Erstes Blatt.
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ach, so rosig —
II.
Am folgenden Abend ...
„Der „erste Liebhaber Frank Rüssel hat sich beim Begräbnis seiner Mutter erkältet und um einige Tage Nachurlaub gebeten.
Wieder übernimmt Norbert Barrington seine Partie — diesmal in einem modernen Konversationsstück.
Und wieder steht Felicie, nachdem sie ihre kleine Nolle im zweite» Akt absolviert, hinter den Kulissen und folgt mit brennenden Augen dem Laufe der Handlung.
Und wieder versichert Norbert ferner Partnerin seine heiße Liebe: wieder umarmt er sie innig, leidenschaftlich: wieder brennen beider Blicke ineinander ... ....
Ach Felicie weist p, daß alles nur Spiel ist! Und doch —
Hart kämpft sie gegen ihre unbegründete Eifersucht an.
von der Krankenkasse die Arzneien unentgeltlich geliefert, die Ausgaben, die den Krankenkassen hieraus erwachsen und die sich im Jahre 1894 bei 7 Millionen Versicherten auf IT^Millionen
Erscheint wSchentlich sieben mal.
Druck und Verlag' Joh. klug. Koch, UmverfitatS-Buchdruckmi 42. Jahrg.
Marburg, Markt 2L — Telephon 55.
Marburg
Sonntag. 31. März 1907.
mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
Sstt«taasbetlaae: SUnftrtrM
aus so daß ich ihn einlud, mit mir in einen, Restaurant der Vierzehnten Straße zu Abend zu essen. Der arme Kerl taute nach und nach auf. Ich liest eine Flasche Champagner anfahren — wir kamen ins Auffrischen alter Erinnerungen — lachten, tranken dazu —"
Er stockt. Doch eine stumme Handbewegung Felicies läßt ihn sogleich wieder fortfahren.
„Der verwünschte Champagner!" murmelt er zwischen den Zähnen. „War danach passierte, weist ich nicht mehr. Aber als ich heute früh aufwachte und in meine Rocktische fühlte, war si« leer. Mein Portefeuille — verloren oder ge« Fffthfpn f"
„Sie enthielt doch nichts Wichtiges?"
„Das ist es ja eben — zweitausend Dollar- in Banknoten."
Felicie fährt zurück.
„Zweitausend Dollars? Woher —' „Sie gehörten Gerda Douglas." „Gerda Douglas?"
Felicie ist sehr bleich geworden.
Ja Sie übergab mir die Summe gestern nach der Vorstellung. Ich sollte dieselbe für sie auf der Bank deponieren. Ich steckte das Geld in mein Portefeuille in der Absicht, heute früh sogleich damit zur Bank zu gehen. Den ganzen Abend über nahm mir das verwun,chte Geld die Stimmung. Es brannte mich wie Feuer. Im. mer wieder muhte ich denken: „Wenn die Summe mein wäre, könnte ich sofort meine kleine, sühe Licy heiraten, ihr ein hübsches Nestchen bauen, sie hegen und pflegen — —" Doch die Anwandlung ging vorüber. Als ich gestern abends zum Abschied deine Lippen kühte, als ich in deine treuen Augen sah, da wugte ich: Wir werden glücklich sein, auch ohne Reichtümer, nur mit unserer kleinen Gage ... In diesem Glucks-, gefühl hätte ich die ganze Welt umarmen nw-, gen; es tat mir weh, einen Unglücklichen zu sehen. Und als ich dem verkommenen Kollegen- begegnete, trieb es mich dazu, ihm eine Freude zu bereiten. Er hat sie mir schlecht vergolten. Fräulein Douglas' Geld ist weg — ihr ganze» erspartes Vermögen i" ....
(Fortsetzung folgt.)
tische Anerkennung gefunden hat und für die Er- I telpunkt aller Reformbestrebungen auf de« richtung neuer Apotheken nunmehr in dem weit- I Gebiete des Apothekenwesens bildet. Wenn da» aus überwiegenden Teile de» Deutschen Reichs I her der Entwurf darauf verzichtet, die Heber» zu Recht besteht. Bei dieser Sachlage konnte die I tragbarkeit bestehender Apothekenberechtigungen Wahl des System» für eine reichsgesetzliche Re- I durch das Reichsgesetz zu beseitigen, so ist dies in gelung des Apothekenwesens nicht unzweifelhaft I der ausdrücklichen Annahme erfolgt, dah die Bessin, es war vielmehr in dieser Hinsicht aus der I ftrebungen, die übertragbaren Apothekenberech- tatsächlichen Entwickelung der Verhältnisse le- I tigungen allmählich, wenn auch ohne Bindunz dilich die Konsequenz zu ziehen, daß für eine I an eine bestimmte Frist, in reine Personalkon- solche Regelung allein die unübertragbare Per- I Zessionen zu verwandeln, durch Gesetzgebung»- sonalkonzession die Grundlage abgeben könne. I und Verwaltungsmaßnahmen der Einzelstaaten Insbesondere erscheint darnach eine Regelung I zur Verwtrklung gelangen werden. Der Kern- auf dem Prinzips der veräußerlichen und ver- I punkt des reichsgesetzlichen Vorgehens liegt hiererblichen Realkonzession, wie sie neuerdings in I nach darin, daß das durch die Entwickelung der Oesterreich durch Gesetz vom 18. Dezember 1906 I letzten Jahrzehnte in den meisten deutschen erfolgt ist, ausgeschlossen: Aber auch die sonst I Bundesstaaten als zweckmäßigstes anerkannt zur Erörterung gelangenden Systeme dürsten I und angenommene Prinzip der unübertragbaren bei uns nicht durchführbar fein. Der in einer I Personalkonzession für die Zukunft und für das Reihe von ausländischen Staaten geltenden I gesamte Reichsgebiet gesetzlich festgelegt und da- Riederlassungsfreihsit wird in Deutschland von I mit der Unsicherheit ein Ende bereitet wird, die keiner Seite das Wort geredet. Sie würde durch I durch die Bewegung für und wider die in Be- die Eröffnung unbegrenzter Konkurrenz auch j tracht kommenden Systeme in den Interessenten» nur zur Verschlechterung unseres Apotheken- I kreisen hervorgerufen wird, und die den Besitzwesens führen können, und durch unnatürliches I Verhältnissen nur schädlich werden kann. Ist Zusammendrängen der Apotheken in den grö- I einmal das Prinzip der reinen Personalkonzes- ßeren Städten die Arzneiversorgung auf. dem I sion dauernd zur Grundlage des Apotheken- Lande leicht gefährden. Dis im Gegensätze hierzu I wesens im Reiche erhoben, so steht zu hoffen, daß von einzelnen Seiten gewünschte Verstaatlichung I auch diejenigen, welche es jetzt noch bekämpfen, oder Kommunalisierung der Apotheken dürfte 1 sich mit der getroffenen Entscheidung abfinde« aber, so große Vorzüge sie in mancher Beziehung I und den unleugbaren Vorzügen des Systems di« aufzuweisen hätte, schon durch die dazu erforder- I Anerkennung nicht versagen werden, zumal l ichen, außerordentlich hohen finanziellen Auf- I wenn das Reichsgesetz seinerseits eine Störung Wendungen — allein dis Jdealwerte der Real- I bei gegenwärtigen Besitzverhältnisse vermeidet konzessionen in Preußen werden auf etwa 300 I Reben der Durchführung des Prinzips der un« Millionen Mark geschätzt — unüberwindlichen I übertragbaren Personalkonzession sucht der Ent» Schwierigkeiten begegnen. Es kommt hinzu, daß I wurf auch im übrigen die gewerbliche Seite des mit der Verstaatlichung oder Kommunalisierung I Apothekenwesens einheitlich zu regeln. Ins- des Apothekenwesens der Apothekerstand seinen I besondere schafft er auch die Grundlage für den Charakter als den selbständiger Eewerbetrei- I reichsrechtlichen Erlaß einer Reihe von Aus- bender, dessen Erhaltung vom Standpunkt einer I führungsvorschriften, deren Gegenstände.»ei dem gesunden Mittelstandspolitik nur zu wünschen I dringenden Bedürfnisse nach Einheitlichkeit ist, verlieren würde. Auch könnten bei etwaiger I zwar schon jetzt eine gleichmäßige Regelung er- Verpachtung der Staats- oder Kommunalapo- I fahren haben, diese indessen bisher nur im Wege theken infolge des Wettbewerbes um die Pach- I der Vereinbarung der Bundesregierungen über tungen und der dadurch bewirkten Steigerung I die zu erlassenden landesrechtlichen Vorschriften der Pachtpreise leicht diejenigen Mißstände sich | erhalten konnten." wieder einstellen, welche aus den hohen Kauf- I g
preisen der Apotheken bei dem System der ver- I 91 et di
äußerlichen Realkonzession sich bisher ergeben I bee Maat,
haben. Demgemäß ist der vorliegende Entwurf I — ^ehlseschlagsne^Experimente des Magt. eines Rsichs-Apotheksngesetzss auf dem seiner I ftrats von Charlottsnburg. Der Magistrat der Zeit vom Bundesräte gebilligten Prinzip der I Stadt Charlotten bürg hat der dortigen unübertraabaren Versonalkonzession aufgebaut I Stadtverordnetenversammlung ein recht Unteres« woLen Bei ist santes Aktenstück übersandt E- wurde im Herbst
keineswegs verkannt worden, daß die Regelung I 1905 eine aus 5 Magssttatsmitgtteder» und IS der Besitzverhältnisse, insonderheit für die bi». I Stadtverordneten gebildete Kommission zur ’£** herigen sogenannten Realkonzessionen den Mit- I ratung der Maßnahmen gegen die Fleisch-
Mich liebt er, mich allein!" sucht sie immer wieder die aufkeimenden Zweifel zu ersticken. Ich werde seine Frau sein, nicht jene Gerda Douglas, der er jeden Abend auf der Bühne den Hof macht. Aber ich will mich nicht mehr gegen die baldige Hochzeit sträuben. Sie soll in acht Tagen stattfinden — am liebsten morgen schon, wenn er will . . . Ja, ja, so bald wie möglich!"
Da meldet der Inspizient ihr Stichwort.
Roch ganz erregt von ihren Gedanken eilt sie auf die Bühne. Jede Fiber in ihr bebt. Sie ist ganz Feuer, ganz Verve ....
Lauter Applaus folgt ihrem Abgang. Wahrhaftig ein ausgesprochener Erfolg! —
Wie gestern Abend, geleitet Barrrngton auch heute seine Braut nach Hause. , ,e
Er ist noch schweigsamer als gestern und sucht vergebens seine Mißstimmung zu verbergen.
Auf Felicies inständige Bitten rückt er end- lich mit dem Grund heraus.
„Vielleicht ist es dir möglich, mir zu helfen, Licy! Dein Vater verleiht Geld, nicht wahr?"
„Ja, manchmal. Aber — du hast gehört, was die Mutter gestern faßte! Er ist selbst in Geldverlegenheit."
„Ich weiß, ich weiß. Aber Eeldverleiher haben stets Verbindungen. Vielleicht kann er von jemand anders —"
Felicie bleibt stehen. Voll blickt sie ihrem Bräutigam ins Gesicht.
„Du brauchst Geld, Norbert?"
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„Wie viel?"
„Zweitausend Dollars."
Sie erbleicht; doch sagt sie nichts.
Er sieht ihr Befremden. Zärtlich faßt er ihre Hand. .,.
„Licy, versprich mit, nicht eifersüchtig zu sein, und ich erzähle dir alles!"
Felicies Hand zittert tn der seinen. Was wird sie hören müssen?
Stumm nickt sie mit dem Kopf.
„Also —" beginnt er entschlossen, „als ich dich gestern abends verließ, traf ich einen früheren Kollegen. Er sah sehr reduziert und verhungett
tzenden Vermehrung der Apotheken, schließlich die ständige Steigerung der Arznei- I Preise. Da diese Mißstände sich nicht abstreiten Men, wird man auf die Dauer nicht umhin können, ihrem weiteren Anwachsen durch gesetz- tzebertsche und Verwaltungsmaßnahmen ent- Mgenzutteten, zumal die beteiligten öffentlichen I Interessen sehr bedeutende sind. In dieser Beziehung kommt die Entwickelung der sozialpolitischen Gesetzgebung wesentlich in Bettacht. Durch die Einführung der Gesetze über die Kranken- und die Unfallversicherung hat sich der Verbrauch an Arzneien bei den der Versicherung unterliegenden Bevölkerungsklassen außerordentlich gesteigett. Allein der Krankenversicherung unterliegen etwa 11 Millionen Arbeiter; sie erhalten im Falle der Erkrankung
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g (Nachdruck verboten.), i
In der Schule des Leidens.
Roman aus dem New-Parker Leben von Erich Friesen.
(iYortiefrung.i -
Mit gesenktem Blick und tief geröteten Wan- ae» nähert sich ihm Felicie.
“ „Hier bin ich, Norbert!" mich an, Kind!"
- Langsam hebt sie die Augen zu ihm empor — Augen, aus denen eine Welt von Liebe und Hingebung leuchtet.
- „So? .... Und nun will ich deiner Mutter antworten. Ich liebe dich um dieser herrlichen Augensterne, um ihrer Tiefe, ihrer Seele willen. lJch liebe dich um deiner roten Lippen, um deiner herzigen Grübchen, um deiner klaren Kinderstirn l^^Fast brüttt er Felicie an sich, um dann 'E^^und S?e ftagen mich, ob ich Licy um ihrer Mitgift willen heiraten will, Frau Mackay!
Tiefe Sttlle, nut unterbrochen von den raschen Atemzügen des Mädchens, das, ntt erglühend, das Köpfchen an die Brust des geliebten Mannes schmiegt. .
Frau Mackay bricht zuerst das Schwelgen
„So ist also alles in Ordnung. Ich will Sie auch nicht mit Aufzählen der Kalamitäten meines Mannes behelligen. Die meisten Menschen batten ihn für reich, weil et hie und da Geld verkeiht. Er hat aber in letzter Zeit Pech gehabt. Nichts wollte ihm glücken — so sagte er wenigstens. Es ist gut, wenn Licy bald aus dem Hause kommt — sobald wie möglich. Sehen Sie ihre Augen, wie sie strahlen! Sie ähneln den ineiuigeii — sagt man. Ja, ja, auch meine Augen strahlten einmal in Jugendlust — s ist lange her . . . Aber nun will ich euch ein bißchen allein lassen, Kinder. Ich habe in der Küche zu tun." „ _ .
Mit müden Schritten verlaßt sie das Zim- Felicie steht mit abgewandiem Antlitz am
Zessionen befindet sich hier in ständiger Steigerung und betrug im Jahre 1906 ungefähr 500, während die Zahl der Realprivilegien und bet Realkonzessionen eine geschlossene ist und sich im Jahre 1906 bei ersteren auf 890 und bei letzteren auf 1946 belief. Auch in Elsatz-Lothrin- gen ist durch die Landesgesetzgebung seit dem Jahre 1903 für die Apotheken, die in Zukunft neu errichtet werden, das System der Personal- konzession eingeführt und damit die Uebertrag- barkeit dieser Apotheken beseitigt worden. Es erhellt hieraus, daß die vom Bundesräte feit langen Jahren für eine reichsgesetzliche Regelung im Prinzip gutgeheißene unveräußerliche und unvererbliche Personalkonzession im Wege der Landesgesetzgebung mehr und mehr prak- WUl- !_i_ im - — " 1
Kamin, anscheinend sich die Hände am Feuer wärmend — in Wirklichkeit jedoch, um ihre tiefe Erregung zu verbergen.
Verstohlen wirs sie einen Blick auf den Geliebten ... „ . , „ _ ~
Wie eine kalte Dusche überrieselt es sie. Er denkt augenscheinlich an ganz etwas anderes. Den Kopf in die Hand gestützt, stiert er finster vor sich hm.
„Norbert, was hast du?" Er fährt auf.
„Ich? . . . O, nichts!"
'.Doch, du bist so eigen."
Unsinn, Närrchen!" lacht er gezwungen auf. „Aber ich muß jetzt gehen. Gute Nacht, mein Lieb' Auf Wiedersehen morgen im Theater!
Verschüchtert hält sie ihm die Lippen zum ÄM linket küßt diese frischen Lippen — zärtlich, feurig. — Und es ist, als ob unter diesem reinen Kuß feine trübe Stimmung schwände und ein warmes Glücksgefühl in seinem Herzen aus- leuchte . . .
Die kleine Felicie aber träumt die ganze Nacht nur von der Zukunft — die so rosig ist —
vierteljährlicher Bezugspreis^ bet oei Expedition 2 ML, w£» bei allen Postämtern 2,25 Mk. Bestellgeld).
wl£ • 0 JnsertionSgebühr: die gespaltene Zeile oder veren Raum 15 Psg.
Reclameu: die Zeile 30 Psg.
- ===== I im Jahre 1904 bei 10% Millionen Ver-
I sicherten auf 32% Millionen Mark beliefen, Düv ylCtU)§ÜpOtl)ClCnflC|C§. I werden zu zwei Dritteln durch Beiträge der Den Bundesregierungen ist bekanntlich der | Arbeiter aufgebracht. Wenn aber die Gesetz- Entwurf eines Reichs-Apothekengesetzes zur Be- gebung die Arbeiter und die Arbeitgeber nötigt, uutachtung zugestellt worden. In der Erläuter- zur Beschaffung der bei Kränkelten erforder- mng, die dem Entwürfe beigegeben ist, wird I lichen Arzneien bedeutende Opfer zu bringen, darauf hingewiesen, daß die gegenwärtige Re- I so muß sie auf der anderen Seite das Apotheken- taelung des Apothekenwesens mit ihren zum Teil I wesen in einer Weise ordnen, die Nicht eine utv saus dem 18. Jahrhundert stammenden Einrich- I natürliche Steigerung der Arzneipreise mit sich tungen den Zeitverhältnissen nicht -mehr ent- I bringt. Daß die gegenwärtige Ormiung eine spricht. „Als Mißstände, so heißt es weiter, die I solche Steigerung begünstigt, wird sich nicht be- lich unter der gegenwärtigen Ordnung des Apo- I streiten lassen, das tatsächliche Anwachsen der thekenwesens entwickelt haben, und nach der An- I Preise der Apotheken über den wahren Wert Richt der überwiegenden Mehrzahl der Besür- I hinaus und die damit für die ^>othekenbesitzer (Wörter einer Apothekenreform auf die Veräußer- | gegebene Notwendigkeit, zwecks Beschaffung der Lichkeit der Apothekenberechtigungen zurückzu- I zu zahlenden übertriebenen Zins- und llmorti- iführen sind, werden besonders beklagt: vom sationsbeträge den Geschaftsgewinn auf jede Standpunkte des Apothekerberufs: die, nament- Weise zu vermehren, können auf die Hohe der !lich für unbemittelte Bewerber, bestehende Arznelprerse nicht ohne Einfluß b.erben Schwierigkeit, in den Besitz einer Apotheke zu I Sodann wird eine Darstellung der visheri- 'aelangen, sowie die durch die überttiebenen gen Bemühungen um eine einheitliche ge>ctzlrche ^Kaufpreise der Apotheken verursachte Verschal- I Regelung gegeben, die mehrfach zur Aufstellung düng zahlreicher Apotheker; vom Standpunkte von Erundzügen geführt ^aben. Am 1. 3ult !-et öffentlichen Interessen: die in der unentgelt- 1895 gab es im deutschen Reiche 18^0 privile- lichen Zuwendung hochwertiger veräußerlichet gierte oder realberechtigte Apotheken, 3116 kon- lApothekenberechtigungen seitens des Staates zessionierte, darunter 764 unveräußerliche zu- Aegende Begünstigung einzelner auf Kosten der lammen (emichttetzttch der Fittalen und fonfti- jGefamtheit, der aus der Verschuldung der Apo- gen Apotheken) 5162. . .
tzheker sich ergebende Antrieb, den Geschäfts- I „Diese Zahlen haben sich, so heigt es tn bet gewinn durch Führung minderwertiger Arz- Begründung weiter, seit dem angegebenen Zert- rieieii und durch Geheimmittelhandel zu stei- | punkte zugunsten der unverautzerttchen ^lpo-