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Berlin Leipzig Hamburg Hannover Köln Mannheim
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Verantwortlich für die Reda"-on: Dr. Johannes Otto in Marburg.
nis der Sammlungen zum Bau des „Phylogenetischen Museums" soll dem Jubilar am 7. März 1907, dem Tage seines goldenen Doktorjubiläums, überreicht werden.
EingepanMe Bücker und Schriften.
** Beethoven als Geschäftsmann schildert uns ein interessanter Artikel in Nr. 8 der „Neuen Musik-Zeitung" (Stuttgart). Es werden darin die Beziehungen mit dem Schotten George Thomson, in dessen Auftrage Beethoven die schottischen Lieder für Gesang, Klavier, Violine und Cello schrieb, näher beleuchtet. Von diesen Beziehungen war bisher nur weniges aus den Briefen Beethovens bekannt. Ein Bild des schottischen Idealisten ist dem wertvollen Aufsatz beigegeben. Auch sonst bringen die uns vorliegenden Nummern 7 bis 9 der bekannten und wegen ihrer Gediegenheit und Mannigfaltigkeit einen ausgezeichneten Ruf genießenden „Neuen Mustk-Zeitung" wieder des Interessanten und Anregenden in Hülle
MageuieidwdM
teile ich aus Dankbarkeit »er» und «neutgeltlich mit, was mir von jahrelangen, guolvollen Matze»- ». Verdau» ngsbe» ichwerve« gebolfen hat.
A. Heeefc, Lehrerin, Sachse»« hause» b. Frankfurt a. Pt. <
Getreide - Wochenbericht
der Preikberichtstelle oeS Deutschen Landwirt« fchasttratS vom 19. 6t8 25. Febr. 1907.
Während die Vermehrung der heranschwimmenden Weizenflotte angefichts ungeschwächter Aufnahmefähigkeit der westeuropäischen Bedarfsländer nur eine vorübergehende Verstimmung heroorrief. erwiesen sich die in Nordamerika und Deutschland geäußerten Witte- rungsbesorgniffe von nachhaltigerem Einfluß. Auf den deutschen Märkten war die geschäftliche Tätigkeit in der Berichtswoche wenig regsam. Weizen wurde bei hohen Forderungen schwach angeboten. Andererseits stützte sich die besonders am Rhein wahrnehmbare Zurückhaltung auf Klagen über schwierigen Mehlabsatz. Mit neuen Klagen über den Stand der Weizensaaten zusammenhängende Kaufaufträge veranlaßten eine neuerliche Befestigung der Stimmung. Für Roggen ist das Ausland andauernd, wenn auch mit niedrigeren Geboten im Markte, so daß die etwas größeren Anerbietungen des Inlandes wieder nach den Küstenplätzen abgelenkt wurden. In den Versorgungsbedingungen im Inlands hat sich daher wenig geändert. Die Mühlen waren weniger kauflustig, da der Mehl- absatz nach kurzen Unterbrechungen immer wieder zu wünschen übrig ließ, auch mußten viele Mühlen infolge Hochwassers ihren Betrieb wesentlich einschränken. Russische und Donauware kommt unter den gegenwärtigen Preisverhält- niffen nicht in Betracht. Unverändert fest liegt Hafer. Auch hier spielt der Auslandsbedarf eine wesentliche Rolle, während der Konsum den erhöhten Preisansprüchen nur zögernd folgt. Dagegen haben die Proviantämter Anstellungen eingefordert und dadurch die Befürchtungen eines preisdrückenden Einflusses der nach Schifffahrtseröffnung zu erwartenden zerstreut. Die Ankünfte von Futtergerste und Mais räumen schnell zu anziehenden Preisen. Braugerste kommt in vollkörniger Ware nur noch vereinzelt zum Verkauf. Mittlere Qualitäten werden vernachlässigt.
fuhr ker Danzig verhaftet. Kästner behauptet, das ganze Geld im vorigen Jahre in Monte Carlo verspielt zu haben. — An Bord des Torpedobootes Kabyle, das Uebungen bei den Hycrischen Inseln vornahm, sand eine Kessel- Explosion statt, wodurch neun Mann gefährlich verletzt wurden. — Lloyds Institut meldet aus Korfu: Gestern abend ereignete sich auf dem Kriegsschiffe Dragon ein Dampfkeffelunfall. Zwei Heizer wurden getötet und vier gefährlich verbrüht.
und Fülle. Als Gratisbeilage hegt ein reich illustrierter Bogen der neuen modernen Musikgeschichte von Richard Batka bei. Dieser Reichhaltigkeit und Vielseitigkeit gegenüber muß der Preis von 1.50 .tt für 6 Nummern im Quartal erstaunlich billig erscheinen, zumal die „Neue, Musik-Zeitung" die anerkannt besten Musikers und Schriftsteller zu Mitarbeitern hat. Probe« nummern versendet völlig kostenlos der Ver« lag von Carl Grüninger in Stuttgart.
** Das Buch ist das beste Konfirmationsge« schenk. Dos ist die Antwort, die der soeben in neuer Auflage erschienene „Wegweiser durchdieEeschenkliteratur zur Kon f i r m a t i o n" auf die jetzt so ost erörtert«! Frage erteilt: Was sollen wir zur Konfirmation schenken? Das Verzeichne, das gegen Einsendung einer Fünfpfennigmarke von der „Deutschen Zentralstelle zur Förderung der Volks- und Jugendlektüre", Hamburg 24, Martinallee Q zu beziehen ist, sei allen warm empfohlen.
** Südwestafrika deutsch odei britisch? Eine Streitschrift von einem alten Afrikaner, Preis 75 Psg ., Dietrichsche Verlagsbuchhandlung, Theodor Weicher, Leipzig 1907.
** Dem Faschingstreiben mit seiner lachenden Freude und prickelnden Lust ist das neuesia (12.) Heft der illustrierten Zeitschrift „Mo: bet ne Kunst" (Verlag von Rich. Vong Berlin W. 57. Preis des Vierzehntagshcftes 60 <3) in der Hauptsache gewidmet.
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«lnf»»hme.i!rüfuutz am 8 Avril d. IS., vor«. 8 Nhr. Anfraaen u. Meldungen sind an den llnterzeickneten zu richten Sprechstunde Wochentags 12-1 Ubr im neuen 6tf ulaebäube Zimmer N". 5. Der Direktor Dr. Reichardt.
Vermischtes.
Wieder einmal das Ende der Welt. Das Ende der Welt wird wieder einmal in Aussicht gestellt, und zwar diesmal von Profeffor Lorenzo Matteucci vom Königlichen Observatorium auf dem Vesuv. Der Profeffor ist von der Bedeutung seiner Erwägungen so überzeugt, daß er seine Prophezeiungen der italienischen Preffe mitteilte. Der Fachmann hat sich einen Namen durch seine Arbeiten in dem genannten Observatorium geschaffen, wo er mit seinem berühmteren Bruder zusammen seit einigen Jahren (Eruptionen beobachtete, und die seismischen Bewegungen verzeichnete. Er behauptet, daß der Kern des neuen von Signor Marchetti entdeckten Kometen gegen Ende März mit der Erdatmosphäre in Kontakt kommen werde. Die Folgen für die Erde könnten verhängnisvoll fein. Sein Bruder teilt diese Ansicht über die der Erde drohende Gefahr. Beide Astronomen glauben, daß die Dauer der Gefahr nur kurz, aber sehr groß sein werde, wenn die Erde lediglich den Kem des Kometen durchschneide. Sollte dagegen die Erde mit dem Schwanz des Kometen zusammenstoßen, so werde wahrscheinlich die ganze Atmosphäre entzündet und jede Spur von Leben in einem Augenblick vernichtet werden. — Warten wir's ab!
Im Mühlwerk zermalmt. Vor einigen Tagen wollte der Wassermüller Haß in Gransin die Mühle in Gang setzen. Da das Wafferrad versagte, kroch er in das Getriebe, um nach der Ursache des Hemmniffes zu suchen. Plötzlich löste sich das Wafferrad und das Werk kam in Bewegung. Die Kämme des Triebrades ergriffen hierbei den Kopf Haß' und zermalmten ihn. Haß war auf der Stelle tot, sein Körper wurde aber soweit in das Getriebe gezogen, daß das Werk still stand. Als die Angehörigen des Verunglückten nach der Ursache der plötzlichen Unterbrechung forschten, fanden sie im Mühlenkasten den völlig zermalmten Körper des Haß, der erst nach vieler Mühe aus dem Räderwerk entfernt werden konnte.
Kleine Nachrichten. Der 62jährige Bankier Oskar Valentin in Nienburg wurde wegen Unterschlagung, Untreue und Depotvergehens zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Im August 1906 erfolgte der Zusammenbruch, wodurch viele kleine Existenzen vernichtet wurden. — Wegen Unterschlagung von 30 000 rtl und Bücherfülschungen wurde der 28jährige Bank- vorsteher Kästner, Leiter der Filiale der Norddeutschen Kreditanstalt, in der Vorstadt Lang-
Sport.
Kapstadt, 3. Febr. Wie bekannt, haben sich vor einigen Monaten etwa dreißig südafrikanische Fußballspieler nach England begeben, um dort 30 Wettspiele gegen englische Klubs zu spielen. Diese Tournee in Großbritannien ist für die Südafrikaner von großem Erfolg begleitet gewesen, indem sie 27 Spiele gewannen und nur zwei verloren; ein Spiel blieb unentschieden. Am 29. Januar kehrten nun die Sieger in ihre Heimat zurück und wurden mit einem fast unbeschreiblichen Enthusiasmus empfangen. Die Straßen waren mit Flaggen und Girlanden geschmückt, die Spieler wurden unter brausendem Hurrah nach dem Rathause gefahren. Es folgte eine Reihe von Festen, an denen sich der Gouverneur, die Minister und die bedeutendsten Einwohner von Kapstadt beteiligten. Auch finanziell war die Tournee ein großer Erfolg. Es ergab sich ein Reingewinn von 120 000 M. (Ein Teil bietet Summe wirb zur Stiftung von Betten in »-"-lchiedenen südafrikanischen Hospitälern verwendet werden.
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Cs stellten sich heute die Sktreidepreise in Mark pro InOO Kilogr. an den nachgenannten Orten, wobei das Mehr (4-) bejto. Weniger (—) gegenüber der Vorwoche in Klammern 0 beigefügt ist, wie folgt:
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TaS neue Schuljahr, mit welchem die Angliederung bet Tertia für alle höheren Lehraustattt» erfolgt, beginnt am S. April.
Kinder, die der Anstalt zugeführt werden sollen, an dem eingerichteten Vorkursus aber nicht tellnehmen, haben eine Aufnahmeprüfung abzulegen. (1618
Baldige Anmeldung ewPsehlenZtoert.
Kirchhain im Februar 1907.
Der Rektor: Schmidt.
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Rltrenomiertes Einjährigen-Jnstitut. Schulbeginn: 9 April. Prospekt u. Iabresbericht d. d. Direktorat. (1619
, Hochsckulnachrichtem
! y Rostock, 28. Febr. Die hiesige Vniver- Ität hat anläßlich ihrer heutigen Jahresfeier )en früheren Rcichstagsabgeordneten, Geheimen ^inanzrat Büsing, zum Ehrendottor ernannt.
• x Vom 13. bis 15. August d. I. wird zu Heidelberg der 7. Internationale Kongreß für Physiologe unter Vorsitz des Profeffors Koffel tagen.
; X Kaiserslautern, 27. Febr. Die „Pfälzische Preffe" meldet aus Speyer: Der (Üniversitätsprofogor Dr. v. Wehner aus Wurz- Iburg, Bruder des bayerischen Kultusmrmflers, erlitt gestern während einer Konsultation, zu welcher er von Würzburg nach Speyer berufen -worden war, einen Herzschlag, an dessen folgen 'er bald darauf verstarb. c ,,,
' x Eraz, 28. Febr. Gestern ist der deutsche Sprachforscher und Versaffer zahlreicher Sprach- joerke, Theodor Vernaleken, im Alter son 95 Jahren gestorben.
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den 81. Aug. 06. Ich bezog ein '/, Kilo - Paket .Bioson mit Kakao'. DaS Präparat verabreichte sch meinen beiden Kinder, Knaben im Alter dop 2i/, und 4 Jahren. — Der ältere Knabe ist fern« gesund, der zweite durch späte Zahnperiode und Ansatz zur englischen Krankheit wesentlich zurück. DaS .Bioson' wurde den Kindern täglich drer Mal mit Kakao gemischt als ausfckließlichez Getränks verabreicht und mit großem Begehr genommen, Der ältere Knabe, der nicht gesünder werden könnt, wie er war, siebt aus wie ein Kind vom Lande, deffen Wangen jeden Augenblick zu springen drohen, das zweite Kind hat sich in überraschender Weise erholt und droht, seinem Bruder in nichts nach, stehen zu wollen. Wir brechen mit heutigem Tags doS dritte *k Kilo-Paket an. Eine Wirkung nahmen wir bei den beiden Kindern erst nach ca. 14 Tagen wahr; dann war dieselbe eine so günstige, daß sis sich von Tag zu Tag verzeichnen ließ. — Im Lause des näcksten o,onats will ich stldst eine .Bioson « Kur versuchen und werde dann gerne bereit fein. Ihnen auch hierüber mit Auskunft zu dienen. — Anbei eine Photographie vom 28. 8. 06. Der Jüngere nahm während der Kur bis heute 3'/, Kilo zu und wiegt jetzt 13'/« Kilo Das Gewicht des Kelteren konnten wir nicht konstatieren, da dis
____________ 196'/. (-«/.)
Frankfurt a. M. 190 (4-)
Wissenschaft, Kunst und Leben.
1 # Ein Haeckel-Museum in Jena. Man schreibt den „M.N. N." aus Jena: Ernst Haeckel, her gefeierte Forscher, erhielt am 16. Februar b. H., seinem 73. Geburtstag, die für ihn wie für jbte Allgemeinheit gleich erfreuliche Mitteilung, «aß ein von ihm lange gehegter Lieblingswunsch 'vor der Ausführung steht. Dieser Wunsch betraf die Gründung eines Phylogenetischen Museums, ieiner Sammlung von Naturgegenständen, Präparaten, Bildern und anderen Unterrichtsmit- seln, die dem größeren Publikum die Bedeutung ,jnb das Wesen der Phvlogenie oder Stammes- teschichtc erläutern sollte, jener Wiffenschaft, die Haeckel 1866 in seiner „Generellen Morphologie", auf Lamarck und Darwin weiterbauend, als selbständigen Zweig der Entwicklungslehre begründet hat. Das Phylogenetische loder kürzer: hyletische) Museum in Jena soll in unmittelbarer Nähe des Zoologischen Instituts errichtet werden und einen großen Teil der Sammlungen aufnehmen, welche bisher in dessen überfüllten Räumen ungenügend aufgestellt waren: insbesondere die prachtvollen Sammlungen von Korallen und anderen Seetieren. die Haeckel auf keinen wiederholten Reisen nach Indien und dem Roten Meere sowie nach bett Kanarischen Inseln gesammelt hat. Außerdem will Haeckel (der seine reichhaltige Bibliothek bereits 1883 vei Einweihung des Zoologischen Instituts diesem geschenkt hatte) dem neuen Phylogenetischen Museum auch die zahlreichen Kunstwerke zum Geschenk machen, die ihm selbst im Laufe seiner ßffjährigen Lehrtätigkeit an der Universität Jena verehrt worden sind. In dem Museum soll Auch ein Haeckel-Archiv eingerichtet werden, in »em alles Aufnahme findet, was auf Haeckel Irgendwie Bezug hat. Selbstverständlich wird auch ein Vortragssaal nicht fehlen. Zu einer monistischen Bibliothek will Haeckel durch Hergabe seiner eigenen Bibliothek den Grundstock legen. Als Motto für das Museum find die Worte Goethes in Aussicht genommen: „Wer Wiffenschaft und Kunst besitzt, der hat auch Religion." Rach zuverlässigen Informationen ist für das bedeutsame Unternehmen bereits ein Kapital von über 100 000 Mark vorhanden. Herzog Georg von Meinigen hat 20 000 Mark lur Verfügung gestellt, die Karl Zeiß-Stifiung In Jena 30 000 Mark, der Schwiegersohn Haeckels, Hans Meyer in Leipzig, 10 000 Mark, eine gleich große Summe ist aus der feit 13 Jah- jren bestehenden Ernst Haeckel-Stiftung vorhanden, und Haeckel selbst will von seinem Honorar, as er für die „Welträtsel" empfing, 30 000 stark hinzugeben. Um diese Mittel noch zu er- öhen, wird demnächst unter den älteren Schü- ern Haeckels und dem weiteren Kreise seiner Zerehrer eine Sammlung veranstaltet. Das tentamt der Universität Jena, Jenergaffe 8, ist Amtlich beauftragt, die Beiträge einzukassteren dnd darüber Quittung zu erteilen. Das Ergeb-
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