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mit dem Kreisblatt für die Krerse Marburg und Kirchhain.

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haben, auch die einen Kompromiß

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Cchiedsvertrag abgeschlossen Verpflichtung übernehmen, einzugehen.

Zurückweisung eine» griffe». Berlin, 22. Juni.

Ztg." schreibt: Nr. 285 derNationalzeitung* bringt einen hefigen Angriff gegen die U n er« richtsverwaltung, darlegend, daß das Prügelkontobuch ein neuestes Geschenk sei, mit welchem der Kultusminister die armen Lehrer beschenkte. Es genügt, darauf hinzu­weisen, daß die Führung von Strafverzeich­nissen zu den ältesten in: Interesse der Schüler und Lehrer bewährten Einrichtungen der preu­ßischen Unterrichtsverwaltung gehört. Schon eine Verfügung der Regierung in Königsberg vom 2 Juli 1845 bestimmt: Die Erteilung feder körperlichen Strafe hat der Lehrer in ein Klas­senbuch cinzutragen Aehnliche Vorschriften trafen fast alle Regierungsbezirke, so Cassel vom

So allein, mein Fräulein?" Sie wendet sich um.

Vor Ueberraschung reißt der garre aus dem Mund.

Fräulein Lambo? Sie?

Vierteljährlicher Bezugspreis: bet der Expedilion 2, btt allen Postämtern 2,25 Ml. WL Bestellgeld).

JnserttonSgebühr: die gespaltene Zeile oder deren Raum Psg.

Ncclaiiien: die Zeile 80 Pm-

haben keine Existenzberechtigung, und wie an­ders malt sich nun die sozialdemokratische Praxis. Mit bitterem Hohne wurde in der Diskussion Herrn v. Elm vorgehalten, bei ihm sei wohl eine Reminiszenz aus dem alten Reichstage zu verzeichnen, daß er glaube, das Tempo der Sozialreform gleiche dem des Auto­mobils und dieKompottschüssel" der Arbeiter sei voll. Aber so lebhaft man auch klagte, daß die Konsumvereine eine Mauer gegen jedes weitere Vorwärtskommen der benannten An­gestellten errichten, dievom gewerkschaftlichen und politischen Standpunkt durchaus berechtig­ten" Forderungen der Lagerhalter und Hand­lungsgehilfen wurden schließlich mit allen gegn drei Stimmen als unannehmbar abge­lehnt.

Sozialdemokraten als Arbeitgeber das alte Lied! Schön ist'» nie, aber lehrt 'ch ist's immer, zumal in einer Zeit, da noch 3 Mil­lionen deutscher Männer der Sozialdemokratie ihre Stimme geben.

Zuerst will die brave Alte nicht; ein junges, hübsches Ding wie Fräulein Pia könne in Ne­apel nicht allein über die Straße gehen.

Aber Pia lacht und meint, was könne ihr denn passieren?

Schließlich gibt die Alte nach. Pia zahlt rasch die beiden Portionen Eiscreme und begibt sich allein auf den Weg, die am blauschimmern- den Golf sich hinziehende, sanft bergansteigende Straße zum Posilipo empor, wo, eingebettet in saftiges Grün und farbenvollsten Blumenrausch, die weißen Mauern der vornehmsten neapoli­tanischen Villen erglänzen mit ihren weiten Bogenhallen und Saulengängen, ihren , ver­schwiegenen Nischen und tuberosen-umwachfenen Terrassen.

Sie weiß nicht, daß ein Mann ihr in einiger Entfernung folgt, von dem Moment an, da sie vor dem Cafee ihre alte Begleiterin verlassen.

Angezogen von dem herrlichen Blick über den Golf mit seiner immer wechselnden Farben­pracht biegt sie vom geraden Wege ab, bis sie plötzlich zu ihrem Schrecken bemerkt, wie sie in die Irre gelaufen.

Sie dreht um und geht in anderer Richtung, dann abermals . . . und wieder . . . alles ver­kehrt. Sie findet die Straße nicht mehr.

Und niemand da, den sie fragen könnte. Bei ihrem hastigen Hin- und Herlaufen war es ihr einmal, als bemerkte sie in einiger Entfernung einen Herrn; aber sie scheut sich, auf ihn zu warten, um ihn nach dem Wege zu fragen.

Unschlüssig bleibt sie stehen.

Da sieht sie, wie der Herr seine Schritte be­schleunigt dirett auf sie zu.

Eine plötzliche Angst überfällt das sonst so mutige Mädchen. Sie will weiter in ent­gegengesetzter Richtung. Doch wäre das nicht unklug? Was fürchtet sie von dem Manne?

So wartet sie denn noch ein paar Augen­blicke, bis plötzlich eine schmeichelnde Stimme hinter ihr sagt:

Deutsches Reich.

Der Kaiser hielt gestern an Bord der Hohenzollern" Gottesdienst ab, dem Prinz und Prinzessin Eitel Friedrich und Prinz Oskar bei­wohnten. Später begab sich der Kaiser auf die YachtMeteor", um an der Regatta teilzu­nehmen. Als Gäste des Kaisers befanden sich an Bord desMeteor" der japanische Botschafter Jnouye,.der japanische Marineattachee in Ber­lin, Yashiro, der japanische Vizeadmiral Jjuin, Admiral v. Tirpitz, Admiral Frhr. v. Senden- Bibran, Vizeadmiral Frhr. v. Seckendorfs, Gras Görtz-Schlitz und Monsieur Gaston Menier. Um 11 Uhr 30 Min. begann die Wettfahrt des Norddeutschen Regatta - Vereins.Meteor" ging mit großem Vorsprung als erste Yacht um 3 Uhr bei Laboe durchs Ziel. DieHamburg" hat Stange und Klüverbaum gebrochen. Am Abend folgte der Kaiser einer Einladung zum Diner auf der YachtNahma".

Bundesratsbeschlüsse zur Biersteuer. Berlin, 23. Juni. Wie dieNordd. Allg. Ztg." schreibt, hat der Bundesrat in seiner Sitz­ung vom 1. Juni die Grundsätze beschlossen, nach denen sämtliche deutschen Brausteuergebiete die Bierübergangsabgaben und Brausteuerv'-güt- ungen künftig zu regeln haben werden. In diesen Grundsätzen ist festgestellt, daß die Uebec- gangsabgabe neben dem Ausgleiche der inneren Besteuerung einen Schutz für das einheimische Brauergewerbe nicht enthalten darf. Die Neu­ordnung soll spätestens 1. April 1908 in Kraft treten.

Die deutschen Anträge auf der Friedens­konferenz. Haag. 23. Juni. Der von dem deutschen Delegierten bei der Friedenskonferenz

Erscheint wöchentlich sieben mal. m rv t

Druck und «erlag-. Joh. Aug. Koch, UmvcrsttStS-B«chdrucke«i 42, Jtlykg.

Marburg, Markt 21. Telephon 55.

Bestellungen für das dritte Quartal auf die

.Oberheffische Zei tung* nebst

Sie hierher?"

Ein Lächeln huscht über ihr Gesicht. . . hat den Herrn erkannt und fürchtet sich nicht

Mädchen ein über das andere Mal in hellster Begeisterung, und die Alte, eine geborene Nea­politanerin, knurrt dann jedesmal etwas Un­verständliches als Antwort.

Weiter und weiter schlendern die beiden. Pia denkt gar nicht daran, sich für die ihr vom Vater geschenkten zwei Lire etwas zu kaufen. Fest verwahrt stecken sie in ihrem (leinen Porte­monnaie in der Rocktasche.

Jetzt biegt das ungleiche Paar in dieVilla Nazionale" ein, die herrlichen Eartenanlagen am Kai, mit ihren schlanken Palmen und exotischen Gewächsen.

Hier vor dem eleganten Cafee, Nachmittags­konzert. Alles gedrängt voll. Kaum ein Plätz­chen mehr frei.

Assunta stöhnt und seufzt, weil ihre steifen Beine sie nicht mehr tragen wollen, und Pia entschließt sich, einen Teil ihres Kapitals von zwei Lire zu opfern, um sich und ihrer Beglei­terin Stühle vor dem Cafee zu sichern.

Bald sitzen die beiden wohlgemut hinter zwei Kristallschalen mit Eiscreme, den schmel­zenden Weisen der wohlgeschulten Kapelle lauschend.

Nicht achtet Pia der bewundernden, ja ost dreisten Blicke, die ihr von vielen Tischen her aus feurigen Männeraugen zugeschleudert werden. Ihr kindlicher Sinn ahnt gar nicht die Bedeutung solcher "Huldigungen,,.

Nur hören will sie, hören die herrliche Musik und sehen, sehen die bunte Menschenmenge und das allmählich heraufflammende Abendrot, welches den ganzen Golf wie in Purpur taucht.

Eine schwatzende Gruppe junger Leute vor ihr nimmt ihr die Aussicht fort. Pia schlägt Assunta vor, wieder weiterzugehen.

Doch die Alte fängt von neuem ihr Lamento von ihren steifen Gliedern an, so daß Pia schließlich lächelnd meint:

Na, bleib' nur hier! Ich gehe allein ein bibschen und hole Dich dann wieder abl**

Marburg

Menst«!,. 25. Juni 1907

Beilagen werden von unserer Expedition . ssMarkt 21) unseren Ausgabestellen in Kirch.

shaiu, Neustadt und Wetter, sowie von vlleL^Postanstalten und Landbriefträgern ent» jgegeirgenommen.

Das alte Lied.

Unannehmbar? Dies harte Wort klingt nicht selten in unsere mit Lohnkämpfen so über­reich gesegnete Zeit hinein. Leichtfertig wird es wohl keiner der in Betracht kommenden Ar­beitgeber aussprechen. Es stellt vielmehr, von seltenen Ausnahmefällen abgesehen, das bittere Ergebnis langer Berechnungen dar, das, außer Acht gelassen, im wirtschaftlichen Ruin des ein­zelnen Arbeitgebers oder im Untergänge ganzer Erwerbszweige Sühne sucht und findet. Bei ihrem fabelhaften Geschick in der Umprägung von Ereignissen aber stellt die Sozialdemokratie jedes Unannehmbar der Arbeitgeber als Man­gel an guten Willen hin, ost auch als ver­brecherischen Eigennutz und sozialpolitische Rückständigkeit. Nur wo Sozialdemokraten als Arbeitgeber wirken, ist Friede auf Erden und lein der Arbeitnehmer Wünsche und Hoffnun­gen zertrümmerndes Unannehmbar stört das allgemeine Einvernehmen. Welche Lust ist es, zu schauen, wie in diesen durch sozialdemokra­tische Macht hervorgezauberten Oasen die Bäume der Arbeitnehmer in den Himmel wach­sen, und tausendstimmig klingt es an die Ohren der Arbeitgeber in der Wüste der Privat­betriebe: Gehet hin und tut desgleichen!

In Düsseldorf, das dieser Tage die Ehre hatte, den vierten Eenossenschaststag des sozial­demokratischen Zentralverbandes deutscher Kon­sumvereine in seinen Mauern beherbergen zu dürfen, wurde jedermann ein tiefer und klarer Einblick in eine solche Oase »erstattet. Es war keine kleine wirtschaftspolitische Sekte, deren Vertreter in der gastlichen Kongreßstadt zusam- mcnfamen, sondern eine mit unheimlicher Schnelligkeit um sich greifende Bewegung, die Anspruch auf ernste Wertung erhebt. Seit auf dem Kreuznacher Eenossenschaftstage die sozial­demokratischen Konsumvereine aus dem allge­meinen Verbände deutscher Wirtschastsgenossen- fchaften schieden und einen eigenen Zentralver- band bildeten, ist dieser von 585 auf 929 Ver­bandsvereine und von 480 000 auf 781 000 Mit­glieder gestiegen; der Umsatz hat sich in den

eingebrachte Antrag bezüglich der Prisen­gerichtsbarkeit bestimmt unter anderem, daß, falls ein nationales Prisengericht die Gültig« feit der Wegnahme eines Schiffes oder von Schiffsgütern ausgesprochen hat, darüber gemäß den Gesetzen des betreffenden Staates verfügt werden soll; falls die Ungültigkeit der Weg­nahme ausgesprochen wird, ordnet das Prisen­gericht die Rückerstattung des Schiffes und der Güter an und stellt den Schadenersatz fest. Zn Beginn eines Seekrieges soll ein internatio­nales Oberprisengericht gebildet werden, bei welchem gegen die Urteile der nationalen Pri­sengerichte Berufung eingelegt werden kann. Falls mehrere Staaten in den Seekrieg ver­wickelt sind, werden soviele verschiedene Ober­prisengerichte gebildet, als es Eegenpaare gibt. Das internationale Oberprisengericht soll aus fünf Mitgliedern bestehen, und zwar zwei Ad­miralen und drei Mitgliedern des ständigen Haager Schiedsgerichtshofes. Das Oberprisen­gericht tritt bei der ersten Berufung gegen das Urteil eines Prisengrichts zusammen und löst sich nach Friedensschluß und endgültiger Erle­digung aller Prisenprozesse wieder auf. Der deutsche Antrag betreffend die Behandlung neu­traler Personen im Gebiete der Kriegführenden besagt unter anderem: Als neutrale Personen werden alle Angehörige eines Staates ange­sehen, welcher am Krieg nicht teilnimmt. Die kriegführenden Parteien können neutrale Per­sonen selbst mit deren Einwilligung nicht zum Kriegsdienst heranziehen. Die neu tratet Mächte müssen ihren Angehörigen untersagen, Kriegsdienst in der bewaffneten Macht einer kriegführenden Partei zu nehmen. Die deutsche Delegation wird in der ersten Kom­mission auch einen Antrag betreffend den Kom­promißzwang einbringen. Danach sollten die Staaten, welche irgendwelchen obligatorischen

15 lNachdruck verboten.),

Heimweh nach Glück.

Roman von Erich Friesen. (Fortsetzung).

7.

In der Vila Roma, der Hauptgeschäftsstraße Neapels zur Nachmittag^eit.

Durch den bunten Wirrwarr von Wagen, Pferden, Automobilen und Menschen drängt sich ein eigenartiges Paar, dem manch verwunder­ter, neugieriger Blick folgt: eine alte, gebückt aussehende, auffallend häßliche Frau und ein blühend schönes, hochgewachsenes Mädchen.

Besonders dem Mädchen folgten fast alle Augen, wie sie stolz und doch leicht mit leise wiegendem Schritt an der Seite ihrer Be­gleiterin dahinschreitet, hie und da an einem Schaufenster stehen blieb, um bann rasch der voranhumpelnden Alten wieder nachzueilen.

Das ganze, trotz seiner zarten Blässe Ge­sundheit und Kraft atmende schöne Gesicht spiegelt die Freude wieder über all das unge­wohnt Geschaute die glänzenden Modemaga- Äiitc mit ihren eleganten Karrossen, auf denen sich Kutscher in goldbordierten Livreen brüsten, wahrend der Diener mit der Hand am Wagen­schlag aufdie Gnädige" wartet; die aufge- oonnerten Modedamen, auf den kokett frisierten Haaren riesige federgeschmückte Rembrandthüte und strahlend von Diamanten und Uebermut; die kokett gekleideten glutäugigen Blumenmäd­chen. die geschickt ihre duftende Ware in die langsam vorbeidefilierenden Karrossen schleu­dern; die ausgehungerten, verlumpten Lazzaro- nijungen, welche wimmernd die schmutzigen Hände nach einem Soldo ausstrecken, um gleich darauf lachenden Auges mit ihren weißen Zähnen an einer Orangenschale herumzu­knabbern.

^Sieb nut Assunta! Sieh!" ruft das junge

5 Jahren von 148 auf 258,5 Millionen Mark gehoben. Diese Zahlen lehren nicht allein, wie viele Käufer dem selbständigen Mittelstände entzogen sind und wie sehr die Konsumvereine den TitelTotengräber des Mittelstandes" ver­dienen, sondern sie lassen auch einen Schluß zu auf die wachsende Zahl von Arbeitnehmern, die Lohn und Brot von Sozialdemokraten in Em­pfang nehmen: die roten Konsumvereine be­schäftigen heute bereits über 10 000 Personen. Der Reingewinn betrug im Berichtsjahre nicht weniger als 19 370 284 <M. Der nötige Mam­mon war also vorhanden, und doch klang in die Verhandlungen das laute Murren unzufrie­dener Arbeitnehmer hinein und das Echo war auch hier dasUnannehmbar" der Arbeit­geber.

Man stütze sich auf den ausführlichen Bericht desVorwärts", um einem Vorwurfe tenden­ziöser Meldung von vornherein die Spitze ab­zubrechen. Erbaulich heißt es da:.Bisher ist es gelungen, mit den Bäckern und mit den Transportarbeitern Tarifvereinbarungen für ganz Deutschland zu treffen, dagegen sind die Verhandlungen über einen Lohntarif zwischen den Konsumvereinen und den Lagerhaltern und Handlungsgehilfen bisher ergebnislos verlau­fen, obwohl die Bemühungen um ihren Abschluß auch dieses ganze Jahr hindurch angedauert haben. Die Forderungen, an denen die beiden Verbände der Lagerhalter und der Handlungs­gehilfen vorn gewerkschaftlichen und politischen Standpunkt aus durchaus mit Recht festhal­ten, während sie die Konsumvereine für u n an­nehmbar erklären, sind in der Hauptsache: gleiche Bezahlung von Frauen- und Männer­arbeit, Geltung der Tarifverträge auch für die kleinsten Konsumvereine und für da» Personal der Zentralläger und Konkurse." Also wasch­echt sozialdemokratische Forderungen, die von Sozialdemokraten als u n annehmbar abge­lehnt werden! Schlimmer als einer der viel verlästerten bürgerlichen Arbeitgeber klagte der frühere sozialdemokratische Abgeordnete v. Elm, die Tarifforderungen der Lagerhalter und Handlungsgehilfen seien gar keine Forderun­gen, sondern ein Zukunftsprogramm, welches heute, wenn der Zentralverein diese Wünsche befriedige, zum sicheren Ruin der Konsumver­eine führen müsse, und während man in jenen Kreisen sonst vomKrämer" gar nicht gering­schätzig genug sprechen kann, wollte Herr v. Elm hier die Konsumvereine nicht mit Großbetrie­ben, sondern mit den Krämern verglichen wis­sen, und die Versammlung jauchzte ihm Beifall zu. Aber die Geltung der Tarifverträge auch für die kleinsten Konsumvereine? Wie ost haben in Lohnkämpfen die Sozialdemokraten versichert, die Zwergbetriebe, die keine angemes­sene Entlohnung der Arbeitnehmer gestatten,

mehr.

Ich habe mich verlaufen, Herr Fürst."

Allein?"

»Ja."

Gestattet Ihr Vater Ihnen, aic-*-- allein spazieren zu gehen?"

Sie schüttelt den Kopf.

Nein. Meine Dienerin wartet i c in der Villa Nazionale auf mich."

Ach so!" -

Fürst Torlonia hält es für gut, vmlromene Unkenntnis zu heucheln. Freilich ahnte er nicht, als er vom Cafee aus dem hochgewachsenen Mädchen folgte, wer sie war. Nur der Drang nach einem neuen Abenteuer trieb ihn hinter ihr her.

Gleichviel. Auch so ist's ihm recht.

Wohlgefällig mustert er die herrliche Gestalt, welcher das schlichte Kleid nichts von ihrer Vor­nehmheit nehmen kann, das edle und doch lieb­liche Gesicht, die stolze Haltung des Kopfes.

Rasse!" denkt er und streicht in seiner ge­wohnten, selbstgefälligen Weise den Spitzbart. Wieviel schöner ist sie heute im flammenden Abendrot, als neulich im Halbdunkel der blaken­den Petroleumlampe!"

Laut sagte er, indem er höflich den Hut zieht:

Gestatten Sie, Fräulein Lambo, daß ich Eie zu ihrer Dienerin zurückgeleite? Oder wenigstens in die Nähe des Cafee», wo dte- felbe auf Sie wartet!"

fFortsetz'.'na relqt.)

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