!"

Abfahrt!" ruft die rauhe Stimme des Kapitäns von der Kommandobrücke.Abfahrt!"

Noch ein teilnehmender Händedruck Vit- torio Manuelo verläßt rasch die Schiffsbrücke.

Roggen 128,8 ha 122,2 115,4 . 110,6 '

104,0

Die Produktionsfähigkeit der deutschen Landwirtschaft. Heber dieses vielumstrittene Thema läßt sich Reichstagsabgeordneter D r. Böhme wie

Erscheint wöchentlich sieben mal.

Druck tmb Verlag: Joh. Lug. Koch, Univerfitätr-Buchbruckerei 42.

Maturs, Markt 21. Telephon 55.

von 27,9 Prozent, bei Weizen um 22,2 Prozent, bei Kartoffeln um 29,9 Prozent, die Ertrags­steigerung ist also erheblich stärker als die Zu­nahme der Bevölkerung. Werden diese Ziffc"" in Beziehung gesetzt mit der Anzahl der bebau­ten Hektar, so erhallen wir auf 1000 Einwohner:

Roggen 12,3 ha 12,4 12,2 12,3

I wird aber beschleunigt durch die Verdrängung I der kleineren Mühlen durch die Eroßrnühlen, I wodurch der Absatz dem kleineren Landwirt be- I deutend verschlechtert wird.

I Mit Recht weist der Verfasser darauf hin, I datz diese glänzende Entwicklung, deren Charak- I ter auch mitbestimmt wird durch das Aufblühen I einzelner Nebenzweige, wie des Zuckerrüben- I Baues, erfolgt ist in einer Zeit des Preis- I niederganges beim Getreide und der mei- I sten Produkte des Pflanzenbaues, so Raps, Riib- I fen und Hopfen, Zucker, Spiritus und Wolle, I unter gleichzeitigen Bodenpreis- I und Arbeitslohn st eigerungen und I höheren Eeldaufwendungen für

Wovon sprichst Du? Rede!"

Wahrhaftig, Du scheinst noch nichts zu wissen," erwidert der junge Student bedauernd. Verzeihe, datz ich Dich so erschreckte!"

Aber so rede doch! Ilm Himmels willen, rede!" .. .

Nun, der Fürst Torlonia. der Sräuliflam Deiner Cousine " "

für das drille Quartal auf die

^vberhessische Zeitun,- nebst

Kinder!" befiehlt er kurz.Seht Ihr nicht, datz sie müde ist?"

Aber nein, ich bin ja gar nicht müde!" ruft das Mädchen mit einem reizenden Schmollmünd­chen.Ich habe die Kinder alle so lieb! Ich lud sie extra für heute Mittag ein, und alle brachten sie Blumen. Nicht wahr, Arnna, die schönen Tazetten sind aus Deinem Garten? Und Du, Beppino, hast Deinen schönsten Nelken­stock geplündert für mich? Und Carmelita erst? Sie ruhte nickt eher, als bis sie mir den Tube­rosenkranz aufs Har setzen durfte. Und sieh nur, sieh, dieser Ginster! Carlino bat ihn unten von der Kleinen Marina heraufgebolt, weil er weih, datz ich den Ginster so liebe! Und nun lassen die schönen Blüten sckon die Köpfchen hängen. Armer, armer Ginster!"

Und zärtlich drückt sie den Büschel der gel­ben Blumen an die Brust, während ihre grotzen braunen Augen voll Tränen stehen.

Doch nur einige Sekunden dauert der kind­liche Schmerz. Dann wehrt sie schon wieder lachend die kleinen nach ihr ausgestreckten Arme ab.

Genug, Kinder? Genug? Jetzt tanzt um mich herum! Ich bin Eure Königin! Vorwärts, vorwärts! Rufe den blinden Pietro, der immer vor unserer Parktür hockt, Marietta! Er soll uns auf seiner Mandoline etwas Vorspielen. Was Lustiges! Was ganz Lustiges!"

Und der blinde Alte spielt etwas Lustiges, etwas ganz Luftiges, das die Kinderfützchen von selbst in Bewegung setzt.--

Und inmitten dieser trippelnden, tanzenden, wiegenden Kinderschar steht die liebliche junge Braut, blumenüberschüttet, Rosen in den Hän­den und auf den Wangen, hellsten Sonnenschein im lächelnden Antlitz, hellsten Sonnenschein im

nicht die beste Lösung? ...

Dann wieder peinigen Zweifel Rolfs Herz.

Bittere Worte waren gestern zwischen ihm und dem Fürsten Torlonia gefallen Worte, welche den Fürsten seine gewohnte spöttische Ueberlegenheit vergesien und seinen Jähzorn aufbrausen liehen. Wie. wenn der Fürst ln einem Anfall von Unzurechnungsfähigkeit

ahgeftiegen." Rolfs Herzblut stockt.

Klammern fatzt er Vittorios Arm.

Rücktritts in Berlin. Der Fürst, ein Mutter­bruder der Kaiserin, vollendet am 31. August fein fünfundsiebzigstes Lebensjahr, so datz sein Rücktritt schon des hohen Alters wegen begreif­lich wäre. Hierzu bemerkt dieRheins Wests. Ztg.": Die Nachricht, datz Fürst Her­mann zu Hohenlohe-Lange'.bürg mit der Absicht nach Berlin gereist ist, sein Ami wegen vorgerückten Alters niederzulegen, ist richtig. Fürst Hermann wird aber vorläufix noch auf seinen Statthalterposten zurückkehrer. und noch eine Reihe von Monaten weiter in Amte bleiben. Bis zum Herbst ist die Frag« der Nuebesetzung vertagt.

Vermehrung der Feriensonderzüge. Al» im Vorjahre die ersten genaueren Nachrichten über die bevorstehende Personentarifreform in die Öffentlichkeit gelangten, wurde von vielen Seiten der Befürchtung Ausdruck gegeben, es möchte alsdann auch der altbewährten und be­liebten Einrichtung der Feriensonderzüge zu er« mäßigten Preisen ein Ende gemacht werden« Um so freudiger werden die Beteiligten erkannt haben, datz ihre Befürchtungen grundlos waren« Wie die in der Zwischenzeit erschienenen Pro­spekte Über die Feriensonderzüge erkennen lasten, sind nicht allein die in den Vorjahren beför­derten Sonderzüge teilweise sogar unter Ver­mehrung ihrer Verkehrstage wieder in Aussicht genommen, sondern es ist auch eine große An­zahl von Feriensonderzügen in neuen Verkehrs­beziehungen vorgesehen. Beispielsweise werden solche Züge in diesem Jahre neu gefahren von Berlin nach Köln, von Berlin, Hannover, Bre­men, Hamburg, dem Rheinland und Westfalen nach Thüringen und dem Harz, von Berlin nach Lübeck und der holsteinischen Küste, von Ober­schlesien und Breslau nach Colberg und Herings­dorf, von Breslau nach Königsberg i. Pr. und Zoppot, von Stettin, von West- und Ostpreutzen sowie von Oberschlesien nach dem Riesengebirge, vom Rheinland und Westfalen nach Stuttgart« Ulm-Friedrichshafen. Es muß zugegeben wer­den, datz hiernach die Eisenbahnverwaltung in weitestem Maße Sorge getragen hat, den Wün­schen der Erholungsbedürftigen nach Schaffung billiger Fahrgelegenheiten zu entsprechen.

Eine neue Lesart über den Rücktritt de« Grafen Posadowsky. Wien, 27. Juni. Der Ber­liner Korrespondent der91. Fr. Pr." hatte eine Unterredung mit einem Freunde des Grafen Posadowsky über die Ursachen, die zum Rück­tritt Posadowskys geführt haben. Der Freund Posadowskys sagte u. a.:Man hat gesagt, Gras Posadowsky sei seit Auflösung des Reichstager dem Reichskanzler entgegengetreten. Das ist nicht wahr. Weder mit dem Wort noch in btt Tat ist Graf Posadowsky dem Fürsten entgegen# getreten; er hat sich allen vom Reichskanzler ge­troffenen Maßnahmen gefügt. Das Memoran-

Heimweh nach Glück.

Roman von Erich Friesen. '(Fortsetzung)'.

Das Morgenschiff von Neapel nach Capri sieht Rolf bereits an Bord.

Schon ist das Signal zum Lichten des Ankers gegeben, da sieht Rolf, wie ein junger Mann eilig die kleine Schiffstreppe heraufstürmt. Er erkennt einen Kommilitonen aus Bologna Vittorio Manuelo.

Grüß Gott, alter Junge? Fährst nach Capri zu Deinen armen Verwandten, was? Unangenehme Sache, die Du Dir da aufbürdest!"

Rolf versteht nicht. Wie kann Vittorio Manuelo schon von seiner Unteredung mit dem Fürsten Torlonia Kenntnis haben?

Du dauerst mich, Rolf, lieber Junge!" fährt der Jüngling herzlich fort.Wahrhaftig! Dauerst mich von ganzer Seele! Und nun erst die arme Braut!"

Rolf fühlt, wie ihm das Blut zu Kopf steigt.

Was was meinst, Du Vittorio?"

Der andere reißt seine schwarzen Augen

40,4

39,1

189599 . 36,4

32,1

wird nicht so furchtbar fein, wie er bei der Er­kenntnis seiner Unwürdigkeit gewesen wäre. Jetzt muß dieser erste Schmerz sich bald zu sanf­ter Trauer verklären, während das nieder­schmetternde Bewußtsein, einem Unwürdigen Herz und Hand geschenkt zu haben, ihr ganzes Leben vergiftet hätte.

Trotzdem mit bangen Gefühlen sieht er der Landung des Dampfers in Capri entgegen. Die Depesche mit der Trauerbotschaft muß be­reits vor Stunden dort eingettoff en sein! Wie wird er Angelina vorfinden? Wie den braven Onkel?--

Als Rolf eine Stunde später den Park der Villa Helios betritt, schallt ihm schon von wei­tem hellet Kindetjubel entgegen.

Inmitten einer Gruppe kleiner Knaben und Mädchen steht Angelina, ganz weiß gekleidet. Rund um sie herum vierzig bis fünfzig Kinder. Einige stehen auf Bänken, andere hocken ihr zu Füßen. Alle aber überschütten die weiße Gestalt mit einem bunten Blumenrausch. Ein etwas größeres Mädchen drückt ihr soeben einen Kranz von Tuberosen in das lockige Goldhaar; zwe andere winden Euitlanden von Orangebluten und Immergrün um ihre Schultern; wieder an­dere befestigen ganze Tazettenbüschel und Myrtenzweige an ihrem weißen Gewand.

Uebermütiges Lachen perlt von den Lippen der jungen Braut. Ihre Wangen glühen im dunkelsten Rot. Wirr hängt das reiche Eelock um Schultern und Nacken.

Rolfs Herz krampft sich zusammen bei diesem holden Bilde jugendlichen Frohsinns.

Sie weiß also noch nichts! Mein wie

wird sie es tragen!

Rolf! Rolf!,, ruft Angelina seinem

Anblick neckisch.Sieh nur, wie die kleinen Schlingel mich gefangen halten? Komm und be­freie mich!"

Mit ein paar Schritten ist et bei ihr.

Belästigt Fräulein Angelina nicht langer.

selbst--

Rolf denkt nicht weiter. Die Hauptsache für ihn bleibt: Fürst Torlonia ist tot! Angelinas Schmerz über den Tod des geliebten Mannes

künstlichen Dünger.

Wenn der Verfasser aber schließlich meint, daß die Preise für Fleisch, deren Steigerung die Statistik zeigt, auch auf höhere Viehpreise schlie­ßen lassen und darin einen Ausgleich erblickt, v. so braucht nach der Entwicklung der letzten Zeit em I kaum noch betont zu werden, daß dies nicht zu- trifft, daß vielmehr lediglich die Spannung zwi­schen Vieh- und Fleischpreisen größer geworden ist. Auch manche andere Schlußfolgerungen des Verfassers gehen fehl, im ganzen aber sind seine Ausführungen gerade in der Gegenwart als ein dankenswerter Beitrag zur Beleuchtung der Un­haltbarkeit gewisser Theorien zu begrüßen.

Der Dampfer setzt sich in Bewegung.

Die drei Stunden Ueberfahrt bis Capri er­scheinen Rolf wie eine Ewigkeit. Die schreckliche Nachricht hat den kräftigen Jüngling momentan fast der Fassung beraubt.

Fürst Torlonia tot! Tot!! Der Mann, in dem Angelina ein Ideal an ritterlicher Ge­sinnung und aller männlichen Tugenden sieht; der Man, dem Rolf im Begriff stand, die Maske vom heuchlerischen Gesicht zu reiften dieser Mann--tot?! Hatte die Vorsehung die

schirmende Hand über Angelina gehalten, da­mit ihr der Schmerz erspart bliebe, den Gelieb­ten in seiner wahren, jämmerlichen Gestalt.zu erblicken ein Schmerz, der dem impulsiv und leidenschaftlich empfindenden Mädchen das Herz

mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

Produktionsentwicklung der deutschen Landwirt­schaft. Wir begnügen uns mit der Darstellung bet Lage auf dem Gebiete des Ackerbaues, da über die Viehzucht zahlreiches Material auch von anderer Seite veröffentlicht worden ist.

Zwar ist der prozentuelle Anteil der landwirtschaftlich benutzten Fläche, der 1878 68 Prozent der Gesamtfläche betrug, auf 64,8 Prozent 1900 zurückgegangen. Dies ist wohl teilweise auf die steigende Jndustrialrste- rung, ganz wesentlich aber darauf zuriickzu- führeu, 'daß früher als geringere Weiden und Hutungen bezeichnete Flächen nunmehr als Oed- und Unland gezählt wurden. Dies wird noch deutlicher, wenn man sich vor Augen hält, daß von der landwirtschaftlich benutzten Fläche Acker- und Gartenland 1878 70,95 Prozent, 1900 aber 74,91 Prozent ausmachten, der Anteil der Wiesen von 16,12 aus 16,99 Prozent stieg, da-

weit auf.

Ja weißt Du denn noch nicht--ich

las eben das Telegramm, das im Grand-Hotel an den Marchese Carlo Margoni aufgegeben I brechen konnte?! wurde. Ich bin nämlich auch im Grand-Hotel I Ist es so mch

Vierteljährlicher Bezugspreis- bet ver Expedition 2 Mk.»

Ito ISO 6tt allen Postämtern 2,25 Ml. texct. Bestellgeld).

-*t*u Ansertiensgebuhr: die gespaltene Zeile oder deren Raum 15 Pfg. 9Q 1907

Neclamen: die Zeile 80 Via. cwiwuvuw,

gegen bet geringen Weiden und Hütungen der | treibepieife. Es ist wohl klar daß dies um so Anteil von 10,88 auf 5,45 Prozent zurückging. I mehr bei den im Vergleich besseren Preisen der

Noch stärker trttt die Intensivierung I letzten Jahre der Fall gewesen ist. Woher kommt hervor, wenn wir sehen, daß bei den Hauptbe- es nun aber daß trotzdem eine absolute Stet« nutzungsarten des Acker- und Gartenlandes der I gerung der Weizenmehremfuhr eingetreten ist? Anteil der Brache von 8,87 Prozent auf 4,69 I Der Verbrauch an Weizen und Roggen in der Prozent der der Ackerweide von 5.79 auf 4,02 gewerblichen Produktion, Brauereien und Bren- Prozent sank, dagegen die Geir 'lache 1878 nereien, ist nur unbedeutend Nach den Berech- 59 8t Prozent. 1900 bereits 61,13 Dozent, Hack- I nungen des Kaiserlichen statistischen Amtes stan- früchte und Gemüse die Prozentsätze 13,63 und den unter Berücksichtigung aller Momente in 17,49 Prozent aufwiesen. Besonders vorteilhaft I bet Zelt vom 1. Juli 1903 bis 30. Juni 1904 sinb bie Steigerungen bet Anbauflächen für ein- I pro Kopf bet Bevölkerung 248 Kg zur Ver- I seine Gemüsearten, so bei Gurken um 252 Pro- fugung. Der tatsächliche Bedarf bet Bevölkerung zent, bei Zwiebelgewächsen um 98,3, bei Svar- I betragt aber nach den übereinstimmenden Re­geln um 306 Prozent im Zeitraum von 1883 I rechnungen verschiedener Statistiker nur 180 Kg. bis 1890 | Auch diese Untersuchung gelangte daher zum Re-

Trotzdem nun absolut, wie relativ bie Ge- sultate, daß ein erheblicher Teil des einheimi- treideanbauflächen gewachsen sind, ist natürlich I scheu Getreides infolge der nötigen Preise als I das Wachstum der Bevölkerung ein noch star- I Viehfutter verwertet wird. Diese Tendenz I keres gewesen. Es kamen auf 1000 Einwohner: v J

folg vernehmen. I 188084

Die Behauptungen der Manchesterschule, daß I 1885__

bie deutsche Landwirtschaft nicht in der finge sei, I - c»n q4 bas für die wachsende Bevölkerung notwendige P Fleischquantum zu produzieren, haben ihre Widerlegung in den Ereignissen der Gegenwart in vollstem Masse gefunden. Die Schweinepreise I ---------

haben allein aus Grund des heimischen Ange- I man die Steigerung der Erntemen- bots einen Tiefstand erreicht, der viele Land- I gen pro Hektar berücksichtigt. Vedauerlicher- wirte veranlassen könnte, ihre Zucht erheblich I weise ist allerdings infolge der -u-rschiedenen einzuschränken. Gegenwärtig muß man aber I Art der Erhebungen ein Vergleich zwischen der darauf gefaßt sein, daß die höheren Frachtpreise, I Zeit vor und nach 1899 nicht möglich. Verglei- falls sie längere Dauer haben sollten, eine I chen wir jedoch die Jahrfünfte 187983 mit eifrige Agitation gegen den Schutz der Getreide- I 189498, zwischen denen das Wachstum der Re­produktion entfesseln werden, bei der das Argu- I völkerung 16,3 Prozent betrug, so erhalten wir ment der ungenügenden Produktionsfähigkeit I bei Roggen eine Steigerung der Hektarerträge Deutschlands ans dem Getreidemarkte wieder '..... """ 1

eine erhebliche Rolle spielen dürste. Es.ist daher nicht ohne Jnteresie, von einer Abhandlung Kenntnis zu nehmen, die gerade jetzt in Thiels Jahrbüchern über bie Roherträge der deutschen Landwirtschaft erschienen ist. Der Verfasser, ein Dr. Wehriede, untersucht deshalb nach dem Vorbilde der vor Annahme des Zolltarifs er­schienenen bekannten ähnlichen Arbeiten von Mar Delbrück und Regierungsrat Möller die

Trotz des Zurückbleibens der Ackerbauflächen I ~ ~

hinter der Zunahme der Bevölkerung steht somit I DkUtlcheK Reich.

der Bevölkerung pro Kopf mehr an I m.rlin 27 «tuni

Brotgetreide und Kartoffeln zur I ~ Bom Bundesrat. Berlin, 27. Juni. Zn Verfügung als vor 20 Jahren. Daß I der heutigen Sitzung des Bundesrates wurde die Steigerung der Erträge pro Hektar auch in I über den Entwurf eines Gesetzes zur Abander- den letzten Jahren keineswegs geringer gewesen I ung des Gesetzes betreffend die Abwehr und ist, geht aus den unter sich wiederum vergleich- I Unterdrückung von Viehseuchen, und über dis baren Schätzungen der Erträge seit 1899 hervor. I Vorlage betreffend die Aenderung der Vor- So wurde die Roggenernte geschätzt auf 8,7 I schriften über den Verkehr mit Ceheimmitteln Millionen Tonnen 1899 auf 10,11904. Auch I uft0 Beschluß gefaßt.

ein weiterer logischer und wirtschaftlicher Grund I

spricht dafür, daß die Bestrebungen auf Inten- I Sttt^t,erroe^tJn Ffllr ® e <r,5 sität der Wirtschaftsweise nicht nachgelassen ha- I Berlin oft recht gut bediente Wiener91. Fr. ben. Man bedenke, daß die Erträge sich sogar I Pr." erfahrt, befindet sich der Statthalter von steigerten um die Mitte der neunziger Jahre, I Elsaß-Lothringen Fürst Hermann von in den Zeiten des größten Tiefstandes der Ge- I Hohenlohe Langenburg wegen fernes