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ßeine baldige Berufung in eingeweihten Kreisen «ls sicher gelte.

Parteitag der bayerischen Konservativen. In Nürnberg findet am 2. April die Parteitag- eng der bayerischen Konservativen statt.

«bg. Prinz Urenberg t« Der bekannte ein­flußreiche Zentrumsabgeordnete Franz von Assist Ludwig Maria Prinz von Arenberg ist, wie gestern bereits gemeldet, in Krefeld gestor­ben, nachdem er längere Zeit an einem schweren Leiden darniedergelegen hatte. Prinz Arenberg, der auf dem rechten Flügel des Zentrums stand, vertrat im Reichstage den Kreis Malmedy- Montjoie-Schleidcn seit dem Jahre 1890, der sicherer Zentrumsbefitz ist; auch dem preußischen stbgeordnetenhause gehörte der Verstorbene seit dem Jahre 1892 an. Wegen seines Interesses für di« kolonialen Bestrebungen wurde er im Jahre 1897 zum Vorsitzenden der Deutschen Ko­lonialgesellschaft gewählt. Hierzu bemerkt die Rheinisch-Weftfäl. Ztg." Folgendes: Des Prin­zen genaue Kenntnis und intensive Beschäftigung in der Kolonialpolitik verdient unbedingte An­erkennung. Ob aber seine Präsidentschaft in der Kolonialgesellschaft der Sache nützlich war, be­zweifeln wir. Er besaß nicht die Kraft, seine Partei in kolonialen Fragen mitzureißen; läh­mend vielmehr legte sich seine Parteiangehörig­keit auf sein Wirken in der Gesellschaft und da­mit auf die Entwickelung der Gesellschaft.

Allpolnische Tagung. Dir größte polnisch­politische Organisation, derStraz"-Verein, ver- enstattete am Sonntag in Posen eine außer­ordentliche allpolnische Tagung, in der die Re­organisation desStraz"-Vereins in national- polnischer Hinsicht eingehend beraten wurde. An der Versammlung nahmen mehrere Hundert Po­len aus den Provinzen Posen, Westpreußen, Ost­preußen, Schlesien, Brandenburg,, der Rheinpro­vinz und Westfalen teil. Von den Tätigkeits­berichten der verschiedenen Sektionen verdient auf deutscher Seite besondere Aufmerksamkeit der Bericht des Dr. Kubacki-Pleschen über die wirt­schaftliche Sektion. Die Sektion habe sich um die Hebung des polnischen Handels und des polnischen Gewerbes eifrig bemüht, so­wohl durch materielle, als auch moralische Unter­stützung. Auch habe man speziell der Devise: Unterstützet nur die Landsleute!" gehuldigt. Auch polnische Aerzte und Rechtsanwälte seien seitens des Vereins in verschiedenen kleineren Städten domiziliert worden. Die Sektion habe auch in den polnischen Tagesblättern An­kündigungen von freien Stellen unter der Rub­rik:Brot für die llnsrigen" veröffentlicht. Mit einem Hoch auf die p o l n i s ch e Geistlichkeit wurde die Versammlung geschlossen.

Auslarid.

«= Die fortschreitende Slawifierung des deut­sche« Sprachgebiets in Böhme« kommt in einem vom Plenum des böhmischen Landesschulrats (deutsche und tschechische Sektion vereint) gegen die deutschen Stimmen gefaßten Beschluß zum Ausdruck, nach welchem in den Gemeinden Malt­heuern (bei Brüx) und Kosten (bei Teplitz) Mei neue tschechische Volksschulen, sogenannte Minoritätsschulen", errichtet werden sollen. Durch solche Beschlüsse, durch welche die Deutschen im Landesschulrate majorisiert werden, wird die nationale Teilung dieser unter dem Vorsitz des Statthalters beratenden oberste« Landesschulbe­hörde illusorisch gemacht. Die nationalen In­teresse« der Deutschen in Böhmen können eben nur durch die völlige Zweiteilung der gesamten Landesverwaltung dauernd gegen das Slawen­tum gesichert werden.

Tatjana Leontie«. Vor dem Schwurge­richte des Berner Oberlandes zu Thurn begann gestern die Verhandlung gegen Tatjana Leon- tiero, die junge russische Studentin, die am 1. September vorigen Jahres in Interlaken den Pariser Rentier, den sie fälschlich für den rusfi- schen Minister des Innern, Durnowo, hielt, ge­tötet hat. Die Angeklagte sagte über ihr Vor-

und wenden sich wieder der Gegenwart zu; sie erwägt und vergleicht, und sie kann es nicht leugnen: wundersam hat sich alles gewandelt. Dem Manne, dessen sie einst mit finsterem Zorn, ja fast mit einem Fluch auf den Lippen gedacht, diesem Manne konnte sie längst nicht mehr ihre volle Anerkennung versagen, für diesen Mann spricht selbst eine Stimme in ihrem Herzen sein Leid hat sie bekümmert, sein neu erblühtes Glück erfüllt sie mit Freude, und so sehr das Mutterherz sich auch dagegen sträubt, ihre lleberzeugung, durch unerschütterlichen Gerech­tigkeitssinn gefestigt, bleibt die: Rupert tat, was er als Mann von Ehre tun mußte, und Leo fiel als das Opfer eines freventlichen Leichtsinns, aus dem dann die Sünde hervorwuchs, die auch feine Mitschuldige in den Tod getrieben. Natalie Reuchlin ist «in gttchdenkendes Weib und ein starker, edler Charakter, ihre Seele hat sich durch schwere Kämpfe hindurchgerungen; eine tiefe, ftllle Wehmut ist geblieben, und ihr Herz weint um den toten Sohn wie sonst, ja noch mehr, seit­dem sie weiß, daß er die Glorie nicht verdient, die ihre Liede einst um sein jugendschönes Haupt geflochten. Haß und Verbitterung aber, die wie tiefe Schatten um sie lagerten, haben keine Macht mehr. Sie hat es gelernt, still und ent» sitgungsvoll und doch mit warmem Empfinden sich an dem Glück derer zu freuen, die Gott ihr als Ersatz gegeben für diejenigen, die einst ihres Lebens Leden und ihrs» Herzens Wonne waren.

And nur eine ist dieselbe geblieben, heute wie vor Jahren: Gräfin Ulrike. Für sie bleibt Leo Sebera das unerreicht dastehende Ideal männ- licher Schönheit und Ritterlichkeit, ihr krankes Herz liebt ihn mit derselben fast fanatischen Leidenschaft wie vor Jahren, und in ihre Brust Mi kein Strahl, der mild verklärend die Ber- ßangenheit mit der Gegenwart verbindet.

leben übereinstimmend mit der Anklageakte aus. Cie erklärte, sie habe Durnowo und nicht Müll:r täten wollen. Den Auftrag habe sie von der re­volutionär-marxistischen Partei erhalten. Ueber die näheren Umstände verweigerte sie jede Aus­kunft.

= Botha über den britischen Bur. Eine Reuter"-Depesche aus Johannesburg besagt: Bei einem hier adgehattenen Festmahle, welchem auch die Minister, Mitglieder der Opposition und an­dere hervorragende Persönlichkeiten beiwohnten, erregte Botha stürmischen Beifall, als er erklärte, das britische Volk könne, angesichts der Kolonial- konferenz, voll auf den britischen Bur in Trans- «al vettrauen und ihm freien Spielraum ge­währen, seine eigenen Angelegenheiten nach eige­nem, bestem Ermessen zu regeln.

Marburg uiib UurgtgeAd.

Machdruck aller Ottgmalattiket ist gemäß ß 18 dell Urheberrecht» nur mit der deutlichen Quellenangabe

.Oberhest. «tg." gestattet,

VntMttg. 26. März.

)( vom Jägerbataillon. Der frühere Haupt­mann und Kommandeur des Jägerbataillons v. Bülow wurde zum Stabe des Grenadier- Regiments Rr. 8 versetzt; der frühere Haupt­mann und Kompagniechef v. Dewitz wurde zum Kommandeur des Jägerbataillons Rr. 14 er­nannt.

* Im Interest« der Lieferanten an Staats­und sonstige Behörden liegt es, wenn sie all: auf das mit dem 81. d. M ablaufende Rechnungsjahr bezüglichen Rechnun­gen für Lieferungen, Arbeiten ufw. in den erste« Tagen des Monat» April, eventl. unter Berückstchtigung der Sc» stellscheine:c. einieicben; soweit für die einzel­nen Behörden Eisenbahn, Universität, Stadt besondere Rechnungsformulare vorge­schrieben find, unter Benutzung derselben.

)( Kreis-Krieger-Verband. Durch ein Versehe" des Setzers ist in unserem gestrigen Berichte über die Vertreterversammlung des Kreis- Krieger-Verbandes Herr Nückel alsKranken"- konlrolleur bezeichnet worden, es muß natürlich heißen: Kassen kontrolleur.

* Hessischer Eeschichtsverein. In der Sitzung vom 22. März widmete der Vorsitzende Herr Ge­neralleutnant Betz dem jüngst verstorbenen Mit- gliebe Herrn Geh. Reg.-Rat F. Justi un­ter besonderer Hervorhebung seiner durch da» I Hessische Trachtenbuch" erworbenen hohen | Verdienste Worte ehrender Anerkennung. Die Anwesenden erhoben stch zu seinem Andenken. Weiter teilte der Vorsitzende mit, daß die Fas­sung der neuen Ortssatzung nun festgestellt fei und 300 Exemplare gedruckt werden sollten, fer­ner daß die Frage der Altertümersammlung durch die Erkrankung des Herrn Museums­direktors Böhlau einen Aufschub erhalten habe. Es folgte der Vortrag des Herrn Archivasfisten- ten Dr. Huyskens:Landgräfin Elisabeth, die Heilige von Thüringen, und die religiöse« Strömungen ihrer Zeit." Der Vottragende ge­dachte der in Eisenach für diesen Sommer ge­planten Festspiele, welche der Erinnerung an die im Jahre 1207, also vor 700 Jahren, ge­borene Elisabeth gewidmet sein sollen. Sein Lebensbild Elisabeths baute er auf breitem kulturgeschichtlichem Hintergrund auf, insbe­sondere verweilte er bei der im Gegensatz zu dem äußeren Glanz und der hohen Machtstellung der Kirche emporgekommenen Ärmutsbewegung und dem Auftreten vielfacher Setten. Von dem weltfrohen thüringischen Hofe Landgraf Her­manns I. führte der Vortragende hinüber zu dem im Gegensatz dazu erwachte« Armutsver­langen Elisabeths und zeichnete die mäßigende Stellung, welche Konrad von Marburg dazu einnahm. Der älteften Entwickelung Marburgs, wohin Elisabeth nach dem Tode ihres Gatte« ihrem Beichtvater folgte, widmete Dr. Huyskens interessante Ausführungen im Anschluß an die Forschungen des Herrn Archivrat Dr. Küch, und verweilte weiter insbesondere bei ihrer Hospital- wirksamkeit in Marburg, indem er einzelne diese Zeit betreffende Erzählungen zum Gegenstand neuer Erörterungen machte. Der Vorsitzende dantte Herrn Dr. Huyskens für seinen schönen Borttag und fordette Herrn Prof. Wenck auf, die Diskussion zu eröffnen. Dieser sprach sich dahin aus, daß f. E. das Papsttum, das durch den gewaltigen Zug nach Zenttalisation die ttefen Schäden der Kirche vor allem verschul­dete, in der Gestalt Papst Jnnocenz' HI. mit schärferen Farben hätte gezeichnet werden sollen, er hob ferner u. a. hervor, welcher Einfluß auf Elisabeth von der frommen Gemahlin Landgraf Hermanns geübt worden sei und wie der Hebet# schwang der franziskanischen Frömmigkeit Elisa­beths, sofern er sich gegen ihren Ehestand rich­tete, von Konrad von Marburg, dem Nachfolger des franziskanischen Beichtvaters, bei Lebzeiten ihres Gatten im Einverständnis mit diesem eingebammt wurde. An der Diskussion beteilig­en sich auch Hext Prof. Joh. Bauer und Herr Oberlehrer Schürmann. Ersterer stellte die Frage, ob die Frömmigkeit Elisabeths wirttich dem Ideale de» 13. Jahrhundert» entsprochen habe und brachte zur Eröterung, daß da» Aula- bild Jansens nicht, wie der Vottragende meint«, eine ©jene im Kloster Attenberg, sondern im Marburger Hospital darstelle. Zum Schluß dantte der Vorsitzende nochmal» dem Vorriagen- den und allen an den Erötterungen Beteiligten für die gewährte Anregung.

W. Ortskrankenkasse. Die Frühjahrs- Generalversammlung der Marburger Ortskran- kenkasse findet am 10. April statt. Durch die vor 3 Jayre« beschlossene Beittagserhöhung ist der Stand der Kasse ein so günstiger geworden, daß der Reservefonds nicht nur erreicht, sondern nicht unerheblich überschritten ist, so daß der Vorstand in der angenehmen Lage ist, der Ge- neratoctfammlung eine Erhöhung der Leistun­gen in Vorschlag zu bringen. In Aussicht ge­nommen ist die Bezahlung des Krankengeldes bereits vom zweiten Tage der Erkrankung ab, statt wie bisher erst vom vierten Tage, sowie

eine Erhöhung des Krankengeldes um 10 Proz. Bekanntlich gehörte die Marburger Ortskranken­kasse inbejug auf ihre Leistungen an die Mit­glieder zu den schlechtesten in ganz Deutschland. Da die Annahme der Vorschläge des Vorstandes wohl ganz sicher ist, wird auch in dieser Hinsicht eine Besserung stattfinden.

)(Som Vorschuß-Verein. Der Vorschuß- Verein, eingetragene Genosienschaft mit unbe­schränkter Haftpflicht zu Marburg, versendet soeben seinen Bericht für das 25. Geschäftsjahr. Wir entnehmen demselben folgendes: Der Ge- schiistsumsatz in Einnahme und Ausgabe bering rund 69 Millionen Mark gegen 63 Millionen Mark vorjährig, eine Steigerung um 8 Milli­onen gegen da» Vorjahr. Hieraus ergibt sich ein Reingewinn von 62 067 «* 37 4, ein Mehrbe­trag vou 7125 3L 79 4. Der Reingewinn würde ein noch höherer gewesen sein, wenn nicht für den Keubau bereit» im letzten Jahre 154 000 3t verwandt worden wären, wodurch Zinsgewinne entgangen find, denen nur unbedeutende Miets­einnahmen gegenüberstehen. Das eigene Ver­mögen ist wiederum bedeutend gewachsen und beträgt an Reserven und Mitgliederguthaben 587 097 Jt 49 4 gegen 495 436 Jl 03 -3 . Die Mitgliederzahl ist von 847 auf 905 gewachsen. Zur Verteilung find wieder wie in den letzten 5Jahren 7 % Dividende vorgeschlagen, gemein­nützigen Zwecken werden 450 3t zugewendet. Der Auffichtsrat schlägt vor, dem Vorschuß-Verein einen anderen Namen zu geben, weil dieser Titel nicht mehr der Größe und der seitherige« bank­mäßigen Entwickelung der Instituts voll und ganz Rechnung trägt. Der Abänderungsvor­schlag lautetMarburger Bank", eingetragene Genossenschaft mit unbeschränkter Haftung in Marburg an der Lahn. Der Bericht besagt fer­ner: An Sparkassen-Einlagen war cm Schluß des Jahres 1905 ein Bestand von 3 679 291 3t 83 4. Eingelegt wurden 2 358 331 33 67 -5, zurückgezogen 1775 879 08 «Z, sodaß an Spar­

einlagen 4 261744 'l 42 »3 angelegt find. Es waren 3047 Einlagebücher im Umlauf,_ eine Zu­nahme von 390 Büchern. Sämtliche Rücknahmen wurden ohne Kündigung ausbezahlt, mit Aus­nahme der längeren Kündigungsfristen frei­willig unterworfenen. Das Guthaben der Mit- glieder betrug Ende 1905 : 281 321 3t 30 4. Eingezahlt wurden in 1906 : 50 339 31 62 3, zurückgegeben 21303 Jt 53 und schloß Ende 1906 nach Zuweisung der 1906er Dividende mit einem Saldo von 329 666 31 61 L. Das gesamte Vereinsvermögen beträgt nunmehr unter Zu­rechnung der Reserven 587 097 31 49 -3. Der Kassenbestand war Ende 1905: 107 334 31 53 in Einnahmen verbucht wurden im Jahre 1906: 23 222 414 33 80 4, verausgabt 23 216 031 l 83 L, sodaß am 81. Dezember 1906 ein Bestand an Kasse von 100931 31 06 *3 vorhanden war. Der gesamte Umsatz belief sich im Jahre 1906 auf 68 734 017 31 75 wobei der Kassenumsatz nicht eingerechnet ist.

) ( Osterverkehr. Um den Osterverkehr bewäl­tigen zu können, find wieder einige Sonderzüge eingelegt worden. Das Nähere ist aus den auf den Bahnhöfen angeschlagenen besonderen Fahr­plänen ersichtlich.

)( FeShjahrs-Pferdenmrtt. Die mit dem diesjährigen Pferdemarkt verbundene Prämi­ierung hatte folgendes Ergebnis: Besitzer von Wagenpferden (paarweis ausge­stellt) und von Reitpferden (einzeln ausgestellt).

(Außerhalb der Pferdezuchtgenossenschaft). Kaltblütige Wagenpferde (Belgier).

Albett Stern, Wetter 1. Preis (15 31), Wilh. Haas, Dagobertshausen, 2. Preis (10 31), Juda Rulf, Holzhausen, 3. Preis (5 3t).

Warmblütige Wagenpferde (Chaisen).

Salomon Michel, Gießen, 1. Preis (15 JQ, Earl Sarnes, Dagobertshausen, 2. Preis (10 <40, Andr. Kiefer, Wittelsberg, 3. Preis (5 <40.

Reitpferde.

Georg Daniel, Marburg, 1. Preis (15 <«), Zoh, Siegfried, Michelbach, 2. Preis (10 31), Johs. Muth, Michelbach, 3. Preis (5 3t).

Kaltblütige Stuten von 515 Jahren und 3 und 4 Jahre alt. (Innerhalb der Pferdezucht-Genossenschaft Marburg.)

Joh. Seip, Hermershausen, 1. Preis (30 <#0, Bürgermeister Feußner, Cölbe, 2. Prers (20 <40, Wilh. Haas, Dagobertshausen, 3. Preis (15 3tV Wilh. Häuf, Dagobertshausen, 4. Prers (10 3t), Conrad Becker, Bernsdorf, 5. Preis (10 3t), Bürgermeister Johs. Weiershäuser, Wehrs­hausen, 6. Preis (5 31), Joh. Thers Euler, Sterzhausen, 7. Preis (5 31), Heinrich Feußner, Cölbe, 8. Preis (5 3t).

Kaltblütige Stuten, 34 Jahre alt.

Carl Kaiser, Ebsdorf, 1. Preis (15 3t), Johs. Mrr, Allna, 2. Preis (15 31), Bürgermeister Rauch Wittelsberg, 3. Preis (10 3t), Bürger­meister Scherer, Dagobertshausen, 4. Preis (5 31) Johs. Klingelhöfer, Drückerhof, 5. Prers (5 .*).

Kaltblütige Fohlen, zweijährig.

Johs. Dörr, Allna, 1. Preis (15 31), Johs. Seip, Hermershausen, 2. Preis (10 3C), Georg Kaiser, Cyriaxweimar, 3. Preis (10 <40.

Aeltere Stuten (Warmblut)

v. von 515 Jahren.

Bürgermeister Feußner, Cölbe, 1. Preis, (30 3t), Cärl Bopp, Kleinseelheim, 2. Prers, (20 31), Bürgermeister Beck«, Bernsdorf, 3. Preis (15 3t), Georg Kaiser Cyriaxweimar, 4. Preis (10 3t), Ludwig Loeber, Kernbach, 5. Preis (10 3t), Johs. Klingelhofer, Bruckerhof, 6. Preis, (5 3t), Bürgermeister Scherer, ^ago- bertshausen, 7. Preis, (5 <40, Grichw. Greiff, Wehrda, 8. Preis, (5 31).

Fohlen, drei- und vierjährig.

Johs. Weiershäuser, Wehrshausen, 1. Preis (15 3t).

Fohlen, zweijährig.

Johs. Weiershäuser, Wehrshauseu, 1. Preis, (15 31.)

) ( Zur Bahahofrvergrößeruitg. Nachdem urir kürzlich gemeldet, daß die kleinen Nebengebäude an der linken Seite des Hauptbahnhofs bereits abgebrochen worden sind, hat man dieser Tage auch mit dem Abbruch dieses Seitenflügels des Empfangsgebäudes begonnen. Die Telegraphen­bureaus sind einstweilen in dem neuen Beamten» Wohnhaus rechts untergebracht.

W. Krankenkasse»!««. DieFreie Bereinig­ung von Ortskrankenkassen im Reg.-Dez. Wies­baden wird Sonntag, den 7. April, im Restarant Ceebode" Hierselbst einen Krankenkastentag ab­halten. Die Ausdehnung der Vereinigung auf die Provinz Hessen-Nassau soll hier endgiltig be- schlossen werden. Außerdem gelangen noch son­stige Kiaickenkastenfragen zur Erörterung.

) ( Ein jugendlicher Fahrraddieb, der in einem Vorgatten in der Universitätsstratze ein Fahr­rad entwendet hatte, wurde heute früh von detz Polizei ermittelt.

) ?( Heskem, 24. März. Am Sonnabend fand eine Versammlung unter dem Vorsitz des Herrn A. Peil, Mölln, in der Gastwirtschaft von 9L Peil in Heskem statt. Nachdem der Genannte die Anwesenden begrüßt und dem Pihlreichen Erscheinen Ausdruck gegeben hatte, erteilte et Herrn Schneidermeister Rupp von Niederwal­gern das Wort. In großzügigen Ausführungen legte dieser in einem faßt zweistündigen Vor­trag das Programm der Deutsch-sozialen Partei dar. Der Redner forderte zum Schluß die Ver­sammlung auf, doch recht zahlreich dem Verbände der Deutsch-sozialen Partei beizutrtten. Durch Unterschrift erklärten sich denn auch eine ganze Anzahl Herren bereit.

:-Lrfurtshanfru, 24. März. Wenn man von unserem Dorfe nach der nächsten Bahnstation Schweinsberg gelangen will, so muß man bett einige hundert Meter langen sogenanntenGrü­nen Weg", einen ganz unbefestigten Sommer­weg, passieren. Diese Wegestrecke ist ja im Som­mer auch sehr angenehm zu gehen bezw. zu fah­ren. Anders aber im Winter und namentlich bei anhallend naster Witterung. Dann wird der Weg völlig grundlos und nur mit großer An­strengung ist er zurück zu legen. Schon längst ist die Befestigung desGrünen Weges" geplant, indes immer wieder zurückgestellt worden. Es wäre äußerst nötig, wenn endlich diese Wege­strecke dem Bedürfnis entsprechend chaujsiert würde.

Biedenkopf, 23. März. Der hiesige Tourriten­verein beschloß, auf der Wetterhöhe eine massive Schutzhütte zu ettichten. Im verflossenen Iah cc ist eine neue Touristenkarte für das Gebiet des schönen Hinterlandes erschienen. Sell 17 Jah­ren war das Hochwasser im Gebiet der Eder nicht so hoch wie jetzt. Das ganze Tal ist überflutet. Der Schaden dürfte ziemlich beträchtlich sein, da vielfach der Humusboden von den Aeckern ge­schwemmt wurde.

Gönnern, 24. März. Mit dem 1. April lägt sich Dr. Schneider von Ehringshausen (Kreis Wetzlar) hier als Arzt nieder. Hoffentlich wird ihm auch die Konzession zur Hausapotheke, wie seinem verstorbenen Vorgänger erteilt (Rh. K.)

V Hemmighausen, 22. März. Heute Morgen gegen 5 Uhr brach in dem Wohnhaus des Land- wirts Christian Trachte hier Feuer aus, welches das Wohnhaus mit Scheune und Nebengebäude mit Inhalt vollständig einäfcherie. Der Brand dehnte sich so schnell aus, daß das Bich mch: alle gerettet werde konnte. Drei fette Schweine, sämtliche Schafe und Lämmer, sowie es. 30 Hüh­ner find mitverbrannt, ebenfalls Wagen und sonstige Gerate. Durch den herrschenden Wmd wurde das Feuer auf die 5 Meter entfernte Scheune des Christian Habermann übertragen, welche ebenfalls abbrannte. Das Feuer scheint durch eine defette Laterne entstanden zu fr in. Der Schaden ist durch Versicherung gedeckt.

S Böhl, 24. März. Das ländliche Genossen­schaftswesen schreitet endlich auch hier kräftig voran und gewinnt stetig nette ^reunbe, ein Neichen, wie nützlich diese Einrichtungen find. Nachdem vor einiger Zeit in Basdorf eine Se* zuasgenossenschaft gegründet wurde ist fetzt auch hier eine solche unter starker Beteiligung ins Leben gerufen. . . - .,

$ Marienhagen, 24. Marz. Vor einiger Zeit wurde von hier in einet Zeitung berichtet, daß in der hiesigen Jagd gewildert wurde Die,e z« gewissen Zwecken absichtlich gemachte Mitteilung entspricht nicht der Wahrheit, man veiiolgt da­mit bestimmte Absichten und das Blatt glaubt man dazu benutzen zu können. .

Vallendar, 24. Mürz. Das funnahngc Kmd des Herrn Klein von hier fiel beim Spiele in den Löhrbach und ertrank.

Hocksckulnaärrichten.

y Jena, 22. März. Der außerordentliche Professor der inneren Medizin Dr. Hrrsch i« Leipzig, der einen Ruf an die Universität ^oia, sowie als Direktor der hiesigen medizinisch« Poliklinik erhalten und angenommen hatte, hol «enerdinas einen Rus als ordentlicher Professor für die Universität Freiburg i. Br. "hatten und wird diesem Rufe jedenfalls «olge leisten^*^

Wisienjchch, Kunst und Leben.

* Ernst v. Bergmann f. Ueber den bereit» gestern gemeldeten Heimgang unseres berühmte­sten Chirurgen entnehmen wrr dem »Rhein. Kurier" noch Folgendes: Pros. v. Bergniann weilte seit 3 Wochen in Wiesbaden und befand sich die ganze hindurch nicht recht wohl. Am Freitag Nachmittag erkrankte der Professor plötzlich, worauf aus fernen Wunsch sein fruherer Assistent, Prof. Schlange-Hannover, telegraphisch berbeiaerufen wurde, der Samstag früh hinter Assistenz des Dr. Albert Stein in Wiesbaden, eines Schülers des Verstorbenen, eine Bauch, Operation vornahm. Das Befinden des Ertrag ten war schon von der Operation sehr schief bald hernach stellte sich Herzschwäche

tag früh besserte sich der Zustand und Sonntatz nachmittags wurde auf dringenden Wunsch de»