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alle weiteren Bemühungen der Beteiligten in dieser Angelegenheit zweck- und aussichtslos sind.

Cassel, 19. Mai. Die große Hessische Raiff- eisenorganisation (45 000 Mitglieder) begeht am 10. und 11 .Juli d. I. ihr 25jähriges Stif» tungsfest. Der unbestechlichen RichterinGe­schichte,, und ihrem Urteil darf sie sich getrost stellen. Der hessische Verband ländlicher Ge­nossenschaften ist ein Segen gewesen für viele wirtschaftlich Schwache und Sieche. Nach treuer, sauerer Arbeit soll auch der Freudentag nicht vorenthalten werden, ist doch auch zugleich die­ser Tag sorgfältigen Beratungen gewidmet. Ee- wiß die Freude fehlt nicht. Ein Unterhal­tungsabend mit einem Festspiel und Musik am ersten Tage in den weiten Räumen derFaß­halle" in Cassel und ein einfaches, aber fröh­liches Festmahl in dem großen Stadtparksaale am zweiten Tage, den 11. Juli, werden der Freude zu ihrem guten Rechte verhelfen. Eine große Beteiligung ist gewiß. Mit der Ver. tretung des dem hiesigen Regierungspräsidentcr beigegebenen Oberregierungsrat ist der Regie rungsrat Freiherr Schenck zu Schweinsberg hiei zugleich mit der Befugnis beauftragt, den Rv gierungspräfidenten in Fällen der Behinderung zu vertreten.

Verantwortlich für die Rede m Dr. Johanne» O t t o in Marburg.

gelingen wird, auf diesem Wege das Volk der Reußen" in seinen niederen Schichten zur leb­hafteren Mitarbeit an den Kulturaufgaben zu bewegen, selbst wenn dabei das russischeAll­heilmittel", die Knute, zurAnfeuerung" ver­wendet werden sollte.

= EnglischeVorarbeiten" für die Friedens­konferenz. Rach demDaily Expreß" soll so­fort nach Fertigstellung, d. h. dem Stapellauf, der beiden zur Zeit auf den Werften von Ports­mouth und Devonport im Bau befindlichen Linienschiffe derDreadnought"-Klasse mit dem Bau von zwei weiteren Panzern derselben Klasse begonnen werden. Als erste Rate für die beiden neuen Schiffe sind im dies­jährigen Etat 50 000 und 40 000 Lsirl. eingesetzt. Aus dem Umstand, daß diese Summen nur die Hälfte der Beträge bedeuten, die für den glei­chen Zeitraum fürBellerophon" und "Te- meraire", den beiden ihrer Fertigstellung ent­gegengehenden Dreadnoughts, ausgeworfen sind, zieht dis konservative englische Presse den Schluß, daß das Bautempo der neuen Schiffe ein bedeu­tend verlangsamtes sein wird, und erteilt des­halb der Regierung einen scharfen Tadel. Man sieht, bemerkt hierzu ein Berliner Blatt, daß die Vorbereitungen zur Haager Friedens­konferenz in angemessener Weiss getroffen werden.

Maschinen - Strickerei

S. Botz, 3«h. Fra« Bremer.

' Barfntzerstraße 24.

Marburg

Mittwoch. 22. Mat 1907.

Erscheint wöchentlich siebe« mal.

Druck und Verlag- Joh. «ug. Koch, Umvcrfitäts-Buchdruckeret 42. Jühlg.

Marburg, Markt 2L Telephon 55.

Vr-iüWrs.

Der Gesang der Skalden. Ein Nachkomme des berühmten nordischen Königs Harald Haar- fagre, ein achtzigjähriger, ehrwürdiger Greis mit reichen schneeweißen Locken erschien im Kö­nigspalaste zu Christiania, um nach alter Skal densitte den König und seine Gäste durch Sank und Caitenspiel zu erfreuen. Es war anläßlich des Besuches des Königs von Dänemark in Nor­wegen, daß man den alten Skalden an den Königshof entboten hatte. Nie vorher hatte der Greis sein Heimatsdorf in Telemarken ver. lassen; getreu den Sitten seiner Vorfahren lebt er dort in einer großen Höhle. Nun erschien er mit seiner alten Wikingerlaute, derLangleik", am Hofe und wurde von den Gästen mit großem nationalen Enthusiasmus gefeiert. Sein In­strument ist über 300 Jahre alt; es ist aus Holz kunstvoll gefertigt. In seiner Form gleicht es fast einer Backkiste; ein halbes Dutzend rauhe, Saiten spannen sich über die Oesfnung und ihr Klang resoniert dunkel und voll im Gehäuse Der alte Skalde sang mehrere alte Volksgefänge, und dis Zuhörer wurden von den seltsamen Klängen tief ergriffen. Der König von Däne­mark war so entzückt, daß er den alten Barden aufforderte, als sein Gast den dänischen Königs­hof in Kopenhagen zu besuchen, und mit ruhiger Würde nahm der Alte die ehrenvolle Ein­ladung an.

Einen Zusammenstoß mit drei Wilderern, wo­bei einer getötet und ein anderer festgenommen wurde, hatten vor kurzem früh im Walde hinter Bornim der Forstbeamte Hatanus und der Vize- Feldwebel Gerlach (Garde-Jäger). Beide be­fanden sich auf einem Revisionsgange, als sie sich plötzlich drei Wilderern gegenübersahen. Von diesen schlug der eine, der später als ein Zim- mermann Ebel aus Potsdam festgestellt wurde, sofort auf Gerlach ein, und da er trotz Zurufs das Gewehr nicht ablegte, schoß Gerlach und traf den Mann tätlich in den Kopf. Inzwischen hatte sich Hatanus auf den zweiten Wilderer gestürzt und ihn nach heftiger Gegenwehr überwältigt, während der dritte sich zur Flucht wandte und auch cntkani. Der Festgenommene, dessen Per­sönlichkeit bis zur Stund noch nicht fest gestellt ist, wurde in das Gefängnis zu Potsdam ge­bracht, während die Leiche des getöteten Wil­derers vorläufig in Bornim blieb. Bei der Re­vision des Gewehrs des Erschossenen wurde fest­gestellt, daß es mit zwei scharfen Patronen ge- laden war, von denen die eine versagt hatte Der Tote hatte also wohl bereits auf Eerlack abgedrückt.

Mit vereinten Kräften. Frau:...Auf eins muß ich Sie noch aufmerksam machen, bevor ich Sie engagiere ... mein Mann kann sehr grob werden!" Köchin:Aber, gnädige Frau, wir sind ja zu zweit!"

Triftiger Grund. Fremder (einer größeren Rauferei' in einem Dorswirtshaus zusehend): Alle, die da raufen und Hiebe bekommen, teilen doch auch ordentlich aus; nur der Erotzr dort wehrt sich nicht und läßt auf sich lcs- dreschen! Wie kommt denn das?" Wirt: Ja, das ist der Echnackenhofbauer, der möcht' gern Bürgermeister werd'», und da will er's mit keinem verderben!"

mit dem Kreisdlatt für die Kreise Marburg und Kirchhain. >

Smrntaasb-llaae: AUuttrirt-s

Deutsches NerH.

Zum Präsidenten der Deutschen Kolonial­gesellschaft soll für den Fall, daß Herzog Johann Albrecht von Mecklenburg durch die Uebernahme der Braunschweiger Regentschaft sich zur Nieder­legung des Präsidiums veranlaßt sehen sollte, der Erbprinz von Hohenlohe-Langen­burg gewählt werden.

Das Reichskolonialamt. DerReichsanz." veröffentlicht unter dem 18. d. M. Folgendes: Mittelst allerhöchster Order vom 17. Mai d. I. ist bestimmt, daß die bisher mit dem Auswärti­gen Amt verbundene Kolonialabteilung nebst dem Oberkommando der Schutztruppen fortan eine besondere, dem Reichskanzler unmittelbar unterstehende Zentralbehörde unter der Benen­nungR e i ch s k o l o n i a l a m t" zu bilden hat. Der bisher mit der Vertretung des Direktors der Kolonialabteilung des Auswärtigen Amtes beauftragte Wirkliche Geheime Rat Sein» bürg wird zum Staatssekretär des Reichskolonialamts ernannt. Er wird gleich­zeitig mit der Stellvertretung des Reichskanzlers im Geschäftskreise des Reichskolonialamts nach Maßgabe des Gesetzes vom 17. März 1878 beauf­tragt."

Während der Sommerpause des Reichs­tages sollen im Reichstagsgebäude allerhand bau­liche Veränderungen vorgenommen werden, die dahin zielen, der Presse größere und vorteilhaf­tere Arbeitszimmer zu verschaffen. Auch soll ein Postamt für die Presse eingerichtet werden. Fer­ner soll nach einem Beschlüsse der Ausschmückungs­kommission des Reichstages Oelgemälde aller Reichstagspräsidenten in Auftrag gegeben wer­den, die später im Reichstage zur Aufhebung ge­langen werden.

Tod eines verdienten Militärs. Am letz­ten Freitag verstarb in Berlin der frühere In­spekteur der Kriegsschulen, Generalleutnant z. D. von Rohrscheidt im 59. Lebensjahre. Er kom­mandierte während des Chinafeldzuges das 5. Ostasiatische Infanterie-Brigade. 1901 wurde er zum Generalmajor befördert und gleichzeitig zum Kommandeur der Ostasiatischen Besatzungs­brigade ernannt. 1905 bekam er unter Beförde­rung zum Generalleutnant die 31. Division. Im Frühjahre des vorigen Jahres wurde er zur Dis­position gestellt.

Australische Hasen und Kaninchen in Deutschland. Wie in einer Verhandlung vor dem Düsseldorfer Schöffengerichte gegen einen dortigen Wildhändler festgestellt wurde, findet über England eine umfangreiche Ausfuhr von australischen Hasen und Kaninchen nach Deutschland statt, ohne daß dem deutschen Käufer die Herkunft der Ware bekannt ist. Die austra­lische Regierung begünstigt diese Ausfuhr sehr, da man ja, wie kürzlich mitgeteilt wurde, auf dem australischen Festlande der Karnikel so viele hat, daß man sie sogar durch Vazillenzüchtung ausrotten will. Was man aber selber nicht ha­ben will, ist für den deutschen Michel gerade gut! Darum bescheinigt auch der australische Minister den Ausfuhrhändlern die gute Beschaffenheit der ausgeführten Hasen. Wie wenig Sicherheit in­des diese staatlichen Zeugnisse bieten, erhellt aus dem Umstande, daß bei verschiedenen Untersuch­ungen einer dem Angeklagten, der ebenfalls einen australischen Ausweis besitzt, gemachten Sendung Hasen erhebliche Zusätze von Formalin nach­gewiesen wurden. Nach ärztlichem Gutachten ist dieser Zusatz geeignet, Magenbeschwerden und Verdauungsstörungen hervorzurufen, während ein Angestellter des Düsseldorfer Nahrungs­mitteluntersuchungsamtes als Triebfeder des Zusatzes die Ermöglichung einer besseren Erhal­tung bezeichnete. Das Schöffengericht erachtete ein fahrlässiges Vergehen gegen das Nahrungs­mittelgesetz für vorliegend und verurteilte den Angeklagten zu 50 Mark Geldstrafe.

Hesjsn-Rch'rm rind NschöerqrLirte.

Cassels 18. Mai. DerCass. Allg. Ztg." ent­nehmen wir folgenden, wohl auch hier interes­sierenden Artikel: Die sog. Köhlersche Millionen­erbschaft hat neuerdings in Hessen wieder viel von sich reden gemacht. Es handelt sich hier be­kanntlich um den Nachlaß eines im Jahre 1800 zu Jaffa in Syrien verstorbenen englischen Ge­neralmajors George Frederick Köhler, dessen aus Rimborn in Oberhessen stammender Vater nach England ausgewandert und als Offizier im Dienste der Ostindischen Kompagnie gestorben war. Auf die Erbschaft des ohne Hinterlassung von Geschwistern oder Leibeserben verstorbenen Generals machten seit den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts eine große Anzahl von Personen Ansprüche geltend. Die Rekla­manten waren zum weitaus größten Teil kur­hessische, nassauische und oberhessische Landleute. Etwa hundert Personen haben bis in die neueste Zeit hinein langwierige Prozesse gegen einander und gegen den englischen Fiskus, der den Nachlaß in Verwaltung genommen hatte, wegen der Verteilung bezw. Herausgabe der Erbschaft geführt. Gewissenlose Agenten, die namentlich die Ortschaften Niederhessens un­sicher machten, benutzten in den letzten Jahren die Angelegenheit, um im Trüben zu fischen; sie gaben den Erblusttgen die bestimmte Zusiche­rung, daß das Geld in aller Kürze zur Aus­zahlung kommen werde, ließen sich Vollmachten ausstellen und nahmen allzu Leichtgläubigen Vorschüsse ab, worauf es die Gauner bei ihren Vorspiegelungen natürlich allein abgesehen hatten. Im Laufe dieses gingen bei dem preu­ßischen Ministerium des Auswärtigen verschie­dene Anfragen über den Stand der Sache ein. Die Fragesteller, die in den Kreisen Eschwege, Gelnhausen und Hameln wohnen, haben nun kürzlich den Bescheid der erwähnten Behörde durch Vermittlung der zuständigen Landrats­ämter erhalten. Sie wurden mit dem Inhalt einer von dem deutschen Generalkonsulat in London abgefaßten Denkschrift bekannt gemacht, deren Ausführungen geeignet sind, alle von den zahlreichen Trägern des Namens Köhler bisher gehegten Hoffnungen auf dieMillionenerb­schaft" grausam zu zerstören. In dem amtlichen Schriftstück wird zunächst auf die Tatsache ver­wiesen, daß das englische Kanzleigericht bereits im Jabre 1862 in letzter Instanz dahin entschie­den habe, daß die Deszenten einer Frau Eli­sabeth Bauer, geborene Humbus aus Cronberg t. T_, sowie diejenigen eines gewißen Matthias Köhler aus Rimborn i. H. als die beiden ein­zigen erbberechtigten Stämme anzuerkennen feien. Der Nachlaß belief sich nicht auf Milli­onen, sondern auf die verhältnismäßig b"c;u)et= dene Summe von 16 400 Pfd. Sterling (etwa 330 000 Mark); in diese sollten sich nahezu 500 Personen, alles Angehörige der als erbberechttak anerkannten Familien, teilen, was zu neuen endlosen Prozessen führte. Ob alle Berechtigten in den Besitz ihres Erbteiles gelangt sind, ist freilich zweifelhaft. Denn die englischen An­wälte, deren Vermittlung in den meisten Fäl­len in Anspruch genommen werden mußte, find nicht immer in der Lage, zuweilen gar nicht ein­mal willens gewesen, die Sache ihrer Mandan­ten in wirksamer Weise zu betreiben. Was von dem Geld« etwa noch zur Auszahlung gekommen fein sollte, das ist zweifellos von den Kosten des gerichtlichen Verfahrens verschlungen worden, die in England bekanntlich besonders hoch find. Aus dem Vorstehenden ergibt sich die unumstöß­liche Tatsache, daß die Köhlersche Erbschaft j längst zu existieren aufgehört hat und daß also

Ausland.

== Erziehung zur Arbeit. Das russische Ju­stizministerium hat soeben ein Projekt der Ein­richtung vonArbeitshäusern" ausgearbeitet und der Retchsduma zukommen lassen. In diese Arbeitshäuser kommen solche Individuen, die nach dem Gerichtsbeschluß ein Verbrechen infolge der Liederlichkeit oder Nichtstun begangen ha­ben. Im Lande des Wutttts gewiß ein recht beachtticher Vorschlag. Aber selbst wenn die ReichÄuma, in der es während der letzten Sitzung anläßlich der Beratung des Unterrichts­wesens wieder zu einemartigen" Zwischenfalle kam, diesemFürsorge"gesetze ihre Zustimmung geben sollte, bleibt es doch höchst fraglich, oh #s

Der bulgarische Bandenttieg in Mazedonien.

Von Oberst z. D. Boysen.

Ich möchte die bulgarischen Komitadschis in ihrem Auftreten und im Charakter ihrer Krieg- Mhrmrg mit den lettischen und efthnischen Revo­lutionären in den russischen Ostseeprovinzen vergleichen. Ebenso, wie bei den Letten die niederen Instinkte gegen die besitzenden und ge­bildeten Deutschen aufgeregt wurden, so sind ^«uch die der Bulgaren gegen die ihnen geistig 'überlegenen u.nd durch Handel und Wissenschaft wohlhabenderen Griechen mobil gemacht wor- sden. Ihre Kriegführung besteht in Uebersällen, Mordtaten und Brandschatzungen, die Mehrzahl der Komitadschis stammt aus dem Fürstentum Bulgarien und wird durch die eingesessene bul­garische Bevölkerung, die in der nördlichen sHälste Mazedoniens, im slavischen Sprachgebiet, seine starke Majorität bildet, unterstützt. Die sRatur des Landes begünstigt die Banden, welche ifid) durch zahllose Greuel gegen Türken, Griechen jund Serben verhaßt gemacht haben, während das türkische Militär auch bei dieser Gelegenheit ^wiederum zeigt, in wie hohem Grade ihm die Tugenden der Tapferkeit und des Gehorsams zu -eigen sind. Das Fürstentum Bulgarien wünscht ssehnlichst eine Angliederung Mazedoniens su ieinem Groß-Bulgarien, ihm gegenüber verteidigt die Türkei ihren Besitz und das Griechische Pa- striarchat den Hellenismus.

' Unsere früheren Sympathien für Bulgarien find nach der Vertreibung des Fürsten Alexan­der vor» Battenberg und nach der Ermordung Mtambulows immer mehr verblaßt.

! Die. Bulgaren erschienen im Jahre 678 süd­lich der Donau, ihre Geschichte ist keine an- -tziehende, sie ist erfüllt von Taten der Roheit und tückischer List, von Treulosigkeit und Mord, na­mentlich ist die Geschichte ihres Khans Krummos ?(Kremm) ekelerregend, aber Krummos ist der hochgepriesene Nationalheld, welcher der Leiche des in der Schlacht gefallenen Kaisers Nikepho- ros das Haupt abschlagen ließ und den Schädel dann mit seinenEdlen" als Trinkbecher be­nutzte. Der listige Bulgare, Car Simeon, (bis 927) ist der einzige Politiker, im übrigen findet inan in der bulgarischen Geschichte nur die Erzäh­lung von Raubzügen heimtückischer Bandenfüh- xer, wie z. B. Draxan und Konsorten.

Von den 56 Städten Mazedoniens verdanken 52 allein den Griechen ihre Entstehung, während .nur vier den römischen Kolonisten, die einzige Servia den Serben, und Penidsche am Vardar den Türken ihre Erbauung verdanken. Was ver­dankt also Mazedonien den Bulgaren?

Ohne die starke kirchliche Organisation des Patriarchats in Konstantinopel, welche in der zähen und opferwilligen Nationalität der Grie­chen ihren kräftigsten Rückhalt sand, hätten die stumpfsinnigen Slaven ihr Volkstum gar nicht bewahren können. Es ist eine Tatsache, daß die Türkei weniger durch das Schwert, als von innen heraus durch die Kulturarbeit des Hellenismus überwunden wurde. Byzanz brachte bei seinem Aall dem Westen die Renaissance, und die by­zantinische Kirche rettete den Hellenismus im Orient, eine Tätigkeit, welche vermutlich von den Türken nicht erkannt wurde.

Seit Veginir des Jahres 1905 traten nun im südlichen Mazedonien den Komitadschis gegen­über griechische Freiwillige als eine feindliche Kontre-Euerilla auf den Kampfplatz, fie vermei­den jede Belästigung der Türken und kämpfen vur zum Schutz des bedrohten, griechischen Ele­ments, das bei den Türken nicht immer den ge- rrügenden Schuh fand. Jetzt sagen die Griechen allerorts:So lange es Komitadschis gibt, so lange wird und muß es auch griechische Armato- sen geben", und auf die Aufforderung, die Waffen niederzulegen, antworten fie:Die 'Herren Mörder mögen damit zuerst anfangen".

Die von den christlichen Mächten geschaffene Gendarmerie hat zwar schon Gutes geleistet, Jiui über die Parteilichkeit der russischen Konsuln wird geklagt, aber Rechtssicherheit ist noch picht erreicht worden, und man kann den Wunsch pach einer Anatomie Mazedoniens nicht los Werden, sie wird schwierig sein, aber heilender Hbs eirre Autonomie. ......

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