t
M 46
t
r'on J a
Aber es ist klar, daß die sehr
lNachdrmt verboten.)
B6
Mt)
acht.
an Rupert und sein gutes Reckt, nicht töten, und Leo war es, dei
155«
er ihn in seinen
Et.
506 ix»
nk
>tl e8 ck. »• 11« ne
it«
on« ante» nb» Suber
K .53
u
18*
cl
nb ch, en ’n, sch im nß ist int bette teilt- ttb ien be, che 18-
behüte trift
r au
ge-
554
N, et
und ermahne sie, fich aufs neue auf einen unvermeidlichen Krieg vorzubereiten. Im Anschluß daran schreibt er mit Bezug auf den Panamakanal: Die Durchstechung der Landenge von Panama werde den Welthandel völlig umgestalten, und es empfehle sich deshalb, einen ansgedehn« ten nationalen Hafen in Osaka zu errichten, der sowohl den Mittelpunkt des ganzen wirtschaftlichen Verkehrs in Ostasien, wie auch die zentrale maritime Basis für die japanische Kriegsflotte bilden solle. Aus einer Niederlage Amerikas werde Japan die größten Vorteile ziehen können, indem insbesondere die Ausbeutung Chinas ihm fast ausschließlich zufallen würde. Jetzt schon sei es Japans Pflicht, bei dem Ausbau seiner Flotte der Eröffnung des Panamakanals Rechnung zu tragen und eine der amerikanischen Marine ebenbürtige Anzahl Schlachtschiffe zu bauen.
Naturgemäß wünscht auch dieser Japaner einen möglichst baldigen Ausbruch des Krieges; denn wenn auch die Yankee-Flotte an totem Material zur Zeit der japanischen vielleicht gewachsen ist, so fehlt es ihr doch durchaus an der nötigen Besatzung und an der erforderlichen Disziplin, die zur See noch mehr, wie zu Lande die Schlachten entscheidet.
, Deswegen wird man auch die jetzt vollzogene Beilegung des japanisch-amerikanischen Konfliktes, wie er aus dem Kalifornischen Schulstreite sich gestaltet hatte, nicht als eine end» giltige, sondern nur als eine einstweilige betrachten dürfen. Aus Washington wird gemeldet, daß zwischen der Bundesregierung und den kalifornischen Delegierten ein Abkommen getroffen sei, nach dem Kalifornien die orientalischen Schulen schließen und die Japaner zu den Schulen der Weißen sofort zulassen soll. Das ist eine bedingungslose Kapitulation der Amerikaner vor den stürmischen Forderungen der Mongolen. W'rd die nation^lstolze Arbeiterschaft des amerikanischen Westens dies amerikanisch» „Faschoda" ertragen, und wird das energische Yankeetum nicht vielmehr alles daran setzen, um diesen nie dagewesenen demütigenden Schimpf gutzumachen? Zu dem verletzten Ehrgefühl der Amerikaner gesellt sich hier auch noch der schwerwiegende Grund des Wettbewerbes, den dis unternehmungslustigen Japaner an allen Ecken und Kanten ihnen bereiten. Die Regierung in Washington sucht dem damit Rechnung zu tragen, daß sie durch Abänderung des Einwanderungsgesetzes, das in einer außerordentlichen Session beraten und nach der gestrigen Meldung aus Washington bereits vom Präsidenten Roosevelt unterzeichnet worden ist, den schwerbedrängten Kaliforniern zum Schuhe gegen die Ueberflutung mit minderwertigen japanischen Elementen zu Hilfe kommen will.
Parackenbauten mit rastlosem Eifer betrieben dazu war in Frankreich das Lebel-Magaztw gewehr» eine kleinkalibrige Waffe mit einett Geschoß von großer Durchschlagskraft, bereits eingeführt, während in Deutschland noch das an sich sehr gute, der französischen Waffe aber nicht gewachsene Erwehr Modell 71 (System Mauser) m Gebrauch war. Im Herbst 1886 wurde deshalb etwas überhastet in Deutschland ein dem Modell 71 angepaßtes Magazingewehr Modell 71/84 eingeführt, womit man nicht allein die Linientruppen der Infanterie, sondern auch di« ersten Jahrgänge der Reserve, die im Februar plötzlich eingezogen wurden, schleunigst aus- rüstete. Mit der Zuspitzung der äußeren politi- schen Lage wuchs auch die Begeisterung für die Wahl. Am 21. Februar, einem Montage, fand die Schlacht statt, auf deren Wahlstatt Freisinnige, Sozialdemokraten und Welfen blieben. In der Hauptwahl wurden gewählt 91 National- liberale, 72 Konservative, 33 Freikonservatioe, 91 Ultramontane, 11 Freisinnige, 6 Sozialdemokraten, 15 Elsässer, 12 Polen, 2 Welfen, 1 Däne. In den am 2. und 3. März vorgenommenen Stichwahlen retteten die Freisinnigen noch 21, die Sozialisten noch 5, die Welfen noch 2 Sitze. Die süddeutsche Volkspattet war völlig verschwunden. Die Gruppierung des neuen Reichstages war nach Erledigung der Stichwahlen folgende: Konservative 80, Freikonservative 41, Nationalliberale 101 = 222 Stimmen, Zentrum einschließlich 4 Welfen 103, Freisinnige 32, El- süsser 15, Polen 13, Sozialisten 11. Dänen 1 — 175 Stimmen.
paner Hätten dieses Gesetzes gegen ihre Volksgenossen ebensowenig ruhig hinnehmen werden, als sie die kalifornischen Schulbestimmungen hingenommen haben. So wird bereits heute über eine Protestkundgebung der auf Hawai an« süffigen Japaner berichtet, di« in einer Versammlung zu Honolulu ein Telegramm an Roosevelt sandten, In dem gegen das Verbot der Einwanderung von Japanern Einspruch erhoben wird. Auch die Kapitalisten von Hawai haben an das japanische Auswärtige Amt telegraphiert, daß die Japaner auf Hawai fich entschieden dem Einwanderungsverbot widersetzten, welches unvereinbar sei mit der Würde des japanischen Reiches und verderblich für die Interessen Japans auf Hawai.
Vor zwanziq Jahren.
Die kürzlich vollzogenen Reichstagswahlen, die der Regierung die dringend nötige Zettrüm- merung der antinationalen Majorität brachte, lenken unwillkürlich die Erinnerung auf die vor nun 20 Jahren vollzogenen Neuwahlen, die, ähnlich wie in diesem Frühjahr, der Regierung eine erwünschte Majorität brachten. Man muß fich — so lesen wir im „Hannoverschen Courier — der polittschen Zustände des Jahres 1886 erinnern, um die ganze Bedeutung der damaligen Neuwahlen, die eine weit größere war als die der jüngsten Wahlen, zu würdigen. Im Herbst 1886 ward der Fürst von Bulgarien (Prinz Battenberg) plötzlich seines Thrones entsetzt, womit die Suprematte Oesterreichs über Bulgarien zugunsten Rußlands verschoben wurde. In Frank reich war der ehrgeizige General Bou- langer als Kriegsminister am Ruder, der mit allen Mitteln einen Krieg Frankreichs gegen Deutschlands vorbereittte. Da brachte die deutsche Regierung dem im Jahre 1884 gewählten Reichstag die sog. Septennatsvorlage ein, die eine Erhöhung der Präsenzziffer und Festlegung die' r für den Zeitraum von je 7 Jahren verlangte. Der im Jahre 1884 gewählte Reichstag zeigte folgende Gruppierung: 78 Konservative, 28 Freikonservative, 51 Nationalliberale. Diesen der Vorlage zustimmenden Parteien mit insgesamt 167 Stimmen standen folgende, der Vorlage feindliche Parteien gegenüber: Zentrum 99, Deutsch-Freisinn 67, Sozialdemokraten 24, Polen 16, Welfen 11, Elsässer 15, Volkspattet 7, Dänen 1, mit zusammen 232 Stimmen. Die Vorlage fiel, trotz Bismarcks eindrucksvollen Appells an das Nationalgefühl. Die Folge war die Auflösung des Reichstags, worauf ein Wahlkampf begann, der von gewalttger nationaler Begeisterung getragen wurde. Inzwischen war die politische Lage immer drohender geworden. Boulanger rüstete offen zum Kriege. An der Ostgrenze Frankreichs wurden die bekannt:n
Erscheint wöchentlich sieben mal.
Druck und Verlag« Joh. Aug. Koch, UmversitLtS-Buchdnicktttl 42. Jayrg.
Marburg, Markt 21. — Telephon 55.
tt !«
vierteljährlicher Bezugspreis: bei Mi ExpHition 2 Mk., bei allen Postämtern 2,25 M. ^ejcl. Bestellgeld).
Jnsertionsgebühr: bi« gespaltene Zeile oder deren Raum 15 Pf«.
Reclanieu: die Zeile 80 Psg.
Marburg
Sonnabend. 23. Felm« 1907.
k g.
freisprtcht." .
„Woher sollen Schatten kommen? Wie du fragst, Gabi," antwottete Ulrike. träumerisch in die Gluten des Kamins blickend, „jetzt freilich, jetzt liebst du, und die Liebe ist ein so starkes, mächtiges Gefühl, daß in ihm zunächst alle übrigen untergehen."
„Zunächst? — Mla — du kennst die Liebe nicht, wenn du das sagst. Die echte Liebe ist statt, ist ewig, und ebenso statt ist mein Glaube an Rupert und sein gutes Recht. Er wollte Leo
mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.!
-rntaasb-ilaae: AlluktrtrteS etotntemta«.
sprach, empörte sich anfangs mein ganzes Fühlen dagegen, dann las ich in Ihrem ..Johann Grothus". Ich wog Ihr Fehlen gegen dos meines Sohnes ab, und mein Gerechtigkeitssinn sprach Sie nicht nur frei, er sagte mir auch, daß ich kein Recht habe, dem mir anvertrauten Kinde sein Glück vorzuenthalten — um eines Toten willen. Arm an Mutterliebe ist die Kindheit Gabis gewesen durch mich, soll ich auch das herangewachsene Mädcken glücklos machen? Nein, Herr von Felsenbach, das wäre gegen mein Gewiffen, um so mehr, als — o, erlassen Sie es mir," rief ste mit überströmenden Augen, „erlassen Sie es mit, das Schuldig a'n -n sprechen, wo ich über alles liebte."
„Gräfin, gnädigste Gräfin, — edle, großherzige Frau."
Rupert war von dem Seffel vor ihr aufs Knie gesunken und küßte bewegt ihre Hand.
„Wie soll, wie kann ich Ihnen danken, was Sie in dieser Stunde für mich getan?" rief, er.
„Machen Sie Gabriele glücklich. Sie ist ein edler, aber ein weicher, leicht zu beeinflussender Charatter; nur an der Seite eines festen gereiften Mannes kann fich derselbe zu seiner ganzen Größe entwickeln. Sie sind ein solcher Charakter, Herr von Felsenbach, und ich glaube tm Sinne von Eabrielens vortrefflichem Vater zu handeln, wenn ich Ihnen fein Lieblingskind anvertraue."
„Mama, meine teure, gute Mama," tief Gabriele unter Lachen und Weinen, sich an Erä- fin Nataliens Brust werfend, als diese ihre und Ruperts Hände ineinander gelegt hatte. Der feierliche Ernst, der seit Tagen über ihrem Wesen und auf ihrer Stirn gelegen, war verschroun« den, und sie war ganz das sonnige, glückselig, fast kindliche Mädcken, als welches Rupert sie zuerst kennen gelernt hatte.
Komteffe Ulrike zog sich am ersten Tage» heftiges Kopfweh vorschützend, auf ihr Zimmer zurück. Sie kauerte auf ihrem Ruhebett vor de»
Kamin und starrte mit finster gefcltetcn Brauen in die Flammen, die an schweren Holzscheiten emporleckten und ihren geblich-roten Schein über das reiche, faltige Morgenaewand des jungen Mädchens und den weißen Angora- teppick watten.
„Ulla, liebste Ulla, nimm doch auch teil an meinem Glück — sage nur ein Wott, einen Glückwunsch," rief Gabi, zu ihr eintretend. „Eben ist Rupett gegangen, wenn du doch wenigstens auf ein paar Minuten gekommen wärst, uns zu gratulieren." ~
Sie setzte sich auf eine Fußbank neben Ulrikens Lager, schlang die Arme ums Knie und schaute strahlenden Auges zu ihr auf.
„Verzeih mir, Gabi, aber es widerstrebt mit, ich kann es nicht. Ditte Liebe, diese Verbindung scheint mir eine Unnatur, und die Sonne des Glücke», die dir jetzt daraus hervorleuchtet, ich K, sie wird bald genug verschwinden, von hatten, die sich unausbleiblich entwickeln müffen und — denke an mich — entwickeln werden."
Eabrielens Gesicht wurde ernst und ernst der fragende Ausdruck ihrer eben noch so heiter leuchtenden Augen.
„Schatten, Ulla? — Woher sollten die Schatten kommen, wenn selbst Mama unserer Liebe leine Hindernisse in den Weg legt, wenn mein Gewissen Rupert ganz und von jeder Schuld
Deutsches Reich.
— Sem Bundesrat. In der heutigen Sitzung des Bundesrats fand der Ausschußbericht, bett, die Ergänzung zum Entwürfe des Reichshaushaltsetats für das Rechnungsjahr 1907 die Zustimmung.
— Konservative Anträge im Reichstage. Die deutsh-konservative Fraktion des Reichstags bereitet mehrere Anträge vor. Ein Antrag bezweckt eine Gehaltsaufbesserung der Reichsbeamten. Ein zweiter Antrag beabsichtigt die Segnungen der sozialpolitischen Gesetze in weiterem Maße den Privatangestellten zu sichern, bez. eine Pensionierung derselben und eine Versorgung ihrer Hinterbliebenen mit Staatsunter- stützung anzuregen. In einem dritten Antrag« wird die Herabsetzung des Lebensalters für den Bezug der Altersrente auf das 65. Jahr gewünscht.
— Die Schristsühterwahl im Reichstage hart« folgendes Ergebnis. Es wurden gewählt: Frhr. v. Thünefeld (Ztr.), Engelen (Ztr.), Rimpau (nl), Pauli-Oberbarnim (Rp.), Rogalla von Bieberstein (kons.), v. Damm (Wirtsch. Vgg.),
I heiligsten Rechten gekränkt, der ihm das Glück seiner Jugend raubte."
„Schweig!" rief Ulrike, mit flammendem Blick die Schwester messend. „Schmähe den Toten nicht und glaube mir, die Zeit wird doch kommen, ros die Erinnerung an ihn ihren Schatten werfen wird in dein und Felsenbachs Leben. Ja, st« wird kommen — schüttle nicht den Kopf — sie wird kommen und dann wirst du auch dieser Stunde gedenken."
Gabriele schauerte kaum merklich zusammen. Sie stand auf, um das Zimmer zu verlaßen, sie fürchtete sich vor der Schwester und ihren düsteren Prophezeiungen. Ulrike versuchte nicht, sie zurückzuhalten, und Gabi ging in ihren kleinen Salon, wo sie zwar eine Handarbeit vornahm. im übrigen aber ihren Gedanken ungestört nachhing.
Waren das die Kämpfe, von denen Rupett gesprochen, und die sie so aefürchtet hatte? Nein, doch wohl nicht. Der Besitz des Geliebten war ihr gesichert, In nickt zu ferner Zeit sollte der Segen der Kirche sie fürs Leben mit einander vereinen. Sie atmete beseligt auf bei diesem Gedanken — dann war alles was
ihr Herz jetzt bewegte und betrübte, He Unversöhnlichkeit der Schwester gegen den Geliebten durfte er nie erfahren. Es hätte ihn gekräntt, er hätte vielleicht gebangt um ihretwillen, er hatte schon so viel gelitten, durch sie sollte er nur glücklich werden. Sie roa- ja ein verständiges Mädchen, mit solchen Sachen mußte sie sich allein abfinden. Es war nicht hübsch von Ulrike, ihr gleich die ersten Stunden des bräutlichen Glück» zu trüben: indeffen, sie kannte ihre fast fanatische Art, mit der sie stets den toten Bruder ver-. göttett hatte, und ein Herz, so jung und in fei«; ner Liebe glücklich, wie das Gabt», verzeiht ja f»; gerne und so leicht. Sie wollte nicht mehr daran, denken. ....
, (Fortsetzung fotzt.)
Wenn man das große Zukunftsrätsel der nächsten Weltpolitik in eine Formel bringen roollte, so könnte man keine bessere gefunden haben als die: Y e/a Z (Yankees gegen Ia- van er); denn aus der Frage, ob das Aus- vehnungsbedürfnis der Japaner sich tatsächlich gegen die Yankees richten wird, oder ob sie den Vorsatz haben, zunächst ihre Einflußsphäre auf &>efamtafien insbesondere auch auf Indien auszudehnen, ergeben sich die schicksalsschwersten Folgerungen. Aus Kalkutta kommen immer häufiger Nachrichten über die starke, dort bestehende englandfeindliche Stimmung, und es läßt sich nicht verkennen, daß der Ausbruch eines neuen Sepoy-Aufstandes mit Sicherheit zu erwarten wäre, wenn es den Japanern belieben ollte, ihn zu veranlaffen. Schon 1859 ist es England nur durch den Beistand des Maharad- chah von Hyderabad gelungen, dieses Aufstan- >es Herr zu werden, und es kann keinem Zwei« el unterliegen, daß England an dem Tage, wo >et indische Aufstand ausbräche, auch mit ungeheueren Schwierigkeiten in Südafrika zu kämpfen und dort eine Suppe auszueffen haben würde, die es in feiner lächerlichen Eifersucht gegen die deutschen Kolonialbestrebungen in Cüdwestafrika dort sich eingebrockt hat. Denn picht nur würde das Burentum wie ein Mann sich erheben, sobald die Stunde der Befreiung ihm schlüge, sondern Südafrika würde auch mit einigen Kaffernaufständen zu rechnen haben. Einstweilen freilich scheint das Ausdehnungs- bediirfnis der Japaner sich noch ausschließlich gegen Osten zu richten, und die Entscheidung in dem Kampfe um seine Stellung in Amerika Wettlp«dem gutgerüsteten und ruhmbegierigen Lande zunächst über alles zu gehen.
Nakahashi Tokugoro, der Leiter einer der größten Dampfergesellschaften, der diese Frage hes bevorstehenden Ringkampfes um die Vorherrschaft zwischen Japan und Amerika zu fei« hem besonderen Studium gemacht, erklärte bereits vor Beendigung des ostasiatischen Krieges leinen Krieg mit Amerika für ganz unvermeidlich. Er wird nicht müde, seine Landsleute auf den notwendigen, mühsamen und schweren Waffengang vorzubereiten. So führt er auch jetzt in einem Aufsatze der Zeitschrift „Taigo" aus: Von beiden Seiten des Stillen Ozeans Habs plan Japans Ausdehnung zu hemmen versucht. Das Hindernis im Westen habe den Krieg mit Rußland unerläßlich gemacht; jetzt trete aber von Osten, übers Meer ein anderer Gegner in die Erscheinung, der es in der Hand habe, die wirtschaftliche Stellung Japans zu gefährden. Er appelliere somit an seine Landleute, daß ste sich nicht durch ihre Siege einschläfern ließen,
Schalten.
Roman von B. v. d. Lancken.
(Fortsetzung).
_ Natalie Reuchlin neigte ihr Haupt tiefer, ein Zittern durchlief ihre stolze Gestalt, Felsen- hach ergriff die Hand, die auf der Sofalehne ruhte, und führte ste an seine Lippen.
„Sei dem, wie ihm wolle," sagte er leise. Sie haben durch mich viel Leid erfahren, Gräfin, haben das Teuerste verloren, was Sie besaßen, — wird es Ihnen möglich sein, dies zu vergeben und mir ohne Groll, ohne Haß gegen» über zu stehen? Ich würde nie gewagt haben, mich Ihrer Tochter und Ihnen zu nähern, wenn Ich so viel Schuld an dem Unglück Ihres Sohnes gehabt hätte, als mir von Ihnen beigemeffen st. Ich hätte nicht den Mut gefunden, Ihnen ns lauge zu schauen, und wenn Sie mich auch licht lossprechen, von dem moralischen Anteil an her traurigen Entwicklung des Ganzen, so muß Ihnen doch mein heiliges Recht und die Verpflichtung, die ich als Ehrenmann habe, zur Entschuldigung meines Handelns dienen. Wol« Xen Sie dies gelten kaffen, Gräfin Reuchlin?"
„Sie verlangen viel von mir, Herr von Felsenbach, aber ich bin bereit, Ihnen dies zu gewähren. Ich stehe meinen Stiefkindern, ja, Minern toten Gatten gegenüber in großer Schuld. Cie sehen mich überrascht, ungläubig 6n, und doch ist es so, wenn auch die Welt von vieser Schuld nichts weiß, ja, wenn selbst die Be- keiligten sich dieses Verhältnisses kaum recht bewußt geworden sind. Ich reichte dem Grafen weine Hand, ohne mein Herz, ich erfüllte gewissenhaft die übernommenen Pflichten gegen ihn |tnb feine verwaisten Kinder, aber das Veste, das Schönste gab ich ihnen nicht — Liebel llnb was ist ein Kinderleben ohne Liebe? Als fnli nun Gabi von Ihrer Neigung zu Ihnen