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mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

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Reclamen: die Zeile 80 Pfg. DDNNltlA. d. ^CWUdt 1907. Marburg, Markt 21. Telephon °5. ö

Zweites Blatt.

Die heutige Nummer umfaßt 3 Blätter.

"LDas Glaubensbekenntnis des nationalsozialen Führers.

Die große Verehrung, die Herr v. E e r l a ch vnd sein diensteifriger Adjutant, Herr Professor Rade, der neuerdings den Ton christlicher Milde in den Kampfartikeln derLandeszeitung" vor - z u t ä u f ch e n bestrebt ist, der Person des in den Kampfariikeln derHessischen Landes­zeitung" vorzutäuschen, der Person des ehemaligen Pfarrers D. Friedrich Naumann zollen, zu dem sie mit dem verzücktem Augenauf­schlage kleiner Geister, wie zu einem Genius aufzublicken scheinen, hat schon mehrmals sach­kundigen Männern ein Lächeln abgenötigt. Darum erscheint es uns angebracht, die politische Haltung des geistigen Nährvaters der national­sozialenBewegung", deren dünnes Wässerchen heute bereits nach kurzem Laufe in demgold- körnigen" Sande des Berliner Börsenfreisinns versickert ist, auf Grund seiner eigenen Erklä­rungen in dem von ihm (1906) verfaßten Buche N eudeutsche Wirtschaftspolitik" zu beleuchten.

D. Naumann kündigt im letzten (10.) Kapitel seines Buches einen neuen Liberalismus ch, dessen völlig moderne Konstruktion wohl kn manck»em seiner bisherigen Freunde Bedenken erweck?» dürfte.Der Liberalismus", sagt Nau­mann anknüpfend an ein Zitat aus einer Schrift des freisinnigen Politikers Dr. Barth,wird auch heute eine zeitgeschichtliche Färbung haben müssen, wenn er überhaupt leben soll." Dieser Liberalismus aber könne nicht ohne eine neue Weckung der Geiste r" seine Auf­erstehung halten. Dieneue Weckung" aber er­wartet derueudeutsche Prophet" von der Sozialdemokratie. Auf Seite 424 sagt er näm­lich wörtlich:Die Politik der Sozial­demokraten wird sich je länger desto mehr als das herausfchülen, was sie schon heute trotz aller Phrasen in Wirklichkeit ist, als eine li­berale Politik auf Grundlage der jetzigen Wirischaftsverhältnisse. Liberalismus und Sozialdemokratie find in der Wirt­schaftspolitik viel verwandter, als sie es beiderseits z u g e b c n. Bei näherer Be­sprechung dieser Verwandtschaft der Libe­ralen mit den Sozialisten macht D. Naumann alsdann die bedeutungsvolle Entdeckung, daß das Sozialistijche nicht mehr Spezia­lität der Sozialdemokratie sei. Auch tic Sozialdemokratie habe in Wirklich-

Stadttheater

16. Abonnementsvorstellung.

Hermann SudermannsIohannisfeuer" ging gestern Abend vor leider nur halb besetztem Hause in Szene: wir sagen ausdrücklich leider, weil jeder, der die gestrige Vorstellung ver- fäun-te, tatsächlich ungewöhnlich viel versäumt hat. Gerade die moderneren Stücke finden auf unserer Bühne durchweg eine sehr befriedigende Wiedergabe: schade genug, daß es dann an der besten äußeren Anerkennung, die eben doch nur ein gut besetztes Haus spenden kann, meist fehlt. Indessen haben gestern die Erschienenen durch ihren Beifall gezeigt, daß sie nicht nur den Dar- (teltern, sondern auch der Direktion Dank wissen, fit die trotz der schwierigen Verhältnisse stets erstrebte Verbesserung und Vervollständigung des Repertoires.

Sudermanns Stück, auf dessen Inhalt wir Raummangels wegen nicht eingehen können, be- sriedigt weder die Vertreter derälteren, prü­den" Moral, noch die der konsequenten sogenann­tenmodernen" vollkommen. Für die eine fehlt es ihm an äußerem Schein, für die andere an innerer Kraft. Der Bau desJohannisfeuer" dagegen ist, wenigstens was Exposition und Knotenschürzung betrifft, äußerst spannend und rsfektvoll. Die Lösung des Knotens wenn überhaupt die gegebene eine sein soll, fällt ab, ehne doch den Schluß völlig wirkungslos zu machen. Merkwürdig genug ist, wie wenig tief die Einzelheiten der Handlung motiviert sind trotz des brillanten, blendenden Sichcntfaltens, besser gesagt Auseinanderfaltens der Charaktere. Diese allerdings trifft der Vorwurf der Jnkon- mfuenz, des sich Fügens unter eine ihnen fremde, dem lieben Publikum zugestandene Moral. Mik

keil kein andres Wirtschaftsprogramm mehr, als derzur Erkenntnis der Tatsachen gekommene Liberalis- m u s."

Schon jetzt", fährt Naumann wörtlich fort gehen Sozialdemokraten und Libe- rate zusammen in folgenden praktischen Ange­legenheiten: in der Handelspolitik (Kampf gegen die Zölle), in der Eeldpolitik (Goldwährung, Börsengesetzgebung), in der Verkehrspolitik (Ka­näle, Tarife), in der Mittelstandsfrage (für Genossenschaften, gegen Zünftlereien, in der Steuerpolitik (Erbschaftssteuer, Einkom­mensteuer), in der Rechtspolitik (Koalitions­recht, Arbeiterschutz). Was gegensätzlich zwischen ihnen beiden liegt, sind einerseits Fragen der Taktik, des Temperaments, der Tonart und an­dererseits Fragen der Interessengegensätze inner­halb des wirtschaftlichen Liberalismus." Das heißt doch wohl zu deutsch: Kleinere Gegensätze, die eine Verschmelzung der beiden Richtungen für die Dauer nicht verhindern können!

Nach den obigen Ausführungen Naumanns darf es nicht Wunder nehmen, wenn der von Professor Rade beinahe für unfehlbar erklärte national-soziale Parteichef zu folgendem Schlüsse gelangt, den wir ebenfalls wörtlich wieder­geben wollen:

Unser ganzes Buch hat den Zweck zu zeigen, daß es möglich ist, die sich streitenden Einzel­interessen in den Gedanken einer gemeinsamen vorwärtsschreitenden neudeutschen Kultur einzuordnen. Diese Kultur muß eine Methode der Mitbeteiligung aller an Leitung und Er­trag der Produktion zum Ziele haben. Das ist neuer Liberalismus, ebenso wie dis Beteiligung aller an Staat des Ziel des älteren rein politischen Liberalismus war."

Da haben wir ja die Forderung der V e r g e - sellschaftlichung der Produktions­mittel, die den Wesenskern des Sozia­lismus und seiner politschen Organi­sation, der Sozialdemokratie dar­stellt!

Was, in drei Teufels Namen, möchte man ausrufen, hindert dann den D. Fr. Nau­mann noch, dem Beispiele seines ehemaligen Parteifreundes Göhrs zu folgen, sich die Jacobi- nerhaube aufzusetzen und ebenfalls Bebels roter Fahne zu folgen!Arm in Arm mit dir (d. h. mit dem Sozi), so fordere ich mein Jahrhundert in die Schranken", das ist der Kehrreim des Naumannschen Sirenenliedes, das in dem Be­schlüsse derFreisinnigen Vereinigung" (der wie fortgesetzt zu betonen ist, Herr von Eerlach als Hospitant angehört) bei den Stichwahlen denGenossen" Wahlhülse zu leisten, soklang­vollen" Widerhall gefunden hat.Und wenn du dich gleich mit Lauge wüschest, und nähmest viel Seife dazu" wie's im alten Testament zu lesen so würde es dir, Fr. Naumann doch nicht gelingen, Dich von den sozialdemokratischen Flecken zu säubern, mit denen Du Dich bedeckt

diesem Zug steht das Stück, das 1900 zuerst auf­geführt wurde, leider in der Reihe der weniger wertvollen, den Theatereffekten des Sudermann- schen Schaffens.

Die Gesamtdarstellung hielt sich auf bemer­kenswerter Höhe. Das war einerseits der sorg­fältigen Regie des Herrn Oberregisseur Bakof, andererseits aber auch dem mit liebevoller Hin­gabe unternommenen Rollenstudium zu danken. Nirgends fiel eine Störung auf, die durch Ver­sagen des Textes verschuldet gewesen wäre, und wären unsere Kulissen in besserem Zustand, so brauchte ich auch nicht auf sehr zur Unzeit von selbst sich öffnende oder nicht schließende Türen aufmerksam zu machen. Aber das waren schließ­lich Geringfügigkeiten gegen die Interpretation des Stückes. Diese verdiente alles Lob. Sich in der Mitte haltend zwischen edlem Realismus und einem naiven, durchaus nicht rohen Natura­lismus, trug sie durchaus ein feines Gepräge. Dazu trug auch die glückliche Rollenbesetzung bei. Wir sagen mit Absicht glückliche und nicht gute. Eigentlich war ja Trude (Frl. Winderstein) ein ganz Stück zu jung, besonders der gesetzten Reife Georg von Hartwigs (Hr. Kost) gegenüber. Aber beide wußten den rechten Ton zu treffen, der sich trotz des äußeren Mangels in die innnere Harmonie geschickt einfügte. Beide boten recht beachtenswerte Leistungen, Frl. Winderstein zum ersten Mal in einer wirklich umfangreichen, wenn auch nicht gerade schwierigen Rolle, Herr Kost in seiner gewiß schweren ebenfalls. Er wußte manchen glücklichen warmen Moment zu finden.

Die rechte innere Wärme strömte von dem Ehepaar Vogelreuter (Frau von Jagemann, Herr Bakof) aus. Beides stets eigenartige, und sympathische Figuren. Die schwieriaste und dock

hast! selbst wenn Herr Professor Rade sich an dieser Mische beteiligen sollte!

Wozu wir das Glaubensbekenntnis Fr. Nau­manns hier vorgetragen haben? Um allen li­beralen Wählern im Wahlkreise Marburg- Kirchhain-Frankenberg, die national empfin­den, zu zeigen, wohin sie gelangen, wenn sie Fr. Naumanns Lehren folgen und Herrn v. Eer­lach ihre Stimme geben, der sich dazu so offen bekannt hat.

Deutsches Reich.

Der Kaiser sprach vorgestern mit dem Reichskanzler und hörte im Schloß die Vorträge des Chefs des Generalstabes der Armee und des Chefs des Militärkabinetts. Am Nachmittag be­suchte der Kaiser den japanischen Botschafter zum Tee.

Die Budgetkommission des Abgeordneten­hauses bewilligte den Dispositionefond der Ober­präsidenten zur Beförderung des Deutschtums i n den O st m a r k e n in der Höhe von 2y2 Millionen Mark, ebenso die Ost­markenzulage. Gestern gelangte der Bergetat zur Beratung.

Die erste Stichwahl zum Reichstage ist gestern in B r e m e n vollzogen worden. Sie hat mit dem Siege des Freisinns geendet. Es erhiel­ten H o r m a n n (Freisinnige Volkspartei) 29 404, Schmalfeld (Soz.) 27 690 Stimmen. Hormann ist also gewählt.

Zu den Reichstagswahlen. Aus Torgau wird gemeldet: Die Freisinnige Volks­partei unterstützt bei der Stichwahl den nationalliberalen Kandidaten Wilde gegen Fleißner (Soz.) Man braucht wahrlich nicht zu den Verehrern weiland Eugen Richters zu ge­hören und kann sich doch darüber freuen, daß die Partei desgroßen Neinsagers" den Mut ge­funden hat, n e i n zu sagen aber in einer Frage, wo dieses Nein dem Bekenntnis na­tionaler Gesinnung, also einem begeisterten Ja, gleich zu achten ist. Die Freisinnige Volks­partei hat sich also, wie auch aus anderen Wahl­kreisen bestätigt wird, gegen das Bündnis mit der Sozialdemokratie erklärt, während die andere freisinnige Gruppe, die Freisinnige Vereinigung, jene Vor­kämpferin für die Interessen des Groß­kapitals, der ja, wie schon mehrfach er­wähnt, Herr von Eerlach angehört, sich für die Stichwahl denNoten" zur Verfügung gestellt hat.

Eine neue Unter st ützung der So­zialdemokraten durch die Eerlach- partei wird hingegen aus Jena berichtet, wo die dortigen National-sozialen den Beschluß gefaßt haben, die sozialdemokratischen Kandidaten direkt zu unterstützen, und so den Wahlkreis, der bisher nationallibe­ral vertreten war, der internationalen Sozialdemokratie auszuliefern. Wir überlassen es den Nationalliberalen, hieraus die Konsequenzen zu ziehen.

wenn sie recht vertreten wird, befriedigendste Rotte des Stücks, die der nach Liebe begehrenden und doch in derWelt so fremdenMarikke war Frl. Donecker zugefallen. Sie gab das sich in sich selbst verzehrende, in demütiger Liebe und stol­zer Leidenschaft gleich starke Kind der Bettlerin und Diebin mit erschütternder Innerlichkeit. Mancher feine Zug, die Müdigkeit des für an­dere überanstrengten Körpers kam in Gang in Haltung, die tiefgründige Liebe zu ihren Schü­tzern int Aufwallen eines leisen, feinen Lächelns und schließlich die innere Leidenschaftlichkeit und Zerrissenheit in dem ans krankhafte gemahnenden Bewegungen ihrer schlechten Mutter gegenüber, in dem Ueberströmen des Glücks der Vereinigung mit Georg zu treffendem Ausdruck.

Wir wollen hier noch eine kurze Bemerkung einschalten. Es macht sich nicht bloß im Vers- spiel sondern auch in Prosastücken an manchen, gerade längeren Abschnitten, die die einzelne Person zu sprechen hat, gern ein deklamatori­scher leicht hohlklingender Ton hier und dort be­merkbar. Erzeugt wird er wahrscheinlich durch plötzliches Umsetzen des bis dahin in der Rolle unbewußt Gesprochenen, in bewußtes Sprechen eines Memorierten. Ein geringes Achten da­rauf wird allen Vorstellungen zu Gute kommen.

Die desJohannisfeuer" aber wird uns lange als besonders fein und abgerundet in Er­innerung bleiben; fügten sich doch auch die Ver­treter der kleineren Rollen Frau Von6 (Weska- lene), Fr. Hoffmann (Die Mamsell), Hr. Schlot- ten (Inspektor Plötz) mit gutem Geschick der Darstellung ein. Ganz besoitderes Lob verdiente der Hilfsprediger Haffke des Hrn. Reimer-Schle­gel, der wie stets, in feiner Durcharbeitung sei­ner Rolle vorzügliches zu bieten wußte.

Marburg. 1. Februar 1907, th.

Die Sicherheit in den deutschen Ver^ werken. In welchem Maße die Sicherheitsvor­kehrungen in den preußischen Bergwerken in bca letzten 25 Jahren vervollkommnet worden sind, erhellt aus einer Betrachtung der rasch fallenden Abnahme der Unfallziffern. Nach einer Zusam­menstellung derDeutschen Tageszeitung" wur­den in Preußen infolge von Explosionen getötet auf je 1000 beschäftigte Personen

im Durchschnitt 18811891 . . 0,571

18911900 . . 0,245

im Jahre 1901 . . 0,144 1902 . . 0,022

1903 . . 0,033

1904 . . 0,024 1905 . . 0,029

Während also in dem Jahrzehnt 18811891 auf eine Million Bergleute 571 tödlich Verun­glückte kamen, ist die Zahl im Jahre 1905 auf 29 zurückgegangen.

Arbeitsmaterial für den neuen Reichstag.; Daß dem neuen Reichstage die Denkschriften zu-^ gehen werden, die dem alten wegen der Auf-, lksung nicht unterbreitet werden konnten, ist' selbstverständlich. Dem alten Reichstage waren von den alljährlich erscheinenden Denkschriften bereits mehrere zugänglich gemacht, so die über die Entwicklung der Kolonien, über die Aus-^ führung der Anleihegesetze und über die Arbeits-: Verhältnisse in den Betrieben der Heeres- uni)' Marineverwaltung. Auch eine besondere Stent»- schrift war vom Reichsjustizrat überreicht wor­den. Sie bezog sich auf das gerichtliche Zwangsvergleichsverfahren außer­halb des Konkurses und kam zu dem Er­gebnis, daß, trotzdem dieses Verfahren in einer ganzen Anzahl anderer Staaten in Geltung ist, es für Deutschland nicht zweckmäßig ist. Voraus­sichtlich wird das Reichsjustizamt eine Denkschrift über die Zuchthaus- und Eefängnis- arbeit überreichen. Neben dem Reichsjustiz­amt wird aber namentlich das Reichsamt des In­nern Denkschriften vorlegen können. So jeden­falls gleich nach dem Zusammentritt des neuen Reichstags die vom Reichs-Bersicher- ungsamt ausgearbeiteten Nachwei­sungen der Nechnungsergebnisse der Verufs- genossenschasten und Versicherungsanstalten für 1905 und Ende Februar oder Anfang März den Bericht des Reichs-Versicherungsamtes für 1906. Daß über das Kartellwesen einige Denk­schriften in Ausarbeitung begriffen seien, hatten wir schon vor einiger Zeit gemeldet. Sie haben sich der Fertigstellung genähert, so daß auch mit ihrer baldigen Vorlegung zu rechnen wäre. Be­sonders interessant aber würde es sein, wenn es gelänge, auch noch die Denkschrift über die Ver­hältnisse der Privatbeamten dem nächsten Reichstage vorzulegen. Bekanntlich soll diese Denkschrift die Unterlage für dir Entscheidung der Frage sein, ob es angezeigt ist, dem Wunsche weiter Kreise der Privatbeamten aus Einbe«

Musik.

Zum Meiningerkonzert. von Dr. J. K.

Auf das morgen Sonntag nachmittags 5 Uhr im Museumssaale stattfindende Orchesterkonzert der Meininger Hofkapelle möchten wir hier nochmals alle Musikfreunde aufmerksam machen. Das Programm umfaßt: B r a h m s: 4. Symphonie, Beethoven: 8. Symphonie und Rich. Wagner: Parsifalvorfpiel und Sieg­friedidyll. Die beiden Symphonien zu hören, hatten wir in Marburg schon öfters Eelegenheit. Wir können daher davon absehen, hier näher auf ihren Inhalt einzugehen. Wer etwa noch nicht mit ihnen vertraut sein sollte, der kann sich leicht an Hand eines Musikführers (Der Musikführer" Nr. 120 zu 20 ^) orientieren. Die beiden Werke des Bayreuther Meisters hingegen sind hier noch ziemlich unbekannt. Wir wollen daher in folgendem versuchen, sie durch ein paa- einführende Bemerkungen dem V V* näher zu bringen.

I. Parfifalvorspiel.

Das BühnenweihfestspielParsisal" cr lobte seine Uraufführung am 26. Juli 1886 zu Bay­reuth, wo es seither in regelmäßigen Zwischen- räumen wiederholt wird als heiliges Vermächt­nis seines Schöpfers an Bayreuth. Hier allein darf es nach des Meisters ausdrücklichem Wunsch gegeben werden, und jeder, dem es einmal ver­gönnt war, einer solchen Aufführung beizukvoh- nen, wird ein Hineinzerren dieses Mysterium»