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Marburg
Dienstag, 28. Mai 1907.
Erscheint wöchentlich sieben mal.
Druck und Verlag' Iah. Slug. Koch, UnivcrfitätS-BuchdruckerÄ 42. Jahrg.
Marburg, Markt 2t. — Telephon 55.
Bestellungen für den Monat Juni auf die „Oberhefsische Zeitung" nebst ihren Beilagen werden von unserer Expedition (Markt 21) unseren Ausgabestellen in Kirch. Hain, Neustadt und Wetter, sowie von Men Postanstalten und Landbricsträgern ent» zege«g«trommen.
Die Reichsratswahlen in Oesterreich.
' Als vor zwei Jahren die magyarische Koalition unter Führung des Herrn Kossuth Oesterreich den parlamentarischen Krieg erklärte, sah man sich in der Hofburg zu einem Entschlüsse gedrängt. Fejervary gab dem Kaiser den Rat, durch Einführung des allgemeinen, gleichen, geheimen und direkten Wahlrechtes, verbunden mit der Wahlpflicht, dje Nationalitäten gegen das Magyarentum mobil zu machen. Das war zweifellos eine sehr gewagte, aber auch sehr gerechtfertigte Maßregel. Bekanntlich ist Ungarn kein Nationalstaat, hat vielmehr ein Nationali- tätengesetz, das den nichtmagyarischen Bevölkerungsteilen, Deutschen, Rumänen, Cerbo- Kroaten, Slowaken u. a. in allen Eemeinde- angelegenheiten den Gebrauch ihrer Sprache verbürgt. Die Magyaren haben dies Gesetz aber niemals gehalten, sondern die Rechte der übrigen Nationalitäten mit Füßen getreten. Obwohl sie kaum mehr als 40 Prozent der Eesamt- bevölkerung Ungarns darstellen, versuchen sie doch, ihre, den Kulturvölkern gänzlich unmögliche Sprache der ungarischen Eesamtbevölkc- rung aufzuwiegen. Diese ebenso mgßlofe als undurchführbare Politik ist umso unberechtigter, als die Nationalitäten im Gegensätze zu den Magyaren durchweg kaisertreu gesinnt sind. Freilich haben die ungarländischen Deutschen, namentlich auch die Siebenbürger Sachsen, in echt deutschem Idealismus 1848 für das gekämpft, was ihnen als „ungarische Freiheit" erstrebenswert erschien. Längst aber sind sie von diesem Irrtum befreit und haben, sehr im Gegensätze zu den Deutschen der österreichischen Reichshäljte, die Mahnung begriffen, die Fürst Bismarck am 7. April 1895 an ei:. 1 Abordnung aus Steiermark richtete: „es über ihr Gefühl zu bringen, sich in möglichst enge und einflußreiche Beziehung zu ihrer ursprünglich doch deutschen Dynastie zu halten!"
Die magyarische Unterdrückung hat auch selbst unter den füdungarischen Deutschen das Nationalgefühl in äußerst starker Weise geweckt.
»7 (Nachdruck verboten.),
In der Schule des Leidens.
Roman aus dem Ncw-Porker Leben von Erich Friesen.
(Fortsetzung.)
XXVII.
Nach einigen Stunden erwachte Felicie durch Ctimmengeräusch im Zimmer nebenan. Hastig springt sie empor und legt das Kind in sein Bettchen.
Dann setzt sie sich in den Schatten neben das Bettchen und lauscht . . .
Die Stimmen werden lauter. Jemand steckt ein Streichholz an. Gleich darauf glänzt Licht durch die Türspalte.
Jetzt öffnet sich die Tür nach dem Kinderzim- mer. Frau Mackay steht auf der Schwelle. Sie ist noch in Hut und Spitzenumhang, gerade so, wie sie aus dem Theater kam.
Nach einem Blick auf das kleine Bettchen nickt sie befriedigt mit dem Kopf.
„Walterchen schläft. Da kann ich in Ruhe zu Abend essen."
Ehe Felicie sich überlegt, wie sie ihre Gegenwart der Mutter am besten beibringen kann, hat Frau Mackay die Tür schon wieder hinter sich zu- gezogen, ohne sie jedoch zu schließen.
Nach einer Weile unterscheidet Felicie die einzelnen Stimmen genauer. Der tiefe Schlaf hat ihre Nerven gekräftigt, so daß sie jetzt imstande ist, zu überlegen.
Die Stimme ihres Gatten läßt ihr Herz schneller klopfen. Aber ach, sie klingt so voll und zufrieden — der Besitzer dieser Stimme vermißt augenscheinlich nichts in seinem Leben.
Gerdas tiefe Altstimme antwortet ruhig und klar, hie und da unterbrochen von Frau Mackays schrillem Organ.
Dazwischen das anheimelnde Geklapper von Mester und Gabeln.
Die Speisenden nebenan fühlen sich ersichtlich behaglich und satt. And die arme Mutter am
Fejervarys Vorschlag war deshalb nicht nur staatsmännisch klug, sondern auch Politisch durchführbar, und geschichtlich gerechtfertigt. Bei der alten Wankelmütigkeit und Zaghaftigkeit, die die Wiener Politik kennzeichnet, vermochte man sich indessen in der Hofburg nicht zur Durchführung dieses Vorschlages in Ungarn aufzuraffen, vielmehr fiel Fejervary über seinen, von den ungarländischen Nationalitäten einst mit so großer Begeisterung aufgenommenen Vorschlag. Statt dessen wurde der Gedanke der sogenannten Wahlrechtsreform in Oesterreich ausgenommen, wo man sich der trügerischen Hoffnung hingab, durch diese dem Nationalitätenhader ein Ende zu bereiten. Es lag von vornherein auf der Hand, das; das Gegenteil eintreten werde und müsse, und den österreichischen Deutschen kann der schwere Vorwurf nicht erspart werden, daß sie unter der Suggestion einer demokratischen Gedankenwelt sich noch obendrein an die Spitze dieser Bewegung gestellt haben, die doch zu ihrer eigenen Vernichtung führen mußte. Das Ergebnis ist bekannt. Schon in den Hauptwahlen ist die Schönerer-Partei und das radikale Deutschtum überhaupt aus dem Parlament aus- geschieden, und die deutschen Mittelparteien haben eine ganz ungewöhnliche Schwächung erlitten. In den Stichwahlen sind nur zwei Anhänger Schönerers und Karl Hermann Wolf durchgekommen. In gleicher Weise ist aber auch das bisherige Ministerium von dieser Wahlniederlage getroffen, denn nicht weniger als fünf Minister kommen nunmehr in ausgesprochenen Gegensatz zwischen ihrer eigenen politi- schen Auffassung und der der nunmehrigen Mehrheit. Diese letztere stellte bereits in den Hauptwahlen ein ungeheures Anwachsen der Sozialdemokratie dar, das die Regierung voll- kommen verblüfft hat, außerdem aber, wie zu erwarten stand, eine starke Vermehrung der christlich-sozialen Partei, die int wesentlichen auf Kosten der deutschen Mittelparteien, bezw. der katholisch-konservativen Gruppe sich vollzogen hat. Dabei findet insofern eine Verschiebung ihres Machteinflusses statt, als sie in den großen Städten und Industriezentren viele Mandate an die Sozialdemokratie verloren, dagegen in den Alpenländern an Boden gewonnen hat. Dies letztere ist eine keineswegs unerfreuliche Tatsache; denn sic zeigt, daß der immerhin deutsch empfindende niedere Klerus dort der Führung der „weiterblickenden" Bischöfe nicht länger zu folgen geneigt ist.
Gleichwohl war es ein ungeheurer Irrtum, daß ein Teil der deutschen Presse von diesem Ausfall der Hauptwahlen eine Stärkung des österreichischen Staatsgedankens und der Arbeitsfähigkeit des Parlaments erwarten zu fol-
Bett ihres Kindes ist hungrig und unglücklich.
Nein, nein — nicht unglücklich! Ein Blick auf das int Schlaf lächelnde Antlitz ihres Kindes und Felicie lächelt ebenfalls.
And weiter wird nebenan beim trauten Mahl gesprochen und gescherzt und gelacht. Die heutige Vorstellung muß wieder ein großer Erfolg gewesen sein — ein neues Stück, zum ersten Mal aufgeführt in New-Pork. Man kritisiert, lobt, tadelt . . . Felicie Mit sich wieder zurückversetzt in jene glückliche Zeit, da auch sie mit Vergnügen an solchem Theatergeplauder teilnahm.
„Gewiß!" hört sie plötzlich ihre Mutter sagen, augenscheinlich als Antwort auf irgend eine Frage. „Ich werde es sofort holen."
„Bitte, nicht!" erwidert Gerdas weiche Stimme. „Es ist schon spät. DasLheater wird bereits geschloffen sein." b
„Ich will es wenigstens versuchen. Das Armband ist zu kostbar, als daß man es bis morgen dort laffen sollte. Walter schläft — ich kann mich ruhig entfernen."
„Ich will gehen!" mischt sich Norberts senore Stimme hinein.
„Nein, Barrington. Ich möchte inzwffchen mit Ihnen etwas besprechen," entscheidet Gerda. „Kommen Sie mit in den Salon!"
Ein Geräusch entsteht, wie von Stuhlrücken. Ohne noch einmal nach dem Knude zu sehen, verläßt Frau Mackay das Eßzimmer.
Felicie hört die Tür hinter ihr ins Schloß fallen. Klopfenden Herzens lauscht sie den sich immer mehr entfernenden Fußtritten . . , . ■
Nebenan im Salon tiefes Schweigen, h®?' Felicie lauscht und lauscht . . - •Hsrari Warum reden die beiden nicht? Gerda wollte etwas mit Norbert besprechen. Warum tut sie es nicht?
Brennende Eifersucht erfaßt die Lauscherin. Sie meint aufspringen, ins Nebenzimmer stürzen, die beiden zur Rechenschaft ziehen zu müssen...
Doch nein — sie hat ja gar keine Beweise! V ,
len glaubte. Das genaue Gegenteil ist der Fall! Auch heute noch ist es unmöglich, Oesterreich ohne die Deutschen zu regieren, und die Bürgschaften, welche die Partei des Herrn Lueger für das Deutschtum bietet, sind jedenfalls herzlich schwach, j Gerade dieser Tage wieder hat die Veranstaltung der tschechischen Sokolvereine das Vordrängen der Slaven in der alten Kaiserstadt Wien aller Welt handgreiflich vor Augen geführt. Immerhin bedeutet Lueger, wie die Dinge nun einmal liegen, für die deutschen Hoffnungen in Oesterreich zur Zeit der letzte Rettungsanker. Er hat jedenfalls die Absicht, den Anmaßungen der Magyaren entgegenzutreten, und wird schon ; aus Rücksicht auf seine Volkstümlichkeit sich, genötigt sehen, wenigstens den Ausch^lr einet deutschfreundlichen Politik zu wecken, insbesondere, wenn er von den geschlagenen Deutsch- Nationalen in dieser Richtung bestärkt und gedrängt wird. Aber andererseits stehen ihm die Eegeneinflüsse des machtvoll an die Oberfläche drängenden Slaventums entgegen, das in den Stichwahlen noch mehr als in den Hauptwahlen sich in den Vordergrund geschoben hat. In Böhmen haben die bei den Hauptwahlen verdrängten Tschechen in den Stichwahlen zahlreiche Mandate wiedererobert, und sie werden die alten tschechischen Forderungen um s» leidenschaftlicher verfechten können, als die Deutschen durch das Vordringen der Sozialisten auch in Böhmen ungemein geschwächt sind. Insbesondere aber wird die nun auch in Oesterreich stärker hervortretende Sozialpolitik in ihrer demagogischen Umschmeichelung der Maffen dem Deutschtum schwere Wunden schlagen. Zunächst darin, daß sie als der steuerkräftigste Bevölkerungsteil die Kriegskosten für die Befriedigung slavischer Wünsche zu tragen haben werde«, sodann aber auch in der immer stärkeren Begünstigung des Slaventumes in der Verwaltung und im Schulwesen. Aehnlich wie in den preußischen Ostprovinzen wird nun auch in Oesterreich das Slaventum auf Kosten der Deutschen in den Mittelstand und die freien Berufe emporsteigen, und das Deutschtum aus seinen wirtschaftlichen und geistigen Stellungen mehr noch als bisher verdrängen. Daß diese Entwicklung der Dinge nicht ohne Rückwirkung auf das deutsche Reich bleiben kann, ist ebenso klar, wie daß das Anwachsen der österreichischen Sozialdemokratie seine Fernwirkung auch auf unsere Verhältniffe erstrecken wird. Daneben aber kann es für die Außenpolitik des Deutschen Reiches ganz und gar nicht gleichgültig {ein, daß neben den radikalen Magyaren nun auch das quecksilbrige Slaventum in der österreichischen Reichshälfte die politische Leitung des Donau- staates bestimmt.
Noch einmal siegt die Vernunft in ihr.
Leise nähert sie sich dem rosa-umhangenen Bettchen. Vorsichtig nimmt sie das schlafende Kind heraus und drückt es an ihre Brust. Mit dem Kind im Arm glaubt sie, bester alles ertragen zu können — und sei es selbst das Schlimmste.
Ihr Blick streift den Spiegel.
Mein Gott, wie häßlich sie ausfieht? Der grobe, graue Anstaltsrock und dazu die etwas verschlissene rote Seidenbluse — eine recht merkwürdige Zusammenstellung.
And ihre ehedem so hübschen kleinen Hände? Wie rauh und rot sind sie geworden durch das Arbeiten im Gefängnis?
Noch immer regt sich nichts im Nebenzimmer. Unwillkürlich nähert sich Felicie der Türspalte..
Gerda und Norbert stehen nebeneinander am Kamin. Gerda sieht wunderschön aus. Ein sil- bergraucs Seidenkleid, Hals und Nacken frei lastend, fällt in schweren Falten an den schlanken Gliedern hernieder. Den einen Arm auf den Kamin gestützt, den feinen Kopf mit der Fülle goldblonden Haares etwas erhoben — so blickt sie zu Norbert auf.
" Felicie sieht nicht den edlen, reinen Ausdruck in den schönen Zügen, die Keuschheit und Zurückhaltung in den Bewegungen Gerdas. Sie sieht nur, daß Norbert neben ihr steht, daß seine Augen mit einem unverkennbaren Ausdruck der Bewunderung auf ihr ruhen.
„Nun, Gerda?" bricht Norbert plötzlich das Schweigen.
„Ich wollte mit Ihnen sprechen, Barrington, weil ich vorhin einen entscheidenden Schritt getan habe."
i Abwehrend hebt er die Hand.
1 „Wenn Sie in diesem Ton ansangen, so weiß ich schon im voraus, daß Sie mir etwas besonders Unangenehmes mitteilen wollen. Muß cs noch heute fein, Gerda? Der Abend ist ein Siegeszug für uns beide gewesen. Warum ihn unliebsam jenben?* -------
Deutsches Reich.
— Der Kaiser ist am Sonnabend von Danzig kommend in Dresden eingetroffen, um dem König Friedrich August zu besten Geburtstag persönlich Glück zu wünschen. Der Sonderzug lief um 11 Uhr 40 Min. auf dem Bahnhof Dresden Neustadt ein, woselbst König Friedrich August mit Gefolge zur Begrüßung des Kaisers erschienen war. Nach der Begrüßung, die einen sehr herzlichen Charakter trug, fuhren der Kaiser, der die Uniform seines sächsischen Grenadier- Regiments angelegt hatte, und der König in offenem Vierspänner nach dem Residenzschloß, unterwegs von den Zuschauern mit andauernden Hochrufen empfangen. Im Residenzschloß wurde der Kaiser von den Mitgliedern der königliche« Familie begrüßt, worauf ein Familienfrüstück stattfand. Um 1 Uhr begaben sich der Kais« und der König zu einer Parade nach dem Alaun platz. Die Stadt ist festlich geschmückt.
— Konferenz der Elbuferstaaten. Die aus Veranlastung der preußischen Regierung rr Rostock abgehaltene und vom lluterstaats- sekretär Holle geleitete Konferenz von Vertretern der deutschen Elbuferstaaten mit Hinz«' ziehung Bayerns hat, wie bestimmt verlautet, einen teilweisen Sieg des preußischen Standpunktes gebracht. Soweit aus der bisherige« Stellungnahme der Regierungsdelegierten zu entnehmen ist, verharren nur Sachsen und Mecklenburg bedingungslos auf dem Prinzip der Freiheit der Flußschiffahrt, während Hamburg, Braunschweig und Anhalt für ihre Regierungen keinerlei gegen den preußischen Standpunkt gerichtete Erklärungen abgegeben haben. Die Verhandlungen werden fortgesetzt.
— Die gegenwärtige Reichsfinanzlage ist jüngst von einigen Blättern als unhaltbar bezeichnet worden. Diese Auslastungen verdienen, wie halbamtlich mitgeteilt wird, durchaus Beachtung. Schon als der Reichshaushaltsetat für 1907 vom Reichstage verabschiedet war, wurde darauf aufmerksam gemacht, daß die Summe der ungedeckten Matrikularumlagen sich danach auf 88 Millionen Mark beliefe. Gewi? ist im § 7 des Etatsgesetzes für 1907 vorgesehen, daß die in letzterer Summe enthaltenen, für di» einmaligen Beihilfen an die unteren und mitt- leren Beamten gewährten 23,2 Millionen soweit sie durch Mehreinnahme keine Deckung finden, den ordentlichen Ausgaben im Etat für 1909 hinzutreten. Ob damit jedoch eine Bestehung der jetzigen für die Einzelstaaten höchst ungünstigen Reichsfinanzlage erzielt werden wird, bleibt abzuwarten. Sehr wahrscheinlich ist sie, nachdem die verschiedensten Einnahmesätze des Etats im Reichstage noch über die Vorschläge des Bundesrats hinaus erhöht sind, nicht. Weist der Finalabschluß für 1907 eine Mehreinnahme
„Vielleicht haben Sie Recht, Barrington? In den reinen Gefilden erhabenster Kunst zu wandeln, tut dem Herzen stets wohl. Ihre Kunst begeistert mich, das Vollendetste darzuftellen,. besten ich fähig bin. Und Sie —"
„Mir geht es ebenso!" fällt er lebhaft ein. „Die Harmonie unserer Gedanken und Empfindungen ist geradezu wunderbar!"
„Ich weiß es" — Gerdas Stimme klingt ver schleiert — „und doch sind diese schönen Zeiicr vorbei."
„Unsinn, Gerda? Sie wissen, wir wollten un- bereits einmal trennen. Es wurde nichts daraus. Damals, als ich das Engagement cm Excelsior-Theater in Baltimore annahm und dasselbe dann so plötzlich brach — Sie wissen der armen Felicie wegen. Als ich dann r.aq New-Pork zurückkehrte, bewillkommneten 6i< mich freundlich. Wir schloffen einen Pakt, das alles so sein sollte, wie es früher war . . . Sü hatten mein Kind zu sich genommen — und seitdem verläuft alles in herrlichster Harmonie Das Kind gedeiht. Ihre Gegenwart macht mick glücklich, und ich glaube annehmen zu dürfen daß auch ich zu Ihrem Wohlbefinden etwas bei trage. Warum also diesen harmonizchen Zu stand ändern?"
Voll blicken Eerdas seelenvolle Augen ihn an.
„Würden Sie ebenso sprechen, wenn Felicie hier wäre?"
Norbert errötet.
„Ich — ich weiß nicht. Aber vor allem — stift nicht hier!"
„Aber Sie sollten nie anders sprechen, al- wenn sie bei uns wäre, Varrington. Ist da- Kind wach?" unterbricht sie sich plötzlich mit einem Blick nach der halboffenen Tür. „Ich glaube, ein Geräusch gehört zu haben."
„Nein, nein, es schläft! Bleiben Sic!“
Norberts Stimme klingt erregt, fast leidenschaftlich. In {einen Augen glimmt ein düsterer Feuer. .
(Fortsetzung folgt.) fTT"” )