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Zweites Blatt.

das oben genannt

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Mann saß dabei von Namen und Ruf,

konnte kaum heimwärts er gehen.

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: (Fortsetzung folgt.)

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unseren Kolonien müssen langsam erst an der­artige Bedürfnisse gewöhnt werden, und cs kann den Kenner der Verhältnisse nicht über­raschen wenn augenblicklich die Einfuhr europä­ischer Artikel noch verhältnismäßig gering ist. Erst mit der Gewöhnung an regelmäßige Arbeit steigt die Kaufkraft der Eingeborenen, darauf­hin lohnt das Geschäft mit ihnen, und so wird die Kolonie rentabel für das Heimatland.

Auf Grund obiger Betrachtungen gelangen wir zu nachstehenden Forderungen:

1. Die heutigen deutschen Kolonien find un­ter Aufwendung größerer Mittel als bisher national, völkisch und wirtschaftlich zu ent­wickeln. Vor allem ist der Etfenbahnbau unbe­dingt in allen Gebieten zu fördern. Die Kosten für den militärischen Schutz der Kolonien sind auf das Reichmilitärbudget zu übernehmen. 2. Der deutsche Kolonialbesitz ist stetig zu meh­ren, wo immer durch Kauf, Pachtung ob» Ver­trag sich dazu friedliche Gelegenheit bietet. Die starke Bevölkerungszunahme im Reiche fordert ,mehr Land". 3. Die deutsche Auswanderung ist systematisch zu beeinflussen, da sie sich von Nordamerika abwendet und den deutschen Kolo­nien, sowie Südbrasilien und Argentinien zu­geführt wird, überhaupt dahin, wo sich geschlos­sene deutsche Ansiedelungsgebiete finden. Hier­für sind größere Staatsmittel aufzuwenden. Die bisherige Auswanderungs-Auskunftsstelle in Berlin genügt nicht. Die Tagespresie ist zur Belehrung und Aufklärung der Bevölkerung in geschickter Weise heranzuztehen. 4. Die deutschen Kolonien, auch die deutschen Gemeinden in fremden Staaten sind ausreichend mit Geist­lichen, Lehrern, Apothekern und sonstigen In­telligenzen zu versorgen. Das Reich mutz diese Beamte als wichtigste Kulturpioniere auskömm­lich stellen und ihre etwa gewünschte Rückkehr rn heimische Stellen vermitteln. Der Fonds für Erhaltung deutscher Schulen im Auslands rst stetig zu erhöhen, da er gegenwärtig (600 000 Mark) noch bei weitem nicht den Verhältnissen entspricht. 5. Die Erhaltung des Deutschtums im Auslands muß zu einer der Hauptaufgaben der deutschen diplomatischen Vertreter in jenen Gebieten gemacht werden. Keine Seele darf unserein Volke verloren gchen; denn jeder Deutschsprechende erhöht die Macht des deutschen Volkstums und ist eine Bürgschaft mehr für die Zukunftsentwicklung desselben. Vor allem ist das Gesetz vom 1. Juni 1870 über den Verlust der Reichsangehörigkeit endlich zu beseitigen und durch weitherzige Bestimmungen zu er­setzen.Das Auslands-Deutschtum ist heute noch unsere beste, stärkste und wichtigste Kolonie: es ist eine der lohnendsten Aufgaben der deutschen Staatskunst der Gegenwart, aus diesem Aus­land-Deutschtum den größtmöglichsten natio­nalen Nutzen herauszuschlagen!'' 6. Wir rech­nen mit 60 Millionen Seelen im Deutschen Reiche, mit annähernd 30 Millionen Deutsch­sprechender im Auslande. Diese gewaltige, durch

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mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

Sonttlaas^eilaaer SUulteitM ÄsuntaaIUs-Ä. ______________

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Marburger

Studenten-Erinnerungen.

Von L. Mülle r.

(Fortsetzung.)' '

Dee Sturz von der Kirchhofs mauer.

In Punschmöllers Stube saß einmal lang Eine frohe Gesellschaft Studenten, Gar manches Gläschen Wein man trank, Mo man es ließ bei beiwenden.

Deutsches Reich.

Der Kaiser im Schützengraben. An einer Gefechtsübung des 1. Garde-Regiments z. F. Hal lautPotsdamer Tagesztg." der Kaiser sich t* Döberitz letzthin aktiv beteiligt. Als Gewehr- lader diente ihm ein Vizefeldwebel. Im Schützen­graben liegend gab der Kaiser 20 Schüsse ab.

Der Bundesrat nahm in seiner Plenar­sitzung am Donnerstag noch die Vorlagen über die steuerliche Behandlung von Zigarettenpapier und Gewährung von Ersatz für unbrauchbar ge­wordene Zigarettensteuerzeichen an. Der Aus« schußbericht über die Vorlage betreffend die Be- schlüsse des Landesausschuffes zu dem Entwurf eines Gesetzes über die Abänderung des Berg­gesetzes für Elsaß-Lothringen fand Zustimmung.

Empfang einer deutschen Offiziersdepu- tation in England. London, 14. Juni. Eeneral- feldmarschall v. Hahnke und eine Offiziersdepu- tation des Infanterieregiments von Eoeben Nr. 28, bestehend aus dem Regimentskomman­deur Oberst von Loeben, Major Schwickerath, Hauptmann Vogt, Freiherr von Hunolstein, Oberleutnant Bornhausen und Leutnant Hein- tzel sind zur Teilnahme an der am 15. Juni an­gesetzten Feier der Enthüllung des Denkmals für den Herzog von Cambridge eingetroffen und werden während des Aufenthalts Gäste des Kö­nigs sein, der ihnen für diese Zeit den General­major Grierson und den Major Rüssel atta- chierte. Sie wurden heute nachmittag vom Kö­nig empfangen und waren später zum Frühstück beim Herzog von Connaught geladen.

Der neue Gouverneur von Deutsch-Süd« westafrika ist bekanntlich Herr von Schuck* mann. Die Ernennung dieses wegen seines strammen Auftretens gegenüber den Engländern in Kapstadt bei allen Deutschen in Südwest­afrika hochangesehenen Mannes war natürlich von freisinnigen Blättern bemängelt worden.

Erscheint wöchentlich sieben mal.

Druck tmb Verlag- Joh. Ang. Koch, Umverfitäts-Buchdruckerei 42. Jahrg Marburg, Markt 21. Telephon 55.

5.

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Ziele der deutschen Kolonial- und Auswanderungspolitik.

>" Alle kräftig anstrebenden Völker zeigen die natürliche Erscheinung, daß sie einen Teil ihrer überschüssigen Volkskraft nach außen abgeben, '-roeiWnireebet der heimische Boden nicht aus­reicht, oder die heimischen Erwerbsverhättniffe ungünstige sind. Dieser Abstrom kamr sich ent­weder in Länder mit fremder Nationalität und Sprache wenden und sich dort alsAuswan­derer" niederlasien, oder er kann fremde Ge­biete besitzen und sich aneignen und damit der Heimat ein Tochterland schaffen und .Kolonien" gründen.

Kolonial- und Auswanderungspolitik, so schreibt E. v. Liebert in denAlldeutschen Blät­tern", gehen Hand in Hand und haben für uns die Bedeutung, daß: ;

1. Der Ueberfluß unserer Bevölkerung unter deutscher Flagge auf deutschem Boden sich an- pedelt und so' dem deutschen Bolkstume erhalten bleibt: 2. die Erzeugnisse der Tropen und Sub­tropen, die wir als Nahrungsmittel, wtx als Rohstoffe für die Industrie im Werte von weit über 1 Milliarde jährlich bedürfen, aus deut- fcher Hand beziehen, so daß jene große Summe nicht ins Ausland wandert: 3. unsere Industrie feste Absatzmärkte über See findet, die ihr nicht willkürlich durch Zollschranken uird Einfuhrver­bot gesperrt werden können. Der erste Punkt erledigt sich einfach durch die schlimme Erfah­rung, daß bislang die deutsche Auswanderung bis auf einen geringen Bruchteil nach Nord­amerika sich wendet und dem Deutschtum dau­ernd verloren geht. Wenn hier ein Wandel ein­treten soll, so muß von Regierung.und privater Seite eingegriffen werden, inbem, einerseits durch Belehrung und Warnung auf die Aus­wanderer gewirkt wird, andererseits sie auf ein Land hingewiefen werden, das ihnen Ersatz für die Vorzüge Amerikas bietet. Letzteres ist nicht ganz einfach: denn wir haben mit dem einzigen Siedelungsgebiet, das wir noch erwerben ioniv ten ein unerhörtes Unglück entwickelt. Durch falsche Eingeborenen-Politik und Mangel an Initiative bei der tatsächlichen Besiedelung des Landes durch Deutsche sind in Südwestafrika die Zustände zu einem blutigen Aufruhr der Einge­borenen gediehen, der nun ja wohl nach großen Opfern an Gut und Blut als riiedergeschlagen gelten kann. Glücklicherweise werden mit der Zeit auch einige unserer Tropenkolonien (die Bergländer von Ostafrika, Samoa u. a.) Centime Ansiedler aufnehmen können. Daneben find die drei Südprovinzen Brasiliens zu nennen wo gegen 300 000 Deutsche, wenn auch als Unter­tanen eines fremden Staates, so doch unter

Marburg

Sonnta«. 16. Juni 1907.

Die Studenten waren schon alle fort, Da griff et nach Schirm und nach Hute, Gute Nacht, gute Nacht!" Er stammelt das Wort Und wandert mit seligem Mute.

In den dicksten Regen kommt er hinein, Stockfinster ist's auf der Straße, Eine schlimme Wirkung übt jetzt der Wern, Er wankt, sein Licht ist die Nase.

Und mehr und mehr wird die Richtung schief, Bis vor einer Mauer er gestanden. .

Und drüber stürzt er, der Fall ist tief, Doch hält er den Schirm hoch in Händen.

So hat ihm der Fall keinen Schaden getan, Doch weh! Er war eingeschlosien, An der Gartentür klopft er heftig an, Und der Rausch ist ihm ganz entflosien.

Eine Nachbarsfrau hat ihm aufgemacht, Sie wohnte im Hause nicht ferne, Den Schlüssel hat sie gar sreundttch gebracht. In der Hand die helle Laterne

den Anderen er nicht vom Platze aufstund, Und nicht pflegte zu gehen nach Herme, Das hatte in der Gewohnheit sein Grund, Und kam von dem vielen Leimen.

kunft gesichert wird.

Das zweite Moment, das oben genannt wurde, betrifft eine rein wirtschaftliche Frage. Wir beziehen gegenwättig alles, was wir an überseeischen Erzeugnissen bedürfen, aus dem Au-Aande und bezahlen es mit schwerem Geld dorthin. Es fei nur an die vielen hundert Mil­lionen erinnnert, die wir für Kaffee, Tee, Ka­kao Fleisch, Speck, Früchte, Oel, sodann für Baumwolle, Wolle, Jute, Kautschuk, Häute usw. zu entrichten haben . Einen Teil davon könnten w'r aus eigenen Kolonien beziehen und somit Deutsche statt Ausländer bereichern, wenn wir früher eine Kolonialpolitik ins Werk gesetzt hätten. Da wir so spät diesen großen Entschluß -refaßt haben, so können wir nur von bescheide­nen Anfängen in der Kultivaiion von Tropen­ländern sprechen. Und gerade dort ist der An­fang so schwor und kostet viel Lehrgeld.

Das Bonifatiusfest in Marburg.

Von I. Schwank.

Das Studentenleben in Marburg zu Anfang der vierziger Jahre des vorigen Jahrhunderts war ein ganz eigenartiges , indem sich dasselbe einesteils an das aus den dreißiger Jahren Ueberkommene, Hergebrachte anlehnte, dies fest- hielt und pietätsvoll bewahrte, andernteils aber auch den Strömungen der Neuzeit, namentlich der Zeitrichtung Rechnung trug, rote sie sich 'in den Schriften und Dichtungen von Herroegh, Prutz, Hoffmann von Fallersleben, Freiligrath, Lenau rc. rc. aussprach. Das Gemüt der Mar­burger Studenten fühlte sich getrieben, bei jeder sich bietenden Gelegenheit, seiner Anhänglichkeit an das von den Vorfahren Ueberkommene und Beachtete in studentischer Weise Ausdruck zu verliehen und dieses solchergestalt der Vergesfen- heit zu entreißen.

Diesen Gedanken und Gefühlen Rechnung zu tragen, fühlten sich vor allem die Korps berufen. So faßten denn auch eine Anzahl aus Fulda ge­bürtiger Korpsburschen in Marburg den Ent­schluß, das Andenken des Apostels der Deutschen, des .Heiligen Bonifatius", durch ein Fest auf Spiegelslust bei Marburg in akademischer Weise, sowie im Anklang und Anlehnung an das spezielle Fuldaische zu feiern und dabei der Liebe zur engeren Heimat Ausdruck zu geben.

Das erste Fest fand am 16. Juni 1843 auf Spiegelslust statt und wurde am 28. Juni 1844 wiederholt. An dem ersteren beteiligten sich

Bande des Blutes und der Sprache verbundene Masse mußdurch ethische, literarische und wirt« schaftliche Interessen verknüpft und immer in« Niger umschlossen werden. So muß sich ,hae größere Deutschland,, bilden, von dem unsei Kaiser bereits im Jahre 1896 gesprochen hat.

Wenn alle Deutschen von der Wahrheit und Wichtigkeit dieser Sätze erst überzeugt sind, wen» jeder an seinem Teile für die Verwirklichung derselben im In- und Auslande bemüht i& bann wird mit der steigenden Macht unser« Volkstums auch das Selbstbewußtsein und der Nationalstolz in uns sich regen, die unserem Volke bislang noch abgehen. Alsdann wird daß deutsche Volk unter den übrigen Nationen die­jenige Stellung einnehmen, die ihm nach seinem inneren Werte längst zukommt.

Festhalten ihrer Nationalität und Sprache, wirtschaftlich gedeihen und sich schon in dritter Generation fortpflanzen.

In diesem Sinne müßte aber nicht nur die bescheidene Auskunftsstelle für Auswanderer in Berlin, sondern die gesamte deutsche Presse auf­klärend und national erziehend wirken, wenn wir überhaupt eine nationale Presie und eine öffentliche Meinung in Deutschland hätten. Bis­lang geschieht so gut wie nichts, um den deut­schen Auswanderern eine bestimmte Richtung in nationalem Sinne zu geben. Und doch müßte dies eins der Ziele unserer Reichspolitik fein, keine Seele des deutschen Volkes verloren gehen zu (affen, da mit dem Zahlenbeftande auch die Machtstellung der Nation wächst und ihre Zu-

Anwesenheit als Repräsentanten der Marbur» ger Studentenschaft zur Erhöhung der Festes­freuden und einer fröhlichen Stimmung wäh­rend des ganzen Festes bei.

Die herrliche Natur, der treffliche aus Hora» bei Fulda bezogene Gerstensaft, ließen Alters­und Standesunterschiede, sowie studentische Korpsunterschiede vergessen.

Neben dem heimatlichen Bier waren auch alle Speisen Fuldaer Ursprungs. So dashaus­backene" Brot, dieFuldaer Wurst" (roter Schwartenmagen), welcher später die Marbur­ger Metzger nachahmten, Nonnenseufzer, deren Anbietung ungeteilten Beiftll fand, und die be­sonders vortrefflichen Knoblinchen. Auf langer Stange paarweise aufgehängt, nachdem sie au Ort und Stelle abgekocht waren, wurden sie de» Festgenossen vom Sind. Kreisler dargeboten, deren sich jeder ein Paar von der Stange neh­men mutzte.

Nachdem die heimatlichen Speisen vertilgt waren, setzten sich die Anwesenden unter Vor­antritt der Musik in Bewegung nach einem Punkte, wo man das Rhöngebirge sehen konnte und sangen das von Gegenbaur verfaßte Ge­dicht: .Laßt mir der Heimat trautes Banner wallen." Professor Büchel gedachte in warm empfundenen Worten der gemeinsamen Heimat und der alma matei Philippina, welche die Söhne Buchoniens mit geistiger Nahrung zur Reife brächte, und brachte Heiden ein Hoch aus.

Beim Scheine bunker, grün-weißer Lampen (die Fuldaer Stadtfarben) wurde noch manches der zum Feste auserwählten Lieder gesunken und gegen Mitternacht mit Laternenbeleuchtung der beschwerliche Heimweg durch den damals noch unwegsamen Wald angetreten.

So endete ein in solcher Art wohl nicht ost vorkommendes Fest, welches durch keine Mitz- helligkeiten gestört, vom Geiste wahrer Freund­schaft und Fröhlichkeit durchdrungen, allen Teil­nehmern eine angenehme Erinnerung blieb, von denen wohl heute alle der grüne Rasen

von den damals in Marburg studierenden Ful­daern M. Altmannsberger, I. von Boxberger, Ludwig von Dernbach, E. Etzel, I. Gegenbaur, W. Grau, M. Groß, I. Hohmann, Fr. Hornfeck, E. Hupffeld, K. Knies, W. Kreisler, Chr. Laberenz, K. Merz, A. Rehm, I. Rübsam, Her­mann Scheuch, P. L. und Ä. Schultheiß, Joseph Schwank, I. Thomas, I. Will, an dem zweiten im Jahre 1844 kamen noch hinzu die Studiosen A. Herguet, A. v. Keitz, Fr. Kern, Th. Marchutt, K. Uckermann, H. Weber, Ferdinand Zwenger. Als Gäste waren anwesend Prof. Dr. K. Büchel, Privatdozent K. Zwenger, Dr. F. Knorz, Ober­gerichtsrat Rang, L. H. Wisderhold, Sekretär A. Knorz, Hauptmann GLmbel, Aktuar Fr. Fleischmann von Amöneburg und K. Weinzierl aus Rosenthal und mehrere Geistliche der Um­gegend. Eine Fahne, gemalt von Maler Boden­stein, mit dem Fuldaer Stadtwappen auf der einen Seite, auf der anderen Seite der Land­graf Phllipp als Gründer der Universität, wurde auf dem Festplatze aufgepflanzt. Später mußte sie noch häufig bei Studentenaufzügen ihre Dienste leisten. So u. a. bei dem Sänaer- fefte im Jahre 1845 in Marburg, wo der Stud. H. Scheuch als Fahnenträger fungierte. Die aus Fuldaer Musikern') bestehende Musikkapelle in Marburg empfing die Festgenossen bei deren Ankunft auf Spiegelslust mit dem Vortrage der Melodie der Bonifatius-Hqmne, der sogen. Fuldaer Marseillaise: Meister Doll-), ein alter Artillerist, löste die Böller, die Musik spielte er­munternde Stücke und die Studiosen Etzel, Gegenbaur und Hornfeck trugen weihevolle Ge­dichte vor. Die Chargierten der in Marburg beftebenben Korps waren bet Einladung zum Feste gefolgt und trugen gleichsam durch ihre

*) Der ehemaligen Stadtkapelle gehörten lauter Musiker an, die aus Fulda stammten, bet damalige Mustkditigent hieß Hartmann, Nach beffen Tode wurde Rudewig sein Nach­folger.

) Doll wat Feldschütz und schoß bei festlichen Gelegenheiten die sog. Katzenkhpse ah . -

Zum Dritten bedürfen wir Gebiete, die un­serer Industrie die fertig gestellten Waren dau­ernd und willig abnehmen, so daß jene für einen gesicherten Absatzmarkt nicht zu sorgen hat und unter möglichst fester, günstiger Konjunktur ar­beiten kann. Das ist heutezutage nicht einfach, weil die meisten großen Staaten Frankreich, Rußland, Verenngte Staaten. durch hohe Eingangszölle die eigene Industrie zu schützen und die fremde fern zu halten suchen. Auch das großbritannische Reich mit feinen Kolonien, das bislang den Freihandel aufrecht erhalten hat, wird von einer schutzzöllnerifchen Partei (Cham­berlain) bearbeitet, die durchaus das bisherige System verlassen, will. Sollte diese Wendung tatsächlich einmal eintreten, so wäre die deutsche Industrie um ihren besten Absatz betrogen

Deshalb hat das Deutsche Reich durchaus Gebiete nötig, die einen gewissen Ersatz bieten und eine Aufnahmefähigkeit für deutsche Waren besitzen. Diese Eigenschaft kann man von vorn­herein von jeder neu erworbenen Kolonie ver­langen. Die Aufnahme von europäischen Jn- dustriewaren erfordert einen bestimmten Kul­turgrad der betreffenden Bevölkerung, eine Ge­wöhnung an Kleiderstoffe, Geräte, Bequemlich­keiten u. a., die dem Wilden, der keine Bedürf­nisse kennt, abgeht. Auch die Eingeborenen in

H"fiel," so fragt ihr,das Männlein Von der Mauer hinab auf den Rasen?" , Am lutherischen Kirchhof liegt noch der Stein, Von dem ihn der Sturmwind geblasen.

Profesior Rehm war es. der von der Kirch­hofsmauer in den zur Snperintendentur ge­hörigen Garten gefallen und nur feinem Schirm, der offen stand, hatte er es zu danken, daß er, ohne Schaden genommen zu haben, davonkam.

(Aus Marburg Vorzeit, von Diethmar.)

Vierteljährlicher Bezugspreis: bei sei Expchition 2 äÄL, 4OQ bet allen Postämtern 2,25 Mk. <ejcu Bestellgeld).

VfX Iwv ZusertienSgebühr: die gespaltene Zelle oder deren Raum 15 Pfg.

Rsclamen: die Ule 30 Psi,.

(Sin L»-..... iv>

Der hat" die Art nicht aufzustehen

Bis er einen gutenStriefen" sich schuf,