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Erstes Blatt.
Erfolge der Ostmarkeupilüik
würfen können.
9Tuf die Beschränkung der
Seshstverw-'
ltung sei er nicht einaegangen.
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lNachdruck verboten.)
nicht versäumt werden, und deshalb muß für die sich dem Osten zuwendenden Volksgenossen in unfern Ostprovinzen der nötige Raum unbedingt zur Verfügung gestellt werden. Gelingt auf diesem Wege eine dauernde Verstärkung des deutschen Bevölkerungselementes, so wird auch die Behauptung, daß die Polenpolitik der Regierung ein Fiasko gemacht habe, endgültig verstummen.
reich der Möglichkeit gerückt.
Wenn man bedenkt, daß die zielbrwußte Aktion der Staatsregierung auf eine systematische Stärkung des Deutschtums und eine konsequente Durchführung der gesamten für die Ostmorken- politik entscheidenden Gesichtspunkte e r st vor kaum acht Jahren eingesetzt hat, wird man mit den erreichten Erfolgen namentlich insofern zufrieden sein können, als sie bei energischem Festhalten an der einmal eingeschlagenen Politik ein Weiter fort sch reiten des Deutsch - t 11 ms verbürgen. In Zusammenhang mit dem vorgeführten Material gewinnen auch die Ergebnisse der letzten Re i ch s t a g s w a h l eine erhöhte Bedeutung. Wenn diese eine Vermehrung der deutschen Stimmen auf- weisen, welche die der polnischen Stimmen um 150 Prozent übersteigt, so wird ’ - dieser Tatsache und ans dem von den Deut-
Biertkljährlichrr B-zugSpreiSi bei öet ExpMion 2 SIL bet allen Postämtern 2,25 Mt. keju, Bestellgeld).
Snserttonsgebühn die gespaltene Zeile ober deren Raum 15 Pfg. _________________Reclamen: die Zeile SO Pfg.
Das Haus beschloß einstimmig die Buchung der Interpellation.
Abg. Graf Gröben (Kons.) erklärte, er und seine Freunde stände dem Erlaß unpar- teeisch gegenüber. Man hätte es aber lieber ge« sehen, wenn die Regulierung der Lehrergehätter auf gesetzgeberischem Wege herbeigefühtt worden wäre. Wolle man wahrhafte Gleichheit Lehrergehälter, so müsse man doch Grenze» ziehen, nach unten wie nach oben. Wenn man den Erlaß einen Bremserlaß nenne, so sei es gerade die Linke gewesen, die dem Minister die Bremse in die Hand gerückt habe. (Sehr richtig! rechts, Lärm links.) Rechts habe man von jeher eine organische Regelung cuf gesetzlichem Wege gewollt; die Linke aber hat-o nicht mittun wollen. Dringend wünschenswert sei es, daß dem Hause die Revision des Lehrer- besoldungsgesetzes recht bald, möglichst noch in dieser Session, unterbreitet werde. (Lebhafter Beifall rechts.)
Abg. Cassel (frs. Vp.): Das Abgeordnetenhaus habe früher nur die Beseitigung von Härten in den Lehrergehältern gefordert; von absoluter Gleichmacherei sei nicht die Rede gewesen. Aus finanzieller Rot könnten bei «ns Kulturaufgaben nicht unerfüllt bleiben. Wenn es sich um Celdausgaben bandeln werde, werde bei Lehrer bei uns sofort des mangelnden Jdealis, mus beschuldigt. Die llebelstände muffen endlich beseitigt werden.
Abg. D i t t r i ch (Ztr.): Bei dem Erlaß sei zwischen Absicht und Wirkung genau zu unterscheiden. Tie Absicht sei, der Landflucht der Lehrer enqegenzuwirken. Den Ausdruck Landflucht billiae er nicht. Es handele sich lediglich um eine Flucht in besser bezahlte Stellen. Die Wirkung des Erlaffes sei eine Beunruhigung, ja Erbitterung der Lehrer oewesen. Zweifellos sei es ein Recht der Unterrichtsverwaltung, auch hier ordnend einzugrsifen. Aber unter der Nn- znfriedenheit der Lehrer leide der aanze Schulbetrieb. Seine Freunde bätttn Recht gebabt, als sie vor solchen provisorischen Maßnahmen warnten. Run sollte die Regierung wenigstens recht bald eine Revision des Lehrerbesoldungs- gesebes bieten,
Abg. Dr. Friedberg (natl.): Der Minister habe seine Rede fertig mitoebracht und hätte deshalb Schiffer nicht in allen Punkten ant-
Erscheint wöchentlich sieben mal.
Druck mtb Verlag- Joh. Slug. Koch, UmvcrsttätS-Bnchdruckerei 42, StdÜtfl Marburg, Markt 21. — Telephon 55. <0/0
Schatten.
Roman von B. v. d. Lancken, löor'sohung).
"i*. Ä? richtete sich im Bett auf und entzündete die Wachskerze auf ihrem Nachttischchen. Sie sah sich um in dem mit verschwenderischem Luxus ausgestatteten Zimmer: dabei fielen ihre Blicke M bem Lager gegenüberbefand, und sie erschrack vor dem Bilde, das sie in dem femgeschliffenen, matt beleuchteten Glas erblickte: Ein Frauenkopf mit wirrem schwarzen Haar, unnatürlich weit geöffnet-n Augen und einem heißen, angstvoll verzerrten Antlitz — sie selbst. Wirklich sie selbst? Entsetzlich! Sie schlug die Hände vor das Gesicht.
Es duldete sie nicht länger im Bett. Leise stand sie auf, hüllte sich in den weichen, türkischen «chlafrock, der auf dem Sessel vor dem Bette lag und huschte an die Tür, die nach dem Schlafzimmer ihres Gemahls führte. Sie lehnte das Ohr an das Schlüsselloch und hörte die gleich- :maglgen Atemzüge des Prinzen — er schlief. -Beruhigt richtete sie sich auf und trat an das Fenster, von dem sie die seidenen Vorhänge zuruckzog. Eine stille Winternacht, ein klarer von Sternen übersäeter Himmel. Die Baronin schlang die Hände um den Fenstergriff und blickte, stumme, qualvolle Fragen im Blick, hinauf, ob sie eine Antwort dort finden würde. Ob der Friede da draußen, ob der Friede von oben ihrem unruhig klopfenden Herzen auch Ruhe zu geben vermochte? Rein, sie wußte es, aber es tat ihr doch wohl, da hinaus zu schauen und zu denken, zu denken, bis sich ihre Gedanken in ferne, längst vergangene Zeiten verloren, weit zurückliegend. Die Tage der Kindheit stiegen vor ihrem Geists herauf, verschönt durch Elternliebe And Elternsorge,.schön und glücklich in dem unbe-
Marburg
Dienstag 12. Februar 1907.
Preußischer Landtag.
I Das Abgsodnetenhaus erledigte am Sonnabend die Interpellation der Nationalliberalen über den sogenannten „B r e m s e r l a ß"" des Kultusministers, betreffend die Lehrergehälter. Zur Begründung der Interpellation verwies Abg. Schiffer (nat.) auf die in großstädtischen Lehrerkreisen durch den Erlaß hervorgerufene Beunruhigung; wenn man den Lehrermangel beseitigen wolle, müsse man doch die Chancen des Lehrerberufs verbessern.
In Beantwortung dieser Interpellation führte Kultusminister v. Studt Folgendes aus: Die Verhandlung bietet mir günstige Gelegenheit, Irrtümer über den Erlaß zu beseitigen, den ich nun als gerecht bezeichnen kann. Die Erregung der beteilgten Kreise ist unbc- rechnet. Wir haben jüngst eine Minimalgrenze für die Lehrergehälter aufgestellt. Inzwischen haben aber nach oben hin manche Verschiebungen und Ungleichheiten sich eingestellt. Die Volksschule ist doch eine einheitliche Organisation. Deshalb müssen auch die Lehreroehälter tunlichst gleichmäßig sein. Am 1. Mai 1905 beschloß das Haus, eine Besserstellung der Lehrergehalter anzuftreöen. Deshalb, wurde zunächst der Dispositionsfonds auf 5 Millionen erhöht. Insbesondere verwies das Haus immer wieoer auf die Landflucht. Zugleich wurde betont, daß bis zur Revision des Lehrerbssoldungsgefetzes Gehaltserhöhungen für städtische Lehrer nur in besonderen Ausnahmefallen gutzuhsißen seien. Diese Anschauungen habe ich auch in meinem Erlaß zu eigen gemacht. Uebrigens bat eine große Reihe von städtischen Gemeinden es aöge- lehnt, die derzeitigen Lehrergebälter zu erhöben. Der Erlaß vom 9. Mai 1908 bringt nichts Neues; er erinnert nur an die bisherige Praxis. Nur in 17 Fällen ist im Vorjahr die nachgesuchte Genehmigung der Gehälter von der Zentral- insianz versagt worden. Das Bedürfnis auf Revision des Lehrerbesoldungsgesetzes ist von der Regierung anerkannt; die Novelle wird bald- tunlichki eingebracht werden. Die beteiligten Kreise können also den weiteren Schritten der Regierung mit Vertrauen entgegensehen. Unsere Absicht deckt sich also durchaus mit den Wünschen der Interpellanten. (Lachen links.) Die Tatsache, daß ich in öffentlichen Versammlungen unflätig angegriffen worden bin, läßt sich nicht bestreiten; zum Teil geschah dies von mir untergeordneten Beamten. Gleichwohl werde ich zum Wohle der Lehrer Weiterarbeiten. (Lebhafter Beifall rechts und im Zentrum.)
Wenn der Minister meinte, der Erlaß en^Greche den Wünschen des Hauses, so sei er den Beweis schuldig geblieben. Wir wollen eine Bindung nach unten, ober nicht eine Drückung noch oben. Unter dem Beifall der Linken erklärte Dr. Friedberg: „Eino solch» Verdächtio"oo unseres Charakters verbitten wir uns. Was die anonvmen c^chniöbunaen betrirk- lo interessiert uns die Persönlichkeit des Ministers nicht sibr. Das neue Lehrerbesoldungsaesetz kann nicht schnell genug verabschiedet werden. Dann darf der Minister aber nicht Uneinigkeit unter die Parteien tragen."
Hektar großen landwirtschaftlich genutzten Bodenfläche der Provinz, trotz der erheblichen Verluste der vorangegangenen Zeiten, noch immer rund 1 11410 000 Hektar in deutschem Privatbesitz, rund 157000Hektarim Besitz de- Ansiedlungskommission! und 296 000 Hektar im Besitz des Domä- ' nen- und Forstfiskus, also im ganzen rund 1 593 000 Hektar in deutscher Hand wogegen die polnishe Hand über rund 1 100 0 00 Hektar, einschließlich 38000 Hektar Kirchenbefitz, verfügt. Der Rest von rund 43 000 Hektar befindet sich in der Hand öffentlicher Korporationen, deren Charakter überwiegend deutsch ist. Auch die Gewinnung und Behauptung des wirtschaftlichen U e b e r g e w i ch t e s der Deutschen ist bei einem solchen Verhältnis des Besitzstandes und einer entsprechenden — auch numerischen — Verstärkung des deutschen Elementes in den Be-
mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirckbain. *
SEtaaSbeilE SHiiftrteM ö *VV****W *
muBien Glanz der kleinen, harmlosen Freuden, I senbachs Freund. O, ich wußte längst, daß es so bis sie veraingen, wie alles vergeht, und das I kommen würde!"
Leben sie in feine Kreise zog. — O, das Leben! I „Du vergißt, daß ich die näheren Verhältnisse
— Ern leichter Schauer, der ihren Kör"er durch- I der Familie von Führen nicht kenne und int
riefelte, erinnerte sie daran, wieder ivr Lager I übrigen — es wäre doch nicht etwas so Außerge-
aufzusuchen; zugleich hotte sie das leise Glocken- I wohnliches, wenn die zwei sich in einander ver- zerchen der kleinen silbernen Schelle im Zimmer I liebt hätten!"
Prinzen, das den Kammerdiener rief. Sie I Sie sah der Schwester bei diesen Worten mit hu) nach der Uhr: Drei. Fast die ganze Nacht I einem prüfenden Blick gerade in das Gesicht, vor war ohne Schlummer für sie vergangen — und | dem Gabi die Augen niederschlug.
ob sie fetzt schlafen würde? Kaum. Sie ent- | „Gabi," sagte Ulrike plötzlich hart, „hast du nahm ihrem Nachttischchen ein Kästchen und | daran gedacht, daß in dieser Woche Leos Todes- mtschte sich einen leichten Schlaftrunk. Er tat I tag ist?"
roie immer seine Wirkung, die schweren Lider I „In dieser Woche? — O Cott — nein — ja sanken allmählich herab, und die Wintersonne I doch, ich — ich dachte daran gestern Abend." schien langst auf Straßen und Plätzen der Haupt- I „Gestern Abend freilich, weil Mama und ich stadt da die Baronin Isa noch immer nicht er- I davon fprachen," erwiderte Ulrike bitter. „Wie W T . I rasch werden doch die vergessen, die dahin ge-
An dem Tage der von Gabi dazu bestimmt I gangen sind, und ist es möglich, daß du.Eabriele war, Eva von Führen zu besuchen, brachte der | die er so sehr geliebt, des Tages kaum noch qe- Dtener mit der übrigen Post ein ziemlich großes | denkst."
Kouvert von geblich vornehmen Elfenbeinweiß, I Gabriele schwieg. So war zu wahrhetts-
das Gabis Adresse von Schriftzügen einer ihr I liebend, um gegen diesen Vorwurf Protest zu er- fremden Mäiinerband trug. Die Frankierung I heben. Ja, sie hatte den Tag vergessen, weil durch eine ttreipfennigmarke erschien nicht oe- I ihr ganzes Sinnen und Empfinden sich seit rade verheißend. Trotzdem aber — Komtesse I jenem Abend, wo sie Rupert wiedergefehen nur Gabriele war neugierig — rasch wurde die En- I auf ihn konzentrierte
veloppe geöffnet — und der Inhalt mußte ihre I Die Worte Ulrikens genügten, ihr den
Erwartungen wohl bei weitem übertreffen. Ein I Sonnenschein aus dem Herzen und das Lächeln Helles, ftohliches Lachen brach von ihren Lippen I von dem süßen Gesicht zu verscheuchen. Evis und ließ Ulrike überrascht von der Zeitung auf- I Verlobungsanzeige lag unbeachtet aus dem Tisch, schauen, tn die sie sich eben vertieft hatte. I keine der Schwestern sprach ein Wort mehr.
„Ulla, denke nur, Evi hat sich verlobt und I „Wir fahren -morgen nach Pttebisdorf," be- Ee mtt wem? I merkte endlich Ulrike. „Du wirst uns begleiten?"
„Mit dem berühmten Schriftsteller, jenem I Und wieder hatte der Blick etwas Lauerndes, Herrn von Felsenbach-Führen," spöttelte die I der das Gesicht der Schwester streifte. Eabi Komtesse. hatte es nicht bemertt.
„Aber ich bitte dich, Ulrike, welche Idee!" I „Gewiß" antwortete sie daher unbefangen,
antwortete Gabi tief errötend und im Tone der I Ulrike stand auf und verließ, die Schlevpe
Entrüstung. „Die haben sich nie für einander I ihres eleganten Morgenkleides zusammen- intereffiert. Stein, mit dem Doktor Ebert, Fel- | raffend, den Salon. Ehe sie die Tür hinter sich
ins Schloß zog, blickte sie noch einmal zu bet Schwester hinüber; diese hatte sich in den Stuhl zurückgelehnt und auf dem sonst so heiteren Antlitz lag ein nachdenklicher Ernst.
Als Gabi sich allein sah, svrang sie auf. eine innere Angst überkam sie. Was hatte sie in Ullikens Blick gelesen? Hatte Ulr'.'.e das süße Geheimnis ihres Herzens erraten, war die Zett schon da, wo die Kümpfe, vor denen sie ost im C-beim-n wirklich beginnen un..„cn? Sie preßte die Hände vor das heiße Ecsscht und schalt sie eine Törin. Um eines Namens willen — lächerlich! — Und wenn — war sie denn ab- bänaiq von Ulrike, war sie nicht Herrin über ihre Hand und ihr Herz? —
Durch ein Glockenzeichen rief sie dem Diener und gab ihm den Befehl, das Anfpannen zu bestellen. Sie wollte um Evi fahren, ihr gratulieren und — vor sich selbst machte sie das ehrliche Eingeständnis — Rupert zu sehen.
Das Qieiner ihrer Mutt-r bette. ..., i„.ib sie die Gräfin in die Lektüre von „Johann Crotbus" vertieft, am Fenster sibend. Eabi machte ihr Mitteilnna na« dem Verlöbnis der Freundin und beurlaubte sich zugleich auf unbestimmte Zeit. Die kleine, elegante Equipage mit zwei glänzend ick'marzen. re: '1 irrten. Ponie, ein lebtes Geschenk ibres Vaters hielt bereits vor dem Palais, als Gabi, des rnßkalten winterlichen Wetters wegen, in ihren vornehm ausiebend»n enolilchsn Fahrmantel gehüllt, das einfache Filzhütchen auf dem aoldblonden Haar, vor die Tür trat. Leicht, ohne die Hilfe des Dieners in Anspruch zu nehmen, schwang sie sich auf den Sitz, der kleine Groom reichte ihr die Zügel, nahm seinen Platz hinter ihr ein und von sicherer Hand gelenkt, griffen die munteren Tierchen flott aus, und in kürzester Zeit hatte, die junge Gräfin das Ziel ihrer Fahrt erreicht.
^Fortsetzung folgt.) '
_. Ein unter unfern Schwarzsehern besonders beliebtes Thema ist das angebliche Fiasko der preußischen Ostmarkenpolitik. Leider haben diese Nachrichten auch In national gesinnten Kreisen Glauben gefunden, so daß die Regierung in der fonfequenten Verfolgung der kolonisatorischen Ziele weniger, als es wünschenswert und erforderlich gewesen wäre, durch das Vertrauen und die Zuversicht des deutschen Volkes getragen wurde. Und doch liegen heute bereits Wahlen und andere Tatsachen vor, die den Beweis erbringen, daß der von der Regierung eingeschla- gene Weg der rechte ist, und daß der preußischen Ostmarkenpolitik bei konsequenter Weiterführung der Erfolg nicht versagt sein kann.
Zunächst ergibt sich aus der Volkszählung von 1905, daß die mit dem Jahre 1867 begonnene und noch in den neunziger Jahren anhaltende stetige ziffernmäßige Verschiebung der Rationalverhältnisfe zu Ungunst en des Deutschtums endlich zum S t i l l st a n d g e k o m m e n ist und eine Wen - ®..u M Zum Bessern genommen hat. Diese «Ür die gesamte Entwicklung der beiden Rationalitäten innerhalb des nationalen Kampfgebiets hochbedeutsame Erfcheinung beruht unzweifelhaft in erster Linie auf der ausgedehnten Besied- lungstätigkeit der Ansiedlungskommif- 'lon. Sie wird, so schreibt die halbamtliche ^Norddeutsche Allgemeine Zeitung", der diese Darlegungen entnommen sind, ohne weiteres begreiflich, wenn man erwägt, daß die Ansiedlungskommission bis jetzt bereitt 32 Quadrat-
Landes neu besiedelt und dar- I in allen kommunalen Körperschaften den b ö k"-„Wlni ret 418 neue Bauern- I Polen gegenüber bebaupteten Uebergewicht 5 ' C 11 t *Le..ure n Dörfern geschaffen | zu folgern fein, daß cs dem Zusammen- bttt und daß die Dörfer einschließlich der auf I schluß aller deutschen Kreise der er- ^^rlrchen Stellen und Ansiedlungsgutsbetrie- I freulicherweise in neuerer Zeit auf allen politi- ben beschäftigten rund 5000 deutschen Ar- I scheu Gebieten sich bewährt hat, gelingen muß berterfamilien eine deutsche Bevöl- die dominierende Stellung des
^06 000 Seelen enthal- Deutschtums in den Ostmarken, die L b Deutschtum als Gewinn zuzurechnen eine Lebensfrage der g e s a m t e n u a - Ul Punzung dieser Tätigkeit I tionalen Zukunft des deutschen der Ansiedlungskommlssion sind erst in neuester Vo l k e s b i ld et, e n d gü ltig z u b e fest i -
Einrichtungen gehoffen gen und für alle Zukuft sicherzu- n ‘“U5 roid)it9tn Förderung stellen. Dank den langjährigen Bemühungen f 2 \ V- 9 e S drenen. Für der Ansiedlungskommifsion ist es gelungen zur r bie P? bte gefaulte Etel- Erfüllung dieses Zweckes aus der Masse der jähr-
T5' JPC3t? Provinz lich den Anstedlunasprovinzen sich zuwendenden K&u ? Grundlage der Kolonifations- lmnerlichen Kolonisten aus den alten deutschen roJv c n auf die der.',ei- I Kolonisationsgebieten im Auslande das wert- ttge Besitzstandsvettellung zwischen den beiden | vollste Menschenmaterial zu aewinnen. Die Aus- Ratlonalitaten den besten Anhalt bieten. Es | Nutzung der hierdurch gegebenen Möglichkeit der nd 2 7 5 0 0 00 I Verstärkung des ostmärkischen Deutschtums darf