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Preußischer Landtag.

Das Abgeordnetenhaus begann am Donners» tag bei starkem Besuche die dritte Losung des Etats. Zu einer allgemeinen Besprech­ung kam es nicht. In der Einzetberatung wurde eina längere Reihe kleinerer Etats ohne Er­örterung bewilligt. Beim Etat der Domänen- verwattung kam es zu einer längeren Besprech­ung über einen Antrag des Abg. Dr. Frhr. vou Erffa (kons.), geschloffene Staatsdomänen in der Provinz Sachsen von 100 Hektar ab künftig nur unter der Bedingung der grundbuchmätzigen Be­festigung zu veräußern, um sie dadurch vor späte­rer Zersplitterung zu bewahren. Der Antrag wurde mit den Stimmen der Konservativen und des Zentrums angenommen. Beim Etat der An­siedlungskommission überraschte die Ableh­nung des Antrages Dr. Arendt zur FortführungderO st markenpolitik. Ein Teil der Konservattven stimmte gegen den Antrag, aber, wie sich später herausstellte, in­folge eines Mißverständnisses. Auf eine Anfrage des Abg. Dr. Boltz (natlib.) erklärte

Erscheint wSchentllch sieben mal.

Druck und Verlag: Joh. Äug. Koch, UniversttStS-Buchdruckerei 42. JaM. , Marburg, Markt 2L Telephon 55.

Resoluttonen betr. Portovergünstigungen, fern« betr. Erhöhung der Löhnungen, sowie betr. Sol- datenmißhandlungen wurden angenommen. Bei weiteren Kapiteln des Militäretats befürworte­ten die Abgg. Werner (D. Rfp.) und Hausler (Zentr.) Wünsche der Jntendantursekretä«. Abg. Malkewitz (kons.) gab hierbei namens sei. ner Freunde die Erklärung ab, sie würden sich bei den einzelnen Kapiteln auf die Erklärung des Wohlwollens beschränken. Rach einer wei­teren Rede des Abg. v. Byern (kons.), der Uni- formwünsche für die zu Lazarettübungen heran, gezogenen Theologen äußerte, bemertte Minister v. Einem auf eine Anregung des Abg. Dr. Müller-Meiningen, er werde in Erwägung ziehen, ob es möglich ist, in irgend einer Form Vorlesungen für Offiziere über das Militärstraf­recht stattfinden zu laffen. Abg. Mommsen (frs. Vp.) wünschte die Aufhebung der Rayonbeschrän­kungen in Danzig. Preußischer Kriegsminister v. Einem erwiderte, Baufreiheiten könnten nur, wo es angehe, weiter erteilt werden; Danzig habe jedoch eine militärisch so wichtige Bedeu­tung, daß es als Festung nicht entbehrt werden könne. Daraufhin wurde die Resolution Lieber­mann v. Sonnenberg über den Einjährigendienst der Zahnärzte und die Einstellung von Zahn­ärzten in den Militäretat angenommen. Daraus wurden noch weitere diverse aber unwesentlich« Wünsche zum Militäretat von den Abgg. Werner (D. Rfp.), Hamich (Wirtschaftl. Bgg.), Dr. Tha- ler (Zentr.), Dr. Wagner (kons.), von Oertzeu (Rp.), Dr. Cersdorsf (kons.) und anderen ge- äußett.

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Nur keine Illusionen.

Nur keine Illusionen! Man soll seine Feinde nicht über schätzen, das macht mutlos und lähmt die eigene Kraft; man soll sie aber ebenso­wenig unter schätzen, das macht sorglos und kann die Quelle verhängnisvoller Enttäuschungen und bitterer Niederlagen werden. Liegt bei uns heute zweifellos die größere Gefahr in der Rich­tung jener pessimistischen Verzagtheit, die überall Einbußen und Gefahren wittert und den frohen Glauben an die Zukunft unseres Volkes zu ver­lieren droht, so kann man andererseits hie und da doch auch Anschauungen begegnen, die von einem falschen Sicherheitsgefühl getragen sind und, wenn sie allgemein würden, zu einer höchst bedenklichen politischen Eesamthaltung unserer öffentlichen Meinung führen müßten.

Es ist vor allem die P o l e n f r a g e, die von mancher Seite immer noch nicht ernst genug ge­nommen wird. Wir greifen als Beleg einen Artikel nicht etwa eines national farblosen oder unzuverlässigen, sondern eines Blattes heraus, dessen nationale Grundrichtung über allem Zwei­fel steht. DieMagdeburgische Zeitung" vom 6. April brachte auf Grund eines reichen und dan­kenswerten Zahlenmaterials eine vergleichend« Statistik über das Verhältnis von Polen und Deutschen bei den letzten Reichslagswahlen. Sie ging dabei von der Tatsache aus, daß sich die Zahl der für polnische Kandidaten abgegebenen Stim­men bei diesen Wahlen im Vergleiche zu denen von 1903 um 30,5 Prozent (von 347 784 auf 453 858 Stimmen) vermehrt habe, während die Gesamtzahl der gültigen Stimmen nur um 18,6 Prozent zugenommen habe. Ihre weiteren Aus­führungen gipfelten aber in dem Satze, daß zu einet Beunruhigung auf deutscher Seite wegen dipses polnischen Zuwachses von 106 074 Stim­men doch kein Anlaß vorliege, wir vielmehr ganz int Gegenteil mit dem Wahlausfall in denjeni­gen Bezirken, in denen polnische Wähler in Be­tracht kämen, rechtzufrieden" sein könnten.

Gewiß, auch wir sind zufrieden mit dem Wahl­ausfall, wenigstens soweit es sich um Posen und Westpreußen handelt, aber wir möchten doch sehr davor warnen diesen Erfolg von heute zu hoch zu bewerten und ihn, wie dies offenbar die

Deutscher Reichstag.

Im Reichstage wurde am Donnerstag die Beratung des Militäretats fortgesetzt. Abg. Roske (Soz.) bemühte sich, die in den bis­herigen Ausführungen gegen die Sozialdemokra­tie erhobenen Anklagen nach Möglichkeit abzu- schwächen und seiner Partei das beste Zeugnis auszustellen. So denke diese gar nicht daran, mit ihrem Anträge aus Erhöhung der Löhnungen agitatorischen Zwecken zu dienen und wolle auch gar nicht das Heer aus einmal abschaffen. In großangelegter Rede erwiderte auf die Aus­führungen des sozialdemokratischen Redners Preußischer Kriegsminister v. Einem, der Abg. Bebel habe nicht geleugnet, daß unser Heer ein Meisterwerk sei, dennoch sage er:Nieder mit dem stehenden Heere, es lebe die Volkswehr." Eine tausendjährige Geschichte habe aber gelehrt, daß bei Volksheeren die Not erst ein Ende nahm, wenn das Volksheer zu einem wirklichen Heer wurde. Jene verhältnismäßig leichten Siege, mit denen die Truppen der französischen Republik um die Wende des 18. und 19. Jahrhunderts be­siegt wurden, hätten uns schwer geschadet, als 1805 die Franzosen unter einem Manne, der ein Kriegsgott war, zu rechten Soldaten geworden waren und Deutschland überrannte. Rur uns« bewährtes System bürge uns für den Frieden. Wenn der Vorredner gemeint habe, er (Redner) habe gestern mit unserer Stärke renommiert und mit dem Säbel geraffelt, so muffe er gegen diese Aeutzerung protestieren. Er habe nur gesagt, wir seien gezwungen gewesen, große Aufwend­ungen zu machen, um kriegsbereit zu sein und der Reichstag habe in anerkennenswerter Weise alles bewilligt. Die Sozialdemokratie habe nicht nötig zu verlangen, daß eine friedliebende Politik getrieben werde; denn Deutschland habe seit 1871 seine Friedensliebe zur Genüge bewiesen. Die deutsche Manneszucht habe uns die Hochachtung der ganzen Welt erworben; die sozialdemokra­tische Erziehung der Jugend werde nur die Ver­achtung der ganzen Welt herausfordern. Gene­ralmajor von Balet des Barre« sagte eine Be­rücksichtigung der Wünsche der Militäranwätter zu. Auf Beschwerden des Abg. Graf Mielcynski (Pole) über militärischen Boykott von Lokalen, erwiderte preußischer Kriegsminister v. Eine«, Boykottierungen sollen so viel wie möglich ver­mieden werden; wo die Disziplin jedoch tn Frage komme, müsse man die Soldaten von einer Berührung mit großpolnischen und sozialdemo­kratischen Agitatoren fernhalten. Abg. Hage- mann (natlib.) befürwortete eine Besserstellung der Büchsenmacher und Unteroffiziere. Nament­lich bei letzteren werde eine solche der beste Weg sein, den Mißhandlungen entgegenzuwirken. Darauf wurde einSchlußantrag angenommen. Die

Magdeb. Zeitung" in dem angezogenen Artikel tut, einfach als eine gegebene Größe in unsere politischen Kombinationen einzuführen. Die Beweisführung des Arttkels, der polnische Zu­wachs falle zu drei Viettel auf Schlesien und hier sei doch eben nur das Zentrum der Verlustträger, während in Posen der deutsche Zuwachs wesent­lich größer als der polnische (28124 :15 574 Stimmen) sei, in Westpreußen ihm mehr als die Wage halte, diese auf den ersten Blick gewiß bestechende Beweisführung übersieht unseres Er­achtens ein sehr wesentliches Moment und zwar gerade dasjenige, das den Wahlen vom 25. Ja­nuar ihren Charatter gibt. Vergeffen wir es doch nicht so bald, daß diese Wahlen unter außergewöhnlichen Umständen er­folgten. Eine nationale Wahlparole hatte Tausende und Abertausende von deutschen Wahlsäumigen an die Urne gefühtt. Ihr ist es zuzuschreiben, wenn gerade auch in den Ostmar­ken die Zunahme der nationalen deutschen Stim­men eine so hohe war und sich selbst in Oberschle­sien konstatieren läßt, wo das Zentrum 64 459 Stimmen einbüßte, die nationalen Kandidaten 32 387 Stimmen gewannen und der polnische Zu­wachs (71 253 Stimmen) sich nur ganz unwesent­lich über die Einbuße des Zentrums erhob.

Was hieraus folgt? Nichts anderes, als daß wir uns wohl des Ergebniffes der letzten Wah­len gegenüber den Polen freuen, aber beileibe nicht ihren Ausnahmecharakter außer acht laffen dürfen. Nicht immer wird eine natio­nale Wahlparole die Partei der Nichtwähler auf unserer Seite mobil machen. Dagegen berechtigt nichts zu der Annahme, daß der polnische Zu­wachs, der beachten wir es wohl auf der ganzen Linie einen Zuwachs des radikalen Po len t ums bedeutet, bei den heutigen Er­folgen stehen bleiben wird. Hat er in Oberschle- fien das Zentrum in stürmischem Vordringen seit 1903 an die Wand gedrückt, so wollen wir doch auch den mäßigen Erfolg, der den Polen in Posen und Westpreußen 22 514 Stimmen, in Rheinland und Westfalen 10 824 Stimmen mehr zuführte, als sie im Jahre 1903 erreicht hatten, nicht zu niedrig einschätzen. Jedenfalls enthält die Be­hauptung derMagdeb. Zeitung": wenn man von Schlesien absehe, sei bei den diesmaligen Wahlen nirgends eine derartige Zunahme der polnischen Stimmenzahl zu verzeichnen, daß dem Deutschtum darausauch nur eine geringe Ge­fahr" (!) drohe, eine höchstgefährliche Ueber- treibung. Man braucht in der polnischen Frage durchaus nicht schwarz zu sehen, um in solchen Worten die Stimmung jener falschen Sicherheit zu erkennen, vor der wir uns hüten sollten. Ge­rade den Polen gegenüber wird noch für lange die Mahnung gelten: den Kopf klar, die Hand fest und nur keine Illusionen!

Das Abonnement auf dieOberheffifche Zeitung", daS größte, meistgelesenste und weit­verbreitetste Blatt Marburgs und der Nmgegend kostet vierteljährlich nur i2.25 Mk. Inserate haben beste« Erfolg.

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Marburg

Sonnabend, 27. April 1907.

geschluckt. . . Tata! Also morgen früh halb 8 Uhr! Verstanden?"

Frau Mackay sentt den Kopf.

Welchen Tag sagtest du, daß wir morgen haben, Thomas?"

Hahahaha! Ich sprach von gar keinem be­stimmten Tag, meine Liebe. Aber wenn es dich interessiert morgen ist Donnerstag."

Donnerstag!" wiederholt sie sinnend,Don­nerstag!" , t

Ja, Donnerstag! Und Freitag findet bie Gerichtsverhandlung gegen deine würdige Toch­ter statt.... Na, schreck' nut nicht gleich zu­sammen! Da unten in Long Island, mit den schäumenden Füßen und den vielen geputzten Leuten um dich herum da wirst du das Balg schon vergeffen!"

Frau Mackay entgegnet nichts.

Sie ist seine rohen Spässe und Sticheleien so sehr gewöhnt, daß dieselben gar keinen Eindruck mehr auf sie machen.

Noch eine Zeitlang spottet und höhnt er wei­ter. Da seine Frau jedoch absolut keine Notiz davon nimmt, steht er gähnend auf, befiehlt ihr, sich am nächsten Morgen punkt sieben Uhr bereit zu halten und verläßt brummend das Zimmer.

Krach! fällt hinter ihm die Haustür schwer ins Schloß.

Frau Mackay steht am Fenster und lugt durch die Eardinenfalten.

Jetzt spaziett seine vierschrötige Gestalt quer über die Straße . . . jetzt trampelt sie drüben die Häuser entlang . . . jetzt biegt sie um die Ecke . . . und jetzt jetzt ist sie verschwunden.

Frau Mackay atmet auf. Noch ein Heines Weilchen verharrt sie auf ihrem Beobachtungs­posten, um sich zu vergewissern, ob ihr Mann auch nicht wieder Kehtt macht.

Dann schleicht sie in ihr Zimmer, öffnet bk Kommode und nimmt aus dem Arbeitskörbchen das amtliche Schriftstück, welches der Polizist ihr vorhin überreicht«. ....

(Fortsetzung folgt.)

Jetzt erst blickt er zu seiner Frau hinüber, die, den Kopf über die Nadel gebeugt, eifrig zu stricken scheint.

He, Barbara! Siehst griesgrämig aus. Als hättest du einen Frosch angegriffen. Wozu läßt du denn schon wieder die Nase hängen?"

Frau Mackay schweigt und beugt ihren Kopf noch tiefer auf ihr Strickzeug herab.

Na, kannst du nicht reden? . . . Wird'« bald? Was hat sich dein dummer Schädel wie­der zurecht gebraut, he?"

Nichts, nichts, Thomas?"

Lüg' nicht, Alte?" 's steckt dir was in den Gliedern. Ich werd' dich für ein paar Wochen an die See schicken 's wird dir gut tun!"

Lieber nicht, Thomas!"

Lieb« nicht, Thomas!" äfft et spottend ihren wehmütigen Ton nach.Wenn ich es aber wünsche he? Und ich wünsche es verstehst du mich! Nächstens wird das Mädel, deine wür­dige Fräulein Tochter, vom Gericht verdonnert. Und weil du so dumm bist, noch immer nicht vergeffen zu können, daß du die Mutter von diesem nichtsnutzigen Ding bist, so will ich dir einen kleinen Luftwechsel zukommen lassen. Hab' schon nach Long Island geschrieben und dir ein Zimmer bestellt. Wirst nie wied« sagen können, daß Thoma» Mackay ein ungalanter Ehemann ist, nicht besorgt für das Wohl seiner teuren Gattin he? . . . Run pack' deine Kof­fer! Morgen mit dem ersten Zug geht'» fort!"

Frau Mackay's Gesicht wird langer und im­mer länger; doch sagt sie nichts.

Hämisch lachend schielt er fottwährend zu ihr herüber. ,

Morgen früh mit dem ersten Zug geljfs fort!" wiederholt er mit erhobener Stimme. Kannst du nicht hören, Barbara? Ich selbst bringe dich zur Bahn!"

Ja, Thomas. Nur" sie stocktnut möchte ich lieber dableiben!"

So? Möchtest du!" höhnt er. »Jede Medizin schmeckt schlecht: deshalb wird sie doch

23 (Nachdruck verboten.);

In der Schule des Leidens.

Roman aus dem New-Porker Leben von Erich Friesen.

(Fortsetzung.)

So schnell, wie ihre schwachen Beine es er­lauben, humpelt Frau Mackay die Treppe hin­unter.

Ein Polizist steht vor der Tür.

Sind Sie Frau Barbara Mackay, Ma­dame?"

,La mein Herr!"

Dann habe ich Ihnen dies hier zu über­geben."

Er langt in seine Brieftasche und zieht ein amtliches Schreiben hervor.

i Frau Mackay zittert am ganzen Leib. Die Augen versagen ihr den Dienst.

Was was soll ich-- stotterte sie.

/Sie werden als Zeugin geladen im Prozeß gegen Felicie Barrington für nächsten Freitag vormittags 10 Uhr."

Ich ich? Zeugin?"

' Frau Mackay preßt die Hand aufs Herz.

>Jawohl! Und hübsch pünktlich Madame! Deien Sie lieber schon um halb zehn Uhr da! Duten Morgen, Madame!"

Mit kurzem Gruß dreht sich der Polizist auf dem Absatz herum und stolziert gravitätisch davon.

Wie traumverloren starrt Frau Mackay ihm nach. Sie starrt und starrt . . . und starrt noch immer, als der Mann schon längst um die Ecke und kein Zipfel seines Rockes mehr zu sehen ist.

Da fällt ihr Blick auf den amtlichen Bogen, Hen sie noch immer ungelesen in der Hand hält. Kilig schließt sie die Tür und humpelt mit dem wichtigen Stück die Treppe hinauf in ihr Zim­mer.

Mit zitternden Händen nimmt sie die Brille I aus dem Futteral und reinigt die trüben^ Glä- I

ser. Dann schiebt sie die Brille auf die Nase sie will heute gar nicht festsitzen diese unver­schämt: Brille und nun liest sie los, liest sie das kurze amtliche Schriftstück drei, vier Mal, bis sie es ganz auswendig weiß. . .

Draußen auf der Straße dröhnen schwere Männerschritte. Ein SchlLffel rasselt im Schloß.

Hastig schiebt Frau Mackay das Schriftstück samt dem angefangenen Hemdchen in ihren Ar­beitskorb, schließt denselben tn die Kommode ein und eilt in die Küche.

He, Barbara!" schreit es auch schon auf der Treppe.Wo steckst du? Bier her und ein Schinkenbrot und ein paar Ei«? Schnell! Hab- verdammten Durst!"

Damit stürmt er ins Wohnzimmer wirft den Hut aufs Sofa, schleudert die Stiesel von sich und flegelt sich gemütlich aufs Sofa.

Sogleich, Thomas!" schallt es ängstlich aus der Küche zurück.

Trotzdem man lebhaftes Hantieren in der Küche vernimmt, bauert die Geschichte Thomas Mackay doch zu lang.

Eil' dich doch, du langsame Trine?" schreit er von seinem Sofa aus durch die offene Tür. Noch ein bißchen schnell«! Dein liebender Gatte hat Hunger!"

Endlich erscheint sie auf der Schwelle, fast zusammenbrechend unter dem Gewicht des reich- veladenen Tabletts.

Hieher!" kommandiert die rüde Stimme vorn Sofa her.

Und Frau Mackay rückt einen Tisch an» Sofa, holt eine gelbgeblümte Damastdecke aus dem Schranks ordnet fein säuberlich da» ganze appetitliche Mahl und setzt sich dann in einiger Entfernung auf einen Stuhl.

Thomas Mackay läßt sich's schmecken. Gierig stürzt er ein Glas Bi« herunter. Dann schlürft er zwei Ei« schneidet sich ein Stück Brot ab, bestreicht es dick mit Butter, legt zwei Scheiben Schinken darauf und befördert ein gute» Teil­chen davon in seinen Mund,

Vierteljährlicher Bezugspreis; bet oer Expedition 2 Mk 1 "Ä<? QQ bet allen Postämtern 2,25 Mk. (excl. Bestellgeld).

ZuserttonSgebühr: die gespaltene Zelle oder deren Raum 15 Pfg.

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