Sonntag. 10. Februar 1907
Zweites Blatt
Minister v. Arnim erklärte, er stehe der Anregung auf Schaffung von Versuchswirtschaften sympathisch gegenüber. Bei den Winterschulen handele es sich nicht nur um die Bewilligung von Geld, sondern auch um die Ausbildung von Lehrkräften. Nur in dem Maße, in dem uns Lehrkräfte zur Verfügung stehen, könnten wir diese Schulen vermehren.
Abg. v. Savigny (Zenit.) schloß sich den Wünschen des Abg. v. Pappenheim an und de
in Wilhelmshaven vom 19. auf den 20. ds. Akts, verschoben worden.
— Der Bundesrat erteilte in seiner Donnerstag-Sitzung dem Ausschußbericht über die Umdruckvorlage vom 22. Januar 1907 betr. die Wiedervorlegung von Etats in unveränderter Form an den Reichstag, sowie den Ausschußbericht über die Vorlage, betr. die Prägung von 40 Millionen Mark in Silber-
Klauenseuche beschäftigte Institut von Prof. Loefflcr, durch das im Vorjahr die Maul- und Klauenseuche in Pommern eingeschleppt war, so abgeschlossen werde, daß weitere Infektionen unmöglich sind.
Minister v. Arnim sagte zu, es sollen weitgehende Kautelen geschaffen werden.
Ein Antrag der B u d g e t k o m m i s s i o n, einen im Etat des Kultusministeriums gestrichenen Fonds von 30000 Mark von 1908 ab zur Erhöhung des Titels „Wissenschaftliche Erforschung von Tier- krankheiten und Versuche zu deren Bekämpfung" im Etat der landwirtschaftlichen Verwaltung zu verwenden, wurde einstimmig a n g e n o m m e n.
Die Budgetkommission beantragte ferner, die Staatsregierung möge den Titel Dispositionsfonds für Pferderennen angemeffen erhöhen. Der Antrag, befürwortet vom Abg. Schulzc- Pelkun, wurde angenommen.
Abg. v. Oldenburg (Kons.) bat um weitere Erhöhung des Fonds zur Förderung der Viehzucht.
Das Haus vertagte sich hierauf.
Sonnabend, 11 Uhr: Interpellation über den Ministerialerlaß betr. Lehrergehälter.
Schluß %5 Uhr.
Deutsches Reich.
Berlin, 9. Februar.
— Der Kaiser wird, wie verlautet, der Eröffnung des Reichstags persönlich beiwohnen. Aus diesem Grunde ist die Rekrutcnvereidigung
Preußischer Landtag.
_ Das Abgeordnetenhaus führte am Freitag die allgemeine Besprechung über den Etat der landwirtschaftlichen Verwaltung zu Ende. Abg. Dr. v. Starzynski (Pole) führte Beschwerde über die Verwendung des Fonds zur Förderung der inneren Kolonisation, während Abg. Graf Spee (Zentr.) cs dankbar feststellte, daß die Staatsregierung für eine Ermäßigung des Weinzolles nicht zu haben fei. Auch Wahlbetrachtungen spielten in die Erörterungen hinein. Graf Spee machte es den Nationalliberalen zum Vorwurf, daß sie trotz des Entgegenkommens des Zentrums mit diesem ein Wahlbündnis zum Niederwerfen der Sozialdemokratie nicht abgeschlossen hätten, und Abg. Engelsmann (natl.) rügte, daß viele Zentrnmsleute in Bayern, Hanau, Wiesbaden ufw. für die Sozialdemokratie gestimmt hätten. Eine wirkliche Etatsrede bot nur noch Abg. Dr. v. Neumann (kons.), der vor einer Beseitigung der Schutzzoll- gesctzgebung warnte, die Ursachen der Fleisch- teucrung nochmals zusammenstellte und die Är- keitcrnot in der Landwirtschaft in lebendigen Farben schilderte. Darauf wurde ein Schlußantrag angenommen und der Titel Mrnistergehalt bewilligt.
_ I" der Einzelbesprcchung traten beim Ka- p'tel „Generalkommissionen" mehrere Redner für Besserstellung einzelner Beamtenkategorien ern. Lebhafter war die Besprechung beim Kapitel landwirtschaftliche Lehranstalten. Abg. v. Pappenhei in (Kons.) sprach seine Befriedigung über die Entwickelung der landwirtschaftlichen Hochschulen aus. Die landwirtschaftlichen Versuchsstationen der Landwirtschaftskammern freilich entwickeln sich oft zu sehr nach der theoretischen Seite. Der Kontrolle der Versuchsstationen müssen größere praktische Versuche unterstellt werden. Dann kommen wir oft zu an- deren Ergebnissen der Forschung, wie sich jetzt in Lauchstädt gezeigt hat. Was die niederen landwirtschaftlichen Schule» betrifft, so sollte doch angesichts der veränderten Verhältnisse eine Pflicht der Staatsregierung zur Fürsorge für drcsc schulen anerkannt werden. Die Provinzen sollen deshalb noch nicht von allen Verpflichtungen befreit werden. Die Erfahrungen in Hessen-Nassau zeigen, 'daß die landmir'tschaft- lia-en Fortbildungsschulen nur dann mit Erfolg wirken, wenn sie ihre Lehrziele konsequent durch, führen und den obligatorischen Schulbesuch erzwingen können. Der Widerstand gegen diese Fortbildungsschulen erklärt sich vielerorts aus dein Glauben, diese Schulen entziehen den einzelnen Betrieben die Arbeitskräfte. In Hessen- Nassau haben sich diese Schulen jedenfalls be- wnhrt. Kein Geld ist besser angewandt, als das für ländliche Eamlen. (Sehr richtig! u. Beifall.)
Um alle das Pech und den Unstern mein, Den Kummer mir zu bezwingen.
Kein Lied, kein Mittel nehm' ich wahr. Das von trüben Gedanken mich löste. — Ja unter der ganzen Pechfinkenschar, Bin ich unstreitig der größte.
Hessenland,
5. Erinnerung an Marburg.
E. Siebert.
Mit seinen stolzen Zinnen Ragt Marburg hoch ins Land, Herum die Wellen spinnen Der Lahn ihr Silberland.
Und rings im grünen Kranze Die waldbedeckten Höh'n, Im Hellen Silberglanze Wie ist die Welt so schön!
Der Geist der Musensöhne, Der Jugend Mut und Kraft Und seiner Töchter Schöne, Zum Paradies es schafft.
Geleert wird mancher Ganze Bei lautem Festgetön, Und erst beim heit'rem Tanze Wie ist die Welt so schön!
Dr Musenstadt in Hessen, Wer hier geweitet hat, Wird nimmermehr vergessen Dich liebe alte Stadt.
In der Erinn'rung Kranz Al, schönste Blüte steh'n, Sßtrt du im Sonnenglanze — Wt-- d die Welt so schön!
6. Eine Polizeiverordnung für Marburg.
Am 15. Oktober 1557 erließ der Landgraf Philipp eine Poltzeiverordnung für Marburg, deren Inhalt Verschiedenes bietet, was kür die
Marbimler Studenten - (Mmermrgen.
Von L. M ü lle r. (Sortiebung.)
4. In Examenenötrn.
^dicht von K. v. Hagen (Hesscn- Nassauer) stammt aus dem Jahre 1856, als der in der Kugelgasse bei Schuhmacher gerade in großen Examens- Schmulrtatcn war: er beneidete den Meister mit seinen Gesellen seinem Geschick gegenüber.
„In einer engen Gasse, da zog ich ein, ' Sic ist so eng und so duster, Mein Hauswirt gleicht einem Stachelschwein Von Handwerk ist er ein Schuster.
Und gegenüber und rechts und links, vor immer ein fröhlich Gestcche, Da führen sie sämtlich die Ahle so flink Drc sanitlichen Ritter vom Peche.
Da kommt dann zu Stande so manche Nah!. Manch Leder wird zäh' gehämmert, Es schurret so mancher gewichste Draht, Das dauert just bis cs dämmert.
Doch bricht der Abend zur Werkstatt herein. Dann gehet der Meister zur Zeche, Es stimmen dann alle die Kehlen fein, Drc Junker und die Knappen vom Peche. — Der Lehrling beginnt mit hohem Alt, Er weckt den Tenor den hellen, Ein mächtiger Baß dazwischen schallt.
Der höret dem Altgesellen.
Da klingt's: „Muß i denn zumStädtli hinaus" And: „Am Bcrgli hab i gesessen". Die Ecfcllen beim Lied, der Meister beim Schmauß, Sie alle des Peches vergessen.
Nur ich, auf dem finsteren Stübchen allein, Mir will es nimmer aelinaen.
Studenten der Alma mater Philippina und die I o «r-ck-Daktar
Bürger heute noch interessant erscheinen dürfte, n, m ® J Weh-Doktor um mitgeteilt zu werden. So war verordnet: I Am Renthof Nr. 1. wohnte ernst der Krek-
„Daß wer beim Dunkelen über die Gasse I tierarzt Hübner mit seiner Frau Gemahlin, gehe, Kerzenlicht oder Leuchten tragen solle, still I Man nannte ihn gewöhnlich den „Vieh-Doktor", ! und züchtig sein, nicht rufen, jauchzen und I Frau Hübner war Herr Im Hause und Über schreien, nicht Fenster einschlagen oder werfen, I ihren Mann, obgleich sie viel jünger war als alles bei Strafe von 4 Wochen Turin bei Wasser I dieser. Zu allen häuslichen Arbeiten zog sie und Brot. Kein „Student" durfte im Winter ^rcn Mann heran, er mugte sogar die Kar- um 7 Uhr noch auf der Gasse gehen, im Sommer I toffeln schalen und alle Hausdienste leisten. Da« aber nicht nach 9 Uhr. Uebertreter dieses sollen | Haus Hübner war immer von Studenten befehl vom Wachtmeister aufgegriffen und dem Rektor I denen sie eine gute Wirtin war. — Wenn na" ' zur Bestrafung übergeben werden. — Die Bür- I ern Student seinen Hausschlüssel vergessen halt ger sollen mit dem Schlage 9 Uhr ihre Haus- I 1° stand die Frau Doktor aus dem Bette auf, türen schließen, falls sie „Studenten" oder Hand- I ihres Mannes Schlafrock an und schloß be> werksgesellen im Hause haben und „Stuben- I reitwilligst die Haustüre auf. So oesibah es t e n", sowie Gesinde daheim halten. I auch einstmals, als sie den Einlaß begehrenden
Was unsere Studentenschaft zu einer solchen I Studenten die Türe öffnete. Als nun an diesem Gleichstellung mit dem Gesinde wohl heute s^gen I Tage, — es war am 20. August, wo der selige
würde? Es war die gute alte Zeit. I Kurfürst seinen Geburtstag hatte und der Vieh-
7 <<*. I doktor als Festteilnehmer im Gasthaus zum
*• 'S™ ^amv. i Rjter an der Geburtstagsfeier teilgenommen
Eins bekannte Handlung am Eck der Markt- I hatte, — Hübner nach Hause -urückgekebrt. hängt
und Wettergasse war die des Kaufmanns Joh. I seinen Frackrock an die Stelle, wo sonst sein t^riedr. Möller, bei den Studenten bekannt I Schlafrock hing. An des Kurfürsten Geburtsunter dem Namen „Punsch- oder Zitronen- I tag war nachts in allen Wirtschaften Freinacht; möller". Neben seiner Kaufmannjchaft hatte I es wurde kein Feierabend geboten; dieses be- Möller noch eine gut besuchte Weinstube, in der I nutzten auch die Studenten. Abermals, wie ote, Studenten mit Vorliebe verkehrten. Als I schon mehr, war die Frau Vieh-Doktor gefällig, einst Möller mit einer Verbindung Differenzen I um die Haustüre den ausgeschlossenen Studen- bekam, faßte diese den Beschluß, den Möller auf I ten zu öffnen, wer beschreibt aber ihre« zwei Jahre in Jarnb zu tun, was auch zur Aus- I Schrecken, als sie gewahr wurde, daß sie anstatt führung gebracht wurde. Nach Ablauf dieser I des Schlafrockes von ihrem Mann, dessen Frack- ^rist kamen die Studenten wieder, um bei I rock anhatte, mit dem sie sich vergeblich bemühte, Möller zu kneipen; sie sagten zu ihm: „Herr I ihre Blößen zu bedecken. — wir°wi'ede7 kommend SS Noch oft haben die Studenten dieses Aben-
S.L ?Ae?«r mit I teuer erzählt, es hätte ihnen große Freude be-
?lanos 'mein Lokal gemieden ha^en ab^ich sehkn'm^baZ7"e?°waren nämür6Sb«66d habe sie von jetzt ab eben so lange in Verschiß Ö baW*
getan, wie sie mich einstens; wenn die Zeit ver- bte nüI n G,t im toobnte”\ ,, , flössen ist, dürfen sie wieder zu mir kommen, I (Fortsetzung folgt.)
dann sind wir wieder autttk" I .....
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größten Veränderungen haben sicher innerhalb sozialdemokratischen Fraktion stattgefunden. Und zwar durchweg Ausfälle ll. a. sind Bernstein, Dr. Braun, von Elm, Flscher-Sachsen, Dr. Cradnauer, Haase, Hofmann, Molkenbuhr, Rosenow und Schippel die den Reichstag von 1903 „zierten", in der Versenkung verschwunden.
— Eine treffende Charakteristik Naumanns, tonte die Notwendigkeit einer ausreichenden Be« I münzen feine Zustimmung. I i^Kiner "ZeitÄft Är^Deutscke'^Mir^ent-
8NL - ->» Entwurf übe. die Errichtung Äit5 ’S L
Sen Wien ni(küfcSS «Sen Mtt Arbeitskammern hat, wie aus einer län- Reichstagswahlen geschrieben ist, uns aber erst
Abg Engelbrecht (fkons.)" Wenn dis Fort- 0ercn Darlegung der Berliner Politischen Nach- I Acute zu Gesicht kommt nachstehende kritische bildungsschulen auf dem Lande obligatorisch I richten he^vorgeht, bereits das preußische Staat- I Eeheimnis der Wirkung
iverden sollen, müßte der Besuch der Schulen sich I Ministerium beschäftigt. Danach scheint es, als I J.T“ ?
auch auf die jungen Leute erstrecken, die nicht werde auch diese Vorlage neben dem Entwurf I sondern ett^ia und alle^n^in in landwirtschaftlichen Betrieben beschöftigt I über die Berufsvereine noch die erste Session I Fon Er ist mit bünen dl/rn
Mr kalte,! i>ie?e Satoütoen Srfntlen ni&t ~ ®er Personenwechsel im Reichstage. Im | Denker und ein Dichter. Der harte nüchterne
für notwendia ""^"torischen SaMen nicht ncuen Reichstag ist ein immerhin beträchtlicher I Tatsachensinn geht ihm völlig ab. Er hat keine
Fm weiteren Verlaus der Debatte beiürwor- i Personenwechsel eingetreten. Eine Reihe be- parteibildende Kraft, sondern zersetzt
tete Ab^Nooalla v Bieberstein (Kons^^den kannte. Führer wird verschwinden und durch jede Partei. In seinem Kopfe aber wan-
vom Ew.fen^Stölbem im Serienhause "einae neue Gesichter ersetzt werden. Das Zentrum delt sich alles Erlebte und Erlesene sofort zu
brachten Antraa auf Entschädiauua der durch die wird seme meisten Kämpen wieder mitbringen; I irgend einem ideologischen System, zu irgend
Sverrmaßreaeln SSÄffirmOTunMeRfter ?a.5bo^’ Erzberger, Eerstenberger, Gröber, Dr. einer klingenden Formel. Arbeit und Bildung!
Aba^Era! v d Grö-ben lKon?l" forderte' I fetm' Müller-Fulda, Roeren ,Schmidt-War- Demokratie und Kaisertum! Und da er nicht nur
daß das mit der'Erforlckmua der Maist- und I .3- Spahn und Trimborn werden wieder- I ein Denker ist, sondern auch ein Dichter, so baut
vag oas mit ^ver Erforschung ver jjtoul- unö | kommen; nur Fuchs und Fusangel sind nicht I er in Sätzen von krystalihellem Glanze die Eöt-
mehr wiedergewählt worden. Dr. Bachem hatte I tcrburg vor seinen Zuhörern auf. Rheingold,
eine Kandidatur abgelehnt und tritt sein Kre- I erster Akt. Trunkenen Blickes hängt
felder Mandat an seinen Parteigenossen Dr. I alles an dem Bilde. Im Paulskirchen-
Pieper ab. Der bisherige Präsident Graf I Parlament wäre er der Gefeiertste
von Ballestrem, hat nicht mehr kandidiert. I geworden; im deutschen Reichstage
Unter den Gefallenen der Nationallibe- I aber kommt di e Enttäuschung. Dort
taten bemerken wir Dr. Böttger, Krämer, Dr. I sitzt man nicht mit Wonneschauern der Erwar-
Lnkas, Westermann; auch Dr. Beumer, Dr. | tung, um einen neuen Tenor zu hören. Sehr
Jänecke und Patzig werden nicht mehr ins Par- I nüchterne Leute stimmen dort laut Fraktions-
lament zurückkehren. Die Partei behält aber | beschluß ab, nachdem sie laut Fraktionsksschlus!
nach wie vor eine Reihe bewährter Parlamen- I einen längst gedruckten Leitartikel gesprochen
tarier: Bassermann, Boltz. Hagemann, Held, .1 haben. Friedrich Naumann wäre in dieser Ee-
Heyl zu Herrnsheim, Dr. Hieber, Graf Oriola, I sellschast eben nur ein Mitglied der freisinnigen
Dr. Paasche, Dr. Scmler. Die Freisinnige I Vereinigung, der winzigsten und unleidlichster
Volkspartei wird, von Schmidt-Elberfeld I Fraktion, der niemand wohlwill, die Recht«
abgesehen, ihre sämtlichen Führer Wiedersehen: I nicht und nicht dic Linke.
Eickhoff, Kämpf, MLller-Meiuinaen. Dr. Mug- I — Wahlprotest. Von dem Lübecker Zentral- dan, Träger und Dr. Wiemer. DieFrcisin- I kr-itee der vereinigten bürgerlichen Parteien nige Vereinigung: Gothein, Mommsen, I wurde auf Grund des Berichtes eurer Unter- Dr. Pachnicke und Schrader. Unter den po ln i- I snchungskemmission endgültig beschlossen, ge- schen Abgeordneten finden wir unter einer gen die Wahl d'S sozialdemokrat.- Reihe neuer Namen Dr. von Jazdzewskr und I ^andidat-n Schwark beim Reicks
S1Ä;Le'",“kee"; ”?n »
während Dr. Arendt und Eamp wiedergewählt I tcn 11 ,c’m^e 9ro^c Verstoß»
sind. Die Konservativen kehren, wie schon I ^gen die Wahlordnung selbst ermittelt, daß br- berichtet wurde, fast unverändert, nur ge- | gründete Hoffnung auf ltngiiltigkeitserklärunü stärkt, in den Reichstag zurück. Zwar ist ein I der Wahl vorhanden iö. Schwartz wurde mit bisher von Rettich innegehabter mecklenburgi- I nur 276 Stimmen Meyrheit gewählt.
scher Kreis verloren, dafür sind eine Reihe ar.be-- I — Ein Wahlschwindel ganz eigener Art ist rer Kreise gewonnen. Die alten Namen kehren I bei der Stichwahl in verschiedenen Orten des wieder; nur der alte Graf zu Limburg fehlt. I Wahlkreises Neu Haldensleben - Wol- Von Kersdorff, von Hendebrand, von Kanitz, I mit (teilt versucht worden. In Eisleben von Kröchet, von Normann, von Oldenburg, von I machte man, wie die „Franks. Ztg." rnttteilt, Schwerin-Löwitz und von Treuenfels. — Die I gleich bei Beginn des Wahlaktes die Entdeckung,