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nrt vernichtet radikal I
BARUCH STRAUSS, Bankgeschäft
Gegr^iHdet 1866
Gegründet 1866
Ohne Gawähj
Telephonischer und telegraphischer Cours-Bericht der Barsen von Frmkfnrt a. M. ~ Berlin — London — Paris
JO. Februar 1907
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Tendenz: sehr ruhig.
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teleihtibchen und telegraphischen Verkehrs mussten die eestrieen
Weoen Störuno den
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4% Rheinische 1 4% Preussische
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Zu haben in den einschlägigen Geschäften; wo nicht, beliebe man sich an; •/» G» Kipp, Frankfurt M», Am
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Paris.
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187.— 129.75 150.75
schwemmen die Niederungen. Auch di« Lahn ist bereits aus ihren Ufern getreten. Das »ulieb- fame Wetter macht sich nicht nur hier, sondern in ganz Deutschland bemerkbar. Am gestrige« Tage hat es fast überall geblitzt, gedonnert, geregnet und zugleich fiel auch Schnee.
)( Schweinemarkt. Der heutige Schweinemarkt war wegen des miserablen Wetters sehr schlecht befahren und auch besucht. Die Zufuhr belief sich auf nur 260 Stück. Der Handel ging trotzdem ziemlich stark. Es wurden bezahlt für 6-8 Wochen alte Ferkel 32—35 Jt, für 3-4 Monate alte Läufer 70—90 Jl und für größere «schlachtschweine 100—180 JL per Paar.
Verantwortlich für die SRebrr^mnt Dr. Johannes Otto in Marburg.
Rademachers ÖolArrfÄ Patentamt! gesch. No. 95198. txo- nich-a farblos. Rebugt die Kopfhaut von Schuppen, Gefördert d. Haarwuchs, verhütet
3*/t 7« Frankfurter Hypothekenbank
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• teßen, 20. Febr. Der gestrige Rialwitch- marki hatte einen Auftrieb von ca. 900 Stück Großvieh, etwa 100 Stück Jungvieh zur Zucht und 200 Kälber. Das Geschäft am Bormarrt war in Milchkühen recht schleppend: allerdings waren schwere ostfriestfche Kühe stark gefragt und wurden fichr hoch — bis über 600 <* das Stück — bezahlt. Gehandelt wurden MitteWhe das Stück 1. Qual. 500—450 JL, 2. Qual. 425—875 JL., 3. Qual. 330 —275 JL Zunge Rinder und Stiere zur Zucht l^jährig 250—200 -K, %—1< jährig 220-170 Jt das Stück. Berkaust wurden wi Zentner Schlachtgewicht: fette Rinder 1. Qual. 74—72 Jl, 2. Qual. 71—09 JL, fette Kühs 1 Qual. 69-68 Jt, 2. Qual. 67—66 Jl, ftöI6ei 1 Qual. 74—69 Jt, 2. Qual. 66—64 Jt, 3. Qual 62—58 Jt. Gangvieh ging das Paa, ab t. Qual 1050—950 Jt seinzelne Paare bis 1200 <X), 2 Qual. 900—850 Jl, 3. Qual. 800-750 Jt. Ds Markt war spät zu Ende, aber ohne erheblich«! Aeberstand zu lassen. (Gieß. Anz.)
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Letzte Nachrichten.
Der Kaiser hat au« Anlatz des lOOjähri- gen Bestehens des Jnf.-Regts. Nr. 153 an den Herzog Ernst von Sachfen- Altenburg sowie an das Regiment Handschreiben gerichtet.
Wien. 20. Febr. In Anwesenheit des Kaisers Franz Josef, der Mitglieder der kaiserlichen Familie und des koburgischen Hauses, des Fürsten von Bulgarien, des Vertreters des deutschen Kaisers und vieler anderer Monarchen, zahlreicher Minister und Hofwürdenträger fand heute nachmtttag 4 Uhr im Prunksaale des Palais Koburg die Einsegnung der Leiche der Prinzessin Klementine von Koburg statt. Der kirchliche Akt wurde von dem apostolischen Nuntius, der zugleich in Vertretung des Papstes erschienen war, vorgenommen. Rach der Trauerfeier sprach der Kaiser dem Fürsten von Bulgarien, den Prinzen von Koburg und der Erzherzogin Klotilde nochmals sein Beileid aus. Heute abend %7 Uhr wurde die Leiche nach dem Nordbahnhof überführt, um nach Kckurg gebracht zu werden.
Jena. 20. Febr. Heute Mittag stürzte in- , folge des herrschenden Sturmes die eiserne Dach- konstruktion des im Bau befindlichen Maschinen- baufes der Eisenbahnreparaturwerkstütte ein. Ein Zimmermann wurde getötet .zwei Arbeiter schwer und drei leichter verletzt.
Washington, 20. Febr. Präsident Roosevelt unterzeichnete heute die Einwanderungs-Bill, nach welcher asiatische Arbeiter von den Vereinigten Staaten ausgeschlossen werden.________
«Einige Kannrienweidckeu ab« iuee'-en. ,VtonBurterftr.‘25.a
Sind phitetbirtet 'ich, dieArbnt eines oder zweier Schüler im
Sfc Petersburg, 20. Fevr. (et. Per. xcL'rtft&jr Von den bis 10 Uhr abends in 56 Gouverne- ments und 15 Städten mit eigener Berttetung gewählten Duma-Mitgliedern find 36 Monarchisten, 27 Gemäßigte, darunter 17 Oktobrtsten; 168 gehören der Linken an. Unter ihnen befinden sich 47 Kadetten, 31 Sozialisten und 48 «a- tionaliste«.
Pari», 20. Febr. Der Chemiker M o i f f a n, der im vorigen Jahre den Rsbelpreis erhielt, ist infolge einer Operation, der er sich «nterztchen mutzte, gestorben.
M dränt der Winter noch so sehr—
Frühling mutz eS doch «erden. In der Zeit des Ueberganges ober muff man sich vorfehn und wer klug ist hat gerade jetzt Fay» ächt, Sodener Mineral-Pastillen nnmet zur Hand: auf dem Spaziergang, in der WerkstM. im Bureau, in der Schule rc. Wo der Mensch sich erkälte« Ian«, da soll er auch ttotzS acht, Sodener vorbeugend verwenden und er lou fie gebrauchen, wen« er Erkältungen los fein will. Man kauft Fatz« ächte Adener Mineral-Pastille« überall für 8» Psg. di, Schachtel.
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A Neustadt, 20. Febr. Der erste Spatenstich zur Anlage des neuen Aerogengaslichtes, das unsere Stadt „Helle" machen wird, ist getan. Das Gebäude für die Keffelanlage und Erzeugung des Gases wird an der Ri^errheinischen Strahe errichtet und die täglich einlaufenden Waggons mit den asphaltierten Röhren zeigen das Beginnen der Anlage an. Die Bevölkerung steht der neuen Beleuchtungsart ziemlich passiv gegenüber, sie will erst die Leuchtkraft kennen lernen. Rur die Gewerbetreibenden haben in einer Anzahl von 40 den Anschluß zugesagt. Der Erbauer der Anlage ist der Ingenieur H. A. Gartner in Bencheim an der Bergstraße, welchem stadtseitig die Konzession auf 15 Jahre erteilt ist. Mit der Erbauung des Aerogengaswerkes schwindet aus unfetm Städtebild der alte histo- risthe Laternenpfahl, der Haltepunkt für manchen „nächtlich Schwankenden", sm einem neuen modernen Leuchtkörper Platz zu machen. Hiermit kommt unsere Stadt um eisen Fortschritt werter, denn das Alte mutz dem Neuen weichen.
Joachim) ««»en sie zwetfeH» nicht wenig dazu beitragen, den Abend besonders genußreich zu gestalten.
)( Oeffentlicher Vortrag. In einem vom Verbände deutscher Handlungsgehilfen verau- stalteten Vortragsabend spricht Herr Beckmann aus Köln über Interessengemeinschaft der Prinzipale und Handlungsgehilfen, sowie über Kauf- mannsgerichte.
)( Des Wanderers letzte Reise. Gestern Nachmittag wurde von der La«desbeilanftalt rin junger Mann zur letzte« Ruhestätte gebracht, den hier kein Mensch je gesehen noch gekannt und der dennoch neben den Ehrenträgern ein zahlreiches Leichengefolge hatte. Es handelte sich um den 24jährigen Buchdrucker Modrack aus Berlin, der auf der Wanderschaft in Hana« angelangt, vom Wahnsinn befallen und deshalb hierher gebracht worden war. In einem lichten Augenblicke hatte er mitgetrilt, daß et Mitglied des grasten Buchdruckerverbandes sei. Auf erfolgte Benachrichtigung des Marburger Ortsvereins hin, rat dessen Vorstand sofort seine Pflicht und sorgte auch dafür, doch dem jungen Mann, der fern von der Heimat und elternlos starb, ein ehrenvolles und christliches Begräbnis zu Teil wurde. Um die Begräbniskosten entstehen auch nicht die sonst üblichen langwierigen Schreibereien, weil der Buchdruckerverband für alles aufkommt.
* Erledigte Stellen. Infolge Versetzung des seitherigen Inhabers kommt die zweite Schulstelle in Willingshausen vom 1. März l. I. ab zur Erledigung. — Die mit Kirchendienst verbundene katholische Lehrerstelle zu Haselstein im Kreise Hünfeld ist infolge Versetzung des Etel- leninhabers vom 1. April d. Z. neu zu besetzen. — Die mit Kirchendienst verbundene zweite Schulstelle zu Felsberg so« zum Mörz t. I. neu besetzt werden. — Die zweite Lehrerstelle zu Wendershausen, Kreis Witzenhausen, ist ne« zu besetzen. — An der evangelischen Volksschule in Ferienheim, Kreis Hanau, ist eine neu errichtete Lehrcrinnenstelle zu besetzen.
* Im kath. »estilenvereia sprach am vorige« Sonntag Herr Lehrer Gruß, anknüpfend an den kürzlich gehauenen Vortrag des Herrn Dr. Hupskens über „Das Zunftwesen im Mittel- aller". Eine rege Diskussion schloß fich an die interefianten Ausführungen. Nächsten Sonntag findet ein Vortrag über „Schliemanns Ausgrabungen in Troja" statt. Gaste find willkommen. — Der Unterrichtskursus, zu dem sich erfreuliiherweise eine große Anzahl von Teilnehmern gemeldet hat, beginnt heute abend i/29 Uhr.
)( Schöffengericht. Bor einiger Zeit meldeten wir, daß es der Polizei gelungen ist, einige Leute ausfindig zu machen, die sich bei ihren nächtlichen Streifzügen Wäschediebstahle zu Schulden kommen ließen. Heute standen deshalb drei Frauen und ein Mann rwr Gericht. Dar Urteil lautete gegen den Mann auf eine Woche, gegen zwei Frauen auf 3 Wochen und gegen die am schwersten Beschuldigte auf fünf Wochen Gefängnis.
)( «om Wetter. Auf den gestrigen heftigen Sturm, der in den Abendstunden noch einmal stark zu toben begann, ist nun wieder ein fast ununterbrochener Schneefall gefolgt. Die gewaltigen Echneemafien haben aber keinen rechten Halt mehr und verwandeln sich zum großen Teile sofort zu Wasser. Jnfolgedefien find die Flüffe und Bäche stark angeschwollen und über-
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Mh, lobenswert. Es ist in diesem Unterricht besonders den jungen Leuten, die die städtische Fortbildungsschule durchgemachi haben. Eelegen- beit geboten, die dort erworbenen Kenntnisse »eiter auszubilden. Ciidann wurde ein Antrag tzes Evang. Frauenvereins, seine Mitglieder an tze« Vortragen des Fortbildungsoereins teilneh- tne» zu lassen, nach eingehender Besprechung aus wichtigen Gründen abgelehnt. Es folgte sodann He Rechnungsadlage seitens des Kassierers. Die Einnahmen betrugen JL 1341,32, die Ausgaben
1290,11, sodaß ein Kassenbestand von Jl 51,21 verbleibt. Darnach fand die Neuwahl der in diesem Jahre ausscheidenden Borstandsmitglte- der statt. Es schieden aus die Herren Eysel, Gils, Maas und Stolpe, sämtli«he Herren wurden wiedergervähtt und nahmen die Wahl an. Der Vorsitzende teilte noch mit, daß am nächsten Montag fein Vortrag stattfinde, dafür am 4. und 11. März noch die Herren Prof. Richarz und Prof. Schücking Vortrag halten würden.
* I« Bolksverei» für da» kath. Deutschland sprach am Dienstag Abend, wie uns mitgeteilt wird, Herr Dr. Sonnenschein aus M.-Eladbach über die Grundgedanken des Volksvereins. Der Reimet schilderte zunächst die Beweggründe, die tut Gründung des Vereins führten. Zn der Kirche könnten manche Fragen nicht behandelt werden. Es sei aber in unserer Zeit nötig, auch über Dinge, die nicht direkt religiöser N»rtur feien, Aufschluß zu geben, das könne in den Versammlungen des Dolksvereins geschehen. Jnter- esiant waren besonders die Ausführungen des Redners über die musterhafte Organisation des Vereins. Die Bibliothek, d. h. die sozialpoli- fifAe — die apologetische, noch in den Anfängen, umfaßt jetzt 12000 Bände. Die soziale Aus- kunftsstelle gab in diesem Jahre auf 2300 Anfragen eingehenden brieflichen Bescheid. Das vlrchrote Heftchen des Volksvereins erscheint achtmal im Jahre und wird den Mitgliedern, welche die eine Mark bezahlen, ins Haus gebracht. Der Verein hat auherdem seit seinem Bestehen 35 Millionen dieser verschiedenen Flugblätter ins Land hinausgegeden. Nehmen wir an, wir hätten es nur mit zweiseitigen zu k«n, so können wir den Flächenraum des Für- Nentums Lichtenstein damit bedecken, mit vter- feitigen das ganze Gebiet Lübeck, aus achtseiti- aen schließlich könnt°n sich 5 Millionen und 600 000 Schuljungen je einen Wtndvogel kleben, wenn man für einen Windvogel 1 Quadratmeter Papier rechnet. Reicher Beifall lohnte den glänzenden Redner für seine prallischen Aus- sührungen. Der Letter der Versammlung, Herr Kaplan Hilden, schloß dieselbe mit einem Hoch auf Kaiser und Papst.
* Bolksunterhaltuugsabend. An dem Volks- vnterhaltungsabend, den der Marburger Be- atttsflerein gegen den Mißbrauch geistiger Getränke am Sonntag, den 24. d. Mts., 8 rlhr abends (pünktlich), im Turnergarten ireranstaltet, wird f>eti Dr. med. Tienes (Cassel) tzber das wichtige Thema „Alkohol und Volks- «sundheit" sprechen. Außerdem ist, wie uin ersten Volksunterhaltungsabend, für eine Reihe musikalischer, deklamatorischer und gesanglicher Darbietungen gesorgt. U. a. wird Frau von Vlanckensee einige Balladen vortragen, deren Stoff den neuzeitlichen Kämpfen in unseren Kolonien'entnommen ist. Bon auswärts haben sich außer dem Botttagenden Hetr Rechtsanwalt Dr. Spohr (Eiehen), bet übet einen klangvollen Bariton verfügt, und seine Gattin, eine hervorragende Eeigenkünstlerin, in überaus dankenswerter Weise in den Dienst der guten Sache gestellt. Durch den Vortrag beliebter Lieder und Musikstücke (von Löwe, Schumann, Brabm«-.-
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