»Hoch oben blinken die Sterne, Der Mond gab klar an Schein, Die Maid, sie ließ sich nieder Auf einen blauen Stein. Allwo das klare Wasser sprang. Da stand wohl eine Linde, Wo Nachtigall saß und sang. O Nachtigall, klein Vogel, Willst du mein Bote sein Und zu dem Reiter fliegen. Dem Herzgeliebten mein, Und sagen, daß er komme zu mir! Ich will wohl seiner warten Bei diesem Turme hier."
Die Linde, das Sinnbild der Liebe, und der Alachs, das Sinnbild des jungfräuliche« Fleißes, gehören zusammen:
denn, wie der Abgeordnete Schrammel auf dem Grazer Parteitag sagte, werde die Sozialdemokratie die wirklich besitzenden Bauern niemals in ihre Reihen bekommen. Der Schluß liegt
Wo der König Laurein Ehe stahl das Mädchen fein." Im Schatten einer alten Linde traf Pnrzifal auf seiner Fahrt einen bejahrten Mann, den er grüßte und um Rat fragte.
„Eurnemanns du Eraharz hieß der Wirt In der fern erschauten Feste.
Eine Linde wiegten breite Aeste Davor auf grüner Wiese." „Fürst Eurnemanns alleine saß; Die Linde gab mit Wonne Schate« vor der Sonne."
Die Klage der um ihren Bräutigam treuer«* den Sigune ertönte aus den Aesten einer dicht* belaubten Linde, wo sie Parzifal fand:
„Der Degen kühn und ohne Zagen Hört eine Frauenstimme klagen. Naß von Tau noch war das Eras. Vor ihm auf einer Linde faß Ein Weib, die Treue bracht in Not. Eebalsamt lag ein Ritter tot Dem Fräulein zwischen beiden Armen. Wollt es einen nicht erbarmen, Der sie also sah in Schmerzen, Das geschah am falschen Herzen."
Auch die Lvriker stehen der Linde nicht fet«, Ditmar von Aist singt von ihr:
„Ahi, nun kommt die schöne Zeit, Der kleinen Dögelein Gesang: Es grünet wohl die Linde breit, Vergangen ist der Winter lang."
Und Walther von der Nogelweide in „Dit verschwiegene Nachtigall":
„Unter der Linden
An der Haide,
Wo ich mit meiner Trauten saß. Da mögt ihr finden. Wie wir beide
Die Blumen brachen und da« Gras." u. s. w.
(Schluß folgt.) -
Die Linde in Geschichte, Sage, Märchen und Liedern.
Von Fr. W. Steinbruch.
(Sortierung.)
In keiner Sage ist aber das Gefühl des Volkes, daß die Linde das Sinnbild der Liebe sei, finniger ausgesprochen, als in der von der ft sunderin^ Aus Liebe hat sie gesündigt und so soll sie büßen durch das Sinnbild der Liebe, dre Linde. Eie soll nur Lindenblätter essen und nur den Tau von denselben trinken sie soll in keinem Bette schlafen, sondern nur auf Wurzeln von der Linde.
Wie die Sage, so schließt sich auch das Volkslied häufig an die Linde an: die Linde ist der Baum der Liebe: 1
»Es stand eine Linde im tiefen Tal, War unten breit und oben schmal, Zwei Liebende, die darunter säße«. Vor Freud ihr Leid vergaßen."
Eine Jungfrau, die sich vom Turmwächter Fe Erlaubnis zu einem Ausgang in den Wald «schmeichelt, erwartet den Geliebten unter einer Linde:
Deutsche- Reich.
_ — Dom kaiserlichen Hofe. Das Kaiserpaar unternahm gestern Vormittag vom Neuen Palais aus einen Ausritt. Später hätte der Kaiser Votträge des Kriegsministers, des Chefs des Militärkabinetts und des Chefs des Marinekabinetts. Zur Frühstückstafel waren geladen Profesior Schaper, Etaatsminister v. Moller, Graf Platen-Hallermund und Eeneraldirettor Bode. Am Nachmittag ttckfen Fürst und Fürstin Fürstenberg im Neuen Palais ein, abends im Berliner Schloß Pttnz Georg von Bayern. — Der Besuch des Kaiserpaares in Kopenhagen wird für das erste Drittel des Juli erwartet.
— Der Kaiser als Schiedsrichter. Der türkische Botschafter am Berliner Hofe Tewfik Pascha hat dem Reichskanzler den Wunsch des Sultans vorgetragen, Kaiser Wilhelm möge das Amt des Oberfchiedsttchters in den feit Jahren schwebenden Differenzen zwischen der Tüttei und den orientalischen Bahnen annehmen. Gleichzeitig hat der Sultan selbst hiervon dem österreichisch-ungarischen Botschafter in Konstanttnopel, Markgrafen Pallavicini, Mitteilung gemacht. Im Jildiz-Kiosk hofft man, oie der „Frkf. Ztg." aus Konstantinopel mit- zeteilt wird, zuversichtlich, daß der Kaiser dem Wunsche des Sultans entspricht und einen Schiedsrichter ernennt. Bereits 1888 rief der Sultan in einem andern Streite mit den Orientalischen Bahnen Kaiser Wilhelm I. als Schiedsrichter an, welcher damals den Professor von Gneist zum Schiedsrichter ernannte.
Der Reichskanzler Fürst Bulow empfing gestern den tüttischen Botschafter Tewfik Pascha, den italienischen Botschafter Pansa, den Ersten Delegierten Japans zur Haager Konferenz Botschafter ad hoc K. Tsudzuki. Herr Ksudzutt wurde dem Reichskanzler durch den hiesigen japanischen Botschafter vorgestellt.
— Der Einzug des Herzog-Regente« Johan« Albrecht in Braunschweig ist nach amtlicher Bekanntmachung endgültig auf den 4. Zuni festgesetzt worden.
„Es flog eine weiße Taube Wohl aus dem Lindenbaum Sie flog wohl über Grünhaioe Vor Edelkönigs Haus.
Was trug die weiße Taube? Ein blau Blaublümelein, Die jüngste Königstochter Soll spinnen ein Fädchen fein."
Die Linde ist ein Buch mit vielen Blattern u«d auf jedem Blatt ein Märchen:
»Zu Ingelheim, da steht ein Baum, ' Trägt grüne Lindenblätter, Auf jedem Blatte, das er ttägt, Ein Märlein steht geschrieben. Zu Ingelheim ein Lindenbaum, Der trug viel schöne Blumen, Die erste Blume die er trug. Brach ab die Königstochter."
Die Linde ist der Tanzsaal der ländlichen Bevölkerung im Lenz und Sommer und weil die Linde, die auf der Almende steht, der Ott ist, wo man sich freut mit den andern und nicht für stch, so gibt derjenige, der einen Lindenzweig trägt, kund, daß seine Freude ein Teil der Freude aller sei.
Auch in die Volkslieder von den eitlen und unmöglichen Dingen hat stch die Linde verflochten:
„Ich weiß mir eine schöne Maid, Ich nähm fie gern zum Weibe, Könnte fie mir von Haberstroh Spinne« die feine Seide.
Coll ich dir von Haberstroh Spinnen die feine Seide, So sollst du mir von Lindenlaub Ein paar Kleider schneiden."
Hub in der Kunstdichtung begegnen uns dieselben Erscheinungen. Im deutschen Heldenliede werden die gewaltigsten Taten unter der Linde vollbracht. Unter einer Linde tötete Sieg» __fried den Drachen, eiu Lindenblatt verurfmhte
nahe, die noch befitzenden Bauern möglichst rasch! zu besitzlosen umzuwandeln, damit fie dann der Eozialdemokratte als reife Frucht in den Schoß fallen. Lischka sagt daher treffend, die Aeuße-: rung Schrammels heißt, in reines Deutsch übersetzt: Der Bauer darf nicht geschützt werden, der angeblich natürlichen Entwickelung zur Proletarisierung des Bauernstandes darf nicht enti gegen gewirkt werden, denn erst der minierte,' bet besitzlose Bauer ist reif für die sozialdemokratische Agitatton, ist der Beachtung der Ee- noffen würdig. Bezeichnend ist auch folgende Aeutzerung Dr. Adlers auf dem Grazer Parteitage: „Allerdings hat sich heute das kleinere oder sagen wir, das mittlere Eigentum in der Landwirtschaft nicht in dem Grade als kulturwidrig, herausgestellt, wie das Eigentum in der Industrie." Also auch das kleine und mittlere Privateigentum in der Landwirtschaft ist nach der sozialdemokratischen Logik kulturwidrig, nur mit der kleinen Einschränkung, dies sei nicht i« dem Grade der Fall wie bei dem Privateigentum der Industrie. Den mittleren landwirtschaftlichen Besitz, also diejenige Vefitzform, die die herrschende sein sollte, darf die Sozialdemo- kratte auch gegen die Auswucherung von oben bei Leibe nicht schützen. Der kleine und mittlere Bauer ist schutzlos zu lasien, das ist der Kern der sozialdemokratischen Heilslehre für den Bauernstand in Oesterreich wie in Deutschland, das ist bas sozialdemokratische Agrarprogramm. Endlich erklärte der österreichische Abgeordnete Re- fel, ein gewesener Handwerker (Schneider), i« dem sozialdemokratischen Agrarprogramm herrsche keine prinzipielle Klarheit. Warum? ist ja einleuchtend. Er hat gerade in dem letzten Wahlkampfe ohne Programm Vauernagitation,! d. h. Bauernfang betrieben, aber sicherlich in den ländlichen Bezirken nicht wiederholt, was et am 5. September 1900 in Graz erklärt hat, es et*- scheine ihm „fraglich, ob es prinzipiell zulässig sei, den bäuerlichen Besitz zu erhalten." Diese Proben dürften genügen, dem Bauernstände übet die Absichten der sozialdemokratischen Agitatoren die Augen zu öffnen. Es wird nach den neuesten Erfolgen der Sozialdemokratie in Oesterreich der angesttengtesten Aufklärung?-: arbeit auf dem platten Lande bedürfen, um die Landwittschaft vor dem Eindringen sozialdemokratischer Ideen zu bewahren. Der Sauer, ob großer, ob mittlerer, ob Kleinbauer, ist ganz gleichgültig, der auch nur im Geringsten der Sozialdemokratie Vorschub leistet, sägt damit nur den Ast ab, auf dem er sitzt, wird zum Totengräber seiner eigenen Eristenz.
— Kroatische Sonderbestrebungen. Wie aus Agram berichtet wird, hat die kroatische Opposition bislang noch keine entgültigen Beschlüsse gefaßt betreffs des weiteren Vorgehens in dem Konflikte mit Ungarn. Sie will vorerst einige Tage eine abwartende Stellung einnehmen, da man bestimmt den baldigen Rücktritt des Banus, Grafen Pejacfevich und feines Stellver- treters, Nicolic, erwartet. Die radikal-nationale Partei hält täglich Konferenzen ab, da fie eine große Aktion zur gänzlichen Trennung Kroatiens von Ungar« zu inszenieren beabsichtigt. Die kroatische Presse fordert die Bevölkerung auf, vorläufig ruhig zu sein und kaltes Blut zu bewahren, bis zum Beginn des entscheidenden Handelns. I« Agram selbst ist alles ruhig und die Stadt hat ihr gewöhnliches Aussehen.
— Nationalfeier für die Jungfrau vo« Orleans. Wie aus Paris berichtet wird, billigte die ftanzösifche Deputiertenkammer einen Vorschlag, nach dem eine Kommission eingesetzt werden soll zur Untersuchung des Planes der Stiftung eines Nationalfestes für Jeanne d'Arc.
— Aus Marokko. Tanger. 29. Mai. Die fcherifischen Regierungsbeamten Elmokri und Benghanem begaben sich gestern Abend in die französische Gesandtschaft, um sich mit Regnault über die französischen Forderungen zu bespreche«. Es wurde volle Einigung bezüglich der Frage der Polizei im algerisch-mauretanischen Grenzgebiete erhielt Auch hinsichtlich der Angriffe auf Franzosen etgten die scherifischen Beamte« Entgegenkommen.
zwischen seinen Schultern die verwundbare Stelle, als er sich im Blute des erlegten Tieres wälzte. Kriemhilde verrät es Hagen mit den Worten:
»Mein Mann ist kühn," begann fie, „dazu auch stark genug;
Alr er einst den Lindwurm am Felsenhang erschlug,
Da tat der stolze Recke sich baden in seinem Blut; Das schuf bisher in Stürmen ihm Schutz vor aller Waffen Wut.
Als aus des Drachen Wunden floß das heiße Blut
U«d et darein sich tauchte, der Recke kühn und gut.
Da fiel ihm zwischen die Schultern ein Linden- blatt gar breit.
Dott kann man ihn verwunden; drum find mit Furcht und Harm nie weit."
Und unter einer Linde wurde Siegfried von Hagen ermordet:
„Schon wollten fie zur Linde, die ob dem
Bronnen ragt," da schlug Hagen den Wettlauf vor und tötete Siegfried unter der Linde.
Dasselbe finden wir bei den höfischen Dichtern. Unter einer Linde raubte der Zwerg Lauri« die schöne Tochter des Herzogs von Steiermatt. Vergeblich suchte der sorgenvolle Stuber mit ben Rittern die Jungfrau, um welche fiaurin den unsichtbar machenden Tarnmantel geworfen hatte.
„Bei der Linde grün.
Von mannichem Ritter kühn
Ward viel Fragen getan
Um die Jungfrau wonnesam."
Und als endlich die Jungftau befreit war, da kamen fie wieder zu der Linde, wo der Raub geschehen wat:
„Da kamen fie, wie die Sage spricht, Wieder zu der Linde lichP
>| gung Berlin-Potsdam des Verbandes ronvttto- X flandsSeweguvg kn SSdchkna mag««», daß die I seiender Apotheker str das deutsche Reich I bisherigen Nachrichten über die Angriffe gegen I t L I” Regierung dafür, daß sie an die reichs- I die deutschen Missionen wohl übertriebe« find, I ^letzlrche Regelung des Apothekemvesens auf womit aber nicht gesagt fein soll, daß die Be- I ?7,nb ^tems bet unverkäuflichen Petso- roegung unterschätzt werden darf. Nach den I betan8etreten ist. Die Bezirks- I hier vorliegenden Informationen kehrte stch die
I ba& bie Regierung sich von Bewegung zuerst gegen die einheimischen
I a" bet Verkäuflichkeit der Steuererheber und erst in einem spätere« Sta-
l Lpothekenbetrrebsberechk gung von der Grund» I dium gegen die Fremden. Betroffen worden I tag« dieses Entwurfes und feiner Durchführung sind nicht nur deutsche Missionen, sondern auch nicht abbringen lassen nririh“ englische. Bisher ist aber kein Missionar an
I “3« Abänderung des preuß. Fischerei» Leib und Leben zu Schaden gekommen. Es sind
I «esetzes. Dre Gutachten des preußischen Regie- lediglich verschiedene Missionen geplündett wor- I rungspraftdenten, die Novelle zum preußische« ben. Die Angelegenheit wird selbstverständlich I Frscherergesetze vom 30. Mai 1874 betreffend, I von den diplomatischen Vertretungen in Peking I find int landwirtschaftlichen Ministerium in die l im Auge behalten. Der mit dem Schutz der I Rovelle hineingearbeitet worden, sodaß jetzt ein I deutschen Mission beauftragte „Jltts" hat eine I "euer Abänderungsentwurf zum preußischen I Besatzung von 130 Mann an Bord, und da diese I Frscherergesetze vorliegt, der eben im landwrtt- I um LO Mann von einem in Hongkong anker n- schaftlrchen Ministerium von einer Konferenz den kleinen Flußkanonenboot oerstärtt worden
I sachverständiger Interessenten durchberaten I ist, trifft unser „Jltts" mit 150 Mann Be- I Ard- 3" grundsätzlicher Auffassung unter- satzung in Pakhoi ein. Das Schiff wird mithin, I scheidet er sich durch nichts von dem ersten Ent- falls es notwendig werden sollte ein Detache- I würfe, doch müsse es, wie die „Deutsche Tages- ment von 60 bis 70 Mann an Land setzen kön- I zertung" hervorhebt, als ein Fortschritt betrach- nen, ohne feine Gefechtsbereitschaft als Kriegs- I tet werden, daß der Entwurf einen Ansatz I fahrzeug zu beeinträchtigen. An Bord des I "immt, dem Fischereigesetze den Charatter eines I „Jltts" befinden sich mehrere kleine Maschinen- nackte« Polizeigesetzes zu nehmen und es zu l geschähe, die dem Dttachement beigegeben wer- einem Wrrtschaftsgesetze auszubauen. Wie das I den können. Nach Eintteffen be» „Jltts" in genannte Blatt erwähnt, dürsten die Sport- I Pakhoi dürfte für die Sicherheit deutscher fischer nach, wie vor das Fehlen einheitlicher I Reichsangehöriger und deutschen Eigentums Bestimmungen über die sogenannte Sonntags- I nichts mehr zu befürchten fein, etlaubnis zum Angeln bemängeln. Auch die I
Einführung besonderer Angelscheine analog den I ■ ■
Jagdscheinen sei nicht vorgesehen. Und doch fei | ArMlld.
bie Einführung dieses Scheines stark im Inter- I — Sozialdemokratie und Bauernstand. Bei esse der Sportfischerei gelegen. Durch sie werde | den jüngst erfolgten Reichsratswahlen in Oester- bte prinzipielle Unterscheidung der Sportfischer I reich, die wie schon mehrfach hervorgehoben
I von den Berufsfischern ausgesprochen. Große I wurde, zum ersten Male auf Grund des allge- Gefichtspunkte hätten in dem Entwürfe über- I meinen gleichen Wahlrechts vollzogen worden Haupt wenig Berücksichtigung gefunden. So sei I £nb> h<ti wie zu erwarten stand die Sozial- die Bildung von Stromprovinzen und Fischerei- I ^A^atte, bie sich zur stärksten Partei int vereinen, die Einführung einer gewissen Selbst- I Afseschwungen hat große Erfolge
Verwaltung und des Befähigungsnachweises für I -AkA w5 a” Hnb VLbCrn ^"bustrre-
Berufsfischer unterblieben. Gewisse Besserungen platte An /'zu ^Äern"hat^d?e "Lofial- ©urben immerhin eintreten, wenn der Entwurf demokratie jenseits der schwarz-gelben Grenz- Gesetz werde. Deshalb dürste es Im Interesse I pfähle unter der geiftigen Führung von Dr. aller Fischer liegen, ihn gleich bei Beginn der I Viktor Adler nicht fehlen lassen und hat zu die-
nächsten parlamentarischen Saison ihn beiden I ftm Zwecke im wahrsten Sinne des Wortes
Häusern des Landtags vorzulegen. I Bauernfang getrieben. Von Seiten derjenigen
— Ausstellungsmüde. Das Äontitee für die I bürgerlichen Parteien, die mit Roscher im
Vorbereitung einer Weltausstellung in Berlin I Bauernstände die Wurzel des deutschen Volks- zurn 25. Regiemngsjubiläum des Kaisers im baumes erblicken hat man indessen dem Treiben Jahre 1913 hat an sämtliche Handelskammer« uL!? ÄS™
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sL « » « Frage gerichtet wie sie sich zu dem internationalen Feinde der Landwirtschaft S » ? verhalle« Die Kam- «ach Kräften gewarnt Der Schriftleiter des
mern nehmen jetzt mehr und mehr Stellung zu „Alldeutschen Tageblatts" in Wien. Vittor dem Plan und geben die erbetene Antwort, die I Lischka, hat in einem frisch geschriebenen Flugallerdings meist verneinend ausfällt. Die Ent- I blatt: „Sozialdemokratie und Bauernstand" fcheidung sämtlicher Kammern nritzutetten, hat I (Buchdruckerei Äamus u. Co., Wien) die Landnatürlich wenig Sinn, zumal fie stch in der I wirte über die Bauernfreundlichkeit der Sozial- " ' ' ’ ‘ ' demokratie nach den eigenen Aussprüchen der
Führer der Partei des Klassenkampfes aufgeklärt. Von Interesse für uns Reichsdeutsche find einige in der Schrift enthaltenen Zitate von Aussprüchen österreichischer sozialdemokratischer Führer über den Bauernstand, die beweisen, daß man hüben, wie drüben die Proletarisierung des Bauernstandes zur Erreichung der sozialdemokratischen Ziele als notwendig betrachtet, daß man aber bestrebt ist, diese bauernfeindlichen Mittel zu seiner Erreichung besonders bet den Wahlkämpfen zu verhüllen. Deshalb hat auch der Abgeordnete Dr. Ellenbogen in feinem Bericht auf dem Grazer sozialdemokratischen Parteitage von 1900 erklärt, es sei hier (d. h. in seinem Bericht) mit peinlichster Vorsicht alles ausgeschattet worden, was in der Theorie noch strittig sei. Die Sozialdemokratie deutet an, daß sie nur auf die zu Proletariern herabgesunkenen Kleinbauern reflektiere;
— Die Kamerunfahrt des Grogherzogs von Mecklenburg. Rach einer in Schwerin aus Kamerun eingelaufenen Drahtmeldung ist der Großherzog mit dem in feiner Begleitung reifenden Erbgroßherzog von Mecklenburg-Sttelitz mit dem Dampfer „Eleonore Woermann" gestern in Viktoria gelandet. Der Eroßherzog hat sich von dort nach $uea, dem Sitz des kaiserlichen Gouvernements, begebe«, um dort bis 2. Juni sich aufzuhalten. Von Buea wird der Erbgroßherzog nach Duala Weiterreisen, und beim Bezirkshavptmann Brauchitsch für einige Tage Wohnung nehmen. Die Landung in Kamerun erfolgte bei schönstem Wetter.
— Ungarischer Besuch. München, 31. Mai. Heute früh sind hier von Wien kommend, einige fetbäig Mitglieder des ungarischen Landesagri- . , .. , . , ■ ■ ' ------
ku.turvererns eingetroffen, um eine mehrwöchige I Hauptsache in derselben ablehnenden Richtung Studienreise durch Deutschland zu beginnen. bewegen. Wir verzichten deshalb darauf, die Cie folgten heute Vormittag einer Einladung I Antwort jeder einzelnen Handelskammer wie-
"Udwirtschafisrates zum Frühschoppen im I derzugeben, sofern fie auf Nein lautet; nur die pofbraubaus und unternehmen am Nachmittag voraussichtlich spärlichen Zustimmungen sollen Tn)!«»,, •n°^ oltbe”’ ."'n, einer Ein- I wiedergegeben werden. — In der gestrigen
tioen ^Domänen",«" beütfitirfen° b» b°t= I Atzung der Leipziger Handelskammer wurde
BrüderMagvarfich^k^L Sonst mag einstimmig beschlossen, der ständigen Ausstel-
wissen, doch ihm etwas abzugucken, dazu ist er I ^^^"mmission für Me deutsche Industrie be» gern bereit. I oer Veranstaltung einer Weltausstellung
— Zum Entwürfe eines Reichsapotheken- I ** ^°^Te 1913 mitzuteilen, daß die Kammer zesetzes beginnen nun auch die nicht- I nut lrtt allgemeinen sich dahin äußern könne, besitzenden Apotheker Stellung zu neh- ba6. nach ihrer Kenntnis der Verhältnisse im men. In einer zu Berlin abgehaltenen Ver- I Bezirke der Leipziger Handelskammer ein gro- fammlung erklärten sich alle Redner mit dem I 665 Maß von Ausstellungsmüdigkeit herrsche. Prinzips des Entwurfes, der unverkäuflichen I M T ber Ostmark. Das alte Rittergut Personalkonzession, einverstanden als dem nur I Bachau, Kreis Thorn, eine der schönsten beut» Zeit einzig gangbaren Wege zur Sanierung der $hC" SlW£9 er n ’ IpOO 'Korgen groö ift Apothekenverhältnisse, welcher berechtigte In- ß" Stefanski-Possn für
Se”Ä'r^i9t nt< w. 8„
fotgenbe Resolution an: „Die Bezirksvereini- Berliner amtlicher Stelle wirb über bte Auf-