Zweites Blatt
*
her Gegend von Kap Sheridan ihr Winterquar-
sich di« Gefahren; mehr et» einer der Eskimo»
Aber ich sah ihre entschlossen zusammengepretztep Lippen, sah ihre stark aufblitzenden Augen, die ich kannte von Augenblicken her, da wir inmitten einer Herde grollender Walrosse oder eine# verwundeten wütenden Eisbär gegenüber standen, und ich wußte, daß es keines Wort« bedurfte. Al» wir noch einmal zurückschauten auf den breiten dunklen Wasserstreifen, der um beinahe zum Verderben geworden wäre, sahen wir, wie die schwarze Fläche die gebrechliche Brücke, die wir benutzt hatten, brach und verschlang. Die Wasserfläche war im Wachsen. Während der nächsten drei Tagemärsche bahnten wir uns mühsam unseren Weg durch das gewal- tige Chaos von Eistrümmern." Endlich wurd« das Gelände günstiger. Rur noch wenige schmale Wasserstreifen verzögerten den Marsch. Schließ« lich verschwanden auch sie. Die Bewegung de» Eises hörte aus. Die Gefahr, mit dem Grönländischen Strom von der Route abgetrieben 31 werden, war vorüber. Eine Herde von siebe# Moschusochsen lieferte den Erschöpften Nahrung und damit neue Widerstandskraft. Endlich vo# Kap Union aus sahen fie die Bahn zur „Roosevelt" offen, deren schlanke Masten vom Äepe, Rawson aus in der prächtigen Mitternachts«
Erscheint wöchentlich sieben «al. r
Druck Mb Verlag- Jo». Kug. So<h, llmversttltS-Buchdruckerä 4s. -JuyTg.
Marburg, Markt 31. — Telephon 55.
Mar-siris sind Umgcsstich.
(9lnd)t-rud aller Ortgmalartikei ist gemäß § 18 6tJ Urheberrecht» nur m*t der deutlichen Quellenangabe „Oberheff. Jtg.' gestatteti
Msrbnra, 13. Mär;.
mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain."
eine Uebergangsmöglichkett gefunden sei. Aber bi» die Schlitten herankamen, war das Treibei» unpassierbar geworden .... Am nächsten Tage zogen wir ostwärts fort, immer längs dem offenen Kanal, der fein End« zu nehmen schien. Endlich stießen wir auf eine gebrechliche Brücke . .
von schmelzendem Trümmerei». Eilig lenkten I mit der größten Vorsicht, in tiefem Schweigen,
yv, W_BV„„ „„„ ,>wv w^vt,vw„ Vl)„ wir die Schlitten hinauf, um womöglich noch I so begannen wir den Uebergang. Jeder war
tier genommen hatte. Von Tag zu Tag häuften I den Uebergang zu gewinnen. Aber kaum daß I mit seinen eigenen Gedanken beschäftigt; die ge-
sich die Gefahren; mehr al- einer der Eskimo» I wir einige Meter vom festen Et- entfernt I ringste heftige Bewegung, ein Ausgleiten, ein
Hunde mußte sein Leben lassen, um die Kräfte I waren, da begann da» Ei, unter unseren Füßen I zu heftiges Auftreten mußte genügen, um Lader Rordpolfahrer kümmerlich zu erhalten, und I zu weichen. Rur mit äußerster Anstrengung ge» I Ende herbeizuführen. Die dünne Kruste unter
|u den Entbehrungen trat mit dem Frühjahr lang es uns, den festen Nordrand des Wasser- I unseren Füßen, unter bet man das schwarze
hun drohend die Sorge, von der „Roosevelt" I wieder zu erreichen. Fünf Tag« brachten wir I Wasser schimmern sah, bebte und bog sich bei je-
durch offene Wasserflächen abgehalten zu wer- I hier nun in wachsender «esorgni» zu, immer I dem Schritt in leise singendem Knistern. &
>en. „Als wir uns dem 84. Grad näherten," weiter nach Osten irrend. Immer breiter wurde I möchte jene Augenblicke nicht noch einmal durch-
jo erzählt Peary, „stießen wir Überall auf ge» der Streifen offenen Wassers, immer geringer leben .... Aber endlich nahmen auch die env-
waltige Klippen von Preßet». Das war ein I unser Hoffen. Nahrungsmittel mangelten, di« I losen zwei Meilen ihr (Enbe. Wrr spurten das
höses Zeichen. Ich war auch nicht erstaunt, als Hund« siechten dahin; schon waren wir ganz auf feste Gis des südlichen Randes unter un,eren
«in paar Stunden später mein Eskimokund- I Hundefleisch angewiesen. Als wir in den I Füßen, und in einem Seufzer der Erleichterung
schafter mir von einem Hügel aus signalisierte, I bitterkalten Märztagen an diesen Streifen gc- wagten rott endlich, das unheimliche, vange
daß das gesiitchtete offene Wasser vor uns lag. I kommen waren, sahen wir von ferne die nörd- I Schweigen SU brechen ... AVer schon türmten
Pll- ich zu ihm hinaufgeklettert war, sah ich es I liche Eiswüste; diesmal schien es uus das ge- I neue Hindernisse sich der kleinen Schar entgegen.
Zor mir — ein langer dunkler Streifen, der nach I lobte Land und die breite Wasserfläche nannten | „Südlich des Wffeiftieifens legte sich etne ■ , , tben
Osten und Westen sich ausdehnte, so weit da- ' wir den „Hudson", ^Run aber, «0 wir auf der wahre Holle von riesigen Trümmereisblocken sonne sichtbar wurden
vierteljährlicher Berugrprei»; bet ver Expö>iti<m 2 $8» äÄdtlftttd
’ P,stSmttrn 2I5 Mk. ^Bestellgeld).
M ÖZ Insertion»,ebühr: die gespaltene Zeile oder veren Raum iS Pf«. DüNNttstag 14. MÜrZ 1907.
Reclamen: die Zeile 30 Pia.
nölte «noriffe über Angriffe, al- die Regierung I grüßten den Jubilar namens der staatlich^.' kakort int Oekinuna der Grenzen und zu I kirchlichen und kommunalen Verwaltungen. Dick "S.loLU&LSrntoritt Seift essttll Landwirtschaftskammer überbrachte ihre Glüh ähnlichen Maßregeln schritt. Heute ist es |uu 1 but(b $cttn Rittergutsbesitzer Mättent geworden von solchen Vorwürfen. Man steht I einet kunstvollen Adrelle. Der General« heute wohl selbst in den Kreisen, die damals am I flnmaö beg Reichsverbandes der deutschen land« lautchen waren, ein, daß die Regierung völlig I wirtschaftlichen Genossenschaften feierte in einenf im Rechte war, wenn fie sich auf einen vorläufig I 00n bem Generalsekretär Dr. Erabein überbrach- abwartenden Standpunkt stellte. Denn der 1 tcn Pries die Verdienste des Jubilars um dack Effett, daß die Viehpreise heute wieder eine I ^roße deutsche Genossenschaftswesen. Der Prä« Höhe erreicht haben, wie sie selbst in der Zeit I sident des Auffichtsrats und der Genetallvirektol d»i b-I«nd-i- Gegenmittel. ®*e I JjJJJ eht Ä- MW ta'etttet'bem IuM«!
mer und immer wieder gefordett wurden, notig I ,etnen Kollegen im Vorstand überbringend, waren. „ I P-sondere Grüße brachte der Thür. Bruderve«
— Ist der Metallvorrat (Voldvorrat) un- I ^d dunh Herrn Pfarrer Sell. Eenossenscyafi serer Reichsbank zureichend? Im März vorigen ten unb Genossenschafter des hessischen Verbau« Jahres führte der Herr Reichsbankprästdent Dr. I bcg Iie^en durch ihr ältestes Beiratmitglied, Koch im Herrenhause aus: „Der Goldvorrat der I §ernt Sekretär Pfleging eine Ehrengabe von Reichsbank kann im allgemeinen ebenso als ge- I 8000 M überreichen mit der Zweckbestimmung, niigenb für ben inneren Bedarf gelten, wie er daß sie von dem Jubilar als „Rererobt-Stis. b«»lrtfWtl*n L-ge be. L-nde- entsp-lcht. t-M" bem .« ft. MN-l!
Am 23. geb»«. 1305 betrug et fogue 904 MN. toemlefen werbe. Sie Seumle«ita Sl««W Honen. Ein besonderer Grund also, auf neue Cassel und Vereng!
Maßregeln zu sinnen, ihren Goldschatz zu ver- ^vtrekrn iS lassen sich an. alle in beredten Wor» mehren, ist zur Zett nicht gegeben. Unseren I ten bie $etbienfte des Jubilars feiernd. Be» derzeitigen monetären Verhältnissen gegenüber, I .Tonbetg jc| ber poetische Gruß erwähnt, den ihm ‘ ‘ —*------- sein vor 25 Jahren von ihm gegründeter Verein
Röhrda durch seinen Rechner, Herrn Kantor Äcklet brachte. Um drei Uhr fand dann da» Festessen statt. Die Beteiligung au» allen Tei« len und allen Ständen des Landes roar so Jtort daß sich der zuerst dafür vorgesehene Saal de« Lesemuseums zu klein erwies und der des Zew tralhotels genommen werden mußte. An zuo Personen, Herren und Damen, nahmen an dem Essen teil. Das Kaiserhoch brachte Herr Regierungspräsident Graf Bernftorsf aus. Das Bei« ratsmitalied Pfarrer Menenschein toastete auf den Jubilar, ihn als verdienstvollen f5eno)|ciu schafter unb als liebenswürdigen Mensam» feiernd. In bewegten Worten dankte der Jubilar. Unterverbandsdirektor Pfarrer Schure« feierte die Gattin und die betagte Mutter de- Jubilars, denen er soviel verdanke. Zugleich überreichte er Frau Oekonomierat Rererodt ftU ein Zeichen der Verehrung, welche ihr der -Ratffc
eisenverband zollte, eine in Gold gefaßte Raiff- eisenbroche. Wieder in poetischer Form schildert« Herr Kantor Achler die Gründung des Rohrdaes Vereins. Allerliebst waren die lebenden Mlder, in welchen die Töchter von bewahrten Raiff. eisenleuten unter Führung von Frl Alme Re?^ rodt die Schöpfungen Rexerodts mit Versen de« hessischen Dichters Dalenttn Traudt dar.tellten. 5*>er Raiffei'enbote, der Rechnerknrsus. di« Kornhäuser traten auf. Während des Essen» liefen an die 350 Depeschen aus Hesse«, au« Deutschland und dem Ausland ein. Behörden, Private Genossenschaften und Verbände waren dabei vertreten. Zahlreiche «riefe waren schon vorher eingeganaen. An das Essen schloß sich ein gemütliches Beisammensein rn den schönen Rau- men de» Zentralhotels. Möge es dem um di« heimische Landbevölkerung so hoch verdienten Manne beschieden fein, noch recht lange an der Stelle zu wirken, die er zum guten ^erle selbst erst geschaffen hat, zum Segen von Land und Stadt in Hessen.
fernzuhalten, bie jungen Leute vor geistiger Ueberanstrengung zu bewahren, insbesondere vom Alkoholgenuß unb allen anderen Aus schweifungen zu bewahren, dann werde e» ge«
Nngen, den Schülerselbstmorden in wirksamer Sckülerjelvstmorde. I Weise Einhalt zu tun.
Da, ernste Thema der Schülerselbstmorde hat Die hier empfohlenen Maßnahmen mögen neuerdings Eeh. Medizinalrat Pros. Dr. Eulen» gewiß wirksam sein, aber das durchgreifendste bura in einer Versammlung des Berliner Ver- I Mittel wäre doch dre Rückkehr der dretteften eins für Schulgesundheitspflege eingehend be- I Volkskreise zum Christentum, ^luch Profess bandelt Die Gesamtzahl der Schülerselbst» I Eulenburgs Bemerkung, meist trage das Haus K« Im^uSu Ä - führte Seb. W. «W» ~
Rat Eulenburg aus — von 1880 bis 1903 be- daß man diesem Uebel durch die Auffassung als trage 1152. Davon entfallen auf Schüler unter Erziehungsfrage am besten entgegenttitt. Wird 15 Jahren von niederen Schulen 653 männliche, unser Familienleben wieder mit christlichem 159 weibliche, von höheren Schulen 61 männ- Geiste durchdrungen, dann wird das Verant- liche 5 weibliche. Unter 20 Jahren haben 242 I wortlichkettsgefühl der Eltern ebenso gestärkt männliche 5 weibliche Schüler höherer Lehr- I werden wie das Vertrauen der Kinder auf die anstalten in der angegebenen Zeit Selbstmord Liebe unter Umständen °uch zeihende Liebe noriiTit 46 Stätten war die Ursache Furcht I von Vater und Mutter. Uebrigen» würbe ve
»or dem Eramen in 29 Fällen unglückliche I Beweis nicht schwer sein, daß auch auf dem Ge-
Liebe; bei de» männlichen Schülern niederer biete der Schülerselbstmorde
Schulen in 240 Fällen, bei den weiblichen in tlv größere Zahlen melden müssen als bie klei-
76 Fällen, bei den männlichen Schülern höherer | neten Ortschaften.
Schulen in 19, bei weiblichen in einem Falle I
Furcht vor Strafe. Obwohl trotz der großen I Denffkbes Reich.
Zunahme der Bevölkerung die Schülerselbst- I «.titionsverzeickni» ist im I so wird"uns geschrieben, ist diese Bemerkung von
morde in den letzten 24 Jahren sich nicht ver- - »«- "stPetiti-^erzetchut- ist nn t ^ert - Vielleicht ist der Reichsbank- mehrt haben, so sei bie Zahl noch immer eine so A^chstage ausgegeben wor , f ß zinssatz: jetzt 6 unb 7 Prozent, zu Ende des vori- große, daß fie als sehr bedenklich bezeichnet wer- I ^ummein. «eickstaae Dem I gen Jahres 7 und 8 Prozent, im Interesse des
ben müsse. Die weitaus große Mehrheit der I «.-^««dw Q8 Landwirte an wirtschaftlichen Lebens Äes Landes noch nicht
Cchülerselbstmorbe geschehe durch Erschießen. Es ^erch g gh en zur^Z it genug. Der Zinssatz der Bank von Frank»
empfehle sich daher, den jungen Leuten so weit E» find ncaiorarsy ^„eßlich olche reich ist seit einer Reihe von Jahren unver- als möglich den Umgang mit Waffen, rnsbeson- \ ^^scher, E der Mitglieder des ändert 3 Prozent, obwohl die Kreditansprüche,
bete Schießwaffen zu erschweren Vielfach be- ^ten ^te b«» ®ct^n{fi5XiT welche an fie gemacht wurden, gerade in den letz-
gehen Schüler Selbstmorde, in deren Familien Reichstages aw tamnn« »eg «j Monaten nicht selten größer waren als die
Geisteskrankheit, Hang zum Selbstmord, Ver- «on diesen 98 Landwirten gehören «^oet t deutsche Reichsbank. Darüber besteht
brechen, Trunksucht ufro. vorhanden fei. Oft» Aei 5 b« aber doch kein Zweifel, daß bei dem internatio-
mals seien auch mißliche Familienverhältnrfle I , ~ , ber mirtichaftlichen Ver- I nalen Kampfe um da» Gold, dem derzett entschuld. In den meisten Fällen trage das Haus scheidenften Faktor, die französische B an k
bie Schuld an den Selbstmorden, wenn auch die ^ng, 1bei 7tetntsun8 nur dank ihrem enormen Goldschatz, wirksam
Schule nicht von aller Schuld freizusprechen sei. der beuchen Resorm^tei am unterstützt durch ihre bimetallistische Organi-
Die Schuleinrichtungen seien weniger schuld al» I — Deuts«^ ^«Ekschast. Bei dem st fation ihren niedrigsten Zinssatz aufrecht zu er- bie Behandlung der Schüler seitens der Lehrer. Kampf der sozialdemokratiiche.- Turner gegen ' - ^^ocht hat
Die Schule müsse mehr Erziehungsanstalt wer- I dre auf streng nationalem Voden stehende ben, ganz besonders müsse bie Individualität I Deutsche Turnerschaft haben die „Freien Tur- ber Schüler berücksichtigt werden. Ursachen der I net" u. a. auch bre Nachricht verbreitet, daß bie Schülerselbstmorde waren das frühzeitige Lesen I Deutsche Turnerschast dem Reichsverbande^ zur von Schopenhauer und Nietzsche, der Unglaube, I Bekämpfung der Sozialdemokratie 80 000 M zu- Croßstadt-Vergnügungen, Schüler-Kneipereien, I gewendet oder doch diese Summe zu Wahl- Studentennachäffereien ufro. Als vor einiger I zwecken gespendet habe. Daß dies eine Lüge ist, .Zeit ein fünfzehnjähriger Untertertianer Selbst- I geht aus dem jetzt veröffentlichten elngehenben i Jubiläum. Am 5. März d. Js. waren mord beging, sagte fein Vater: „Es ist gut, daß I Bericht des Kassenwarts, Kaiizlerritt Atzrott in I Jahre verflossen, daß der Verbandsanwalt «s sto gekommen ist, im Leben wäre der Junge I Steglitz über bie Kassen der Deutschen Turner- I bet ländlichen Genossenschaften unseres Regie-
doch niemals etwas nütze gewesen." Welch miß- I schäft deutlich hervor; denn hiernach ist das Ver- I rungsbezirks, Herr Defonomierat Rexerodt in
Uche Verhältnisse müssen in solcher Familie I mögen im Jahre 1906 um etwa 20 000 ,« ge- I bas ländliche Genossenschaftswesen etnitat.
herrschen. Die Kinder sollen Vater und Mutter stiegen und beträgt jetzt 209039 =*. StaatMe Behörden nicht sinder wre die Ee-
ehren, Voraussetzung sei doch aber, daß Vater - Die Vieh- und Fleischpreise. Als vor noch Mann
unb Mutter bie Ehrung verdienen. Eltern I gar nicht langer Zert die Vrehpreise und infolge- I xinem^lchönen Feste^ zu machet Vormittags Müssen sich bemühen, ihre Kinder zu verstehen, I dessen auch die Fleischpreise auf ungewöhnlicher I u<r ka bet Sitzungssaal im Bureau sich in ihre Seele hineinzudenken, Schule und I Höhe standen, ist das Thema bet „Fleischnot" in I be$ perbanbe5 mit den Glückwünschenden. Se.
Haus müssen bemüht fein, auf ben Charakter I äußerst ergiebiger Weise in allen Tonarten er- I Exzellenz, ber Herr Oberpräsident von Wind-
de» Kinde» einzuwitken, e» liebevoll, seinem I örtert worden. Von allen möglichen Seiten I heim, bet Herr Konsistorialpräsident von Alten-
Wesen und seiner geistigen Veranlagung ent- I wurden Maßnahmen bet Regierung verlangt, I bockum, Herr Generalsuperintendent Möller,
sprechend behandeln, alle schädlichen Einflüsse I um bet Fleischteuerung zu steuern, und es ha- I Herr Landeskreditkassenpräsident von Sachs be-
t . I Auge reichte. Es blieb kein andtte^W^^ damals so heiß Ersehnten nördlichen Seite weil- I uns in ben Weg; von dem höchsten HUgel «m» Pearys Riickzug aus dem ewigen feitwätt» a^u»«^. Wit wandten uns ost. ten, und alles, was uns helfen konnte, südwärts war fern Ende abzusehen.
fCK» wütts. Zwei meiner Eskimos sandte ich nächst tag, jenseits bet schwatzen, schweigsamen Maser- ohne Flügel dieeswisidezackig^^unuver,eyoa
(_/lsk. I dem Wasser vorauf, um nach einem Uebergang I fläche, jetzt gab es für diesen langen dunklen I Eisfelsenmeer 8 , ^in Wort
- Der „Deutschen Tageszeitung" entnehmen I auszuspähen. Wir selbst folgten in großer Ent- | Streifen nut eine Bezeichnung: der „Styx ... zuruck zu den Gefährten, “ lunitufen.
«Dir folgende interessante Schilderung: I fetnung, parallel dem Wasserftreifen, wo e» I Am fünften Tage endlich ein Hoffnungsschimmer. | der Ermutigung und^bes Anspo^^ z z^
Commander Peary fühtt bie fesselnde Schil- I leichter war vorwärtszukommen. Einmal weck- I Die täglich auf Kundschaft ausgcianbten zwei
derung seines kühnen Vorstoßes nach dem Nord- I ten unsere Kundschafter bie frohe Hoffnung, baß I Eskimos berichteten, daß einige Meilen östlich
pol im Märzheft von „Harpers Magazine" zu I eine Uebetgangsmöglichkeit gefunden fei. Aber I Jungeis sich übet bas Wasser breite, bas mel-
Enbe. Er hatte auf seiner Schlittenteife zum I bi» die Schlitten herankamen, wat bas Treibeis I leicht stark genug fei, uns bis zu dem zwei Mei-
Nordpol di« höchste nördliche Breit« von 87 Etad I unpassierbar geworden .... Am nächsten Tage 1 len fernen Südrand zu tragen. Kein Äugen»
y Minuten am 21. April 1906 erreicht, als die I zogen wir ostwärts fort, immer längs bem I blick wat zu verlieren. Es wat klar, baß hier
Geräte erschöpft waren und an ein weiteres I offenen Kanal, bet kein Ende zu nehmen schien. I eine letzte Gelegenheit sich barbot, es galt: jetzt
Vordringen nicht mehr zu denken roat. So trat | Endlich stießen wir auf eine gebrechliche Brücke | oder nie. Ein jeder auf seinen Schneeschuhen,
Peary bie Rückreise zur „Roosevelt" an, bie in