MW
mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirckbaiu '
Sotttttaasbetlaae: ' * *
Erttes Blatt
17
Krawallen, die lebhaft an die Vorgänge auf dem Schopenstehl erinnern. Nach Verkündigung des Wahlergebnisses in der Nordstraße zog eine große Volksmenge, darunter viele jugendliche Arbeiter, vor das Haus des Fuhrunternehmers Störck, der ein eifriger Agitator für Haarman», den freisinnigen Kandidaten, war. Die Menge bombardierte das Haus mit Steinen, zertrümmerte 60 Fensterscheibe», demolierte die Ve-
die berufsmäßigen Volksverhetzer die Vcrant« wortung dafür trage», muß dem Volke wieder und immer wieder vor Augen gehalten werden. Um so eher wird es dann auch das unglaubliche Gemisch von Narrheit und Ruchlosigkeit begrei- sen, das in der sozialdemokratischen Methode liegt, und wird um so klarer erkennen, welch frevelhaftes Spiel diese Partei mit der Arbeiterschaft treibt.
Marburg
Sonnfaß. 10. Februar 1907.
„Ja, allerdings," sagte sie zögernd. „Sie rechtfertigen die Härten desselben und führen die Verbitterung auf die harten Schicksalsschlägs zurück, die die Frau erfahren hat. Das ist richtig, aber es will mir trotzdem scheinen, als ob die Milde, die sich später durchringt, damit im Widerspruche steht."
„Verzeihung, »reine gnädiaste Frau Gräfin Carlotta ist ein starker, in sich gefestigter und geklärter Charakter, dem vor allem ein ausgeprägter Gerechtigkeitssinn zu Grunde liest. Von dem Moment an, beurteilt sie ihr eigenes Fehlen strenger, das der übrigen milder, und von da an beginnen dis Läuterung und die harmonische Ausgleichung ihrer Charakiereiaen- schafien."
Gräfin Natalie hatte dieser Auseinander- sebung mit wacklendem Interesse gelauscht und ein paarmal zustimmend mit dem Kopfe genickt Sie schien den Wunsch zu staben, das Gespräch fortzusetzen, allein der Prinz bat die Herren, ihn für kurze Zeit in sein Zimmer zu begleiten, um einige wissenschaftliche Fragen zu erörtern, und so blieben die Damen allein. Als man später wieder zusammenkam, bot sich keine Gelegenheit mehr zur Unterhaltung für die einzelnen Personen, die Konversation bewegte sich auf j Gemeinplätzen, und um elf Ühr trennte man sich.
„Darf ich Eva einen Gruß mitnehmen?" fragte Rupert, als er beim Abschied Gabrielens Hündchen etwas fester als nötig in der {einigen hielt.
„Ich bitte darum und werde in den nächsten Tagen selbst kommen, ihr „Guten Tag" zu sa- I gen," antwortete Gabi. I
„An welchem Tage?" Damit sie zu Hause I ist und ich auch," setzte Felsenbach leiser hinzu. I
Gabi, sekundenlang verwirrt, hatte nur noch I die Zeit, die Worte zu flüstern: I
„Uebermorgen nachmittag, um vier Uhr — I Adieu." I
Während der Nachhauselahrt lehnten Mut- I ter und Tochter schweigsam in den Wagenecken. I Es war Gabriele nicht entgangen, daß Rupert I eintn günstigen Eindruck auf die Gräfin gemacht ■
Was die RerchstaMahl lehrt.
Die Tatsache, daß die Sozialdemokratie mit einem Verluste von, wie.nunmehr feststeht, 36 Mandats» aus dem Wahlkampfe hervorgegan- gen ist^Achat in allen vaterländisch gesinnten Kreise«, freudige Genugtuung hervorgerufen und Zwar vollem Rechte,' denn durch diese ins Auge springende Niederlage der „Roten" ist ein Ergebnis geschaffen worden, dessen Tragweite sich noch kaum übersshe» läßt. „Der Stoß", so schreibt ein nationales Blatt, die „Leipz. N. N.", „den diese Partei erhalten hat, wird ihr nicht rrnr heute und morgen, sondern noch durch lange Jahre fühlbar sein. Denn mit dem Nimbus der Unbesiegt! chkeit wird auch der Glaube zahlreicher Arbeiter schwinden, daß nur auf dem Wege Bebels und Singers ihr Heil liege. Die nächste Folge wird jedenfalls ein Anwachsen und Er - ft ar len der christlichen und der nationalen Arbeiterbewegung sein." Diese Niederlage der „Genossen" hätte eine noch entschiedener" fein könnm, wenn ihnen nicht vielfach die Parteigegensötze in den Reihen der bürgerlichen Wähler zu statten gekommen wären. Wie's immer geht im Leben: Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte. So war cs im Westen und Süden des Reiches, wo siih das Zentrum in schärfster Fehde mit den Liberalen befand. In Sachsen, wo die Liberalen mit den Konservativen gegen dir Sozialdemokratie standen, wo keine Zentrumspartei den Zusammenschluß der bürgerlichen Parteien erschwerte, fiel diesen meist der Sieg zu. In Rheliiland-West- falen und in Süddeutschland haben Zentrum und Liberalismus zur Freude der Sozialdemokratie einander vielfach auf Tod und Leben bekämpft und dadurch den Sozis zum Siege ver- holfen.
Wenn trotz dieser, auf rein taktischen Gründen beruhenden Einbuße auf Seite der bürgerlichen Parteien die Reichstagswahlen von 1907 einen Triumph des vaterländischen Gedankens über die internationale Sozialdemokratie darstellen, so wird man immerhin wohltun, diele Erfolge nicht zu überschätzen. Wie gänzlich verfehlt es wäre, jetzt etwa auf Lorbeeren ein- schlummsrn zu wollen, beweist der Zuwachs von einer Viertelmillion Stimmen, den die Sozialdemokratie im Vergleich mit 1903 bei der Hauptwahl zu verzeichnen hatte. Man wird sich keiner I
(Nachdruck verboten.) SÄalten.
W Roman von B. v. d. Lancken.
(Fortsetzung).
Die deutsche Funkentelegraphie.
Die Funkentelegraphie bedeutet sicherlich einen der größten Triumphe des menschlichen Geistes:, in den wenigen Jahren ihrer praktischen Betätigung hat sie schon erhebliche Erfolge aufzuweisen. Erst kürzlich bei dem furchtbaren Erdbeben in Jamaika gelangten die ersten Nachrichten von den erschütternden Ereignissen in Kingston durch die drahtlose Telegravnie nach dem Festlande, da das Unterseekabel durch die Katastrophe gestört war. In Deutschland gebührt dem Norddeutschen Lloyd das Verdienst, zuerst an der Nordsee im Jahre 1900 Funken- stationen eingerichtet zu haben, und zwar auf dem Leuchtturm Borkum und dem Borkumer Riff, die dann im Jahre 1905 auf die Reichs- telegrapbie übergegangen sind. Außerdem bat der Norddeutsche Lloyd im Jahre 1900 eine drahtlose Station an der Wcsermündung In der Llond Halle des Kaiserhafens eröffnet. Diese drei Landstotionen waren anfänglich mit dem älteren System Marconi ausgerüstet, haben aber im Avril 1905 die verbesserten deutsche» Apvaratc ..Tclefuuken" (Vereinigung der Systeme Slaby- Arco und Broun-Siemenss erbalten. Während die Marroni-Apparate eins Energie von 25 Tausend Volt erzeuasn. steigert sich diese bei den „Telefuiiken" auf 60 Tausend Volt. Für den Rordeutschen Lloyd sind diese Küstenstationen zur Vermittlung seines Scenachrichtendienstes von besonderer Wichtigkeit, indem auch feine großen Domvfer „Kaiser Wilhelm der Große", „Kaiser Wilhelm 11.“, „Kronprinz Wilhelm", „Großer Kurfürst" und „Brem-m" mit Funken- telcqraphen-Apparaten ausgerüstet sind. Dis ersten vier Dampfer sind einstweilen noch mit Marconi-Stationen versehen, während „Bremen" febt schon ..Talefunken" besibt. Die arößte Reichweite der Stationen beträgt 400—500 £m.: in einem besonderen Falle konnte die Lloydhalle auf eine Entfernung von 550 Km. Verständigung erzielen. Verschiedenartige Apparate unter einander (Telfuuken mit Marconi und umoekehrt) überbrücken im Durchschnitt eine Luftlinie von 300 Km. Diese Entfernungen sind allerdings noch großer Steigerung fähig, wenn die technischen Einrichtungen, was natürlich sehr erhebliche Kosten verursacht, verstärkt werden. Als sehr interessantes Beispiel dafür ist
77 -.Deine Gelehrten lassen lange auf sich war- ten, bemerkte sie, zu ihrem Gemahl gewendet.
habe sie noch nicht vermißt," erwiderte der Prinz galant, sich leicht gegen seine Gemech- tcn zurd dre Gräfin verneigend und dann mit peLvludltcycm Lächeln seine Blicke auf Gabriele r-ch-eud.
Wenige Minuten später meldete ein Diener “ni> ber Prinz erhob sich: ihnen ^rnr e Schritte entgegen gehend, streckte er Füh- ;jeii die Hand hin wie einem guten Bekannten
„Ein berühmter Onkel mit seinem berühmten Resse» — herzlich willkommen! Freue mich Sie zu sehen, lieber Führen, freue mich sehr, Cie ken- rre» zu lernen, mein Herr von Felsenbach."
Es folgte dis allgemeine Begrüßung und Vorstellung — je nachdem — und hierbei wollte es Gabriels scheinen, als ob Ruperts Augen fe- jltinbenlang wie in schrecklicher Ueberraschung ^auf den Zügen Ims ruhten. Diese, aänzlich un- ibefang-n, verwickelte ihn gleich in ein eingehen- ^scrs Gespräch, das ihn an ihrer Seite festhielt sich Gabi auf ein Wiedersehen mit Felsenbach gefreut hatte, so wenig war sie zunächst davon befriedigt. Sein Händedruck und feine Augen hatten ihr zwar deutlich verraten, «vas er stier nicht mit Worten sagen durste, aber ihrs Hoftnung auf eins, wenn auch noch so kurze Anterhaltung schien sich nicht zu erfüllen, denn als die Varonin ihn nach einer Viertelstunde freigab, war es der Prinz, der sich mit ein paar anerkennenden Worten über fein Buch an ihn j rvandte, und dann endlich kam auch für Gabi ber Zeitpunkt, den sie so sehr herbeigewünscht hatte. Rupert eroberte einen Stuhl neben dem ihrigen und sagte halblaut:
„Cs ist eine ganz unerwartete, freudige Überraschung für mich, Sie heute abend wicder- Dusehen, Komtesse!"
I Ton seiner Stimme klanH warm, aber '
I es war, als ob er mit einer inneren Erregung zu kämpfen habe.
„Wirklich?"
Sie sah ihn mit allerliebster Schelmerei an er senkte seine Blicke flüchtig, aber tief in ihre Augen, und ihr Herz klopfte vor heimatlichem Entzücken. Der Prinz, Herr von Führen, Gräfin Reuchlin und Isa waren durch eine lebhafte Unterhaltung in Anspruch genommen, und Gabi benutzte die erste beste Gelegenheit, um an Rupert die Worte zu richten:
„Nun lernen Sie auch Mama kennen und werden alles besser verstehen, was ich Ihnen einmal über sie gesagt habe."
Er neigte, ohne zu antworten, zustimmend das Haupt und sah zur Gräfin hinüber: beider Blicks begegneten sich in diesem Moment ernst und prüfenb, als wolle einer in der Seels des anderen lesen. Rupert, dem feinen Menschenkenner, konnte es nicht verborgen bleiben: diese Frau trug schwer an innerem Leid, einem Leide, das sich vor der Welt hinter kalter Unnahbarkeit verbarg. Es überkam ihn ein plötzliches Gefühl von Mitleid, und aus diesem Empfinden he "aus wandte er sich zu Gabi und sagte leise:
„Ihre Mutter muß unendlich schwer gelitten haben, und nicht alle Herzen werden weich und milde durch Gram und Kümmernisse."
„Ein solcher oder vielmehr ähnlicher Charakter ist der der Carloite Höst in Ihrem „Johann Grothiis"," erwiderte Gabi. „Mama hat das Buch sehr gefallen: um dieses Buches willen wünscht sie, Sie kennen zu lernen."
Die Gräfin erhob sich jetzt und trat an die beiden heran.
„Behalten Sie Ihren Platz, ich setze mich zu Ihnen," sagte sie leutseliger, als es sonst ihre Art war. „Meine Tochter hat mir viel von Ihnen erzählt, Herr von Felsenbach-Führen, und ich freue mich, heute die Gelegenheit zu haben, Ihnen meine Bewunderung über Ihren I neuesten Roman auszusprecheir, Sie haben darin einen Frauencharakter gezeichnet, der mir — sehr verständlich ist." ,
„Carlotta Höft," fiel Rupert ein. ,
Sie sah ihn überrascht an, 1
— ---— <-
hatte, und wie sie sich ihrer Liebe zu ihm noch deutlicher bewußt, wie sie seiner noch sicherer geworden war, so pochte ihr Herz in glücklicher Unruhe der kommenden Zeit entgegen. Wenn cs ihm gelang, die festgewurzelte Scheu der Mutter gegen seinen Namen, gegen seine mögliche Verwandtschaft mit jenem anderen zu überwinden, dann — Gabi zitterte in heimlicher Wonne.
„Ulrike wird einen recht einsamen Abend gehabt haben," unterbrach die Gräfin ihren Ge- dankengang.
Erschreckt fuhr das Mädchen zusammen. Ulrike! — Wie konnte sie Ulrike so ganz vergessen, während sie Luftschlösser für ihre Zukunst baute. Ulrike, die in ihrem Haß und ihrer Verbitterung nicht einmal dem Mann begegnen wollte, weil er eben jenen Namen trug! Was würde sie sagen, wenn--
„Gib mir morgen noch einmal das Buch," sagte Gräfin Natalie Reuchlin, ehe sie an diesem Abend ihr Schlafzimmer aukiuchte. Sie lag lange wach und immer wieder hörte sie die Worte Ruperts in Bezug auf Carloite froft: „Es ist ein gefestigter, geklärter Charakter, dem ein ausgeprägter Gerechtigkeitssinn zu Grunde liegt."
Sie wollte das Buch noch einmal lesen, wollte sich in das Seelenleben Carloitas vertiefen, wollte nach der Aehnlichkeit suchen, die zwischen ihr und dieser Frau zu bestehen schien.--
Mitternacht war längst vorüber und noch immer fand Baronin Tromsau nicht den ersehnten Schlummer: mit fieberhaft geröteten Wangen und brennenden trockenen Augen wälzte sie sich unter der seidenen Decke. Was sie längst vergessen gewähnt — es war heute Abend schreckhaft lebendig geworden in ihrem Gedäcktnis und in ihrem Herzen, es hatte feine Schatten geworfen über den eben vergangenen Tag und Abend, es warf seine Schatten auch in diese furchtbare, einsame Nacht, und was das Schrecklilstste — die Schatten waren nicht, wie bisher, Gebilde ihrer überreizten Phantasie, sie waren da, wirklich,' sie hatten einen bestimmten Ausgangspunkt.
, (Fortsetzung folgt) •
Täuschung darüber hingeben dürfen, daß sie durch eine verdoppelte und verschärfte Agitation die Schlappe vom 25. Januar und 5. Februar d. I. auszuwetzen bestrebt sein wird. Von der Art dieser Agitation hat der hinter uns liegende Wahlkampf ja unzweideutige Beweise gegeben.
I Die Vorgänge in Frankfurt a. £>., wo mit dem I Boykott aller Geschäfte gedroht wurde, deren Jn- I Haber einem Kriegerverein angehört oder bei der Wahl für einen nationalen Kandidaten ein- I randa, einige stiegen auch in die Parterregetreten war, geben von dem, was wir zukünftig I Räumlichkeiten ein' und beschädigten das Mobi- zu erwarten haben, einen ebenso angenehmen I lar. Die Familie Störck mußte sich auf den Bo- Vorgeschmack, wie die brutalen Wahlverhin- I den flüchten und dort sieb verbarrikadieren derungen in vielen Industriestädten. Don die- I Hätte sie gewagt, sich zu zeigen, so wäre ihr sen letzteren bot ein bezeichnendes Beispiel eine I es wahrscheinlich ans Leben gegangen, da Schilderung der Chemnitzer sozialdemokratischen I auch Revolverschüsse gefallen fein sollen. Die „Volksstimme", in der dargestellt wird, wie die | Polizei, die von diesen an Rußland erinnernden Genossen den Schlepperdienst der nationalen I Zuständen benachrichtigt wurde, schickte eine Ab- Parteien gehindert haben. Es wird in dem teitung Schutzleute zu Hilfe, die aber gegen die Artikel zunächst dargelegt, wie die Genossen I nicht wankende Menge nichts ausrichten konn- ihren Feldzugsplan entworfen haben, dann I ten. Es gelang schließlich der bewaffneten Macht, heißt es weiter: I das Haus zu besehen, aber die Menge zerstreute
„Gegen 3 Uhr wurden die Posten verdrei- I cr^ ßc9£n Mitternacht. Verhaftungen konn- facht, und es gab schon von dieser Zeit an I ni.^t vorgenommen werden, doch will matt kleine Plänkeleien, die sich bis 5 Uhr bedeu- I Rädelsführer kennen. Ter Familie Störck tend vermehrten. Es machte sich tloiwendig, I polizeilicher Schutz zugestanden worden, das per Fernsprecher neue Unterstützung heranzu- I &1,115 wird von der Polizei bewacht.
holen, da uns von dieser Zeit an ausreichende Der Wahltag, der ein Ehrentag des deutschen truppen zur Verfügung stanoen. Es dauerte I Volkes und ein Zeugnis feiner politischen Rette aua, nur kurze Zert und ganze Kompagnien sein sollte, wird auf diese Weise immer mehr zu «S, r« aber auch das einer Sorge aller staatserhaltenden Kreise der
Gefecht lo-,. Dte Schlepper wollten nun ihren zügellosen Pöbelscharen wegen. Die Etaats- Dtenst ausuben und kamen zu zwei und drei männer und die nationalen Parteien werden Mann aus thron Schlupfwinkeln heraus, wur- mit dieser Tatsache ernsthaft rechnen müssen, und
90 X ~eule,t ”!lJ Hurra em- I die Bekämpfung der Sozialdemokratie darf nicht pfaugen und mußten unverrichteter Sache I von der Tagesordnung verschwinden Der Au^- ÜL’oä'1, Men G Uhr wurde erst fall der Wahl hat aufs neue bestätigt, daß den 9~tb-C? au' uen ®VfG |Cn* 5U1Ua( iich I besten Damm gegen alle demagogische Verhetz- !
® , Verfolgung der Schlepper Hunderte ung auch jetzt ttoch immer die Landbevölkerung von Schuttlndern beteiligten, die oft hinter bietet. Denn außerhalb der großen Industriell» r»fetsllr Ehrern, „Schlepper, Schlev- Zentren ist durchweg ein Stillstand des sozial- r«U >ir?n,,I?en; b“ b,c Herren im I demokratischen Stimmenzuwachses zu verzeich- jaöJütf und Ca oatiroler-Hut das Hasen- I neu gewesen, und eine weitere Ausbreitung der bett YT r SCl •b‘Cfer Sozialdemokratie auf andere, als die industrielle
bett bekam emtge Male solch ein verwünschter Arbeiterschaft hat nicht stattgefunden. Für fe- ?UU6^ en‘e Ohrfeige, die dem Verabfolger in I den Vaterlandsfreund und nationalen Polittker &rwad,fc,,e;t Eber zurück- ergibt sich daraus eine neue Verstärkung der „ en "urde. | alten Mahnung, für die ernsthafte Parität von
Man vergegenwärtige sich einmal das Wahl- I Landwirtschaft und Industrie in unserem Vater- Mldin zehn bis zwanzig Jahren, wenn die in I lande zu sorgen. Die Entwicklung Deutschlands solcher Weise bearbeitete Jugend für den Au-- I zum Rur- Jndustriestaate würde gleichbedeu- fall entscheidend sein wird! Man braucht in- I tcnd fein mit der Gewaltherrschaft der Sozial- dessen nicht in die Zukunft zu schauen: denn auch I demokratie, wie sie in den Pöbelszenen von die Gegenwart bietet bereits hinreichend ernste I Hamburg, Bremen, Chemnitz u. a. O. gekenn- Wahrzeichen. So kam es, wie der „Post" ge- I zeichnet ist. Wie wenig mit diesen die anstän- Ichneben wird, nach der Bremer Stichwahl ,u I dige Arbeiterwelt zu schaffen hat, und wie sehr
Erscheint wöchcicklich sieben ml.
Druck und Verlag» Joh. Aug. Koch, Universitäts-Buchdruckern 42 Marburg, Markt 21. — Telephon 55. ;
Aierteljährlicher Bezugspreisc bei der Epprdirion 2
»Z OK bei allen Postämtern 2,25 Ar. vqei. Bestellgeld).
öU Znsertlonrgebuhr: dir gespaltene Zeile oder deren Raum 15 Psg.
__________ Reclamen: die Zeile 30 Pfg.