mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
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Marburg
Sonnabend, 1. Juni 1907.
Erscheint wöchentlich sieben mal.
Druck mb Verlag; Joh. Aug. Koch, Universitäts-Buchdruck«« 42. Jahrg.
Marburg, Markt 21. — Telephon ob.
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Politische Gastfteundschaft.
_ Vor dem Traume, als ob durch Reden, Feste und Bankette der ernste Gang der Politik zu be» einflussen sei, kann gerade in diesen Tagen nicht eindringlich genug gewarnt werden, da eine Reihe von Gästen auf deutschem Boden weilt, die es als ihre ausdrückliche Aufgabe betrachten, Gegensätze aus dem Wege zu räumen, deren Beseitigung offensichtlich, ganz außerhalb ihrer Macht liegt. Dahin ist allerdings nicht der Besuch zweier japanischer Kriegsschiffe zu rechnen, die in diesen Tagen nach Kiel kommen; denn die unfreundliche, um nicht zu sagen ränkesüchtige Haltung, die Japan gegen Deutschland einnimmt, entspringt weder einem ernsthaften politischen Bedürfniste dieses Landes, noch einer von Deutschland gegebenen Vsranlaffung. Im Gegenteile hätte Japan, das seine ganze militärische Erziehung und moderne Zivilisation hauptsächlich Deutschland verdankt, ebenso die moralische Verpflichtung wie ein politisches Interesse daran, gute Beziehungen zu Deutschland zu pflegen. Es ist ganz und gar seine eigene Schuld, wenn diese Beziehungen zur Zeit nicht den wünschenswerten Grad von Wärme haben. Wohl aber gilt das Gesagte von den englischen Abordnungen, die zur Zeit auf deutschem Boden weilen. Von diesen hat die Studienkommission, die jetzt die Einrichtung Unserer Städte kennen lernen will, jedenfalls sehr viel bessere Aussichten, eine richtige Vorstellung von Deutschlands derzeitigem kulturellen Streben und politischem Empfinden zu gewinnen, als die Journalisten, die in Entgegnung des Besuches deutscher Zeitungsleiter jetzt in Berlin weilen, wo sie, von Festtafel zu Festtafel geführt, kaum Gelegenheit finden, das deutsche Volk da kennen zu lernen, wo man nach dem Worte des Dichters es aufsuchen muß: bei der Arbeit. Wie bekannt, hatte angesichts der feindseligen Haltung der englischen Presse im vorigen Jahre der bessere Teil der deutschen Zeitungen es abgelehnt, der an sie ergangenen Einladung zu folgen, und dementsprechend haben diese Zeitungen sich auch an der Erwide-
51 (Nachdruck verboten.),
In der Schule des Leidens.
Roman aus dem New-Porker Leben von Erich Friesen.
(Fortsetzung.) XXX.
- Frau Mackay legt Walter in sein Bettchen, dabei ängstlich grübelnd, was aus Felicie geworden sein mag.
Vor ein paar Stunden noch hat sie die Tochter hier im Zimmer verlassen., Wo ist sie jetzt? Was hat ihr aufgeregtes Hirn nur wieder ausgebrütet?
Da — ein leises Klopfen an der Wand.
1 Frau Mackay, die äußerst schreckhaft ist, fährt empor.
Und wieder dasselbe Klopfen — diesmal etwas lauter, dringender.
Frau Mackay lauscht. . . .
- Ha, kommt das Klopsen nicht von jener Seite her? Nalürlich von der Tapetentür, Daß sie nicht gleich daran dachte!
Eilig öffnet sie die Tür.
t Bleich und schweratmend schwankt Felicie aus dem dunklen, kleinen Raum.
■ „Felicie — du?"
I „Ja, Mutter. Hast du gehört?" „Was, mein Kind?"
* „Er wollte sie durchaus hier bchallen oder Ihr nach San Francisco folgen!"
„Wer?«
• „Norbert."
/ „Nein, ich hörte nichts davon. Und sie?"
* „Sie wollte nicht. Aber das ist alles nur Koketterie, Mutter. Sie hat ihn in ihre Netze verstrickt und will ihn nur ein wenig zappeln lassen. O, wie ich sie Haffe! Ich bleibe keinen Tag mehr mit ihr unter einem Dach. Heut' jklbend noch suchst du ein Zimmer für mich, Mutter, möglichst draußen in der hundertdreißigsten Straße. Dorthin ziehe ich und verschwinde aus
rung der Gastfreundschaft nicht beteiligt. Hätten sie dies auch gewollt, so wäre es ihnen von vornherein unmöglich gemacht durch die frei- sinnig-aufdringliche Taktlosigkeit, in der man bei der Bildung des Empfangsausschuffes verfahren ist. Selbstverständlich hat dies die ernsthafte deutsche Preffe namentlich in Hamburg und Berlin nicht daran gehindert, die britischen Gäste in ihren Leitaussätzen würdig und warm zu begrüßen, und dem Wunsche Ausdruck zu geben, daß ihr Besuch dazu führen möge, in England die falsche Auffassung zu zerstören, die vielfach von deutschem Wesen dort gehegt werde, sehr zum Schaden des guten Einvernehmens beider Länder. Andererseits hat es auf Seiten derjenigen Presse, für die der Begriff nationaler Würde und Zurückhaltung unbekannt zu sein scheint, nicht an bedauerlichen Micheleien gefehlt, wie der geschmacklosen Ueberschwenglich- keit, mit der ein Bremer Blatt seinen Begrü- ßungsartikel unter der Ueberschrift „A hearty Welc.ome to the british Journalists“ neben dem deutschen Texte in englischer Sprache veröffentlichte und dergleichen mehr. Amtlicherseits hatte man den ganzen offiziellen Apparat in Bewegung gesetzt, und, wie schon mitgeteilt, sämtliche zur Zeit in Berlin weilende Minister aufgeboten.
Unter den Reden, die namentlich von deutscher Seite zuweilen recht hohe Töne anschlugen, verdiente naturgemäß die des Unterstaatssekretärs v. Mühlberg und die Antwort des engi lifchen Botschafters Sir Frank Lascelles zunächst die meiste Aufmerksamkeit. Ersterer betonte-, daß wir keine polittschen Asketen seien, überall aber nur die Politik der offenen Tür verfolgen, und letzterer, der den guten Geschmack besaß, ausdrücklich hervorzuheben, daß et hier nur im Auftrage der britischen Journalisten spreche und nicht ohne feinen Humor das Ungewöhnliche dieses Auftrages mit dem gleichartigen Verhalten des Grafen Metternich in London erklärte, gab der guten Hoffnung Ausdruck, daß der Besuch der englischen Preffe und die persönliche Bekanntschaft der deutschen Kollegen dazu beitragen möge, die Mißverständnisse hüben und drüben zu besei- tigen. Bemerkenswerter als alles dies war aber, daß zwei englische Journalisten in gleichem Sinne sich aussprachen, auf deren Teilnahme an der Fahrt man nach der von ihren Blättern eingenommenen Haltung eigentlich kaum hatte rechnen können: Herr Spender von der „Westminster Gazette" und Herr Sidney Low vom „Standard". Der letztere sprach das aus, was man so oft gerade von deutscher Seite in der englischen Preffe vermißt hat, nämlich, daß das beste Band für eine gegenseitige
dem Leben meines Mannes — für immer! Im Gefängnis stirbt in wenigen Tagen „Felicie Varrington"; sie wird auf dem kleinen Gefängniskirchhof begraben. — „Felicie Barrington" .ist tot. Ich bin fortan „Anny Holm"."
Mil steigendem Entsetzen blickt Frau Mackay in das erregungsbleiche Antlitz ihrer Tochter. Ist sie verrückt geworden? Felicie Barrington tot? Gestorben im Gefängnis?" Was soll das heißen?
„Mein liebes Kind — beginnt sie begütigend.
Doch Felicie schneidet ihr mit einer energischen Handbewegung das Wort ab.
„Das kannst du nicht verstehen, Mutter. Ist auch nicht nötig. Geh' nur und suche mir ein Zimmer, damit ich morgen früh gleich fort kann! Sage, es wäre für deine Nichte, die ihren Mann verloren hat. Den Mann mußt du erwähnen — wegen des Kindes!"
„Aber, Licy, das Kind —"
„— kommt natürlich mit mir!"
„Unmöglich. Was wird Varrington sagen, wenn Walter auf einmal —"
„Ist mir ganz gleichgültig, was er sagt. Das Kind bleibt da, wo seine Mutter ist."
„Aber, Licy, ich — ich glaube jetzt wirklich, ich habe mich damals geirrt; Gerda Douglas ist gar nicht so schlecht. Sie ist Varrington nur eine treue Freundin."
„Damals schriebst du anders, Mutter!"
„Ach, damals! Seitdem glaube ich, mich überzeugt zu haben —"
Bitter lacht Felicie auf.
„Das hättest du vorhin bedenken sollen, Mutter. Jene Worte brannten wie Feuer in mein Herz. Die Wunde wird nie vernarben. . . . Nun geh', Mutter! Die beiden find im Theater. Ich kann ruhig hier bleiben."
Nur widerstrebend entfernt sich Frau Mackay. Die Tochter erscheint ihr heute unverständlicher denn je.
Felicie ist allein mit ihrem Kind.
Sie setzt sich an sein Bettchen und überdenkt ihre Lage. , . , ---------- *
Freundschaft die gegenseitige Achtung sei. Die Welt sei groß genug für Deutschland und England in jeder Beziehung. Pflicht der Preffe sei es, ihre Leser an die gemeinsame hohe Rolle zu erinnern, die beide Völker In der Entwickelung europäischer Kultur und europäischen Geistes gespielt hätten. Engländer und Deutsche hätten auf verschiedenen Schlachtfeldern gemeinsam miteinander gekämpft, und deutsche Kunst und Wiffenschaft ständen in England in hohem Ansehen. Jedes Land müffe anerkennen, was es dem anderen schulde. Wie Shakespeare in Deutschland gewürdigt werde, so sei dies auch in England mit deutschen Schriftstellern, Philosophen und Tondichtern, und jedes Land müffe dem anderen für diesen Anteil dankbar sein. Vielleicht trage das neue, soeben begonnene Jahrhundert noch ernstere Probleme in seinem Schoße verborgen, als irgend eines seiner Vorgänger, und gern wolle er hoffen und glauben, daß deutsche und englische Verftandeskräfte Schulter an Schulter und Hand in Hand an die siegreiche Lösung dieser Rätsel Herangehen würden.
Unverkennbar liegt in diesen vernünftigen Worten ein Widerspruch zu der bisherigen Haltung des „Standard", der gleich dem „Observcr" und der „Times" bis in die letzte Zeit hinein das Geschäft der Verhetzung gegen Deutschland betrieben hatte. Ist diese verändette Haltung zurückzuführen auf die gute Wirkung, welche die Reden des Reichskanzlers und des Kriegsministers v. Einem gemacht haben? Dann wäre es auch aus diesem Grunde mit Dank zu begrüßen, daß man den englischen Besuchern Gelegenheit gibt, der Frühjahrsparade in Potsdam beizuwohnen. Denn nichts kann so friede- fördcrnd fein, als der dort ihnen gebotene nervenstärkende Anblick. Und wenn der Kaiser bei der Gelegenheit die Herren als Gäste empfangen wird, so vermögen wir darin an sich nur den angemessenen Ausdruck gebotener Gastlichkeit zu erblicken. Von mancher Seite wird allerdings darauf hingewiesen, daß König Eduard den deutschen Zeitungsleitern nur ein Frühstück in seinem Schlöffe zu Windsor geboten, persönlich aber dem Besuche fern geblieben sei. Das war jedoch auf alle Fälle ein bemerkenswerter Verstoß gegen die Forderungen schicklicher Gastlichkeit; und es gibt für Kaiser Wilhelm keinen Grund, sich dies Verhalten zum Vorbild zu nehmen.
So mag in der Tat der Besuch trotz der von deutscher Seite begangenen Fehler bei der Zusammensetzung des Festausschuffes dazu beitragen, die Stimmung zwischen Deutschland und England ein wenig zu bessern. Wie dringend wünschenswert und notwendig dies wäre, be-
Die ruhigen, gleichmäßigen Atemzüge des schlafenden Kindes vermögen nicht, den Aufruhr in ihrem Innern zu besänftigen.
Was aus ihr werden soll, ist ihr völlig unklar. Auch berührt es sie in ihrem augenblicklichen Gemütszustand wenig. Nur an Nobert denkt sie, an Norbert und — an Gerda. ....
So sitzt sie und grübelt — lange, lange . . .
Die kleine Bronzeuhr auf dem Kaminsims im Salon schlägt achtmal.
Felicie fährt empor.
„Theateranfang!"
Unwillkürlich drängen sich ihr die Worte über die Lippen.
Und plötzlich ergreift sie ein wahnsinniges Verlangen, der Vorstellung beizuwohnen, Norbert und Gerda noch einmal auf der Bühne zu sehen, sich zu überzeugen, daß das Liebesspiel der beiden kein Spiel, sondern Wahrheit ist, daß sie sich lieben . . . dann--
Weiter denkt sie nicht.
Wie der Wind springt sie vom Stuhl empor. Hastig reißt sie ein schottisch-karriertes Umschlagtuch der Mutter vom Haken, setzt Olivias weißen Hut auf und will zur Tür eilen.
Da fällt ihr plötzlich das Kind ein.
Es allein zurücklaffen. Nein. Es Mary anvertrauen? Dann müßte sie dem Mädchen von ihrem Theaterbesuch Mitteilung machen.
„Ha, ich nehme Walter einfach mit mir!"
Vorsichtig hebt sie das Kind, das schlaftrunken seine großen Augen öffnet, aus dem Bettchen, zieht ihm rasch ein weißes gesticktes Kleidchen an und schlingt das schottisch-karrierte Umschlagtuch um den kleinen, vom Schlafen heißen Körper.
Dann fort — hin nach dem Theater!
Der Abend ist herrlich schön. Mattbleich hebt sich die Mondsichel vom zartgetönten Himmel ab, dessen Bläue von den letzten Strahlen der unter- gehenden Sonne violett gefärbt ist.
Ein echter, rechter Sommerabend . » ,
Felicie mertt nichts von dem bezaubenden Farbenspiel in der Natur. • >
weist ein Hinblick auf das Cebahren, das die englischen Zeitungen gerade in diesen Tagen wieder beliebt haben. Insbesondere gefällt sich die „Morningpost" abermals darin, die Notwendigkeit der englischen Kriegsbereitschaft aus Anlaß des Marokkohandels noch nachträglich zu betonen, und zwischen unseren Verbündeten Oesterreich-Ungaun und Italien dadurch Mißtrauen zu säen, daß sie die deutsche Regierung beschuldigt, Oesterreich gegen England auszuhetzen. Der ganze, von A bis Z von Entstellungen wimmelnde Aufsatz, läuft auf de» Schluß hinaus, Deutschland beavsichtige, England und Italien zu isolieren und den alten Dreikaiserbund zu erneuern und durch den Anschluß Frankreichs zu verstärken. Immer und immer wieder also bemüht man sich drüben, in ausgesprochenem Gegensatz zu den Tatsachen. Deutschland als den Welt stören- fried hinzu st el le n. Und bei dieser Sachlage kann man sich doch nicht des Argwohnes enthalten, als diene auch der jetzige Preffebesuch in Deutschland wieder denselben Zwecken der englischen Politik, die Herr Campbell-Banner- mann bet der Beratung des Marineetats im britischen Parlamente am 5. März im Unterhause damit gekennzeichnet hat, daß er voller Genugtuung darauf hinwies: „daß eine starte Geistesströmung unter den denkenden Menschen in allen Staaten Europas vorhanden ist für Schiedsgerichte und für die friedliche Schlichtung von Streitigkeiten und für einiges Loskommc» von den riesigen Aufwendungen, die der gegenwärtige Zustand mit sich bringt. Ich hätte gemeint, unrecht zu handeln und wäre nicht länger in meiner jetzigen Stellung geblieben, wenn ich nicht von jeder mit gegebenen Möglichkeit Gebrauch gemacht hätte, um jene Eeistesströ- mung zu fördern und zu unterstützen, so sehr iif kann."
Aller Wahrscheinlichkeit nach wird man darauf gefaßt sein muffen, in der englischen Preffe nach Heimkehr der Gäste wieder dem Hinweise auf die „starke Eeistesströmung unter den denkenden Menschen in allen Staaten Europas für Schiedsgerichte und friedliche Schlichtung von Streitigkeiten" zu begegnen. Wenn dieser jetzt sich nicht mehr mit der alten Aufdringlichkeit hervorwagt, so ist dies lediglich auf Deutschlands rnännlichfeste Zurückhaltung zurückzufüh- ren. Hoffentlich wird man sich dessen auch in den übrigen Städten bewußt bleiben, welche die englischen Journalisten noch besuchen werden. Auch dort werden die Herren dann die Ueber- zeugung gewinnen, daß sich das deutsche Volk seiner Kraft und der Wahrscheinlichkeit ihrer gelegentlichen Erprobung voll bewußt bleibt.
> Theater! Ins Theater!" drängt iyr« Seele.
Schneller und immer schneller eilt sie vorwärts. Das Gewicht des Kindes beginnt sie niederzudriicken: doch die Aufregung verleiht ihr neue Kräfte. Vorwärts, nur vorwärts!
Endlich ist das „Metropol-Theater" erreicht
Sie kauft ein Ealeriebillett und schwankt, fast zusammenbrechend unter der Last des Kim des, die Trerwe hinauf.
Der erste Akt ist gerade beendet. Eine ungeheure Menschenmenge drängt auf Treppen unl Galerien.
„Quetschen Sie sich lieber nicht durch, Fräulein!" rät ihr ein alter Arbeiter mit einem bedenklichen Blick auf ihr bleiches, zartes Gesichtchen. „Die Stehvlätze auf der Galerie sind sc wie so überfüllt."
Felicie antwortet nicht. Die Verzweiflung in ihrem Herzen vergrößett sich von Minute zu Minute. Es ist, als treibe eine unsichtbare Gewalt sie vorwätts — immer vorwärts.
Mit fast übermenschlicher Anstrengung bahnt sie sich ihren Weg durch das wüste Gedränge, bis hin zu den Bänken. Manch verwunderter Blick folgt dem bleichen Geschöpf mit dem ausfallenden weißen Hut und dem schottischen Umschlagtuch, aus deffen Falten bin unh wieder ein blondes Lockenköpfchen R*tbar wird.
Eine alte Frau, von der Schönheit des Kindes angezogen, rückt beiseite, um neben sich Platz zu machen.
Eine Weile beobachtet sie kovfschLttelnd Feli- cies erregtes Gebaren. Dann sagt sie mißbilligend, mit einem vorwurfsvollen Blick auf die schlaftrunkenen Augen des Kleinen:
„Weiß Fhre Herrin, daß Sie zu dieser Zeit mit dem Kind noch aus sind? Und gar im Theater?"
„Ich bin seine Mutter," erwidert Felicie abweisend. „Stören Sie mich jetzt nicht, bitte! Der Vorhang geht gerade in die
(Fortsetzung folgt.)