völlig beruhigt von dem Sturm des gestrigen
denn so
Und da
ernst mit ernst, wie
Fast heftig schüttelt Rolf die seine weiche Hand ab, die sich wohlwollend, gleichsam pro- tektormäßig, auf seinen Arm legt.
„Niemals!" ruft er voll ehrlichster Ueber- zeugung.
„Wollen wir wetten?"
„Ich wette nie."
„Aber Sie werden mich doch einmal in meinem Palazzo in Florenz besuchen?"
„Kaum."
den günstigsten Bedingungen Kredit gewähren sollte, längs der neuen Eisenbahn eine Telegraphenlinie unter Kontrolle und Mitbenutzung der russischen Regierung anzulegen, bei dem Unternehmen nur russische Arbeiter und Ingenieure zu beschäftigen, der russischen Metallindustrie Bestellungen in Höhe von 300 Millionen Rubel zuzuwenden usw. Als Gegenleistung fordert das Syndikat auf 90 Jahre hin die freie Nutznießung, einen 12 Werst breiten Landstreifen zu beiden Seiten der Bahnlinie, die mit gleich langen Streifen Regierungslandes abwechseln sollen, Befreiung von allen Steuern außer der Grundsteuer, Erlaubnis zum Bau aller für das Unternehmen nötigen Kanäle, Straßen, Dämme, Häfen, Docks, Speicher, Fabriken, Gebäude usw., und zur käuflichen Erwerbung aller benötigten Grundkomplexe und einiges andere von geringerer Wichtigkeit. Nach 90 Jahren geht der ganze Betrieb in die Hände des russischen Staates über, dem es aber auch freisteht, das Unternehmen schon nach 30 Jahren
mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
* Sonntaasbeilaaer JllußtrirteS GarrutaElätt. ________
Marburg
Freitag. 14. Juni 1907.
mannes. : /
Er tritt ans Fenster.
Bereits zieht Morgendämmerung herauf.
Drunten gurgelt und kocht das Meer, noch nicht
Tages.
Rolf fährt sich über die Stirn.
Auch in ihm kocht und gährt es.
nige Stunden liegen zwischen seinem Kommen und dem Jetzt' aber er fühlt sich seitdem ein anderer. Ihm ist, als habe irgend etwas dre ruhige Harmonie seiner Seele gestört.
Aber was? . . . Nichts ist geschehen, das ihn zu dieser Empfindung berechtigt. Seine Verwandten haben ihn mit offenen Armen empfangen- alle Gäste begegneten ihm mit herzlichster Sympathie; selbst der hochgeborene stolze Fürst Torlonia trug ihm seine Freundschaft an. Weshalb also dieses Grübeln, diese Unbehaglichkeit dieses Bangen wie vor einem nahenden Un-
„Warum nicht?"
„Weil ich keine Zeit dazu habe."
„Keine Zeit? Was haben Sie Wichtiges zu tun, junger Mann?"
„Ick) studiere."
„Was? ... Die Frauen?"
„Medizin."
„Ah so —! Student der Medizin, finden Sie keine Zeit für anderes?"
„Nein; denn ich nehme es sehr meinem zukünftigen Beruf. Ebenso mit meinem ganzen Leben. . . . Trotzdem, Herr Fürst — ich danke Ihnen für Ihre freund-
feines Herrn zu teilen scheint.
Wie befreit von einem Alpdruck atmet Rolf auf Er reckt und streckt seine mächtigen Glieder, rennt ein paarmal im Zimmer auf und ab, knurrt und pustet und macht auf jede Weise seinem Herzen Lust, daß sich wie eingeengt fühlt in der Nähe des spöttisch überlegenen Lebe-
Erfcheint wöchentlich sieben mal.
Druck und Verlage Joh. Aug. Koch, UmversitLtS-Buchdruckrrä 42. .OUyTgi Warburg, Markt 21. — Telephon 55.
Stundenlang kann sie drunten an den Fa- raglioni, den drei himmelaufragendcn Fels- koloffen sitzen und hineinstarren in das grün- Rur we- I schimmernde, kochende, gischende Gewoge, wie es die Felsrinnen emporschießt, den schmalen, gemauerten Fußpfad überschwemmt, weißleuchtend die Steinwände herauszischt, dann, in Diamanten zerstäubend, glitzernd, zurückfällt und weiter wogt und kocht und braust und schäumt.
Frei wie der Vogel ist sie ausgewachsen auf dem wundersamen Eiland — einer wilden würzigen Felsblume gleichend, die naturgemäß emporstrebt zur Sonne, um dort ihre, herrlich« sten Farben und Düfte zu entfalten.
Der Vater hütet sie wie seinen Augapfe..
Von der Gesellschaft kennt sie nur bas was ii: । der Villa Helios verkehrt — laurer elegant aus«
Unzufrieden mit sich selbst begibt er sich end- sehende Leute mit vornehmen Namen, deren, lich zur Ruhe und schläft bald den festen, ge- I Charaktere scheinbar über jeden Zweifel erhaben &W d-- 2-S-nd. "nd.^ „ub 8n„,Iiro 6emmberi „„b
Auch Angelina Margoni, das liebliche Ee- | verzogen. Ihre Naivetät ihre kindliche Offen- burtstagskind, um desientwillen gestern die I heit, ihre Gleichgültigkeit gegen Schmeichelei Gäste von nah und fern, nicht nur drüben von I und Hofmacherer, vor allem Her der sonnige Neapel, sondern sogar noch viel weiter nach der I Frohsinn, der ihr zterlichesPersonchenum Sireneninsel Capri geströmt waren — auch I schwebt — dies ganze entzückende Ensemble Angelina ruht auf ihrem spitzenbesetzten schnee- | macht sie zu einem bezaubernden Madchenbild, iaen Laaer gum wahren „Sonnenschein" der Villa Helios.
Doch ihre großen braunen Augen flieht der Nur manchmal zuckt es wie em Blitz in Scklummer I diesen klaren unschuldigen Augen auf, legt sich
Sie ist zu glücklich, um schlafen zu können. I für Momente ein ernster, fast Hatter Zug um Nun da Vnoch Rolf, ihr'teurer Cousin, ke blühenden Lippen - und ein scharfer Beob- nrin ihr lieber lieber Bruder, eingetrosten — I achter würde sich fragen: kann dieses Harm nun ist ihr Glück vollkommen. los glückliche, im Sonnenschein des Lebens auf.
Angelina Margoni ist ein ganz eigenartiges I gewachsene, zärtliche Kind gegebenenfalls mcht Mädchen zum leidenschaftlichen Werbe zur strengen, mit-
Sie hat niemals eine Schule besucht; eine I leidslosen Richterin werden? .,
Gouvernante erteilte ihr vor Jahren den not- Angelina war stets das einzige Kind da ihre dürftigen Unterricht. Sie kennt keine fremde I Mutter früh gestorben. Rolf war ihr Brno« Sprachen; sie spielt nicht Klavier; sie singt nicht und Schwester in einem, . f A?
und malt nicht. Aber sie besitzt ein durchaus I , (Fortsetzung folgt./
empfängliches Gemüt für die Schönheiten der I ■ ;**==*** 5,
Natur, für alles Große und Erhabene.- * v
Mecklenburgischer Kriegerverband (Eroßherzoa, tum Mecklenburg-Schwerin) 278 Vereine mit 27 422 Mitgl., Eroßherzogl. Sächsischer Kriegerund Militärvereinsbund (Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach) 375 Vereine mit 17 856 Mitgl., Mecklenburgisch-Strelitzsche Krieger- Kameradschaft 24 Vereine mit 2623 Mitgst, Oldenburgischer Landes - Kriegerverband 210 Vereine mit 19 242 Mitgl., Braunschweiger Landwehrverband 259 Vereine mit 23 673 Mitgl., Meininger Landes-Kriegerverband (Herzogtum Sachsen-Meiningen) 265 Vereine mit 13 954 Mitgl., Landesverband Altenburg (Herzogtum Sachsen-Altenburg) 121 Vereine mit 10111 Mitgl., Koburger Kriegerverband 72 Vereine mit 4004 Mitgl., Gothaer Kriegerverband 152 Vereine mit 9449 Mitgl., Anhalti- scher Kriegerverband 186 Vereine mit 13047 Mitgl., Schwarzburger Krieger-Kameradschaft (Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen) 91 Vereine mit 5187 Mitgl., Schwarzburg-Rudol- stüdter Krieger-Landesverband 85 Vereine mit 4149 Mitgl., Landes-Kriegerverband Waldeck- Pyrmont ‘71 Vereine mit 3329 Mitgl., Verband « t , der Militär- und Kriegervereine des Fürsten
onw«.M-iS zunächst die wirtschaftliche Entwickelung Nord- Linie Militär- und Kriegervereine 83 Vereine ost-Sibiriens erstrebt, die bisher vollkommen I mit 5474 NMgll, Schaumburg-Lippischer Krie- i brach gelegen hat. Amerikanische Goldsucher, I gerverband 42 Vereine mit 2821 Mitgl., Lippi- die von Alaska herüberkamen, haben dort und I "scher Kriegerbund 116 Vereine mit 9039 Mitgl., auf der Aschuktschenhalbinsel Gold gefunden, um I Landes-Kriegerverband Lübeck (Freie und eine rusiische Gesellschaft, die hier das Bergbau- I Hansestadt Lübeck) 17 Vereine mit 2922 Mitgl., Monopol hatte, ist unter amerikanische Leitung Kriegerverband Bremerhaven (©eitet der gekommen. Ebenso wird der ungeheure Reich- | Freien und Hansestadt Bremen) 3 Bereme m t L d7- -- Lachsen und °nd---» L
Fischen die Unternehmungslust der Amerikaner I $ 86 $eietne mit 14 730 Mitgl., Elsaß-
reizen. Diese haben zedensalls ern gutes Ge- Lothringischer Krieger-Landesverband 313 Ver- schäft gemacht, daß sie 1867 Alaska für 7 Mil- I eiUi7 mit 34 262 Mitgliedern.
lionen von Rußland kauften, und werden nun I . ______
wohl auch Nordost-Sibirien, den Mützenzipfel I . fi
der alten Welt, in Bearbeitung nehmen. Aber I JitiuJ,
wicktiaer als diese rein wirtschaftlichen Folge« I Der Kaiser, der am Mittwoch früh in werden sicherlich die politischen sein, mtu es geyr I yunnooet eingerronea —;T
I fast so aus, als ob auf der einen Seite China I Vahrenwalder Heide das Königsulanenregiment
I durch Japan und auf der anderen Rußland durch I und trat um 2 Uhr nachmittags die Reise nach
I Amerika modernisiert werden soll. I Homburg an, um daselbst dem Kraftwagenrennen
I I um den von ihm gestifteten Kaiserpreis beizu-
I ------------ - ' I wohnen.
Die Mitgli-d-rzahl des Wen wi -
I Kriegerbundes. | telbar bevorstehen. Als Nachfolger des Herrn
Der Deutsche Kriegerbund umfaßte nach dem v. Studt werde in unterrichteten Kreisen der 31. Geschäftsbericht am 1. Januar 1905 16774 Untsrstaatssekretar im Reichspostamt Sydow ge-
I Vereine mit 1448 876 Mitgliedern, am 1. Ja- I nannt, der Sohn des früheren Unterstaats-
I «uar 1906 17 288 Vereine mit 1489 366 Mitgl., I ftkretärs im Kultusministerium.
! am 1. Januar 1907 17 901 Vereine mit 1534 279 I Generalmajor v. Deimling. Berlin, 12.
I Mitgliedern. Hiervon waren, soweit das durch I ^uni. Generalmajor v. Deimling, der sich zur
I die Veteranenstatistik hat festgestellt werden I oe|t mit längerem Urlaub in Triberg (Schwarz-
können, 250 836, also 16,2 v. H., Veteranen. Die I « aufhält, wird nach Ablaus seines Ur- I verband 15179 Vereine mit 1317 332 Mitgl., I mando übernehmen.
Vierteljährlicher Bezugspreis: bei der Edition 2 Mk^
4 qw bei allen Postämter» 2,25 Rk. (QcU Bestellgeld).
vl2. lu l Jnsertiousgebühr: die gespaltene Zeile oder deren Raum 15 Pfg.
Reclamcn: die Zeile 30 Pfg.
tz (Nachdruck verboten.),
Heimweh nach Glück.
Roman von Erich Friesen. '(Fortsetzung).
„Ja, das Leben! Das Leben!" fährt der Fürst unberührt, wie zu sich selbst sprechend, fort. „Erinnerungen wachen auf — Erinnerungen an unbedachte Stunden . .. Torheiten--
Sie sind noch jung, mein Freund, Sie können das noch nicht begreifen. Aber auch Sie werden im reiferen Alter auf Erinnerungen zuruck- blicken, die Sie lieber aus Ihrem Gedächtnis fortgewischt haben möchten."
Ich glaube nicht," erwidert Rolf bestimmt, die "großen, klaren Augen fest auf das inter- esiante, aber von reichlichem Lebensgenuß zeugende Gesicht des Fürsten ttchtend. „Ich Hope nicht zu jener Gattung von Menschen zu gehören, die einst im Alter über Ihre fugend erröten müsien. Die Jugendjahre, die herrlichen, goldenen Jugendfahre gehören meiner Meinung nach den Idealen an, dem heißen Streben nach hohen, großen Zielen — nicht dem entnervenden
schaftliche Einladung."
Jetzt ist es der Fürst Torlonia, der die ausgestreckte Hand des jungen Mannes ignoriert.
Genuß!" I Ich beanspruche keinen Dank für eine zurück-
Der Fürst hat sich von seinem Stuhl er- gewiesene Freundlichkeit," sagt er mit verletzenhoben. Mit seiner gewohnten, spöttischen Ueber- der Kälte, indem er die Uhr zieht Es ist spat leaenheit steht er vor dem Jüngling, desien I —schon vier vorbei. Gehen wir zu Bett. Hühnengestalt noch zu wachsen scheint. „Halb Der Fürst ist gegangen, begleitet von dem ironito halb verwundert blicken die grünlich I leisen Knurren des Hundes, der die Antipathie schillernden Augen in das kraftstrotzende jugend- 1 c-:— frische Gesicht, in dem es aufleuchtet vor tief- innerster Begeisterung.
> —\a Bedächtig schnippt der Fürst die
Asch'.' von seiner Zigarette. Hm —! Was Sie da sagen, klingt ja^ sehr schon Es sind die Phantastereien des Jünglings, der noch nichts von der Welt kennt. Besuchen Sie mich einmal in Florenz! Machen Sie mit.mir eineSaison Gesellschaftsleben durch — und Sie werdenan- der» denken!-
__I Frisco und Newyork beschuldigen den japani- I
Jllps COlttlQ I schen Botschafter Aoki des Verrates in der San I
.< In der Klagesache I. c/a Y. werden klä- I St. Franzisko-Angelegenheit und verlangen von I gerischerseiis neue und sehr heftige Beschwerden I der Regierung in Tokio seine Abberufung. I vorgebracht, die diesem großen vor unseren I Aber das Verhalten der amerikanischen Bevor- I Augen sich abspielenden Weltprozesie für die I kerung am Stillen Ozean zeigt, daß auch die 1 nächste Zeit starke Beachtung sichern. Die Japsen I Bundesregierung mit der Volksstimmung als deren Volksstimmung durch die bekannten Vor- I einer unaufhörlich treibenden Kraft zu rechnen I
tzänge in Frisco sehr gereizt ist, lasten sich durch I hat. . I
«och so schöne, wohlwollende Versicherungen der I Besorgt schaut sich deshalb Amerika in dieser I Yankees nicht mehr beruhigen und die oppositio- I für seine Zukunft so bedrohlichen Frage nach I
ittetten Parteien in Tokio benutzen diese Volks- I Bundesgenossen um. Es ist jedem Yankee klar, I
fttmmung gegen das derzeitige Ministerium. I daß der Streitfall I. c/a 2). niemand gelegnet I Die japanische Geschichte zeigt aber klar und I kommt als England. Dies hat durch den rustrsch- I deutlich, daß der Mikado, so sehr er in allen in- I japanischen Krieg seinen bis dahtn gefährlichsten itcren Fragen das Volk zu lenken und zu dis- I Wettbewerber in Asien mattgesetzt und bietet ziplinieren weiß, außer Stande, seine Japsen I durch das japanische Bündnis nun auch Amerika I gegen ihre nationalen Hoffnungen zu regieren; I Schach. Bei dieser Sachlage ist es nicht verwun- I denn in Japan ist im Gegensätze zu der greisen- I derlich, daß man in Amerika Rußland einiger- I haften Demokratie Europas die oppositionelle I maßen mit anderen Augen anzusehen gelernt Fortschrittspartei Trägerin des nationalen I hat, als früher. Präsident Roosevelt hat wohl I Chauvinismus. Diese Partei machte nun in I gewußt, was et tat, als er den Frieden zwischen I mehreren Versammlungen die Regierung ver- I Rußland und Japan vermittelte. Freilich hat I antwortlich für die Sicherheit der Japaner in I er durch diesen Frieden, der Japan um die I Amerika. Und sie hat sogar im japanischen I Früchte s-mer Siege brachte, den Hatz „der Oberhause in dieser Opposition Unterstützung ge- I Japsen gegen die Yankees nur noch verschärft, I funden. Wie aus Newyork berichtet wird, soll I aber er hat Rußland als einen Faktor im poli- I das Oberhausmitglied Tani erklärt haben: falls ttschen Spiele erhalten, der zweifellos wieder der Diplomatie nicht eine Lösung gelinge, bliebe I zu Kräften kommen wird, sobald es ihm kelingt, I Japan nur noch der Appell an die Waffen- mit den Machenschaften der internationalen Ele- gewalt. Das ist eine recht bezeichnende Jllu- mente aufzuräumen die sich die russische Revo- stration zu der Haager Friedenskonferenz, und I lution nennen. Die Gemeinsamkeit der rusti- I unkluge Schwärmer mögen daraus entnehmen, I schen und amerikanischen Jnteresien g^enuber | daß in den großen Prozessen des Weltgerichtes Japan liegen ja klar zu Tage und diese Erkennt- der Krieg eben immer die oberste und letzte Be- I nis trägt auch bereits ihre Fruchte. So hat der I rufungsinstanz bleibt. Und diese Instanz wird Z«r am letzten Sonnabend entern amerikanischen früher oder später auch doch schließlich zu ent- Syndikat eine Konzession zum Bau einer Ei en- fcheiden haben zwischen denHerrschaftsansprüchen I bahn durch Sibirien bis zur Berrngstraße und I der gelben und der weißen Rasse. Und das ist I eines unterseeischen Tunnels nach Amerika ge- die bitterste Ironie: daß in dieser Frage die I nehmigt. I
Völker Europas ihre heiligsten Güter" so we- I Die bewilligte Cutte soll en Kansk an der nig zu wahren wußten, während andererseits I großen Sibirischen Bahn beginnen Sibirien in I die amerikanische Republik, die auf das in Was- der Richtung nach Nordosten durchqueren, den fen starrende Europa so geringschätzig herab- I in der Nähe des Ostkaps anzulegenden Tunnel I blickte in dem stolzen Bewußtsein, daß das freie I durchlaufen und auf Alaska sich an dre bereits Amerika solchen reaktionären Rüstzeuges nicht I bestehende Alaska - Eftenbahn anschließen. Die bedürfe, nun mehr wie jede andere Nation ge- Länge der neuen Eisenbahn wird etwa 5000 zwangen sein wird, eine Rüstung zu tragen, um Werst betragen dre Kosten sind auf 1250 000 000 feine Freiheit und Unabhängigkeit gegen die | Franks veranschlagt worden Das amerikanische quecksilbrigen Asiaten zu verteidigen, die mit Syndikat, an desien Spitze Herr;Lotcq de Lobel den Amerikanern einen Wesenszug ganz unbe- I steht, unterbreitete m Apnl 1906 dieses Prozekt streitbar gemein haben: die rücksichtslose Drauf- der rusii^en Regierung iinte sehr bemerkens. aänaerei? I wetten Bedingungen. Es verlangte rernerlet
Diese" politische Spannung zwischen Yankee Zinsgarantie erklärte sich bereit zwecks För- und Japs mag sich in zahlreichen einzelnen Zwi- I derung der Kolonisation Sibiriens und speziell Ickeniällen nocb verkleistern lassen. Unzweifel- I des neuen Eisenbahngebiets die Beförderung haft aberwird si7von FM zu Fall größer, weil aller Kolonisten und ihrer Familien und Habe auf beiden Seiten die Regierungen mit der | fast kostenlos zu übernehmen, in Sibirien eine Volksstimmung zu rechnen haben. Die Japsen in Agrarbank zu gründen, die den Bauern unter