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mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchkain. Lontrtaasbeilscke: MttRHtMCmbAlMdL *

Wenngleich es also für's Erste dem Kanzler. I Luxemburg» zur norddeutschen Brau«

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steuergemeinschast, S. da» Etatsgesetz

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Zweites Blatt

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für April und Mat.

In erster Lesung wurden eilebtgt: der Etat für 1907, der Ergänzungsetat für 1907, die Maischbottichsteuer« Novelle. Noch gar nicht beraten wurde der Entwurf für den Gebührentarif der Kaiser Wtlhemskanalr.

Von Interpellationen hat der Reichstag gerade etn Dutzend besprochen, zehn wurden von der Regierung beantwortet, bei zweien wurde die Beantwortung abgelehnt (Wahlbeeinflussungen und polnischer Schul­streik). Die Beratung dieser Interpellationen hatte allein 1% Wochen in Anspruch genommen. Von den 141 Initiativanträgen wurde keiner beraten, dagegen 7 schleunige Anträge auf Ein­stellung von Strafverfahren gegen Reichstags­abgeordnete erledigt.

infektionsanweifungen für gemeingefährlich« Krankheiten.

In» Herrenhaus berufe« wurde anstelle des verstorbenen Freiherrn von Solemacher- Antweiler Kammerherr und Landrat Graf Ott« Beissel von Gymnich auf Schloß Frens.

Eine Erklärung Dernburgs. DerBres­lauer Generalanzeiger", der am 19. ds. Mts. in einem ArtikelPersonenwechsel in den höchsten Reichsstellen" die Frage aufgeworfen hatte, ob es wohl den Wünschen Dernburgs entspreche, seine gegenwärtige Stelle mit der Leitung des Reichsschatzamts zu vertauschen, veröffentlichte gestern eine Erklärung Dernburgs, die besagt, er könne die Aufgabe der Förderung der Entwicklung unserer Kolonien keineswegs als Durchgangs st ation betrachten. Die Aufgabe, die eines eingehende» Studiums und langjähriger Arbeit bedürfe, halte er für so wichtig, daß es nur seinen Wün­schen entsprechen könne, wenn er, solange ihm das Verttauen der maßgebenden Stellen erhal­ten bleibe, diesem Problem seine ganze Kraft widmen könne. Dieses Vertrauen, daß er seiner Aufgabe nicht untreu werde, würde aber durch die fortdauernden Preßkonjekturen gestört, die er endgültig hiermit zerstreuen wolle.

Einfuhr ausländischer Milch. Vor einiger Zelt hatte die Berliner Handelskammer bei der Regierung die Oeffnung der holländische» Grenze für die Einfuhr von Milch beantragt. Gegen dieses Verlangen hat das Landes-Oeko- nomie-Kollegium alsbald Verwahrung eingelegt und gleichzeitig den Landwirtschaftsmintster er­sucht, mit Rückficht auf die starke Verbreitung der Maul- und Klauenseuche in Frankreich, auch die französische Grenze gegen die Einfuhr von Milch generell zu sperren. Der Landwirtschafts- mintster hat in Beantwortung dieser Eingabe dem Landes-Oekonomie-Kollegium mitgeteilt daß eine Aushebung des Verbotes der Milchein­fuhr aus den Niederlanden und aus Belgien schon mit Rücksicht auf die in diesen Länder» gegenwärtig herrschende Maul- und Klauen­seuche nicht ins Auge gefaßt sei und, was da» Verbot der Milcheinfuhr aus Frankreich nach Elsaß-Lsthringen anbetrifft, so habe er diesen Antrag des Landes-Oekonomie-Kollegiums dem Reichskanzler befürwortend vorgelegt. Wie außerordentlich notwendig ein solches Vorgehe» ist, wird durch die Tatsache bewiesen, daß erst im Januar dieses Jahres die Maul- und Klauen­seuche aus Rußland in die Kreise Jarotschin und Pleschen durch Milch eingeschleppt worden ist, die an eine deutsche Sammelmolkerei aus einem russischen Otte geliefert worden war. Zudem ist es doch wohl auch mit Rücksicht auf den menschlichen Gesundheitszustand geboten, daß bei der Zulassung ausländischer Milch möglichst vorstchttg verfahren werde.

vier Millionen Streik- und Aussper- rungskoste«. Ueber die von Juni bis August 1906 dauernde Aussperrung der Lithographen und Steindrucker veröffentlicht dieGraphische

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Längst bist du für uns vergangen Schöne alte traute Zeit, Doch ich hör' die alten Lieder, Alte Freunde grüß ich wieder, Und mein Herz wird froh und weit-

O mein Marburg, wachse fröhlich. Bleib' der Wahrheit starker Hott, Bleibe fttscher Burschen Freude, Wie vor Zeiten und auch heute, Lebe, blühe immerfott.

HesfenlavA

(Fortsetzung folgt).

Deutsches Reich.

Bern«, 23. März.

Der Kaiser legte gestern, als am Geburts­tage weiland Kaiser Wilhelms L im Mauso­leum zu Eharlottenburg, das, wie immer an diesem Tage, herrlich geschmückt war, einen Kranz nieder. Später konfertette der Kaiser mit dem Reichskanzler.

Di« Regentenwahl in Braunschweig. Zu der Meldung, wonach der Regentschaftsrat den Herzog Johann Albrecht zu Mecklenburg dem Landtag« als Regenten des Herzogtums vor­geschlagen wird, sind die amtlichenBraun­schweigischen Anzeigen" vom herzoglichen Staatsministerium ermächtigt, eine Erklärung 8» veröffentlichen, in der es u. a. heißt: E» hat bisher weder im Regentschastsrate, noch in der Landesversammlung, noch im herzoglichen Staatsministerium, noch in der letzten geheimen gemeinschaftlichen Sitzung des Regentschaftsrats und der staatsrechtlichen Kommission des Land­tages irgend ein« entscheidende Stellungnahme bezüglich des Vorschlages und der Wahl eines Regenten stattgefuicken. Auf welche Persönlich­keit sich Vorschlag und Wahl richten werden, ist noch völlig ungewiß. Die Erklärung weist fer­ner daraus hin, daß die erwähnte Meldung In einer Fassung veröffentlicht sei, die dem Inhalte der vertraulichen Verhandlungen zwischen Re­gierung und der staatsrechtlichen Kommission durchaus nicht entspricht. Auf der Tagesordnung de» für nächsten Dienstag einberufenen Land­tage» steht:Weitere Schritte zur demnächsttgea Gestaltung der Regterungsverhältniffe des Her­zogtums."

Bundesrat. In der letzten Sitzung des Bundesrats wurde den Ausschutzbertchten über die nachfolgenden Vorlagen zugestimmt: Vor­lage, betr. Aenderung der Grenze des Braker Freibezirks, ferner Vorlage, bttr. die Aenderung der Ausfuhrbestimmungen zur Bekämpfung der Eholera und Vorlage, betr. Entwürfe von Des-

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Rückblick.

Schneller, als vielfach angenommen wurde, ist der erste Sessionsabschnitt der neuen Legis­laturperiode des Reichstags erledigt worden; denn bereits am Mittwoch ist der Reichstag in die Osterferien gegangen. Trotz der kurzen Frist, die ihm zur Bewältigung der ihm gestell­ten Aufgaben befchieden war, hat der neue Reichstag erfreulicherweise im Allgemeinen den Erwartungen entsprochen, mit denen alle Natio­nalgesinnten seinen Beratungen entgegen sahen. Die unheilverkündenden Unkenrufe, die sich in verschiedenen Preßorganen beim Beginn der Session erhoben, haben sich also als unbegründet erwiesen: der Erfolg hat die Tat des Reichskanz­lers von» 13. Dezember gerechtfertigt. Allen Anfeindungen zum Trotz und unbeschadet der Versuche, Uneinigkeit in ihren Reihen Hervorzu­rusen, hat die konservativ-liberale Mehrheit des Reichstages wacker zusammengehalten, um der Reichsregierung die Durchführung der dring­lichen Aufgaben zu ermöglichen, deren Erfüllung ein Gebot nationaler Selbstachtung und po­litischer Einsicht war. Dies Ergebnis der kon­servativ-liberalen Paarung ist umso freudiger zu begrüßen, als es sich bei dein Eintreten für die kolonialen Forderungen auch auf freisinni­ger Seite nicht um eine augenblickliche gebefreu­dige Stimmung handelte, sondern vielmehr um ein ehrliches Bekenntnis zu fruchtbarer Mit­arbeit in nationalem Geiste. Dies aber läßt der Hoffnung Raum, daß das Prinzip der kalten Negation, als dessen Hauptvertreter Eugen Richter, der verstorbene Volkstribun von Hagen, so lauge Zeit einen bedenklichen Einfluß aus- iibte, in Zukunft nicht mehr ausschließlich die Haltung der Gruppen des Freisinns bestim- men wird, und daß es den Führern der Freisin­nigen Vereinigung gelingen wird, die demokra­tischen Neigungen des nationalsozialen Zu­wachses zu überwinden. Wenn dies gelänge, fo würde sich trotz des bei den letzten Reichstags­wahlen wieder so scharf betonten Gegensatzes .von konservativer und linksliberaler Welt­anschauung die Möglichkeit eines dauernden Zu­sammenwirkens der gegenwärtigen Mehrheits- parieien ergeben, dann müßten auch die Skep­tiker verstummen, die in dieser Paarungspolitik des Fürsten Bülow nur einen Nerlegenheitstrick des Reichskanzlers erblickten. Natürlich wird es der gespanntesten Aufnierksamkeit de» Reichs« Wagenlenkers bedürfen, die Rosse seines Ge­spanns im Zügel zu halten und zuweilen durch Zuruf und Peitschenschlag «twaigen Seiten­sprüngen des links-liberalenSchecken" zu weh­ren, indessen hat doch die. wenn auch kurze Probezeit des ersten Sessionsabschnittes bewie­sen, da dasKunststück" unter den obwaltenden Verhältnissen ausführbar ist.

Lieblich hold wie deine Mädchen, Die erblüh'n in dir, mein Städtchen, Die uns einst das Herz entzückt.

Wieder schau' ich deine Berge, Die dich schützend rings umsteh'», Wieder geh' ich durch die Gassen, Die nun längst ich hab' verlassen. Die mich einst als Bursch gefeh'n.

O wie hab' ich manche Stunde Voller Sehnsucht dein gedacht, Teuer bist du mir geblieben, Und mir tief ins Herz geschrieben, Zu dir zog's mich hin mit Macht.

Hier saß ich am Born der Weisheit, Die mir ihre Schätze bot, Hier hab' ich in frohen Stunden Lieber Freunde Herz gefunden, Die mir treu in Frerü»' und Rot.

am heutigen Tage von der Universitäts-Deputa­tion eröffneten Urteil, durch welches gegen 22 Studierende auf Androhung und Entfernung von der Universität (Unterschrift des consilium abeundi) und gegen einen Studierenden auf Verweis erkannt ist, ihren Abschluß gefunden hat Nachdem bei 14 der verurteilten Studie­renden di« gegen sie ettannte Strafe auf Ent­fernung von der Universität im Wege der Straf­milderung durch einen Verwtts umgewandelt ist, hat nunmehr die akademische Disziplinar­behörde, mit Rücksicht auf den inzwischen erfolg­ten gütlichen Ausgleich, beschlossen, von einem Einschreiten gegen die einzelnen Tetlnchmer an der allgemeinen Studentenversammlung vom 3. Juli Abstand zu nehmen.

Marburg, 31. Juli 1893.

Der Rektor der Universität Bauer.

20. Gruß an Marburg.

Bon einem ehemaligen Studenten (Hellmann).

Sei gegrüßt mir, o mein Marburg, Teure vielgeliebte Stadt, Sitz der Weisheit, Quell der Freude, Jauchzend zieh 'ich in dich heute. Die mich einst beherbergt hat.

Hoch aufragend deine Berge, Hab' ich wieder dich geschaut, Unter deines Schlosses Schirme Ragen deiner Kirchen Türme, Liegst du wundersam gebaut.

Lieblich bist du wie die Rose, Die der Jungfrau Busen schmückt.

der nach schwerer Krankheit überraschende Tat­kraft zeigt, gelungen ist, den Reichstag ar­beitsfähig zu gestalten, so darf doch nicht außer Acht gelassen werden, daß sich am innerpoliti- scheu Horizonte eine Wetterwolke bemerkbar ge­macht hat, die unter Umständen einen ver­düsternden Schatten auf die emporsprießenden Hoffnungen des Reichskanzler» werfen könnte. Im preußischen Landtage nämlich ist es wegen der Schulaufsichtsfrage zu einer ziemlich energi­schen Auseinandersetzung gelommen, die dadurch besonderen Nachdruck erhielt, daß nicht allein die Liberalen, sondern auch die Freikonservativen durch ihren Sprecher Herrn v. Zedlitz gegen den Kultusminister v. Studt zu Felde zogen, weil dieser der von ihnen erhobenen Forderung der fachmännischen Schulaufsicht in Preußen nicht das gewünschte Entgegenkommen zeigte, sondern trotz seiner Erklärung, den nationalliberalen Antrag ernstlich prüfen zu wollen, entschlossen scheint, die geistliche Schulaufsicht auch inZukunft beizubehalten. In dieser Stellungnahme de» preußischen Kultusministers aber erblicken ver­schiedene führende nationalliberale Blätter eine Durchkreuzung der Blockpolitik de» Reichs­kanzlers im Reichstage und geben zu erwägen, daß dies bedenkliche Folgen haben werde.

Wenngleich nun aber die Schulaufstchtsfrage eine interne preußische Angelegenheit darstellt, in die sich einzumischen, der Reichstag kein Recht hat, so darf man sich nicht verhehlen, daß aller­dings diese Angelegenheit eine Wirkung auf das Verhalten der Liberalen im Reichstage ausüben könnte, weshalb eine Einigung in dieser Streit­frage zu empfehlen wäre. Dieser Auffassung der Sachlage scheint sich auch Fürst Bülow al» preu­ßischer Mintsterprisstdent nicht ganz zu verschlie­ßen, wenn sich nämlich die Meldung einer an­gesehenen Zeitung bestättgt, daß er Herrn von Studt eine entgegenkommende Haltung in der Schulaufsichtsfrage anempfohlen habe. Hoffent­lich wird auch die Osterpause dazu beitragen, die Gemüter der aufgeregten Landtagsabgeordneten zu beschwichtigen, damit im nächsten Monat an eine Verständigung über die Schulfrage gedacht werden kann!

Die Sorge um diese Angelegenheit aber soll uns nicht die Freude über di« Arbeitsleistung des Reichstages verderben. Dieser hat seit feinem Zusammentritt am 19. Februar bis zum 20. ds. Mts. 24 Plenarsitzungen abgehalten. Von den zehn Regierungsvorlagen, die dem Reichstage in dieser Zeit zugegangen waren, hat er folgende vollständig in allen drei Le­sungen verabschiedet: 1. die b e i d e n K o l o - nialnachtragsetats für 1906 (Besol­dungen (29 Millionen) und Eisenbahn Keetmanshoop (1. Rate 8 900 000 =40], 2. den Entwurf betr. den Hinterblie- benen-Versicherungsfonds. 3. di« Vorlage über die Berufs- und Betriebs­zählung im Juni d. I., 4. die Kontin­gentierungsvorlage für Brenne­reien, 5. den Vettrag über den Beitritt ierfchttsten wird an den Minister Bose abge- sandt. Auf diese Befchwerdeschrift kam ein Vertreter de» Ministers, der Regierungsrat Schmidt, nach Marburg, um mit den Deputier­ten die Angelegenheit zu schlichten. Zwischen den Parteien kam nach langem Verhandel» end­lich ein Abkommen zustande und der Regie­rungsrat hielt die Sache für erledigt. Da aber die Deputierten zu einem solcher. Abkommen keine Ermächtigung hatten, kam es abermals zu einer Studenten-Versammlung. die eine andere Erllärung aufsetzte. Aber erst der Vermittlung des Professors Leonhard gelang es, am 18. Juli eine Einigung herbeizuführen. Am 19. Juli wat der inzwischen abgereiste Regierungsrat Schmidt wieder eingettcffen und begab sich mit den Deputierten zum Professor Dr. Külz, der diesen erklärte:daß «r bedauert, durch seine Worte und Verhalten während seiner Vor­lesungen seine Hörer verletzt zu haben. Die Studenten hatten hiermit Genugtuung erlangt. Einige Tage nach Wiederaufnahme des Kolleg- besuchs sah man einen lange«. Zuo mit Musik zum Steinweg hinunter sich nach Wehrda be­geben, wo das Ende des Streiks feuchtfröhlich gefeiert wurde.

Folgendes wurde am schwarzen Brett im Universitäts-Gebäude angeschlagen: Urteil der Marburger akademischen Disziplinarbehörde in der Streitsache der Marburger Studenten mit dem Geh. Rat Prof. Dr. Külz. Wird amtlich beigelegt. Das Urteil lautet:Den Herren Studierenden mache ich hiermit bekannt, daß die gegen den Studenten der Medizin von Both und Genossen, wegen des Vergehens gegen die aka­demische Sitte und Ordnung eingeleitete Diszi- plinaruntersuchung mit dem 26. Juni gefällten.

Marburuer

Studenten - Erinuenlngen.

Von L. Müller.

(Fortletznug.)

19. Ein Studentenstreik.

Am 3. Juli 1893 brach in Marburg eine Stu- denteu-DwNonstration aus, die für die Univer­sität verhängnisvoll werden konnte. Am ge­nannten Tage fand im großen Auditorium X eine allgemeine Stndentenversammlung statt, an der wohl sämtliche Studentenkorporattonen sich beteiligten. Es handelte sich darum, Stellung tt nehmen gegen den Geh. Medizinalrat Pro­fessor der Physiologie E. Külz, wegen des seinen Hörern gegenüber beobachtetenBenehmen». Nach­dem der Vorsitzende des Marburger 8. C. die Versammlung eröffnet hatte, traten ein« Anzahl Mediziner auf, um ihre mit dem Herrn Geheim­rat gehabten Differenzen vorzubttngen. Di« Bersammluns faßte daraufhin folgende Be­schlüsse: 1. Die Hörer des Herrn Professor Külz Gesuchen von jetzt ab dessen Vorlesungen nicht mehr, am 5. d. M. findet als Beginn des Streiks ein Spaziergang von 111 Uhr vor dem physio­logischen Institut statt. Diesem Beschlüsse kamen an dem Tage ungefähr 500 Studenten nach, so daß die Schutzmannschaft aufgeboten wurde, um die Passage frei zu halten. 2. Die gesamte Stu­dentenschaft reicht Beschwerde bei dem Minister der geistlichen Angelegenheiten ein gegen das Verfahren des Herrn Prof. Külz, seinen Hörern gegenüber. Die in der Versammlung anwesen­den Mitglieder der Korporationen verpflichten sich zur Unterschrift und eine Liste mit 730 Un-

vierteljährlicher Bezugspreis: btt ver Expchition 2 MH, rw« . bet allen Postämtern 2,25 Mk. <ejcU Bestellgeld).

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Marburg Erscheint wöchentlich sieben amt.

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